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Aus dem ausgestrahlt-Newsletter
von Jochen Stay
Lesen, handeln und weiterschicken!
Liebe Lesende,
in der vergangenen Woche hat EnBW die Genehmigung für die Verschiffung von hochradioaktivem Atommüll auf dem Neckar erhalten. Allein weil der Energiekonzern das Geld für den Bau einer Lagerhalle in Obrigheim einsparen möchte, werden der Bevölkerung fünf gefährliche Castor-Transporte zugemutet. Der Bestimmungsort der tödlichen Fracht ist das einsturzgefährdete Zwischenlager am AKW Neckarwestheim. Während EnBW nun also in Obrigheim die ersten drei Castor-Behälter belädt, werden woanders Rucksäcke geschnürt. Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner aus ganz Deutschland machen sich bereit für den Tag X. Die Behörden geben die Transport-Termine im Vorfeld nicht bekannt; es ist aber absehbar, dass das erste Castor-Schiff innerhalb der nächsten Tage oder Wochen ablegen wird.

Das regionale Bündnis "Neckar castorfrei" gibt seit Monaten vollen Einsatz, um den Widerstand in der Bevölkerung sichtbar zu machen und die Verantwortlichen aus Politik und Atomwirtschaft zur Vernunft zu bringen. Beim Wasseraktionstag am vergangenen Sonntag haben sich Atomkraftgegner*innen mit 35 Booten auf dem Neckar versammelt - andere waren per Fahrrad oder zu Fuß am Flussufer unterwegs, um gegen die Atommüll-Verschiebung zu protestieren.

Am Tag X sind Demonstrationen, Mahnwachen und weitere Aktionen entlang der Transportstrecke geplant - es wird ein bunter und lauter Protest. Machst Du mit? Ganz wichtig: Zuerst muss das leere Schiff, das derzeit in Neckarwestheim liegt, nach Obrigheim gebracht werden, wird dort beladen und fährt dann mit den Castoren zurück. Das Ganze kann theoretisch an nur zwei Tagen erfolgen. Deshalb beginnen die Aktionen schon beim Leertransport. Nähere Infos auf:
https://www.neckar-castorfrei.de
Auf dieser Bündnis-Website kann sich jeder den kostenlosen "SMS-Alarm" bestellen. Sie erhalten dann  eine SMS, sobald klar ist, dass es losgeht und wohin & wann man sich auf den Weg machen sollte.


"Letzte Warnung" vor einem Atomkrieg
Seid ihr bereit zu sterben?

Von Paul Craig Roberts
Wladimir Putin: "Vor fünfzig Jahren habe ich in den Straßen Leningrads gelernt: Wenn ein Kampf unvermeidlich ist, muss man zuerst zuschlagen." In George Orwells 1949 als Roman veröffentlichter Schreckensvision "1984" werden Informationen, die dem Großen Bruder nicht passen, im Gedächtnis gelöscht. Im Überwachungsstaat USA, in dem wir jetzt leben, werden wichtige Informationen einfach unterschlagen. Vor einigen Tagen – am 26. April 2017 – hat Generalleutnant Viktor Poznihir, der stellvertretende Chef der Hauptoperationsabteilung der russischen Streitkräfte, bei der Internationalen Sicherheitskonferenz in Moskau mitgeteilt, das Operationskommando des russischen Generalstabes sei zu der Überzeugung gelangt, dass Washington einen atomaren Erstschlag gegen Russland vorbereite. mehr...
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23831


Führende US-Wissenschaftler warnen:
Die USA wollen Russland angreifen
"Feinde mit überraschendem atomarem Erstschlag entwaffnen!"
Es geht darum, durch die Einführung revolutionärer neuer Technologien die Zielerfassung und Treffsicherheit der ballistischen Raketen der USA gewaltig zu verbessern. Durch diese Technischen Verbesserungen wird das Vernichtungs- potenzial der vorhanden US-Atomwaffen fast verdreifacht; solche Vorbereitungen trifft ein Atomwaffenstaat nur, wenn er vorhat, einen Atomkrieg zu führen und zu gewinnen, indem er seine Feinde durch einen überraschenden atomaren Erstschlag entwaffnet."

 

Rezept für Frieden: Abrüstung und Diplomatie
IPPNW-Jahrestreffen in Berlin:
Aktion „Deutschland wählt atomwaffenfrei“

Ärztinnen und Ärzte der IPPNW haben im Rahmen ihres Jahrestreffens in Berlin die Bundesregierung aufgefordert, sich an den Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot aktiv und konstruktiv zu beteiligen sowie den Abzug der US- Atomwaffen aus Büchel durchzusetzen. Weltweit haben die atomaren Bedrohungen in den letzten Jahren zugenommen. Die Konfrontation zwischen NATO und Russland und die gegenseitigen Drohungen zwischen den USA und Nordkorea bedrohen den weltweiten Frieden.

Bei einer öffentlichen Aktion am Brandenburger Tor in Berlin hat die ärztliche Friedensorganisation PassantInnen heute über die katastrophalen humanitären Folgen eines Atomwaffeneinsatzes aufgeklärt und über die diesjährigen UN- Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot informiert.

Zudem forderten die Ärztinnen und Ärzte auf ihrem Jahrestreffen von der Bundesregierung eine andere Syrienpolitik und  sprachen sich für die Beendigung des Bundeswehreinsatzes in Syrien und der Türkei aus. Die Bundesregierung solle stattdessen den Friedensprozess unter UN-Leitung unterstützen, die militärische Zusammenarbeit mit allen am Krieg beteiligten Kräften beenden und die diplomatischen Beziehungen mit Syrien wieder aufnehmen. „Die IPPNW fordert, dass sich die Bundesregierung mit allen ihr zur Verfügung stehenden diplomatischen Mitteln dafür einsetzt, den Krieg in Syrien mit nicht-militärischen Mitteln zu beenden“, heißt es in dem Beschluss des Jahrestreffens.

Die Delegierten sprachen sich zudem für ein Ende der Sanktionen gegen Syrien aus. Sie trügen dazu bei, dass das Leben in Syrien für die Zivilbevölkerung immer schwerer werde.
Sie vergrößern damit die humanitären Folgen des Krieges. Es fehlt an Lebens- mitteln, es herrscht hohe Arbeitslosigkeit, medizinische Behandlung ist vielfach unmöglich geworden, Trinkwasser und Strom werden rationiert. Dazu komme, dass das Embargo die SyrerInnen im Ausland daran hindert, ihren Verwandten und Familienangehörigen im Heimatland Geld zu überweisen.
Firmen, Stromwerke, Wasserwerke, und Krankenhäuser sind gezwungen, zeitweise zu schließen, weil sie keine Ersatzteile und kein Benzin bekommen können.

Weitere Informationen und Beschlüsse des Jahrestreffens finden Sie in Kürze unter https://www.ippnw.de/aktiv-werden/termine/ippnw-jahrestreffen/ippnw-jahrestreffen-2017.html

Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW, Tel. 030-69 80 74-15, Mobil 0162-2057943, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Email: wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de


SELBSTHILFE STRAHLEN BELASTUNGS MESSUNGEN
Tihange-Doel Radiation Monitoring – ein unabhängiges, von Bürgern getragenes Projekt
Das Projekt TRDM hat die Einrichtung eines Netzwerks für die Messung der Intensität der radioaktiven Strahlung der umgebenden Atmosphäre in der Region Tihange-Doel-Aachen zum Ziel. Das Netz befindet sich derzeit im Testbetrieb mit ersten im Feld installierten Sensorstationen. Die Projektgruppe bietet auf der von ihr betriebenen Website tdrm.fiff.de eine geografische Übersicht über die Standorte der Sensorstationen, eine Übersicht über die aktuellen Messwerte und detaillierte Darstellungen über die Zeitverläufe der Messwerte. Außerdem werden Details zur Messtechnik und medizinische Hintergrundinformationen angeboten.

Das Netzwerk wird von einer Arbeitsgruppe des Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF) betrieben. Die Arbeitsgruppe kooperiert mit Aachener Mitgliedern der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) und mit dem Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA).

Das Ziel
Die Sicherheitsprobleme der belgischen Uralt-AKWs Tihange und Doel (65 bzw. 150 Kilometer westlich von Aachen) spitzen sich weiter zu. In Sorge um zuverlässige und auch rechtzeitig verfügbare Information hat sich eine Arbeitsgemeinschaft  konstituiert, die mit Hilfe eines unabhängigen Netzes von Stationen für die Messung der atmosphärischen Radioaktivität zur Aufklärung und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger beitragen will.

Entwickelt, aufgebaut und betrieben wird das Messnetz durch die TDRM-Projektgruppe. Sensorstationen zur Gammastrahlen-Messung werden in der Umgebung der beiden AKWs sowie im weiteren Umfeld installiert. Messdaten werden im Minutentakt zu einem projekteigenen Server übertragen und  dort für die Darstellung aufbereitet. Die Messdaten stehen allen Bürgern unbewertet im Internet zur Verfügung.

Beteiligt an der Arbeitsgemeinschaft sind Mitglieder des FIfF, der IPPNW, des AAA in unterschiedlichen Rollen: Experten der IPPNW beobachten die Messwerte. Im Fall ernsthafter Unregelmäßigkeiten werden sie die Situation bezüglich gesundheitlicher Auswirkungen und zu ergreifender Schutzmaßnahmen beurteilen und ggf. frühzeitig einen Kontakt zu den Behörden herstellen.

Das AAA nutzt das Projekt als Instrument, um die Politik zu sensibilisieren, um Bürgerinnen und Bürger aufzuklären und kritisches Bewusstsein zu schaffen.
Die Projektgruppe TDRM besteht aus Mitgliedern des FIfF e.V. und weiteren Informatikern und Ingenieuren. Sie entwickeln und realisieren die Sensorstationen sowie die Server-Software, betreuen den Betrieb des Systems und sorgen für seine Pflege und Wartung. Das FIfF stellt die für den Betrieb des Servers erforderlichen Computerressourcen zur Verfügung.

Die Arbeitsgemeinschaft stützt sich ausschließlich auf ehrenamtliche Mitarbeit. Das Netzwerk wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Die Arbeitsgemeinschaft ist offen für weitere Beteiligungen. Gesucht werden auch Bürgerinnen und Bürger, die an der Aufstellung einer Sensorstation in ihrer privaten Umgebung interessiert sind.

Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF)
Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)
Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA)

Disclaimer
Für die Zuverlässigkeit und Richtigkeit der Messwerte übernehmen die Betreiber des Messnetzes keine Verantwortung. Sie haften nicht für missbräuchliche Eingriffe in Sensorstationen oder Server sowie für die missbräuchliche Nutzung der Daten.

Rückfragen bitten wir zu richten an
Dr. Wilfried Duisberg, IPPNW: 02408/4637, wduisberg@arcor.de
Prof Dr.-Ing. Dietrich Meyer-Ebrecht, FIfF: 0241 8949 8959, dme@tdrm.fiff.de
Walter Schumacher, AAA: 0177 742 1484, ws.aachen@gmail.com
Website: http://tdrm.fiff.de


IPPNW kritisiert Entschädigungen für Atomkonzerne

Die Ärzteorganisation IPPNW begrüßt die Bestätigung des Atomausstiegs (13. Novelle des Atomgesetzes) durch das Bundesverfassungsgericht. Unverständnis äußert die IPPNW allerdings an der Entscheidung, der Atomindustrie  Entschädigungszahlungen zuzubilligen. "Die abgeschalteten Atomkraftwerke stellten nachweislich eine akute Gefährdung der öffentlichen Gesundheit dar," so Dr. Alex Rosen, stellvertretender Vorsitzende der IPPNW. "Gravierende Sicherheitsmängel waren lange bekannt und wurden von den Betreiberfirmen stillschweigend hingenommen. Die Entscheidung der Politik zur Abschaltung der Atomkraftwerke war daher nicht nur richtig, sondern dringend notwendig, um eine Atomkatastrophe in Deutschland zu verhindern."

Die betroffenen Atomkraftwerke waren zum Zeitpunkt der Abschaltung nach Bewertung der Atomaufsichten von Bund und Ländern nicht mehr hinreichend sicher. Am 16. März 2011 erstellte das Bundesumweltministerium unter dem Eindruck des mehrfachen Super-GAUs in Japan ein Dokument mit dem Titel „Erste Konsequenzen aus Fukushima – Sicherheitsüberprüfung deutscher Kernkraftwerke und Neubewertung“ (Az.RS I 3 13042/9).

Dieser Sicherheitsüberprüfung und der vorgenommenen Neubewertung der Atomenergie seitens der Bundesatomaufsicht ist zu entnehmen, dass die im Zuge der 13. AtG-Novelle stillgelegten Atomkraftwerke nicht mehr den sicherheitstechnischen und somit auch nicht den rechtlichen Anforderungen genügten.

Exemplarisch ist dies am Beispiel des stillgelegten Atomreaktor Biblis B darstellbar, für dessen Stilllegung die IPPNW über Jahre vor Gericht prozessierte:

Einem internen Vermerk der Hessischen Atomaufsicht vom 19. September 2005  lässt sich entnehmen, dass Biblis B „selbstverständlich nicht dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik" entspricht. Genau das wäre aber gemäß Bundesverfassungsgericht zu gewährleisten. Leitende Beamte der Bundesatomaufsicht hatten in einem internen Papier vom 12. August 1999 bereits festgestellt: "Alle laufenden Atomkraftwerke wären nach diesem Maßstab heute nicht mehr genehmigungsfähig. Laufende Atomkraftwerke entsprechen damit heute nicht mehr einem Sicherheitsmaßstab, der vom Atomgesetz nach neuem Stand von Wissenschaft und Technik gefordert ist."

Der IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz dokumentierte auf der Grundlage amtlicher Unterlagen für die Biblis-Klage mehr als 200 Sicherheitsdefizite von Biblis B. „Ein Gutachten im Auftrag der Bundesatomaufsicht bestätigte im Jahr 2010, dass es sich bei 80 dieser Sicherheitsdefizite um solche mit erheblicher „Relevanz“ handelte. Weitere 36 Mängel der IPPNW-Defizitliste wurden als potenziell relevant eingestuft“, so Paulitz.
Die so genannte „Nachrüstliste“ der Aufsichtsbehörden in Bund und Ländern vom 3. September 2010 zeigte, dass die deutschen Atomkraftwerke schwerwiegende Sicherheitsdefizite aufweisen. Für Biblis B wurden rund 25 der von der IPPNW dokumentierten Sicherheitsmängel bestätigt.

Die IPPNW fordert über die bisherigen Maßnahmen hinaus die sofortige und entschädigungsfreie Stilllegung aller Atomkraftwerke, um das Risiko einer erneuten Atomkatastrophe zu minimieren.

Offener Brief der IPPNW an das Bundesverfassungsgericht: vom 4. April 2014
https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Verfassungsbeschwerden_Entschaedigungen_Atomindustrie.pdf
IPPNW-Klage:
https://www.ippnw.de/atomenergie/atomrecht/artikel/de/ippnw-klagt-auf-stilllegung-des-atom.html
Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW, Tel. 030 / 69807415, Email: wilmen@ippnw.de, Henrik Paulitz, Referent für Energiepolitik, Tel. 06257-505-1707,
Email: paulitz@ippnw.de. www.ippnw.de



AUS FÜR ATOMINDUSTRIE?
In Japan soll mit der Untersuchung von Milchzähnen die Strontium-90-Belastung von Kindern durch die Atomkatastrophe von Fukushima ermittelt werden. In den USA wurde erstmals nach 20 Jahren ein neues Atomkraftwerk in Betrieb genommen - mit der Technologie der 1960'er Jahre. In Frankreich wurden zur gleichen Zeit 21 von 58 Atomreaktoren vom Netz genommen, da es ernsthafte Sicherheitsbedenken gibt. In Großbritannien wiederum gibt es mehr und mehr Hinweise darauf, dass das geplante Atomkraftwerk Hinkley Point C der versteckten Finanzierung des britischen Atomwaffenprogramms dienen könnte. Und in Taiwan wird, ähnlich wie in Deutschland, der Ausstieg aus der Atomenergie gebahnt.

Diese scheinbar unabhängigen Entwicklungen quer über den Globus verdichten sich zu einer immer deutlich werdenden Erkenntnis:
Die Atomindustrie befindet sich weltweit in einem Abwärtstrend.


«AKWs nur, wenn Atommüll-Lagerung garantiert ist»

Atommülllager Nagra 2015
Heiner Keller / 18. Okt. 2016 - Vor dreissig Jahren haben Behörden dem Volk vorgegaukelt, für eine sichere Lagerung des hochradioaktiven Mülls bestehe «Gewähr».
mehr...: HIER
http://www.infosperber.ch/Artikel/Umwelt/AKWs-nur-wenn-Atommull-Lagerung-garantiert-ist

Atommüll «entsorgen» unmöglich
Das Problem bleibt für unsere Nachfahren!

Weltweit werden sichere Lagerstätten gesucht. Künftige Generationen sollen damit nichts zu tun haben, wird suggeriert. Für hochradioaktive Atomabfälle braucht es für ein paar hunderttausend Jahre sichere Orte. Vorläufig kann er nur «zwischengelagert» werden.
http://www.infosperber.ch/Dossier/Atommull-Jahrtausende-entsorgen


Blicken Sie noch durch bei den Atomfinanzen?

Wer zahlt für die Folgekosten der Atomkraft? AKW-Betreiber oder Allgemeinheit? Die Debatte läuft seit Jahren und wird immer unübersichtlicher: Bad Bank-Pläne, Aufspaltung von Eon und RWE, Nach- haftungsgesetz, Atom-Finanz-Kommission, Brennelementesteuer: .ausgestrahlt hat sortiert, analysiert, bewertet und gibt Antworten auf die häufigsten Fragen: http://bit.ly/2ccQ8R7

Die heute-Show zum Thema Atommüll.
http://www.heute-show.de/zdf/artikel/135752/die-zukunft-liegt-auf-dem-mull-mull-atom-mull.html

ATOMPOLITIKER
Der Dirk Seifert, ehemaliger Energiereferent von Robin Wood, jetzt stellvertretender Sprecher des Bundesarbeitskreises "Atom und Strahlenschutz" des BUND und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Bundestagsfraktion der Linkspartei unterhält einen prima Blog über "Atompolitiker" http://dirkseifert.net/


GEFÄHRLICHER ATOMMÜLL

ATOMFÄSSER


Leicht und Mittelschwer strahlendes Material wurde einfach in Fässer gefüllt und in sog. Zwischenlagern gestapelt. Aus Kostengründen wurden einfache Stahlblechfässer verwendet, die mit gelbem Lack gegen Rostfraß nur unzureichend geschützt sind. Das hat sich jetzt jedenfalls erwiesen. Im Abfallager Gorleben, ALG, der Gesellschaft für Nuklearservice, GNS, sind etliche durchgeröstete Fässer aufgetaucht.

Trotzdem weigert sich die GNS, ein Überwachungssystem einzurichten.

Es geht GNS um Einsparung von Kosten
Deshalb zieht die GNS gegen eine Auflage des Umweltministerium Niedersachsen vor Gericht.
Die GNS gibt einerseits vor, aus Fürsorge für die Mitarbeiter zu handeln, da zusätzliche Strahlengefährdung für sie entstünde, wenn sie ein Überwachungssystem einbauen müssten. Deshalb habe sie vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg Klage gegen die Anordnungen aus dem Umweltministerium Niedersachsen zur Sicherheit im ALG eingereicht.

Andererseits verharmlost sie die maroden Zustände in ihrem ALG:
Die geforderte Maßnahme einer Videoanlage stehe in keinem Verhältnis dazu, welche Missstände dort vorzufinden seien, wird seitens der GNS behauptet.
Das ist widersprüchlich. Tatsäche ist dass es tatsächlich der GNS, vielmehr um die Kosten geht. Sie will für das Installieren einer Anlage zur Überwachung der Fässer partout kein Geld ausgeben. Desweiteren sind dringend Maßnahmen für das Raumklima zu treffen. Es kann nicht sein, dass dort immer wieder Feuchtigkeit festzustellen ist. Es ist skandalös, dass die GNS in der Hinsicht nicht tätig wird; angesichts der möglichen Gefährdung, über die wir dabei reden müssen. 

Wie groß ist die Gefahr durch Rostfässer? 
Auszuschließen ist nicht, dass von den Fässern bereits Strahlung in die Umgebung ausgeht – so wie von den Castorbehältern in der Nachbarhalle. Spätestens, wenn die Fässer weitertransportiert werden müssen, ist es unerlässlich, zu wissen, ob sie noch intakt sind. Dann wird es richtig gefährlich.  Wie bewerten Sie, dass die GNS nun trotzdem gegen die Auflagen der Atomaufsicht klagt, statt sie umzusetzen?  Wir haben schon immer gesagt: Es nützt nichts, nur eine Sichtkontrolle vorzunehmen. Ich war selber im Lager; dort sind nur die vorderen Reihen der Fässer einzusehen. Also fällt eine Schädigung nur auf, wenn Fässer ausgelagert werden. Wie etwa im Fall der sogenannten ERAM-Fässer, benannt nach dem »Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben«: Sie hatten von Gorleben nach Morsleben in Sachsen- Anhalt verbracht werden sollen, gingen aber wieder zurück. Das dortige Lager ist zwischenzeitlich havariert.  In Gorleben wird aber sowieso keine Ruhe einkehren, oder? 
Insgesamt müssen mehr als 1.000 Fässer verlegt werden. Deren Genehmigung läuft Mitte 2017 aus, weshalb sie neu in Augenschein genommen und umgepackt werden müssen. 15 Transporte weiterer Fässer sind bis dann geplant. Die GNS hatte sie aufgrund des Einlagerungsstopps in Morsleben nicht mehr dorthin verschwinden lassen können. Dort versuchen die Behörden, das Lager zu stabilisieren, damit es nicht zusammenkracht. 

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel, Grüne, hat kein Verständnis für das Vorgehen der Betreiber.
Er sieht einer gerichtlichen Klärung »gelassen entgegen«; Sicherheit und Vorsorge hätten Vorrang vor wirtschaftlichen Überlegungen des Betreibers. Beruhigt Sie das? 
Prinzipiell finden wir es gut, dass Wenzel diese Anordnung vorgenommen hat. Wir hatten schon lange in die Richtung Druck gemacht, dass ein Überwachungssystem kommt. So gelassen wie er erwarten wir die gerichtliche Entscheidung allerdings nicht. Wir sind aber gespannt, ob das Land die Atomaufsicht gegen den Betreiber durchsetzen kann. Es kann durchaus sein, dass wir nur die Spitze des Eisbergs zu sehen bekommen. Unserer Meinung nach müsste viel mehr erfolgen, wenn wir lesen, dass sogar »kristallines Material« aus den Fässern ausgetreten ist. Möglicherweise müssten Proben genommen werden.  Tut der Umweltminister angesichts der sich häufenden Skandale in Gorleben alles in seiner Macht stehende?  Er macht, was er glaubt, tun zu können. Uns fehlt aber, dass er nach der aus unserer Sicht zu laxen Handhabung der GNS weitere Transporte und Einlagerungen untersagt. Diese müssen nun dringend gestoppt werden.  Wird sich der Widerstand gegen das Lager für nuklearen Abfall wieder neu entfachen lassen?  Nichts ist in Ordnung in Gorleben. Jeden Sonntag veranstalten wir deshalb Spaziergänge um diese Atomanlagen, beobachten, was dort vorgeht, und protestieren dagegen.

BürgerInitiative:
Atommüll - Fässer müssen umgeräumt werden !

FÄSSER VIELEAngesichts der Funde weiterer Rostfässer im Fasslager Gorleben ist die Weigerung der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), für ein umfassendes Überwachungssystem zu sorgen, nicht mehr hinnehmbar, so die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Sie fordert ein Umräumen der Fässer.
"Es bleibt dabei, schadhafte Atommüllfässer werden nur entdeckt, wenn umgeräumt wird. Ansonsten bleibt es bei der Sichtkontrolle der jeweils ersten Reihen, das ist unverantwortlich", kritisiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) das Verhalten der GNS, die sich weigert, entsprechende Auflagen der Atomaufsicht umzusetzen und sogar dagegen klagt...
Bei der Auslagerung von 64 Fässern, die in Duisburg nachkonditioniert werden müssen, wurden zwei neue Befunde festgestellt. Damit erhöht sich die Zahl der Rostfässer auf 10.
Die GNS zählte bisher laut Medienberichten “nur” neun.
    “Das ist bestimmt nicht das Ende der Fahnenstange”, mutmaßt die BI.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=17040

Gorleben: Abfallfässer müssen vor Abtransport geprüft werden
Nachdem vergangene Woche bekannt wurde, dass an Fässern mit schwach radioaktivem Müll Roststellen gefunden wurden, ordnete Umweltminister Stefan Wenzel nun an, dass vor dem weiteren Abtransport alle Fässer untersucht werden müssen.
http://wendland-net.de/post/gorleben-abfallfaesser-muessen-vor-abtransport-geprueft-werden-36022

ANTI-ATOM-NACHRICHTEN:
https://www.ausgestrahlt.de/informieren/anti-atom-nachrichten/

Was ist lokales.wendland-net.de?
Ein schwarzes Brett, eine Veröffentlichungs-Plattform für Jedermann, ein Experiment in Sachen Lokaljournalismus: http://lokales.wendland-net.de/ueber


Atomwaffen aus der Türkei abziehen

IPPNW-Abrüstungsexpertin Xanthe Hall:
In der Türkei sind 50 US-Atombomben unter NATO-Befehl stationiert, nur 110 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Der Incirlik-Stützpunkt, in dem sie sich befinden, verfügt seit dem 18. Juli 2016 über keinen Strom mehr und wird mit einem Notstromgenerator betrieben. Nach dem Putsch durfte für einige Tage niemand den Stützpunkt verlassen. Der türkische Kommandeur des Stützpunktes General Bekir Ercan Van und neun weitere Offiziere wurden verhaftet. Das US Central Command bestätigt laut Aviation Weekly, dass alle Flugaktivitäten gestoppt wurden, weil der türkische Luftraum für kurze Zeit geschlossen wurde.


Es besteht kein Grund zur Aufregung ...?

#) so koennen die Betreiber der AKW nur reden, weil es "confixx" war und nicht "netstux" ...
AKW Gundremmingen: Infektion mit Uralt-Schadsoftware
Fabian A. Scherschel
Im Atomkraftwerk Gundremmingen wurde mindestens ein Rechner mit Schadsoftware infiziert.
Bei genauerer Betrachtung scheint die Situation allerdings weniger dramatisch, als zuerst angenommen.

Laut Berichten des Bayerischen Rundfunks und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) kam es im bayerischen Atomkraftwerk Gundremmingen zu einer Infektion mit Schadsoftware. Noch läuft eine Untersuchung des Vorfalls, aber nach ersten Erkenntnissen wurde ein Rechner ohne Verbindung mit dem Internet oder den Steuersystemen des Kraftwerks mit zwei Uralt-Würmern infiziert. Die Schadsoftware konnte nach Angaben des Kraftwerksbetreibers RWE ohne Internetverbindung ihre bösartigen Funktionen nicht ausführen.

"Einen Einfluss auf die Steuerung der Lademaschine konnte es aufgrund der Systemarchitektur nicht geben." - So der Betreiber des AKW Gundremmingen #)

Auf Nachfrage von heise Security teilte der Betreiber mit, dass es sich bei der Schadsoftware um die Würmer Conficker und Ramnit gehandelt habe. Conficker ist bereits sechs Jahre alt und wütete hauptsächlich Ende 2008 und Anfang 2009 mit großer weltweiter Verbreitung. Die Kommandoserver von Ramnit wurden 2015 von Europol unschädlich gemacht. Beide Würmer dürften auf aktuellen Systemen keine große Herausforderung für gängige Antiviren-Programme darstellen. Da es sich um bekannte Würmer handelt, die es in der Regel auf Endbenutzer-Rechner abgesehen haben, ist es unwahrscheinlich, dass es sich um einen gezielten Angriff auf das AKW handelte.

Wie der betroffene Rechner infiziert wurde, teilte der Betreiber nicht mit. Man beruft sich darauf, dass die Untersuchungen noch laufen. Es handelt sich um ein System, das 2008 in Block B installiert wurde und Protokolle der Brennelement-Lademaschine verarbeitet und visualisiert. "Einen Einfluss auf die Steuerung der Lademaschine konnte es aufgrund der Systemarchitektur nicht geben", so ein Sprecher des Unternehmens.

Wie Reuters berichtet, wurden die Würmer außerdem auf 18 Datenträgern, vor allem USB-Sticks, im Büro-Netz des AKWs gefunden. Dieses Netz ist physikalisch von den anderen Netzen im Kraftwerk getrennt und wird gesondert verwaltet. RWE habe nach der Entdeckung die Schutzmaßnahmen gegen Schadsoftware verstärkt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist ebenfalls von RWE informiert worden und beschäftigt sich mit dem Vorfall. (fab)

quelle:
https://proxy.suma-ev.de/cgi-bin/nph-proxy.cgi/en/I0/http/www.heise.de/security/meldung/AKW-Gundremmingen-Infektion-mit-Uralt-Schadsoftware-3188599.html
(in dieser form wird die quelle heise.de ueber den anonymisierungsserver der empfehlenswerten suchmaschine metager.de aufgerufen)


Ausgestrahlt-Newsletter es schreibt: Jochen Stay
Lesen, handeln und weiterschicken!
Lieber Alle,
wir AtomkraftgegnerInnen haben ein Problem: es macht einfach keinen Spaß, Recht zu behalten. Denn wenn unsere Warnungen eintreten, dann ist das ja meist eine schlechte Nachricht: Ja, der Super-GAU ist nicht nur eine theoretische Möglichkeit. Ja, das Bergwerk Asse ist nicht geeignet, um dort Atommüll einzulagern. Und jetzt: Ja, es wäre sinnvoll gewesen, den AKW-Betreibern rechtzeitig das Geld für die Folgekosten der Atomkraft abzunehmen, so lange noch mehr zu holen war.

Jetzt sehen es zwar fast alle so. Doch jetzt soll die Allgemeinheit haften. Jahrzehntelang wurde die Forderung der Anti-Atom-Bewegung nach einem öffentlich-rechtlichen Fonds abgelehnt. Wie gesagt: Es macht einfach keinen Spaß, Recht zu haben.

Dass auch bei der jetzigen wirtschaftlichen Situation der Stromkonzerne deutlich mehr drin gewesen wäre, als die Atom-Finanz-Kommission nun beschlossen hat und was sonst von deren Ergebnis zu halten ist, kannst Du hier in unserer Analyse lesen.

Und klar, bei allen eklatanten Mängeln sehen wir schon auch: Ohne den Protest vieler und ohne unser beharrliches Drängen hätte es noch nicht einmal einen Fonds mit 23 Milliarden gegeben. Das wiederum ist dann doch ein klein wenig erfreulich. Aber zufrieden geben werden wir uns damit nicht.

Herzliche Grüße
Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team

2. Atommüll-Kommission: Ein gescheiterter Neustart
3. Mehr als 10.000 demonstrieren zum Tschernobyl-Jahrestag
4. Prominente zu 5 Milliarden Brennelementesteuer
5. .ausgestrahlt auf der Kulturellen Landpartie im Wendland
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

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2. Atommüll-Kommission: Ein gescheiterter Neustart
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Neben der Atom-Finanz-Kommission gibt es noch eine zweite: Die Atommüll-Kommission tagt seit zwei Jahren und soll Vorschläge für die Überarbeitung des Endlagersuchgesetzes machen.
Bis Juni hat sie Zeit, ihren Bericht vorzulegen. Für Ende April hatte sie zu einer öffentlichen Konsultation über ihren Berichts-Entwurf eingeladen, doch wesentliche Teile des Berichts lagen noch gar nicht vor.
76 Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen, darunter Greenpeace, Robin Wood, Umweltinstitut München, IPPNW, BI Lüchow-Dannenberg, AG Schacht Konrad und .ausgestrahlt haben gemeinsam erklärt, warum sie dieser Veranstaltung fern bleiben.
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3. Mehr als 10.000 demonstrieren zum Tschernobyl-Jahrestag
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30 Jahre Tschernobyl, ein Anlass für zahlreiche Mahnwachen, Veranstaltungen und Demonstrationen. Insgesamt gingen rund um den Jahrestag mehr als 10.000 Menschen auf die Straße. Eine Bildergalerie mit Fotos von den Protesten findest Du hier.
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4. Prominente zu 5 Milliarden Brennelementesteuer
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Tatort-Schauspieler Andreas Hoppe, Energieökonomin Claudia Kemfert, Kabarettist Markus Barwasser, Filmregisseurin Doris Dörrie und andere: Wir haben prominente ZeitgenossInnen gefragt, ob sie eine bessere Idee für die Verwendung von 5 Milliarden Euro haben, als damit den AKW-Betreibern die Brennelementesteuer zu erlassen. Unten auf folgender Seite ihre Antworten.
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5. .ausgestrahlt auf der Kulturellen Landpartie im Wendland
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Entstanden aus dem Widerstand gegen die Atomprojekte in Gorleben und diesem immer noch fest verbunden ist die Kulturelle Landpartie im Wendland zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Dieses größte selbstorganisierte Kulturfestival Norddeutschlands, verteilt auf 120 „Wunderpunkte“ in wunderschönen wendländischen Dörfern, vergisst eben auch nicht die „wunden Punkte“ der Region.

.ausgestrahlt ist mit von der Partie mit der Ausstellung „Fukushima, Tschernobyl und Wir“ in Klein Witzeetze und in Salderatzen – und natürlich auf der großen „Kulturellen Widerstandspartie“ am Freitag, 13. Mai an den Atomanlagen in Gorleben. Sehen wir uns?
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6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand
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7. Mai: Demonstration in Philippsburg anlässlich der gefälschten Kontrollen im AKW.
21. Mai: Autobahnaktionstag Jülich-Ahaus anlässlich der geplanten Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus oder in die USA.

Höchst empfehlenswert ist die „Gorleben-Rundschau“, das alle zwei Monate erscheinende Magazin der BI Lüchow-Dannenberg, inzwischen mit jeweils 32 informativen Seiten. Kostenloses Abo.


WELTWEITE ENERGIEPOLITIK DIE - ZEIT DRÄNGT

Fünf Jahre nach Fukushima kämpft Japan noch immer mit den Folgen der Reaktorkatastrophe: Der Boden und das Meer sind radioaktiv verseucht. Viele Regionen sind unbewohnbar. Zehntausende von Menschen leben in Notunterkünften - ohne Aussicht, in absehbarer Zukunft nach Hause zurückkehren zu können.

Nach der Katastrophe wurde in Japan der Ausstieg beschlossen
Als Shinzo Abe und seine konservative Liberaldemokratische Partei (LDP)  die Macht übernahmen. Kassierte die neue Regierung umgehend die Ausstiegspläne und kündigte an, den Energieplan für 2030 völlig neu zu überdenken. Im August 2015 wurden die ersten beiden Reaktoren wieder hochgefahren. Zwei weitere folgten im Januar und Februar 2016, doch im März hat ein Gerichtsurteil verfügt, diese zwei wieder zu stoppen.

Die LDP tauschte alle atomkritischen Experten aus, auch die drei Vertreter von Umweltorganisationen. Das neue Gremium kam zum Ergebnis, die Kernenergie stehe für eine kostengünstige und sichere Stromversorgung. Im Energiemix für 2030 werden 22 bis 24 Prozent erneuerbarer Energien angestrebt. 26 Prozent sollen aus der Kohle kommen – und 22 Prozent aus der Kernenergie (Rest: 27 Prozent Gas und 3 Prozent Öl). Es ist zu beachten das die AKW's ursprünglich auf 40 Jahre Betriebsdauer angelegt wurden.  Die Laufzeitverlängerung der alten Anlagen, ist ein mehr als riskantes Spiel, mit der Unversehrheit aller Menschen in Japan und der Welt. Die nächste Katastrophe wird von den Konservativen in Kauf genommen, diese Regierung will den Atomstromanteil bis 2030 auf bis zu 22 Prozent hochfahren.

Sonnenenergie als Chance
Immerhin führte die DPJ-Regierung im Juli 2011 eine Einspeisevergütung für Solarstrom ein. Die Installation von 85 Gigawatt erneuerbarer Energien ging in Planung – das entspräche rund 20 Prozent des japanischen Energieverbrauchs. Die japanische Energiewende hat jedoch mit erheblichem Widerstand zu kämpfen. Einflussreiche politische und wirtschaftliche Kreise besonders die Stromtrassen Betreiber, sperren sich gegen den Ausbau der Erneuerbaren.
Weitere Informationen bei IWWF: HIER

16. März 2016 schreibt: Armin Simon
Lesen,  handeln  und  weiterschicken!

Lieber Alfred Mente,
eine kleine, aber medienwirksame Anti-Atom-Demo organisierte .ausgestrahlt gestern vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Dort kämpfen die AKW-Betreiber gestern und heute für möglicherweise milliardenschwere "Entschädigungen": Sie beklagen, dass der Bundestag im Sommer 2011, nach Fukushima und unter dem Eindruck der massiven Anti-Atom-Proteste acht Meilern die Betriebserlaubnis entzog und zudem die kurz zuvor beschlossene Laufzeitverlängerung wieder zurücknahm.

"Eon, RWE und Vattenfall sind keine Geschädigten, sondern Schadensverursacher", kommentierte .ausgestrahlt: "Schaden entsteht nicht durch das Abschalten von Atomkraftwerken, sondern durch ihren Betrieb." Mehr dazu in unserer Pressemitteilung sowie im .ausgestrahlt-Blog.

Die Bundesregierung betonte vor Gericht übrigens, es sei explizites Recht des Gesetzgebers, das Atom- Risiko jederzeit neu zu bewerten und gegebenenfalls auch Atomkraftwerke abzuschalten. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass sie von dieser Möglichkeit schnell wieder Gebrauch macht – Gründe gibt es mehr als genug.

Herzliche Grüße
Armin Simon
und das ganze .ausgestrahlt-Team       https://www.ausgestrahlt.de/blog/


Video zur Brennelemente-Steuer
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Während die Atomkonzerne mit Verfassungsbeschwerden versuchen, ihre Bilanzen aufzubessern, planen CDU und CSU bereits ein neues Milliardengeschenk für sie: Ab 2017 wollen sie den AKW-Betreibern die Brennelemente-Steuer erlassen und die Produktion von Atomstrom damit wieder richtig rentabel machen. Was es mit der Steuer auf sich hat, erläutert leicht verständlich unser neues Erklär-Video – gleich ansehen und weiter verbreiten! https://youtu.be/x95_awM33a4

Rückblick: Mahnwachen, Demos, Fukushima-Kongress
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Von "mindestens 100" Mahnwachen rund um den 5. Jahrestag der Katastrophe von Fukushima hatten wir im letzten Newsletter berichtet. Dann jedoch ging es auf der .ausgestrahlt-Aktionskarte Schlag auf Schlag, ein neuer Eintrag folgte auf den nächsten. Schlussendlich waren es mehr als 200 Mahnwachen, plus Demonstrationen in Neckarwestheim (Fotos, Audio-Dokumentation, Presseschau 1.), Kiel (Fotos, unter "Rückschau" 2.) sowie Antwerpen; dieses Wochenende folgt noch eine Demo in Berlin:
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/jahrestage-fukushima-und-tschernobyl/demos/  .
Die .ausgestrahlt-Ausstellung "Fukushima, Tschernobyl und wir" ist weiterhin an unzähligen Orten zu sehen, auch Mahnwachen gibt es noch einige. Alle Termine findest Du auf der Aktionskarte:
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/termine/
Auch vom IPPNW-Kongress "30 Jahre Tschernobyl, 5 Jahre Fukushima", veranstaltet in Kooperation u.a. mit .ausgestrahlt, gibt es eine umfangreiche Online-Dokumentation: http://www.tschernobylkongress.de/
1. http://www.endlich-abschalten.de/berichte/
2. https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/jahrestage-fukushima-und-tschernobyl/demos/

Aktive der Elektrizitätswerke Schönau fordern Grüne und CDU (oder wer auch immer am Ende über eine Koalition verhandelt) in Baden-Württemberg in einer Online-Petition auf, die Abschaltung des französischen Pannenmeilers Fessenheim als Ziel in den Koalitionsvertrag aufzunehmen: https://weact.campact.de/petitions/fessenheim-abschalten-sofort-2

In Japan werden die Sicherheitsinteressen der Menschen missachtet!
Fünf Jahre nach Fukushima kämpft Japan noch immer mit den Folgen der Reaktorkatastrophe: Der Boden und das Meer sind radioaktiv verseucht. Viele Regionen sind unbewohnbar. Zehntausende von Menschen leben in Notunterkünften - ohne Aussicht, in absehbarer Zukunft nach Hause zurückkehren zu können.

Nach der Katastrophe wurde zwar zunächst der Ausstieg beschlossen
Als Shinzo Abe und seine konservative Liberaldemokratische Partei (LDP)  die Macht übernahmen. Kassierte die neue Regierung umgehend die Ausstiegspläne und kündigte an, den Energieplan für 2030 völlig neu zu überdenken. Im August 2015 wurden die ersten beiden Reaktoren wieder hochgefahren. Zwei weitere folgten im Januar und Februar 2016, doch im März hat ein Gerichtsurteil verfügt, diese zwei wieder zu stoppen.

Jedoch dann wurde der Ausstieg aus AKW’s in die ferne Zukunft verschoben
Die LDP tauschte alle atomkritischen Experten aus, auch die drei Vertreter von Umweltorganisationen. Das neue Gremium kam zum wenig Ergebnis, die Kernenergie stehe für eine kostengünstige und sichere Stromversorgung. Im Energiemix für 2030 werden 22 bis 24 Prozent erneuerbarer Energien angestrebt. 26 Prozent sollen aus der Kohle kommen – und 22 Prozent aus der Kernenergie (Rest: 27 Prozent Gas und 3 Prozent Öl). Es ist zu beachten das die AKW's ursprünglich auf 40 Jahre Betriebsdauer angelegt wurden.  Die Laufzeitverlängerung der alten Anlagen, ist ein mehr als riskantes Spiel, mit der Unversehrheit aller Menschen in deren Umgebung und  der Umgebung in der Hauptwindrichtung. Die nächste Katastrophe wird von den Konservativen in Kauf genommen.
Die konservative Regierung will den Atomstromanteil bis 2030 auf bis zu 22 Prozent hochfahren.

Sonnenenergie als Chance
Immerhin führte die DPJ-Regierung im Juli 2011 eine Einspeisevergütung für Solarstrom ein.
Die Installation von 85 Gigawatt erneuerbarer Energien ist in Planung – das entspräche rund 20 Prozent des japanischen Energieverbrauchs. Die japanische Energiewende hat jedoch mit erheblichem Widerstand zu kämpfen. Einflussreiche politische und wirtschaftliche Kreise sperren sich gegen den Ausbau der Erneuerbaren. Mehr: HIER

Forsa-Umfrage
Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen
Friedensorganisationen erhöhen Druck auf Politik mit neuer Kampagne
„Büchel ist überall - atomwaffenfrei.jetzt“


Eine überwältigende Mehrheit von 85% der Bundesbürger spricht sich dafür aus, dass die auf deutschem Boden gelagerten Atomwaffen abgezogen werden. 93% befürworten nach der neuesten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, dass Atomwaffen, ähnlich wie Chemie- und Biowaffen, völkerrechtlich verboten werden sollen. 88% sprechen sich dagegen aus, dass die USA die in Deutschland gelagerten Atomwaffen durch neue und einsatzfähigere Waffen ersetzen, wie es für das Jahr 2020 geplant ist.

„Dies verstehen wir als klaren Auftrag der Bevölkerung an die Bundesregierung, endlich den Bundestagsbeschluss vom 26. März 2010 umzusetzen. Vor fast genau 6 Jahren hatten die Bundestagsabgeordneten fraktionsübergreifend den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland und den engagierten Einsatz für eine atomwaffenfreie Welt gefordert", bekräftigt Inga Blum, Vorstandsmitglied der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs (IPPNW). Die IPPNW hatte die Umfrage in Auftrag gegeben, bei der am 17./18. März 2016 etwa 1.000 Bundesbürger befragt wurden.

Die aktuellen Auseinandersetzungen um die atomaren Drohgebärden Nordkoreas, aber auch die Angst vor einer schmutzigen Bombe in Belgien nach den furchtbaren gestrigen Terroranschlägen zeigen, wie groß die atomare Gefahr ist. Alle Atomwaffenstaaten planen eine umfangreiche Aufrüstung ihrer Arsenale. Die sogenannte Doomsday Clock wurde daher 2015 auf drei Minuten vor zwölf gestellt und dieses Jahr auf dieser Zeit belassen. Das letzte Mal stand der Zeiger 1984, auf dem Höhepunkt der atomaren Auseinandersetzung zwischen Ost und West, auf dieser Uhrzeit. Weltweit existieren weiterhin mehr als 15.000 Atomwaffen. Über 90% dieser Arsenale besitzen die USA und Russland, die meisten davon mit einer vielfachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. Eine solche Bombe kann, über einer großen Stadt abgeworfen, mehrere Millionen Menschen töten.

1.800 dieser Atomwaffen befinden sich immer noch in höchster Alarmstufe und innerhalb von Minuten abfeuerbereit. “Nach dem Einsatz einer Atomwaffe wäre effektive humanitäre Hilfe unmöglich“, meint die Ärztin Inga Blum. Krankenhäuser, Verkehrs- und Kommunikationssysteme sowie Stromversorgung wären zum Großteil nicht mehr vorhanden und humanitäre Hilfe nicht möglich. „Die Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft fordert deshalb aus humanitären Gründen die Ächtung von Atomwaffen und einen Verbotsvertrag,“ so Sascha Hach, Vorstandsmitglied von ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear weapons) Deutschland. Er ergänzt: „Derzeit streben 127 Staaten ein Verbot von Atomwaffen an. Die Bundesregierung ist nicht dabei und hat bei der letzten Generalversammlung der Vereinten Nationen Ende 2015 gegen ein solches Verbot gestimmt.“

Vor diesem Hintergrund startet die neue Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“ am kommenden Samstag, 26. März 2016, mit einer Fotoaktion am Atomwaffenlager Büchel sowie dem dortigen Ostermarsch zwei Tage später. „Bis zum Nagasaki-Gedenktag am 9. August werden Gruppen und Einzelpersonen in Büchel Mahnwachen und andere gewaltfreie Aktionen durchführen - zwanzig Kalenderwochen stellvertretend für die 20 dort stationierten Atombomben“, so Roland Blach, Kampagnenkoordinator und Landesgeschäftsführer DFG-VK Baden-Württemberg.

Kontakt: Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“, Roland Blach, Tel. 0177-250 72 86,
Email: ba-wue@dfg-vk.de, www.atomwaffenfrei.de; IPPNW, Angelika Wilmen,Tel: 030-698074-15, wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de

Wo mit den Groschen der Sparer Profit generiert wird:
Pressemitteilung von ICAN & IPPNW

Deutschlandfunk und die Initiative Nachrichtenaufklärung haben am Mittwoch die Top 10 der Themen präsentiert, über die 2015 in den Medien nicht ausreichend berichtet wurde.
Die Finanzierung von Atomwaffen belegte dabei den ersten Platz:
ICAN hat bereits 2013 den zweiten Teil der von der Organisation Pax Christi durchgeführten Studie
Don’t Bank on the Bomb vorgestellt. Demnach haben zwischen 2010 und 2012 acht deutsche Finanzinstitute insgesamt 7,6 Milliarden Euro in die Atomwaffenindustrie gesteckt. Im vierten und neuesten Report von 2015 werden sogar zehn deutsche Banken und Versicherungen genannt, die mittlerweile um die neun Milliarden Euro investieren.  Mit ihren Millionenverträgen profitieren die Unternehmen von der nuklearen Aufrüstung, die in den Atomwaffenstaaten betrieben wird.
So investierten deutsche Institute etwa 25 Millionen US-Dollar in die Firma Boeing, die unter anderem verantwortlich ist für die Herstellung von amerikanischen Langstreckenraketen. Außerdem baut Boeing das Heckteil der neuen B-61-12-Atombombe, die voraussichtlich ab 2020 in Deutschland stationiert werden soll und damit die bereits gelagerten Bomben ersetzt.

Allianz, BayernLB, die Commerzbank und die Deutsche Bank finanzierten unter anderem BAE Systems. Das Unternehmen ist an der Entwicklung eines umstrittenen neuen Typs von Atom-U-Booten beteiligt, mit denen die britische Marine ausgestattet werden soll. Für diesen Auftrag hat BAE Systems einen Zuschlag von 17 Millionen von deutscher Seite bekommen.

Während seit dem ersten Teil der Studie in 2012 bereits 53 Finanzinstitute weltweit Investitionen in die Produktion und Wartung von Atomwaffen verboten oder zumindest reduziert haben, lässt dieser Trend in Deutschland noch auf sich warten. Ein Umstand, der nicht zuletzt durch die fehlende Berichterstattung begünstigt wird.

Mehr Informationen zur Studie:
 http://atombombengeschaeft.de/2015/11/immer-mehr-finanzinstitute-lassen-die-bombe-fallen/
Die Studie "Don’t Bank on the Bomb" finden Sie unter
www.dontbankonthebomb.com/wp-content/uploads/2015/11/2015_Report_web.pdf
 

Japan / Fukushima
Die Situation für viele Bewohner der verstrahlten Gebiete ist fünf Jahre nach der Atomkatastrophe noch immer kritisch. So müssen weiterhin rund 100.000 Menschen als Evakuierte in Notunterkünften oder bei Verwandten leben. Fukushima hinterlässt in Japan auch energiewirtschaftlich massiv Spuren: Jahrelang war angekündigt worden, die rund 50 japanischen Atomreaktoren, die nach Fukushima allesamt stillgelegt worden waren, großteils wieder in Betrieb nehmen zu wollen. In Wirklichkeit erfolgt der Wiedereinstieg in die Atomstromproduktion nur sehr schleppend. Nach der Inbetriebnahme eines einzelnen Reaktors im August 2015 gehen jetzt zwei weitere Reaktorblöcke in Betrieb.

Derweil werden in der EU fast alle Beschränkungen für Lebensmitteleinfuhren aus Japan aufgehoben. Es wird spekuliert, dass die Aufhebung der Restriktionen mit den laufenden Verhandlungen zwischen Japan und der EU über ein „Freihandels“-Abkommen in Zusammenhang stehen könnte.
Es ist also zu befürchten, dass wirtschaftliche Interessen am sogenannten Freihandel den Ausschlag für diese Entscheidung gaben.

Wir möchten Sie mit diesem Newsletter zudem nochmals an den Internationalen IPPNW-Kongress „5 Jahre Leben mit Fukushima – 30 Jahre Leben mit Tschernobyl“ erinnern, der am 26. - 28. Februar 2016 in Berlin stattfindet.

Strom und viel strahlender Müll
Deutschlands größtes Atomkraftwerk Gundremmingen gilt als besonders gefährlich
Nahe Gundremmingen im schwäbischen Landkreis Günzburg steht an der Donau Deutschlands größtes Atomkraftwerk. Die beiden Reaktorblöcke B und C – Block A wurde bereits 1977 nach einem schweren Unfall vom Netz genommen – lieferten im vergangenen Jahr rund 20,3 Milliarden Kilowattstunden Strom. Mit rund zwei Tonnen produzierte die Anlage bis heute so viel radioaktiven Schrott, dass damit rechnerisch die gesamte Bevölkerung der Erde umgebracht werden könnte. Kein einziges Kilo davon ist bislang entsorgt.

Außerdem haben der in Augsburg ansässigen Bürgerinitiative »Forum« zufolge zwei Störfälle allein 2015 gezeigt, dass die Reaktoren abgenutzt sind und sich gefährliche Arbeitsfehler häufen. So habe die Werksleitung bis heute nicht darüber informiert, warum im März beim Versuch, die Druckluftversorgung des gerade heruntergefahrenen Blocks B zu drosseln, die für die Betriebssicherheit existentielle Druckluftbereitstellung für den laufenden Reaktor C ausgeschaltet wurde. Auch sei bislang nicht aufgeklärt, wie es im November beim Transport eines Brennelementes innerhalb des AKW zum Abriss des Elementkopfes kommen konnte, kritisierte Forum-Sprecher Raimund Kamm vergangene Woche in einer Erklärung. Immerhin hat der Bayerische Landtag kürzlich beschlossen, dass die Aufsichtsbehörde zu dem Zwischenfall im Parlament einen Bericht abgeben muss.

Die Blöcke B und C in Gundremmingen sind seit 1984 am Netz und die letzten zwei von ehemals zehn Siedewasserreaktoren in der Bundesrepublik. Beide sind in den Bilanzen seit etwa 2004 abgeschrieben. Sie haben nur deshalb noch eine Betriebsgenehmigung, weil bei der Neufassung des Kerntechnischen Regelwerks (KTR) von Bayern Ausnahmen für dieses AKW durchgesetzt wurden. Siedewasserreaktoren haben, anders als Druckwasserreaktoren, nur einen Kühlwasserkreislauf, ihre Abklingbecken werden auch nicht durch einen Sicherheitsbehälter geschützt. Damit sei Gundremmingen »das gefährlichste AKW Deutschlands«, bilanzierte Kamm.

Alle anderen baugleichen Anlagen mussten nach dem Super-GAU im japanischen AKW Fukushima im März 2011 abgeschaltet werden. Dem Atomausstiegsbeschluss gemäß sollen die Kraftwerksblöcke B und C in Gundremmingen noch bis 2017 bzw. 2021 betrieben werden. »Bayern klammert sich an das AKW, weil das Land jahrzehntelang auf eine falsche Energiepolitik gesetzt hat«, meint der Aktivist Jan Becker, der jahrelang die Webseite »contrAtom.de« betrieb und seit November 2014 für www.ausgestrahlt.de schreibt. Das sei »Kalkül zu Lasten der Sicherheit der Menschen in Deutschland und den angrenzenden Ländern«, kritisiert er. Gundremmingen müsse wegen der massiven Defizite »sofort stillgelegt werden«.

Ungeachtet des Weiterbetriebs von Gundremmingen (wo 192 Castor-Stellplätze geplant sind), sieht der Verein »Forum. Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik« auch Anlass zur Freude. Die Initiative weist darauf hin, dass der von der Industrie herbeigeredete weltweite Aufschwung der Atomkraft auch 2015 ausgeblieben ist. Nach den Statistiken der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA in Wien waren Ende Dezember 441 Atomreaktoren am Netz – exakt so viele wie fünf Jahre zuvor.

Gleichzeitig gewinnt die Nutzung regenerativer Energieträger allen Bremsversuchen der Bundesregierung und anderer Länder zum Trotz an Terrain. Weltweit wurden 2015 im ersten Halbjahr 21.700 Megawatt »Windkraftleistung zugebaut« – deutlich mehr als in den Vorjahren.
 

ATOMKATASTROPHEN FUKUSHIMA  & TSCHERNOBYL
AUSWIRKUNGEN DAUERN NOCH BIS ÜBER 300 JAHRE

2016 sind die Jahrestage der großen Atomkatastrophen „rund“: 5 Jahre Fukushima, 30 Jahre Tschernobyl. 30 Jahre – das entspricht gerade einmal der Halbwertszeit des radioaktiven Cäsium-137. Erst nach 10 Halbwertszeiten, also in 300 Jahren, wird dessen Aktivität weitgehend abgeklungen sein. Der Super-GAU von Tschernobyl brachte Hunderttausenden den Tod durch Krebs und andere Erkrankungen, Fehl- und Totgeburten. In einem Monat beginnt der internationale IPPNW-Kongress "5 Jahre Leben mit Fukushima - 30 Jahre Leben mit Tschernobyl" in Berlin. Haben Sie sich schon angemeldet? Wenn nicht können Sie dies hier nachholen: www.tschernobylkongress.de  

ausgestrahlt-Newsletter
28. Januar 2016
es schreibt: Jochen Stay
Lesen, Handeln und Weiterschicken!
Lieber Alfred Mente,
fünf Jahre nach Fukushima soll es statt schnellem Ausstieg eine fette staatliche Subventionierung für alte Atomkraftwerke geben. Klingt wie eine Meldung aus einer Satire-Zeitschrift, ist aber Realität, denn so steht es im Gesetz: Am Ende dieses Jahres soll die Brennelemente-Steuer abgeschafft werden. Das würde zu einer milliardenschweren Steuerbefreiung für die Stromkonzerne führen.

Unterschreibe hier weiter unten, gegen die Steuerbefreiung für Atomkraftwerke.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärte noch vor wenigen Tagen in einem Interview, sie halte es für möglich, dass Atomkraftwerke schneller abgeschaltet werden als gesetzlich vorgeschrieben. Doch fällt die Atom-Steuer weg, dann würden die alten Reaktoren wieder lukrativ. Ein schnellerer Atomausstieg wäre damit fünf Jahre nach Fukushima vom Tisch.

Eingeführt wurde die Brennelemente-Steuer 2010 für den Subventionsabbau, so begründete die Union diese Maßnahme damals im Bundestag. Ziel war es, so ein CDU-Redner, die direkte Bevorzugung der Atomwirtschaft zu beenden, um mehr Chancengleichheit auf dem Strommarkt zu schaffen. Und jetzt soll das alles nicht mehr gelten?

Das darf nicht passieren! Das Gesetz muss geändert werden. Die Steuer darf nicht abgeschafft werden. Es geht um fünf bis sechs Milliarden. Damit lässt sich viel Besseres anstellen, als Atomkonzerne zu subventionieren.

Heute startet .ausgestrahlt zusammen mit dem Umweltinstitut München eine groß angelegte Unterschriftensammlung gegen die Steuerbefreiung von Atomkraftwerke, sowohl Online als auch mit Listen auf Papier. Gemeinsam mit vielen Aktiven vor Ort wollen wir überall über den geplanten Skandal aufklären, ab sofort aber besonders rund um den Fukushima-Jahrestag am 11. März. Dafür gibt es Infomaterial im .ausgestrahlt-Shop.

Unser Ziel: Wir wollen, dass der Bundestag noch in diesem Jahr das Gesetz ändert, damit die Steuer weiter erhoben wird. Das wird nur gelingen, wenn viele mitmachen. Bist Du dabei?

Unterschreibe hier gegen die Steuerbefreiung für Atomkraftwerke.
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/kampagnen/kampagne-keine-steuerbefreiung-fuer-akw
Mehr Tempo beim Atomausstieg
info@ausgestrahlt.de

AUSGESTRAHLT AKTION
134.096 Unterschriften haben .ausgestrahlt und Umweltinstitut München am vergangenen Donnerstag in Berlin vor den Toren des Bundeswirtschaftsministeriums an die Vorsitzenden der neuen Atom-Finanz- Kommission, Matthias Platzeck und Jürgen Trittin, übergeben. Die Forderung all dieser Menschen: Die Gelder für den Abriss von Atomkraftwerken und die Lagerung des Atommülls müssen den Stromkonzernen entzogen werden, solange noch etwas da ist. Und es muss eine Nachschusspflicht geben, falls die Folgekosten der Atomkraft teurer werden als derzeit absehbar.  Bilder von der Übergabe: https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/badbank/vor-ort-aktionen 

Die Unterschriftenaktion läuft weiter, so lange über die Atom-Finanzen noch nicht entschieden ist. Falls Du noch nicht mitgemacht hast oder Menschen in Deinem Umfeld vom Mitmachen überzeugen willst: https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/badbank  

Die Atom-Finanz-Kommission soll der Bundesregierung bis Ende Februar Vorschläge unterbreiten, wie die Folgekosten der Atomkraft finanziert werden können. Wie nötig es ist, schnell auf das Geld der Konzerne zuzugreifen, zeigt die Tatsache, dass Eon gestern den Buchwert seiner Kohle- und Gaskraftwerke um 8 Milliarden Euro nach unten korrigiert hat. Die Haftungsmasse der Konzerne schwindet in atemberaubendem Tempo. Unsere Pressemitteilung dazu: http://bit.ly/1QwWE2o  

Einen kleinen Erfolg konnten wir erringen:
Seit Wochen weist ausgestrahlt immer wieder auf Mängel im Entwurf des sogenannten Nachhaftungsgesetzes von Bundeswirtschaftsminister Gabriel hin. Das Gesetz soll verhindern, dass Konzernmütter nicht für abgespaltene AKW-Töchter haften. Es funktioniert aber nicht umgekehrt, wenn die Reaktoren, wie jetzt im Falle Eon, bei der Mutter bleiben, aber große Vermögenswerte aus dem Konzern ausgegliedert werden, die dann nicht mehr zur Haftung herangezogen werden können. Am letzten Freitag hat der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum Nachhaftungsgesetz genau auf dieses Problem hingewiesen:
„Der Gesetzentwurf kann nicht verhindern, dass die Energiekonzerne selbst vermögenslos werden, zum Beispiel durch Abspaltung werthaltiger Vermögensbestandteile oder Aktiensplitting.“ Jetzt ist der Bundestag an der Reihe: Wir fordern, das Gesetz entsprechend zu verschärfen.
 

Jochen Stay und Julia Schumacher  Lesen, Handeln und Weiterschicken!  
Liebe Freundinnen und Freunde,  gestern wurde in Berlin eine 19-köpfige Kommission eingesetzt, die sich um die Folgekosten der Atomkraft kümmern soll – vor allem auch um die Frage, wie die Rückstellungen der Stromkonzerne gesichert werden können.

Was sofort auffällt:
Die Kommission ist deutlich prominenter besetzt als die Atommüll-Kommission, die sich schon seit Frühjahr letzten Jahres mit dem Suchverfahren für ein langfristiges Lager beschäftigt. Denn jetzt geht es ums Geld und das ist wohl wichtiger als die Sicherheit der kommenden Generationen. 

Jürgen Trittin (Grüne) teilt sich den Vorsitz mit Matthias Platzeck (SPD) aus Brandenburg und Ole von Beust (CDU) aus Hamburg, also zwei ausgewiesene Experten für Kostenexplosionen bei Großprojekten – Elbphilharmonie und Hauptstadtflughafen lassen grüßen.  Auch beim Abriss der AKW und der Atommüll-Lagerung ist mit extremen Kostensteigerungen zu rechnen. Deshalb ist es mehr als verwunderlich, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Wochenende bei der Vorstellung des Stresstests zu den Rückstellungen erklärte, alles sei im grünen Bereich.

Selbst die FAZ kommentierte: 
„Kein Mensch kann heute abschätzen, wie viele Milliarden Zwischenlagerung, Atommülltransporte, Endlagererkundung und schließlich die dauerhafte Deponierung des Nuklearerbes verschlingen werden. Nach allen Erfahrungen wird der dafür angesetzte Betrag nicht ausreichen. (…) Wenn das Bundeswirtschaftsministerium die Atomrückstellungen für ausreichend befindet, soll das vor allem die Finanzmärkte beruhigen.“ 
Eine kurze .ausgestrahlt-Analyse des Stresstests: https://www.ausgestrahlt.de/gabriel-irrt  
Alle Infos und die Unterschriftenaktion „Wir zahlen nicht für Euren Müll“:
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/badbank

Der neue .ausgestrahlt-Rundbrief ist da
Wie eng sind Staat und Atomindustrie verflochten? Was steckt hinter der geplanten milliardenschweren Steuerbefreiung für Atomkraftwerke? Wie bringt die Atommüll-Kommission mit ihren geologischen Kriterien Gorleben wieder ins Spiel? Können alle acht noch laufenden AKW sofort abgeschaltet werden? Was ist aus dem Atomausstieg in Schweden geworden? Welche Positionen haben die Anti-Atom-Initiativen zum Abriss der AKW entwickelt? Was tun gegen Urantransporte? Diese und andere Fragen beantwortet der neue .ausgestrahlt-Rundbrief.
Hier der gesamte Rundbrief als PDF:
https://www.ausgestrahlt.de/fileadmin/user_upload/rundbrief/RB29-web.pdf

Wer den Rundbrief zukünftig kostenlos nach Hause bekommen möchte, kann
ihn hier kostenlos bestellen: https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/rundbrief-abonnieren
 

IPPNW-Pressemitteilung vom September 2015
Besorgniserregende Zahl neuer Schilddrüsenkrebsfälle in Fukushima
fukoshima kindGesundheitliche Folgen der atomaren Katastrophe von Fukushima
Schilddrüsenuntersuchung bei einem japanischen Mädchen, Foto: Ian Thomas Ash

Die neuesten Daten der Schilddrüsenuntersuchungen in Fukushima bestätigen einen besorgniserregenden Anstieg der Neuerkrankungen von Schilddrüsenkrebs bei Kindern. Insgesamt mussten bereits 104 Kinder wegen metastasierten oder stark wachsenden Krebsgeschwüren in ihren Schilddrüsen operiert werden, bei weiteren 33 besteht weiter akuter Krebsverdacht. Da mittlerweile knapp 154.000 Kinder zwei Jahre nach ihrer Erstuntersuchung reevaluiert wurden und mindestens 6 neue Fälle gefunden wurden, kann nun auch eine Aussage zur Neuerkrankungsrate gemacht werden.
Schilddr-senkrebsDiese liegt somit bei knapp 2 Fällen pro Jahr pro 100.000 Kindern. Die Inzidenz für kindlichen Schilddrüsenkrebs lag in Japan vor der Atomkatastrophe von Fukushima bei 0,3 Fällen pro Jahr pro 100.000 Kindern. "Dieser Anstieg lässt sich nicht mehr mit einem sogenannten `Screening-Effekt´ begründen, sondern deutet auf einen kausalen Zusammenhang zur verantwortungslosen Exposition der Kinder mit radioaktivem Jod hin", erklärt der stellvertretende IPPNW-Vorsitzende und Kinderarzt Dr. Alex Rosen.

Hinzu kommt, dass mehr als 67.000 strahlenexponierte Kinder aus der Präfektur Fukushima gar nicht erst in die Untersuchungen eingeschlossen wurden und mehr als 209.000 weitere Kinder immer noch auf ihre Zweituntersuchung warten. So gibt es berechtigten Grund zur Sorge, dass die Zahl der Schilddrüsenkrebsfälle in den kommenden Monaten noch steigen könnte. „Der ausgeprägteste Effekt der radioaktiven Verstrahlung ist aufgrund der Latenzzeit von Kreberkrankungen ohnehin erst im Laufe der nächsten Jahre zu erwarten,“ so Rosen.

Die Regierung der Präfektur Fukushima sah sich angesichts dieser besorgniserregenden Zahlen nun gezwungen, eine Untersuchung der Zusammenhänge zwischen der unerwartet hohen Zahl kindlicher Schilddrüsenkrebsfälle und der Exposition mit radioaktivem Jod einzuleiten. Das Resultat steht für sie allerdings bereits vor Beginn der Untersuchungen fest:
„Es ist unwahrscheinlich, dass die Schilddrüsenkrebsfälle, die in der Präfektur Fukushima entdeckt wurden, durch den Unfall im Atomkraftwerk verursacht wurden.“

Auch die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) nennt in ihrem „Abschlussbericht“ zur Atomkatastrophe von Fukushima einen Zusammenhang zwischen den Kernschmelzen und dem Auftreten von Schilddrüsenveränderungen bei Kindern „unwahrscheinlich“. Die Angaben der IAEO beruhen jedoch auf geschönten Daten und Annahmen: „Die Aussage, dass in Japan keine messbaren strahlenassoziierten Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu erwarten sind, steht in diametralem Wiederspruch zu den tatsächlich freigesetzten Mengen an Strahlung und den strahlenbiologischen Erkenntnissen der letzten 60 Jahre,“ so Rosen. „Eine ehrliche und offene Information der Bevölkerung in den verstrahlten Gebieten ist dringend notwendig, wird aber von der atomfreundlichen Regierung in Tokio verhindert. Das Menschenrecht auf Gesundheit und das Leben in einer gesunden Umwelt wird durch diese Politik der Verharmlosung massiv beschnitten.“
Einen ausführlichen Artikel zu den neuesten Daten der Schilddrüsen-Reihenuntersuchungen finden Sie unter www.fukushima-disaster.de/deutsche-information/super-gau/artikel/c0954b1c87134eef0b3444d988c2d152/da-nicht-sein-kann-was-nicht-sein-da.html

Die englische Überstzung des Berichts der Fukushima Medical University können Sie hier herunter- laden: http://fmu-global.jp/survey/the-20th-prefectural-oversight-committee-meeting-for-fukushima-health-management-survey/
http://www.ippnw.de/startseite/artikel/de/besorgniserregende-zahl-neuer-schild.html

Zweiter Schicksalsschlag für Fukushima-Opfer
In die Strahlung verdammt
Der Bezirk Iitate in Fukushima ist verloren: Einige Gebiete werden über Hunderte von Jahren verseucht sein. Doch die japanische Regierung will die ehemaligen Bewohner zurücksiedeln.
https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/atomkraft/die-strahlung-verdammt


AB INS MEER
TEPCO die Betreibergesellschaft des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima hat am Montag dem 14.09. 2015 damit begonnen, große Mengen dekontaminierten Wassers ins Meer zu leiten. Wie das Unternehmen Tepco mitteilte, sollten am ersten Tag 850 Tonnen aufgefangenes Grundwasser abgelassen werden. Es handelt sich den Angaben zufolge um Wasser, das im Umfeld der havarierten Atomanlage gesammelt und dann von hochradioaktiven Substanzen wie Strontium und Cäsium gereinigt wurde. Allerdings enthalte das ins Meer geleitete Wasser noch das strahlende Wasserstoffisotop Tritium. Viereinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima werden mittlerweile immer noch 680.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser in Tausenden großen Tanks gelagert.

LICHT AM ENDE DES TUNNELS
Monatelang haben wir dafür gekämpft, dass Eon seine Atomkraftwerke nicht in eine Art „Bad Bank“ abspaltet und sich so vor seinen Zahlungsverpflichtungen für die Folgekosten drückt. Jetzt behält Eon seine AKW – ein erster großer Erfolg.

Doch die Konzerne suchen neue Fluchtwege aus der Verantwortung. Zudem klafft nach einem aktuellen Gutachten des Wirtschaftsministeriums in den Rückstellungen der Atomstromer eine Lücke von unfassbaren 30 Milliarden Euro.

Was haben wir nicht alles versucht, um die Abspaltung der Atomsparte bei Eon zu verhindern:
Wir haben zu Aktionen aufgerufen und selbst welche organisiert, wir haben tausende von Plakaten, Postkarten und Flyer mit den „Sag mal, Eon…“-Motiven gedruckt und viele aktive Menschen haben dieses Material verteilt. Auch unsere gefälschten Eon-Videos wurden zehntausendfach geteilt und weitergeleitet. Immer wieder konnte ich in Presse-Interviews nachdrücklich auf unsere Position hinweisen. Schon über 118.000 Menschen haben in der gemeinsam von Umweltinstitut München und .ausgestrahlt organisierten Unterschriftensammlung erklärt: „Wir zahlen nicht für Euren Müll“.

Jetzt haben wir alle gemeinsam einen ersten großen Erfolg errungen: Eon verzichtet auf die Abspaltung seiner AKW-Sparte und bleibt damit auch zukünftig für die Folgekosten verantwortlich. Solche Erfolge sind nur möglich, weil unzählige Menschen aktiv werden, aber auch, weil die Arbeit von .ausgestrahlt von vielen Spenderinnen und Spendern finanziert wird.

Und die Auseinandersetzung geht weiter: Mit der Entscheidung, die Atomkraftwerke im Konzern zu halten, sind die Versuche von Eon nicht beendet, wesentliche Kosten an die SteuerzahlerInnen abzudrücken. Sie wollen mit der Regierung verhandeln und fordern, dass der Staat sie entlastet.

Jetzt kommt es darauf an: Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass Eon, RWE, Vattenfall und EnBW die benötigten Summen in einen öffentlich-rechtlichen Fonds abgeben, bevor das Geld verbrannt ist. Und die Konzerne müssen auch darüber hinaus haften, wenn die Sache teurer wird als gedacht.

.ausgestrahlt will zusammen mit allen die Ihr das liest weiter Druck machen, damit die AKW-Betreiber zahlen. Willkommener „Nebeneffekt“: der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke würde dabei aus Konzernsicht immer weniger attraktiv. Das könnte zum früheren Abschalten von Reaktoren führen.

Dass wir dranbleiben, ist nur möglich mit einem schlagkräftigen Team in unserem Hamburger Büro, guten Aktionsideen und fundierter Informationsarbeit. Und dafür wiederum braucht es die Unterstützung vieler, die unsere Arbeit regelmäßig fördern, so wie es derzeit bereits 2.931 Menschen tun. Damit wir die Flucht der Atomkonzerne aus ihrer Verantwortung verhindern können, ist jede neue Förderin und jeder neue Förderer eine große Hilfe. Es kommt also auch auf Dich und Deine Entscheidung an.

Machst Du mit?
www.ausgestrahlt.de/foerdern

Wenn Du jetzt mitmachst, winkt ein doppeltes Dankeschön:
Wer .ausgestrahlt mit mindestens 10 Euro im Monat neu fördert, erhält als Geschenk den beeindruckenden Bildband „Fukushima 360“ von Alexander Neureuter.
Außerdem nehmen alle, die .ausgestrahlt neu fördern, an der Verlosung von drei Preisen teil:
1) ein Aufenthalt im wendländischen Bio-Hotel „Kenners Landlust“
2) zwei Gutscheine für Ökostrom von den Elektrizitätswerken Schönau (EWS) im Wert von jeweils 200 Euro
Noch ist die Auseinandersetzung um die Atomkraft nicht beendet. .ausgestrahlt streitet für das Abschalten der AKW vor dem nächsten Super-Gau. Mach mit!

www.ausgestrahlt.de/
Herzliche Grüße Jochen Stay
 

Nagasaki - Erinnerung 70 Jahre danach
Japan hat am Sonntag dem 9. August der Opfer des Atombombenabwurfs auf die Stadt Nagasaki durch die US-Luftwaffe vor 70 Jahren gedacht. In einer »Friedenserklärung« mahnte Nagasakis Bürgermeister Tomihisa Taue, Japan dürfe niemals das Prinzip ändern, Krieg abzuschwören.
Er bezog sich damit auf eine von der japanischen Regierung betriebene Militärreform, die eine Abkehr vom Pazifismus der Nachkriegszeit bedeutet.

Die USA hatten am 9. August 1945 eine Atombombe auf Nagasaki abgeworfen, nachdem drei Tage zuvor Hiroshima durch die erste Atombombe verwüstet worden war. Allein in Nagasaki wurden etwa 70.000 Menschen durch die direkte Einwirkung der Bombe getötet, 75.000 weitere verletzt. Hiroshima und Nagasaki sind weltweit zu Symbolen für den Kampf gegen Atomwaffen geworden.
 

Atomkonzerne sollen nicht aus der Verantwortung für Endlagerung ihres radioaktiven Abfalls entlassen werden!
Neue Kommission soll Maßnahmen erarbeiten
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) scheint nun offenbar doch verhindern zu wollen, dass sich die deutschen Atomkonzerne um die Kosten für den Abriss ihrer Kraftwerke und die Endlagerung des radioaktiven Mülls drücken können. Er bringt eine Änderung der Haftungsregeln in Spiel. Knapp 38 Milliarden Euro haben E.on, EnBW, RWE und Vattenfall offiziell für Abriss Endlagerung zurückgestellt. In den vergangenen Monaten haben sich allerdings die Zweifel gemehrt, ob die Rückstellungen ausreichen. Das Geld ist nicht frei verfügbar, sondern in Atomkraftwerke (AKW) investiert, und die sogenannte Energiewende lässt gerade deren Gewinne dahinschmelzen. Ihr Wert verfällt. Bei einer Insolvenz eines Unternehmens bliebe ohnehin der Staat auf den Kosten für den Rückbau der Atomanlagen sitzen.

Hinzu kommt der Verdacht, Unternehmen könnten durch eine Umstrukturierung eben diese Folgen bewusst herbeiführen. So hatte E.on unlängst angekündigt, sich in zwei Gesellschaften aufzuspalten: Erneuerbare Energien, Netze und der Vertrieb blieben demnach bei E.on. Die Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke gingen dabei an die neue Gesellschaft »Uniper«. Das Unternehmen solle zwar genug Vermögen haben, um für die Altlasten zu zahlen, hatte E.on-Chef Johannes Teyssen versichert. Doch sind damit die Zweifel nicht ausgeräumt, kann man doch davon ausgehen, dass die Kraftwerke des neuen Unternehmens auch weiterhin mit niedrigen Gewinnmargen zu kämpfen haben werden.

Die Bundesregierung will sich offenbar nicht darauf verlassen, was die Vorstände der Atomkonzerne beteuern. »Es kann keine Verkleinerung des Haftungsvermögens erfolgen«, sagte Gabriel am Mittwoch. Die AKW-Betreiber müssten sämtliche Kosten für den Rückbau gemäß dem Verursacherprinzip tragen, so der Wirtschaftsminister weiter. Sollten die Kosten des Rückbaus der Atomanlagen von den Rückstellungen nicht gedeckt werden, sollen die Unternehmen stärker zu Kasse gebeten werden. Um das zu gewährleisten, will er die bestehende Regel, nach der fünf Jahre nach einer Konzernspaltung die gesamtschuldnerische Nachhaftung endet, ändern. Der Plan sieht nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Mittwochausgabe) vor, die Haftungszeit durch Streichen der Fünf-Jahres-Frist zu verewigen.

Ob die Rückstellungen der Konzerne sicher und verfügbar sind, lässt die Bundesregierung derzeit untersuchen. Das Wirtschaftsministerium hat die Prüfer von der Warth & Klein Grant Thornton AG beauftragt, die Bilanzen der vier Konzerne zu bewerten. Deren Bericht wird in die Arbeit der neuen Kommission für die Atomrückstellungen einfließen, die als weitere Maßnahme von den Vorsitzenden der CDU, CSU und SPD beschlossen wurde. Diese soll klären, wie die »Absicherung der finanziellen Verantwortung für den Rückbau, Stillegung und die Endlagerung am besten erfolgen kann«.

Wie die Kommission besetzt sein wird, ist noch nicht bekannt. Wie die FAZ weiter berichtet, soll die endgültige Liste der Mitglieder »bald nach der Sommerpause« von den Parteivorsitzenden abgesegnet werden. Ende November soll sie dann ihren Bericht samt Empfehlungen präsentieren. Dass diese aber von der Regierung befolgt werden, ist nicht ausgemacht. Immerhin gibt es die Erfahrung mit der Ethikkommission, die einen Plan für den Atomausstieg in Deutschland erarbeiten sollte: Deren Ratschläge wurden weitgehend ignoriert.

Die Umweltorganisation Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Pläne der Bundesregierung begrüßt, durch geänderte Haftungsregelungen zu verhindern, dass sich E.on aus seiner finanziellen Verantwortung verabschiedet. Thorben Becker, Atomexperte des BUND, fügte an, mindestens genauso wichtig »ist eine Antwort auf den Versuch von Vattenfall, eine Haftung der schwedischen Konzernmutter auszuschließen«. Es müsse jetzt außerdem schnell darum gehen, »die Rückstellungen der AKW-Betreiber durch einen öffentlich-rechtlichen Fonds zu sichern«. Nur so könne verhindert werden, dass auf langfristige Sicht der Steuerzahler doch für die Verpflichtungen der AKW- Betreiber aufkommen müsse.
 

Hinkley Point C vor Gericht
Von Bernd Müller
Bündnis aus Stadtwerken und Ökostromanbietern klagt gegen Atomstrom-Subventionen
Die Klage gegen Subventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C liegt nun beim Gericht der Europäischen Union (EuG). Ein Bündnis aus zehn Ökostromanbietern und Stadtwerken wirft der EU-Kommission »Rechts- und Verfahrensfehler« bei der Genehmigung der Beihilfen vor. Sie befürchten außerdem wirtschaftliche Nachteile vor allem für Ökostrom.

Zu den Klägern gehören Ökostromanbieter wie Greenpeace Energy, die österreichische oekostrom AG sowie Stadtwerke aus Aalen, Bochum, Mainz und Tübingen. »Wir wollen die Entscheidung der EU-Kommission vom Gericht für nichtig erklären lassen, denn diese maßlosen Atomsubventionen sind aus unserer Sicht eine unrechtmäßige Betriebsbeihilfe. Diese hätte niemals genehmigt werden dürfen«, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy.

Bereits im Oktober 2014 hatte die EU-Kommission die Subventionen für den AKW-Neubau im Südwesten Englands genehmigt. Dabei wird dem Betreiber eine staatliche Einspeisevergütung über eine Laufzeit von 35 Jahre von mehr als 92 britischen Pfund (120 Euro) pro Megawattstunde plus Inflationsanpassung versprochen, was dem Dreifachen des Marktpreises entspricht. Zudem sind Bürgschaften in Höhe von mehr als 20 Milliarden Euro sowie weitere Garantien für Investoren zugesichert. Nach Berechnungen von Greenpeace Energy belaufen sich die gesamten Subventionen auf 108 Milliarden Euro.

Für die deutsche Energiewende sehe die Zukunft düster aus, sollte das britische Beihilfemodell Schule machen, erklärte der energiewirtschaftliche Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, Achim Kötzle. Starke Signale gebe es hierfür aus Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn. Das Berliner Analyseinstitut Energy Brainpool errechnete im Auftrag der Klagegemeinschaft, dass geplante, hochsubventionierte AKW in sechs EU-Staaten den Großhandelspreis in Deutschland um gut zwölf Prozent drücken können. Für einzelne Unternehmen bedeuten dies Einbußen im fünf- bis sechsstelligen Bereich, erklärte Greenpeace. Ökostromanbieter wären unter diesen Umständen nicht mehr konkurrenzfähig.

Die Kommission habe die weitreichenden Folgen ihrer Genehmigung nicht ausreichend analysiert, erklärte Rechtsanwältin Dörte Fouquet, welche die Klagegemeinschaft vertritt. Es sei außerdem nicht berücksichtigt worden, dass es für Hinkley Point C keine Ausschreibung gab und auch kein generelles Marktversagen vorlag, welches Beihilfen überhaupt rechtfertigen würde.

Bereits vor einigen Tagen hat die Republik Österreich eine eigene Klage gegen die Subventionsentscheidung eingereicht. Auch Luxemburg hat juristische Schritte angekündigt.

Herausgeberkollektiv: Grundrechte-Report 2015 –
Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland. Fischer Taschenbuch Verlag,
Frankfurt am Main 2015, 256 Seiten, 10,99 Euro
 

SIEMENS & AREVA MIT AKW - NEUBAUTEN VOR DEM AUS
SIEMENS wie das mittlerweile verfeindete SIEMENS-FRAMATOME-Kooperationsunternehmen AREVA sind in gefährliches Wasser geraten: die AKW-Neubestellungen gehen gegen Null.
Es findet sich kein Großinvestor, der auf AKW-Neubau setzen will.


DESHALB Umbau zu einer Steuer - subventionierten Höchst - Profit - Maschine :
AREVA forscht in Karlstein für “Reaktorsicherheit”
Für die stolze Atom-Gemeinde Karlstein kann die folgende Meldung beruhigend wirken. Es werden keine AKW-Anlagen neu aufgebaut. Es handelt sich nur um Atrappen. Biblis is weit !!! Fukuschima und Tschernobyl noch weiter.  Und zudem noch in sicherer Hand von Leuten mit altdeutschen Emblemen an Oberarmen und Stahlhelm.

Der Hartmut hat einen umfassenden Bericht über AREVA erstellt
Inklusive einer Pressemitteilung von AREVA mit einer kaum zu übertreffende Drohung, bei der aus den Zeilenzwischenräumen auch noch die Spekulation auf die Wende der Energie-Wende hervorquillt :
Aus dem Inhalt: Z. B. AREVA erkundet und betreibt Uranabbau in Namibia und Südafrika.
Das PDF: HIER

Das folgende über den Umgang mit Radioaktivität, ist nach dem Studieren folgender Seiten entstanden & teils daraus übernommen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stromproduktion
http://strom-report.de/strom-vergleich/#stromerzeugung
http://www.blogs.ausgestrahlt.de/
http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/wenns-eng-wird-ruft-die-atomindustrie-nach-mama-staat
http://derstandard.at/2000008430326/Finanz-GAU-der-franzoesischen-Atomindustrie
https://www.ausgestrahlt.de/
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WHO-Chefin: Auch Niedrigstrahlung ist gefährlich
6. Mai 2011 – erklärt die WHO:  “Es gibt keine ungefährlichen Niedrigwerte radioaktiver Strahlung”, so WHO-Generaldirektorin Margaret Chan im Juni 2015 bei einem kurzfristig anberaumten Treffen mit Mitgliedern der kritischen “Initiative für eine unabhängige WHO".

Deutsche Besserwisser aus Politik & Wirtschaft
(ODER WAS TUT MAN NICHT ALLES FÜR FREUNDE, WENN SIE GUT ZAHLEN?)

10 Mikro-Sievert pro Jahr sind “unbedenklich”, das haben sie einfach Gesetzlich festgelegt
Sie sind für die "Freimessung" nach ihren selbst gesetzlich festgesetzten Wert für Niedrigstrahlung, danach lassen sie jetzt “Freimessen” und werfen Atommüll auf Hausmülldeponiern ab.
Allein das Wort Frei ist schon schön, wie befreiend ist da erst Freimessen?. Es soll früher ja sogar freie Schützen gegeben haben? (Kalle aus X-Berg fragte sogleich: “meinste woll den Freischütz oda?”)

IPPNW
Neuer IAEO-Bericht zu Fukushima

Yukiya Amano
[10.07.2015] Im Mai 2015 übermittelte die Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO) einen neuen Bericht über die Atomkatastrophe in Fukushima an ihre Mitgliedsstaaten. IAEO- Generaldirektor Yukiya Amano räumte in diesem Zusammenhang ein, dass die von General Electric entwickelten Siedewasserreaktoren „gewisse Schwächen im Kraftwerksdesign“ aufwiesen. Hinzu gekommen seien Defizite in der Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr  sowie Planungsmängel bei der Vorbereitung auf einen schweren Atomunfall. Zudem sei die „Vorsorge für einen Atomunfall in Verbindung mit einer großen Naturkatastrophe“ unzulänglich gewesen, so Amano. Dem IAEO-Bericht zufolge bestehen erhebliche Unsicherheiten darüber, welchen Strahlendosen die japanische Bevölkerung zu Beginn der Atomkatastrophe ausgesetzt wurde.

Der neue IAEO-Bericht stellt eine bemerkenswert offene Kritik am Atomkraftwerksbetreiber TEPCO, an den japanischen Aufsichtsbehörden wie auch am Atomkraftwerkshersteller General Electric (heute: GE Hitachi Nuclear Energy) dar. Allerdings ist das Einräumen gewisser Fehler und das Rügen beteiligter Akteure aus der Sicht einer Organisation wie der IAEO, die der weltweiten Förderung der Atomindustrie verschrieben ist, auch als Versuch zu verstehen, durch Bauernopfer in Japan Glaubwürdigkeit für die Atomindustrie allgemein wiederzugewinnen. Der Umstand, dass technische „Schwächen im Kraftwerksdesign“ eingeräumt wurden, ist allerdings neu. Bislang war es üblich, schwere Störfälle und Atomunfälle auf Fehler der Betriebsmannschaft abzuwälzen. Dieses Einräumen von technischen Fehlern müsste Konsequenzen für die weltweit derzeit noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke, insbesondere Siedewasserreaktoren haben.

Der IAEO-Bericht beinhaltet neben der Kritik an den japanischen Behörden allerdings auch zahlreiche fehlerhafte Annahmen und Aussagen, und ignoriert dabei kritische Fakten und neuere Forschungserkenntnisse zur ionisierenden Strahlung. Wie schon der UNSCEAR-Bericht im vergangenen Jahr, mutmaßt auch die atomfreundliche IAEO, dass in Japan „keine messbaren strahlenassoziierten Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu erwarten sind“. Diese Aussage steht in diametralem Wiederspruch zu den Messdaten von Strahlung in den betroffenen Regionen und stellt eine sträfliche Negierung strahlenbiologischer Erkenntnisse zu den Auswirkungen ionisierender Strahlung dar. Denn die japanische Bevölkerung ist aufgrund der Atomkatastrophe von Fukushima durchaus erhöhten Strahlenwerten ausgesetzt. Die Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt werden im IAEO-Bericht prinzipiell ausgeklammert und das wahre Ausmaß der radioaktiven Verstrahlung des japanischen Festlands systematisch kleingeredet. Eine ausführliche Kritik des IAEO-Berichts wurde bereits von Greenpeace zusammengestellt.
Aus: http://www.fukushima-disaster.de/deutsche-information/super-gau/artikel/179a22cce4ddf9adbf17a42b03e172ba/neuer-iaeo-bericht-zu-fukushima.html

Mehr lesen:
IAEA: IAEA Delivers Major Report on Fukushima Accident to Member States
https://www.iaea.org/newscenter/news/iaea-delivers-major-report-fukushima-accident-member-states
Greenpeace: The IAEA Fukushima Daiichi Accident Summary Report: A preliminary analysis
http://www.greenpeace.org/japan/Global/japan/pdf/IAEA%20analysis%20by%20GP%2020150528.pdf

JAPAN / TEPCO STREICHT UNTERSTÜTZUNG DER GESCHÄDIGTEN
55.000 Evakuierten soll Kompensation gestrichen werden
Zweidrittel der Menschen, die aufgrund der Atomkatastrophe aus Fukushima evakuiert werden mussten, haben Mitglieder mit physischen oder psychischen Gesundheitsproblemen.

Den Menschen, die aufgrund der Atomkatastrophe aus Fukushima evakuiert werden mussten, geht es nicht gut: Zwei Drittel der Familien haben Mitglieder mit physischen oder psychischen Gesundheitsproblemen. Das ergibt sich aus einer offiziellen Studie der Präfektur Fukushima, an der sich etwa ein Drittel aller angeschriebenen Evakuierten beteiligten. Die Evakuierten geben u.a. an, unter Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen und Müdigkeit zu leiden.
Jetzt sollen die Evakuierten, die zum Teil weiterhin in behelfsmäßigen Notunterkünften ein tristes Dasein fristen, auch noch finanziell wesentlich schlechter gestellt werden. Derzeit zahlt der Atomkonzern TEPCO knapp 80.000 Evakuierten noch 100,000 Yen (745 Euro) pro Monat. Demnächst sollen diese Zahlungen für 54.800 der Evakuierten eingestellt werden. TEPCO’s Begründung: In einem Teil der evakuierten Gebiete sei davon auszugehen, dass durch die Dekontaminationsarbeiten die Strahlenbelastung gesunken sei. Nur rund 24.400 Evakuierte sollen auch in Zukunft noch Kompensationen erhalten.

"Atommüll ohne Ende"
Dekontamation der Böden in Japan,
In Japan stellen die großen Mengen an radioaktiv verseuchter Erde, radioaktivem Wasser, sowie die kontaminierten Anlagen des Atomkraftwerks Fukushima Dai-ichi das Land und die Gesellschaft vor große Herausforderungen im Umgang mit diesen Massen an radioaktivem Abfall. Doch auch in den anderen Atomanlagen des Landes türmen sich Berge von ausgebrannten Brennstäben und anderem Atommüll. Ebenso in Deutschland. Auch hier fallen durch die Atomindustrie trotz Ausstiegsplänen jedes Jahr weiter große Mengen an Atommüll an, die für hunderttausende von Jahren sicher deponiert werden müssen....
Mehr  im ===> http://www.strahlentelex.de/Stx_15_684-685_S01-06.pdf

   „Leukämierisiko von Nuklear-Arbeitern“ IPPNW-Information:
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Info/Leukaemierisiko_von_Nukleararbeitern.pdf

DEUTSCHLAND UND DIE ATOMINDUSTRIE
Die sogenannte friedliche Nutzung, enthält wie am Beispiel Iran deutlich gemacht wird in jedem Fall die Option auch A-Bomben Material zu erzeugen. Im billigsten Fall genug Radioaktives-Meterial für sog. schmutzige Bomben.
Von diversen Option - Strategen gefördert wurde das Atomprogramm in DE entwickelt.
Am 21. Oktober 1955 wurde Franz Josef Strauß Minister im neugegründeten Bundesministerium für Atomfragen. Ziel dieses Ministeriums war die Einführung der Kernenergie, ihre Förderung und die Schaffung der gesetzlichen Grundlagen hierfür. 1957, ein Jahr vor Verabschiedung des Atomgesetzes, wurde von staatlicher Seite die Reaktorplanungen vorangetrieben. Entwickelt und gebaut werden sollten die Reaktoren von Konzernen, während der Staat Verlustbürgschaften und umfangreiche Investitionshilfen gewährte.

Wie die Industrie mit Hilfe ihr ergebenen Politiker, die Gefahr aus der Atomindustrie herunterrechnen läßt.
2010 erstellte das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace eine umfangreiche Studie: „Staatliche Förderungen der Atomenenergie“ (2010). Diese ermittelte eine Gesamtsumme der Fördermittel von 203,7 Milliarden Euro für den Zeitraum von 1950 bis 2010,
was 4,3 ct/kWh entsprechen würde. Dies beinhaltet Steuervergünstigungen, die Stilllegungen von Meilern, Forschung inklusive Kernfusionsforschung, Mitgliedschaft in internationalen Organisationen wie Euratom sowie die Sanierung der Uranbergbauanlagen in der ehemaligen DDR. Zudem wäre sie um bis zu 2,70 Euro pro kWh teurer, falls bei Kernkraftwerken die gleichen Haftungsregeln gelten würden wie in allen anderen Wirtschaftsbereichen.

In dieser weitgehenden Befreiung von einer Haftpflichtversicherung sehen die beiden Volkswirt- schaftler Peter Hennicke und Paul J. J. Welfens eine versteckte Subvention der Atomstromwirtschaft, die „absurde Investitionsanreize schafft, den Wettbewerb in der Strom- bzw. Energiewirtschaft grotesk verzerrt und völlig unnötige Risiken für Milliarden Menschen befördert“. So übertreffe die „Schattensubvention“ bei Atomstrom prozentual alle anderen Sektoren der Wirtschaft. Zum gleichen Ergebnis kommen Radkau und Hahn, die im Verzicht auf eine ausreichende Haftpflichtversicherung die entscheidende Subventionierung der Kernenergie sehen, welche die Kernenergienutzung überhaupt erst ermöglichte.

Nach Berechnungen   von Finanzmathematikern würde  eine Haftpflichtpolice  für ein Atomkraftwerk 72 Mrd. Euro jährlich kosten. Der Strompreis eines Atomkraftwerks könnte damit auf mehr als das Vierzigfache steigen.

Erpressungspolitik, denn alles wird teurer als je geschätzt
Für den Rückbau von Kernkraftwerken müssen die Betreiber in Deutschland (und in der Schweiz) eine Rückstellung von etwa 500 Millionen Euro je Kraftwerk bilden. Diese Rückstellungen bleiben in Deutschland über den gesamten Zeitraum steuerfrei und dürfen auch investiert werden, um zum Beispiel Unternehmensbeteiligungen zu erwerben oder am eigenen Kraftwerk eingesetzt werden. Kritiker sehen in den Rückstellungen, die mittlerweile insgesamt 36 Milliarden Euro betragen, „die Bank der Stromkonzerne“.

Im Mai 2014 wurden Pläne der drei deutschen Kernkraftwerksbetreiber E.on, EnBW und RWE publik, ihre Kernkraftwerke in eine neu zu gründende und in Staatsbesitz befindliche Stiftung abgeben zu wollen. Diese soll die Kernkraftwerke bis zu ihrem Laufzeitende betreiben und anschließend als sog. Bad Bank fungieren und für den Rückbau, die Endlagerung und alle sonstigen Risiken aufkommen. Dafür wollen die Betreiber Rückstellungen in Höhe von rund 30 Mrd. Euro einbringen, zudem steht im Raum eventuell Schadensersatzklagen wegen des Atomausstieges in Milliardenhöhe fallen zu lassen.
 

Auf gut Deutsch, die Steuerzahler übernehmen die unübersehbar hohen Rückbaukosten, dafür erlassen Vattenfall u. a. ihre ihre Stillegung - Verlust - Forderungen:
DEMONTAGE VON AKW'S
Ein Beispiel: In Frankreich, das kleine AKW im bretonischen Brennilis, sollte innerhalb von 5 Jahren demontiert werden, mittlerweile arbeitet man seit fast 20 Jahren daran. Die Kosten für die Beseitigung wurden auf 20 Millionen Euro geschätzt, inzwischen sind über 400 Millionen Euro verbraucht und das kleine AKW ist immer noch nicht völlig demontiert.

Am 14.11.2003 wurde das AKW Stade nach fast 32-jähriger Betriebszeit endgültig abgeschaltet.
Beim Abriss des AKW Stade werden voraussichtlich insgesamt 330 000 Tonnen Abbruchmaterial anfallen, davon 132 000 Tonnen aus dem nuklearen Kontrollbereich. Rund 3 000 Tonnen von denen sind derartig stark strahlend, dass sie sogar nach der mehrdeutigen neuen "Strahlenschutzverordnung" nur in einem Atommüllendlager 'entsorgt' werden können. Für diese voraussichtlich 3 000 Tonnen radioaktiven Abrissmüll wird am AKW Stade ein "Zwischenlager" mit einer genehmigten Betriebsdauer von 40 Jahren errichtet. Diese Atommüllhalle soll Anfang 2007 fertig gestellt sein.

Das Niedersächsische Umweltministerium in der ersten Abrissgenehmigung wörtlich: "Das einzige nach derzeitigem Stand in absehbarer Zeit gegebenenfalls zur Aufnahme radioaktiver Abfälle aus der Stilllegung und dem Abbau des Kernkraftwerks Stade als verfügbar in Betracht zu ziehende Endlager ist die Schachtanlage Konrad". Eine "Ablieferung an das Endlager Konrad" dürfte möglich sein; "diese ist offensichtlich vom Antragsteller" (E.ON) "auch vorgesehen." Der geltende Planfeststellungs- beschluss für Schacht Konrad sieht vor, dass dort "schwach und mittelradioaktive Abfälle aus dem Abriss von Atomkraftwerken, Industrie, Forschung und Medizin" eingelagert werden dürfen.

AKW Stade
E.ON als Betreiber des Rückbaus ist stolz darauf: nur ein kleiner Teil des Abrissmaterials des Atomkraftwerks Stade muss als radioaktiver Müll entsorgt werden. Ein Großteil kann auf Hausmülldeponien entsorgt werden. Eine davon liegt bei Schneverdingen – die Anwohner schlagen Alarm, denn der Schutt ist radioaktiv.

Am 14. November 2003 wurde das AKW Stade, eines der ersten kommerziell genutzten Atomkraftwerke in Deutschland, endgültig abgeschaltet. Seitdem läuft der Rückbau. In vier Phasen soll bis Ende 2015 der konventionelle Abriss erfolgen, zuvor sämtliche radioaktiven Komponenten aus der Anlage geräumt oder dekontaminiert. Deutschlands größter Energieversorger E.ON ist stolz darauf, dass der weitaus größte Teil des abgebauten Materials nichts anderes als gewöhnlicher Betonschutt oder Stahlschrott ist. Daher kann dieser sofort in anderen Bereichen weiter verwendet oder verwertet werden. Zum Beispiel können die aus dem Abbruch der Gebäude stammenden Betonreste als Bauschutt wieder verwendet werden. Die meisten metallischen Anlagenteile fließen als Schrott wieder in den Rohstoffkreislauf zurück. Vorher werden die Teile “freigemessen”, also so lange dekontaminiert, bis sie nur noch unterhalb der zulässigen Grenzwerte strahlen. Im Sinne des Atomrechts gilt der Stoff dann nicht mehr als radioaktiv.

Das AKW Stade an der Unterelbe wurde am 24.01.1972 in Betrieb genommen. Der 630 MW (netto) Druckwasserreaktor gehörte zu den ersten kommerziellen AKWs in der BRD. Der Hauptrisikofaktor des Atomkraftwerkes in Stade war die zunehmende Versprödung des Reaktordruckbehälters und dessen Schweißnähten infolge der Neutronenbestrahlung während des Betriebes. - Durch ein spontanes Bersten des Druckbehälters wäre der größte Teil des radioaktiven Inventars, das ungefähr dem von 500 Hiroshima-Bomben entspricht, fast unmittelbar freigesetzt worden.

Im Juli 2001 war von E.ON der sogenannte "direkte Rückbau" des AKW Stade zur "Grünen Wiese" beantragt worden, die in vier Abrissphasen verlaufen soll. Nach Darstellung von E.ON haben in erster Linie wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Gründe für die Entscheidung zu dieser Abriss-Option eine Rolle gespielt. Eine andere Alternative wäre der sogenannte "sichere Einschluss" gewesen, bei dem die betreffende Atomanlage versiegelt und erst Jahrzehnte später abgebaut wird. Der "direkte Rückbau" eines Atomkraftwerkes ist keinesfalls problemlos durchzuführen: Zum Beispiel fällt bei den Abrissarbeiten stärker strahlender Schrott, Schutt und Staub an, als dies nach einem jahrzehnte dauernden "sicheren Einschlusses" der Fall ist, wo ein Teil der Radioaktivität bereits zurückgegangen ist. Zudem muss für die Lagerung des radioaktiven Abbruchmüll zeitnah ein "Zwischenlager" errichtet werden. - Nach ein paar Jahrzehnten im Zustand des "sicheren Einschlusses" sind möglicherweise(!) sichere und bessere Technologien für den Abriss einer Atomanlage entwickelt worden, als sie heute vorhanden sind.

Sieben Jahre lang sind Abfälle aus dem AKW in den Heidekreis gekarrt worden, von 2003 bis 2010. Insgesamt handelt es sich um 103 Tonnen, die seither auf der kreiseigenen Mülldeponie Hillern bei Schneverdingen gelagert werden. Die kreiseigenen Abfallwirtschaft Heidekreis (AHK) gibt offen zu, dass der AKW-Abfall “nur sehr wenig mit Radioaktivität” belastet ist. Anwohner und zuständige Bürgermeister haben von dem Abfall nichts gewusst. Landrat Manfred Ostermann (parteilos) veranlasste im Juni 2011 einen Einlagerungsstopp. Er will klären lassen, ob von dem Material tatsächlich keine erhöhte Strahlung ausgeht. Der Verwaltungsrat der AHK sieht weiterhin keine Gefahr und will aus diesem Grund in den kommenden Jahren bis zu 2.000 Tonnen Abrissmaterial aus dem AKW annehmen.

Auch auf der Deponie Ihlenberg bei Schönberg in Mecklenburg-Vorpommern landeten tausende Tonnen AKW-Schrott. Seit 1996 sind dort rund 15.000 Tonnen “freigemessener” Schrott aus dem Atomkraftwerk Lubmin bei Greifswald eingelagert worden. Die Entfernung von der Deponie zum Zentrum der nächstgelegenen Großstadt Lübeck beträgt etwa 14 km, die nächste Wohnbebauung ist nur 200 Meter entfernt. Auch dort schlugen Umweltschützer Alarm: Der Kieler Umwelttoxikologe Dr. Hermann Kruse warnt davor, dass die Radioaktivität unter keinen Umständen in die Umwelt oder das Grundwasser gelangen darf.

Atomkraftgegner weisen darauf hin, dass im Jahr 2001 durch eine Änderung der Strahlenschutzverordung überhaupt erst ein “Freimessen” möglich ist und Abfälle im Rahmen der “Freigabe” aus Atomanlagen entsprechend in den Umlauf kommen. Laut einer Untersuchung der Gruppe Ökologie im Jahre 2000 findet die Freigabe von schwachaktiven Reststoffen aus der Nukleartechnik bereits seit Ende der 70er Jahre statt – allerdings unter rechtlich zweifelhaften Bedingungen.
Nach jahrelangen Diskussionen um die Schädlichkeit von geringen Strahlendosen wurde 2001 in der Gesetzesänderung festgelegt, dass Material mit einer Strahlung von bis zu 10 Mikro-Sievert pro Jahr “unbedenklich” ist – und freigegegeben werden könne.
Ob und inwiefern geringe Strahlendosen den Menschen bzw. Folgegenerationen schädigen können, diese Zweifel sind international nicht ausgeräumt.

Die “Gruppe Ökologie” weisst darauf hin, dass es eine unvermeidbare Folge der Nutzung der Atomenergie, dass auch durch die Beseitigung ihrer Abfälle Strahlenbelastungen für Mensch und Umwelt auftreten. Die Freigabe schwachaktiver Reststoffe wird langfristig zu einer Zunahme der Hintergrundstrahlenbelastung führen. Die Zunahme ist zwar im Vergleich zur vorhandenen Hinter- grundbelastung relativ gering, aber es handelt sich um eine zusätzlich auftretende Strahlenbelastung, die die Zahl von Schädigungen erhöhen wird.

Die Gesellschaft für Reaktorsicherheit gibt zu, dass bislang noch ungeklärt ist, wie sich die Deponien langfristig verhalten und ob z.B. radioaktive Stoffe über das Sicker- oder Grundwasser in die Umwelt gelangen könnten. Seit Oktober 2010 – zehn Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung – läuft deshalb ein Forschungsprogramm, um das Verhalten der Ablagerungsstätten zu untersuchen.

Das “Freimessen” ermöglicht es den Atomkonzerne, tausende Tonnen schwachradioaktiver Abfälle auf Hausmülldeponien vergleichsweise billig zu entsorgen. Die Gruppe Ökologie bilanzierte 2000 die Menge an Material, das künftig freigemessen werden könnte, auf ca. 4 Millionen Tonnen.

SOLANGE PROFIT = PRIVAT / BEI VERLUST VERSTAATLICHUNG
DER STAAT  IM STAAT  ATOMINDUSTRIE  IN FRANKREICH
Areva in Not? Der französische Atomkonzern hat am Mittwoch bei der Vorstellung seiner Jahresumsatzzahlen um finanzielle Hilfe vom Staat gebeten. Unerwartet hohe Kosten beim Bau des neuen EPR in Finnland haben den Gewinn 2008 um mehr als ein Fünftel auf 417 Millionen Euro einbrechen lassen. Laut Areva sind die ursprünglich kalkulierten Baukosten von drei Milliarden Euro für den Reaktor im finnischen Olkiluoto um 1,7 Milliarden Euro überzogen worden. Der Bau sei jetzt bereits zwei Jahre in Verzug. Der finnische Energiekonzern TVO will von Areva wegen der Verzögerungen außerdem 2,4 Milliarden Euro Schadenersatz einklagen.

Stolz der Grande - Nation: 58 Atommeiler, liefern 75% des Strombedarfs im Land  und können noch 15% der Produktion exportieren. Ingenieure, die an zwei Elitehochschulen ausgebildet wurden,  waren über ein Netzwerk der Macht, in den Büros aller wichtigen Ministerien vertreten und stellten so die Grundlage für die Entstehung von  AREVA dar, der weltweit agierende französische Atomkonzern mit 45 000 Mitarbeitern, der vom Uranabbau, über die Herstellung von Brennstäben, den Reaktorbau und die Wiederaufarbeitung den gesamten Atomzyklus beherrscht.

Atomindustrie im Absturz
Der Atomkonzern AREVA verzeichnete letztes Jahr Verluste von 5 Milliarden Euro bei einem Umsatz von nur knapp 10 Milliarden und steht vor dem Absturz in den Abgrund. Weltweit wird er jetzt bis zu sechstausend seiner insgesamt 45 000 Mitarbeiter entlassen müssen. Seit 7 Jahren hat der Konzern kein einziges Atomkraftwerk "Made in France" mehr im Ausland verkauft - die Kunden scheinen seit Fukushima endgültig wegzubleiben - und das einzige AKW, das derzeit in Frankreich gebaut wird, macht vor allem durch eine geradezu unglaubliche Zahl von Pannen und Fabrikationsfehlern von sich reden.

Anfang Juni, auf einer Krisensitzung beim Staatspräsidenten persönlich, wurde beschlossen, dass der zu 85% staatliche Stromkonzern EDF jetzt das Atomreaktorgeschäft vom ebenfalls zu 85% staatlichen AREVA-Konzern übernehmen soll. Und natürlich war auch von einer nicht näher bezifferten staatlichen Finanzspritze für das angezählte Unternehmen die Rede – Experten gehen von bis zu 3 Milliarden Euro aus.

Industrie der Zukunft?
Dabei hatte Frankreichs ehemaliger Wirtschaftsminister, Arnauld Montebourg, noch vor knapp zwei Jahren lautstark verkündet, Frankreichs Atomindustrie sei ohne Wenn und Aber eine Zukunftsbranche! Damit wiederholte er fast wörtlich, was der frühere Staatspräsident, Nicolas Sarkozy, in den Jahren davor bei jeder sich bietenden Gelegenheit betont hatte. Und auch Umweltministerin Ségolène Royal, Anfang dieses Jahres im französischen Parlament zur Zukunft der Atomindustrie befragt, sagte bei dieser Gelegenheit noch: "Unsere Unternehmen, EDF, AREVA und das Atomenergiekommissariat, investieren in Innovationen und neue Technologien für neue Atomreaktoren, die den Erfahrungen mit den Reaktoren der 3. Generation Rechnung tragen werden."

Die weltweit grössten Energiekonzerne und Investmentfonds setzen schon seit über einem Jahrzehnt nicht mehr auf Atomenergie  und  investieren dort auch nicht mehr.

Atomideologie
Bernard Laponche ist Abgänger der Elitehochschule Polytechnique er arbeitete Jahre lang für das französische Atomenergiekommissariat (CEA), eine Forschungseinrichtung, die sowohl für die zivile Atomenergie, als auch für die Atombomben der Armee zuarbeit leistete. Inzwischen hat er mit der Atomideologie gebrochen, ist als unabhängiger Berater in Energiefragen tätig und betont seit Jahren, dass sich Frankreich mit seiner Atompolitik auf einem irrweg befindet.

Die Ex - Umweltministerin, Corinne Lepage, über die Atomlobby in Frankreich: "Man kann sie nicht mit der Erdöllobby oder der Nahrungsmittelindustrie vergleichen", so Lepage. "Diese Lobbys sind vom Staat getrennt, während die Atomenergiebranche und der Staat in Frankreich vollständig miteinander verquickt sind. Letztlich ist die Atomlobby hierzulande keine Lobby, sondern Teil des Staates selbst."

Fiasko mit dem EPR
Der von AREVA gebaute europäische Druckwasserreaktor, vor über 10 Jahren als Reaktor der Zukunft, als das Non plus ultra der Atomsicherheit und als Flaggschiff für den Export französischer Atomtechnologie gepriesen, lässt sich weltweit so gut wie nicht verkaufen und wo er gebaut wird, häufen sich gigantische Probleme.
Vier dieser Reaktoren im Bau. Zwei davon in China, wo man noch vor wenigen Jahren von mindestens einem Dutzend EPR-Reaktoren ausgegangen war. Die Fertigstellung des ersten verkauften Exemplars in Finnland hat sich um fast ein Jahrzehnt verzögert und die des zweiten, im französischen Flamanville, unweit der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague, um mindestens 5 Jahre. Der Stückpreis kletterte in der Zwischenzeit von drei auf über 8 Milliarden Euro. Und nun wurden beim EPR im normannischen Flamanville, der eigentlich 2017 in Betrieb gehen sollte, Mitte April im Kern des Reaktors auch noch Fabrikationsmängel festgestellt: der bereits verschweisste Stahldeckel des Druckbehälters weist Schwachstellen auf, die unter Belastung zu Rissen führen könnten.

Die französische Atomsicherheitsbehörde (ASN)
„Der Druckbehälter", so ihr Direktor, "ist das Herz eines AKWs, dort findet die Kettenreaktion statt und er steht unter extrem hohem Druck. Es ist bei der Herstellung einer gewissen Anzahl von Komponenten dieses Druckbehälters zu Unregelmässigkeiten gekommen, die erst mit grosser Verspätung festgestellt wurden. Wir haben danach von AREVA, dem Hersteller, zusätzliche Tests verlangt. Die Testergebnisse haben wir dann Ende 2014 bekommen. Sie hätten belegen sollen, dass der Druckbehälter konform ist, haben aber das Gegenteil gezeigt: es gibt in der Tat Unregelmässigkeiten, die ich als ernst qualifizieren würde, ja sogar als sehr ernst.“

Sollte die Atomsicherheitsbehörde den bereits installierten, von Beton umgebenen Druckbehälter am Ende wirklich für nicht konform erklären, wäre die Katastrophe für AREVA perfekt – ihn durch einen neuen zu ersetzen würde rund 3 Jahre in Anspruch nehmen und nochmals hunderte Millionen kosten. Für Yannick Rousselet, den Atomexperten von Greenpeace Frankreich, ist klar: "Der EPR-Reaktor war im Grunde schon vor dieser Panne so gut wie erledigt. Sein Preis hat sich verdreifacht und es gab gigantische Verzögerungen bei der Lieferung, in Finnland sind es neun Jahre. Die Preise und die Probleme sind geradezu explodiert. Die Folgen können wir doch jetzt schon sehen: in den USA sollten 12 dieser Reaktoren gebaut werden – alles ist annulliert. Einen anderen in Südafrika hat man ebenfalls gecancelt. Noch vor wenigen Jahren hat uns AREVA versprochen, sie würden in der Welt zwei bis drei Reaktoren von diesem Typ pro Jahr fertigstellen. Die Realität heute ist: der EPR-Reaktor als industrielles Produkt ist tot. Das jüngste Problem jetzt ist nur noch der Gnadenstoss."

Druckventile
Anfang Juni wurde AREVA aber sogar noch mit einer zweiten Katastrophenmeldung konfrontiert. Diesmal musste die französische Strahlenschutzbehörde Presseberichte bestätigen, wonach die Sicherheitsventile des EPR-Reaktors in Flamanville bei mehreren Tests versagt haben bzw. unregelmässig funktionierten.

Angesichts dessen sind selbst alte Haudegen aus der französischen Atombranche heute mehr als skeptisch, was die Zukunft des EPR angeht. "Der EPR-Reaktor kostet Unsummen", sagt Michel Boiteux, in den 70-er Jahren Chef des Stromkonzerns EDF, "und es kommt zu enormen Verspätungen bei der Fertigstellung. Wenn das so weitergeht und quasi als Charakteristikum dieses Reaktortyps angesehen werden muss, können sich andere Energiesparten die Hände reiben."

IMMER SO WEITER?
Staatspräsident Hollande wiederholt zwar gebetsmühlenhaft, das älteste AKW im elsässischen Fessenheim werde, wie versprochen, bis Ende 2016 geschlossen – glauben tut das heute kaum noch jemand. Und noch weniger kann man an Hollandes Versprechen glauben, den Atomstromanteil in Frankreich bis 2025 von 75 auf 50% zurückzufahren. Selten sagt das jemand offen, doch man spürt es: Regierung und Atomlobby setzen darauf, dass die Kraft des Faktischen am Ende stärker sein wird als die Versprechen eines Staatspräsidenten. Der trockene Kommentar der ehemaligen AREVA-Chefin, Anne Lauvergeon, zur Reduzierung des Atomstromanteils: "Das würde heissen, 20 Atomreaktoren still zu legen. Ich denke nicht, dass das realistsisch ist, weder politisch noch ökonomisch gesehen."

In zehn Jahren aber wird ein Drittel der französischen Atommeiler die Altersgrenze von 40 Jahren erreicht haben. Vom Bau neuer Reaktoren, der theoretisch bereits in Angriff genommen werden müsste, wird bislang nur sehr diskret und allgemein gesprochen. Gleichzeitig hinkt das Land auf Grund der seit Jahrzehnten praktizierten atomaren Monokultur in der Stromversorgung bei erneuerbaren Energien hoffnungslos hinterher. Staatliche Forschungsgelder für den Energiesektor flossen bislang zu 90% in den Atomenergiesektor. Somit ist die Wahrscheinlichkeit gross, das man am Ende die Laufzeiten der alten AKWs einfach von 40 auf 50 Jahre verlängern wird- und dann sieht man weiter.

Falsches Kalkül
Ein weiterer Grund für die schleppende Veränderung in Frankreichs Atomenergiepolitik ist die Tatsache, dass insgesamt rund 2 500 Betriebe mit weit über 200 000 Beschäftigte im ganzen Land an der Atomindustrie hängen. Mittelfristig wird Frankreich aber kaum darum herumkommen, sich die Frage zu stellen, ob diese Atomenergie wirklich noch eine auch wirtschaftlich tragfähige Zukunftstechnologie darstellt. Spätestens wenn man gezwungen sein wird, an dem künstlich niedriggehaltenem Strompreis zu rütteln und mit der Legende aufzuräumen, Atomstrom sei ganz besonders billig. Dem ist bislang nur so, weil hierzulande die Kosten für die Atommülllagerung zu gering angesetzt und die Kosten für die Abrüstung alter AKWs schlicht überhaupt nicht kalkuliert werden.

Franz Wagner und Julia Schumacher:
Die Rechnung kommt am Schluss
Was nach dem AKW-Abriss übrigbleibt: strahlende und kontaminierte Anlagen, Werkzeuge, Gebäude – Hunderttausende Tonnen an Material. Die mangelhafte Beteiligung der Öffentlichkeit scheint ein bewusst in das Atomrecht konstruierter Fehler zu sein.....
...Wenn ein AKW stillgelegt wird, hinterlässt es nicht nur den hoch radioaktiven Müll der Brennelemente in Reaktor und Abklingbecken, den Müll des Uranabbau, den Müll aus der Prouktion der Brennelemente und den schon im laufenden Betrieb angefallenen schwach- und mittel - radioaktiven Müll – nein, so ein Atomkraftwerk selbst ist radioaktiver Müll. Was übrigbleibt, sind strahlende und kontaminierte Anlagen, Werkzeuge, Gebäude – Hunderttausende Tonnen an Material.

Die darin vorhandene Radioaktivität lässt sich nicht abwaschen, verbrennen oder chemisch umwandeln. Beim Abriss führt stattdessen jeder einzelne Handhabungsschritt zu einer Vermehrung des strahlenden Mülls und möglicher Freisetzung von Radioaktivität. Trotzden suggerieren Betreiber und Behörden immer wieder, man kenne sich mit dem Rückbau von Atomkraftwerken aus und es handele sich dabei um bewährte Arbeitsabläufe. Tatsächlich ist nichts davon Routine und vollständig beherrscht. Was in einer nicht verstrahlten Industrieanlage beim Abriss verhältnismäßig simpel sein mag, gleicht in einer Atomanlage einem Kunststück – oder ist schlicht gesagt unmöglich. Die Wirkung der Radioaktivität ist übrigens immer dieselbe, ob sie nun wegen unsystematischer Schlamperei oder aufgrund eines systematischen Spardiktats in die Umwelt kommt.

Beim Abriss der AKW wird vor allem eine Strategie verfolgt:
Verharmlosen und Vertuschen und die Öffentlichkeit raushalten. Da ist zum einen die Lüge mit den Grenzwerten. Obwohl wissenschaftlich haltlos, wird noch immer argumentiert, Gefahren bestünden erst bei Überschreitung von Grenzwerten. Dabei sind Grenzwerte für Radioaktivität nichts anderes als “Optimierungs“-Rechnungen zwischen Aufwand für die Betreiber einerseits und Schaden für die Bevölkerung und die Natur andererseits. Dazu kommt die skandalöse Praktik des „Freimessens” vom radioaktivem Müll, um möglichst große Mengen aus der Strahlenschutzüberwachung zu entlassen und teilweise sogar in die Wertstoffwirtschaft abgeben zu können. Wo das damit aus dem Atomrecht „entlassene“ Material verbleibt, ist dadurch nicht mehr nachvollziehbar. Bewusst wird in Kauf genommen, dass Menschen durch diese Abriss- Praxis eine zusätzliche Strahlenbelastung bis in „den Bereich von 10 Mikrosievert“ bekommen dürfen – das bedeutet nichts anderes, als ein bewusstes Inkaufnehmen von zunehmenden Gesundheitsschäden wie Krebs- aber auch Herz-Kreislauf- Erkrankungen in der Bevölkerung.

Öffentlichkeit wird bewusst nicht informiert
Das Desaster ist, dass die Atomaufsicht beim Abriss zwar Auflagen machen kann, aber nicht das komplette Vorgehen festlegt. „Kontrolle“ durch die Behörden heißt keinesfalls öffentliche Kontrolle. Stattdessen wird die Öffentlichkeit schlichtweg nicht informiert: Es scheint ein bewusst in das Atomrecht hinein konstruierter Webfehler zu sein, dass es zwar mehrere rechtlich unabhängige aufeinander folgende „Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen“ (SAG/AG) gibt, eine Umweltverträglichkeitsprüfung und auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit jedoch nur vor der ersten Genehmigung vorgesehen ist. Dabei sind die in diesem Schritt verfassten Abrissmaßnahmen in der Regel so allgemein formuliert, dass eine detaillierte Kritik noch gar nicht möglich ist. Zudem sind erst mit den nachfolgenden Abbaugenehmigungen viele besonders belastete Teile eines AKW betroffen.

Beispiel Obrigheim
Es ist das erste Atomkraftwerk, das in Baden-Württemberg abgeschaltet wurde. Wie Betreiber EnBW anführt, hat es damit eine wichtige Pilotfunktion. Zwischen August 2008 und Mai 2013 wurden drei Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen erteilt. Vier Mitglieder der „Initiative AtomErbe Obrigheim“ haben zur zweiten SAG eine Klage beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim eingereicht. Ihr Ziel: Mehr Sicherheit und Transparenz beim Abriss. Immerhin rund zehn Jahre soll der Abbau der am stärksten radioaktiv verstrahlten Teile im Innern des Reaktorgebäudes dauern. In ihrer Klage verwiesen die BürgerInnen auch auf die Gefahr, die noch immer von den in der Anlage befindlichen 342 hochradioaktiven abgebrannten Brennelementen ausgeht. Hinterfragt haben sie außerdem die angestrebte – offenbar kostengünstige – Verschiebung des hochradioaktiven Atommülls an den AKW-Standort Neckarwestheim, statt in Obrigheim ein stabiles Zwischenlager zu bauen. Die Abriss-Pläne wurden von den Behörden genehmigt – ohne dass es zu den Details der zweiten und dritten Genehmigung Umweltverträglichkeitsprüfungen oder gar eine Öffentlichkeitsbeteiligung gab. Obwohl der Verwaltungsgerichtshof Mannheim den KlägerInnen darin Recht gab, dass auch bei einem abgeschalteten Atomkraftwerk noch mit Gefahren und Risiken zu rechnen ist, wurde die Klage im November letzten Jahres abgewiesen.

Der Kernbereich des Abrisses bleibt ausgeklammert
Beispiel Biblis. 2016 soll der Abriss des stillgelegten AKW beginnen und dann mindestens 15 Jahre dauern. Gegen die erste SAG vom Betreiber RWE und dem hessischen Umweltministerium legten UmweltschützerInnen hunderte von Einwendungen ein.

Ihre Kritik:
Die Anträge enthalten lediglich Informationen zum grundsätzlichen Vorgehen, es bleiben aber zahlreiche Lücken und Unbestimmtheiten, weil wesentliche Teile des Stilllegungs- und Abbauprozesses fehlen. So gehen die Anträge nicht ausreichend auf die Gefahr von Flugzeugabstürzen ein, der Kernbereich des Abrisses – der Druckbehälter – wurde weitgehend ausgeklammert, und es ist unklar formuliert, ob die Brennelemente während der Abbaumaßnahmen im Abklingbecken verbleiben. Bei einem Erörterungstermin im November sollte schließlich mit BürgerInnen in Biblis über die Bedenken beim geplanten Abbau des Atomkraftwerks mit seinen beiden Blöcken gesprochen werden, Argumente abgewogen werden und mehr Informationen fließen.

Was tatsächlich geschah:
RWE las einfach die bereits veröffentlichten Unterlagen vor. Auch auf Anfragen gab es keine Details über die Dimensionen der Radioaktivität im Reaktor oder die geplanten Maßnahmen.
Ursprünglich waren drei Tage für die Anhörung angesetzt.

Doch schon nach eineinhalb Tagen platzte den EinwenderInnen der Kragen:
Sie verließen aus Protest den Sitzungssaal.

Der Eindruck ist deutlich:
Überall dort, wo es ganz besonders auf Transparenz ankommt, wie bei der Erfassung des radioaktiven Inventars und bei den Deponie- und Verwertungswegen des Materials, wird gemauert. Damit ist die – rechtlich gebotene – Möglichkeit verwehrt, dass die Öffentlichkeit die Auswirkung der Freisetzung von Radioaktivität beim Abriss und die Risiken für Störfälle beurteilen kann.

Was es braucht:
Für jede Phase von Stilllegung und Abriss eine Umweltverträglichkeitsprüfung sowie eine ehrliche Öffentlichkeitsbeteiligung. Wie sich gezeigt hat, öffnet das jetzige Vorgehen der Willkür Tür und Tor und beraubt die betroffenen Menschen der Möglichkeit, sich selbst vollständig und rechtzeitig zu informieren. Stattdessen müssen sie allein auf Kompetenz, Engagement und Unabhängigkeit der Behörden hoffen – eine Hoffnung, die wenig trägt.

Julia Schumacher / Franz Wagner
Aus:
https://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/atommuell/akw-abriss-atomschutt/artikel/0c52b3f23bfb09ec4d17c223b9c9eb88/die-rechnung-kommt-am-schluss.html

https://www.journal21.ch/atomindustrie-im-absturz
http://www.contratom.de/2011/10/27/anwohner-haben-angst-vor-akw-schutt/
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/badbank.html

An das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Referat RS III 2, Postfach 12 06 29, in 53048 Bonn
Stellungnahme zum Nationalen Entsorgungsprogramm (NaPro)
Hiermit nehme ich zum Entwurf für ein „Programm für eine verantwortungsvolle und sichere Entsorgung bestrahlter Brennelemente und radioaktiver Abfälle (Nationales Entsorgungsprogramm - NaPro)“ vom 6. Januar 2015 wie folgt Stellung: PDF-Formular zum Ausdrucken und versenden: HIER
(Eine ausformulierte Stellungnahme ist im PDF)

Fukushima-Newsletter Juni 2015

Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Präfektur Fukushima mussten bislang mehr als 100 Kinder wegen schnell wachsender oder metastasierter Schilddrüsenkrebsfälle operiert werden - Tendenz steigend. Doch das ganze Ausmaß des Problems möchte man anscheinend gar nicht wissen: Ein systematisches Schilddrüsenscreening wird nur in der Präfektur Fukushima durchgeführt, in keiner der anderen betroffenen Präfekturen. Zudem wurde nun bekannt, dass die japanischen Behörden massiv Druck auf WHO und UN ausgeübt haben, um die Angaben zur Schilddrüsenbelastung mit radioaktivem Jod herunter zu rechnen. Und unbeeindruckt von den bekannten Risiken radioaktiv kontaminierter Nahrungsmittel gehen die Bemühungen der Atomindustrie zur Senkung der Grenzwerte in Fukushima weiter. Währenddessen klagen Evakuierte der Stadt Namie gegen die japanische Regierung und den Atomkraftwerksbetreiber TEPCO auf Entschädigungszahlungen für den Verlust ihrer Heimat und fordern adäquate Pläne zur Dekontamination der betroffenen Gebiete.
Mit freundlichen Grüßen,
Henrik Paulitz und Alex Rosen

Mehr als 100 Schilddrüsenkrebsfälle bei Kindern in Fukushima -
Mehr  als 22.000 Kinder mit neuen Zysten und Knoten

Am 18. Mai wurden die neuesten Zahlen der Schilddrüsenkrebsstudie der Präfektur Fukushima veröffentlicht. Inzwischen mussten insgesamt 103 Kinder wegen schnell wachsender oder metastasierter Schilddrüsenkrebsfälle operiert werden. Bei 23 weiteren besteht der akute Verdacht auf Schilddrüsenkrebs. Beunruhigend ist darüber hinaus die Zunahme der abklärungsbedürftigen Befunde während der letzten zwei Jahre: Bei 22.837 Kindern, bei denen im ersten Screening noch gar keine Schilddrüsenanomalien gefunden wurden, stellte man nun im Zweitscreening Zysten oder Knoten fest. Bei 235 von ihnen waren diese sogar so groß, dass eine weitere Abklärung dringend notwendig wurde. In bislang 5 Fällen wurden neue Krebsgeschwüre entdeckt und operiert – eine besorgniserregende Entwicklung, die sich nicht länger durch einen bloßen „Screening-Effekt“ erklären lässt.

Schilddrüsendosen - Welche Werte sind richtig?
Das havarierte Atomkraftwerks Fukushima-Dai-ichi
Wurden die Angaben zur Dosisbelastung von Fukushima von den Behörden bewusst geschönt?
Diese Vermutung drängt sich auf, wenn man die neuesten Nachrichten aus Japan liest. So unterlagen die offiziellen Angaben zur Strahlendosis von Schilddrüsen im Laufe der Zeit einem bemerkenswerten Wandel. In einem Entwurf der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Dosisabschätzung nach der Atomkatastrophe von Fukushima wurden für Kinder der Stadt Namie im Herbst 2011 noch Schilddrüsendosen zwischen 300 und 1000 Millisievert (mSv) geschätzt. Selbst in den weit entfernt liegenden Millionenstädten Tokio und Osaka rechnete man bei Kindern noch mit Schilddrüsendosen zwischen 10 und 100 mSv.  In der endgültigen Fassung des WHO-Berichts „Preliminary dose estimation from the nuclear accident after the 2011 Great East Japan Earthquake and Tsunami“ vom Mai 2012 war allerdings nur noch von Schilddrüsendosen von 100 bis 200 mSv bei Kindern in  Namie die Rede, und 1 bis 10 mSv in Tokio und Osaka.

Was war in dem halben Jahr passiert?
Journalisten der japanischen Zeitung Asahi Shimbun berichten von direkter Einflussnahme der japanischen Behörden auf die AutorInnen des Berichts, um die unliebsam hohen Strahlenwerte auf ein akzeptableres Niveau zu drücken. IPPNW-Vorstandsmitglied Dr. Alex Rosen gibt zu bedenken: „Die WHO ist als Teil der UN-Familie ein zutiefst politisches Gremium. Entscheidungen werden nicht immer allein faktenbasiert getroffen, sondern auch unter Berücksichtigung der Interessen einflussreicher Geldgeberstaaten. Diese sind zum Großteil Staaten mit einer eigenen Atomwirtschaft, wie Russland, die USA, Frankreich, China, Großbritannien, Deutschland oder Japan. An ihnen vorbei kann auch die WHO nicht arbeiten und so ließ man von Anfang an den Fukushima-Bericht maßgeblich von der Internationalen Atomenergieorganisation IAEO schreiben – einer Organisation, die die weltweite Förderung der zivilen Atomwirtschaft zum Ziel hat. So erklärt sich auch die erfolgreiche Einflussnahme der japanischen Regierung auf den WHO-Bericht.“

Ein weiteres UN-Gremium, welches sich mit der Atomkatastrophe von Fukushima befasst hat, ist der Wissenschaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen atomarer Strahlung (UNSCEAR). Im UNSCEAR-Bericht vom April 2014 wurde die Schilddrüsendosis für Kinder der 20-30-Kilometer-Zone schließlich nur noch mit 47 bis 83 mSv angegeben. Auch UNSCEAR unterliegt der Einflussnahme der Atomstaaten, die die Mitglieder des Gremiums frei bestimmen können. Gerade erst wurde ein Mitglied der japanischen Atomlobby, Yoshiharu Yonekura, zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt - vielleicht auch aufgrund der großzügigen Unterstützung des Ausschusses durch die japanische Regierung. Denn die lässt sich die "Aufklärungsarbeit" durch UNSCEAR einiges kosten. So zahlte sie im Februar 2014, also zwei Monate vor Erscheinen des UNSCEAR-Berichts, dem UN-Gremium die Summe von 863.000 US-Dollar „in Anerkennung der bedeutenden Rolle von UNSCEAR für die Sicherheit von Atomenergie“. Kein Wunder, dass das Vertrauen vieler Japaner in die Behörden und die internationalen Atomgremien angesichts solcher Vorgänge zunehmend erschüttert ist. Die IPPNW fordert daher bereits seit 4 Jahren eine unabhängige Evaluation durch Wissenschaftler, die nicht unter Verdacht stehen, von der Atomlobby bezahlt oder unterstützt zu werden.

Quellen:
Yuri Oiwa: „The Japanese Government Demanded Revisions of the 2012 WHO Report on Fukushima Radiation Exposure”. Asahi Shimbun, 7. Dezember 2014. (Englische Übersetzung)

UN: Fourth Committee Takes Up Effects of Atomic Radiation, Approves Draft Resolution Urging Proper Funding for Scientific Body.

Bürger-Klage gegen Regierung und TEPCO
Dekontamation der Böden in Japan ist erforderlich

Rund 100 ehemalige Einwohner der Stadt Namie in der Präfektur Fukushima wollen die japanische Regierung und den Atomkraftwerksbetreiber TEPCO verklagen und geben an, von Staat und Atomindustrie ihrer Heimatstadt beraubt worden zu sein. Zudem sei bislang immer noch kein adäquater Plan zur Dekontamination beschlossen worden. In der rund 10 Kilometer nördlich des havarierten Atomkraftwerks Fukushima gelegenen Kleinstadt Namie liegt die Dosisbelastung bei mehr als 50 Millisievert pro Jahr. Ein Großteil der evakuierten Bewohner kann auf absehbare Zeit nicht in die Stadt zurückkehren. Von der Atomkatastrophe betroffen sind aber auch die 1.400 ehemaligen Bewohner des 30 Kilometer nordwestlich des Atommeilers gelegenen Bezirks Tsushima. Das bewaldete und bergige Gebiet wurde vor den Kernschmelzen von Fukushima intensiv für den Anbau von Reis und Tabak, sowie für Milch- und Forstwirtschaft genutzt. Die Kläger wollen auch für diese Region Schadensersatz sowie die Dekontamination der Böden erwirken.

ippnw-Faltblatt PDF:
http://www.fukushima-disaster.de/fileadmin/user_upload/pdf/deutsch/Fukushima_Katastrophe_IPPNWaktuell2014_web.pdf

Faltblatt "Die Tsunami-Legende":
http://www.fukushima-disaster.de/fileadmin/user_upload/pdf/deutsch/ippnw_fukushima-tsunami-legende_flyer_de.pdf
 

EU - KONZERNKLAGE  DER AKW-BETREIBER  ABGEWIESEN
Der Europäischer Gerichtshof befindet die Kernbrennbrennstoffsteuer ist rechtens.
Geklagt hatten die deutschen Stromkonzerne E.on, RWE und EnBW. Letzterer befindet sich im Besitz des derzeit von Grünen und SPD regierten Bundeslandes Baden-Württemberg. Der vierte AKW- Betreiber in der Bundesrepublik, Vattenfall, versucht es auf einen anderen Weg. Als ausländisches Unternehmen kann er die Bundesrepublik wegen Verletzung seiner Rechte als Investor verklagen. Entsprechend hat der schwedische Staatskonzern 2012 Beschwerde wegen der Stillegungsverfügung für seine Meiler in Brunsbüttel und Krümmel vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington eingelegt. Diese Verfahren, die in ähnlicher Form auch im Rahmen des geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) in den bilateralen Beziehungen vorgesehen sind, werden in der Regel unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt. Die Richter werden nicht gewählt, sondern sind jeweils von den Parteien bestimmte Fachanwälte.

Zwei weitere Klagen beim Bundesverfassungsgericht sind noch anhängig. Eine, wurde eingebracht von den drei deutschen Konzernen, sie richtet sich ebenfalls gegen die seit 2011 erhobene Kernbrennstoffsteuer. Die Unternehmen wollen  rund 4,6 Milliarden Euro zurückhaben, die sie seit der Einführung zahlen mussten. Im 2.  Verfahren geht es um die Folgen der Rücknahme der 2010 verfügten Laufzeitverlängerungen, die der Bundestag im Sommer 2011 nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima aufgrund massiven öffentlichen Drucks beschlossen hatte. Die Unternehmen fordern die Zahlung von Schadensersatz für die entgangenen Gewinne. Das   Handelsblatt berichtet das E.on in diesem Verfahren acht und Vattenfall 4,7 Milliarden Euro kassieren will.   Experten der Deutschen Bank schätzen mögliche Forderungen von RWE auf sechs Milliarden Euro.

Jochen Stay von der Antiatominitiative »ausgestrahlt« hält es für »schlicht nicht nachvollziehbar«, dass die Regierung den Konzernen »ein Steuergeschenk in Milliardenhöhe machen will«. Zumal die immer weniger bereit seien, »die Folgekosten der Atomenergie zu tragen«. Jochen Stay sowie auch Euer Webmaster spielen damit auf die sowohl von E.on als auch RWE geplante Ausgliederung der Kohle- und Atomkraftwerke aus dem Konzern an.  Damit soll die Inanspruchnahme der Konzernrückstellungen für die Entsorgung sowie eine etwaige über diese hinausgehende Haftung für Rückbau und Einlagerung des Atommülls auf Jahrhunderte umgangen werden. (Mit Online ABO bei jw hier zu lesen: https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2015/06-05/061.php)
Ausgegliedertes ist leicht in Konkurs zu verabschieden.....

Der Atom-Staat
Zurück in den radioaktiven Mutterleib

Autor: U. Gellermann am 01. Juni 2015
Da ist es, das böse Wort: Verstaatlichung! Bisher Privates soll über Nacht dem Staat anheimfallen. Jenem Wesen, von dem eine ausgehaltene Öffentlichkeit weiß, dass es nichts kann. Keine Bahnen betreiben, keine Briefe versenden, keine Krankenhäuser leiten.
Das alles und noch viel mehr kann nur der Herr Privat. Der Herr der Banken und Konzerne, der Inhaber von Rüstungsfabriken und der Chemie-Anstalten, der Fürst des Technologie-Universums ebenso wie der König der Kommunikations-Veranstaltung. Doch plötzlich, mitten im Frieden einer weltweiten Privatisierung erinnert man sich an den Steuerzahler: Die Atomwirtschaft soll verstaatlicht werden.

Völlig gelassen sprach Werner Müller dieses unanständige Wort aus. Werner Müller, das ist ein Mann aus der Gerhard-Schröder-Mannschaft. Der Wirtschaftsminister aus jener Zeit, in der das geflügelte Wort "Privat-geht-vor-Staat" erfunden und in der deutsche Wirklichkeit umgesetzt wurde. Müller, der Mann, der aus dem Privaten kam und in den Staat ging und dann wieder zurück wanderte. Der redet jetzt der Verstaatlichung das Wort. Müller trieb sich gern im Energie-Sektor herum. Mal bei der RWE AG, mal bei der VEBA AG, ein Abstecher zur Deutschen Bahn sollte deren Privatisierung fördern. Der beste Job in seiner Karriere war sicher der Vorsitz des Aufsichtsrates bei der "Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb (g.e.b.b.)" Die Gesellschaft gehört komplett dem Verteidigungsministerium. Sie soll die Privatisierung der Bundeswehr vorantreiben und gilt als Geldwaschanlage: Hier wird weißes Steuergeld in schwarzen Besitz umgewandelt.

Wenn die Atomindustrie demnächst dem staatlichen Eigentum verfällt, kehrt sie in Wahrheit nur in den Schoß zurück, aus dem das hässliche Monster Anfang der 60er Jahre gekrochen war: Am 1. Januar 1960 trat das Gesetz über die friedliche Verwendung der Kernenergie in Kraft. Nach einem Bericht des DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) beliefen sich die Ausgaben des Bundes für Atomenergie im Zeitraum von 1956 bis 2007 auf 40,2 Milliarden Euro. Die gesamten öffentlichen Ausgaben für die Atomenergie betrugen kumuliert 53,8 Milliarden Euro. Wenn dieser Bericht mit der einschränkenden Bemerkung versehen ist "soweit Angaben vorliegen", dann weist das auf die vielen dunklen Finanzierungskanäle hin. Auch deshalb korrigiert Greenpeace die Zahlen deutlich nach oben. Deren Studie kommt zur Auffassung, dass die Atom-Wirtschaft in Deutschland von 1950 bis 2010 insgesamt mit ca. 204 Milliarden Euro subventioniert worden ist.

Wer die aktuelle Auseinandersetzung über das iranische Atomprogramm beobachtet, dem könnten Parallelen zur Frühzeit westdeutscher Atompolitik auffallen.
Kaum zehn Jahre nach dem Kriegsende,1955, gründete die Bundesrepublik ein Ministerium für Atomfragen an dessen Spitze der notorische Franz Josef Strauß stand. Kaum war die zivile Nutzung der Atomkraft angeschoben, folgten 1957 Pläne für eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr. Denn die schlaue West-Republik hatte zwar auf die Produktion von schmutzigem Kriegsmaterial verzichtet, nicht aber auf die atomare Bewaffnung: Am 25. März 1958 wurde die atomare Aufrüstung der Bundeswehr beschlossen. Zwar lagerten die atomaren Sprengköpfe unter der Kontrolle der US-Armee, aber immer schön nahe an den Standorten deutscher Raketen.

Die Atomindustrie soll jetzt, wo es teurer wird als bei ihrem Start, wieder zurück in den staatlichen Mutterleib. Zwar haben die Atom-Konzerne Rückstellungen in Höhe von 34 Milliarden Euro für das Langzeit-Begräbnis der radioaktiven Ruinen vorgesehen. Aber für den gesamten Rückbau schätzt Greenpeace mehr als 44 Milliarden Euro Kosten ein. Damit sind Generationen um Generationen, die der gefährliche atomare Zerfallsprozess noch gesichert werden muss, nicht eingerechnet. Und ein Endlager ist nicht in Sicht. In dieser Situation geht natürlich Staat vor Privat. Denn es geht ja nicht um Profit, es geht um´s Zahlen. In Merkels "marktförmiger Demokratie" sieht die Staatsgewalt so aus:
Sie geht nicht vom Volke aus, sie geht ein. Als PDF: HIER
Völlig Demomässig ==>  http://www.rationalgalerie.de/home/g-7-treffen-ohne-putin.html


DAS ENDE SIEHT IMMER SO AUS:
Frankreich - ein Atomkonzern wird auf aufgeteilt
Angesichts massiver Finanzprobleme wird der französische Atomriese Areva aufgeteilt: Der staatliche Stromkonzern EDF (ehemals Electricité de France) wird die Mehrheit des Reaktorgeschäfts von Areva übernehmen. Der Staat will dem Unternehmen zudem mit einer Finanzspritze unter die Arme greifen, wie die Regierung in Paris ankündigte...DIE STEUERZAHLER WERDEN ZUR KASSE GEBETEN!
 

Fukushima-Newsletter vom März 2015
Sehr geehrte Damen und Herren,
vier Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima legt die IPPNW eine aktualisierte und erweiterte Abschätzung der gesundheitlichen Folgen von Fukushima vor. Bereits jetzt werden unerwartet viele Schilddrüsenkrebsfälle in den betroffenen Gebieten registriert und in den nächsten Jahrzehnten ist mit zehntausenden zusätzlichen Krebsfällen in Japan zu rechnen. Gleichzeitig versucht die Atomlobby, die Wiederbesiedlung evakuierter Gebiete zu forcieren und setzt damit weitere Menschen dem Risiko aus, an den Folgen von Strahlenexposition zu erkranken. Vier Jahre nach Beginn der Katastrophe spricht auch der damalige japanische Premierminister Naoto Kan über die Tage im März 2011 und erinnert daran, dass es pures Glück war, dass der Wind den radioaktiven Niederschlag nicht Richtung Tokio geblasen hat. Auf dem Kraftwerksgelände von Fukushima Dai-ichi selbst kämpfen derweil die Arbeiter noch immer jeden Tag mit den kontaminierten Wassermengen. Sie tragen dabei ein besonders großes Risiko, an den Strahlenfolgen zu erkranken. Ab April ist eine Langzeitstudie zu den gesundheitlichen Folgen für die Arbeiter geplant.

Wir hoffen, Ihnen anlässlich des vierten Jahrestages der Atomkatastrophe mit diesem Newsletter einen informativen Rundumblick über die aktuelle Situation in Japan und vor allem in Fukushima bieten zu können und danken allen unseren Lesern für ihre Treue und ihr Interesse über die letzten vier Jahre.
Gesundheitliche Folgen und Risiken vor Ort im PDF: HIER
Mit freundlichen Grüßen
Henrik Paulitz und Alex Rosen 
 

Strontium-Freisetzungen aus Fukushima
Sicherheitsuntersuchung am Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi. Bis heute gibt es regelmäßige Berichte über nennenswerte Ableitungen des kontaminierten Wassers vom Kraftwerksstandort ins Meer.
Die öffentlich zugänglichen Berichte über die Atomkatastrophe in Fukushima konzentrieren sich auf die gesundheitlichen Folgen der freigesetzten radioaktiven Jod- und Cäsium-Isotope. Über radioaktives Strontium ist fast nichts zu lesen, obwohl die Strontiumisotope Sr-89 und Sr-90 als besonders gefährlich für die Entwicklung von Knochen- und Knochenmarkkrebs gelten. Die wenigen vorliegenden Daten sind jedoch sehr beunruhigend.
Lesen sie mehr im IPPNW-Info als PDF:
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Info/Strontium-Freisetzungen_aus_Fukushima.pdf
Dazu passend die Sache mit den kilo-mega-giga…peta… usw. Tabelle: HIER

GERICHT GIBT KLÄGERIN RECHT:
Das Atommülllager  im Kernkraftwerk Brunsbüttel  ist illegal

Der Minister Habeck ordnet dennoch die weitere Nutzung an
Die Lagerung der Castoren, die bereits in der Brunsbütteler Halle stehen, hat seit heute keine Rechtsgrundlage mehr. Aber es gibt auch keinen anderen sicheren Platz für sie. Ein unfassbares Dilemma und ein großes Eigentor für alle, die die weitere Produktion von Atommüll immer noch für verantwortbar halten.

Mit dem heutigen Urteil wird das ganze Dilemma der Atommüll-Frage deutlich: Auch nach Jahrzehnten der Nutzung der Spitzentechnologie Atomkraft, sind wesentliche Sicherheitsfragen ungelöst. Es ist unverantwortlich, immer noch in neun Reaktoren tagtäglich weiteren Atommüll zu produzieren. Die AKW müssen jetzt abgeschaltet werden und nicht erst 2022.“
Aufhebung der Zwischenlager-Genehmigung beendet Mythos des Entsorgungsnachweises

Am Ende hatte die Klägerin Anke Dreckmann selbst nicht mehr an eine Entscheidung geglaubt, sondern gedacht dass die Gerichte es aussitzen würden, schreibt die Süddeutsche Zeitung in einem sehr lesenswerten Artikel. Doch es kam anders – vor zehn Tagen gaben die Richter der Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig dem Ehepaar Dreckmann auf ganzer Linie recht und zogen einen endgültigen Schlussstrich unter den 11-jährigen Gerichts-Marathon
(Beschluss als PDF: HIER ). Und nicht nur darunter. Der Schlussstrich beendet zugleich den Mythos des “Entsorgungsnachweises” und belegt das ganze Dilemma der Atomstromproduktion höchstrichterlich. Eine sichere Entsorgung gibt es nicht, und selbst die Zwischenlagerung als Provisorium ist illegal.

Damit ist die Atommüll - Politik am Ende
Dass das Urteil auch für Castor-Lagerhallen an den anderen elf Atomstandorten Folgen haben kann, hatte der Rechtsanwalt der KlägerInnen bereits 2013 festgestellt, bevor die Bundesrepublik Deutschland als Beklagte in Revision nach Leipzig gegangen war: „Die Sicherheitsmängel, die es in Brunsbüttel gibt, gibt es auch in den anderen Zwischenlagern – und die müssen aus meiner Sicht ausgeräumt werden“, so Rechtsanwalt Wollenteit. Diese Erkenntnis ist inzwischen auch in der Bundespolitik angekommen: Am vergangenen Freitag forderte der Schleswig-holsteinische Energieminister Robert Habeck im Landtag einen “nationalen Neuanfang” in der Atommüllfrage und zielt dabei auch auf die Endlager-Kommission des deutschen Bundestages. Die Nachwirkungen des Bebens, das das Brunsbüttel-Urteil angerichtet hat, dürften in Zukunft noch spürbar werden. Jetzt müssen Konsequenzen folgen.
-ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. http://www.ausgestrahlt.de
 

IPPNW PRESSEMITTEILUNG 23. Jan. 2015   
WELTUNTERGANGSUHR: NUR NOCH DREI MINUTEN VOR ZWÖLF  
IPPNW: Wissenschaftler mahnen zu Recht 
Der Vorstand der weltrenommierten Zeitschrift "Bulletin of Atomic Scientists" (BAS) hat die so genannte Weltuntergangsuhr (Doomsday Clock) neu gestellt: Es ist jetzt drei Minuten vor Zwölf. Das letzte Mal, dass die Gefahr eines Weltuntergangs so hoch eingeschätzt wurde, war 1984  "als die Beziehung zwischen den beiden Supermächten USA und Sowjetunion einen Tiefpunkt erreicht hatte". Die Begründung der Uhrumstellung:
Der Klimawandel und das neue atomare Wettrüsten bedrohen das Leben auf der Erde in einem neuen Ausmaß. Die deutsche Sektion der IPPNW begrüßt die Mahnung der Wissenschaftler und appelliert an die Bundesregierung, entschieden gegen die genannten Gefahren vorzugehen. Dazu gehöre die geplante Stationierung von modernisierten B61-Bomben in Deutschland abzulehnen. 
Die Kombination von Klimawandel auf der einen Seite und massiven Programmen zur Atomwaffenmodernisierung und einem Stillstand in der Abrüstung auf der anderen Seite, erhöhten die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges, sagt Kennette Benedict, Geschäftsführerin der BAS gestern Abend bei einer Pressekonferenz in den USA.
Sie kritisierte zudem Forderungen nach dem Bau weiterer Atomkraftwerke als vermeintliche Energiequelle mit weniger CO2-Emissionen, weil dadurch die Verbreitung der "Dual-use"- Technologien erhöht werde.
"Ohne robuste Anstrengungen Atomwaffen zu verbieten, wird die künftige Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges größer," sagte sie.  In dem Begründungstext für die Uhrumstellung kritisieren die Wissenschaftler, dass die Atomwaffenmodernisierung ein neues atomares Wettrüsten zur Folge habe. So stehe etwa der Vertrag zur Beseitigung von nuklearen Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) auf der Kippe, die beschlossene Konferenz für eine massenwaffenvernichtungsfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten sei nicht zustande gekommen und die Atomwaffenstaaten widersetzten sich dem Engagement der Nicht-Atomwaffenstaaten, die humanitären Folgen von Atomwaffen auf die Tagesordnung zu setzen.  Die Wissenschaftler der "Bulletin of Atomic Scientists" erwähnen zudem die IPPNW-Arbeit zu den globalen Folgen eines regionalen Atomkrieges. Benedict mahnte vor der Gefahr eines nuklearen Winters, der eine Hungersnot auslösen und über ein Jahrzehnt andauern würde als Konsequenz eines regionalen atomaren Schlagabtauschs von 50 bis 100 Atomwaffen. Nur wenn Regierungen umgehend aktiv würden, könnten sie "das rapide sich schließende Fenster der Gelegenheit" noch nutzen, um die Welt zu retten. Auch Bürger und Bürgerinnen sollen ihre Entscheidungsträger auffordern, aktiv zu werden, fordert der BAS-Vorstand in seinem Statement. 
Das Video der Ankündigung der Uhrumstellung finden Sie unter:
www.thebulletin.org/multimedia/it-3-minutes-midnight 
Die Pressemitteilung der Bulletin of Atomic Scientists können Sie hier lesen:
www.thebulletin.org/press-release/press-release-it-now-3-minutes-midnight7950 
Die Zusammenfassung der IPPNW-Studie "Nuklearer Hungersnot" herunterladen: 
www.news.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomwaffen/Einleitung_Zusammenfassung_nuclearfamine.pdf 
Kontakt: Xanthe Hall, Atomwaffenexpertin, Tel. 030-698074-0, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin,  www.ippnw.de

IPPNW BERICHTET -  IN FUKUSHIMA PROBLEME & KEIN ENDE
Fisch-Fang-Verbot  an Pazifik-Küsten
Fisch-Fang-VerbotJegliches Fischen entlang der ost-japanischen Küste südlich von Fukushima bleibt weiterhin verboten. Seit 2011 haben drei Viertel der 1.800 Berufsfischer aufgegeben. Ein paar wenige fahren im Auftrag des Fischereiministeriums und des neuen Instituts für Umweltradioaktivität der Universität Fukushima aufs Meer – zu Forschungszwecken Nach Angaben des Instituts sollen noch immer ein Viertel einer Barsch-Art („Shiromebaru“, Sebastes cheni) den japanischen Grenzwert von 100 Becquerel pro Kilogramm zum Teil erheblich übertreffen.
Der Zusammenhang zwischen dem Radioaktivitätsgehalt des Meerwassers und den hohen Kontaminationswerten der gefangenen Fische ist bislang ungeklärt (Stx 672-673/01.2015). Dazu Dr. Alex Rosen, Kinderarzt aus Berlin und Mitglied des IPPNW- Vorstands: „Wir sprechen bei der radioaktiven Kontamination des Ozeans vor allem von den radioaktiven Isotopen Cäsium-134 und Cäsium-137, aber auch seltenere gefährliche Stoffe wie Strontium-89 und -90 spielen eine Rolle. All diese strahlenden Partikel, die weiterhin täglich von Fukushima Dai-ichi ins Meer gelangen, werden dort von Meerestieren und -pflanzen aufgenommen und verstoffwechselt. Sie können daher in der Nahrungskette akkumulieren, wenn beispielsweise kleine Fische radioaktiven Plankton fressen und diese wiederum in großen Mengen von größeren Raubfischen gefressen werden. Das Ende der Nahrungskette bildet üblicherweise der Mensch, der dann die großen Fische verzehrt. Die japanischen Nahrungsmittelproben sind relativ fortschrittlich und die Grenzwerte sogar strenger als die in der EU – dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass Menschen erhöhten Strahlenwerten durch den Verzehr von Meerespreodukten ausgesetzt werden.
Dies wird noch für viele Jahre ein großes Problem für die Menschen in der Region darstellen – für Fischer, wie auch Konsumenten.“
Bestellen Sie ein Probeexemplar der aktuellen Ausgabe des Strahlentelex Nr. 672/673/01.2015 und lesen Sie den vollständigen Text.: http://www.strahlentelex.de/Probeexemplar.htm

Neue Daten zur Zysten, Knoten und Schilddrüsenkrebs
Schilddr-senkrebsSchilddrüsenuntersuchung in der Fukushima Collaborative Clinic, Foto: Ian Thomas Ash
In Fukushima wurden am 25. Dezember 2014 die neuesten Daten der Schilddrüsen- Reihen- untersuchungen veröffentlicht. Sie deuten erstmals auf einen Anstieg der Neuerkrankungen von Schilddrüsenkrebs bei Kindern in der Präfektur Fukushima hin. Im Rahmen des ersten "Screenings" wurde bereits bei 84 Kindern Schilddrüsenkrebs festgestellt, der zum Teil bereits Metastasen gebildet hatte. Bei 24 Kindern bestand auf Grund pathologischer Biopsieergebnisse ein akuter Krebsverdacht. In den nun begonnenen Nachuntersuchungen wurde jetzt die Zunahme von Zysten und Knoten festgestellt und vier neue Krebs-Verdachtsfälle registriert.

Ringen um die Atompolitik in Japan
Kashiwazaki-KariwaEines von 54 japanischen Atomanlagen:
Das japanische Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa.
Kashiwazaki-KariwaIn Japan tobt ein Machtkampf um die Zukunft der Atomenergie. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima wurden in den vergangenen Jahren nach und nach alle 54 Atomreaktoren vom Netz genommen. Die Zukunft der Atomenergie in Japan ist völlig ungewiss. Die kürzlich erst im Amt bestätigte Abe-Regierung hält zwar weiter offiziell an ihrem umfassenden Pro-Atom-Kurs fest, an der tatsächlichen Umsetzung darf allerdings gezweifelt werden.

Lesen Sie die IPPNW-Pressemitteilung vom 6.1.2015: HIER
Zahl der Krebsfälle in Fukushima steigt, Tagesspiegel vom 6.1.2015: HIER
Interview mit Dr. Alex Rosen auf der Homepage der Deutschen Welle, 9.1.2015: HIER

Gefahren ionisierender Strahlung:
Das Ulmer Expertentreffen vom 19. Oktober 2013

Die Ergebnisse des Expertentreffens werden ausführlich, im Einzelnen im  IPPNW-pdf, analog der hier angeführten Stichpunkte von 1. bis 6. dargelegt :
1. Schon die Hintergrundstrahlung verursacht epidemiologisch nachweisbare Gesundheitsschäden.
2. Medizinische Strahlendiagnostik verursacht epidemiologisch nachweisbare Gesundheitsschäden.
3. Atomenergie-Nutzung und Atomwaffentests verursachen epidemiologisch nachweisbare Gesund- heitsschäden.
4. Auf der Grundlage epidemiologischer Studien können mit der Anwendung des Kollektiv- dosiskonzepts Gesundheitsrisiken im niedrigen Dosisbereich belastbar quantitativ abgeschätzt werden.
5. Die von der ICRP immer noch praktizierte Ableitung der Risikofaktoren aus den Hiroshima- und Nagasaki-Studien ist überholt.
6. Es sollte ein risikobasiertes Strahlenschutzkonzept eingeführt werden, verbunden mit der konsequenten Umsetzung des Minimierungsgebots.
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Ulmer_Expertentreffen_-_Gefahren_ionisierender_Strahlung.pdf


UN-Atomorganisation leugnet Wahrheit über Fukushima
Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages greift IPPNW-Kritik auf

Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages greift in seiner Bewertung des Berichts des UN-Ausschusses zur Untersuchung der Auswirkungen atomarer Strahlung (UNSCEAR) die Kritik der Ärzteorganisation IPPNW auf. In einem Infobrief des Wissenschaftlichen Dienstes werden einige der wesentlichen IPPNW-Kritikpunkte angeführt, wie beispielsweise die von den Atomstaaten beeinflusste Zusammensetzung des UNSCEAR-Ausschusses, die intransparente Datengrundlage, Betrugsfälle der Betreiberfirma TEPCO sowie den andauernden Austritt radioaktiver Stoffe aus den havarierten Reaktoren. Auch verweist der Infobrief auf die unerwartet hohe Anzahl von Schilddrüsenanomalien, die bereits jetzt bei Kindern in den betroffenen Gebieten gefunden wurden. Der Wissenschaftliche Dienst kommt zu dem Schluss, dass auf Basis der vorliegenden Daten zu Fukushima eine abschließende Risikobewertung nicht möglich sei und langfristige Untersuchungen nötig seien.

Ende Oktober hatten bereits über 40 Nicht-Regierungsorganisationen aus neun Ländern auf der Grundlage der IPPNW-Kritik vom zuständigen Ausschuss der UN-Generalversammlung eine Korrektur des UNSCEAR-Berichts zu Fukushima verlangt. Ferner forderten sie eine Reform von UNSCEAR, die den Ausschuss vom Einfluss der Atomindustrie befreien und ihm ermöglichen soll, seine originäre Rolle wahrzunehmen: die neutrale wissenschaftliche Erforschung der gesundheitlichen Folgen ionisierender Strahlung. "Wir wissen die erheblichen Bemühungen der UNSCEAR- Ausschussmitglieder zu schätzen, die die umfangreichen und komplexen Daten der Atomkatastrophe von Fukushima ausgewertet haben. Trotzdem ist ihre Schlussfolgerung, dass es `keine erkennbaren Folgen´ gibt, weder jetzt noch in der Zukunft mit gesundem Menschenverstand nachvollziehbar und untergräbt die Glaubwürdigkeit von UNSCEAR", heißt es in dem offenen Brief an die UN.

Unterdessen wurde bekannt, dass UNSCEAR vom japanischen Außenministerium in diesem Jahr  71.000.000 Yen (ca. 483.000 Euro) erhalten hat, um die Bevölkerung in Fukushima industrie- und regierungsfreundlich zu informieren und „überflüssige Sorgen bezüglich Strahlenfolgen zu beseitigen“. „Den Menschen in Fukushima ist mit solchen falschen Versprechungen nicht geholfen. Sie erwarten objektive Informationen, medizinische Unterstützung und, am allermeisten, die Anerkennung ihres unantastbaren Menschenrechts auf Gesundheit und das Leben in einer gesunden Umwelt. Dies sollte das Leitprinzip für die Evaluation gesundheitlicher Folgen in Fukushima sein; nicht die Interessen von Wirtschaft und Politik,“ so Dr. Alex Rosen, Vorstandsmitglied der deutschen IPPNW und Koautor der IPPNW-Kritik des UNSCEAR-Berichts.

Sie finden den Infobrief des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages zum Bericht des UN-Ausschusses zur Untersuchung der Auswirkungen atomarer Strahlung vom 20. November 2014 unter  www.bundestag.de/blob/341728/2c1ebefd3903dcae8061351c6c636f7e/fukushima--bericht-des-vn-ausschusses-zur-untersuchung-der-auswirkungen-atomarer-strahlung--unscear--data.pdf

Den Offenen Brief der 40 Nicht-Regierungsorganisationen finden Sie unter hrn.or.jp/eng/news/2014/10/29/japanese-civil-society-and-that-from-7-other-countries-request-the-reports-of-the-united-nations-scientific-committee-on-fukushima-to-be-revised/
Oder pdf: http://hrn.or.jp/eng/wp-content/uploads/2014/10/Letter-to-UNSCEAR2014.pdf
Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW, Tel. 030-69 80 74-15, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin,
Email: wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de

HUMAN RIGHTS NOW (http://hrn.or.jp/eng/news/category/report/):
Human Rights Now submitted information report for 6th periodic review of Japan – ICCPR
The human rights situation after the nuclear disaster in Fukushima, Japan
Investigative Report on Fukushima City and Koriyama City
 


"DEPLETED URANIUM", DU
(Uranmunition: Strahlende Altlast des Krieges im Iraq... Munition aus abgereichertem Uran)
10 Years After the War. Human Rights Now releases report from fact finding mission on congenital birth defects in Fallujah, Iraq.
(All reports as engl. pdf) http://hrn.or.jp/eng/news/category/report/
 


Knebelvertrag zwischen WHO und IAEA
Für die Internationale Atomenergiebehörde IAEA gibt es keine Todesopfer und Erkrankungen, die auf die Strahlenbelastung von Tschernobyl zurückzuführen wären. Die IAEA hat satzungsgemäß die Aufgabe, die Atomenergie zu fördern. Ein Vertrag mit der Weltgesundheitsorganisation WHO hindert diese an einer unabhängigen Erforschung und an der Aufklärung der Öffentlichkeit über die Folgen von Tschernobyl.
Das Internationale Tschernobyl-Projekt
Auf Ersuchen der sowjetischen Regierung hat die Internationale Atomenergiebehörde IAEA, eine UNO-Organisation, in Zusammenarbeit mit der Kommission der Europäischen Gemeinschaft CEC, den Organisationen für Ernährung und Landwirtschaft der UNO (FAO), der Weltgesundheitsorganisation WHO und anderen internationalen Organisationen im Jahr 1990 eine große Untersuchung der Folgen der Tschernobyl-Katastrophe durchgeführt...
Aussagen der IAEA zum Schilddrüsenkrebs
Die Untersuchungen zum Internationalen Tschernobyl-Projekt der IAEA dauerten von Januar 1990 bis Ende Februar 1991. Allein im Jahr 1990 lag in Belarus die Zahl der Neuerkrankungen an Schilddrüsenkrebs bei Kindern mehr als 30-fach über dem 10-Jahres-Mittelwert vor Tschernobyl...
Die Satzung der IAEA
Die Satzung der IAEA zeigt, dass diese UNO-Organisation in Wirklichkeit eine Lobby-Organisation der Atomwirtschaft ist. Die wesentlichen Aufgaben und Ziele der IAEA sind in ihrer Satzung ausgewiesen. Dort steht: "Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) begann ihre Arbeit am 29. Juli 1957 als eine autonome Organisation zwischen den Regierungen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen....Es ist ihre wichtigste Funktion, den Beitrag der Atomenergie für Frieden, Gesundheit und Wohlstand weltweit zu beschleunigen und auszuweiten....
Datensammeln, aber keine medizinische Hilfe! .....Ursachen der Desinformationspolitik der UNSCEAR...Knebelvertrag mit der Weltgesundheitsorganisation WHO...alles lesen:
http://www.ippnw.de/atomenergie/atom-gesundheit/tschernobyl-folgen/artikel/7c30e46386/knebelvertrag-mit-der-who.html

 

ATOMMÜLL -
Überall in Deutschland liegt Atommüll.

Unter frag­würdigen Bedingungen. Jeden Tag begegnen uns auf Straßen, Schienen und Wasserwegen Atomtransporte. Eine flächendeckende radioaktive Belastung, die nicht verschwindet.  JedeR ist betroffen. Welche Gefahren gehen von dem Atommüll aus, wie gehen Betreiber und politisch Verantwortliche damit um? Mitmachen !
> online unterschreiben===> http://atommuell-alarm.info/aufruf/privat-unterzeichnen/


Aktionswoche "Atomwaffen - ein Bombengeschäft"

Kampagne zum Thema: Keine deutschen Investitionen in Atomwaffen!
Kreative Protestaktionen vor Filialen der Commerzbank als wichtigem deutschen Investor in Atomwaffenhersteller. Aktionen in Berlin, Bonn, Hamburg, Frankfurt, Köln, Bremen, Stuttgart und darüber hinaus!
Attac ist Kampagnenpartner. Bringt Euch mit ein! Die Aktionsorte und Kontaktadressen findet Ihr hier:
http://atombombengeschaeft.de/aktionswoche/       http://atombombengeschaeft.de/die-kampagne/
Diese Masken sind der letzte Schrei! Die Vorlage dafür ebenso wie für Poster (A 3) findet Ihr hier:
http://atombombengeschaeft.de/downloads-fuer-aktionen/

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AUFRUF UNTERSTÜTZEN
ONLINE UNTERSCHREIBEN: HIER

GEGEN ATOMWAFFEN_
INVESTITIONEN INFO : HIER

GEGEN KAMPF- UND
ÜBERWACHUNGS-DROHNEN : HIER



Im Laufe der nächsten zehn Jahre sollen über 750 Milliarden Euro
   In die Erneuerung  der  nuklearen  Arsenale  investiert  werden!


Fotoaktion  "Atomwaffen - ein Bombengeschäft"
https://www.flickr.com/photos/106194731@N02/sets/
Ein sehr guter Artikel im ND über die Jahresversammlung der Kritischen Aktionäre.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/947386.unberechenbarer-werden.html

BERLINS GRIFF NACH ATOMBOMBEN
Deutsche Militär und Regierungsberater sondieren schon länger die Möglichkeiten für den Zugriff Berlins auf Atomwaffen. Als enger Verbündeter soll dabei Frankreich in Anspruch genommen werden. Es sind bereits konkrete Vorschläge für den gemeinsamen Atomwaffen-Einsatz erörtert worden.
Die Bundesregierung hat schon vor 10 Jahren eine Konzeption in Auftrag gegeben, wie die noch in beiden Ländern bestehenden Widerstände gegen eine, "Deutsch-Französische-Freundschafts- Nuklearmacht-Europa" überwunden werden soll. Der aktuelle Stand der Verhandlungen ist wie sollte es anders sein >>>TOP SECRET<<<.

23. SEPTEMBER 2014  BY XANTHE HALL
[http://atombombengeschaeft.de/author/xhall/]
"Die Bombe an Ihrer Seite" ablehnen!
Im Rahmen der Kampagne Atomwaffen  ein Bombengeschäft? wird vom 26. September (Internationaler Tag für die Abschaffung von Atomwaffen) bis 4. Oktober bundesweit eine Aktionswoche stattfinden, in der vor Bankfilialen gegen die Investition in Atomwaffenhersteller protestiert wird. Mehr als acht Finanzinstitute in Deutschland investieren über 7 Milliarden in Firmen, die Atomwaffenkomponenten oder -Trägersysteme produzieren.. Die Commerzbank und die Deutsche Bank, zwei der größten Geldgeber, stehen im Fokus der Aktionswoche.
In vielen Städten Deutschlands  darunter Berlin, Bonn, Bremen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart  versammeln sich AktivistInnen und BankkundInnen vor Filialen und verleihen ihrem Protest mit Bannern und unterschiedlichen Aktionen Ausdruck. Sie informieren andere KundInnen mit Flyern über die Finanzierung von Atombombengeschäften durch deutsche Finanzinstitute.
Die Commerzbank wirbt mit dem Spruch "Die Bank an Ihrer Seite" und pflegt das Image einer Bank, die nach der Finanzkrise nicht einfach so weitermacht. Das werten die Trägerorganisationen der Kampagne als Versprechen, sich zu ändern. Die Commerzbank hat sich selbst ethische Standards gesetzt, die regeln, welche Geschäfte moralisch vertretbar sind  und welche nicht. Auch Geschäfte mit "kontroversen Waffen" zu denen auch Atomwaffen gehören wollte sie unterbinden. Dennoch finanziert die Commerzbank weiterhin Unternehmen, die Atomwaffen und ihre Trägersysteme warten und herstellen.

Deutsche Bank, Commerzbank, Allianz, DZ Bank, Bayern LB, KfW, Helaba, Sparkasse Finanzgruppe und einige andere deutsche Finanzinstitute sind mit folgenden Firmen an Finanzgeschäften beteiligt:
Airbus Group, Alliant Techsystems
[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/alliant-techsystems/],
Babcock International[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/babcock-international/], BAE Systems[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/bae-systems/],
Boeing[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/boeing/],
GenCorp[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/gencorp/],
General Dynamics[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/general-dynamics/], Honeywell International[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/honeywell-international/],Huntington Ingalls Industries[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/huntington-ingalls-industries/], Larsen & Toubro, Lockheed Martin
[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/lockheed-martin/],
Northrop Grumman[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/northrop-grumman/],
Rolls-Royce[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/rolls-royce/],
Safran[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/safran/],
Serco[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/serco/]Group,
Thales[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/thales/],
ThyssenKrupp[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/thyssenkrupp/],
URS[http://atombombengeschaeft.de/atomwaffenhersteller/urs/] u.a. Alle diese Firmen warten bzw. produzieren Komponenten für Atomwaffensprengköpfe oder Trägersysteme (Raketen und U-Boote).
 
Die AktionsteilnehmerInnen rufen dazu auf, alle Investitionen in Atomwaffen zu beenden, auch die in so genannte Mischkonzerne. Martin Hinrichs von ICAN Deutschland, Mitträger die Kampagne Atomwaffen  ein Bombengeschäft, sagt: "Auch wenn Airbus zivile Flugzeuge produziert, das Geld meiner Bank differenziert da nicht. Der Konzern kann das Geld genauso gut für die Entwicklung von atomwaffentragenden ballistischen Raketen verwenden."
 
Xanthe Hall, IPPNW-Abrüstungsreferentin und Sprecherin der Kampagne atomwaffenfrei.jetzt argumentiert: "Das Ende der Finanzierung von Atomwaffenfirmen durch die Commerzbank wäre ein deutlicher Beitrag für die weltweite Ächtung aller Atomwaffen: eine sinnvolle Investition in unsere gemeinsame Zukunft."
 
Wichtiger Hinweis: Die Veröffentlichung der neuen internationalen Studie Don't Bank on the Bomb verschiebt sich auf Anfang November. Thomson und Bloomberg (Anbieter von Informationen für die weltweite Finanzindustrie) haben ihre Daten in diesem Jahr anders veröffentlicht als bisher, mit dem Ergebnis, dass das Zusammentragen der relevanten Statistiken für die Studie mehr Zeit in Anspruch nimmt. Die angekündigte Pressekonferenz am 25. September 2014 in Berlin findet daher nicht statt. Eine Presseeinladung mit dem neuen Zeitpunkt wird rechtzeitig verschickt.
»Mehr Infos zur Aktionswoche [http://atombombengeschaeft.de/aktionswoche/]
Kontakt: Xanthe Hall, xanthe@ippnw.de Tel: 030-698074-12, mobil: 0171-4358404, Martin Hinrichs, ICAN Deutschland martin@icanw.org, mobil: 0151-70806049 und Philipp Ingenleuf, Koordinator der Kampagne ?Atomwaffen ? ein Bombengeschäft? p.ingenleuf@friedenskooperative.de,
Tel: 0228-692904
 
GEFAHRENGUT
als Gefahrgut werden Dinge bezeichnet, die aufgrund ihrer Eigenschaften eine Gefahr z.B. für die öffentliche Sicherheit darstellen. Gemeingüter wiederum sind Güter, die für alle potenziellen Nachfrager frei zugänglich sind. Sie stellen somit eine prinzipielle Gefahr für unser Wirtschaftssystem dar, das darauf ausgelegt ist, allem einen Preis zu zusprechen.
 
Gemeingüter und das Gemeinwohl an sich sind aber auch selbst in Gefahr, immer weiter monetarisiert und kommerzialisiert zu werden, was der Kapitalismus-Kritiker Byung-Chul Han in einem interessanten Beitrag in der Süddeutschen Zeitung anprangerte. http://sz.de/1.2110256
 
Insbesondere geht die sogenannte New Economy gefährliche Wege, die Han unter dem Stichwort Sharing-Ökonomie zusammenfasst: Sie zerstört z.B. mit dem hotelmäßigen Vermieten von Wohnraum (Stichwort 9flats) private Unterkünfte, die in der Vergangenheit häufig ohne Geld auskamen. Gleichzeitig schafft sie durch das Anbieten der entsprechenden Internetplattform für die Vermittlung zwischen Anbietern und Reisenden sich selbst gleich zwei Kundengruppen und damit zwei Abhängigkeitsverhältnisse  inklusive der Definition sämtlicher Spielregeln.
Der Kolumnist des Spiegel Sascha Lobo bezeichnet diesen Trend als Plattform-Kapitalismus. http://spiegel.de/article.do?id=9895848 
 
Im selben Beitrag weist Sascha Lobo aber auch auf ein Missverständnis hin:
Das ursprüngliche Verständnis des Wortes "Teilen" (Sharing) hat gerade nichts mit Geld zu tun.
 
Um dieses Teilen drehen sich die jahrhundertealten Ansätze von Allmende und Gemeingütern, die in letzter Zeit wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Mit verschiedensten Projekten stemmen sich Menschen weltweit gegen den beschriebenen Trend zur weiteren Kommerzialisierung.
 
Und auch rund um Stuttgart sprießen zarte Pflänzchen: In Repair Cafés werden Alltagsgegenstände wieder funktionstüchtig, auf den Fildern wird solidarische Landwirtschaft geprobt und in Tübingen scheinen die Mietshäuser-Syndikate immer besser zu funktionieren.
 
Im Herbst wollen wir die verschiedenen Zugänge und Möglichkeiten innerhalb der Commons, Gemeingüter, Allmende beleuchten. Unsere Reihe beginnt am 29. September mit einem Einführungsvortrag der österreichischen Sozialwissenschaftlerin Brigitte Kratzwald über die Funktionsweise von Gemeingütern. Im Abstand von wenigen Wochen folgen ihm die Themen Creative Commons, als eine Grundlage nicht-profitorientierten Teilens im Internet, am 13.10., Landwirtschaft am 10.11., Open Source Ecology über die gemeinsame Entwicklung frei nachbaubarer Maschinen am 24.11. und am 1.12. Wohnformen.
 
Diese und auch noch weitere Termine zum Themenkomplex finden Sie unter http://stftr.de/comtermine
 

IPPNW-WELTKONGRESS IN KASACHSTAN
Über 500 Ärzte, Ärztinnen und Medizinstudierende aus 44 Ländern nehmen derzeit am 21. IPPNW- Weltkongress in Kasachstan teil. Hier testete die Sowjetunion über 40 Jahre lang ihr Atomwaffen- arsenal. Atomtestopfer und ÄrztInnen aus der Region berichteten beim IPPNW-Kongress von den Folgen für Mensch und Umwelt. Die gesundheitlichen Folgen für die Menschen, die vom radioaktiven Fallout betroffen wurden, werden erst heute langsam verstanden. "Bis zu 1,5 Millionen Menschen waren direkt durch die Tests betroffen – Krebserkrankungen, Fehlbildungen und andere strahleninduzierte Krankheiten sind die direkte Folge. Das wahre Ausmaß der gesundheitlichen Effekte wird vermutlich nie bekannt werden", erklärte der stellvertretende IPPNW-Vorsitzende Dr. Alex Rosen. Lesen Sie auch die Blogbeiträge zum Weltkongress. Fotos finden Sie hier.
IPPNW-Fotos über den Kongess & die Stadt Astana, in Kasachstan
https://www.flickr.com/photos/ippnw/sets/72157646542397079/
http://blog.ippnw.de/

ippnw presse info

29.08.2014
IPPNW unterstützt Klage gegen Atomwaffenstaaten in Den Haag
Internationaler Tag gegen Atomtests, IPPNW-Weltkongress in Kasachstan
Die internationale Ärzteorganisation IPPNW unterstützt die Klage der Republik der Marshallinseln gegen die Atomwaffenstaaten vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Das gab die Organisation beim IPPNW-Weltkongress in Kasachstan zum Internationalen Tag gegen Atomtests bekannt. Ziel der Klage ist es, die Atomwaffenstaaten für die eklatante Verletzung des Völkerrechts und den Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag zur Rechenschaft zu ziehen. Den Staaten USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea wird vorgeworfen, ihre Verpflichtungen zur nuklearen Abrüstung, die aus Art. VI des Atomwaffensperrvertrags und dem Völkergewohnheitsrecht hervorgehen, nachhaltig zu verletzen.

In dem Schreiben an das US-Bundesbezirksgericht argumentieren IPPNW, PSR (US-Sektion der IPPNW) und pax christi international, dass das Risiko eines Atomkrieges erheblich und die Folgen für die Menschheit katastrophal seien. Laut einer IPPNW-Studie zur "Nuklearen Hungersnot" würden im Falle eines regionalen Atomkriegs mit dem Einsatz von ca. 100 Atomwaffen bis zu zwei Milliarden Menschen aufgrund sinkender Temperaturen und weltweiter Ernteausfälle sterben.

Die internationale Ärzteorganisation hält zur Zeit ihren 21. Weltkongress in der kasachischen Hauptstadt Astana ab. In Kasachstan testete die Sovietunion über 40 Jahre lang ihr Atomwaffenarsenal. Atomtestopfer und ÄrztInnen aus der Region berichteten von den Folgen für Mensch und Umwelt beim IPPNW-Kongress. Die gesundheitlichen Folgen für die Menschen, die vom radioaktiven Fallout betroffen wurden, werden erst heute langsam verstanden. "Bis zu 1,5 Millionen Menschen waren direkt durch die Tests betroffen - Krebserkrankungen, Fehlbildungen und andere strahleninduzierte Krankheiten sind die direkte Folge. Das wahre Ausmaß der gesundheitlichen Effekte wird vermutlich nie bekannt werden," so der stellvertretende IPPNW-Vorsitzende Dr. Alex Rosen.

Am 29. August 1991 wurde das Atomtestgelände in Semipalatinsk geschlossen, 2012 wurde dieses Datum zum Internationalen Tag für die Beendigung der Atomtests erklärt. Am 30.8. wird eine IPPNW- Delegation Semej (ehemals Semipalatinsk) und Kurchatov-Stadt besuchen und sich mit Betroffenen aus der Region treffen.

Führende Politiker, internationale Nichtregierungsorganisationen, hochrangige Experten und Nobelpreisträger in der ganzen Welt haben ihre Unterstützung für Aufarbeitung der Atomtestära bekundet. So erklärte der Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu: „Wir müssen fragen, warum diese Staats- und Regierungschefs weiterhin ihre Versprechen brechen und ihre Bürger und die ganze Welt dem Risiko einer schrecklichen Verwüstung ausliefern. Dies ist eine der fundamentalsten moralischen und rechtlichen Fragen unserer Zeit."

Sie finden das Schreiben von IPPNW, PSR und pax christi unter
http://www.wagingpeace.org/documents/pci_psr_ippnw_amicus.pdf
Weitere Informationen über die Atomtests auf den Marshallinseln unter
www.ippnw.de/atomenergie/hibakusha-weltweit/bikini-eniwetok.html
Mehr Informationen über die Initiative Nuclear Zero finden Sie unter www.nuclearzero.org
Weitere Informationen zum IPPNW-Weltkongress unter www.ippnw2014.org

Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin, Tel. 030 – 698 074 15, Mobil 0162 – 205 7943, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin

IPPNW / Fukushima-Newsletter August 2014:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
das Wiederanfahren von Japans Atomkraftwerken scheint sich aufgrund des großen öffentlichen Drucks und der Sorge um die Sicherheitslage der existierenden Anlagen weiter zu verzögern. Laut japanischen Medien ist die Rückkehr zur Atomkraft auf 2015 verschoben worden. In einem mehr als 400 Seiten umfassenden Bericht der japanischen Atomaufsichtsbehörde NRA wurden Mitte Juli zwei abge- schaltete Reaktoren in der Kernkraftanlage Sendai im Süden Japans zwar für sicher erklärt, doch der Atomkraftwerksbetreiber muss zusätzliche, detaillierte Pläne zu Sicherheitsmaßnahmen vorlegen, die das Wiederanfahren laut Kyushu Electric weiter verzögern würden. Die Vorbehalte der japanischen Bevölkerung gegen die Atomkraft sind in Japan nach der atomaren Katastrophe weiterhin groß. Laut jüngsten Umfragen lehnen rund 55 Prozent der Bevölkerung eine Rückkehr zur Atomkraft ab.
Mit freundlichen Grüßen von Alex Rosen und Angelika Wilmen

Pleite beim Eiswall gegen verstrahltes Wasser
http://www.strahlentelex.de/Stx_14_658-659_S14.pdf
Der Fukushima-Betreiber Tepco arbeitet an einem unterirdischen Wall aus gefrorenem Wasser, um die verseuchten Abwässer aus dem Atomkraftwerk aufzuhalten - doch der Boden gefriert nicht. Dafür war eigens ein weites Röhrensystem ausgehoben worden. Foto: Tepco

Die immer verzweifelteren Versuche, der enormen Menge an radioaktivem Material auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Fukushima Dai-ichi Herr zu werden, zeigen sich auch anhand der Probleme rund um den sogenannten „Eiswall“. Arbeiten an dieser gigantischen unterirdischen Kühlungsanlage stoßen laut TEPCO zunehmend auf Schwierigkeiten. Der Eiswall sollte verhindern, dass radioaktiv kontaminiertes Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk sich mit dem Grundwasser vermischt und anschließend weiter in großen Mengen (ca. 400 Tonnen am Tag) in den Pazifischen Ozean strömt, wie es derzeit noch der Fall ist. Dazu wurde ein Röhrensystem gebaut, das mit einem Kühlmittel gefüllt wird, dessen Temperatur 30°C unter dem Gefrierpunkt liegt. Durch dieses System soll der gesamte Boden gefrieren. Sauberes Grundwasser könne so nicht kontaminiert werden. Bisher ist es nach Angaben eines TEPCO-Sprechers jedoch nicht gelungen, das Wasser einzufrieren. Man würde nun weitere Kühlrohre verlegen, um den Plan doch noch Realität werden zu lassen. Die Kosten für den japanischen Steuerzahler steigen weiter an, der verursachende Konzern TEPCO hat sich längst aus jeglicher finanzieller Verantwortung gezogen.
AUS FREENET: http://www.freenet.de/nachrichten/topnews/pleite-bei-eiswall-fuer-verseuchtes-wasser-in-fukushima_4444872_533312.html

Dekontamination soll an Strahlungsbelastung gekoppelt werden
Auch innerhalb der japanischen Regierung scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass die Dekontaminationsbemühungen in Fukushima nicht die erwarteten Ergebnisse erbringen. Die bisherige Regelung, eine Dekontamination unabhängig vom Standort bis zu einem Umgebungswert von 0,23 Mikrosievert pro Stunde durchzuführen, wird vom japanischen Umweltministerium mitlerweile nicht länger als machbar angesehen. Vielmehr solle sich die Dekontamination nunmehr an der individuellen Strahlungsbelastung orientieren. Messungen in vier Gemeinden hätten ergeben, dass beispielsweise in Gebieten mit Umgebungsradioaktivität von 0,3 und 0,6 Mikrosievert pro Stunde, der Jahresgrenzwert für Personen von 1 Millisievert pro Jahr bei entsprechenden Einschränkungen der Freizügigkeit auch eingehalten werden kann, ohne dort umfassende und vor allem teure Dekontaminationsmaßnahmen durchführen zu müssen. Als Alternative zur Geländedekontamination würden individuelle Maßnahmen, wie die Verbauung von Abschirmungsmaterial und Verhaltensaufforderungen ersetzt. So sollen Menschen beispielsweise sog. "Hot Spots" meiden, also sich nicht von markierten, "sicheren" Wegen entfernen oder Kindern nach dem Spielen in radioaktiv verseuchten Sandkästen, Hände und Mund gut waschen. Auf diese Weise könnte die japanische Regierung viel Geld sparen. Im Sinne der Bevölkerung sind diese Vorstöße nicht, verstoßen sie doch gegen das universelle Menschenrecht auf das Leben in einer gesunden Umwelt.
http://www.spreadnews.de/fukushima-aktuell-sparmassnahmen-bei-dekontamination-geplant/1141170/

Ganzkörpermessung an Kleinkindern
Ein Krankenhaus in Minamisoma untersucht Kleinkinder auf ihren gesundheitlichen Zustand im Zusammenhang mit der radioaktiven Strahlung durch die Fukushima-Katastrophe. In Ganzkörper-Messgeräten werden die Kinder hinsichtlich der inneren Strahlung untersucht. Es ist das erste Mal, dass ein Regierungskrankenhaus diese Tests bei Kindern unter fünf Jahren durchführt. Insgesamt wurden 15 Kinder im Alter zwischen 0-5 Jahren untersucht. Die sogenannten Baby-Scans waren bisher nicht möglich, da sich die noch sehr jungen Kinder zu viel unter dem Messgerät bewegen. Die Kinder werden mittlerweile fixiert. Kritiker dieser Tests sagen, dass die 2-5-minütige Messung nicht ausreiche, adäquate Werte zu erhalten. Zudem würden nur Gamma-Strahlen gemessen, jedoch keine Alpha- oder Betastrahlung. Die Untersuchungen würden daher voraussichtlich falsche negative Ergebnisse ergeben - also die Strahlenbelastung der Kinder niedriger schätzen als es der Realität entspricht.  http://www.evacuate-fukushima.com/2014/07/minami-soma-experiments-wbc-on-toddlers/
HP: http://www.ippnw.de/
Newsletter: http://news.ippnw.de/index.php?id=773

Hiroshima und Nagasaki unvergessen – auch in Deutschland
69. Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Japan (6. und 9. August)
06.08.2014 Bundesweit gibt es in dieser Woche zahlreiche Aktionen und Aktivitäten, mit denen der Atombombenabwürfe 1945 auf die Städte Hiroshima und Nagasaki gedacht wird. Seit gestern wird das Atomwaffenlager Büchel in der Eifel von FriedensaktivistInnen unter Beteiligung der IPPNW blockiert. Ein Aktionscamp besteht seit Samstag und bis zum 11. August werden Gruppen dort selbstständig Aktionen am Atomwaffenstandort vorbereiten mehr: HIER
Alle Termine auf einem Blick: http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/hir14terndx.htm 

DAS  HELMHOLZ-ZENTRUM  BERLIN  (HZB)
VERTUSCHTE  HAVARIE  AM FORSCHUNGSREAKTOR  BR II
Reaktor WannseeBR II war von Anfang an nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert. Jetzt erfahren wir Berliner das AKW in Wannsee steht seit November 2013 still. Aus Akten der Atomaufsicht des Landes Berlin wurde jetzt bekannt: Es gab und gibt Sicherheitsprobleme, bereits bekannte Risse in einer Schweißnaht hatten sich in kurzer Zeit viel schneller als erwartet vergrößert. Weil die Reparaturen aufwendig sind, wird der Betrieb wohl erst zum Jahreswechsel wiederaufgenommen werden.

Jetzt wurde bekannt, die betroffene Schweißnaht fixiert ein Kühlrohr im Reaktor - Becken. Wäre sie aufgerissen, hätte das Rohr unkontrolliert in Bewegung geraten können. Bei einem Bruch des Rohres wäre der Reaktorkern nicht mehr ausreichend gekühlt worden – es wäre der größte anzunehmende Unfall in einem AKW eingetreten.

Die Betreibergesellschaft HZB hatte 2011 den Schaden zunächst fälschlich als "Leck" bezeichnet, wie RBB in seinem Fernsehmagazin Kontraste berichtete. Wie aus den nun von Berliner Journalisten eingesehenen Dokumenten hervorgeht, wuchsen die Risse anfangs sehr langsam, in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 beschleunigte sich der Prozeß aber rapide. Der Betreiber, teilte das im November dem TÜV mit. Der einen sicheren Betrieb nicht mehr für gewährleistet sah, am 29. November wurde der Reaktor deshalb abgeschaltet.

Der Reaktorhersteller Areva (Frankreich) soll nach Berichten inzwischen ein Gerüst konstruiert haben, mit dem das Rohr fixiert werden soll. Weil sich die zu fixierenden Bauteile nah am Reaktorkern befinden, wo die Strahlung sehr hoch ist, müssen alle Arbeiten  ferngesteuert ausgeführt werden.

Laut Atomaufsicht gebe es kein Sicherheitsrisiko, erklärte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz sagte der Berliner Zeitung dagegen: "Ich bin sehr erstaunt"..."Wir hatten eine intensive öffentliche Diskussion über die Sicherheit dieses Reaktors.
Da halte ich es für selbstverständlich, daß der Betreiber frühzeitig über jegliche Probleme informiert."

Das Berliner Anti-Atom-Bündnis erklärt, die Atomaufsichtsbehörde habe die Schäden mehr als ein halbes Jahr der Öffentlichkeit verschwiegen. "...schlimmer, der Senat hat die Vertuschungspolitik des Betreibers, der HZB, tatkräftig unterstützt." Das Bündnis fordert den Rücktritt von Stadt- entwicklungssenator Michael Müller (SPD).

Der BER II wird seit 1973 genutzt, der Reaktor dient nicht der Stromproduktion, er wird als Neutronenquelle zu Forschungszwecken genutzt. Da der Reaktor nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert ist empfiehlt die Reaktorsicherheitskommission des Bundes, die für den Fall eines großen Absturzes vorgesehenen Brandbekämpfungsmaßnahmen zu überprüfen. Anflugrouten des Flughafens Schönefeld liegen nahe dem Reaktor. Bei einer Freisetzung von Radioaktivität wären große Teile der Stadt Berlin und des Umlandes betroffen.


Eon, RWE und EnBW wollen stiften gehen-
AKW-Demontage und Endlagerung des entstehenden Atommülls der drei großen Energie- unternehmen Eon, RWE und EnBW soll in einer öffentlichen Stiftung End - gelagert werden. 
Das bedeutet "Die Stiftung" natürlich eine öffentlich-rechtliche, die soll Abbau und Müllsicherung übernehmen. Letztendlich soll der Staat ihre Atomkraftwerke übernehmen, die Meiler bis zum Abschalten des letzten Kraftwerks im Jahr 2022 weiter betreiben, dann den Rückbau der Anlagen und die Kosten für die Entsorgung des Atommülls übernehmen. 
So die traumhafte Vorstellung der Unternehmen.
Dafür soll diese  ominöse "öffentlich-rechtliche Stiftung" gegründet werden. Die Konzerne haben als Rücklage für etwaige Störfälle a' La Fukushima  und den Abriss der Kraftwerke sowie die Atommüll- End-Lagerung spärliche 36 Milliarden Euro gebildet.
Energie-Experte Felix MatthesSchon treten die "Experten" ins Scheinwerferlicht: Energie-Experte Felix Matthes links im Bild, begrüßt die Pläne der Atomkonzerne, Peter Ramsauer, CSU, spricht sich dafür aus. Das "Ökoinstitut", der Arbeitgeber von Felix Matthes findet die AKW- Stiftung prima. Zustimmung gibt es auch aus der Union. Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen ist zu hören, die Unternehmen sind im Fall einer Einigung bereit, auf anhängige Klagen und Schadenersatz zu verzichten. Eon und RWE fordern vom Bund zweistellige Milliardenbeträge wegen der Stilllegung von Atomkraftwerken nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011. Die beiden Unternehmen haben ebenso wie EnBW auch gegen die Brennelementesteuer geklagt, die nach Ansicht der Konzerne gegen das Wettbewerbsrecht verstößt. Die Forderungen sollen sich auf mehr als 15 Milliarden Euro summieren. Oliver Krischer, Fraktions- Vize der Grünen, nannte den Vorstoß der Konzerne einen billigen Erpressungsversuch. Es könne nicht sein, dass sie jahrzehntelang mit der Atomkraft Milliarden verdient hätten und jetzt die Kosten des Atommülls auf die Gesellschaft übertragen wollen.
Radioaktive Substanzen haben Halbwertzeiten von 80 bis 703,8 Mio. Jahre.
Die Halbwertzeit von 703,8 Millionen Jahren, sagt uns in 703,8 Millionen Jahren hat die Strahlung dieser Isotope um die Hälfte abgenommen. Lasst euch nicht von Politikastern und "Experten" über den Tisch ziehen die Endlagerung dürfte so teuer sein, das Generationen dafür noch Zahlen müssen. Es ist zu überlegen ob das Grundgesetz der Bundesrepublik hier angewendet werden muß, d.h. diese Erpresser-Konzerne mitsamt ihren Töchtern, und Niederlassungen aller Art incl. Bankbeteiligungen sind sofort sicher zu stellen.
Noch ehe die sich in eine "Insolvenz" flüchten können!

Plutonium Wirtschaft die Toxizität und Strahlung von Plutonium
Es ist wie andere Schwermetalle giftig und schädigt besonders die Nieren. Es bindet ebenfalls an Proteine im Blutplasma und lagert sich unter anderem in den Knochen und der Leber ab. Die für einen Menschen tödliche Dosis liegt wahrscheinlich im zweistelligen Milligrammbereich, für Hunde beträgt die LD50-Dosis 0,32 mg/kg Körpergewicht. Die chemische Giftigkeit von Plutonium wird von vielen anderen Stoffen auch übertroffen.

Viel gefährlicher als die chemische Wirkung ist seine Radioaktivität, die Krebs verursacht!
Bereits die Inhalation von 40 Nanogramm 239Pu reicht aus, um den Grenzwert der Jahres- Aktivitätszufuhr für Inhalation bei Arbeitern zu erreichen. Diese Menge ist so winzig, dass die Giftigkeit von Plutonium noch gar nicht zum Tragen kommen kann. Die von Plutonium 239Pu ausgesendete a*-Strahlung wird außerhalb des Körpers bereits durch die oberste Hautschicht aus abgestorbenen Zellen abgeschirmt. Diesen Schutz gibt es nicht bei Inkorporation, beispielsweise Inhalation von Plutonium enthaltendem Staub, oder durch mit Plutonium angereicherte Nahrung oder Wasser. In diesen Fällen trifft die mit dem umgebenden Material stark wechselwirkende a-Strahlung unmittelbar die Zellkerne lebender Zellen.

Radioaktive Substanzen haben Halbwertzeiten von 80 bis 703,8 Mio. Jahre.
Von Plutonium wurden 20 Isotope und 15 Kernisomere mit Massenzahlen von 228 bis 247 vermessen. Die Halbwertszeiten liegen zwischen 37x12 für das Isomer 236m1Pu und 80 Mio. Jahren für 244Pu. Durch den Fund des Isotopes 236U in Fragmenten abgeschossener DU Munition lässt sich zweifelsfrei eruieren, daß ein Teil dieser Geschosse die gleiche Herkunft wie der Inhalt eines der berühmtesten Zugcontainer Deutschlands haben....verbrauchte Kernbrennstäbe.
Ja genau aus dem Material, was beim Castor Transport regelmäßig Zehntausende auf die Schienen des Wendlandes treibt...
Ich glaube, keiner von uns käme auf die Idee, die Castoren aufzumachen und den Inhalt in Geschosse umzuarbeiten. Die großen Krieger der Neuzeit verballern sozusagen Atommüll auf den Schlachtfeldern... http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=10819

236U ist ein a-Strahler mit einer Halbwertszeit von 23,42 Millionen Jahren.
Es entsteht durch Neutroneneinfang aus 235U. Wenn Uran einem erhöhten Neutronenfluss ausgesetzt ist, wie z. B. in einem Kernreaktor, erhöht sich der Anteil an 236U deutlich. 236U zerfällt über die bis zum natürlichen Plutonium 244Pu verlängerte Thorium-Reihe.

235U hat eine Halbwertszeit von 703,8 Mio. Jahre. Es ist spaltbar und hat einen Anteil von etwa 0,7 % in natürlichem Uranvorkommen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium

a*-alpha-Strahlung


Neue Hoffnung auf Bergung der Abfälle aus Atommüllager Asse?

Der für die Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem Atommüllager Asse notwendige neue Schacht 5 kann nach Angaben von Experten der Asse-2-Begleitgruppe viel schneller gebaut werden als dies bislang vom Betreiber geplant ist. »Schacht fünf kann bereits in sechs Jahren fertig sein«, erklärten jetzt Zwei Ingenieure. Die Begleitgruppe ist ein Gremium aus Kommunalpolitikern, Verbänden und Bürgerinitiativen, das bei der Schließung des maroden Bergwerks die Interessen der Region vertritt.
Dieses Gremium ist an schneller Bergung des Atommülls interessiert, ehe das Grundwasser weiter verseucht wird. Bislang können in der Asse Menschen und Material nur über den Hauptschacht zwei transportiert werden. Über diesen erfolgt auch die Belüftung der Grube. Für Notfälle steht der schmale Schacht vier zur Verfügung – zur Rückholung der Fässer ist er zu klein.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), seit 2009 Betreiber der Asse, peilt als Datum für die Fertigstellung von Schacht fünf hingegen das Jahr 2028 an. Demnach würde allein die technische Planung bis 2017 dauern. Für die Genehmigung sind vier Jahre, für den eigentlichen Bau etwa neun Jahre veranschlagt.

Die Zwei Ingenieure Dettmann und Wypich, gehen – den politischen Willen vorausgesetzt – von einem Jahr Planungszeit und einer Bauzeit von vier Jahren aus. Die Ergebnisse der vor kurzem abgeschlossenen Probebohrung für den Schacht fünf könnten direkt verwendet werden. Nach ihrer Ansicht kann ein schnellerer Schachtbau auch die eigentliche Räumung des Bergwerks erheblich beschleunigen. Das BfS geht vom Jahr 2033 als Beginn der Rückholung aus.

Dettmann und Wypich argwöhnen hinter der späten Terminsetzung ein Kalkül: Im BfS bestehe möglicherweise die Hoffnung, durch ein Absaufen des Bergwerks vor dem absichtlich spät genannten Termin um die Rückholung herumzukommen. Das BfS bezeichnete es auf Anfrage als »eine Binsenweisheit, daß alle Beteiligten ein Interesse daran haben, so schnell wie möglich einzelne Bausteine zur sicheren Schließung der Anlage zu realisieren«.


AKW Grohnde fällt für Wochen aus:
Atomkraftgegner fordern nach Totalschaden am Generator die Stilllegung des Reaktors
Ein Totalschaden am Generator hat das Atomkraftwerk Grohnde im niedersächsischen Kreis Hameln-Pyrmont lahmgelegt. Wann der Meiler wieder angefahren werden kann, ist noch nicht absehbar. Das AKW war am Freitag der vergangenen Woche für die jährliche Routinerevision und den Austausch verbrauchter Brennelemente vom Netz genommen worden. Am Wochenende meldete der Betreiber E.on den Schaden der Atomaufsicht im niedersächsischen Umweltministerium. Klar ist: Der rund 550 Tonnen schwere Koloss kann nicht repariert und muss ausgetauscht werden. weiterlesen
http://t.co/Nfhw6BAbqt 

Atomendlager Schacht Konrad: Immer teurer, immer später:
Die Inbetriebnahme des einzigen Atomendlagers in Deutschland... http://t.co/eO6u3XbtSc 

Tepco macht wieder Gewinn:
Schon drei Jahre nach der Katastrophe in Fukushima schreibt der japanische Energiekonze...
http://t.co/qLWEzZBfBf


Für Atomausstieg

Kurz vor dem dritten Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima haben Zehntausende Menschen in Tokio gegen die Atompolitik ihrer Regierung protestiert. Bei einer Kundgebung und einem anschließenden Protestmarsch rund um das Parlament kritisierten sie scharf die Pläne des konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, der einige der 50 Atomreaktoren im Land wieder in Betrieb nehmen will. Kundgebungsteilnehmer wiesen darauf hin, daß Japan schon seit Monaten ohne Kernkraft auskommt. In Taiwan hatten bereits am Samstag Zehntausende Demonstranten bei landesweiten Protesten den Atomausstieg gefordert.


FUKUSHIMA TECHNIK MADE IN USA

Welch ein Skandal.
Erst mal berichtete niemand, dass die  Atomkraftwerke in Fukushima US- Fabrikate waren, sondern man redete nur von japanischen AKWs. Dann übernimmt die japanische Regierung – also das Volk die Kosten – und jetzt verdienen diese Verbrecher an der Entsorgung und Stilllegung. Wenn das kein Skandal ist! Aber es kommt noch besser, wie Chris Carrington zeigt. Einige Punkte greift er nicht auf oder kennt sie nicht. Die kann man hier nachlesen:
http://einarschlereth.blogspot.se/2011/11/fukushima-japans-zweite-atom.html   http://einarschlereth.blogspot.se/2013/11/fukushima-update-bei-global-research.html   http://einarschlereth.blogspot.se/2013/09/die-krise-in-fukushima-4-verlangt-nach.html  

Weshalb Obama nicht zugibt, dass Fukushima Amerika vergiftet und warum General Electric nicht haftbar gemacht wird
Chris Carrington 21. Januar 2014
Wir alle wissen, dass die Strahlung des zerstörten AKW in Fukushima sich um die ganze Welt verbreitet und die Menschen der Welt vergiftet. Wir alle wissen, dass die Westküste der USA mit radioaktivem Abfall verseucht wird und dass die Ozeane, ihre Strände und selbst die Luft mit jeder Stunde immer stärker von Radioaktivität verseucht werden.

Man muss sich fragen, warum die Regierung es nicht zugibt. Es ist doch nicht etwa, dass eine Katastrophe auf der andere Weltseite ihr Fehler ist, nicht wahr?

Oder doch? Hätte die USA-Regierung etwas tun können, um zu verhüten, dass es  so weit kommt?
Nichts in diesem Artikel ist ein Staatsgeheimnis, alles liegt offen zutage, aber die Information ist so verstreut, dass sie scheinbar ohne Zusammenhang ist.

    Die US-Regierung weiß nur zu genau, dass die Westküste mit Strahlung verseucht ist und dass die Situation täglich schlimmer wird.

    Die US-Regierung und General Electric wussten, dass Fukushima eine Katastrophe in Wartestellung war und sie taten nichts, um sie zu verhüten.

    Sie wissen auch, dass die vielen Atomreaktoren in den USA anfällig für eine katastrophale Kernschmelze sind, und sie tun nichts dagegen.

    Forschung von Ärzten und Wissenschaftlern wird unterdrückt und Forschung von privaten Bürgern wird abgetan aus dem einzigen Grund, weil sie keine Wissenschaftler sind.

Alle Warnungen wurden ignoriert
Die Geschichte, die uns zum Zustand führt, in dem wir uns heute befinden, beginnt 1972.
Stephen Hanauer, ein Beamter in der Atomenergie-Kommission, empfahl, dass General Electrics Mark 1 Entwurf gestoppt werden sollte, weil er unannehmbare Sicherheitsrisiken enthalte.

Die New York Times berichtete:
„1972 empfahl Stephen H. Hanauer, damals Sicherheits-Angestellter in der Atomenerie- Kommission, dass das Mark 1 System gestoppt werden sollte, weil es unannehmbare Sicherheits- risiken enthalte. Der größte der aufgezählten Mängel war der kleinere Sicherheitsbehälter, der anfälliger wäre für eine Explosion und für das Zerbersten durch verstärkte Hydrogen-Bildung – eine Situation, die wohl im Daichi-Werk passierte. Später im selben Jahr sagte Joseph Hendrie, der später Vorsitzender der Atom-Regulier-Kommission wurde, die Nachfolgebehörde der Atom- Kommission, dass die Idee eines Verbots dieses Systems attraktiv wäre.

Aber da die Technologie  von der Industrie und den Regulierungsbeamten weithin akzeptiert wurde, meinte er,  dass „eine Umkehrung dieser geheiligten Politik, besonders zu dieser Zeit, das Ende der Atomenergie sein könnte.“

Dann, drei Jahre später im Jahr 1975 wurden Dale Bridenbaugh und zwei Kollegen gebeten, den GE Mark 1 Dampfwasserreaktor (BWR) zu überprüfen. Sie waren überzeugt, dass der Reaktor inhärent unsicher und in seinem Design so fehlerhaft sei, dass er unter gewissen Umständen zu einer Katastrophe kommen könnte. Es gab zwei Hauptprobleme. Erstens gäbe es ein mögliches Versagen von Mark 1, um mit dem hohen Druck fertig zu werden, der entstehen würde, wenn das Kühlwasser versagt. Zweitens seien die Kühlbehälter für die abgebrannten Brennstäbe 33 m in der Luft oben auf dem Reaktor angebracht.

Sie sagten ihre Meinung, die prompt beiseite gewischt wurde, und als sie merkten, dass ihnen nicht erlaubt wurde, ihre Meinung zu veröffentlichten, haben alle drei gekündigt.
Im Laufe der Jahre haben zahlreiche andere Experten ihre Sorgen über den GE Mark 1 BWR zum Ausdruck gebracht. Sie alle fanden keine Beachtung.

Fünf der sechs Reaktoren in Fukushima waren GE Mark 1 BWR-Modelle. Der erste Reaktor, Einheit eins, ging 1971 in Betrieb, noch bevor die ersten Bedenken vorgebracht wurden. Die anderen Reaktoren nahmen den Betrieb 1973, 1974, 1977, 1978 und 1979 auf.

Obwohl alle sechs Reaktoren das GE Mark 1 Design hatten, wurden nur drei von GE gebaut und geliefert, die Einheiten 1, 2 und 6, während die Einheiten 3 und 5 von Toshiba und 4 von Hitachi (jetzt Hitachi-GE) geliefert wurden.

Warum wird GE nicht zur Verantwortung gezogen?
Weshalb wird GE nicht zur Verantwortung gezogen? Hier ist eine Möglichkeit:
Jeffery Immelt ist der Chef von General Electric. Er ist auch der Chef vom US-Wirtschaftsberatungs-Gremium. Er wurde persönlich von Obama 2009 in das Gremium berufen und wurde 2011 Chef, als Paul Volcker im Februar 2011 zurücktrat, nur einen Monat vor dem Erdbeben und dem Tsunami, der Fukushima zerstörte.

Paul Volcker hatte oft Probleme mit der Verwaltung und viele seiner Ideen wurden von der Regierung nicht angenommen. Die Ernennung von Immelt, der sich selbst als Republikaner sieht, wurde als Schritt gesehen, um Obama den Umgang mit der republikanischen Mehrheit im Parlament zu erleichtern.

Viele Organisationen haben gefordert, dass GE zur Verantwortung gezogen wird wegen des fehlerhaften Designs der Fukushima-AKWs. Die Tatsache, dass dies so lange bekannt ist, scheint anzudeuten, dass GE den Rat von Atom-Erperten ignorierte und überstimmte. GE hat Fukushima gemeinsam mit TEPCO betrieben, ist aber nicht für die Säuberungsarbeiten zuständig.

    Ein Jahr nach der Katastrophe ist TEPCO von der japanischen Regierung übernommen worden, weil Tepco nicht die Kosten aufbringen konnte, um die beschädigten Reaktoren unter Kontrolle zu bringen. Bis Juni 2012 hat TEPCO nahezu 50 Mrd. $ von der Regierung erhalten.

    Nach japanischem Recht sind alle Unternehmen – von General Electric bis Toshiba und Hitachi – von denen die Reaktoren aufgestellt wurden, nicht für die Kosten zuständig.

    Und sie alle verdienen nach wie vor auch an der Katastrophe durch Entsorgung und Stilllegung, wie Greenpeace International berichtet.

    „Die Atom-Industrie und die Regierungen haben ein System von atomarer Verantwortung geschaffen, dass die Industrie schützt und die Bevölkerung zwingt, die Rechnung für deren Fehler und Katastrophen zu bezahlen“, heißt es in dem Bericht „Fukushima Fallout“.

    "Wenn die Atomenergie so sicher ist, wie die Industrie immer behauptet, warum besteht sie dann auf Haftungs-Beschränkungen und Freistellung?“ fragte Shawn-Patrick Stensil, ein Atomanalytiker von Greenpeace in Kanada.

AKW- Besitzer und  -betreiber  haben in vielen Ländern Höchst-Haftungen, zu denen sie im Falle eines Unfalles zu zahlen verpflichtet sind. In Kanada liegt diese Haftung nur bei 75 Mill. Dollar.
In England bei 220 Mill. Dollar. In den USA legt jeder AKW-Besitzer etwa 100 Mill. Dollar in einen verschuldenesunabhängigen Versicherungspool. Dieser Pool ist circa 50 Mrd. Dollar wert.
 „Lieferanten werden entschädigt, selbst wenn sie nachlässig sind,“ sagte Stensil zu IPS.

GE wird nichts in den Pott für Fukushima gelegt haben, da das ja nicht in den USA liegt.
Sie haben sich davon geschlichen, obwohl sie  wussten, dass ihr Reaktor-Design fehlerhaft ist.

Moment mal! Da ist noch mehr!
Obwohl, das ist nicht so einfach; das heißt, wo das Stillhalten und das Schweigen voll zur Geltung kommen. Bisher habe ich davon gesprochen, warum Obama über die radioaktive Strahlung schweigt. Nun, das ist der einfache Teil.

Es gibt 23 AKWs in den Vereinigten Staaten vom Typ GE Mark 1 BWR. Es gibt 23 AKWs in  den Vereinigten Staaten, wo die Brennstäbe in 33 m Höhe in einem Becken gelagert werden. Jedes Eingeständnis, dass die Strahlung sich über den Pazifik ausgebreitet hat und den amerikanischen Boden verseucht, ist ein Eingeständnis, dass die Technologie fehlerhaft war, und dass dieselbe Technologie in den USA verwendet wird. Die Regierung will nicht, dass irgendjemand sich das genauer anschaut. Sie will nicht, dass Leute herumstochern und Fragen stellen, wieso die Strahlung überhaupt ausdringen konnte … das ist viel zu nahe an unserem Zuhause.

Es ist besser zu sagen, dass sich die Strahlung in einem sicheren Rahmen bewegt, und dann, wenn hier eine Katastrophe eintritt, kann man um die trauern, die direkt innerhalb der Zone sind, und behaupten, dass der Rest des Landes sicher ist, so wie es in Fukushima war. Die Tatsache, dass der Geschäftsführer der GE für Obama arbeitet, beleuchtet diese Tatsache. Es ist unmöglich, dass Immelt nichts von den Warnungen weiß, die sein Unternehmen über die Mängel von Mark 1 erhalten hat; und wenn er es weiß, dann weiße es auch die Regierung.

Fragt euch selbst, warum nach so einem monumentalen Ereignis alle wissenschaftlichen Papiere über das Desaster dasselbe Lied singen. Es ist unmöglich, so viele Wissenschaftler und Ärzte zu haben, die bis zu diesem Grad übereinstimmen. Nichts ist veröffentlicht worden über die zunehmenden Raten von Fehlgeburten und Schilddrüsen-krebs bei Kindern. Wieso?

Nach Tschernobyl gab es massenweise Papiere, die der Welt von dem erhöhten Krebsrisiko erzählten, den Risiken für schwangere Frauen und kleine Kinder. Ich schlage vor, dass es deshalb geschah, weil Tschernobyl in Russland lag, einem Ort, wo keine amerikanische Technologie verwendet wurde, dass es damals keine Unterdrückung von Fakten gab. GE will sich keinen Firmenprozess leisten und die Obama-Verwaltung auch nicht. Es wäre nicht schön, wenn ein hoher Berater des Präsidenten durch die Gerichte geschleift würde. Es bestünde die Gefahr, dass bei so einem Prozess nicht nur der Geschäftsführer daran glauben müsste.

Der Präsident der Vereinigten Staaten weiß, dass die Strahlung von Fukushima weniger schlimm wäre, wenn man Reaktoren von einem anderen Typ benutzt hätte. Der US-Regierung ist auch bekannt, dass die delikate und gefährliche Aufgabe, die abgebrannten Brennstäbe zu entfernen und zu lagern Jahre dauern wird, und dass ein Fehler die Probleme verzehnfachen kann.

In 23 Orten in den USA stehen dieselben fehlerhaften Reaktoren und die Regierung tut nichts.
Der Präsident der USA hält das Leben von Dutzenden Millionen Amerikanern in den Händen und er weigert sich, überhaupt nur zuzugeben, dass es ein Problem gibt. Er sollte verstehen, dass die Menschen an der Westküste nicht nur Bauern auf seinem politischen Schachbrett sind. Außerdem müsste er erklären, was es mit all dem Fischsterben auf sich hat, wenn es nichts mit der Strahlung zu tun hat.

Obama weiß, dass Millionen amerikanische Bürger verseucht werden, dank des Versagens, zum Teil, der amerikanischen Technologie. Ich gebe zu, dass das Erdbeben und der Tsunami Naturkräfte waren, aber der entstandene Schaden hätte erheblich verringert werden können, hätte man nicht Mark 1 benutzt.

Ich verstehe, dass diese Reaktoren nicht unter seiner Regierung installiert wurden, aber jetzt ist er an der Macht. Er ist derjenige, der einen Unterschied jetzt machen kann. Er ist derjenige, der sich mit AKWs auf amerikanischem Boden beschäftigen könnte in der Hoffnung, dort eine Kernschmelze zu verhindern. Unsere AKWs sind alt, in einigen Fällen über dem Verfallsdatum. Es sind auch nicht nur die Reaktoren, die das Problem sind. Hanford, direkt am Columbia-Fluss im Staat Washington zum Beispiel, entlässt ununterbrochen radioaktive Flüssigkeit in den Boden und möglicherweise in das Grundwasser.

Die Situation in Fukuskima ist noch lange nicht stabil und es wird Jahren dauern, bis am Horizont Stabilität auftauchen wird. Es muss etwas getan werden, bevor eine unserer alten AKWs mit Fukushima, 2. Teil beginnt.
Chris Carrington ist Schriftsteller, Forscher und Dozent und hat Wissenschaft, Technologie und Umweltfragen studiert. Er ist Herausgeber von The Daily Sheeple, wo dieser Artikel zuerst erschien.
Aus ===> http://einarschlereth.blogspot.de/2014/01/weshalb-obama-nicht-zugibt-dass.html



Tokio / Fukushima

Die Bergung von Brennstäben in der Atomruine Fukushima soll fortgesetzt werden. Arbeitskräfte in der Atomruine Fukushima haben im November 2013 mit der Bergung der rund 1500 Brennstäbe aus dem Abklingbecken eines beschädigten Reaktorgebäudes begonnen. Sie sollen Stück für Stück bis Ende 2014 in ein sichereres Becken umgelagert werden. Das Gebäude war bei einer Wasserstoffexplosion infolge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 schwer beschädigt worden. Das Becken liegt in rund 30 Metern Höhe. Nach und nach sollen  jeweils 22 Brennstäbe in einen zylinderförmigen Stahlbehälter umgelagert  werden. Sobald so ein Container mit 22 Stäben gefüllt ist, wird er aus dem Becken geholt, dekontaminiert und mit einer Kranvorrichtung hinunter zur Erde gehievt. Lastwagen werden den castorähnlichen Behälter dann in ein anderes Becken etwa 100 Meter entfernt transportieren, wo die Brennstäbe sicherer zwischen gelagert werden können.

Freispruch für Antiatomprotestierer
Richter spricht zwei Castor-Blockierer frei. Sie waren wegen Nötigung angeklagt

»Sie trauen sich etwas, was andere sich nicht trauen«, faßte der Richter des Amtsgerichts Ribnitz- Damgarten am Donnerstag seine Urteilsbegründung zusammen und sprach die beiden 26- und 35jährigen Aktivisten frei. Sie hatten einen Castortransport im Februar 2011 blockiert und waren wegen vermeintlicher Nötigung angeklagt. Die Blockade sei weder als Nötigung noch als Störung des öffentlichen Betriebs zu interpretieren, so der Richter weiter. Die beiden Rostocker hatten sich bei Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern an die Gleise gekettet und den Transport damit kurzzeitig verzögert. Mit dieser symbolischen Aktion hatten sie den Stopp des Atom- mülltourismus gefordert.

Der Richter erklärte, daß es gerade beim Vorwurf der Nötigung viele unterschiedliche Urteile – bis hin zum Verfassungsgericht – gebe. Sein Freispruch sei allerdings nur auf diesen konkreten Fall zu beziehen. Er sah es als »logisch und konsequent« an, daß die Männer mit ihrer Aktion Auf- merksamkeit und Medieninteresse erregen wollten. Mit einem Plakat am Rande der Bahnstrecke hätten sie das nicht erreicht. Die Aktion sei »völlig in Ordnung« gewesen.

Die Verteidigung hatte Freisprüche gefordert, der Staatsanwalt eine eher symbolische Bestrafung von 15 Tagessätzen à 15 Euro wegen Störung des öffentlichen Betriebs. Ob er in Berufung geht, ließ er offen.

Das »Anti-Atom-Bündnis Nord-Ost« kündigt danach eine »Siegesparty« in der Alten Zuckerfabrik in Rostock an. Im Vorfeld gibt es eine Infoveranstaltung zu Atomtransporten. Parallel zum Prozeß in Ribnitz-Damgarten kritisierte die Gruppe bereits die Kriminalisierung des Antiatomprotests. Jochen Stay, Sprecher des Bündnisses »Ausgestrahlt«. Eine Anklage wegen Nötigung mache sowieso keinen Sinn, da die Polizei genug Gelegenheit habe, sich bei Atomtransporten auf Protest einzustellen.

Hohe Strahlung in Fukushima
Skala der Dosimeter reichte nicht mehr aus

Experten haben jüngst an der Ruine des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima eine weitere hochradioaktive Zone entdeckt. Die Strahlung an einem Wasser-Auffangbehälter betrug über 100 Millisievert pro Stunde, teilte der Betreiber Tepco am mit. Genauere Angaben konnten nicht gemacht werden, da die Dosimeter der Arbeiter nur bis zu dieser Höhe ausgelegt seien. Bereits Tage vorher hatte Tepco von einer um das 18-fache gestiegenen Belastung an einem anderen Wassertank berichtet. Die Strahlung ist dort so hoch, dass sie binnen vier Stunden zum Tod führt. Japans Premier Shinzo Abe hat daher ein schnelles Eingreifen der Regierung angekündigt. Einzelheiten werden demnächst erwartet. In Deutschland darf ein Arbeiter im gesamten Berufsleben höchstens 20 Millisievert pro Jahr ausgesetzt werden. In Japan war nach der Katastrophe die Belastungsschwelle für Arbeiter auf 100 Millisievert über fünf Jahre hochgesetzt worden. Immer weniger Menschen trauen dem Betreiber Tepco zu, die Lage in den Griff zu bekommen. Das radioaktiv verseuchte Wasser zum Kühlen der strahlenden Ruine ist ein besonderes Problem: Bereits vor einigen Wochen hatte Tepco mitgeteilt, dass 300 Tonnen hochradioaktiv verseuchtes Wasser aus einem Lagertank ausgelaufen seien. Zudem vermischt sich Grundwasser mit dem Kühlwasser, das verseuchte Wasser gelangt darüber auch in das Meer. Immer wieder entstehen Leckagen an Verbindungen  zwischen Wassertanks.

Umweltschützer legen »Atommüll-Bilanz« vor
Das Problem kann nicht auf Endlagersuche reduziert werden

Mit dem im Sommer verabschiedeten Endlagersuchgesetz suggerierten Politiker, das leidige Problem mit dem Atommüll werde nun ein für allemal gelöst. Vergeblich mahnten Umweltschützer, die Diskussion vom Kopf auf die Füße zu stellen. Zunächst müsse eine Atommülldebatte geführt, das heißt ermittelt werden, wieviel und wie beschaffener radioaktiver Abfall überhaupt existiert. Ein jetzt vorgestellter Report unterstreicht, wie berechtigt diese Forderung ist. Und er macht deutlich, daß das Problem Atommüll nicht auf die Suche nach einer Lagerstätte reduziert und in die Zukunft verschoben werden kann.

Bei der schlicht mit »Atommüll« betitelten Studie handelt sich um die bislang wohl umfassendste Bestandsaufnahme von radioaktiven Abfällen in Deutschland. Sie listet nach Bundesländern unterteilt auf rund 270 Seiten alle bekannten Orte auf, an denen Kernbrennstoff produziert wird und an denen radioaktive Abfälle entstehen oder lagern. Dazu zählen die stillgelegten und noch laufenden kommerziellen Atomkraftwerke, die Forschungsreaktoren, die Brennelementefabrik in Lingen und die Urananreicherungsanlage in Gronau, die bestehenden Endlager Asse und Morsleben die Zwischenlager für Castorbehälter an den AKW-Standorten sowie die Landessammelstellen für schwach radioaktive Abfälle.

Insgesamt porträtiert die Studie etwa 90 Standorte. Die Autoren - meist Mitglieder von Bürgerinitiativen und Experten der Umweltverbände - zeigen dabei die jeweiligen konkreten Probleme auf: die rostenden Tonnen im Faßlager Brunsbüttel, das Plutonium im sächsischen Forschungszentrum Rossendorf, der Reaktordruckbehälter in Jülich, der so stark strahlt, daß ein eigenes Zwischenlager für ihn gebaut werden muß. Damit, so die Redakteurin Ursula Schönberger von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, unterscheide sich der Bericht wesentlich von den jährlichen »Abfallmengenprognosen« des Bundes, in denen der Atommüll lediglich als Gesamt- menge erfaßt werde.

Eigene Abschnitte sind den früheren Uranabbaugebieten der Sowjetisch-Deutschen Aktien- gesellschaft Wismut in Sachsen und Thüringen gewidmet. Die Gruben, Halden und Aufbereitungs- anlagen werden seit der Wende für Milliardenbeträge saniert. Das Bundesverfassungsgericht hat dafür Sonderregelungen gebilligt, die von den strengeren Vorschriften der Strahlen- schutzverordnung abweichen.

Die Studie verweist auch auf radioaktive Abfälle, die zwar in Deutschland entstanden, sich aber dauerhaft oder zeitweise im Ausland befinden. So wurden zwischen 1995 und 2009 rund 27000 Tonnen abgereichertes Uran aus Gronau nach Rußland transportiert. Deklariert als Wertstoff, lagert es nach Angaben von Atomkraftgegnern an Standorten des russischen Nuklearkonzerns Rosatom in teils rostigen Fässern unter freiem Himmel.

Claudia Baitinger vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisiert in einem Beitrag die Praxis, bestimmte Abfälle aus dem Rückbau von Atomkraftwerken durch »Freigabe« oder »Freimessen« zu »nicht mehr Atommüll« zu erklären. Diese könnten dann billig auf Hausmülldeponien verscharrt oder in Baustoffen und als Straßenbelag verwendet werden. So seien Radionuklide aus dem stillgelegten AKW Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern bereits im Sickerwasser einer Deponie nachgewiesen worden.

CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne setzen auf ein Zwei-Endlager-Konzept: Die weniger stark strahlenden Abfälle kommen in die frühere Eisenerzgrube Konrad, der hochradioaktive Atommüll in ein noch zu benennendes Lager. Doch das wird nicht reichen. Zehntausende Tonnen Uranmüll, die in Gronau anfallen, können - obwohl als schwach aktiv deklariert - schon dem Volumen nach nicht in den Schacht Konrad verlagert werden. Dasselbe gilt für verstrahlte Graphitkugeln aus der Hochtemperatur-Reaktorlinie.

Ein weiteres Endlager wäre für die derzeit im Bergwerk Asse vergrabenen Abfälle nötig - vorausgesetzt, deren Bergung klappt wie geplant. Gelingt sie nicht, würde die Asse selbst zum Endlager. Mit der früheren DDR-Atommüllkippe Morsleben steigt die Zahl der Lagerstätten auf vier bis fünf. Die komplette Studie:
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/wp-content/uploads/2013/08/Entsorgungsfiasko_web.pdf

Emsländer AKW in Brand geraten
Das RWE-AKW Emsland in Lingen ist kürzlich im Oktober 2013 nach einem Ölbrand vom Netz genommen worden. Mitarbeiter konnten das Feuer jedoch mit Schaumfeuerlöschern ersticken, so RWE am Montag. Verletzt wurde niemand. Beim Nachfüllen einer Hauptkühlmittelpumpe sei Öl auf eine heiße Rohrleitung gelangt, erklärte RWE. Aufgrund eines zu niedrigen Ölstandes an einem Motorlager der Pumpe ist die heißgelaufen sei deshalb abgeschaltet und das Atomkraftwerk wurde langsam  heruntergefahren. Das Kraftwerk wurde im Laufe des Tages wieder angefahren, so der RWE-Pressesprecher, Olaf Wollny.
 

Folgen des Fukushima-Super-GAU
Unabhängige Experten rechnen mit bis zu 20 000 Opfern,
IPPNW-Ärzte werfen UN-Berichterstattern vor
von der Atomlobby gesteuert, negative Gesundheitsfolgen gezielt zu ­ verharmlosen.

»Die Kernenergie ist eine Technologie, die sich für Japan nicht eignet und vielleicht auch für kein anderes Land der Welt. Die Risiken sind nicht akzeptabel.« Das sagte Gregory Jaczko, früherer Vorsitzender der Nuklearaufsicht der USA, am 14. Oktober nach einer Inspektion der Atom- kraftwerksruine im japanischen Fukushima. Trotz dieser Einschätzung, die immer mehr Experten teilen, wollen Japan und die globale AKW-Lobby die Hochrisikotechnologie auch nach dem Super- GAU vom 11. März 2011 um jeden Preis retten. Ihr Einfluß reicht weit in Institutionen hinein, die eigentlich unabhängige Einschätzungen liefern sollten. Das zeigt sich unter anderem an einem Bericht es Wissenschaftlichen Komitees der Vereinten Nationen für Strahlungsfolgen, UNSCEAR, zu den durch den Super-GAU von Fukushima hervorgerufenen Risiken, der am Freitag in New York veröffentlicht wurde.

Vertreter mehrerer Ländersektionen der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) kommen nach Auswertung des ihnen vorliegenden Berichtsentwurfs zu einem ver- nichtenden Urteil. Am Freitag informierten in Berlin Angelika Claußen, Vorsitzende der deutschen IPPNW-Sektion, und ihr Stellvertreter Alex Rosen über die Positionen der Organisation. Der UN-Bericht verharmlose »systematisch das wahre Ausmaß der gesundheitlichen Folgen der Fukushima-Katastrophe«, so Claußen. Darin heißt es unter anderem, daß »kein erkennbarer Anstieg von Krebserkrankungen in der betroffenen Bevölkerung zu erwarten sei«. Solche Aussagen seien »gezielte Desinformation«, äußerte Rosen.

Es sei für sie »unfaßbar«, daß das Komitee sich im wesentlichen auf die Angaben der Inter- nationalen Atomenergieorganisation (IAEO), des AKW-Betreibers Tepco und der japanischen Atombehörden stütze, empörte sich Claußen. Zugleich ignoriere es aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über die Gefahren auch kleinster Strahlendosen sowie Expertisen unabhängiger Forscher. Rosen wies darauf hin, daß auch die um ein Vielfaches höhere Strahlenempfindlichkeit von Embryonen in den UN-Berechnungen nicht berücksichtigt wird. Das Komitee bestätigt zwar, daß es vermehrt zu Krebsfällen kommen wird, stellt aber zugleich heraus, diese seien statistisch nicht relevant und könnten nicht eindeutig mit dem radioaktiven Fallout in Verbindung gebracht werden. IPPNW hingegen rechnet langfristig mit bis zu 20.000 Todesfällen infolge der Katastrophe Am UNSCEAR-Bericht bemängelt die Organisation auch, daß nur die Zunahme der Fälle von Schilddrüsenkrebs berücksichtigt wurde, während andere Krebsarten, Herz-Kreislauf- und Autoimmunerkrankungen nicht betrachtet würden. Unseriös sei es auch, aus den Daten von ein bis zwei Jahren Schlußfolgerungen für die nächsten Jahrzehnte zu ziehen und Entwarnung zu geben, wie das der Bericht tue, betonte Rosen. Und verwies darauf, daß in der Präfektur Fukushima seit dem Super-GAU bereits 18 Kinder wegen Schilddrüsenkrebs operiert wurden, in 25 weiteren Fällen hätten Biopsien ebenfalls einen Krebsverdacht ergeben. Zu erwarten wäre in einer vergleichbaren Bevölkerung gerade mal ein einziger Fall, so Rosen.

Die Menschen in der Region werden indes kaum über die gesundheitlichen Risiken aufgeklärt, berichtete Claußen, die soeben von einem Besuch in dem Gebiet zurückgekehrt ist. Versuche von Ärzten und Lehrern, angemessen zu warnen, würden von Behörden gar untersagt. Diese werben statt dessen für die Rückkehr in die Region und für den Konsum von dort produziertem Obst, Gemüse und Reis. Dabei gelangen seit zweieinhalb Jahren, wie Tokio  schon Anfang August einräumen mußte, aus der AKW-Ruine täglich 300 Tonnen verstrahlten Wassers in den Pazifik.

Den Hauptgrund für die eklatanten Fehleinschätzungen von ­UNSCEAR sieht IPPNW darin, daß »viele Mitarbeiter eine Vergangenheit in der IAEO, in der Atomindustrie oder in Atomaufsichts- behörden haben«. www.ippnw.de

Grönland hebt Verbot für Uranabbau auf
Kopenhagen. Grönland will nach 25 Jahre langer Unterbrechung wieder Uran abbauen. Die Regierung beschloß am Freitag mit knapper Mehrheit, das Verbot von 1988 aufzuheben. Ministerpräsidentin Aleqa Hammond sagte der grönländischen Zeitung Sermitsiaq zufolge, dies sei eine Reaktion auf wachsende Arbeitslosigkeit und steigende Lebenshaltungskosten. Dänemark
soll jetzt überwachen, daß Grönland das Uran nicht an Staaten verkauft, die es zum Bau von Atomwaffen nutzen könnten.


Udo Buchholz fordert sofortigen Stopp der Atomtransporte
Nach dem Unfall eines russischen Frachters wird von Antiatomkraftinitiativen und Umweltverbände das Ende geheimer radioaktiver Lieferungen gefordert. Bereits am 1. Mai 2013 schrammte Hamburg knapp an einer Katastrophe vorbei. Im Hafengebiet geriet der Frachter »Atlantic Cartier« in Brand, an Bord waren neben Munition auch mehr als 20 Tonnen radioaktive Stoffe, darunter neun Tonnen hochgefährliches Uranhexafluorid. Während wenige hundert Meter weiter über 35.000 Menschen dem Eröffnungsgottesdienst des Evangelischen Kirchentages beiwohnten, holten Feuerwehrleute unter widrigsten Umständen und unter Lebensgefahr die Urancontainer von dem brennenden Schiff.

Nicht ganz ein halbes Jahr später ist ein Atomfrachter in einen weiterer Unfall verwickelt. Bei der Einfahrt in den Hafen rammte das mit Uranhexafluorid und Uranoxid beladene russische Schiff »Mikhail Lomonosov« vor der Küste der Insel Rügen die Yacht eines britischen Skippers. Das Segelboot wurde schwer beschädigt. Das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie ermittelt inzwischen deswegen. Durch den Nord-Ostsee-Kanal erreichte die »Mikhail Lomonosov« am Montag den Burchardkai im Hamburger Hafen. Dort wurde die radioaktive Fracht gelöscht, teilweise wurden die Materialien per LKW zur Brennelementefabrik nach Lingen weitertransportiert und dort werden sie zu Brennstoff für Atomkraftwerke verarbeitet.

Neben Lingen ist auch die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau Ziel von Uran- transporten. Beide Fabriken versorgen Atomkraftwerke in aller Welt mit »Brennstoff« und wurden vom sogenannten Atomausstieg ausgenommen. Die Anlage in Gronau wurde jüngst sogar noch erweitert. Antiatomkraftinitiativen und Umweltverbände bekräftigten nun ihre Forderung, daß über den Hamburger Hafen keine Atomtransporte mehr umgeschlagen werden dürfen. »Alle Atomkraftwerke und Uranfabriken müssen stillgelegt werden, dann wird sich die Zahl der Atomtransporte und die damit verbundenen Gefahren drastisch reduzieren«, sagte etwa Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz.

Lt. der Gesellschaft für Nuklearservice,  rollen derzeit wöchentlich Atomtransporte durch das Wendland, mit dem Ziel Zwischenlager Gorleben. Die dort angelieferten Atommüllfässer sollen in Gorleben umgepackt und irgendwann im Schacht Konrad bei Salzgitter versenkt werden.

Udo Buchholz prangerte an, daß von den Behörden und Ministerien die Atomtransporte weitgehend im geheimen abgewickelt werden. »Es ist erschreckend, daß auch die Hilfskräfte wie Feuerwehren oder das Rote Kreuz an den Transportrouten nicht über die Atomtransporte vorab informiert werden. Wie soll da im Ernstfall Hilfe geleistet werden?«

Es wird weiter versucht Umweltschützer, die sich gegen Atomtransporte wehren, zu kriminalisieren Im November beginnt am Amtsgericht von Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern der Strafprozeß gegen zwei Leute, die sich im Februar 2011 unweit der Stadt an Bahngleise ange- kettet hatten, um gegen eine Fuhre von fünf Castorbehältern vom Forschungszentrum Karlsruhe ins Zwischenlager »Nord« bei Lubmin zu protestieren. Den beiden Aktivisten wird Nötigung vorgeworfen. Das Anti-Atom-Bündnis Nord-Ost hat zur Unterstützung der Angeklagten während der Verhandlung am 28.11. aufgerufen.

MÜNCHAUSEN LÄSST GRÜSSEN
JAPAN- VERQUICKUNG VON AKW BETREIBERN UND STAAT

Die AKW-Ruine Fukushima, jahrelang wurde die Welt regelmäßig mit neuen Schreckens- botschaften vom Betreiber Tepco beliefert. Genauso regelmäßig versicherte Tepko es habe von nun an alles unter Kontrolle. Die Kontrolle behauptet inzwischen der japanische Staat liege nun bei ihm. Japans Regierungschef Shinzo Abe hatte jüngst auf einer IOC-Sitzung in Argentinien  versichert, dass man im havarierten AKW alles unter Kontrolle habe. Dabei hat der Staat tatsächlich nicht mal die Schulden, die er für Tepco bis jetzt eingehen musste unter Kontrolle. Experten schätzen das Japan 31 Jahre lang daran abzahlen müsse.

Tepco behauptete, bis vor kurzem, es gebe keine Hinweise, dass kontaminiertes Wasser in das Meer gelangt sein könnte. Hoch radioaktiv verseuchtes Kühlwasser lief aus mehreren Tanks aus und Tepco musste einräumen, dass das aus den Tanks stammende Wasser ins Grundwasser versickert ist und so ins Meer abläuft. Regierungschef Shinzo Abe entäußerte sich beruhigender Floskeln wie die Sicherheitsstandards Japans für Wasser und Nahrungsmittel gehörten "zu den höchsten der Welt". Sicherheitsstandards, nach denen Trinkwasser nur bis 10 Becquerel pro Liter belastet sein darf und Lebensmittel bis 100 Becquerel pro Kilo nutzen nichts, wenn allein im Hafen Mitte August 68 Becquerel Tritium pro Liter gemessen wurden.
In einem Brunnen wurden sogar Werte u.a. für Strontium von 3.200 Becquerel pro Liter gemessen. 

Weitere Verlautbarungen von Tepco und seinem Staat
Regierungschef Shinzo Abe versicherte, die Auswirkungen des kontaminierten Wasser habe man "vollständig innerhalb der künstlichen Bucht" vor dem AKW Fukushima mit Barrieren eingegrenzt.  Es laufen nur, wie Tepco dann zugeben musste, täglich mindesten 300 Tonnen radioaktiv kontaminiertes Grundwasser in den Pazifik. Die Barriere aus Schlamm, die nach dem Unfall errichtet wurde, kann dies nicht aufhalten, zumal die Schlammbarriere viele Durchbrüche aufweist, um Ebbe und Flut widerstehen zu können, was aber auch bedeutet, dass radioaktives Wasser und Erde in das offene Meer gelangen. Nach einer Simulation vermischt sich die Hälfte des Wassers innerhalb der Barriere täglich mit Meerwasser und so gelangt "Mischwasser" ins Meer. Nach Tepco sind 10 Billionen Becquerel Strontium-90 und 20 Billionen Cäsium-137 allein so ins Meer gelangt.

Im Sinne Tepco's fabulierte der Kabinettschef Yoshihide Suga, es sei zwar kontaminiertes Wasser ins Meer gelangt, aber die Belastung des Meerwassers an den Küsten Japans und bei Fukushima würde doch deutlich unter internationalen Grenzwerten für Trinkwasser liegen.
Auf dieser Grundlage habe Abe Shinzo sich berufen, dass die Folgen des AKW-Unfalls vollständig blockiert worden seien. Tatsächlich versicherte er, wird die radioaktive Belastung von Fischen an japanischen Küsten keine Gesundheitsgefährdung mit sich bringen. Ernstzunehmende Wissen- schaftsexperten, die Forschung im Pazifik betreiben, haben für sich beschlossen aus diesem Meer keinen Fisch mehr auf den Tisch.

DAS TATSÄCHLICHE PROBLEM
Die 3 Reaktorgebäude, bei denen es zu einer Kernschmelze gekommen war sowie einige Tausend Brennstäbe in den Abklingbecken müssen täglich mit über 300 Tonnen Wasser gekühlt werden. Dabei wird dieses Kühlwasser hochgradig Kontaminiert. Der hilflose Versuch besorgten Bürgern der Welt, weiszumachen das Kühlwasser würde in den rasch zusammengeschusterten Nottanks aufgefangen wäre einfach nur lächerlich, wenn die Bedrohung durch die sich täglich summierende Ansammelung radioaktiv verseuchten Wasser nicht existent wäre. Es sind lediglich Schutzbehauptungen, die Tanks würden Leckagen aufweisen, die korrekte Bezeichnung lautet: "Abflußventile zum Pazifik"!

Japan/Tokio.: Neue Leckage im AKW Fukushima
Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist an einem weiteren Tank mit hochgradig verstrahltem Wasser ein Leck aufgetreten. Wie der Betreiberkonzern Tepco jetzt bekanntgab, es sei zu befürchten, daß ein Teil davon ins Meer laufe. Wieviel Wasser jetzt bereits ausgelaufen ist, sei nicht feststellbar. Die in einer vom Wasser freigespülten Rinne am Tank gemessene Strahlen- belastung habe jedoch 200000 Becquerel pro Liter betragen. Die gesetzliche Höchstgrenze liegt bei 30 Becquerel.

AKW-CATTENOM
Hallo AtomkraftgegnerInnen,
Samstag am 14.09.13 haben wir für die Schließung der Pannenruine Cattenom in Metz demonstriert und in der Nacht auf Samstag versagten im Reaktorblock 4, Sensoren die zur Messung der Funktionsweise der Instrumente im Reaktor dienen. Dies bestätigt dass die Pannenreaktoren Cattenom sofort abgeschaltet werden müssen und wir mehr als 300 Empörte auf die Straßen gehen müssen um unser aller Ziel zu erreichen!! CatteNOm  
Cattenom non merci
Engagiert euch mit uns für den endgültigen Atomausstieg auf internationaler Ebene! Jetzt!
Nur gemeinsam und zahlreich sind wir stark! http://cattenom-non-merci.de/
Siehe auch hier ===> http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/18845199 

September 2013- Neues von der AKW-Ruine Fukushima
Gut zweieinhalb Jahre nach der Katastrophe von Fukushima will die japanische Regierung die Marode Anlage jetzt “sanieren”.
Es ist der Bau eines Schutzwalls aus gefrorener Erde um die zerstörten Reaktorblöcke geplant, damit das Grundwasser sich nicht mehr mit dem Radioaktiv verseuchten Kühlwasser vermischt. Eine Stahlplattenbarriere von 14 km Länge soll verhindern das verseuchtes Wasser weiterhin in den Ozean abfließt. Der Betreiber Tepco ist faktisch Pleite gegangen, jetzt legt die japanische Regierung ein Sanierungsprogramm mit 360 Millionen Euro auf.
Es sollen Lecks im havarierten Kernraftwerk geschlossen und verseuchtes Wasser aufbereitet werden, wie die Regierung mitteilte.  Durch ein verbessertes Filtersystem soll die Strahlenbelastung des zur Kühlung benutzten Kühlwassers herabgesetzt werden um es mehrfach nutzen zu können.

Lange Zeit taten die Offiziellen in Japan so, als gebe es kein Problem in der Fukushima-Region 200 Kilometer nördlich von Tokio. Sie behaupteten, alles im Griff zu haben. Die Vereinten Anstrengungen der Regierung, der Betreiberfirma und der japanischen Medien sind nun als Beruhigungspillen für das japanische Volk und die Weltöffentlichkeit entlarvt worden.
Die jetzt an der Ruine entdeckte extrem erhöhte Strahlenbelastung, die innerhalb weniger Stunden zum Tod führt war wohl zuviel, um es dem Rest der Welt weiterhin zuzumuten.

Tepco mußte einräumen, daß 300 Tonnen hoch radioaktiv verseuchtes Wasser aus einem Lagertank ausgelaufen sind. Ein weiteres Leck wurde an einer Verbindung zwischen zwei Wassertanks entdeckt. Außerdem entdeckten Experten eine weitere hoch radioaktive Zone an einem Auffangbehälter. Wirtschaftsminister Akira Amari: "Das ist eine Frage der öffentlichen Sicherheit, deshalb muß das Land die Führung bei diesem Thema übernehmen und so schnell wie möglich reagieren".

KREBSERKRANKUNGEN IN DER AKW UMGEBUNG
Schilddrüsenkrebs ist sehr selten und tritt bei Kindern noch seltener auf. In Japan sind Kinder mit Radioaktivität in Kontakt gekommen und die Regierung hat nicht einmal Jodtabletten verteilt, die vor dieser Erkrankung schützen könnten. Nach japanischen Statistiken, die sich auf die Jahre 2000 bis 2007 beziehen, tritt Schildddrüsenkrebs auf 100.000 Kinder bezogen, in 0,35 Fällen auf.
Aus einer Reihenuntersuchung von 190.000 Kindern in der Umgebung des Kraftwerkes geht hervor, daß 18 Erkrankungen nachgewiesen sind und daß in 25 weiteren Fällen Krebs vermutet wird - eine endgültige Diagnose läßt sich erst nach einer Operation erstellen. Per Ultraschall wurden bei 44 Prozent der untersuchten Kinder Auffälligkeiten festgestellt.
Normal sind bei 100.000 Kindern  0,35 Fälle von Schilddrüsenkrebs, auf 190.000 umgerechnet wäre das weniger als ein Fall - inzwischen liegen schon 18 diagnostizierte Fälle vor. Bei weiteren 25 Kindern liegt ein Verdacht auf diese Erkrankung vor. Dr. Alex Rosen Mitglied der "Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges" (IPPNW) erklärt, es ist das erste Mal, daß mit moderner Medizintechnik eine so große Personengruppe auf Schilddrüsenkrebs hin untersucht wurde. Den "Ärzten für die Verhütung eines Atomkrieges" macht das erhebliche Sorgen. Wenn jetzt schon so viele Erkrankungen bestätigt sind, fürchten sie, daß es in den kommenden Jahren noch sehr viel schlimmer werden wird.

Die IPPNW-Ärzte sind der Auffassung, die Lage sei besorgniserregend
Aussagen wie etwa die, Schilddrüsenkrebs sei gut behandelbar, empfinden sie als zynisch - Kinderärzte wissen genau, welch ein Schicksalsschlag es für das Kind, seine Eltern und Geschwister ist, wenn Krebs diagnostiziert wird. Dem Patienten muß die Schilddrüse entfernt werden, er muß den Rest seines Lebens regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen, er muß lebenslang Schilddrüsenhormone einnehmen. Und er muß fürchten, daß der Krebs irgendwann erneut ausbricht.

IPPNW Mitarbeiter essen kein Sushi mehr, wenn der Fisch aus dem Pazifik kommt.
Seit mehr als zweieinhalb Jahren fließen täglich mehrere Tonnen radioaktiven Wassers ins Meer. Eine kürzlich vorgelegte Studie zeigt, daß ein kleiner Teil der Radioaktivität auf dem Meeresgrund in Küstennähe bleibt, der Rest verteilt sich über den Pazifik. Es wird erwartet, daß die Radioaktivität in etwa fünf Jahren die westamerikanische Küste erreicht hat.


Japan/ Tokio Hochstufung der Gefahr durch die Leckagen
Die japanische Atomaufsichtsbehörde NRA hat den Schweregrad des radioaktiven Lecks am Unglücksreaktor Fukushima auf Stufe 3 hochgestuft, dies entspricht einem "ernsthaften Zwischenfall".

a_weitere_Explosion_1links im Bild  2011 “ Weisser Rauch ” dazu verwandelt sich Explosionsartig  Wasser im Moment bei Eintritt der Kernschmelze

Die Katastrophe von Fukushima, die damals im März 2011 zur Kernschmelze führte, hatte die höchstmögliche Stufe 7 erhalten. Die radioaktive Strahlung rund um die kontaminierten Wassertanks am japanischen Katastrophen-AKW Fukushima steigt unaufhörlich. Sie habe sich um mehr als ein Fünftel auf den neuen Höchstwert von 2200 Millisievert verstärkt, teilte die Atomaufsichtsbehörde in Tokio am Mittwoch dem 4. September mit. Am vorhergehenden Samstag war die Strahlung auf 1800 Millisievert gestiegen - das ist eine Dosis, die einen ungeschützten Menschen innerhalb weniger Stunden tötet. Die Behälter fangen das kontaminierte Wasser aus den vor zwei Jahren havarierten Reaktoren auf. Im vergangenen Monat wurde bemerkt das hochradioaktives Wasser aus einem der primitiv zusammengebauten Tanks ausgelaufen war, ist völlig unklar, seit wann das Leck besteht. Tepco bestreitet nicht mehr, daß kontaminiertes Wasser in den Pazifischen Ozean gelangt ist. Nach Angaben des Betreibers Tepco aus der vergangenen Woche sind über 300 Tonnen hochradioaktives Wasser aus einem Lagertank ausgelaufen. Es ist das erste Mal nach dem  März 2011, daß Japan eine Warnung der Stufe 3 ausgab.

EXPERTEN ZUM ANSTIEG DER VERSEUCHUNG DES WASSERS IN FUKUSHIMA
Unabhängige Experten vermuten, das die sogenannte, Dekontaminierung von Kühlwasser zur Mehrfachverwendung, Ursache des enormen Anstieges Werte in den Wassertanks führte.
Der Tepcotrick, das Kühlwasser mit Grundwasser Vermischung als Dekontaminiert zu deklarieren, war zu dem Zeitpunkt zum scheitern verurteilt, als die Kontaminierung des Grundwasser der Umgebung die hohen Werte des vernutzten Kühlwassers erreichte und nicht mehr genügend nicht kontaminiertes Grundwasser nachsickerte. Täglich riesige Wassermengen unbemerkt Richtung Meer versickern zu lassen wurde unmöglich, denn nun stiegen auch die Werte im Pazifik vor der japanischen Küste. Damit war  die Methode, die deutsche  Chemieunternehmen am Rhein in Deutschland schon vor Jahren anwendeten nicht mehr möglich. In Deutschland hatten Regierungs- verordnungen  für Abwassereinleitungen in den Fluss, Grenzwerte für die Kontaminierung mit bestimmten Chemikalien festgelegt, darauf mischten die Konzerne ihr Abwasser mit Grundwasser aus eigenen Tiefbrunnen, sie verdünnten ihr Abwasser vor der Einleitung in den Fluss, bis unterhalb der festgelegten Grenzwerte.
 

UDSSR & DDR “glänzten durch 5 Jahrespläne”, die meist nicht erfüllt wurden.
Tepco & die japanische Regierung toppen das um Längen:
So um das Jahr 2050 soll ihr 38 Jahresplan erfüllt sein mehr: HIER

AKW-Ruine Fukushima
Tepco eiert weiter herum, jetzt erklären die Japaner ein neues Leck zu einem ernsten Störfall
In Pfützen vor Ort sind Strahlungswerte von 100 Millisievert pro Stunde gemessen worden, was Wissenschaftlern zufolge für Menschen gesundheitsgefährdend ist. Das Wasser ist so stark kontaminiert, dass ein Mensch, der sich unmittelbar daneben aufhält, innerhalb einer Stunde das Fünffache der Strahlung abbekommt, die für AKW-Mitarbeiter innerhalb eines Jahres als gerade noch zulässig gilt. Die Betreiberfirma hatte behauptet das die Hunderte von Tanks, die dorthin verbracht wurden Gummi nähte besitzen, die fünf Jahre halten sollten. Tepco konnte oder wollte das undichte Behältnis bisher nicht orten. Seit der Kernschmelze im März 2011 pumpen die Reparaturtrupps unentwegt Wasser zur Kühlung in die Reaktoren. Die dabei anfallenden riesigen Mengen verseuchten Wassers werden in Tanks gefüllt, die nach Expertenschätzungen kaum je ausreichten. Versuche das Kühlwasser zu dekontaminieren und zur Kühlung wieder zu verwenden scheiterten bisher.

Daher fließt seit zwei Jahren kontaminiertes Wasser in den Pazifik
Es sickern schätzungsweise 300 Tonnen verstrahltes Wasser pro Tag aus der  Atom-Ruine in den Ozean, das hat ein Vertreter des Japanischen-Industrieministeriums erklärt. Dabei handelt es sich nicht nur um das Kühlwasser. Denn jeden Tag sickern Hunderte Tonnen Grundwasser in die Reaktorgebäude  und  vermischen sich dort mit dem kontaminierten Kühlwasser. Es gab und gibt Abflußmöglichkeiten zum Meer. Eine angeblich errichtete Schranke aus gefrorenem Boden ist anscheinend nie funktionsfähig geworden.
 

Schon wieder macht der Pannenmeiler Cattenom Schlagzeilen!
Es war nicht anders zu erwarten!
Wir haben nun über Facebokk Bundesumweltminister Altmaier kontaktiert:
https://www.facebook.com/peter.altmaier?fref=ts


Herr Altmaier - wie in diversen PM zu vernehmen - wissen Sie nichts von den Vorfällen im AKW Cattenom. Wir fragen Sie: Unzählige Pm über Störfälle, Unfälle etc - ein offener Brief der Bürgerinitiative Cattenom Non Merci der auf das Dilemma Cattenom hinweist.......und Sie haben niemals etwas über das AKW Cattenom gehört?? Diverse AntiAtomInitiativen, Saarland, Luxemburg und Rheinland-Pfalz fordern seit Jahren den Pannenmeiler Cattenom zu schließen.
Auf den offenen Brief der Bürgerinitiative Cattenom Non Merci wurde uns geantwortet, das jedes Land über seine Energiepolitik selbst entscheiden kann und Deutschland sich nicht in die Energiepolitik eines anderen Landes einmischen kann. Dann fragen wir Sie Herr Altmaier: Wie ist es möglich das sich Frankreich in unsere Energiepolitik einmischen kann?? Denn nahe dem Schloss Malbrouck sollen auf deutscher Seite WKR erbaut werden und Frankreich will nun vor dem EU- Gerichtshof eine Gegenklage gegen die WKR einreichen. Also scheint es doch realisierbar zu sein, dass sich ein anderes Land in die Energiepolitik anderer Länder einmischt?? Deswegen fordern wir Sie Herr Altmaier dazu auf, sich als saarländischer Politiker für die sofortige Schließung des Pannenmeiler Cattenom zu engagieren. M.f.G. Ute Schlumpberger (Bi Cattenom Non Merci) ----  http://www.cattenom-non-merci.de/81.html 

Schlagzeilen!
58'000 Liter Säure laufen in Cattenom aus:
http://www.lessentiel.lu/de/news/grossregion/story/24490762

Einheit vier abgeschaltet:
http://www.wort.lu/fr/view/cattenom-arret-de-l-unite-de-production-n-4-520ce1efe4b024db2ea7485c

Salzsäure läuft in die Mosel:
http://www.wort.lu/de/view/cattenom-salzsaeure-ausgelaufen-520e2751e4b02ed11bf2a5ad

http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/AKW-Salzsaeure-laeuft-in-die-Mosel-25904062

Greenpeace startet Aktion gegen Cattenom:
http://www.focus.de/regional/trier/atomkraft-greenpeace-trier-startet-aktion-gegen-cattenom-und-fessenheim_aid_1074121.htm

Cattenom ein Wahlkampfmanöver: ??
http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/politik_wirtschaft/sommer-interviews/sommerinterviews_2013/sommerinterview_altmaier_cattenom100.html

Luxemburgs Proteste sind lächerlich weil konsequenzlos
http://www.luxprivat.lu/News/Cattenom-ist-gefaehrlich-Luxemburgs-Proteste-sind-laecherlich-weil-konsequenzlos-Proteste-bis-zum-bitteren-Ende

Bei einem SUPERGAU im AKW CATTENOM sind wir 11 Millionen potenzielle SUPERGAU betroffene!

Cattenom non merci

Erscheint zahlreich am Sa. 14 Sept. 2013
Massenhafte Pannen, Stör - und Zwischenfälle, EU-Stresstest Mangelhaft, der Brand im Juni im Atomkomplex war brandgefährlich. Atomkraftwerke sind gefährlich, strahlend und unbeherrschbar.
Deswegen rufen wir auch in diesem Jahr zur Demo für die Schließung des Pannenmeilers Cattenom auf. Erscheint zahlreich am 14. Sept. in Metz

CatteNOm Non Merci -- Demo in Metz Ab 14:00
Versammlungspunkt: Place de la Réplublique
Erscheint zahlreich - denn nur gemeinsam sind wir stark!!

Wir betrachten uns als Bürgerbewegung und teilen Parteien, Wählergemeinschaften mit, dass auf dieser Demo Parteifahnen unerwünscht sind und ausreichend AntiAtomkraftfahnen vor Ort erhältlich sind.

Der BUND Saar organisiert für die Demo in Metz einen Bus.
Abfahrt 12.30 Uhr Saarbrücken HBF gegen 20.30 Uhr wieder Ankunft in Saarbrücken
Der Bus steht ab 12.15 Uhr am HBF Saarbrücken bereit. Pro Mitfahrer wird ein Kostenzuschuss von 5 Euro erhoben. Spenden erwünscht.

Anmeldungen für die Fahrt:
petra.seebruch@bund-saar.de  Tel: 0681 813700

Internationale AntiAtomare Grüße,
Ute Schlumpberger
Gründerin/Sprecherin; Bi. Cattenom Non Merci - 66706 Perl
Mail: cattenom-non-merci@online.de
Engagiert euch mit uns für den endgültigen Atomausstieg auf internationaler Ebene ? Jetzt!
Nur gemeinsam und zahlreich sind wir stark!

Weitere Infos:
http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/energiewende/artikel/738ebf98ad/viel-heisse-luft-1.html
http://umweltinstitut.org/energie--klima/allgemeines-energie--klima/erlauterungen-zur-eeg-umlage-1047.html

FÜR EIN ATOMWAFFEN FREIES DEUTSCHLAND
HERSTELLUNG, BESITZ & LAGERUNG VON A-WAFFEN IST EIN VERBRECHEN AN DER MENSCHHEIT

Rund 750 Demonstranten haben am Sonntag dem 11. 08. den Fliegerhorst Büchel in der Südpfalz blockiert. Im Fliegerhorst Büchel sind die letzten in Deutschland verbliebenen Atombomben der USA stationiert. Die Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag 2009 den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland vereinbart. Im März 2010 hat der Bundestag die Regierung, fraktionsübergreifend aufgefordert, sich dafür einzusetzen ... In ihren Beschluß haben sie dann aber clever wie sie nun mal sind, einen Haken eingebaut: Das müsse aber im Konsens mit der NATO stattfinden - daß die das nicht abnicken würde, war den rechten Parteien, CDU/CSU/SPD/FDP natürlich klar. So kam es dann auch, das der NATO-PARTNER-USA bei dem Momentanen Status bleibt, ja die Waffen sogar noch modernisieren will. Im Prinzip also alles leeres Wortgeklingel der Rechtsparteien und der Regierenden Koalition, um Friedenswillige auf ihre Seite zu locken und zu den damaligen Wahlen ein Kreuz zu ergattern.

Jetzt im September 2013 finden wieder Wahlen Statt
Berthold Keunecke, Pressesprecher des Netzwerks »Lebenslaute« erklärte gegenüber Gitta Düperthal in der jw: Wir haben für die Aktion bewußt einen Zeitpunkt vor den Bundestagswahlen gewählt. Insofern hoffen wir, daß die nächste Bundesregierung unsere Einschätzung umsetzt, daß Atomwaffen ein Verbrechen sind. Wir wollen, daß sie der US-Regierung sagt: »Es tut uns leid, das geht bei uns nicht mehr. Es gibt einen Atomwaffensperrvertrag und der politische Wille in der
Bundesrepublik läßt das nicht mehr zu.«

Die Stimmung während der Aktion war Hervorragend!
Es waren sehr verschiedene Menschen dabei, unter anderem Frauenrechtlerinnen, religiöse Leute, Motorradfahrer - und eben wir, die »Lebenslaute«, die mit ihrer klassischen Musik sehr bürgerlich ist. Unser Ziel haben wir erreicht, den Betriebsablauf auf dem Fliegerhorst effektiv zu stören.

Wir - alle Demonstranten zusammen! - hatten insgesamt acht Tore besetzt. Über 18 Stunden lang konnten keine Autos in den Fliegerhorst fahren. Das Gute ist: Eine Musikblockade wird von der Polizei nicht so einfach beiseite geräumt. Wir verbreiten eine gute, friedliche Stimmung mit klassischer Musik. Unsere Instrumente machen im Grunde keine Angst - nur insofern, daß die Polizei einsehen muß, vorsichtig damit umzugehen, weil sie teuer sind. Unsere Musik schützt uns.

»Wir haben den Ablauf effektiv gestört«
Einige Politiker sollen ebenfalls bei den Protesten dabeigewesen sein, so Claudia Roth von Bündnis 90/Die Grünen, sowie Inge Höger von den Linken. Letztere ist schon lange als Antikriegspolitikerin aufgetreten. Die Linke, für die sie im Bundestag sitzt, ist die einzige Partei, die Deutsche Kriegseinsätze nach 1945 nicht mitgetragen hat.

WIRD DAS SANKT FLORIAN PRINZIP DURCHBROCHEN
Wird es eine Endlagersuche in vielen Bundesländern geben?
Greenpeace veröffentlicht Karte mit potentiellen Lagerstandorten!

Greenpeace zählt zu den entschiedensten Kritikern des geplanten Endlagersuchgesetzes. Gleichzeitig will sich die Umweltschutzorganisation einem "ehrlichen Neustart" bei der Suche nach einer Lagerstätte für hochradioaktive Abfälle aber nicht verweigern, wenn bestimmte Voraus- setzungen erfüllt sind: Gorleben müsse aus dem Pool der zu  untersuchenden Standorte gestrichen, eine echte Beteiligung von Bürgern gewährleistet werden.

Greenpeace hat  zusammengetragen, welche Gesteinsformationen in den einzelnen Bundes- ländern überhaupt für Endlagererkundungen in Frage kämen.  Zu diesem Zweck wertete Green- peace wissenschaftliche Untersuchungen, die im Auftrag der Bundesregierung erstellt worden waren von 1974 bis heute aus.
Lagersuche-Greenpeace

LEGENDE-Lagerstatten

 
Zum Artikel von Beate Steffens auf der Greenpeace HP : HIER

Das marode AKW in Fukushima verseucht auch weiterhin die Umwelt
Jetzt wurde Radioaktivität vor Japans Pazifikküste im Meer nachgewiesen

Vor zwei Wochen mußte Tepco, der Betreiber der Atomruine bekannt geben, daß aus einem Leck in der Anlage vermehrt und permanent radioaktive Stoffe ins Grundwasser gelangen. Die Be- lastung des Grundwassers mit dem krebserregenden Caesium lag nach Angaben von Tepco deutlich über dem zulässigen Grenzwert. Der Betreiber des Reaktors, Tepco, hatte in der vergangenen Woche zugegeben, daß radioaktiv verseuchtes Grundwasser jetzt den Pazifik erreicht habe. Nach der Messung erhöhter Radioaktivität vor Japans Pazifikküste hat die Atomaufsichtsbehörde des Landes am Dienstag eine verschärfte Überwachung der Zustände im havarierten Atomkraftwerk Fukushima angekündigt.
 

Atommüll Endlager Schacht Konrad wird teurer
Der Umbau der früheren Eisenerzgrube Schacht Konrad zum nationalen Endlager für schwach, und mittelradioaktive Abfälle wird  teurer. Erste Schätzungen gingen von Kosten in Höhe von ca. 900 Millionen Euro aus. Jetzt sind schon 1,5 Milliarden Euro verbaut, insgesamt rechnet das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit etwa 2,2 Milliarden Euro.

Der Zeitplan ist keinesfalls mehr einzuhalten. Es wurde zunächst von einer Inbetriebnahme im Jahr 2014 ausgegangen. Jetzt  lautet die offizielle Sprachregelung: Nicht vor 2019.  Inoffiziell ist zu hören, daß die Behörde nicht vor 2021 mit dem Beginn der Einlagerung rechnet. Bürgerinitiativen stellen mittlerweile die aktuelle Frage, ob Schacht Konrad überhaupt jemals in Betrieb gehen wird.

Die Genehmigungen für die Zwischenlagerstandorte zur vorübergehenden Aufbewahrung des für Konrad bestimmten Atommülls  laufen demnächst aus. Beispielsweise das westfälische Ahaus. Mitte der 70er Jahre zunächst zur Zwischenlagerung von hochradioaktiven Abfällen errichtet, erhielt das Lager 2010 eine erweiterte Betriebsgenehmigung für schwach- und mittelaktiven Atommüll der etwa bei dem Abriß deutscher Atomkraftwerke entsteht. Diese Genehmigung gilt nur bis 2020. Anschließend, so wurde Ahaus-Anwohnern versprochen, kämen die Abfälle in den Schacht Konrad.

Für mehr als 100 000 Kubikmeter abgereichertes Uran aus der westfälischen Uranan- reicherungsanlage Gronau, die Atomreaktoren ganz Europas mit »Brennstoff« versorgt, gibt es noch gar keine Endfestlegung. Dasselbe gilt für die aus dem Bergwerk Asse zu bergenden Fässer - das allein sind noch einmal mehr als 100 000 Kubikmeter. Konrad wurde nur für maximal 303 000 Kubikmeter Abfälle genehmigt

Brennelemente weiter in Jülich
Im ehemaligen Atomforschungszentrum Jülich dürfen 152Castor-Behälter mit hochradioaktiven Brennelementen vorerst bleiben. Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium hat die Lagerung für weitere sechs Monate genehmigt, wie es am Freitag mitteilte. Sie wäre sonst zum Monatsende ausgelaufen. Die Brennelemente, um deren endgültige Lagerung es lange Streit gab, sollen später in die USA gebracht werden, woher sie auch stammen. Das Forschungszentrum hat deshalb für die weitere Lagerung eine neue Genehmigung bei der zuständigen Bundesbehörde beantragt. Darüber muß noch endgültig entschieden werden.

Wird eine Rückholung unmöglich gemacht im Atommüllager Asse?
Jetzt gibt es erneut Streit um die Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem Atommüllager Asse zwischen Bürgerinitiativen und Betreiber. Der Asse-2-Koordinationskreis Planungen des Bundesamtes für Strahlenschutz(BfS)kritisiert, die 750-Meter-Sohle des Bergwerks zu verfüllen. Dort liegen viele Kammern mit Atommüll. Auch die Asse-2-Begleitgruppe im Landkreis Wolfenbüttel und die aus Wissenschaftlern bestehende »Arbeitsgruppe Option Rückholung« hatten sich gegen diese Maßnahme ausgesprochen. Das Verfüllen dieser und der darüber liegenden 725-Meter-Sohle mit Salzbeton sei »mehr als fragwürdig«, sagte gestern Udo Dettmann vom Koordinationskreis. »Denn es ist immer noch nicht geklärt, wie der Müllwieder herauszuholen ist und welche Wege dazu im Bergwerk gebraucht werden«. Die Versicherung des Betreibers, verfüllte Strecken wieder öffnen zu können, habe dieser selbst »in Abrede gestellt«. Beim BfS gebe es bisher keine konkreten Vorstellungen, wie der Atommüll nach Verschließen der Sohlen mit Beton zurückgeholt werden könne. Die Atomkraftgegner weisen darauf hin, daß »schon jetzt kontaminierte Lauge auf der 750-Meter-Sohle ausgetreten ist und weiter austritt«. Es sei dennoch keine wirkungsvolle ­Drainage geplant, die garantiere, daß keine Lauge in die Einlagerungs- kammern gelange. Mit einem Verschluß der Sohlen könnten neue Zuflußquellen von Lauge nicht mehr erkannt werden. Es sei dann möglich, daß sich durch Laugenzufluß in die Einlagerungs- kammern Fässer auflösten und das umgebende Salz kontaminierten. »Dies würde zur erheblichen Erschwerung und Verzögerung der Rückholung führen«, so Dettmann. Der Koordinationskreis als Dachverband regionaler Initiativen und Gruppen bemängelt, daß bis heute noch keine Ausschreibung der Planung für die Rückholung vorliege, obwohl die Unterlagen bereits erarbeitet seien. Wenn das BfS bei fehlender Rückholplanung Sohlen einfach verfülle ohne für eine sichere Drainage zu sorgen, dann setze es unumkehrbar die ersten Schritte des Flutungskonzepts um, das vom ehemaligen Betreiber, dem Helmholtz-Zentrum München, vorgelegt wurde. Der gesetzliche Auftrag zur Rückholung werde dann »zur Farce«. Das BfS wies die Vorwürfe zurück. »Die Bürgerinitiativen sind offenbar nicht auf dem aktuellen Stand«, sagte Behördensprecher Florian Emrich auf Anfrage. So sei die Planung zur Rückholung »seit mehreren Monaten in Arbeit«. Das Ingenieurbüro DMT GmbH&Co. KG habe vom BfS den Auftrag erhalten, eine Machbarkeitsstudie zum optimalen Vorgehen bei der Bergung der schwach radioaktiven Abfälle zu erstellen. »Die DMT arbeitet seit Ende April 2013 daran und will Ergebnisse noch 2013 vorlegen«, sagte Emrich. Das Verfüllen von Hohlräumen, in denen kein Atommüll lagere, mit Spezialbeton diene der »Herstellung von Stabilität«. Die Arbeiten seien somit Voraussetzung für die Bergung und behinderten sie nicht. Schließlich würden die geplanten Vorsorgemaßnahmen im Falle eines unbeherrschbaren Wasserzutritts seit 2010 öffentlich diskutiert, es handle sich dabei um Vor- gaben der Aufsicht. Diese Maßnahmen würden noch bis 2021 dauern, parallel dazu liefen die Rückholungsplanungen, so Emrich.
Die Umweltschützer kündigten  Proteste auch auf der Straße an. Bei der Anti-Atom-Mahnwache am Montag in Wolfenbüttel und einem »Atommüll-Spaziergang« zur Asse am 11. August wollen sie nochmals ihre Kritik und ihre Befürchtungen zum Ausdruck bringen.
 

ausgestrahltausgestrahlt-Rundbrief Nr. 20 - Frühjahr 2013
Dies erwartet Dich:

Tschernobyl-Jahrestag: Alle Infos zu den Protesten am 21. April an den AKW Brokdorf und Grafenrheinfeld.
Vergisst Rot-Grün das Abschalten?
Endlagersuche: Die Fehler von Altmaiers Kompromissvorschlag.
Interview: Olav Hohmeyer, Professor für Energiewirtschaft, erklärt u.a., warum AKW die Energiewende verhindern.
Atomkraft in den Niederlanden: Anti-AKW-Bewegung erwacht langsam aus dem Winterschlaf neue Kampagnen, geplante Aktionen und vieles mehr...
http://www.shop.ausgestrahlt.de/fileadmin/user_upload/shop/Rundbrief/rb19_web.pdf 

»Enorme Brände, starke Explosionen«
Ehemaliger Abteilungsleiter der Atomaufsicht warnt: AKW genauso verwundbar wie Castor-Hallen
Reimar Paul
Die Betriebserlaubnis für das Atommüllzwischenlager Brunsbüttel ist bekanntlich seit Mitte Juni futsch. Das Oberverwaltungsgericht Schleswig urteilte damals, bei der Genehmigung der Anlage seien die Risiken beim Absturz von großen Flugzeugen nicht ausreichend berücksichtigt worden. Nun stellt ein Gutachten im Auftrag der Anti-Atomorganisation »Ausgestrahlt« fest: Kein deutsches Atomkraftwerk ist gegen den Absturz auch nur mittelgroßer Flieger ausgelegt.
Alles unter KontrolleVerfaßt hat die Studie der pensionierte Ministerialdirigent Dieter Majer. Der studierte Ingenieur war der ranghöchste Technik-Experte der Atomaufsicht des Bundes. Ab 1982 arbeitete er zunächst unter Joschka Fischer (Grüne) im hessischen Umweltministerium, später wechselte er ins Bundesumwelt- ministerium. Dort wurde er Chef der Abteilung »Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen«, seine Dienstherren waren Jürgen Trittin (Grüne) und Sigmar Gabriel (SPD).

Ein Flugzeugabsturz auf ein AKW könne seine Ursache in einem Unfall haben, aber auch gezielt durch einen Terroranschlag herbeigeführt werden, schreibt Majer in dem junge Welt vorliegenden Gutachten. Praktisch alle deutschen Atommeiler lägen unter den Flugrouten von Militärmaschinen wie zivilen Flugzeugen. Ein Terrorangriff mit Flugzeugen werde spätestens seit den Anschlägen auf das New Yorker World Trade Center von Sicherheitsexperten nicht mehr ausgeschlossen. Majer zufolge sind Flugzeugabstürze bei der Errichtung der deutschen AKW nicht umfassend berücksichtigt worden. Statt dessen hätten die Genehmigungsbehörden nur die zur jeweiligen Bauzeit genutzten Militärmaschinen betrachtet. »Bei den heute noch betriebenen Atomkraftwerken ging es konkret nur darum, ob sie die Stoßbelastung durch eine abstürzende Militärmaschine vom Typ Phantoml mit 20 Tonnen Gewicht und einer Auftreffgeschwindigkeit von 774 km/h überstehen würden«. Zivil-flugzeuge mit ihrer sehr viel größeren Masse und Treibstoffmenge seien unbeachtet geblieben, »sie und ihr möglicher Aufprall auf ein Atomkraftwerk flossen überhaupt nicht in die Genehmigungsprozesse ein«.

Auch wenn der Schadensumfang nicht genau vorherzusagen sei: Der Aufprall eines Flugzeugs auf ein AKW habe in jedem Fall »unübersehbare katastrophale Folgen«, schreibt Majer und entwickelt verschiedene Szenarien. So könnten sich Triebwerkswellen mit ihrer hohen Bewegungsenergie »wie ein Speer« in den Reaktorsicherheitsbehälter aus Beton bohren und so die wichtigste
Barriere gegen die Ausbreitung radioaktiver Stoffe zerstören. Möglich seien auch Beschädigungen des Reaktordruckbehälters, der Hauptkühlmittelleitung und von elektronischen Einrichtungen. Die Folgen wären große Kühlmittelverluste, eine Freilegung von Brennelementen und eine Kernschmelze - der »Super-GAU«.

Das bei einem Crash freigesetzte Kerosin, bei voll getankten Maschinen bis zu 300000 Liter, werde innerhalb und außerhalb des Sicherheitsbehälters »enorme Brände« und »starke Explosionen« auslösen, so der Gutachter. Der Aufprall könne zu massiven Erschütterungen führen, vergleichbar mit sehr starken Erdbeben, gegen die Atomkraftwerke nicht ausgelegt seien.
Eine besondere Gefahr sieht Majer für die beiden Siedewasserreaktoren im bayrischen AKW Gundremmingen. Anders als bei Druckwasserreaktoren, befänden sich dort die Lagerbecken für abgebrannte Brennelemente außerhalb der Sicherheitsgebäude, sie seien deshalb besonders leicht verwundbar. Die Möglichkeiten, die Sicherheit der AKW gegen Flugzeugabstürze durch
Nachrüstungen zu erhöhen, hält Majer für »außerordentlich begrenzt«.

Das Bundesumweltministerium nahm auf Anfrage inhaltlich nicht Stellung. Eine Sprecherin erklärte lediglich, Majer habe in seiner aktiven Dienstzeit »nicht die Auffassung dokumentiert, daß mit Blick auf die Thematik Flugzeugabsturz rzur Vermeidung der nicht hinnehmbaren Risiken (...) die kurzfristige Abschaltung aller Atomkraftwerke in Deutschland erforderlich sei.«

EU rechnet Atomstrom über Tricks billig!
Betrügerische  Machenschaften im Auftrag der Atomlobby?

DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert kritisiert EU Kostenschätzung
Die Kosten für ökostrom werdei dem Deutschen Institut fü Wirtschaftsforschung (DIW) zu folge von der EU deutlich überschätzt. Dagegen werde Atomstrom billiggerechnet. Auch die Hoffnungen der EU auf eine sauberere Kohleverstromung durch die Abscheidung von Kohlendioxid (CO;) würden sich nicht erfüllen, sagte die DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert am Mittwoch dem
17.07.2013 in Berlin. „Erneuerbare Energien sind somit die einzige Option für eine nachhaltig« und CO2 -arme europäische Strom wirtschart", berichtigt sie.

Die Kosten für ein AKW haben sich verdreifacht
Kemfert kritisierte, die EU sei in ihrer „Energy Roadmap" 2011 zu künftigen Energieversorgung von einem deutlichen Wachstum der Atomkraft in Europa ausgeganger Grundlage dafür seien sinkende Kosten für Strom aus neuen Kernkraftwerken bis zum Jahr 2050. Dies sei aber nicht plausibel. So geht ( man beim Bau des neuen Reaktor;in Finnland mittlerweile von dreimal so hohen Kosten pro Kilowattstunde aus wie noch 2006. In Groß britannien würden sich neue Atomkraftwerke gar nicht rechnen. Deshalb würden sie nun über eine Umlage - ähnlich wie in Deutschland der Ökostrom - gefördert. Darüber hinaus würden Kosten für Endlager oder gar für Unfälle gar nicht berücksichtigt. Die von EU-Energiekommissar Günther Oettinge ins Gespräch gebrachte Versiecherungspflicht werde die Kosten weiter treiben.
Dagegen habe die EU in ihren Prognosen die Kosten für Strom aus Wind oder Sonne massiv überschätzt. Gerade Solarstrom sei bereits jetzt so günstig, wie es die EU erst für 2040 oder 2050 vorhersage sagte Kemfert. Da auch die Technik zur CO2 -Abscheidung für Kohle kraftwerke nicht vorankomme und in absehbarer Zeit nicht Wirtschaftliech einsetzbar sei, müssten auch hier die Annahmen der EU überarbeitet werden. Kemfert verlangte vor allem ein ehrgeiziges Ziel für die CO2-Minderung in der EU bis 2030. Aber auch die Ausbauziele für erneuerbare Energien müssten neu bestimmt werden. Derzeit hat die EU drei 20-Prozent-Ziele bis 2020 festgelegt: Sie betreffen die Kohlendioxid-Minderung im Vergleich zu 1990, die Energieeffienz-Steigerung und den Anteil der Erneuerbaren am Gesamtenergiebedarf.
 

Tod durch  bei 5000 Grad  erzeugte Nanopartikel
Die Uranmunition ist eine absolute Ausrottungswaffe

Seit dem Irak-Krieg 1991 kommt sie bei der NATO massenhaft zum Einsatz – mit tödlichen Folgen für die Zivilbevölkerung und die eingesetzten Soldaten
Von Frieder Wagner
Wer den Friedhof der bosnisch-serbischen Kleinstadt Bratunac besucht, dem fällt auf, daß viele Gräber und Grabsteine relativ neu sind. Und wer näher hinsieht, stellt fest, sehr viele Sterbedaten sind aus den Jahren 1997 und 1998. Und noch etwas ist bemerkenswert: Fast alle diese Verstorbenen stammen aus Hadzici, einem Städtchen 15 Kilometer südwestlich von Sarajevo.
Hadzici war Ende August/Anfang September 1995 im sogenannten Bosnienkrieg einer der Orte, die von NATO-Streitkräften heftig bombardiert wurden, weil die serbischen Streitkräfte dort ein Panzerreparaturwerk und ein großes Waffendepot unterhielten. Als nach der Bombardierung die serbischen Militärs eine stark erhöhte Radioaktivität feststellten, war ihnen klar, daß die NATO Uranbomben eingesetzt hatte. Deshalb wurden kurz danach knapp 4000 Bürger der Kleinstadt nach Bratunac umgesiedelt. Aber es war zu spät. Die meisten hatten sich schon kontaminiert, und viele starben innerhalb weniger Jahre an Krebs und Leukämie. Die angegebenen Zahlen der Opfer sind verschieden. Eine Ärztin vor Ort spricht von 650 Toten, und in einer WDR-Dokumentation aus dem Jahr 2004 werden 1112 genannt. Der Journalist Robert Fisk schrieb schon im Januar 2001 in der britischen Tageszeitung Independent von über 300 Toten und meinte, man hätte auf die Grabsteine schreiben können: Gestorben an den Folgen der Uranmunition.

»Nutzen« der Uranmunition
Diese Munition wird aus abgereichertem Uran - Depleted Uranium, kurz  DU genannt - hergestellt. Es ist ein Abfallprodukt der Atomindustrie. Wenn man aus natürlichem Uran Brennstäbe im Gewicht von einer Tonne herstellt, entstehen etwa acht Tonnen abgereichertes Uran. Die sind zwar als Alphastrahler nur schwach radioaktiv, müssen aber entsprechend entsorgt und bewacht werden, was teuer ist. Das Schwermetall ist wie Blei hochgiftig, hat aber mit 4,5 Milliarden Jahren eine wesentlich höhere Halbwertszeit. Inzwischen gibt es weltweit davon etwa 1,2 Millionen Tonnen, und es werden täglich mehr. Die Atomindustrie stellte sich darum sehr bald die Frage, wie sie dieses radioaktive und hochgiftige Material wieder los wird.
Der Verkauf an die Rüstungsindustrie ist für sie eine profitbringende Alternative zur teuren und komplizierten Entsorgung.

Abgereichertes Uran besitzt für militärische Zwecke zwei ausgezeichnete Eigenschaften. Formt man es zu einem spitzen Stab und beschleunigt ihn entsprechend, durchdringt er aufgrund seines enormen Gewichtes mühelos Stahl und Stahlbeton - wie heißes Eisen ein Stück Butter.
Dabei entsteht an diesem Uranstab ein Abrieb, der sich bei der enormen Reibungshitze mit
Temperaturen zwischen 3000 und 5000 Grad Celsius selbst entzündet. Wenn sich ein solches Geschoß in Sekundenbruchteilen durch einen Panzer schweißt, fängt das abgereicherte Uran Feuer und die Soldaten in dem Panzer verglühen. Wegen dieser beiden Eigenschaften sind Uranwaffen bei den Militärs so beliebt. Sie wurden deshalb in allen vergangenen Kriegen der USA und der NATO eingesetzt: 1995 in Bosnien, 1999 im Kosovo, 2001 in Afghanistan und 2003 - wie schon 1991 - im Irak.

Soweit bekannt, besitzen 21 Staaten inzwischen Uranmunition: die USA, Rußland, Großbritannien, China, Schweden, die Niederlande, Griechenland, Frankreich, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, die Türkei, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Israel, Saudi-Arabien, Irak, Pakistan, Thailand, Südkorea und Japan. Bei den US-Streitkräften wird die DU-Munition größtenteils vom Kampfjet A-10 »Thunderbolt« verschossen. Das Bodenkampfflugzeug kann mit seiner 30-Millimeter-Bordkanone pro Minute 3900 Geschosse abfeuern. Lasergesteuerte Bomben vom Typ GBU: 28 wurden schon im Irak-Krieg von 1991 getestet. Auch der in Deutschland stationierte US-»Abrams«-Kampfpanzer kann mit 120-Millimeter-Granaten aus abgereichertem Uran bestückt werden. Die Munition wird z.B. im US-Stützpunkt Baumholder in Rheinland-Pfalz gelagert.

Krebstod nach Bundeswehrtest
Schon im August 1983 hat die Bundeswehr unter strengster Geheimhaltung eigene Tests mit Uranmunition durchgeführt. Während die Öffentlichkeit mit Protesten gegen die Stationierung von »Pershing«-Raketen abgelenkt war, verschoß die Bundeswehr 50 bis 60 Urangranaten mitten in Deutschland auf dem Truppenübungsplatz bei Munster. Für die Geschosse wurden sogar abge- brannte Brennelemente aus Kernkraftwerken verarbeitet. Wegen der hohen Geheimhaltungsstufe trafen die Befehlshaber für die Soldaten keinerlei Schutzmaßnahmen. Einer dieser Soldaten war der Panzerschütze Erich S. (Name dem Autor bekannt). Zwei Jahre später war der vorher kerngesunde Mann arbeitsunfähig an Krebs erkrankt und klagte auf Wehrdienstentschädigung. Dem Gericht legte er Beweise vor: So die Namen und Adressen von sechs Kameraden, die bei den Tests dabeiwaren. Mehrere dieser Soldaten hatten von den Tests Granathülsen mit nach Hause genommen, auch Erich S. Drei Hülsen wurden mittels Massenspektroskopie untersucht. Außerdem wurden bei ihm eine Urin- und eine Haaranalyse durchgeführt. Sowohl in den Hülsen als auch im Körper des Panzerschützen wurden Spuren von Uran 238, Plutonium und Uran 236 festgestellt. Da Uran 236 in der Natur nicht vorkommt und nur bei der Wiederaufbereitung von atomaren Brennstäben entsteht, müssen die Granaten aus Material aus abgebrannten Brennelementen hergestellt worden sein.

Das zuständige Sozialgericht hatte im Juni 2007 die Klage von Erich S. abgewiesen, weil es sich bei der Granathülse angeblich um ein niederländisches Fabrikat gehandelt hat. Das war völlig unsinnig, da auf jeder Hülse mehrere Nummern zu entziffern sind. Nur eine von ihnen ist niederländischen Ursprungs. Die übrigen sind Bezeichnungen der Firmen Rheinmetall, Dynamit Nobel und Diehl, Nürnberg. Trotzdem lehnte das Gericht die Klage ab und empfahl deren Rücknahme.

Eine erneute Verhandlung im November 2008 vor dem Landessozialgericht endete mit einer faustdicken Überraschung. Die Richter dieser höheren Instanz waren der Ansicht, daß der Experte der Bundeswehr das erste Gericht bewußt getäuscht habe, da für jeden Laien eindeutig erkennbar sei, daß es sich bei der Granathülse um deutsche Munition gehandelt hat. Damit war auch die Bundesregierung blamiert. Das erste Gericht wurde angewiesen, den Prozeß neu aufzurollen. Inzwischen ist Erich S. im Dezember 2011 im Alter von nur 49 Jahren seiner schweren Krebs- erkrankung erlegen. Aber das deutsche Verteidigungsministerium schreibt weiterhin jedem auf entsprechende Anfrage: »Bis heute hat keine Studie oder Untersuchung einen wissenschaftlich nachweisbaren ursächlichen Zusammenhang zwischen der Verwendung abgereicherten Urans in Munition und den damit in Verbindung gebrachten Krankheiten aufgedeckt.«

Wissenschaftler decken auf
Viele renommierte Wissenschaftler, auch des US-amerikanischen Militärs, haben wiederholt festgestellt, daß es einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von radioaktiver Munition und schweren Erkrankungen gibt. Hier nur ein paar Beispiele: Die Erkenntnisse des Gründers des Krebsforschungszentrums an der Universität von Pennsylvania, Peter Nowell, aus dem Jahr 1976 besagen: »Es gibt keinen Zweifel an der Fähigkeit der Radioaktivität, Krebs zu erzeugen und auch denjenigen Krebs zu fördern, der durch andere Karzinogene erzeugt worden ist«. Auch Dr. John W. Gofman, vormals Leiter der Plutonium-Forschungsgruppe, warnte sehr drastisch: »Nach allen vernünftigen Maßstäben, die wir aus den Ergebnissen der Wissenschaft gewinnen, gibt es keine unbedenkliche radioaktive Dosis. Es gibt keine ungefährliche in den Körper aufgenommene Alpha-Strahlung. Wenn dies also eine Tatsache ist, dann ist jede geduldete Verstrahlung die Erlaubnis zu
einem Mord.« Sogar das radiobiologische Forschungsinstitut der US-Armee hat nach Arbeiten von Dr. Alexandra C. Miller und Kollegen zugegeben, daß Depleted Uranium (DU), also abgereichertes Uran, Krebs verursachen kann.
Sie haben auch herausgefunden, daß kleinste Mengen, die zu klein sind, um giftig zu sein und nur schwach radioaktiv sind, mehr zytogenetische Schäden in den Zellen verursachen, als dies durch deren Giftigkeit oder Radioaktivität allein erklärt werden könnte. Ihre neuesten Resultate bestätigten einen Bericht der britischen Royal Society, der nahelegt, daß die Giftigkeit und die Radioaktivität von DU sich in einer unbekannten Art gegenseitig verstärken, und zwar in einem solchen Ausmaß, daß achtmal mehr Zellen als vorausgesagt einen zytogenetischen Schaden erleiden. Daher sind in den heute gängigen Regierungsstudien die krebserzeugenden und genotoxischen Gesundheitsrisiken von DU massiv unterschätzt worden.

An dieser Stelle sollte auch ein Gerichtsurteil aus dem Jahre 1993 erwähnt werden: Der deutsche Arzt und Wissenschaftler Prof. Dr. Siegwart-Horst Günther, der als Entdecker der furchtbaren Folgen der Uranmunition gilt, hat 1992 Urangeschosse und Ummantelungen aus dem Irak mitgebracht, um es in Berlin von Fachleuten untersuchen zu lassen. 1992, zu einer Zeit, in der die Alliierten noch behauptet haben, daß diese Geschosse kein Uran enthalten! Ein Berliner Gericht hat dieses mitgebrachte Material konfisziert und untersucht. Mit dem Ergebnis: »Wir haben als Gutachter festgestellt, das Geschoß ist aus abgereichertem Uran. Uran ist ein Schwermetall und radioaktiv. Die Aufnahme in den Körper, die Wirkung ist in jedem Falle schädlich.« Günther wurde wegen illegaler Einfuhr radioaktiven Materials zu 3000 DM Geldstrafe verurteilt.1

Die britische Regierung und ein Gericht des Landes haben schon 2004 anerkannt, daß dem Golfkriegsveteran Kenny Duncan eine höhere Rente zusteht, weil seine Erkrankungen, die er sich 1991 im Golfkrieg zugezogen hatte, durch eingeatmetes, abgereichertes Uran ausgelöst worden waren. Das war möglich geworden, weil der Berliner Chemiker Prof. Dr. Albrecht Schott auf eigene Kosten die Gene von erkrankten britischen Golfkriegsveteranen untersuchen ließ. Sein Team hat im Blut von Duncan auffallend viele genetische Veränderungen festgestellt, die typisch für die Wirkung von Radioaktivität sind und nicht von anderen Ursachen herrühren können. Schott dazu: »Diese hohe Zahl von Chromosomenbrüchen kann man in der Familie von Kenny Duncan und seiner Frau Mandy sehen. Ihre drei Kinder sind genetisch schwer geschädigt. Das vom Vater eingeatmete Uran hat sich überall in seinem Körper verteilt, nicht nur in den Lymphozyten, auch im Gehirn, der Leber, auch im Sperma. Seine Kinder haben deshalb auch geschädigte Chromosomen, und sie werden natürlich hohe Raten genetisch geschädigter Kinder hervorbringen, und deren Kindeskinder wieder.« Schott schließt daraus: Uranmunition ist eine Ausrottungswaffe.

BRD-Ministerium weiß von nichts
Was kommt da auf Soldaten zu, die im Kosovo und in Afghanistan waren, wo diese Munition im Krieg eingesetzt wurde? Ein Blick nach Italien läßt es erahnen: Von 3000 Soldaten, die im Irak und im Kosovo im Einsatz waren, sind bisher 109 an Krebs oder Leukämie gestorben. 16 Familien wagten es, gegen ihre Regierung auf Wiedergutmachung zu klagen. Alle haben gewonnen!
Das Verteidigungsministerium Italiens wurde in allen 16 Fällen verurteilt, Entschädigungen zu bezahlen. Die Familien erhielten Beträge zwischen 200 000 und 1,2 Millionen Euro. Obwohl deutsche Soldaten im Kosovo direkt neben italienischen stationiert sind, erklärt das Bundesver- teidigungsministerium, daß es solche Erkrankungen und Todesfälle bei der Bundeswehr nicht gibt.

Die Regierung stützt sich für ihrere verharmlosende Äußerungen bis heute auf die Studie »Untersuchungen zur Uranausscheidung im Urin - Überprüfung von Schutzmaßnahmen beim Deutschen Heereskontingent der Kosovo-Schutztruppe« im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung vom 3. Januar 2001. Ausgeführt wurde die Untersuchung vom Institut für Strahlen- schutz (ISS) in Neuherberg bei München, das damals von Prof. Dr. Herwig Paretzke geleitet wurde. In der Studie heißt es: »Die bisher erhobenen Werte der Uranausscheidung im Urin zeigen, daß es bei keinem der bisher untersuchten Probanden einen Hinweis auf eine Inkorporation von DU gibt.«

Einer der Verantwortlichen der Analyse, der Medizinphysiker Dr. Paul Roth, bestätigt: »Wir haben insgesamt weit über 1000 solcher Untersuchungen durchgeführt und konnten bei niemandem bisher DU im Urin nachweisen, weder bei den ausländischen Hilfskräften noch der ansässigen Bevölkerung.« Der Geologe und Mineraloge Dr. Axel Gerdes vom Geologischen Institut der
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main setzt dem entgegen: »Man hat bei den Soldaten im Kosovo sozusagen nur registriert, ob sehr stark erhöhte Konzentrationen nach- zuweisen sind, und dann hat man gesagt, sind nicht. Dazu ist zu sagen, das ist nicht über die Herangehensweise zu klären, ob jemand überhaupt kontaminiert wurde, weil, wie gesagt, wenn
Uranoxid als unlösliches, winzigstes Partikel im Körper ist und nur kleinste Teile davon wieder ausgeschieden werden, dann finde ich natürlich auch nur allerkleinste Teile im Urin, und dann muß man natürlich mit verfeinerten Methoden, mit verfeinerten Techniken rangehen, auch das ab
zu klären.«2

Als das Strahlenschutzinstitut kurze Zeit später eine weitere Studie durchführte, die klären sollte, wie sich eingeatmete Urannanopartikel in der Lunge verhalten, war das Ergebnis auch für das wissenschaftliche Personal erstaunlich. Dr. Paul Roth: »Auch für uns etwas überraschend waren
die Ergebnisse, die wir erzielt haben.
Ein gewisser Teil dieses DU-Materials, etwa ein Drittel, löst sich sehr rasch auf innerhalb von wenigen Tagen, wird also aus der Lunge entfernt. Der andere Teil, etwa die Hälfte bis zwei Drittel, löst sich entweder nur sehr langsam oder vielleicht auch gar nicht auf. Solange es in der Lunge ist, strahlt es natürlich weiter, und je länger es in der Lunge ist, generell gesprochen, um so höher ist die resultierende Strahlendosis auf das umliegende Zellgewebe.«3

Gesundheitliche Folgen
Auswirkung-d-n-WaffeLinks im Bild: Schon  wer sich auch nur in der Nähe, eines Einschlages einer Atomgranate aufhielt kann hinterher im Tode so aussehen.

Bei den hohen Temperaturen von bis zu 5000 Grad Celsius, die bei der Explosion von Uranmunition entstehen, verbrennt das Urangeschoß zu winzigen, wasserunlöslichen Nanopartikeln.
Es entsteht praktisch ein Gas, das weiterhin radioaktiv und hochgiftig ist. Wer es einatmet, bei dem wird das Immunsystem geschwächt, kann sogar ganz zusammenbrechen. Er kann an Leukämie und Krebstumoren erkranken. Außerdem kommt es bei Mensch und Tier zu genetischen Veränderungen. Schlimmste Mißbildungen bei Neugeborenen sind die Folgen. Deshalb werden in den betroffenen Ländern heute Kinder mit entsetzlichen Fehlentwicklungen geboren: Babys ohne Arme oder Beine, ohne Augen, ohne Kopf. Babys, die ihre Organe, statt im Körper, in einem Hautsack am Rücken tragen. Die Ärztin Dr. Jenan Hassan vom Mutter-Kind-Krankenhaus im irakischen Basra berichtet, daß die Frauen nach der Entbindung heute nicht mehr fragen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, sondern ob es gesund oder mißgebildet ist. Viele weigern sich, überhaupt Kinder zu bekommen. 2007 bestätigte eine Veröffentlichung der irakischen Presse- agentur, daß nach Untersuchungen unabhängiger einheimischer Wissenschaftler durch die Angriffe der Alliierten mit Uranbomben im Krieg 1991 und 2003 - 18 Regionen nicht mehr bewohnbar seien und deshalb die Bevölkerung umgesiedelt werden müsse.4

Die Ärzte im Krankenhaus von Kosovska Mitrovica im Norden Kosovos haben eine klinische Untersuchung bei 30000 Patienten durchgeführt, und zwar im Zeitraum von 1997 bis 2000. Während in der Vorkriegszeit die Zahl der malignen Erkrankungen mit 1,98 Prozent beziffert wird, stieg sie im ersten Jahr nach dem Kosovokrieg auf 5,45 Prozent an. Noch erschreckender ist der Anstieg bei den Lungenkrebserkrankungen. Hier verzeichnete man 1997 noch 2,6 Prozent Erkrankte, im Jahr 2000 dann aber einen Anstieg auf 22 Prozent. Die am stärksten betroffene Bevölkerung ist dabei die der 30- bis 40jährigen, die als Soldaten im Kosovokrieg in der Region Pec eingesetzt waren. Dort sind von den Alliierten zirka zehn Tonnen Uranmunition eingesetzt worden. In der Schlußfolgerung heißt es in der Studie: »Auf Grund dieser Erforschung haben wir den bedeutenden Anstieg maligner Erkrankungen durch den Krieg und den Einsatz der Uranwaffen bewiesen.«

Von 700 000 alliierten Soldaten, die im Golfkrieg 1991 Dienst taten und scheinbar gesund nach Hause kamen, sind inzwischen fast 30 000 an Leukämie, aggressivem Krebs und Herzer- krankungen gestorben und mehr als 325 000 Soldaten sind dauerhaft invalid und arbeitsunfähig, leiden am sogenannten Golfkriegssyndrom. Diese unglaubliche Zahl bedeutet, daß annähernd die Hälfte der Veteranen heute medizinische Probleme haben. Zur Situation bei der Zivilbevölkerung in den betroffenen Ländern, besonders Afghanistan und Irak, gibt es keine Zahlen. - Deshalb müßte die Regierung der BRD sofort und völkerrechtlich verbindlich den Verzicht auf diese Waffen erklären und einen weltweiten Sperrvertrag gegen die Produktion und Anwendung von Uranmunition ausarbeiten.

Die Gefahren der Uranmunition sind seit dem Golfkrieg von 1991 und dem Kosovo-Krieg 1999 öffentlich. Wer darum 2003 für den dritten Golfkrieg war, stimmte für einen völkerrechtswidrigen Krieg und wissentlich und willentlich auch für einen kriegsverbrecherischen Einsatz von Uranmunition.

In Berlin schloß im Juni 2004 eine Stellungnahme der damaligen stellvertretenden Vorsitzenden der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Angelika Claußen, über »die Folgen des Einsatzes von Uranmunition« mit folgender Zusammenfassung: »Es ist aus ärztlicher Sicht zu kritisieren, daß wissenschaftliche Untersuchungsmethoden zu Uranwaffen nicht in den regierungsamtlichen Forschungen angewandt werden. So entsteht der Eindruck, daß die von der US-amerikanischen und der britischen Regierung durchgeführten Studien nicht der Aufklärung, sondern der Verschleierung der Ursachen dienen. Auch die Verweigerung des Sicherheitsrates auf Druck der US-Regierung, im Jahre 2001 systematische und breit angelegte Studien der WHO zur Ursachenaufklärung der Kinderkrebserkrankungen, insbesondere Leukämien, im Irak durchführen zu lassen, erhärtet den schweren und nicht von der Hand zu weisenden Verdacht, daß hier Ursachenverschleierung statt Ursachenaufklärung betrieben wird. Trotz aller noch existierenden offenen Fragen hat die neuere und insbesondere die unabhängige Forschung hinreichend Beweise erbracht, daß Menschen, die Uranpartikelchen in ihren Körper aufgenommen haben, seien es Soldaten oder Zivilbevölkerung, aber vor allem Kinder und Jugendliche, einer schweren Gefährdung ihrer Gesundheit und ihres Lebens ausgesetzt sind. Das alleine reicht aus, um von den Regierungen der Welt, also in der UN und im UN-Sicherheitsrat, ein striktes Verbot des Einsatzes von DU-Waffen zu fordern. Keine Macht dieser Welt hat das Recht, auf ihren selbstgewählten Kriegsschauplätzen die Menschen noch lange nach Beendigung
der Kriegshandlungen zu vergiften und zu töten.«5

Der Autor ist Filmproduzent und mehrfacher Träger des Grimme-Preises. 2007 brachte er den Film »Deadly Dust - Todesstaub« über den Einsatz von Uranmunition heraus. Film unter: www.videogold.de/deadly-dust-todesstaub

Anmerkungen
1 Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Aktenzeichen 331 Cs 440/92 Umw. 1993
2 Film »Todesstaub« 2007 von Frieder Wagner
3 Ebenda
4 Siehe
www.de.rian.ru/Wissenschaft/20071017/84315691.html

5 Sachverständigen Stellungnahme von Angelika Claußen. Über den »Einsatz von Uranwaffen (Depleted Uranium) in den Golfkriegen 1991 und 2003« in Berlin am 19.6.2014,
www.iraktribunal.de/hearing190604/claussen.htm


Greenpeace-Kritik an AKW-Sicherheit
Greenpeace-Aktivisten sind in die südfranzösische Nuklearanlage Tricastin eingedrungen. Die Atomkraftgegner entrollten dort am Montag morgen ein Banner mit der Botschaft »Atomunfall in Tricastin - Ist François Hollande der Präsident der Katastrophe?« Nach Angaben des Innenministeriums wurden 21 Greenpeace-Aktivisten festgenommen. Niemand sei in den
Hochsicherheitsbereich der Anlage eingedrungen, hieß es. Nach Einschätzung von Greenpeace gehört Tricastin zu den fünf »gefährlichsten Atomanlagen« Frankreichs, die »am schlechtesten gegen Naturkatastrophen oder terroristische Angriffe geschützt« seien.

Tokio / Fukushima / Berlin 10. 07. 13
An und um die Ruinen des 2011 zerstörten Atomkraftwerks im japanischen Fukushima ist die radioaktive Belastung innerhalb weniger Tage massiv angestiegen. Die Betreiberfirma Tepco erklärte am Dienstag, daß die zulässigen Grenzwerte im Grundwasser um ein Vielfaches überschritten worden seien und das Wasser in den Pazifik abzufließen drohe. So sei am Montag ein 90mal höherer Wert an Caesium-134 gemessen worden als am Freitag. Die Meßgeräte hätten 9000 Becquerel pro Liter angezeigt. Damit sei der Grenzwert um das 150fache überschritten worden. Die Belastung des Wassers mit Caesium-137, das eine Halbwertszeit von 30 Jahren hat, sei am Montag 85mal so hoch gewesen wie am Freitag. Eine Tepco-Sprecherin konnte es nicht erklären:  "Wir wissen nicht, was den Anstieg verursacht hat". Sie Messen und Untersuchen bisher hilflos und Ergebnislos weiter.

GLÜCK GEHABT:
Das Elbehochwasser erreichte nicht das AKW Krümmel

Pfarrerstochter Angela Merkel besuchte einen Deich, jetzt will auch Pfarrer Joachim Gauck die vom Hochwasser betroffenen Gebiete besuchen. Am Sonntag morgen will er laut Bundespräsidialamt zunächst  in Halle an einem Gottesdienst teilnehmen. Es sind Gespräche mit Helfern sowie betroffenen Bürgern vorgesehen, ob der Christ auch das AKW Krümmel in seine Gebete einschließen will wurde nicht mit geteilt. Anfang der nächsten Woche kommt die Flutwelle am Atomkraftwerk Krümmel an. Es werden dort Pegelstände von bis zu neun Metern erwartet. Der Sprecher des Energieversorgers Vattenfall, Steffen Herrmann meint das AKW verfüge über einen
umfassenden Hochwasserschutz. Bei der aktuellen Hochwasserlage sollen ab einem Niveau von 7,80 Meter erstmals in der Geschichte des Kraftwerks die Fluttore geschlossen werden. Beim Anstieg des Wassers auf 8,20 Meter, will die Betriebsmannschaft mobile Schutzwände hochfahren, um die Anlage abzuschotten. "Alle wesentlichen Teile des Kernkraftwerks und des Standort- zwischenlagers bleiben dank unserer Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen trocken und sind geschützt", so Herrmann.

Vattenfall erklärt die Sicherheit von Krümmel ist für einen Wasserstand von bis zu 9,70 Meter zu gewährleisten. AKW Krümmel wurde nach einem Transformatorenbrand Ende Juni 2007 für 2 Jahre abgeschaltet. Wegen  weiterer Zwischenfälle innerhalb 2er Wochen nach Wiederanfahren kam es am 4. Juli 2009 zu einer Reaktorschnellabschaltung. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima verfügte die Bundesregierung, daß Krümmel nicht wieder ans Netz gehen soll.

Dennoch die Anlage ist auf eine funktionierende Stromversorgung angewiesen, vor allem, um die abgebrannten Brennelemente zu kühlen. Im Abklingbecken des Reaktors lagern etwa tausend Brennelemente.

AVANTI DILETTANTI
ATOMMÜLLPRODUKTION OHNE ENDE !

Der CDU-Politiker Peter Altmaier faselte von einem "historischen Durchbruch", mit dem man den
vermutlich größten und längsten gesellschaftlichen Konflikt in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik beenden könne. Es gebe bei der Suche eine 'weiße Landkarte', damit versuchte der Altemaier zu Suggerieren, das in der gesamten Republik gesucht werden würde. Diese imaginäre Karte hat jedoch mit Gorleben bereits einen dicken grauen, davon handelte Altemaier's Rede nicht.

Die ungeklärten Fragen wie die, wo die 26 ausstehenden Castor-Behälter aus der Wieder- aufarbeitung im Ausland zwischengelagert werden sollen, diese würden bis zur zweiten und dritten Bundestagsberatung über das Gesetz geklärt werden. Bis zum 5. Juli sollen Bundestag und Bundesrat das Gesetz verabschiedet haben.

Stephan Weil (SPD), sprach erstmals im Bundestag, er pochte darauf, daß alle Punkte der Parteienvereinbarung umgesetzt werden müßten. Es müsse klar sein, daß es keine weiteren Transporte von Atommüll in das Zwischenlager Gorleben geben dürfe. Im Wahlkampf hatte Weil der Ministerpräsdent Niedersachsen noch versprochen, daß  er keinem Gesetz zustimmen werde, das Gorleben überhaupt weiter im Suchverfahren lasse.

Typisch SPD gestern versprochen, heute gebrochen!

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin verteidigte mit etwas Lobhudelei den von ihm mit ausgehandelten Kompromiß. Der Weg für eine komplett neue Suche nach wissenschaftlichen Kriterien sei nun frei, schwadronierte er. Klar müsse sein, daß die AKW-Betreiber die Kosten die Endlagersuche tragen, so salbaderte der Trittin. Die Konzerne haben es allerdings klipp und klar abgelehnt, Geld für die Erkundung eines weiteren Standortes locker zu machen.

Jochen Stay von 'ausgestrahlt' betonte, das Gesetz sei so schlecht gemacht, daß die Suche nach einem guten Lagerplatz für Atommüll damit kaum gelingen werde. Er bemängelte, es sei 'in einem völlig intransparenten Verfahren' ausgehandelt worden. Der Gesetzestext sieht eine Kommission vor, deren Ergebnisse keinerlei  Verbindlichkeit hätten. Sie wird lediglich "zu einem Feigenblatt für ein schlechtes Suchverfahren werden". Sinnvoll wäre es dagegen gewesen, zunächst eine Kommission einzusetzen und erst dann ein Gesetz zu verabschieden, so Stay.

Mit dem nun diskutierten Regelwerk werde der weiteren Produktion von Atommüll kein Riegel vorgeschoben. Neun Atomkraftwerke produzierten in Deutschland immer noch täglich hochradioaktive Stoffe, obwohl ein sicherer Lagerplatz weiter "in den Sternen" stehe. Auch die Bürgerinitiativen in Gorleben und Ahaus, wo Zwischenlager für hochradioktiven Atommüll stehen, ließen kein gutes Haar an dem Gesetz.

Mit der Mehrheit von CDU und FDP kippte der Bundestag gestern auch das Verbot von Nachtspeicheröfen, das eigentlich 2019 in Kraft treten sollte. Für die weitere Nutzung der Stromfresser hatte sich zuvor der Energiekonzern RWE stark gemacht. Umweltschützer reagierten entsetzt. Andree Böhling, Energieexperte von Greenpeace, sagte, die Entscheidung sei ein Zeichen unverhohlener Klientelpolitik für RWE. Nachtspeicheröfen seien eine "Dinosauriertechnik" und könnten nicht Teil einer progressiven Energie- und Klimapolitik sein.

Der zweite Versuch einer Probebohrung im Atommüllager Asse
In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse hat eine zweite Probebohrung in eine unterirdische Kammer mitradioaktiven Abfällen begonnen. Der Betreiber versucht Erkenntnisse über den Zustand der Kammer und die darin eingelagerten durchrostenden Atommüllfässer. Es soll eine mögliche Ausbreitung von Radioaktivität, die Stabilität des Gesteins und eventuell in der Kammer
wabernde Gase untersucht werden, sagte ein Specher der Betreiber. Die Asse-Gmbh ist vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit der Betriebsführung in dem Bergwerk beauftragt worden.
Bundesumweltminister Altmaier (CDU) am 1. Juni des vergangenen Jahres die erste Bohrung zur Kammer Nummer 7 gestartet. Sechs Wochen so schätzten Experten damals, würde es dauern bis sich der Bohrer durch die etwa 20 Meter dicke Mauer gearbeitet und einen Hohlraum an der Decke der Einlagerungskammer erreicht habe.

Jedoch fraß sich der Bohrkopf immer wieder an einer klebrigen Bitumenschicht im rund 20 Meter
dicken Verschluß der Kammer fest. Der von den Bohrexperten angepeilte Hohlraum wurde verfehlt.  Die Kammerdecke hatte sich durch den Gebirsgdruck um mehrere Meter gesenkt. 

Das alles soll jetzt nicht mehr passieren. Der zweite Bohrversuch werde nun flacher verlaufen als die erste, so ein Sprecher der Asse-GmbH. Nach derzeitiger Planung soll die Bohrung rund 23
Meter lang werden. Bei einem Erfolg soll ein umfangreiches Meß- und Sondierungsprogramm starten. Die radioaktiven Abfälle selbst sollen noch nicht angebohrt werden, die Bohrarbeiten sollen kontinuierlich überwacht werden. Durch regelmäßig genommene Proben soll festgestellt werden, das Gestein schon radioaktiv verseucht ist.  Kammer 7 liegt 750 Meter unter der Erde. Zwischen 1977 und 1978 kippte dort der damalige Betreiber, das Helmholtzzentrum Münster, zunächst 1218 Fässer mitradioaktiven Abfällen ab. Auf diese wurden danach weitere 3.138 Fässer gestapelt, die zum Schutz vor Strahlung mit zehn Zentimetern Beton ummantelt sind. Der Raum zwischen den Behältern wurde mit gemahlenem Steinsalz aufgefüllt. In den 80er Jahren wurde die Kammer verschlossen.

Die Probebohrungen dienen der vom Bundesumweltministerium verordneten Faktenerhebung. Es soll festgestellt werden, ob die geplante Rückholung der radioaktiven Abfälle überhaupt durchführbar ist. Zur Kammer 7 sollen sieben bis acht Durchgänge gebohrt werden.
Demnächst sollen auch zwei weitere Kammern geöffnet und erste Müllproben geborgen werden.

Der Asse-2-Koordinationskreis stellt die gesamte Probephase grundsätzlich in Frage: »Wir sehen die Sinnhaftigkeit dieser Bohrungen nicht, der Erkenntnisgewinn ist sehr gering und steht in keinem Verhältnis zum Aufwand. Anwohner und die Bürgerinitiativen bemängeln, daß die Faktenerhebung die Räumung der Asse wesentlich verzögert. In das Bergwerk laufen täglich rund 12000 Liter Wasser, die radioaktiv verseucht, so die Befürchtung letztlich in das  Grundwasser einsickern. Die Asse gilt als extrem einsturzgefährdet. Wenn in Zukunft zwischen zwei Bohrungen jeweils elf Monate verstreichen, dann würde diese erste Erkundungsphase mehr als zehn Jahre dauern.  Die Atomkraftgegner fordern, mit der Bergung jetzt zu beginnen und parallel dazu die Erkundungen durch zu führen.
 

VIER FÜNF ODER SECHS ATOMMÜLL-ENDLAGER?
Spektakulärer Greenpeace-Protest in Gorleben. Dir Bürgerinitiative kritisiert das fehlende Konzept für zehntausende Tonnen Atommüll in der Urananreicherungsanlage Gronau
Gorleben: Gegen die Atomkraftnutzung und künftige Anlaufstelle begannen rund 30 Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace, das ausgediente Aktionsschiff "Beluga" am Endlager- bergwerk als Mahnmal aufzustellen. Das 24 Meter lange und etwa 30 Tonnen schwere Schiff war am frühen Morgen in Einzelteile zerlegt auf Sattelschleppern ins Wendland gebracht worden.
Die Beluga war bis 2004 fast 20 Jahre im Einsatz für Greenpeace. Mit dem Boot wurden auch vor den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield Proben aus dem Meer zu entnommen und die Radioaktivität gemessen.

"Gorleben darf keine zweite Asse werden", so Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler. Vor der Verabschiedung eines neuen Endlagersuchgesetzes müsse zunächst ein neues Verfahren ohne Vorfestlegungen gemeinsam mit den Bürgern entwickelt werden. Nur auf einem breiten gesell- schaftlichen Fundament könne man zu einem von den Bürgern akzeptierten Ergebnis gelangen.

Das geplante neue Standortauswahlgesetz, das nach dee Vorstellungen von Bundes- umweltminister Peter Altmaier (CDU), Jürgen Trittin (Grüne) und Sigmar Gabriel (SPD) am 5. Juli 2013 vom Bundestag beschlossen werden soll, beziehe Gorleben weiter in die Untersuchung mit ein, Edler weiter: "Nach 35 Jahren Trickserei und Lügen drängt sich der Verdacht auf, daß die alte Fehlentscheidung Gorleben mit dem Altmaier-Auswahlverfahren lediglich rechtssicher gemacht werden soll."

Atomkraftgegner bemängeln nicht nur, daß Gorleben weiter im Fokus der zu prüfenden Standorte bleibt, die Kritik richtet sich gegen den insgesamt völlig verfehlten Umgang mit dem Atommüll. Die BI - Umweltschutz Lüchow-Dannenberg verwies darauf, daß nicht einmal die Abfallbilanzen klar seien. Sie bezog sich dabei auf Spiegelberichte wonach eine "neue Sorte" von Atommüll aufgetaucht sei, für die es bislang noch keine Endlagerbestimmung gebe. Es handele sich dabei um rund 100000 Kubikmeter graphit­haltiger Abfälle sowie abgereichertes Uran aus Gronau, die nicht in das in Bau befindliche Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle Schacht Konrad gebracht werden dürfen.

Die tatsächlich gar nicht neue Abfallsorte besteht aus Zehntausenden Tonnen Uranmüll, die beim Betrieb der Urananreicherungsanlage Gronau anfallen. Ab 1995 wurde dieser Atommüll nach Rußland gebracht. Nach massiven Protesten deutscher und russischer Umweltschützer wurden die Transporte 2009 gestoppt, seitdem lagern die Betreiber das abgereicherte Uran auf dem Gronauer Betriebsgelände. "Statt die Urananreicherung als Konsequenz aus dem Atomausstieg zu beenden, stellt der Entsorgungsdruck in Gronau die deutschen Endlagerungspläne vor schier unlösbare Probleme", so der BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Im Entwurf für das Endlagersuchgesetz wird dieses Problem verdeckt und verniedlicht dargestellt.

Mit einer Endlagerstätte für Uran- und Graphitabfälle würde sich die Zahl der künftigen Atommüllendlager in Deutschland auf mindestens vier erhöhen. Neben dem noch zu suchenden Standort eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle und Schacht Konrad gibt es noch die Deponie im sachsen-anhaltischen Morsleben. Das frühere DDR-Endlager ging mit dem Anschluß der DDR in den Besitz des Bundes über; das Bundesamt für Strahlenschutz hat die atomrechtliche Stillegung der Grube beantragt. Ein weiteres, also fünftes Endlager wäre für die derzeit im Bergwerk Asse vergrabenen Abfälle nötig, wenn deren Bergung nicht wie geplant möglich ist, dann würde die Asse selbst zum "Endlager" und für die langfristig austretenden Radioaktiven Sickerwasser wären Abpumpstationen und Auffangbecken zu errichten, um weiträumige Grundwasserverseuchung in Grenzen zu halten.


11.05.2013 12:40-13:35 ARTE "Versenkt und Vergessen - Atommüll vor
Europas Küsten <http://www.arte.tv/guide/de/046923-000/versenkt-und-vergessen>":
"Umweltaktivisten versuchten seit den 70er Jahren, die Verklappung von Atommüll auf hoher See zu verhindern. Doch die Atomfrachter siegten immer. Fässer mit radioaktiven Abfällen wurden einfach über Bord geworfen. Als die Öffentlichkeit erfuhr, was da auf See geschah, gewann die Umweltorganisation Greenpeace ihren Kampf. Heute sind die mehr als 100.000 Tonnen radioaktiver Abfälle, die auf dem Meeresgrund vor Europa liegen, längst vergessen. Früher wurden die Versenkungsgebiete regelmäßig untersucht und Meeresboden, Wasser und Fische auf Radioaktivität kontrolliert. Tatsächlich fanden Forscher dabei Radionuklide, die darauf hindeuten, dass Fässer leckgeschlagen sind. In Fischen wurden Spuren von Plutonium gefunden. [...]"

11.05.2013 13:35-14:00 ARTE "Atomfriedhof Arktis
<http://www.arte.tv/guide/de/048863-000/atomfriedhof-arktis>": "Radioaktive Abwässer, strahlenden Abfall und brisanten Atommüll entsorgte Russland bis 1992 ganz regulär in der Arktischen See. Und auch die marode Nordmeerflotte wurde hier versenkt. Eine atomare Zeitbombe, auch wenn offizielle russische Stellen eine akute Gefahr hartnäckig leugnen. Die Arktische See ist das weltweit wichtigste Fanggebiet für Kabeljau. Von hier kommt auch Fisch nach Europa. Doch auf dem Meeresboden lauern Gefahren. Versunkene Atom-U-Boote liegen hier, Tausende Metallkisten voller radioaktiver Abfälle, ganze Kernreaktoren, manche davon noch mit abgebrannten Brennelementen bestückt. Die russische Nordmeerflotte entsorgte ihre Nuklearabfälle im Eismeer in geringen Tiefen. Weit ab von jeder kritischen Öffentlichkeit verschwand das strahlende Erbe des Atomzeitalters in den Fjorden zwischen Norwegen und Russland. Wahrscheinlich wurde nicht einmal alles verzeichnet, was bei den geheimen, militärischen Verklappungsaktionen auf den Grund der Arktischen See befördert wurde. [...]"


13.05.2013 20:05-21:00 WDR5 "Dok5:
Indien strahlt - Wo die Atomindustrie noch eine Zukunft hat
<http://www.wdr5.de/sendungen/dok-5/s/d/12.05.2013-11.05/b/indien-strahlt.html>":
"Während Deutschland und andere westliche Staaten an der Energiewende arbeiten, wird in den sogenannten Schwellenländern die Nukleartechnologie noch immer als zukunftsweisend gepriesen. Vorreiter ist Indien: 20 Atomkraftwerke produzieren dort heute knapp fünf Gigawatt Strom.
Bis 2032 soll mehr als die zehnfache Menge ins Netz gespeist werden. Das mit knapp 10.000 Megawatt größte Atomkraftwerk der Welt soll zusammen mit dem französischen Atomkonzern Areva in Jaitapur gebaut werden - einem erdbebengefährdeten Gebiet zwischen der Megacity Mumbai und Goa. In betroffenen Regionen regt sich Widerstand. Die indische Regierung beschimpft die Kritiker der Technologie als Staatsfeinde und reagiert mit brutaler Repression."

Japan / Fukushima /Tokio 
In der AKW-Ruine der Firma Tepco - Kühlsystem ausgefallen

Im japanischen Kernkraftwerk Fukushima sind erneut technische Probleme aufgetreten. Angaben der Atombehörde zufolge fiel am Freitag das Kühlsystem eines Abklingbeckens bei Reaktor drei aus. Ein Warnsystem habe Probleme mit der elektronischen Anlage gemeldet, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo die Behörde. Wie die Betreiberfirmer Tepco mitteilte, konnte das Kühlsystem wiederhergestellt werden.

Pannenserie in ­Fukushima hält an
Tokio. Die Serie gravierender Pannen imr japanischen AKW-Fukushima reißt nicht ab. In der Nacht vom 5 zum 6. April 2013 sind nach Angaben des Betreibers Tepco etwa 120 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser aus einem Tank ausgetreten. Am  folgenden Sonntag meldete der Konzern ein mögliches weiteres Leck in einem unterirdischen Sammelbehälter. In Wasserproben außerhalb des Behälters wurden radioaktive Werte gemessen. In den vergangenen Wochen hatten sich in der beschädigten Atomanlage die Havarien gehäuft.

ENDLAGERSUCHE OHNE MIT ENDE?
Der Kompromiß überdauerte kaum zehn Tage, schon wird wieder heftig über die Endlagersuche
gestritten. Die Atomlobby droht  sogar mit einer Klage. Zuständig seien nicht die Verursacher sondern die ehemaligen Förderer der Atomtechnik für die strahlenden Abfälle.

Die Mehzahl aller Bundesländer reagiert nach dem Sankt Florian Prinzip, sie lehnen sogar bereits ab, wenn sie Castorbehälter aus der Wiederaufarbeitung nur zur Zwischenlagerung aufnehmen sollen. Die Atommüllverursacher, die AKW-Betreiber wollen keine Erkundung an anderen Standorten als Gorleben finanzieren. Und Schwarz/Gelb  labert irgendwas davon das die Bewertung des Gorleben-Untersuchungsausschusses  irgendwie keine Zweifel daran aufkommen lasse, daß bei der Auswahl des niedersächsischen Salzstocks zur Eignungsprüfung für ein Endlager für strahlenden Abfall alles mit rechten Dingen für eine strahlende Zukunft zugegangen sei.

Die gefeierte historische Einigung zum historischer Kompromiß, der Konsens  zwischen Bund; Ländern und Parteien über einen Neustart zur Endlagersuche für radioaktiven Abfall ist nach nicht mal vierzehn Tagen  kaum mehr als Makulatur.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation "ausgestrahlt" in einer Pressemitteilung am der  Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) als Moderator der Endlagergespräche stehe jetzt mit leeren Händen da: "Der Kaiser ist nackt." Lediglich vier der 16 Ministerpräsidenten sind überhaupt bereit, in ihrem Land Atommüll dauerhaft lagern zu lassen, so Stay. Landes- und Kommunalpolitiker brächten die absurdesten Argumente vor, warum gerade ihre Region nicht als Atommüll-Lager geeignet sei. Überdies solle die Enquetekommission - ihre Einsetzung war am 9. April beschlossen worden - so zusammengesetzt werden, daß die Gorleben-Befürworter eine Sperrminorität hätten. »Damit können sie den Beschluß von Suchkriterien verhindern, die den Salzstock im Wendland ausschließen würden.«

Die Erkundung Gorlebens hat etwa Kosten von 1,6 Milliarden Euro verursacht.
Es ist keine Einigung zu erzielen, wer für die Kosten einer neue Suche nach einer Lagerstätte für den hochradioaktiven Müll aufkommen soll. Lediglich eine Summe von zwei Milliarden Euro wird dafür zur Zeit eingeplant das dürfte wohl viel zu wenig sein. 

Auf  die ins Gorlebener  ins Salz gesetzte Summe 1,6 Mrd. € verweist das Deutsche Atomforum, das ist die Lobbyorganisation von den AKW-Betreibern. Für die Übernahme zusätzlicher Kosten für
alternative Standortuntersuchungen gebe es "nach unserer rechtlichen Auffassung" keine Grundlage, erklärte die Lobbyorganisation der Atomwirtschaft. Im Gegenteil: Es sei "grundsätzlich verfassungswidrig", die Kosten für eine alternative Endlagersuche pauschal auf die Betreiber der
Atomkraftwerke abzuwälzen. Selbstverständlich haben sich die Herren auch schon 2012  für ihre Argumentation ein Gutachten beschafft. Das Atomforum hat jedenfalls in seiner Presseinformation ein Rechtsgutachten des Juraprofessors Hans-Wolfgang Arndt vom März 2012 zum Beweis der Rechtmässigkeit ihrer Betrachtungsweise angeführt. Damit drohen die Stromkonzerne, mit einer weiteren Klage. Bekanntlich  klagen sie ja bereits gegen die Brennelementesteuer und die vorzeitige Abschaltung von einigen AKW.

Die AKW-Betreiber machen jahrzehntelang glänzende Geschäfte, hinterlassen die gefährlichsten Stoffe in der Geschichte der Menschheit und wollen Risiken und Kosten der Allgemeinheit  und den kommenden Generationen aufbürden!

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel fordert, daß die Atomindustrie die Kosten für eine neue Endlagersuche tragen müsse. Jeder Haushalt, der Müll produziere, bekomme am Jahresende eine Rechnung und müsse als Verursacher des Mülls auch für die Kosten der Deponierung und für
die Suche nach einer Deponie bezahlen, argumentiert der Grünen-Politiker. Dasselbe gelte natürlich auch für die Abfallverursacher von Atommüll. Wenzels schleswig-holsteinischer Amtskollege und Parteifreund Robet Habeck sieht das genauso: "Die Kosten müssen bei den Stromversorgern bleiben", sagt er.

Die Weigerung der Atomwirtschaft, eine Untersuchung weiterer Endlagerstandorte zu finanzieren, erscheint auch aus einem weiteren, kaum bekannten Grund vermessen. In Gorleben ist die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE) mit der Erkundung des Salzstocks beauftragt worden. Früher im Besitz des Bundes, gehört die DBE zu 75 Prozent der Gesellschaft für Nuklearservive (GNS), die wiederum eine hundertprozentige Tochter der vier AKW- Betreiber ist. Die Atomwirtschaft verdiente also in Gorleben kräftig mit.

Südkorea lehnt Atomare Abrüstung ab
VR-Korea stellt klare Bedingungen für einen Dialog mit den USA und Südkorea.
Die nationale Verteidigungskommission des Nordens forderte in einer Erklärung die Aufhebung der UN-Sanktionen. Nordkorea verlangte ausserdem die USA und Südkorea sollten ein Ende gemeinsamer Militärübungen garantieren.  Die USA sollen alle "Atomkriegsmittel" aus Südkorea abziehen. Südkorea wies die Forderungen  zurück. Nordkoreas Argumente seien unverständlich und absurd, sagte  Cho Tai Young der Sprecher des Außenministeriums Südkoreas in Seoul.
 

TODESFALL IN US AKW
USA/Washington Bei einem Unfall in einem Atomkraftwerk in den USA sind am Sonntag ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden. Der Betreiber des AKW in Arkansas teilte mit,  für dieAnwohner  bestand "keinerlei Gefahr". Die Haltevorrichtung eines Generators bei Arbeiten an der Turbine stürzte herab. Der Betreiber Entergy erklärte, der erste Reaktor sei zu dem Zeitpunkt mit Atomaren-Stäben versorgt worden und nicht in Betrieb gewesen. Der zweite Reaktor habe sich automatisch abgeschaltet. Entergy zufolge stufte die zuständige US-Behörde den "herausragenden  Industrieunfall" als "unübliches Ereignis" ein. Das ist in USA die niedrigste Notfallstufe.

TOILETTE IN ASSE RADIOKTIV VERSEUCHT
Das Landes Kriminal Amt ermittelt wegen einer radioaktiv kontaminierter Toilette im
Forschungsbergwerk Asse


Die Kontamination  mit radioaktivem Cäsium-137 hat das niedersächsische Landeskriminalamt auf den Plan gerufen. Wie die vom Bundesamt für Strahlenschutz mit der Betriebsführung beauftragte Asse-GmbH mitteilte, war die erhöhte Cäsium-Konzentration während einer Routinemessung von Fäkalien aus den Toilettenbehältern des Bergwerks festgestellt worden. Eine Kontrollprobe habe für den gesamten Inhalt des Behälters eine Menge Cäsium ergeben, »die sich nicht mit natürlichen Ursachen erklären läßt«.

Die gemessenen Werte hätten etwa 20 Becquerel pro Liter betragen, erklärte die Asse-GmbH. »Hochgerechnet auf die Gesamtmenge läge sie etwa zweifach über der Freigrenze, aber deutlich
unter der Belastung von unter Tage vorkommenden kontaminierten Salzlösungen.« Durch die Menge des Cäsiums in der Toilette und im Sammelbehälter gehe keine Gefahr für die Belegschaft aus.

Ausscheidungen von Beschäftigten kämen als Ursache für die erhöhten Werte nicht in Betracht, hieß es weiter. Es gebe auch keine Anzeichen für eine Verschleppung von Kontamination. Nach »derzeitigem Stand« könne das Cäsium-137 nur durch fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln in die Toilette gelangt sein.

Mit dem Verdacht auf "krimineller Handlungen gegen die Schachtanlage Asse II" , erstattete die Asse-GmbH Strafanzeige gegen Unbekannt. Bereits einige Tage vorher hatte die Asse-GmbH
Strafanzeige erstattet, bei einer Kontrolle war festgestellt worden, daß Unbekannte mehrere Feuerlöscher unter Tage offenbar vorsätzlich beschädigt hatten


IN BERLIN WERDEN NICHT NUR ATOME GESPALTEN
Massive Sicherheitsbedenken: Dennoch wurde im vorigen Jahr der Atomforschungsreaktor BER-II in ­Berlin-Wannsee wieder angefahren.

Der Berliner Senat hat trotz ungeklärter Zuständigkeiten in den eigenen Reihen am 28. März 2012, die Anlage in Berlin-Wannsee erneut hoch fahren lassen. Es lagen noch keine Ergebnisse des sogenannten Streßtests zu diesem Zeitpunkt vor. Die Reaktorsicherheitskommission (RSK) die deutsche Atomanlagen untersucht, um “Restrisiken” neu zu bewerten, hatte dabei eindeutige Sicherheitsmängel gefundenen. Das führte jedoch nicht zum Verzicht auf das Wiederanfahren der vom Helmholtz-Zentrum Berlin betriebenen Anlage. Im offiziellen Bericht des RSK steht: "Da beim BER-II infolge des Absturzes eines Verkehrsflugzeugs oder einer Militärmaschine auf das Reaktorgebäude ein Kernschmelzen ohne Wasserüberdeckung mit erheblichen radiologischen Auswirkungen...nicht ausgeschlossen werden kann, ist keiner der von der RSK für Flugzeugabsturz definierten Schutzgrade erfüllt."

Im August 2011 hatte jW über die Kritik an der damals zuständigen Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) berichtet, die trotz der nachgewiesenen Mängel am Reaktorbetrieb festhielt. Seit dem Machtwechsel im Herbst 2011 hin zu einem SPD-CDU-Senat scheint sich in der nun
oppositionellen Linksfraktion ein gewisses Umdenken zu vollziehen. So wurde auf einem Landesparteitag der Berliner Linken im Juni 2012 die Forderung an die Landesregierung beschlossen, auf den BER-II perspektivisch zu verzichten und den RSK-Bericht »unverzüglich eingehend zu prüfen«. Entgegen eines Antrages des Bezirksverbandes Steglitz-Zehlendorf wurde jedoch nicht die Stillegung, sondern eine »mittelfristige Ersetzung durch eine Spallationsquelle« (eine atomtechnische Alternative zu Forschungsreaktoren) auf Antrag des Landesvorstandes als Forderung beschlossen.

Gegenüber jW bezeichnete die stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbandes Steglitz- Zehlendorf, Franziska Brychcy, den Vorgang als "Diskreditierung des Antiatomengagements der Linkspartei". Sie  erklärte kurz vor Ostern: »Unserer Ansicht nach führt der rot-schwarze Senat die kritikwürdige politische Linie des rot-roten Senats fort. Die Atomaufsicht ist personell gleich geblieben und damit auch die unverantwortliche Verwaltungspraxis.« Der Weiterbetrieb eines nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze gesicherten Reaktors sei »völlig inakzeptabel«, betonte Brychcy.

Auf jW-Anfrage verwies Barbara Hövener von der Berliner Regionalgruppe der Ärzte gegen den Atomkrieg, IPPNW, in der vergangenen Woche auf die besondere Problematik der unmittelbaren Nähe von BER-II zu einem Wohngebiet. »Bei einem Flugzeugabsturz mit einer anschließenden
Kernschmelze wären etwa 10.000 Menschen unmittelbar betroffen«, so Hövener. Außerdem seien nach den Erfahrungen von Fukushima die bestehenden Evakuierungspläne revisionsbedürftig.

Der Senat beantwortet keine Nachfragen zum BER-II, da sich die Verwaltungen für Stadtentwicklung und Umwelt einerseits und für Wirtschaft, Technologie und Forschung andererseits nicht einigen konnten, wer für das Problem zuständig ist.

Im März 2013 Stromausfall in Fukushima
In der AKW-Ruine fiel die Kühlung für Brennstäbe aus

Ein Stromausfall im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat mehrere Kühlsysteme für Abklingbecken abgebrannter Brennstäbe lahmgelegt. Betreiberkonzern Tepco erklärte mit Hochdruck an der Reparatur zu arbeiten, denn es besteht die Gefahr einer Überhitzung. Als Ursache für den Stromausfall wurde eine Störung an einer Provisorischen-Schaltanlage erkannt.
Die Zufuhr von Wasser zur Kühlung der beschädigten Reaktoren Nummer eins bis drei, bei denen es  am 11. März 2011 zu Kernschmelzen gekommen war sind lt. Tepco nicht beeinträchtigt worden
a_weitere_ExplosionSorge bereitete das Becken des Reaktors 4, in diesem Abklingbecken liegen noch immer mehr als 1500 Brennstäbe. Das provisorisch abgedeckte Becken befindet sich in rund 30 Metern Höhe des beschädigten Reaktorgebäudes. Ohne permanente Kühlung können die Stäbe so heiß werden, dass sie schmelzen. Kritiker warnen seit langem vor einer noch größeren Katastrophe, sollten die Brennstäbe im Becken des Reaktors 4 überhitzen und dann schmelzen. Tepco versucht, die Temperatur im Becken  konstant unter 65 Grad C zu halten.
links im Bild von 2011 “ Weisser Rauch ” dazu verwandelt sich Explosionsartig  Wasser im Moment bei Eintritt der Kernschmelze

Sonnabend 09.03.2013:
IN DEUTSCHLAND SIMULATION EINES ATOMUNFALLS

Flüchtlingstrecks und Jodtabletten: Anti-AKW-Bewegung erinnerte  mit Massenperformance an die Reaktorkatastrophe von Fukushima vor zwei Jahren.  Zehntausende Menschen haben am Samstag in Deutschland und anderen Ländern gegen Atomanlagen demonstriert. Die Folgen der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima können auch auf Jahrzehnte hinaus nicht beseitigt werden.
20.000 Umweltschützer waren am niedersächsische AKW Grohnde. Auf einer rund 400 Kilometer langen Strecke um das Kraftwerk simulierten die Aktivisten die Folgen eines schweren Unfalls.
An über 150 Orten gab es Auffanglager für Strahlenopfer und Ausgabestellen für Jodtabletten. Flüchtlingskonvois und Dekontaminationstrupps waren unterwegs. In mehreren Städten und auf
den Weserbrücken bildeten Atomkraftgegner Menschenketten.

Einen wirksamen Schutz vor Reaktorkatastrophen gibt es nicht!
Das sagte der Sprecher der Organisation »ausgestrahlt«, Jochen Stay, er verwies darauf, daß in Deutschland neun Atomkraftwerke weiter in Betrieb sind. Die meisten dieser Reaktoren sollten noch bis 2022 am Netz bleiben, obwohl sie laufend störanfälliger würden und für die Stromversorgung nicht nötig seien. »Deshalb sind wir erneut auf die Straße gegangen und haben die Stillegung der AKWs verlangt - und zwar jetzt und nicht erst in neun Jahren.«

Redner kritisierten die »Abwarte- Taktik« von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie ver- säume es, die Energiewende voranzubringen. Die als Strompreis - Bremsversuche getarnte Sabotage von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Peter Altmaier (CDU) 
gefährden den Erfolg der Energiewende.

Auch an den süddeutschen AKW-Standorten Neckarwestheim (Baden-Württemberg) wurde mit 3000, Gundremmingen (Bayern) mit 3500 sowie an der westfälischen Urananreicherungsanlage Gronau mit 1200 Teilnehmern demonstriert. Dort schilderte Naho D.-Nemoto aus Fukushima City die dramatischen Folgen der Atomkatastrophe. Besonders viele Kleinkinder hätten inzwischen gesundheitliche Probleme. Die russische Journalistin Swetlana Slobina aus Angarsk in Sibirien erinnerte an den Gronauer Uranmüll, der zwischen 1995 und 2009 zur Endlagerung in die Russische Föderation gebracht wurde. Insgesamt 27.000 Tonnen gelangten von Gronau dort hin, die Entsorgung ist völlig ungeklärt.

In Günzburg bei Gundremmingen warnte BUND-Vorsitzender Hubert Weiger vor den Gefahren des dortigen AKW. Eine aktuelle BUND-Studie zeige, die besonderen Sicherheitsrisiken des Meilers auf.
In Paris beteiligten sich nach Veranstalterangaben 20.000 Umweltschützer an einer Menschen- kette -  »Heute inaktiv, morgen radioaktiv« und »Nie wieder Fukushima« stand auf Plakaten. Aus Deutschland waren Aktivisten angereist, denn mehrere der 19 französischen AKW's sind  weniger als 250 Kilometern zur deutschen Grenze entfert. Eine Fukushima vergleichbare  Atomkatastrophe könnte in Frankreich volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von mehr als 400
Milliarden Euro verursachen, so französische Wissenschaftler kürzlich.

Am Sonntag haben sich Landwirte aus Norddeutschland mit ihren Traktoren vor der Botschaft Japans in Berlin-Tiergarten versammelt. Mit einer Mahnwache und einer Kundgebung wollten sie
der Opfer der Fukushima-Katastrophe gedenken.

FUKUSHIMA 2013
DIE MENSCHEN ALS LABORRATTEN DES NUKLEARZEITALTERS

Es existiert noch eine kleine Containersiedlung am Stadtrand von Fukushima die, die Verwaltung inzwischen vergessen hat.  Die Menschen dort haben im Zuge der Evakuierungen die Sperrzone um das verunglückte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi nicht verlassen müssen.
Von den einst 6 000 Bewohnern des Ortes Itate leben noch etwa 200 in den Notbehausungen, die der Kraftwerksbetreiber Tepco nach dem Unglück aufgebaut hat. So ein Container hat zwei enge Zimmer und eine winzige Kochecke. Wer für die Nacht seine Matratze ausrollt, muss zunächst den Tisch zur Seite schieben. 100 000 Yen, umgerechnet 825 Euro, bekommt jeder von Tepco pro Monat für seinen Lebensunterhalt. Das reicht vorne und hinten nicht, also verbrauchen sie nach und nach ihre Ersparnisse.

Sie haben gelernt, dass ihre Mitmenschen nur ungern an die Katastrophe erinnert werden. Zwei Jahre sind vergangen seit jenem 11. März 2011, an dem der weltweit schwerste Nuklearunfall seit Tschernobyl über sie hereinbrach.
„Japan versucht weiterzumachen, als wäre nichts passiert", klagen  letzte Bewohner des Provisoriums. „Und sie sitzen da und warten, was mit ihnen passieren wird."

Die Jungen sind fortgezogen
Die haben das Warten längst aufgegeben. „Sie haben sich über ganz Japan verstreut, um sich ein neues Leben aufzubauen", erzählen die Omas und Opas vor Ort. In zwei Jahren sollen alle Häuser und Felder in Itate dekontaminiert sein, verspricht Tepco, und eine Entschädigungslösung soll bis dahin gefunden werden. Die 200 alten Menschen  klammern sich  an die Hoffnung, eines Tages in ihr Dorf zurück kehren zu können. Wenn sie jedoch, dann eines Tages wieder die Äcker bestellen sollten: Welcher Japaner wird noch Reis und Obst aus dieser Gegend kaufen?

DER JAPANISCHE FLUCH: 11.3.2011
Der Name Fukushima steht, für die Hauptstadt, für den Landkreis (Präfektur), und das Unglückskraftwerk gleichermaßen. Er liegt über der Region wie ein Fluch.
Er bezeichnet Japans Unfähigkeit, die Katastrophe zu bewältigen. Bis zum 11.3., wie die Katastrophe allgemein in Japan genannt wird, hatten Japaner geglaubt, ihr Land sei auf Naturkatastrophen bestens vorbereitet. Das Gegenteil wurde bewiesen, Behörden reagierten wie gelähmt, Notfallpläne, auf die sich die Bürger verlassen hatten, existierten nicht. Überall war nur gepfuscht und vertuscht worden. Es hat sich bis heute nichts geändert mit dem Mantel des Vergessens bedeckt, werden die AKW's in Japan wieder hochgefahren. Auf eine NEUES wie wird es heißen ist die einzige offene Frage? Zwar verspricht der neue Premier Shinzo Abe, Dekontaminierung und Wiederaufbau voranzutreiben. Doch außer einem neuen Hoffnungs- schimmer ist in den Katastrophengebieten noch nichts angekommen.

Empfehlung für Obst
Satoshi Nemoto, der Ex-Vorsitzender von Fukushimas Bauernverband, und seine Mitarbeiter betreiben  heute ein Testlabor, in dem die Bauern ihre Ernte auf Strahlung überprüfen lassen können. Die Technik hat der Verband von Spendengeldern gekauft. Unterstützung von der Regierung oder Tepco gab es nicht. Die Probleme sind gewaltig, die radioaktive Wolke ist über weite Teile von Fukushima gezogen, eigentlich müssten zur Dekontaminierung auf allen Feldern mehrere Zentimeter Erde abgetragen werden", erklärt Nemoto. Weil das bisher nicht geschehen sei und die Landwirte keine Entschädigung erhielten, hätten viele wieder begonnen, ihr Land neu zu bestellen - auch wenn die radioaktiven Partikel durch die Bewirtschaftung immer tiefer in den Boden gelangen. „Das ist verheerend", für die Zukunft sagt er.

Der Verband kann nicht mehr tun, als die Landwirte dahingehend zu beraten, welche Pflanzen wenig Radioaktivität speichern. Obst und Getreide etwa seien besser geeignet als Wurzelgemüse oder Pilze. In einem Raum präsentiert Nemoto Erzeugnisse, die den Strahlungstest bestanden haben: Äpfel, Kürbisse, Nüsse. Verkaufen lassen sie sich schwer, und wenn, dann nur zu niedrigsten Preisen.

EINE “GASTSTUBE” ERÖFFNET
Sakae Akaishizawa hatte in Itate hat bis zur Evakuierung ein Nudelrestaurant betrieben. Jetzt hat er in dem Containerdorf am Rande von Fukushima eine Gaststube eröffnet. Mit fast Sechzig gehören er und seine Frau zu den jüngsten in der Siedlung. Auf seinem Tresen hat Akaishizawa auch seinen Computer aufgestellt, und wenn er keine Gäste hat, schreibt er an seinem Blog, in dem er Informationen zu den Folgen der Nuklearkatastrophe zusammenträgt. „Die Regierung, Tepco und die großen Medien stecken alle unter einer Decke", sagt Akaishizawa. „Sie wollen sich mit dem Unglück nicht mehr beschäftigen müssen." Die Anti-Atomkraft-Bewegung, die sich in Japan zu formieren begann, konnte sich bis heute nicht als politische Kraft etablieren.
Für Akaishizawa ist das Beweis dafür, dass Japan so weitermachen wolle, als wäre nichts passiert. Er will das nicht zulassen, deshalb sammelt er Erfahrungsberichte und wissenschaftliche Studien, schreibt Schulen an und lässt Informationsbroschüren drucken. „Die Katastrophe hat uns zu Laborratten des nuklearen Zeitalters gemacht", sagt Akaishizawa. „Jetzt haben wir die Verantwortung, das Land an uns zu erinnern."

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Manipulationen
Hier eine excellente Darstellung des Treibens der Energiekonzerne, die über den gesteuerten Strompreis-Antrieb das EEG zerstören und ein Quotenmodell zur Liquidierung der letzten Reste dezentraler Energie etablieren wollen. Über die 'Initiative Neue soziale Marktwirtschaft', INSM, einer Gründung des ehemaligen Stuttgarter OB-Kandidaten Thurner, mit dem ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, stellen sie ihre Interessen als 'Mainstream', als 'Sachzwänge' in die gleichgeschalteten Medien. Eine menschenverachtende Manipulation, die letztendlich zur Renaissance der Atomenergie führt. Video 'Die 4 großen Energiekonzerne treiben den Strompreis ...' unter: http://www.ulrich-jochimsen.de/Stadtwerke.html
Wenn man dieses Video gesehen hat, kann man ermessen, mit welcher Dreistigkeit die Konzerne Rekommunalisierungen zu verhindern suchen, bes. im Falle des Filetstücks Stuttgart. Da üben Amtsstuben wie die Kartellämter illegalerweise Druck auf Kommunen aus, ihre Strom-und Gaskonzessionen europaweit auszuschreiben. Jedes Mittel ist recht.
www.stuttgarter-manifest.de

Die Lüge vom ›Forschungsbergwerk‹ Asse
Der Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft (CDAK/Mainz) hat "eindringlich vor einer erneuten Nominierung der Ministerin Annette Schavan für den Deutschen Bundestag gewarnt".

Der CDAK begründet seine Position mit Schavans Verantwortung für die havarierte Atommüllkippe Asse II in Niedersachsen. Diese wurde bis zum Januar 2009 als "Forschungsbergwerk" tituliert und in der Zuständigkeit des Forschungsministeriums geführt. "Dort", heißt es in der CDAK- Erklärung, "war die Amtsführung von Schavan dermaßen desaströs, daß Bundeskanzlerin Angela Merkel dieser den Geschäftsbereich entziehen mußte. Annette Schavan war so sicher auch keine Hilfe für die wichtige Landtagswahl in Niedersachsen, die ja dann denkbar knapp für die Union verloren ging. (...)
Während Schavans Zuständigkeit als Ministerin wurden radioaktiv verseuchte Laugen, die aus einer Atommüllkammer in der Asse herausliefen, ohne die notwendige Genehmigung in einen bereits gefluteten Tunnel im Bergwerk gepumpt. Auch wurde die Existenz dieser radioaktiv verseuchten Lauge über Jahrzehnte hinweg verschwiegen. Der Bevölkerung der Bundesrepublik wurde immer dargestellt, es lägen in der Asse nur Abfälle aus der Forschung und aus Krankenhäusern. Schavan hat genau diesen Eindruck noch am 14.1.2010 bei ihrer Befragung im Asse-Untersuchungsausschuß des niedersächsischen Landtages weiter zu vermitteln versucht, wo sie sich der Formulierung anschloß, daß im wesentlichen Handschuhe in der Asse lägen?"
CDAK-Sprecherin Petra Pauly: "Es ist verständlich, daß die Ministerin nicht über jeden Vorgang in allen nachgeordneten Einrichtungen Bescheid weiß. Aber hat sie durch die Tatsache, daß sie ohne genaue Kenntnis einfach die Lüge des Forschungsbergwerkes wiederholt, sich diese nicht zu eigen gemacht? Und zeigt sich nicht auch, daß Schavan nicht in der Lage ist, inhaltlich kompetentes Führungspersonal auszusuchen, das dann fähig ist, relevante Informationen von irrelevanten zu unterscheiden und die Ministerin über solche Vorgänge wie das Herumpanschen mit radioaktiven Flüssigkeiten zu informieren?”

Atomtransport  in Frankreich entgleist
So nah sind wir alle bei jedem Atom-Transport an der Katastrophe!

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die Anti-Atomkraft-Bewegung im Münsterland fordern eine umfassende Aufklärung und Information über einen Atomtransport- Unfall, der sich am Montag (21.01.2013) ereignet hat. Gleichzeitig bekräftigten die Organisationen ihre Forderung nach dem Verbot aller Atomtransporte. Am Montag entgleiste in Frankreich ein mit Atommüll beladener Zug, der vermutlich überwiegend mit Uranmüll beladen war, der ursprünglich aus Urananreicherungsanlagen des Urenco-Konzerns in Gronau und Almelo (Niederlande) stammte.

Der Transportunfall ereignete sich genau am dritten Jahrestag des bisher schwersten Unfalls in der Gronauer Urananreicherungsanlage. Der Zug umfasste offenbar sieben Waggons mit Uranoxid sowie einen Waggon mit einem Castor-Atommüllbehälter. Vermutlich befand sich der Zug auf dem Weg in das zentrale oberirdische Atommüll-Lager der COVRA in den Niederlanden. Das Lager befindet sich in Vlissingen an der Nordsee, nur 20 Kilometer vom Atomkraftwerk Borssele entfernt.

Bei dem Störfall vor drei Jahren in Gronau wurde am 21. Januar 2010 erstmals ein Arbeiter in der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage verstrahlt. Trotz eisiger Temperaturen erinnerten AtomkraftgegnerInnen am Montagabend in Gronau vor dem Tor der Urananreicherungsanlage an das Unglück und forderten die sofortige Stilllegung der Anlage. Der aktuelle Unfall in Frankreich war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Er verdeutlicht einmal mehr die zahlreichen Gefahren der Uranverarbeitung und Urantransporte.

Der entgleiste Zug
Die Informationen über den entgleisten Zug sind sehr dürftig. Informationen sickerten erst Stunden nach dem Vorfall durch. Der Zug verunglückte kurz nach seinem Start aus Tricastin, im Departement Drôme. In Tricastin gibt es ein Atomkraftwerk, nebenan in Pierrelatte befindet sich eine Urananreicherungsanlage. Der Unfall ereignete sich am Montag in Saint-Rambert d?Albon (wie Tricatin Drôme-Departement) gegen 17.30 Uhr. Ursache für die Entgleisung soll die Fehlstellung einer Weiche bei Rangierarbeiten gewesen sein. Zu einer Freisetzung von Radioaktivität soll es nach Angaben der französischen Medien nicht gekommen sein. In einigen Berichten wurden die Niederlande, in anderen Berichten Deutschland als Ziel des Zuges genannt. In beiden Ländern betreibt der Urenco-Konzern je eine Urananreicherungsanlage: In Almelo (NL) und Gronau (D).

Das ungelöste Uranmüllproblem
In den Urananreicherungsanlagen fällt in großen Mengen das sogenannte Uranhexafluorid als Uranmüll an. Es wird zur Umwandlung in das chemisch stabilere Uranoxid nach Frankreich gebracht. Entsprechende Uranoxid-Rücktransporte nach Gronau sollen ab 2014 erfolgen; Rücktransporte von Frankreich in das niederländische COVRA-Lager scheinen schon länger zur Tagesordnung zu gehören. Welchen Ursprung der Castor-Atommüll-Behälter in dem verunglückten Zug hat, ist den Anti-Atomkraft-Initiativen derzeit noch nicht bekannt.

Zwischen den Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo und Frankreich gibt es einen regelrechten Atommülltourismus, da das in den Urananreicherungsanlagen anfallende angereicherte Uranhexafluorid so gefährlich ist, dass derartiger Uranmüll nicht langfristig in Gronau und Almelo lagern darf. Neben der Gronauer Urananreicherungsanlage dürfen bisher rund 40.000 Tonnen Uranmüll in Form von angereichertem Uranhexafluorid in Containern unter dem freien Himmel gelagert werden. Rund 30.000 Tonnen wurden unter Protest nach Russland exportiert. Inzwischen wurden mehrere Tausend Tonnen Uranhexafluorid-Müll zur Umwandlung nach Frankreich gebracht. Das rück-gewonnene Uranoxid soll ab 2014 in einer Lagerhalle in Gronau eingelagert werden, die derzeit neben der Urananreicherungsanlage gebaut wird.

Der Atommülltourismus quer durch Europa stellt nach Ansicht des BBU und der Bürgerinitiativen im Münsterland eine große Gefahr für die Bevölkerung dar und verschleiert lediglich das Atom- müllproblem, löst es aber nicht. Denn auch das Uranoxid kann bislang nicht entsorgt werden, sondern soll in Gronau für unbestimmte Zeit zwischengelagert werden. ?Ein sicheres Endlager für
Urencos Atommüll ist jedoch weit und breit nicht in Sicht?, erklärt Udo Buchholz vom Vorstand des BBU.

Anti-Atomkraft-Initiativen haben wiederholt betont, dass die Urantransporte unsicher und gefährlich sind. Oftmals wissen in Deutschland noch nicht einmal die Rettungsleitstellen Bescheid, wann und wo solche Transporte durchgeführt werden. Im Ernstfall mit erheblichen Uranhexafluoridfreisetzungen müsste kurzfristig im weiten Umkreis evakuiert werden ? ohne Vorbereitung ein unmögliches Unterfangen.

Forderungen und weitere Proteste
Die Anti-Atomkraft-Bewegung fordert die sofortige Stilllegung aller internationalen Uranfabriken. Die Gronauer Anlage wird bislang noch nicht einmal im Atom-Ausstiegsgesetz berücksichtigt. Anteilseigner der Urenco sind bisher Eon und RWE, sowie der britische und der niederländische Staat. Verkaufspläne der Urenco-Anteile an andere Konzerne scheinen sich derzeit zu konkretisieren.
Bi Cattenom Non Merci

Japan / Tokio Atomanlage auf ­ gefährlichem Grund
Die größte Atomanlage Japans müsste eventuell wegen in der Nähe befindlicher geologischer Bruchstellen dauerhaft stillgelegt werden. Auf Grundlage der von der neuen Atom- regulierungsbehörde festgelegten Richtlinien werden die Sicherheitsstandards für alle Atomanlagen des Landes neu bewertet, so ein Behördenvertreter am 26.01.13. Der Atomkomplex Kashiwazaki-Kariwa, der über sieben Reaktoren verfügt, liegt wie festgestellt wurde teilweise auf geologischen Bruchstellen, die nach den neuen Sicherheitsnormen als aktiv betrachtet werden sollten. Der Betreiber der Anlage ist Tokyo Electric Power  also Tepco, die selbe Company die auch das Akw Fukushima betrieb, in dem 2011 nach Erdbeben und Tsunami sich einige Kernschmelzen ereigneten.

fukushima-Atomfisch-klFisch mit hohem Strahlenwert
Tokio. In der Nähe des havarierten japanischen Atom- kraftwerks Fukushima ist ein Fisch gefangen worden, dessen radioaktive Kontamination um das 2500 fache über dem gesetzlichen Grenzwert lag. Bei dem Fisch sei Cäsium mit einem Strahlungswert von 254000 Becquerel festgestellt worden, teilte Atomkraftwerksbetreiber Tepco am Freitag der Welt mit.

International
Uno fordert Offenlegung des Atomprogramms Israels

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat Israel mit überwältigender Mehrheit dazu aufgefordert, sein Atomprogramm offenzulegen. Zudem soll das Land den Inspektoren der Vereinten Nationen Zugang gewähren. Israel solle «ohne weitere Verzögerung» dem Atom- waffensperrvertrag beitreten, hiess es in einer Resolution, die am Montag mit 174 gegen 6 Stimmen bei 6 Enthaltungen angenommen wurde. Gleichzeitig wurde Israel aufgerufen, eine Atomkonferenz zu unterstützen, bei der es um einen atomwaffenfreien Nahen Osten gehen sollte. An der Konferenz Mitte Dezember in Finnland wollten alle arabischen Staaten und der Iran teilnehmen.
http://www.nzz.ch/aktuell/international/die-uno-fordert-die-offenlegung-des-israelischen-atomprogramms-1.17868132 
Ob denn die deutschen Medien so oft, so anhaltend, und Ausführlich darüber berichten werden, wie über alle anderen "Schurkenstaaten", die im Besitz von A-Waffen sind oder verdächtigt werden welche zu entwickeln?!

Der Alternative Nobelpreisträger Mordechai Vanunu
Vor 26 Jahren entführte der Mossad den israelischen Nukleartechniker Mordechai Vanunu.
Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad setzte eine attrktive Blondine als Lockvogel ein um den angeblichen Staatsfeind Israels Vanunu dingfest zu machen. Der gab Reportern der “Sunday Times” in London detailliert Auskunft über das streng geheime  Atomforschungszentrum “Dimona” in der Wüste Negev in Israel. Nach dem Supergau in Tschernobyl wurde Vanunu bewusst, dass er über Israels Atomprogramm sprechen musste, um das internationale Bewusstsein für  die Atomwaffengelüste des Staates Israel zu schärfen.
Vanunu, ein Kämpfer für Frieden und Abrüstung war für die israelische Regierung ein Verräter, der die Sicherheit des Landes aufs Spiel setzte. Am 30. September 1986 schnappt die Mossad-Falle zu: Trotz Warnungen der Londoner Journalisten steigt Vanunu mit der blonden “Cindy” in ein Flugzeug nach Rom. Dort in der Wohnung der angeblichen Schwester “Cindy's” warten zwei Männer, die überwältigen und betäuben Vanunu. Anschließend wird er in einer Kiste versteckt zu einem Schiff gebracht und nach Israel verschleppt. Am 5. Oktober  enthüllt die Sunday Times die Geheimnisse des nuklearen Arsenals Israels. Vanunu wird in einem Geheimprozess zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Er muss die Strafe voll absitzen, fast zwölf Jahre davon in Einzelhaft. Vanunu wurde zu einer Symbolfigur für Zivilcourage und zu einem Helden der weltweiten Anti- atombewegung. Er wurde mit Auszeichnungen überhäuft, erhielt unter anderem den Alternativen Nobelpreis. Am 21. April 2004 trat Vanunu durch das Gefängnistor von Ashkelon zurück in die Freiheit – die Finger zum Siegeszeichen V erhoben!

Israel bestückt U-Boote aus Deutschland mit Atomraketen
hilft Israel beim Ausbau zur Atommacht.  Israel stattet in Deutschland gebaute und größtenteils von der schwarz/gelben Regierung finanzierte U-Boote mit Atomsprengköpfen aus – offenbar mit Wissen der deutschen Regierung.

Bohrpause bis zur Wahl?
Der Salzstock Gorleben soll zunächst nicht weiter auf seine Tauglichkeit als atomares Endlager hin erkundet werden.

Bundesumweltminister Altmaier (CDU) verkündete am Freitag in Berlin einen vorübergehenden Stopp der Erkundungsarbeiten. Dieser solle zumindest bis zur Bundestagswahl im kommenden Jahr gelten, »und ich hoffe, darüber hinaus«, so der Minister. Sein Vorgänger Röttgen (CDU) hatte schon im März eine Unterbrechung der Erkundungsarbeiten angekündigt, und tatsächlich ruhen seit Mitte November die Arbeiten im wesentlichen. Altmaier erklärt nun würden auch die Tiefenbohrungen eingestellt. Die Erkundungsarbeiten in Gorleben sollen nicht mehr aufgenommen werden müssen bis zu einer endgültigen Entscheidung über die Standortsuche«, so der Minister.

Im November vergangenen Jahres hatten sich Bund und Länder gerade mal auf einen Neustart über Gespräche zwecks der Suche nach einem Endlager verständigt. Die Gespräche sind jedoch inzwischen ins Stocken geraten. Altmaier will also das Thema lediglich aus dem Wahlkampf in Niedersachsen im Januar 2013 heraushalten. Danach kommt dann die Osterpause vor den Sommerferien und dann ist es nicht mehr möglich vor der Bundestagswahl im Herbst noch etwas einzubringen. SPD-Chef Sigmar Gabriel sprach von einer »guten Entscheidung« und hofft »zu einem parteiübergreifenden Endlagerkonsens zu kommen«. Ähnliches klabüsterte der Grünen- Fraktionschef Trittin herum.
Die Linke forderte die endgültige Aufgabe von Gorleben. Es sei »als Standort für ein sogenanntes atomares Endlager geologisch nicht geeignet«, sagte die energiepolitische Sprecherin der Linken, Dorothée Menzner.

Umweltverbände und die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg kritisierten die Ankündigung ebenfalls. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke bezeichnete Altmaier als »initiativ- und ideenlos«. Der Sprecher der Anti-Atom-Initiative »Ausgestrahlt«, Jochen Stay, gab zu bedenken, daß es derzeit ohnehin keine Rechtsgrundlage für den Weiterbau gebe. Greenpeace sprach von einem »faulen Kompromiß«. Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Hubert Weiger, schloß sich der Forderung der LINKEN nach einer endgültigen Aufgabe des Standorts an. Der Erkundungsstopp war schon lange überfällig.

Liebe Leser, bitte bitte hört damit auf diese Drümpel zu wählen!
Oder wollt ihr 4 weitere Jahre Wurstelei und keinerlei Entscheidungen für Eure Interessen?

Protest in Grohnde gegen MOX-Transport
Grohnde. Atomkraftgegner haben am Freitag ihren Protest gegen den laufenden Transport von radioaktiven Brennelementen nach Niedersachsen begonnen. Am Morgen projizierten Greenpeace- Mitglieder den Schriftzug »McAllister - Plutonium stoppen!« an den Kühlturm des Atomkraftwerks Grohnde. Die Plutonium-Brennelemente, die voraussichtlich am Wochenende nach Grohnde gebracht werden sollen, seien hochgefährlich, sagte Greenpeace-Sprecher Christoph von Lieven. Das Schiff mit den in der Atomfabrik Sellafield gefertigten MOX-Brennelementen war in der Nacht zu Mittwoch in Großbritannien gestartet. Sie sollen im AKW Grohnde eingesetzt werden.

Die bomben auf Hiroshima & Nagasaki sind "christlich" gesegnet worden
Die Japaner bezeichnen diese Bomben deshalb auch Christliche Bomben

Die für Hiroshima bestimmte erhielt den Namen Little Boy,
die für Nagasaki den Namen Fat Man
Der US-Militär Pater Zabelka zelebrierte diesen Segen über die beiden Bomben.
(Ob der Pater sie zuvor noch auf diese Namen getauft hat ist mir [ali] nicht bekannt!)

Jahre Spaeter schrieb er:
"man hatte mir gesagt es waere nötig. ...
Ich habe nie etwas dagegen gesagt. Was hätte ich auch sagen können! Ich war wie praktisch jeder auf der Insel Tinian im Ungewissen gelassen worden, was da eigentlich vorbereitet wurde. Wahrscheinlich werde ich das meinem Gott einmal im Gericht als Verteidigung vorbringen. Aber am Tag des Gerichts wird es mir mehr um Barmherzigkeit zu tun sein als um Gerechtigkeit in dieser Geschichte. ...

Warum nicht?
Das lag an der "Gehirnwäsche". Niemals kam mir der Gedanke, ich sollte öffentlich gegen die Folgen dieser massiven Luftangriffe protestieren. Man hatte mir gesagt, es wäre nötig. Gesagt hatte es öffentlich das Militär und indirekt auch die Leitung meiner Kirche. Soweit ich weiß, hat kein amerikanischer Kardinal oder Bischof sich gegen diese Massenangriffe ausgesprochen. Schweigen aber bedeutet in solchen Angelegenheiten Einverständnis, besonders bei einem so in der Öffentlichkeit stehenden Gremium wie den amerikanischen Bischöfen.

Ich war fest davon überzeugt, daß diese Art der Gehirnwäsche richtig war, so fest, daß sich mir die Frage gar nicht stellte, ob das überhaupt moralisch vertretbar war. Das machte die "Gehirnwäsche", der ich unterzogen wurde, ohne Zwang und Foltermethoden, einfach nur durch das Schweigen meiner Kirche und ihre vorbehaltlose Zusammenarbeit mit der Kriegsmaschinerie des Landes in tausend kleinen Dingen. Warum wurde, als ich meine Ausbildung zum Militärseelsorger beendet hatte, mein
Abendmahlsgerät von dem damaligen Bischof von Boston, Cushing, offiziell geweiht? Kann es eine deutlichere Sprache geben? Ja wirklich, ich wurde einer vollkommenen Gehirnwäsche unterzogen. Daß ich es unterlassen habe, angesichts dieser totalen moralischen Verirrung, wie sie die Massenvernichtung von Zivilpersonen darstellt, die Stimme zu erheben, sehe ich heute als ein schweres Versagen als Christ und als Priester. ..."

"Ich habe immer gelernt und gepredigt, was die Kirche von mir erwartete - und zwar nicht nur, daß ich mit den Jungs über deren Sexualleben geredet hätte. Wie viele andere Militärseelsorger habe ich deutlich solche Themen wie Gefangenentötung und Folter angesprochen. Es gab aber auch Bereiche, wo wir uns nicht so deutlich geäußert haben.

Die Vernichtung der Zivilbevölkerung im Krieg war ja schon immer von der Kirche verboten gewesen. Und wenn ein Soldat zu mir gekommen wäre und mich gefragt hätte, ob er einem Kind eine Kugel durch den Kopf jagen dürfe, ich hätte unbedingt nein gesagt. Das wäre eine Todsünde. Aber 1945 war die Insel Tinian der größte Militärflughafen der Welt. Rund um die Uhr konnten drei Flugzeuge pro Minute starten. Viele dieser Flugzeuge nahmen Kurs auf Japan und hatten das erklärte Ziel, nicht nur eine Zivilperson zu töten, sondern hunderte, tausende, zehntausende von Kindern und Zivilpersonen niederzumachen - und ich schwieg.

Als Militärseelsorger begegnete ich oft solchen Jungs, die ihren Verstand über die Dinge, die sie im Krieg getan hatten, verloren hatten. Ich erinnere mich an einen jungen Menschen, der an der Bombardierung japanischer Städte beteiligt war. Er befand sich im Lazarett der Insel, am Rande eines völligen psychischen Zusammenbruchs. Er erzählte mir, wie er einmal zu einem Tieffliegerangriff abkommandiert worden war und sehr niedrig über eine der Hauptstraßen der Stadt flog. Da habe er vor sich einen kleinen Jungen gesehen, mitten auf der Straße, der mit kindlichem Erstaunen zu seinem Flugzeug aufschaute. Er habe gewußt, daß es nur Sekunden dauern würde, bis dieses Kind von dem Napalm, das bereits ausgelöst war, tödlich verbrannt würde.

Ja, ich wußte, daß die Zivilbevölkerung vernichtet wurde. Ich wußte es vielleicht besser als alle anderen. Und doch hielt ich keine einzige Predigt gegen das Töten von Zivilisten, wenn ich vor denen stand, die es taten."..........ausfuehrlicher:
http://www.stachel.de/01.09/8hirosh.html
http://www.stachel.de/00.07/7GERX3.html


Neue Vorwürfe gegen Tepco

Ein Mitglied eines Spezialteams im havarierten Atomkraftwerk Fukushima hat schwere Vorwürfe gegen die Betreibergesellschaft Tepco erhoben. Kurz nach der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011 hat der Konzern nach Aussage eines Arbeiters eine sechsköpfige Gruppe ohne ausreichende Schutzmaßnahmen in stark radioaktiv verseuchtem Wasser arbeiten lassen. Das Unternehmen habe die tatsächliche Gefahr verschwiegen und keine adäquate Ausrüstung bereitgestellt, sagte der Mann in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP. Am Dienstag reichte er in Tokio eine Beschwerde gegen Tepco ein und forderte Schadenersatz.


AKW Brunsbüttel vor Rückbau
Das stillgelegte Atomkraftwerk im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel soll abgerissen werden. Der Betreiber Vattenfall stellte dazu einen Antrag beim Energieministe­rium in Kiel, wie der Energieversorger jetzt mitteilte. Der Konzern rechnet allein mit ca. vier Jahren, bis zur Abrissgenehmigung, so eine Vattenfall-Sprecherin. Der Rückbau werde ca. 10 bis 15 Jahre dauern. Voraussetzung dafür ist die Verfügbarkeit des Endlagers Schacht Konrad für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Salzgitter.
Dazu:
2015 soll das AKW Stade vom Erdboden verschwunden sein. Insgesamt wird der Abriss dann 12 Jahre gedauert haben. Der Bau des AKW kostete 300 Millionen D-Mark. Die Kosten für den Rückbau liegen bei 500 Millionen Euro. Ich hatte mich in einer Fehleinschätzung mal der Forderung “enteignet die AKW-Betreiber”, angeschlossen. Das ist völlig blöd, statt dessen sollten deren Vermögen und Einkünfte auf Sperrkonten gelagert werden, denn bei deren Besitz - Konstrukten ist zu fürchten, pünktlich zur Abschaltung und dem anstehenden Rückbau werden sie Konkurs anmelden und uns die Zeche zahlen lassen. Mehr zu aus ?Teilen besteht ein AKW? HIER
 

Die Münchener Rück lobt Oettingers AKW-Pflichtversicherunsplan
Torsten Jeworrek, Vorstand der MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG wittert natürlich seine Geschäftschancen, in der etwas höheren Abdeckung von Kernkraftrisiken. Er will aber eine  Höchstgrenze der zu versichernden Schadensumme festsetzen. (Den darüber hinaus gehenden Schaden soll weiterhin die Steuerpflichtige Bevölkerung tragen) Jeworrek: "Der Transfer von Risiken über Versicherungslösungen ist volkswirtschaftlich sinnvoll, da sie so einen Preis bekommen und in das Endprodukt eingehen", so der Mann zu Herbert Fromme in der FTD:
http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:pflichtversicherung-fuer-kernkraftwerke-munich-re-lobt-oettingers-akw-plan/70100954.html

Tatsächlich gibt es bereits jetzt Pflichtversicherungen, die jedoch nur geringe Summen abdecken. 
Die Katastrophe im japanischen AKW Fukushima März 2011 hat das Ausmaß der volks- wirtschaftlichen Schäden offengelegt: der Rückversicherer Swiss Re schätzt die Schäden dort entstanden auf 161 Mrd. Euro - mindestens. Nur 27 Mrd. Euro davon waren versichert. Bei den AKW-Betreibern wird dieser Umstand als Normal betrachtet, sie ergehen sich in der  still- schweigenden Annahme, das für die nicht gedeckten Schäden ohnehin der Staat haftet. Durch den jetzigen Zustand wird der Atomstrom künstlich billig gehalten.

Die AKWs in der EU, sind mit absolut lächerlichen Summen versichert, in Frankreich etwa mit 100 Mio. Euro - das ist genau die Summe bis zu der meine Privathaftpflicht, für mich Alfred Mente (Euer Webmaster der HP: www.alfredmente.de) zahlt, sollte ich mit meinem Fahrrad einen Schaden in dieser Höhe verursachen.

In Deutschland sind die Haftungsgrenzen etwas höher, aber dennoch weit entfernt von der Höhe der Fukushima-Schäden.

Im deutschen Atomgesetz ist festgelegt das die Betreiber der AKW's eine Deckungsvorsorge von 2,5 Mrd. Euro bereithalten. Die Deutsche Kernreaktor - Versicherungsgemeinschaft, der 32 private Gesellschaften angehören, trägt 256 Mio. Euro pro Kraftwerksblock. Die vier AKW-Betreiber haben vertraglich festgelegt, dass sie zusammen die Differenz bis zu den 2,5 Mrd. Euro tragen, das sind also 2,24 Mrd. Euro. Für darüber hinausgehende Schäden haftet jeder Betreiber unbegrenzt - das heißt, faktisch bis sein Vermögen alle ist, also bis zur Pleite- zum Konkurs.

Also zu Mitmeißeln: Von ev. möglichen 162,5 Mrd. Euro Schaden, ersetzen die AKW-Betreiber in Deutschland 2,5 Mrd Euro, ihr Vermögen ist fast immer im AKW verbaut und mit Krediten belastet und das ist ja nach einem Supergau gerade in die Luft geflogen....
 

AKW-STRESSTEST
Fast alle Atommeiler in Europa haben Sicherheitslücken 

Die EU-Kommission ermittelte, dass die Notfallvorschriften und die Tests für Erdbeben ab einer bestimmten Stärke unvollständig seien, und in vielen Fällen sind keine oder mangelhafte Erdbebenwarnsysteme vorhanden seien. Die Fachleute kritisieren für quasi alle französischen Standorte die Lagerung von Unfallausrüstung und sehen Mängel bei der Prüfung von Erdbeben- und Flutgefahren. Alle 145 Reaktoren in den EU-Ländern haben Sicherheitslücken.
Bei 24 Reaktoren fehlt sogar komplett der Ersatzkontrollraum.
32 Reaktoren sind ohne Notabluftsysteme, um im Störfall den Druck im Reaktorbehälter verringern zu können. Die AKW-Betreiber in der  EU müßten bis 25 Milliarden Euro in die Sicherheit investieren. Da die Betreiber von der EU nicht zu Nachbesserungen gezwungen werden können, verlangt der EU-Kommissar Oettinger zunächst eine Pflichtversicherung gegen Unfälle.
Da bin ich auch der Meinung, das die Risikofachleute der Versicherungen die Betreiber über saftige Prämien bei Sicherheitsmängeln zum Handeln zwingen würden. Bei der Verweigerung einer Versicherung wegen zu hoher Risiken wäre die Staatsaufsicht gezwungen die sofortige Abschaltung zu verfügen. Ich denke die Politik muss von dem weiteren Gehätschel der AKW- Industrie endlich abrücken!
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/akw-stresstest-der-eu-oettinger-will-versicherung-gegen-unfaelle-a-859429.html

Ökostrom günstiger als Kohle- und Atomenergie
Stromrechnungen geben die tatsächlich anfallenden Energiekosten nicht korrekt wieder. „Kohle und Atom verursachen deutlich mehr Kosten, als auf der Stromrechnung ausgewiesen werden", sagte Greenpeace Energy-Experte Marcel Keiffenheim. Der Grund: Staatliche Förderungen und externe Kosten wie Klimaschäden oder Folgekosten eines nuklearen Unfalls seien im aktuellen Strompreis nicht berücksichtigt. Würden diese einfließen, wäre eine Kohle- und Atomstrom-Umlage fast dreimal so hoch wie die Ökostrom-Umlage.

Vattenfall klagt gegen Atomausstieg
Der Energiekonzern Vattenfall hat beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen den Atomausstieg eingereicht. Der im vergangenen Jahr von der Bundesregierung beschlossene beschleunigte Ausstieg aus der Kernkraft verletze die Eigentumsrechte des Unternehmens, argumentierte der Energiekonzern. Eon und RWE haben bereits Verfässungsklagen eingereicht.


Langsam sickern immer mehr Schweinereien der AKW-Betreiber in Japan durch

Das im folgenden beschriebene hatte ich auf meiner HP schon während der ersten Versuche eine Notkühlung in Gang zu bringen, bezogen auf angeheuerte und in kontaminierten Bereichen eingesetzte Leiharbeiter vermutet.

AUS IUL - Vereinigt Lebensmittel-, Landwirtschafts-und HotelarbeitnehmerInnen
30-07-2012 Hazards of agency work:
contract workers at Fukushima cleanup ordered to falsify radiation dosages
On July 21, the Asahi Shimbun revealed that workers employed by a contractor at the Tokyo Electric Power Company's stricken Fukishima nuclear plant were ordered to wrap with lead the dosimeters which register their radiation exposure in order to allow them to continue working beyond the danger threshold. In principle, workers exposed to more than 50 millisieverts over a year must cease working and leave the area. Workers who refused to disable their dosimeters were threatened with the loss of their jobs.

The company, Build-Up, which performs work at other Japanese nuclear sites, was well aware of the lethal radiation levels inside the plant. An inspection last year, when the area was strewn with debris from the reactor explosion, had disclosed dangerously high levels.
World-Widehttp://cms.iuf.org/?q=node/1835

ali's Übersetzung m. B. H.:
30-07-2012 Mögliche Gefahren der Leiharbeit:
Leiharbeitern wurde bei “Aufräumarbeiten” in Fukushima befohlen, Bestrahlungsdosierungen zu  verfälschen

Am 21. Juli, ergaben Untersuchungen der Asahi Shimbun , dass Arbeitnehmer, die von einem Auftragnehmer der Tokyo Electric Power Company im angeschlagenen Fukishima Kernkraftwerk eingesetzt wurden befohlen wurde, die mit geführten Dosimeter, die ihre Strahlenbelastung  registrieren sollten, mit Bleiblech zu umwickeln, um ihnen zu ermöglichen, jenseits der Gefahrenschwelle weiter zu arbeiten. Grundsätzlich dürfen Arbeitnehmer, die mehr als 50 Millisievert pro Jahr* aufnehmen nicht mehr arbeiten und müssen den Strahlenbereich sofort verlassen. Arbeiter, die das abschirmen ihrer Dosimeter  ablehnten wurden mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bedroht.

Dem Unternehmenssammelsurium, das auch bei anderen japanischen Atomanlagen arbeiten lässt war sich wohl bewusst, welche tödliche Strahlung im Inneren der AKW-Anlage vorlag. Eine Inspektion im letzten Jahr, im mit Schutt übersäten Gebiet aus der Reaktor Explosion hat gefährlich hohe Werte ausgewiesen.

* 50 Millisivert - das ist die Höchstdosis pro Jahr - ali

Fukushima Fotostrecken,

sehenswert - auch wenn die Bildunterschriften auf französisch sind
http://www.mediapart.fr/portfolios/photographe/antonio-pagnotta 

NEWS ÜBER JAPANS FUKUSHIMA KATASTROPHE

Fukushima - auf deutsch "Insel des Glücks"
Die organisierte Kriminalität hat in Japan einen von Staat, Medien, Atomlobby und Finanz- Industrie gebildeten mafiosen Überbau hervorgebracht. Der sorgt dafür das Investoren und Industrie wie Tepco quasi für die in Fukushima verursachten Schäden nicht haftbar gemacht werden. Die Opfer von Fukushima tragen ihre Entschädigung über die Finanzierung der Staatsschulden und sonstiger  Steuern selber! Es ist schwer etwas über die Strukturen des Überbaues heraus zu finden. Aber wie immer ist die Deutsche Bank auch dabei. Sogar als Hauptfinanzier der Atomindustrie  in Japan. 
Mit 7,8 Mrd € gesamt und 30,6 Mio € Direktinvestition bei Tepco. Die Firma Tepco ist unter anderem auch Betreiber der jetzt maroden Fukushima Atomanlagen. In dem Film Hibakusha wird gezeigt, das auf einer Tepco Pressekonferenz alle Japanreporter mit vermutlich von Tepco ge- spendeten gleichen Laptop-Modellen antraten. Die Japanischen Reporter machten die deutschen darauf aufmerksam, Fragen wären nicht üblich, nicht erwünscht....

frage-an-regierungAuf einer Tepco Pressekonferenz
Wird ein Tepco Mitarbeiter, im Film nach wieder Inbetriebnahme oder Atomausstieg wie in Deutschland gefragt, wehrt er ab siehe Text im Bild!


Einen Auszug aus dem 67minütigen Dokumentarfilm HIBAKUSHA über die Reaktorkatastrophe von Fukushima sowie die ökonomischen und soziologischen Hinter- gründe des Japanischen Nuklearkapitalismus gibt es jetzt in einer deutschen Kurzversion.

Hier eine Beschreibung des Films entnommen aus ---> http://hibakusha.info/
EIN FILM VON DOROTHÉE MENZNER UND RALPH T. NIEMEYER # KAMERA: SAMI ATWA # PRODUKTIONSASSISTENZ: YUKO KELLER # MUSIK: HENRI SEROKA
Ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima kommen die Opfer zu Wort.
Während sich die junge Anti-Atom-Bewegung in Japan allmählich auf die Straßen begibt, um den Atom-Wahnsinn zu beenden, versuchen Regierung und Konzerne die Unbedenklichkeit der nuklearen Pest wieder in die Köpfe der Menschen zurück zu drängen.

Dorothée Menzner, Mitglied des Deutschen Bundestages, und Ralph T. Niemeyer, freier Journalist, begaben sich ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe nach Japan, um mit den Opfern, mit Wissenschaftlern, aber auch mit Überlebenden des USA-Atombomben-Gaus in Hiroshima und Nagasaki zu sprechen.
auch-2012-vieles-provisorischÜber 2 Jahre nach des Katastrophe ist vieles immer noch provisorisch
Zwei Wochen Begegnungen mit Menschen, die aus reiner Profitgier, durch die Kumpanei von Politik und Atomlobby zu Opfern wurden.
Zwei Wochen Gespräche mit Menschen, die sich gegen die Atomkraft wehren und mit Expertinnen und Experten, die kein Blatt vor den Mund nehmen, wenn sie die Ursache und die Schuldigen der Atom- katastrophe benennen. Eine Annäherung an ein Land, das mit Hiroshima und Nagasaki wie kein zweites unter nuklearen Katastrophen zu leiden hatte und trotzdem nicht die Finger von der Nutzung der Atomenergie lassen will. Japanische Atomkraftwerke – für die Energieversorgung überflüssig, für die Option zum Bau einer Atombombe notwendig. Japan ein Jahr nach Fukushima.
Der Nuklearkapitalismus bäumt sich auf.

DEUTSCHE KURZVERSION:
http://www.youtube.com/watch?v=vnxu3W7oItk&feature=relmfu 
oder  http://www.youtube.com/watch?v=vnxu3W7oItk
JAPANISCHE LANG VERSION:
 http://www.youtube.com/watch?v=hTEukRNjpkc&list=UUJBuXWE3N6SZJRY59aFVHfA&index=1&feature=plcp

radioaktiv-verseucht            zukunftsdiskussion-u-protest
Oben linkes Bildteil im Film zeigt die Ausbreitung der Radioaktivität bis Ende 2022 & 2032.
Oben Rechts Tepcovertreter auf der im Film gezeigten Pressekonferenz: “Wir nicht die Regierung” diskutiert über die Zukunft (Tepco’s?). Inzwischen ist klar die >>Bomben mit Langzeitzünder<<, im Internationalen Regierungs - & AKW- Betreiber - Sprech:
“Die sichersten AKW’s der Welt stehen in unserem Land, weil wir haben die Technik dazu.” (Laut deren früher gültigen Statistikunterlagen findet die Fukushimakatastrope ja erst in der Zukunft statt.)
In Japan werden die AKW’S trotz zunehmender Proteste jetzt wieder ANGESCHALTET.
Siehe den unten stehenden Artikel:

Juni 2012
Japans Atomkraftmoratorium endet
Japan schaltet Kernkraftwerke wieder an

Die Regierung in Tokio paktiert mit der Atomlobby & wird durch die Medien dabei unterstützt.
In Tokio demonstrierten über 10.000 Atomkraftgegner vor Premier Yoshihiko Nodas Büro. Erstmals seit der Katastrophe von Fukushima sind wieder zwei Kernreaktoren ans Netz gegangen. Die Energiekonzerne hatten nach dem Erdbeben, dem folgenden Tsunami und der sich daraus ergebenen Nuklearkatastrophe im März 2011 alle Reaktoren für Wartungsarbeiten und Stresstests abschalten müssen. Seit April waren damals alle Kraftwerke vom Netz genommen worden und runter gefahren. Atomkraftgegner sahen darin den Beweis dass Japan ohne Nuklearenergie auskommen könne, wenn auf die gasbetriebenen Rückfall-Systeme zurückgreife.
 
Japans Energiekonzerne drängten darauf, die Reaktoren wieder hochzufahren und jammerten über die Verluste durch ihr nun „totes Kapital“. Vor der Katastrophe lieferten in Japan 5 Atommeiler rund ein Viertel der Energie Japans. Die beiden Reaktoren der K. Electric Power Co., die nun in Betrieb gehen, stehen in der  Präfektur Fukui, rund 500 Kilometer südwestlich von Fukushima, sie versorgen die  Großstädte Osaka, Kobe und Kyoti. Die Anlagen sind nun von dem gleichen „Konsortien“, die auch Fukushima als absolut sicher einstuften, wiederum als sicher eingestuft worden. 

Japans Atomkraftgegner erklären:
dass Regierung, Konzerne und Medien einen Pakt geschlossen hätten um öffentliche Sorgen gegenüber der Kernenergie zu zerstreuen. Alle Folgen der Fukushima-Katastrophe würden systematisch kleingeredet. Sie verweisen darauf das nicht nur die Bewohner von Fukushima Opfer erhöhter Strahlung wurden, sondern Menschen im ganzen Land, etwa durch den Verzehr von Agrarprodukten und Fischen durch erhöhte Strahlenwerte geschädigt werden.


Mai 2012

Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht
Westeuropa trägt das weltweit höchste Risiko einer radioaktiven Verseuchung durch schwere Reaktorunfälle

Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten können und damit 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die Hälfte des radioaktiven Cäsium-137 bei einem solchen größten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert würde. Die Ergebnisse zeigen, dass Westeuropa – inklusive Deutschland – wahrscheinlich einmal in etwa 50 Jahren mit mehr als 40 Kilobecquerel radioaktivem Cäsium-137 pro Quadratmeter belastet wird. Ab dieser Menge gilt ein Gebiet laut der Internationalen Atomenergie Behörde IAEA als radioaktiv  kontaminiert. Die Forscher fordern aufgrund ihrer Erkenntnisse eine tiefgehende Analyse und Neubetrachtung der Risiken, die von Kernkraftwerken ausgehen.
Casium-Kontamination-Risiko-EU

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima hat weltweit Zweifel an der Kernenergie geschürt und in Deutschland den Ausstieg aus der Kernenergie angestoßen. Dass das Risiko einer solchen Katastrophe höher ist als bislang angenommen, belegt nun eine Studie von Forschern um Jos Lelieveld, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz: „Nach Fukushima habe ich mich gefragt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein solcher Unfall wieder passiert, und ob wir die Verbreitung der Radioaktivität mit unseren Atmosphärenmodellen berechnen können.“
Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge, dürfte es einmal in 10 bis 20 Jahren zu einer Kernschmelze in einem der derzeit aktiven Reaktoren kommen. Derzeit sind weltweit 440 Kernreaktoren in Betrieb, 60 weitere befinden sich in Planung.

Um die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze zu ermitteln, stellten die Mainzer Forscher eine einfache Rechnung an: Sie teilten die Laufzeit aller Kernreaktoren weltweit von der Inbetrieb- nahme des ersten zivilen Reaktors bis heute durch die Zahl der bisherigen Kernschmelzen. Die Laufzeit der Reaktoren summiert sich auf 14.500 Jahre; die Zahl der Kernschmelzen beträgt vier – eine in Tschernobyl und drei in Fukushima. Daraus ergibt sich, dass es in 3.625 Reaktorjahren zu einem GAU kommt, dem größten anzunehmenden Unfall wie ihn die Internationalen Bewertungs- skala für nukleare Ereignisse (International Nuclear Event Scale, INES) definiert. Selbst wenn man dieses Ergebnis auf einen GAU in 5.000 Reaktorjahren aufrundet, um das Risiko konservativ abzuschätzen, liegt das Risiko 200mal höher als Schätzungen der US-amerikanischen Zulassungskommission für Kernreaktoren im Jahr 1990 ergaben.

Ein Viertel der radioaktiven Partikel wird weiter als 2.000 Kilometer transportiert
Für ihre Studien unterschieden die Mainzer Forscher nicht, wie alt ein Kernreaktor ist, um welchen Typ es sich handelt oder ob er beispielsweise in einem besonders erdbebengefährdeten Gebiet steht. So tragen sie der Tatsache Rechnung, dass es auch in einem vermeintlich sicheren Reaktor zu einer Kernschmelze kommen kann – nicht zuletzt, weil sich nicht alle möglichen Ursachen eines solchen fatalen Unfalls vorhersehen lassen. Schließlich hatte auch die Reaktorkatastrophe in Japan niemand für möglich gehalten.

Nun bestimmten die Forscher die geografische Verteilung von radioaktiven Gasen und Partikeln rund um eine mögliche Unglücksstelle mit Hilfe eines Computermodells, das die Erdatmosphäre beschreibt. Das Atmosphärenchemie-Modell berechnet meteorologische  Größen   sowie chemische Reaktionen in der Atmosphäre. Anhand des Modells kann man beispielsweise die globale Verteilung von Spurengasen berechnen und es daher auch für Voraussagen zur Verbreitung von radioaktiven Gasen und Partikeln nutzen.
Um die radioaktive Verseuchung näherungsweise zu ermitteln, berechneten die Forscher, wie sich Partikel des radioaktiven Cäsium- 137 (137Cs) in der Atmosphäre verbreiten und wo sie in welchen Mengen über den Niederschlag in den Boden gelangen. Das 137Cs-Isotop entsteht als Zerfallsprodukt bei einer Kernspaltung von Uran, es  hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren und bildete nach den Havarien von Tschernobyl und Fukushima einen wichtigen Teil der radioaktiven Belastung.

Die Simulation der Mainzer Forscher ergab, dass durchschnittlich nur acht Prozent der 137Cs- Emission in einem Umkreis von 50 Kilometern um ein verunglücktes Kernkraftwerk nieder gehen. Ungefähr 50 Prozent der Teilchen würde innerhalb von 1.000 Kilometern abgelagert, und etwa 25 Prozent würde sogar weiter als 2.000 Kilometer transportiert. Diese Ergebnisse belegen, dass Reaktorunfälle weit über Staatsgrenzen hinweg radioaktive Verseuchung herbeiführen können.

Westeuropa trägt weltweit das höchste Risiko einer radioaktiven Kontamination
Die Ergebnisse der Transportrechnungen kombinierten die Forscher mit der ermittelten Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze und der tatsächlichen Reaktordichte in der Welt, um zu bestimmen, wie oft eine radioaktive Kontamination droht. Laut Definition der Internationalen Atomenergie Behörde IAEA gilt ein Gebiet mit mehr als 40 Kilobecquerel Radioaktivität pro Quadratmeter als kontaminiert. Zum Vergleich: Nach dem Unglück von Tschernobyl belastete der radioaktive Niederschlag von Cäsium-137 den Boden in Deutschland mit bis zu 40 Kilobecquerel pro Quadratmeter.

Wie das Mainzer Team nun feststellte, droht eine Verseuchung mit mehr als 40 Kilobecquerel pro Quadratmeter in Westeuropa, wo die Reaktordichte sehr hoch ist, durchschnittlich einmal in 50 Jahren. Im weltweiten Vergleich tragen die Bürger im dicht besiedelten Südwestdeutschland durch die zahlreichen Kernkraftwerke an den Grenzen von Frankreich, Belgien und Deutschland das höchste Risiko einer radioaktiven Kontamination.

In Westeuropa wären bei einer einzigen Kernschmelze durchschnittlich 28 Millionen Menschen von einer Kontamination mit mehr als 40 Kilobecquerel pro Quadratmeter betroffen. Noch höher ist diese Zahl in Südasien. Ein schwerer nuklearer Unfall würde dort etwa 34 Millionen Menschen betreffen, im Osten der USA und in Ostasien wären es 14 bis 21 Millionen Menschen.

„Der Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie verringert zwar das nationale Risiko einer radioaktiven Verseuchung. Deutlich geringer wäre die Gefährdung, wenn auch Deutschlands Nachbarn ihre Reaktoren abschalteten“, resümiert Jos Lelieveld. „Notwendig ist nicht nur eine tiefgehende und öffentlich zugängliche Analyse der tatsächlichen Risiken, die von Kernkraftwerken ausgehen. Vor dem Hintergrund unserer Erkenntnisse sollte meiner Meinung nach auch ein international koordinierter Ausstieg aus der Kernenergie in Betracht gezogen werden“, ergänzt der Atmosphärenchemiker.

Pressemeldungen
Forschungsberichte
© 2011 Max-Planck-Institut für Chemie

ANSPRECHPARTNER

Prof. Dr. Jos Lelieveld
Max-Planck-Institut für Chemie
Hahn-Meitner-Weg 1
55128 Mainz
Telefon: +49-6131-305 4040
E-Mail: jos.lelieveld@mpic.de
ORIGINALVERÖFFENTLICHUNG
Global risk of radioactive fallout after nuclear reactor accidents
Jos Lelieveld, Daniel Kunkel and Mark G. Lawrence
Atmospheric Chemistry and Physics 12, 4245-4258, 2012
(Aus--> http://www.mpic.de/Der-nukleare-GAU-ist-wahrscheinlicher-als-gedacht.34298.0.html)

Zum 1. & 2. Geständnis eures Webmasters über die AKW - Technik: HIER

Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide
Heidekraut und Pyramidenzuckerkuchen
Friedensinitiative sammelt erste Ideen für Gorleben
Wie kann das aussehen, wenn man vor den Toren des Erkundungsbergwerks in Gorleben den dritten Jahrestag der Befreiung der Heide feiert? Bei der Veranstaltung (Bericht weiter unten) der Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide wurden hierfür erste Ideen gesammelt. Klar ist, dass die Friedensinitiative am 8. Juli nach Gorleben fahren und dort am Montag, den 9. Juli den Jahrestag des Verzichts auf den Luft-Boden-Schießplatz begehen will. Die Feier soll den Menschen im Wendland Mut machen für ihren weiteren Widerstand gegen die Atomanlagen. Erste Ideen gehen
dahin, Symbole des Widerstands gegen das Bombodrom wie die berümten Fahnen mit dem durchkreuzten Flieger und rosa Pyramiden - z.B. in Kuchenform - mitzunehmen.

Auch an eine Protestwanderung um’s Bergwerk mit abschließendem Sirtaki-Tanz ist gedacht
Katja-TempelAuf jeden Fall soll im Rahmen der Kampagne "gorleben365" eine Blockade der Zufahrten des Bergwerks stattfinden, in dem die Betreiber ein atomares Endlager vorbereiten. Beim nächsten Treffen der Friedensinitiative am 25. April soll die konkrete Planung der Aktion stattfinden.

Bevor es ans Ideen sammeln ging, wurden Informationen zusammen getragen. Katja Tempel und ihre Tochter Clara, die eigens aus dem Wendland angereist waren, informierten über die Geschichte des Bergwerks im Salzstock Gorleben. Auch Heinz-Herwig Mascher von der Grünen Liga Brandenburg konnte wertvolle Informationen beisteuern. Vor kurzem hatte Bundesumweltminister Röttgen, angekündigt, ab Herbst die Erkundung des Salzstocks für die Atommülllagerung vorläufig zu stoppen. Doch das Endlager Gorleben ist damit nicht vom Tisch. Es sollen auch keine anderen Salzstöcke erkundet werden, und Gorleben bleibt im "Topf" der möglichen Standorte für ein atomares Endlager. "Dass es ein sicheres Endlager nicht gibt, hat inzwischen auch die Atomindustrie eingesehen", erläuterte Katja Tempel. Jetzt wolle die Bundesregierung alle anderen Standorte mit Gorleben vergleichen, und wenn kein besserer gefunden werde, würde es doch der Salzstock an der Elbe. "Sie suchen jetzt den Standort, an dem die wenigsten Menschen verstrahlt würden."
BesprechungsrundeDer Gast aus dem Wend- land stellte dann die Kampagne "gorleben 365" vor.   Im Rahmen dieser Kampagne finden ein Jahr lang, von August 2011 bis August 2012, so oft wie möglich gewaltfreie Block- aden des Endlager-Berg- werks statt. Forderung der Kampagne ist die Stillleg- ung aller Atomanlagen. "Natürlich müssen wir irgendwann darüber reden, wo der vorhandene Atommüll hin soll", so Katja Tempel. "Aber solange noch Atomkraftwerke laufen und neuer Atommüll produziert wird, reden wir über die Stilllegung, nicht über Notlösungen, die eventuell dann einen weiteren Betrieb rechtfertigen sollen."

Fotos von der Veranstaltung hier:
http://www.friedensinitiative-kyritz-ruppiner-heide.de/Presse.htm
Für Rückfragen: Eckhard Häßler 03391-358030
http://www.friedensinitiative-kyritz-ruppiner-heide.de
Sichelschmiede: www.sichelschmiede.org

Mit der Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide:

Die Heide-Befreiung in Gorleben feiern
Infoabend der Friedensinitiative zum Salzstock Gorleben
Zu einer Infoveranstaltung über das Erkundungsbergwerk und geplante atomare Endlager im Salzstock Gorleben lädt die Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide ein. Der Infoabend findet am Mittwoch, den 28.3. um 19 Uhr in Café Hinterhof in Neuruppin statt. Wie der Sprecher der Initiative,  Eckhard Häßler, mitteilte, plant die Gruppe eine gemeinsame Fahrt nach Gorleben am 8. und 9. Juli 2012. "Wir möchten am Jahrestag der Befreiung der Heide eine Aktion am Salzstock Gorleben machen, um den Menschen dort Mut zu machen, dass auch sie es schaffen können", so Häßler.

Doch zunächst kommt Katja Tempel von der Kampagne "Gorleben 365" am 28.3. nach Neuruppin. Sie wird über die Pläne für ein atomares Endlager im Salzstock, den Widerstand dagegen und insbesondere die Kampagne "Gorleben 365" berichten. Dies ist nicht der erste Kontakt zwischen der Kyritz-Ruppiner Heide und dem Wendland: In der Vergangenheit hatten sich immer wieder Menschen aus Lüchow-Dannenberg an den Aktionen gegen das Bombodrom beteiligt. Mal stifteten sie eine "Wendenhütte" für den hiesigen Widerstand, mal standen rosa Pyramiden auf dem Lüchower Marktplatz, um auf den Konflikt um das Bombodrom aufmerksam zu machen.

Als 1992 die erste Protestwanderung gegen das Bombodrom stattfand, war die Protestbewegung gegen die Atomanlagen im Landkreis Lüchow-Dannenberg schon 15 Jahre alt. Ein dort geplantes Atomkraftwerk und eine Wiederaufarbeitungsanlage konnten verhindert werden. Doch seit Jahren ist das Wendland immer wieder in den Schlagzeilen, wenn Castor-Behälter mit abgebrannten Brennelementen nach Gorleben transportiert werden. Sie werden dort - entgegen eines weitver- breiteten Irrtums - nicht im Saltstock eingelagert, sondern in einer oberirdischen Leichtbauhalle zwischengelagert. Ob im Salzstock Gorleben ein atomares Endlager entstehen soll, das ist nach wie vor heftig umstritten. Bisher gibt es dort nur eine Genehmigung für ein "Erkundungsbergwerk"

Im Rahmen der Kampagne "Gorleben 365" (www.gorleben365.de) blockieren seit dem 14. August 2011 verschiedene Gruppen jeweils an einem Tag die Zufahrten zum Erkundungsbergwerk. Alle teilnehmenden Gruppen verpflichten sich zu Gewaltfreiheit. Die Friedensinitiative hat sich den 9. Juli als Blockadetermin reserviert und möchte gern noch weitere Menschen aus der Region zum Mitfahren gewinnen.

Für Rückfragen: Eckhard Häßler 03391-358030
http://www.friedensinitiative-kyritz-ruppiner-heide.de


FRANKREICH

attac frankreich hatte zu den Demonstrationen für den Atomausstieg in Frankreich aufgerufen
S. hier ---> Menschenkette von 230 km (!!!) zwischen Lyon und Avignon am 11.3.12 :

http://chainehumaine.org/

Montag 12.03.12 Rückblick auf die Wochenenddemos:

* Fukushima-Demonstrationen in sechs deutschen Regionen
* Rund 50.000 fordern  schnelle Energiewende und Atomausstieg


Berlin: Unter dem Motto "Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!" haben am Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima rund 50.000 Menschen in sechs Regionen in Deutschland demonstriert. Zu ihren Forderungen gehörten die Einstellung der Urananreicherung im nordrhein-westfälischen Gronau und ein Neustart beim Umgang mit dem radioaktiven Atommüll. Gorleben und Schacht Konrad müssten als Endlagerstandorte aufgegeben und der Atommüll aus den Lagern Asse II und Morsleben herausgeholt werden.

In Japan, Frankreich, Belgien, Luxemburg, der Schweiz und Polen fanden ähnliche Kundgebungen statt, bei denen der Opfer der Atomkatastrophe gedacht und eine Abkehr von der Atomenergie gefordert wurde. Allein in Frankreich beteiligten sich 60.000 Menschen an einer Menschenkette zwischen Lyon und Avignon.

Zu den Demonstrationen in Brokdorf, Gundremmingen, Neckarwestheim, Gronau, Hannover und in der Region um die Atommülllager Asse und Schacht Konrad hatten regionale Bürgerinitiativen und die Anti-Atom-Organisation ausgestrahlt, die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, Attac, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, die Bürgerinitiative Umweltschutz, ROBIN WOOD, die NaturFreunde Deutschlands, das Netzwerk Friedenskooperative sowie die Verbände IPPNW, contrAtom und urgewald aufgerufen.

Das Atomkraftwerk Brokdorf umzingelten mit einer Menschenkette rund 3000 Demonstranten, am AKW Gundremmingen versammelten sich 5500 und am AKW Neckarwestheim 5000 Menschen. In Hannover demonstrierten 7000 gegen die Atomenergienutzung, bei der Urananreicherungsanlage Gronau mehr als 4000. Bei einer 75 Kilometer langen Lichterkette in der Region um die Atommülllager Asse und Schacht Konrad beteiligten sich etwa 24.000 Teilnehmer.

Die eindrucksvollen Protestdemonstrationen sind für die Veranstalter ein deutliches Signal an die Bundesregierung, endlich die notwendigen Konsequenzen aus der Fukushima-Katastrophe zu ziehen. Der halbherzige und viel zu langsame Atomausstieg in Deutschland müsse deutlich beschleunigt und die Energiewende energisch vorangetrieben werden. Die Mehrheit der Bevölkerung sei für einen schnelleren Atomausstieg.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Norbert Röttgen müssten außerdem den Verharmlosern der Fukushima-Katastrophe in den Chefetagen der Energiekonzerne entschieden entgegentreten.


Dienstag 6. März 2012 Arte:
Fukushima – Die Wahrheit hinter dem Super-GAU
Der Themenabend auf Arte konnte mal wieder seine Stärke ausspielen. Der Auftaktfilm „Fukushima – Die Wahrheit hinter dem Super-GAU“ rekonstruiert mit Hilfe internationaler Experten den Ablauf der japanischen Reaktorkatastrophe und kontrastiert diese Erkenntnisse mit den verharmlosenden, oft falschen Verlautbarungen der Betreiberfirma Tepco. Die Autoren fragen auch nach dem Einfluss der weltweiten Atom-Lobby auf die Medien. In Japan werden unabhängige Reporter entlassen. Aber auch US-Sender, wirtschaftlich mit Energiekonzernen verbunden, geben sich zurückhaltend.

ThreeEleven
3/11 so benennen einige Insider analog zur Katastrophe 9/11* die grösste Katastrophe der sogenannten zivilen Nutzung der Atomindustrie.
Dazu eine kleine Anmerkung eures Webmasters ali, mein Geburtstag ist z. B. der 3. 11., so geschrieben in Deutsch in englisch wird daraus 11/3 folglich bezeichnet 9/11 den 9. September. (Nur für Ignoranten -3/11 bedeutet auf Deutsch 11. März)

Am  11.03.2011 zerschlug der dritt schwerste Tsunami (seit beginn der Aufzeichnungen) die restlichen angeblich unüberwindlichen eingebauten Sicherheitsvorkehrungen gegen Atomunfälle aller Art, die das vorangegangene Erdbeben übrig gelassen hatte.

Der Vierfach-Super-GAU im Tepco Werk Fukushima ist 2012 unstrittig
Gestritten wird unter Experten: "Gab es eine Atomexplosion in Fukushima"? **
Wann kann die Gefahr die von der Ruine ausgeht beseitigt werden?
Wie viel Radioaktivität tritt jetzt noch aus?

Nach fast einem Jahr steht fest 20.000 Japaner sind direkt von der Katastrophe betroffen. Es gibt 11 bestätigte Todesfälle mit der Todesursache Leukämie durch Verstrahlung! Ohne Beibehaltung der Notkühlung werden erneute Kernschmelzen eintreten. Riesige Mengen Wasser werden zwecks Kühlung in die Reaktorbehälter gepumpt. Mehr als eine halbe Million Liter täglich. Das dabei radioaktiv verseuchte Kühlwasser läuft aus Lecks unkontrolliert durch die Gebäude und sammelt sich in Kellerräumen und Schächten unter den Reaktoren, grössere Mengen sammeln sich unter Block 2. In den kalten Monaten Januar und Februar waren die provisorischen Kühlschläuche des öfteren eingefroren und geplatzt. Es gelingt Teile des Kühlwassers aufzufangen und zwecks Wiederverwendung aufzubereiten. Eine Dekontaminierungsanlage die seit Mitte 2011 mit Unterbrechungen, Öl, Sand und strahlendes Cäsium ausfiltert ist in Betrieb. Die verbrauchten Filter sind sodann selbst stark kontaminiert und müssen als Atommüll deponiert werden, ebenso die verstrahlten Trümmerteile, die weggeräumt worden sind. Allein 120.000 Tonnen verstrahltes Kühlwasser hat Tepco in rund 1000 Tanks auf dem Gelände und in einem im Meer schwimmenden Container eingelagert. Ab Herbst sind die Lagerkapazitäten erschöpft.

Wie viel radioaktives Wasser fliesst ins Meer?
Für Tepco und internationale Experten ist die Menge des ins Meer und in das Grundwasser versickernde verseuchte Wasser nicht einschätzbar. Tepco erklärt lediglich es wäre inzwischen weniger als in den ersten Monaten. Es sind  hohe Werte in den Sedimenten am Meeresboden vor den Fukushima-Reaktoren gemessen worden. Tepco will den Meeresgrund Vorort mit einer 60 Zentimeter dicken Betonschicht überziehen, um die Nuklide zu fixieren.

Wie stark strahlen die Reaktoren?
Die Strahlung die von den Reaktoren ausgeht ist weiter extrem hoch. Menschen können sich in nähe der Reaktoren nicht aufhalten. In entfernteren Räumen ist ein kurzer Aufenthalt möglich. Anfang 2012 waren die Kühlwasser- Temperaturen  unter 100 Grad gesunken, es entstand kein Wasserdampf mehr, der die Nuklide, etwa Cäsium, nach außen blasen würde.

Sonstiege Neuerungen?
Japanische Regierung erfindet im Dezenber 2011 die: „Kaltabschaltung“, Tatsache ist, lediglich das Kühlwasser hat nur noch 35 bis 70 Grad Celsius. Experten : „Kaltabschaltung“ suggeriere eine Normalität, die nicht gegeben sei. Die weiterbestehenden Gefahren sind nicht abschaltbar!

Wie viele Menschen werden und wurden bei arbeiten vor Ort verstrahlt?
Aktuell sind ca. 3.000 Menschen mit den Aufräumarbeiten, Dekontamination und dem Kühlwasser- Management beschäftigt. Ingenieure, Techniker und Arbeiter, die von Tepco und anderen Firmen kommen. Es werden auch Leiharbeiter angeheuert und eingesetzt.
Bis jetzt haben insgesamt 19.000 Menschen in der maroden der Anlage gearbeitet. Viele der anfänglich eingesetzten Katastrophenhelfer sind traumatisiert, und haben Angst vor den Folgen der Radioaktivität. Sie werden in Japan nicht als Helden betrachtet, sondern beschimpf, da sie für das Skandalunternehmen Tepco arbeiteten und auf ihre Gesundheit pfeifen nur um jetzt mehr Geld zu machen.

Reaktorenchutz vor Wettereinfluss ?
Die Reaktor-Ruinen mit Zelt-Konstruktionen zu umhüllen und gegen Regenwasser zu schützen, wurde bisher bei Block 1 umgesetzt. Die Abluft wird hier gefiltert nach draussen abgegeben. Eigentlich wollte Tepco die Zelte für die Anlagen 2 bis 4 direkt im Anschluss aufbauen. Das wurde verschoben, sie werden wahrscheinlich viel später  entstehen. In Block 3 sind die Schäden am schwersten und die Strahlung ist am höchsten. Es wird mit ferngesteuerten Geräten eine Struktur um die Ruine gebaut. Erst nach der Fertigstellung kann der Abbau der Trümmer beginnen.

Bei einem erneuten Erdbeben?
Bei einem schweren Beben könnte die provisorische Kühlung wieder ausfallen, dann ist erneut ein Aufheizen der Brennstäbe bis zur Kernschmelze möglich. Es könnten bei einem Erdbeben herabfallende Bauteile die Leitungen und Schläuche zerstören. Gefahr droht auch bei Reaktor 4, der vor dem Tsunami für eine Revision zwar abgeschaltet war. Das wassergekühlte Brenn- elemente- Lager vor Reaktor 4 ist instabil. Es droht zusammenzubrechen oder stärker leck zu schlagen – trotz zwischenzeitlich eingebauter Stahlstützen. Eine Kühlung wäre dann unmöglich. Die momentan arbeitenden Pumpen für die laufende Kühlung und ihre Dieselaggregate wurden zwar auf einer Anhöhe aufgebaut, um sie vor erneuter Überflutung zu schützen. Bei einem Auslaufen des Brennelemente- Beckens würden die Brennelemente trocken fallen und sich bis zu einer erneuten Kernschmelze aufheizen....Der Zwischen dem AKW und dem Meer von Tepco aufgeschüttete fast 15 Meter hohen Wall, um die Folgen eines möglichen neuen Tsunamis zu minimieren, kann all das nicht verhindern. Die Tsunamis folgen immer erst auf brisante Erdbeben.

Der Tepco Sanierungsplan?
So um das Jahr 2050 also etwa der Mitte unseres Jahrhunderts soll es geschafft sein, die Sanierung!  In einer sogenannten „Fukushima-Roadmap“, der japanischen Regierung und der Firma Tepco sind drei Phasen der Sanierung 'angedacht', die letzte wäre in drei bis vier Jahrzehnten abgeschlossen.
1. Voraussichtlich 2013 oder 2014, sollen die Brennstäbe aus dem Lagerbecken in Block 4 geborgen werden. Zehn Jahre, wahrscheinlich aber eher deutlich länger, wird es dauern, die Brennstäbe und die bei der Kernschmelze entstandenen Lavaklumpen aus den zerstörten Reaktoren 1 bis 3 zu bergen. Dies soll unter Wasser vorgenommen werden, um die sehr hohe Strahlung abzuschirmen. Es ist völlig ist unklar, wie  die zerstörten Reaktordruckbehälter abgedichtet werden sollen. Erst wenn der Brennstoff entfernt ist, kann der Abbruch der Reaktor- Ruinen beginnen. Um 2050 soll der 38 Jahresplan erfüllt sein.

Sonstige Sanierungs-Konzepte?
Die schon 2011 aufgekommene Idee, die Fukushima-Reaktoren mit einem Sarkophag aus Stahlbeton (wie in Tschernobyl) einzukapseln, wird zurzeit nicht weiter verfolgt. Experten halten es für möglich, dass die Idee wieder aufkommt – falls sich das Entfernen des Brennstoffs als zu schwierig erweist und der Plan eines kompletten Rückbaus scheitert.

*Die verdeckt für die US-Rüstungs-Industrie und oder auch für die Hardliner der US-Administration arbeitenden Organisationen, sind bekannt für abenteuerlichen Codenamen die sie für Geheimoperationen aller Art. So z. B. der bei den Ureinwohnern der USA, Protest erregende Codename “Geronimo”- der stand für die Ermordung Bin Ladens. So ist die Rufnummer 911 in USA die - Notrufnummer (Number 911 is the emergency number in the U.S.). Wer sich nun etwa, etwas böses über etwaige Zusammenhänge mit der Datumsauswahl der Terroranschläge vom 11. September denkt ist selber schuld!
**http://www.welt.de/wissenschaft/article13699748/Wissenschaftler-warnt-vor-Mini-Atombombe.html

Mehr über den Gau in der Berliner Zeitung
GLOSSAR
http://www.berliner-zeitung.de/japan/hintergrund-atom-glossar,10847752,10847700.html
ALLE ARTIKEL DER BERLINER ZEITUNG
http://www.berliner-zeitung.de/japan/10847752,10847752.html
VIDEOS
http://www.berliner-zeitung.de/japan/ein-jahr-nach-fukushima-fukushima----katastrophe-ohne-ende,10847752,11768862.html 

Gespenstisch
Neue Bilder aus der Fukushima-Sperrzone
Ein Fotograf schlich sich letzten Sommer heimlich in die 20-Kilometer-Sperrzone um das havarierte japanische AKW in Fukushima. Jetzt veröffentlichte er die unheimlichen Bilder aus dem Katastrophengebiet.
http://www.blick.ch/news/ausland/neue-bilder-aus-der-fukushima-sperrzone-id1793721.html
Greenpeace zeigt Bern nach einer Reaktorexplosion
http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Greenpeace-zeigt-Bern-nach-einer-Reaktorexplosion/story/28892959

Fukushima
Jetzt wird die 20 km-Zone von Polizei kontrolliert, es gibt schärfere Kontrollen von Lebensmitteln aus den verstrahlten Zonen. Ausserdem hat die japanische Regierung die seit der Fukushima- Katastrophe geltenden Höchstgrenzen für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln verschärft. Der Höchstwert für Cäsium in Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse fällt von bisher 500 auf 100 Becquerel pro Kilo, Milch und Babynahrung müssen weniger als 50 Becquerel haben, Wasser unter zehn. Die neuen Werte sollen zum l. April in Kraft treten. (Bis dahin ist es noch unschädlich lt. Tokioter Regierung oder wie? - fragt sich der Setzer) Die Landwirte aus der Gegend um das havarierte AKW Fukushima fürchten, dass sie bei einer Verschärfung der Grenzwerte keine Lebensmittel mehr verkaufen können und pleitegehen.

Ein Jahr Fukushima  -  26 Jahre Tschernobyl
Atomzeitalter jetzt beenden
Kein Atomkraftwerk ist sicher. Ein Supergau kann jeden Tag passieren, irgendwo auf der Welt. Wer Atomkraftwerke betreibt, spielt mit dem Leben.
 
Hiroshima, Tschernobyl, Nevada  -  Atombomben, Atomunfälle, Atomtests.
In den betroffenen Regionen leiden die Menschen an Krebs, Immunschwäche, Erbgutschäden. Der allgemeine Gesundheitszustand ist schlecht, die Lebenserwartung verkürzt. Tschernobyl zeigt, was Fukushima bevorsteht.
Zum Jahrestag der Fukushimakatastrophe wird die IPPNW wieder eine Anzeige in einer überregionalen Tageszeitung veröffentlichen. Ein Jahr vergeht schnell. Fukushima 2011 droht im Jahr 2012 trotz seiner furchtbaren Dimensionen schon wieder vergessen und verharmlost zu werden. Die japanische Regierung hat diese Atomkatastrophe offiziell für "beendet" erklärt und dafür den völlig irreführenden Begriff der "Kaltabschaltung der Reaktoren" benutzt.
 
Machen Sie mit, unterschreiben und spenden Sie für die Anzeige, die am 10. März 2012 in der Süddeutschen Zeitung erscheinen soll. Mit einer Mindestspende von 25 EUR werden Sie unter der Anzeige namentlich geführt (Titel, Name, Ort).

Werben Sie bitte auch in Ihrem Kollegen- und Bekanntenkreis für die Aktion, damit wir wieder - wie im letzten Jahr - eine deutlich sichtbare Anzeige und Aussage plazieren zu können.
Einsendeschluß ist der 03. März 2012.
IPPNW - Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges/
Anzeigentext komplett als PDF zum lesen, drucken & weitergeben: HIER
Den Anzeigentext und die Möglichkeit, Online zu unterschreiben  auf der Homepage:
http://www.ippnw.de/aktiv-werden/kampagnen/tschernobylanzeige.html

Prof. Dr. Hideto Sotobayashi:

Hiroshima-Überlebender und Mahner gestorben
Bis kurz vor seinem Tod hat der in Berlin lebende Chemieprofessor Prof. Dr. Hideto Sotobayashi unermüdlich in Gesprächen, Veranstaltungen und auf Tagungen seine Erfahrungen als eines von der Bombardierung Hiroshimas Betroffenen dargestellt. Damit hat der Wahl-Berliner vor allem vielen jungen Menschen klar gemacht, dass es nie wieder dazu
kommen darf, dass eine so schreckliche Waffe wie die Atombombe noch einmal eingesetzt wird. 2007 - auf einem Zukunftsgespräch des IZT - hatte Prof. Sotobayashi im Alter von 77 Jahren erstmals öffentlich über seine traumatischen Erlebnisse als Schüler in Hiroshima berichtet. Vor wenigen Tagen wurde Prof. Sotobayashi in Potsdam beerdigt. Seinem
Engagement ist es zu verdanken, dass in Potsdam ein Gedenkort für die Opfer des Atombombenabwurfs entstehen konnte. Das von einem japanischen Bildhauer geschaffene Denkmal erinnert daran, dass der Befehl zum Abwurf der ersten Atombomben genau in der Zeit erging, in der der amerikanische Präsident Truman 1945 die Potsdamer Konferenz besuchte. Das Japanisch-Deutsche Zentrum in Berlin plant am 9. März eine Veranstaltung zum Gedenken an
Prof. Dr. Hideto Sotobayashi.
Zum Bericht über die Beisetzung:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12263911/60709/Gestern-wurde-Hideto-Sotobayashi-der-den-Gedenkort-Hiroshima.html

VENEZUELA
"Wenn’s die Japaner nicht kontrollieren können, wer dann?"
Venezuela gibt nach Fukushima seine Atompläne auf in: ila, Nr. 350, Nov.2011,
http://www.ila-web.de
D. Azenllini-Netz:
http://www.azzellini.net/journalistische-artikel/wenn%E2%80%99s-die-japaner-nicht-kontrollieren-koennen-wer-dann
http://www.azzellini.net/interviews/transformation-und-klassenkaempfe-venezuela-november-2011-13min
YOUTUBE:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=zEb2W708kJI

AKW Neubau in Holland

In Borssele soll ein neues Kernkraftwerk (KKW) gebaut werden.
Um den genauen Standort festzulegen, wird im Vorfeld eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Im Rahmen dieser Prüfung wird ein Grundlagenpapier ausgelegt, zu dem auch jeder Bürger und jede Bürgerin in Nordrhein-Westfalen bis zum 12. Januar 2012 Stellung nehmen kann.

Jedermann kann mündlich oder schriftlich Stellungnahmen zum Grundlagenpapier abgeben bzw. Einwendungen dagegen erheben. Bis einschließlich Donnerstag, den 12. Januar 2012, kann beschrieben werden, was auf welchem Detailniveau untersucht werden sollte, um eine adäquate Beschlussfassung zu erwirken. An dieser Stelle ist zu betonen, dass das betreffende Grundlagenpapier ausschließlich auf die Untersuchung eingeht, die zur Begründung der Standortwahl durch die staatliche Verwaltung durchzuführen ist.
Stellungnahmen bzw. Einwendungen, die in einer früheren Phase im Zuge der Auslegung der Grundlagenpapiere der Delta BV bzw. der ERH zur Realisierung eines KKW erhoben worden sind, müssen nicht erneut vorgebracht werden.

Schriftliche Stellungnahmen bzw. Einwendungen sind an folgende Adresse zu schicken:


Bureau Energieprojecten
Inspraakpunt Tweede kerncentrale Borssele Postbus 223 NL - 2250 AE Voorschoten

Mündliche Stellungnahmen können unter folgender Nummer des niederländischen Bureau Energieprojecten abgeben werden:
Tel.: +31 (0)70 379 89 79.
Per E-Mail vorgebrachte Stellungnahmen bzw. Einwendungen werden in diesem
Verfahren nicht berücksichtigt.

Quelle: Pressemitteilung "Ministerium für Klimaschutz, Umwelt,
Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen"
http://www.umwelt.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/presse111202.php

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AUS FRANKFURTER RUNDSCHAU STIFTUNGSPROFESSUREN
Die Atomlobby unterwandert Universitäten
Deutsche Atomkonzerne finanzieren etwa 30 Professuren - und bestimmen damit maßgeblich, worüber an Universitäten diskutiert
wird. Manche Institute wirkten schon wie getarnte Subunternehmen von Eon und RWE, kritisiert eine Abgeordnete der Grünen...............weiterlesen: HIER

ARD, NDR, ZEIT, SPIEGEL: Medien schwenkten auf Pro-Atomkurs
daraus folgt die Forderung:

ENTEIGNET VATTENFALL & CO <===== Kommentar des Webmasters!*

E.on; EnBW, RWE & Co machen sich auf zur klage nach Karlsruhe
E.on will noch in diesem Jahr beim Bundesverfassungsgericht eine Klage gegen den vorzeitigen Atomausstieg einreichen. Die Konkurrenz um EnBW, RWE und Vattenfall prüft bereits ähnliche Vorgehensweisen. Droht der vorzeitige Atomausstieg tatsächlich zu kippen?

Vattenfall als ausländischer Konzern geht nach Washington
Greenpeace Kommentar zur Vattenfall Klage gegen Deutschland
Hamburg (Greenpeace e.V.) 2. November 2011 – Die heutige Meldung über eine Schadensersatz- Klage des schwedischen Vattenfall-Konzerns gegen Deutschland kommentiert Greenpeace- Energieexperte Andree Böhling:

„Die Klage des Vattenfall-Konzerns ist ein hilfloser Versuch, die eigene verfehlte Geschäftsstrategie mit hochriskanten und umweltschädlichen Atomkraftwerken nachträglich vermünzen zu wollen. Die Klage beim Washingtoner Schiedsgericht für Investitionsstreitigkeiten zeigt, der Konzern sieht bei deutschen Gerichten kaum Erfolgschancen für eine Schadensersatz- Klage gegen den Atomausstieg.

Vattenfall arbeitet mit Nachdruck daran, sein Image als umweltbelastendes und gewissenloses Unternehmen zu stärken. Es ist eine Dreistigkeit des Konzerns, die Bundesbürger dafür verklagen zu wollen, dass Pannenmeiler wie in Krümmel oder Brunsbüttel endlich stillgelegt wurden.

*Art. 14 Grundgesetz (GG) lautet:
Absatz 1: Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
Absatz 2: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
Absatz 3: Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.
Empfehlung: Als Entschädigung weisen der Deutsche-Souverän dem bzw. den Eigentümern ordentliche Steuerpflichtige Arbeitsplätze zu. Durch Beschlüsse des Souveräns soll niemand an den Bettelstab gebracht werden! Niemand soll hungern oder frieren, in dem Zusammenhang kämpfen wir auch für Mindestlöhne von 10,-€ an aufwärts! Wir sind zu Auseinandersetzungen über die Artgerechte Haltung von Investoren; Bankern & sonstigen Unternehmern jederzeit Bereit. Die Links dazu:
http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=123773&cHash=38def4184445e6813c179f7a5f2f89ed

http://www.deraktionaer.de/aktien-deutschland/e-on--enbw--rwe---co--auf-nach-karlsruhe-17326949.htm

http://www.tschuess-vattenfall.de/startseite.html

Metainfo hh
Japan: im Griff des Energiemonopolisten

Staaten als Geiseln großer Energie- und Ölkonzerne
Der sich abzeichnende Super-GAU des Kraftwerks Fukushima und seiner 4 Reaktorblöcke reiht sich ein in das Muster der Mega-Katastrophen, die von großen Konzernen bisher verursacht wurden. Zu den bekanntesten Vorläufern dieses Ereignisses ist die Ölkatastrophe des BP-Konzerns zu rechnen. Die Ablaufmuster gleichen sich weitgehend: ein monopolistischer Konzern nutzt seine Macht, um sich praktisch jeder Aufsicht zu entziehen, minimiert seine Kosten und nimmt Staat und Bevölkerung als Geisel unverhältnismässiger Risiken.

Bei dem japanischen Energiekonzern TECPCO handelt es sich um einen der global größten Energiekonzerne: er liegt nach EON, der französischen (überwiegend staatlichen) EDF, der deutschen RWE auf dem vierten Platz. Er verfügt über eine Anzahl von 17 Atomreaktoren, die der Zahl entspricht, die derzeit in Deutschland insgesamt in Betrieb befindlich sind.. Wie die anderen Konzerne in dieser Spitzenliga der Monopolisten ist er aus einem Staatsunternehmen hervorgegangen, das privatisiert wurde. Auch in diesem Fall gilt die Praxis, dass Einnahmen und die erheblichen Gewinne an private Kapitaleigner fließen, während die Risiken weiterhin die Öffentlichkeit belasten.

Regierungen und Behörden als Hilfsagenturen der Konzerne
In praktisch allen Fällen der erwähnten Energiekonzerne - und in vergleichbarer Form zu beobachten auch im Fall des Ölkonzerns BP - lässt sich feststellen, dass eine Kontrolle von seiten der jeweiligen Regierungen und staatlichen Instanzen praktisch nicht mehr besteht, sondern höchstens vorgetäuscht wird, sobald gravierende Vorfälle in der Öffentlichkeit die Frage nach der Verantwortlichkeit erregen.
Beispielhaft war dies in den USA zur Zeit der großen Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu beobachten: Präsident Obama äußerte sich mehrfach mit unverhohlener Kritik am Krisenmanagement des Konzerns. Seine Erklärungen blieben gleichzeitig überwiegend folgenlos, bis auf wenige "Bauernopfer" unter den Verantwortlichen der zuständigen Behörden.
Ungeachtet der von seiten der Regierung und der Medien geäußerten Kritik überließ man der BP in vollem Umfang die Leitung des Krisenmanagements, die Kontrolle des Informationsflusses und einer Bereinigung der PR zur Schadensbegrenzung für den Konzern. Die in der Exekutivfunktion zuständige US-Behörde, die Küstenwache am Golf von Mexiko folgte den Anweisungen, die von der Konzernzentrale der BP kamen und verbannte in deren Auftrag etwa unerwünschte Journalisten und Beobachter von den verseuchten Stränden.

Ähnliches ist aktuell in Japan zu beobachten: bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die japanische Regierung die Funktion übernommen hat, die Massnahmen des TEPCO- Konzernmanagements der Bevölkerung zu vermitteln. Diese Funktion machte sich auch an der Kleiderordnung im Rahmen der öffentlichen Auftritte fest: die Mitglieder der Regierung erschienen vor den Kameras in Uniformen des Werk- bzw. Katastrophenschutzes. Das TEPCO-Management hingegen machte seine Führungsrolle deutlich durch seinen Auftritt in Anzug und Krawatte.
Es stellt sich die Frage, ob der kolportierte "Wutausbruch" des Ministerpräsidenten Kan nicht ebenfalls im Kontext der öffentlichen Inszenierung zu sehen ist: er konnte hiermit die infrage gestellte Autorität der Regierung stabilisieren, in einer Situation, in der die Machtvollkommenheit des Konzernmanagements bereits offensichtlich wurde, während sich die Regierung degradiert fand in der Rolle von "Hampelmännern".

Ungeachtet dessen änderte sich auch anschliessend nichts am Verhalten der Regierung, die weiterhin die Funktion als PR-Organ des Konzerns ausführte und diesen darin unterstützte, eine fast vollständige Intransparenz und Vernebelung der tatsächlichen Vorgänge am Unglücksort aufrechtzuerhalten. Dies entspricht praktisch vollständig dem Verhalten der US-Regierung während der Ölkatastrophe im vergangenen Sommer, als die Regierung dem BP-Konzern half, kritische Informationen - etwa nach der Menge des ausströmenden Öles oder der Toxizität der Detergentien - der Öffentlichkeit vorzuenthalten und unabhängigen Beobachtern und Experten den Zugang zum Katastrophengebiet und zu den relevanten Daten zu verweigern.
Die erkennbaren Parallellen sind in einer Weise bemerkenswert, dass es nicht mehr erstaunen würde, sollte ein Handbuch, eine Anleitung oder ein entsprechendes Trainingskonzept von Agenturen zum professionellen PR-Management für Konzernführungen und Regierungsangehörige öffentlich werden.

Regierungen als ausführende Organe der Großkonzerne
Darüberhinaus offenbaren sich starke Parallellen in dem Verhalten und den Strukturen, die die Konzerne in der Vergangenheit an den Tag legten: sowohl die BP wie auch TEPCO haben mehrfach in gravierender Form und vorsätzlich gegen geltende Sicherheitsmassregeln verstossen. Dies geschah in einem Ausmass, dass es schliesslich zu einer öffentlichen Untersuchung kam (bei der BP nach der Explosion einer Raffinerie in Texas, bei TEPCO nach groben Unregelmässigkeiten und systematischen Fälschungen von Sicherheitsprotokollen), infolge derer die groben Verstöße und Fahrlässigkeiten öffentlich wurden, jedoch mit so vernachlässigbaren Sanktionen belegt, dass sie eher als Ermutigung zur Fortsetzung dieser Praxis wirkten.

Die Praxis, dass die Regierungen großer westlicher Industriestaaten effektiv als ausführende Organe zugunsten der Belange großer, mehr oder weniger monopolistischer Energie- (oder Öl-)Konzerne agieren, ist kaum anders auch in Deutschland zu beobachten: ob im Rahmen der Vorgänge um die Privatisierung der ursprünglich staatlich bzw. kommunalen Energieversorger, beim Enstehen des Energiemonopolisten EON mithilfe der ersten rot-grünen Bundesregierung und Wirtschaftsminister Müller oder der von der schwarz-gelben Koalition unter Merkel durchgesetzten Laufzeitverlängerung unter skandalösen Bedingungen wie einer Abschwächung der Sicherheitsauflagen: feststellen lässt sich, dass jede Kritik oder "Opposition" gegenüber den Interessen und Ansprüchen der großen Energiekonzerne nicht über Lippenbekenntnisse, die den jeweiligen Politikern helfen, jweils bevorstehende Wahlgänge zu absolvieren, hinausgehen.
Aus: http://news.web-hh.de/?site=metainfo&lid=33686
http://en.wikipedia.org/wiki/Tokyo_Electric_Power_Company
http://www.stern.de/wirtschaft/geld/fukushima-betreiber-tepco-japans-luegnerischer-energeriese-1663915.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,750961,00.html
http://news.web-hh.de/?newsfull=1&lid=33596&rubrik=politik

Japan: Nuklearkatastrophe eskaliert weiter    
Fukushima: nuklearer Output übertrifft Thschernobyl-Super-GAU    
Fukushima-Super-GAU nimmt Gestalt an - Katastrophe wird global    
Radioaktiver Regen in den USA: Grenzwert 80-fach überschritten


Die Bestandsaufnahme der Vorfälle in Fukushima fällt von Monat zu Monat düsterer aus: inzwischen ist klar, dass nicht einmal eine Kontrolle der Atomruine - etwa wie in Tschernobyl, durch die Abdeckung des Katastrophenreaktors erreicht werden kann. Im Jahr 2011 ist das jedenfalls nicht mehr zu realisieren. Die Probleme und Risiken bleiben auf lange Zeit un- beherrschbar und überfordern den Betreiberkonzern Tepco völlig. Die internationalen Experten der Nuklearindustrie haben allem Anschein nach auch kein Lösungskonzept! In drei Reaktoren findet eine unkontrollierte Kernschmelze statt. Die grösste Gefahr geht von dem vierten Reaktor aus, dessen Gebäude vom Einsturz bedroht ist während seine Innnereien, eine Neigung zu unkontrollierbaren Kettenreaktionen ("Rekritikalität") zeigen. In einem solchen Fall - etwa durch Nachbeben ausgelöst -  ist Japan und die Welt mit umfassenden Emissionen bedroht.
Der Brand im Brennelementebecken des vierten Reaktors hatte bereits im März starke Frei- setzungen von radioaktivem Material der Brennstäbe verursacht, die von keiner Schutzhülle mehr aufgehalten wurde.

Die Notwendigkeit, die Reaktoren zu kühlen, produziert täglich tausende Tonnen an kontaminiertem Wasser, die ungehindert durch Lecks aus den Reaktoren austreten und Keller und Versorgungsgräben füllen. Das Kühlwasser wird durch unmittelbaren Kontakt mit den zerstörten Brennstäben bzw. der Kernschmelze hochradioaktiv verseucht.
Das im Versuch befindliche Konzept, das Kühlwasser in einem Kreislauf einzusetzen und dabei die radioaktiven Stoffe herauszufiltern, ist bisher als nicht gelungen anzusehen: das Material, das sich in den Filtern ansammelt verstopft diese. Durch die hohen Temperaturen, von der Kernschmelze verursacht, werden diese letztlich zerstört.
Die Radioaktivität schliesst ausserdem aus, dass sich Arbeiter ohne Gesundheitsschäden den Filtern nähern, um sie auszutauschen. Umfassende Verseuchung durch austretendes Kühlwasser betrifft das Grundwasser in der Gegend um Fukushima und die anliegenden Teile der Meeresbucht.

Wer die Informationspolitik der Japaner nach dem Nukleardesaster beobachtete,  konstatiert man habe dort nichts im Griff, die Politik ist vollkommen überfordert, sowie auch der Kraftwerks- betreiber Tepco. Dieser Schluss trifft in technischer und organisatorischer Hinsicht bezogen auf das Katastrophenmanagement zu.

Wer einen Blick wirft auf die Resultate dieses Durcheinanders, dieser Belege der Unfähigkeit auf höchster Ebene, kommt zu der Feststellung, dass die Opfer, die Betroffenen dieser "Inkompetenz" nicht ihre Urheber selbst sind, sondern die allgemeine Bevölkerung, die unter den Konsequenzen zu leiden hat.
 
Perfekt dagegen funktionieren die diversen Ansätze der Schadensbegrenzung durch Vernebelung und Verwirrung des Publikums seitens der Verursacher.

Urheber ist letztlich die globale Nuklearindustrie und die ihr zuarbeitenden Politiker. Es war leicht zu erkennen, dass die Muster ihrer Geschäftstätigkeit und Energiepolitik in den westlichen Staaten weitgehend identisch sind: die kompromisslose Verdrängung der Risiken, die Leichtfertigkeit im Umgang mit den Gefahren, die Neigung, die Kosten zu minimieren ungeachtet der Konsequenzen, die Verfilzung von staatlichen Kontrollbehörden mit privaten Kraftwerksbetreibern, die Leugnung von Störfällen und Emissionen solange, bis sie nicht mehr in Abrede zu stellen sind, die Kumpanei von Medien und Politikern mit den Energiekonzernen und ihrem Management, die Unterschiede sind geringfügig, ob man nach Japan, die USA, Frankreich oder Deutschland blickt.

In Japan  wurden, nur unter dem Druck, der Öffentlichkeit  Fehler und Kontrollverluste eingeräumt. In anderen Ländern, in denen die Nuklearindustrie einen relevanten Anteil an der Stromerzeugung hat, wird das Desaster als japanischer Sonderfall hingestellt.
Dass die Atomkonzerne auch hier eng vernetzt sind mit den Kontrollbehörden und gemeinsam mit diesen jedes Risiko solange bestreiten, bis das reale Eintreten eines Schadens nicht mehr zu leugnen ist, wird nur selten in den Medien erwähnt. Es wird noch immer behauptet, ein Bruch des Reaktor - Sicherheitsbehälters, des Containments, sei praktisch undenkbar. Dieser Fall ist in den Reaktoren Fukushima 1 - 3 aufgetreten. Risse des Containments waren allerdings auch vorher bereits bei amerikanischen Reaktoren bekannt geworden - dessen ungeachtet bestritt die US- Kontrollbehörde, dass ein solcher Fall möglich sei.

In Deutschland stellen sich die Nuklearkonzerne auf den Standpunkt, dass der Betrieb der Reaktoren ihr gutes Recht sei und der Versuch von seiten der Politik, dies Recht einzuschränken, als illegitim zu betrachten sei. Dieser Versuch wird naheliegenderweise von der schwarz-gelben Koalition unter Agela Merkel unterstützt, indem das Atomausstiegsgesetz so schlecht begründet wird, dass es den Energiekonzernen eine Steilvorlage für juristische Gegenmassnahmen und hohe Entschädigungsforderungen liefert.

Zweck dieses Vorgehens kann nur sein, dass die Atomkonzerne auf Kosten von Steuerzahler und Gemeinwesen alimentiert werden sollen. Gleichzeitig wird dadurch der Öffentlichkeit vorgespiegelt, man bemühe sich um einen wirksamen Atomausstieg. Die Probleme seien in der Komplexität der Energiepolitik bzw. der technischen Gegebenheiten zu suchen und seien beim besten Willen nicht vorteilhafter zu lösen - dabei wäre etwa ein simpler Weg, den Konzernen die Haftung für das Risiko des Betriebs der Kraftwerke aufzuerlegen - keine Versicherung ist bisher bereit dies Risiko zu übernehmen, das bisher per Gesetz dem Staat übertragen wurde. Die Auflage, Sicherheits- anforderungen auf einen Level zu heben, auf dem durch einen bei anderer Gelegenheit gern zitierten Terrorangriff keine Gefährdung der Bevölkerung verursacht würde, hätte die Abschaltung aller Atomkraftwerke zur Konsequenz. Damit läge die Last bei den Kraftwerksbetreibern anstatt bei der Öffentlichkeit, beim Steuerzahler, wie es die schwarz-gelbe Regierung bezweckt.

Atomkraftwerke realistisch versichern - das ist nahezu unmöglich!
Durch so eine AKW-Versicherung würde Atom - Strom unbezahlbar. Die Schäden, die ein Atom- unfall in der Art von Fukushima zur Folge hat, sind finanziell kaum absehbar. Wie groß ist das Ausmaß der Schäden, die nach einem schweren Unfall in einem deutschen Atomkraftwerk zu erwarten sind?
"Die Prognos-Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums und andere fundierte Unter- suchungen beziffern die Schadenshöhe eines Super-GAU in Deutschland auf 2500 bis 5500 Milliarden Euro für Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden: das ist das 10- bis 20-fache des jährlichen Bundeshaushaltes. Würde man für eine Fläche von 10 000 km2, die in einem atomaren Sperrgebiet in Deutschland den Besitzern entzogen würde, einen sehr niedrigen Quadratmeterpreis für Grund und Boden von nur 50 Euro ansetzen, ergäbe das schon einen Vermögensschaden von 500 Milliarden Euro."<---aus: http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 
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Sofort volle Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke! 

Hier  Unterschreiben: http://www.atomhaftpflicht.de/formular.php3

Mehr Info’s:
http://www.fairewinds.com/
http://www.chrismartenson.com/blog/exclusive-arnie-gundersen-interview-dangers-fukushima-are-worse-and-longer-lived-we-think/58689

Messungen:
http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/03/20/aktuelle-messwerte-der-radioaktivitat-in-deutschland-und-in-japan/
http://odlinfo.bfs.de/

   WELTWEIT EXISTIEREN 440 AKW'S ALLEIN 54 DAVON IN JAPAN
   
WELTWEIT EXISTIEREN 440 AKW'S
Wir protestieren gegen die Atomenergie,
---> Weil diese (auch im Normalbetrieb) umweltzerstörend und todbringend ist
(Eine Studie für das EU-Parlament, PE-Nr. 303.110/Oktober 2001, „WISE-Studie“, kommt zu dem Ergebnis: „Die Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente in Sellafield und La Hague ist die Quelle der weltweit größten vom Menschen verursachten Freisetzung von Radioaktivität in die Umwelt in dem Ausmaß eines sich jährlich ereignenden großen kerntechnischen Unfalls.“)

---> weil sie überflüssig und ungeheuer teuer ist,

---> weil sie die dringend erforderliche Energiewende behindert,

---> weil sie zwangsläufig einen demokratiefeindlichen Polizei- und                                                         Überwachsungsstaat mit sich bringt,

---> weil sie auf’s Engste mit der Atombombe und der globalen Verseuchung                                         verknüpft ist (Uranmunitionseinsatz in Jugoslawien, Irak),

---> weil weltweit das Entsorgungsproblem nicht gelöst werden kann 
        (der Salzstock  Gorleben ist –gutachterlich untermauert- u.a. durch
        Laugeneinbrüche im Deckgebirge völlig ungeeignet),

---> weil die Regierungen die Profite der mächtigen Energiekonzerne schützen
         und dafür unsere Grundrechte opfern,

---> weil das Gerede vom Atomausstieg eine Lüge ist, vielmehr wird die                                                 Atomindustrie nach wie vor hoch subventioniert (siehe u.a. den EURATOM- Vertrag),                         
---> weil Milliarden dafür ausgegeben werden, die besser für unsere Kinder und                                  soziale Aufgaben eingesetzt würden.

Wenn der Castor rollt, herrscht im Wendland der Ausnahmezustand: ca. 18.000 Polizisten gegen 50.000 Einwohner. Die Medien-Öffentlichkeit wird weitgehend ausgeschlossen oder polizeilich gesteuert.
Das darf es nicht mehr geben!

Gegen Kriminalisierung und den Abbau der Grundrechte hilft nur eins:
Kommt alle (i.d.R.: im November) ins Wendland, wenn der Atommüll aus dem französischen La Hague in nicht genehmigten Behältern quer durch die Republik nach Gorleben rollt. Denn, lieber mit Spaß aktiv, als todtraurig  radioaktiv. Der wirksamste Schutz der Grund- und Freiheitsrechte besteht darin, sie aktiv wahrzunehmen und  zu verteidigen.

Wir fordern:
Schützt uns, nicht die Atomindustrie! Sofortige Stillegung aller Atomanlagen weltweit! Suche eines geeigneten Endlagerstandortes sofort!

Übrigens, den persönlichen Atomausstieg kann jeder sofort –bei geringen Mehrkosten- volllziehen: Wechsel des Stromanbieters - hin zu atomenergiefreien Versorgern mit Strom aus regenerativen Energien! Info: www.eurosolar.org, www.robinwood.de, www.lichtblick.de, www.ews-schoenau.de, www.greenpeace-energy.de

Attac-Gruppe Wendland (www.attac-netzwerk.de/wendland/atomianer) - wendanix@t-online.de; Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Drawehner Str. 3, 29439 Lüchow-Tel.: +49-5841/4684 – buero@bi-luechow-dannenberg.de – Internet: www.bi-luechow-dannenberg.de; 
www.atomianer.wg.vu
OBIGER TEXT als PDF: HIER
Zu den Information auf deiner HomePage: JAPAN-AKW-INFO gibt es aktuelleres von den Atomianern. Bitte folgende links angeben:
www.attac-netzwerk.de/wendland/atomianer 
und: http://www.atomianer.wg.vu/ 
und: http://www.pm-magazin.de/r/technik/botschaften-f%C3%BCr-die-ewigkeit 
Siehe auch: Atomianer-Flugblatt-S1 & S2

September 2011
Bild unten links   NHK-Captures, unten rechts Japaner immer noch in Notunterkünften
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VON DEN GRABKAMMERN DER PHARAONEN
ZU DEN GRABKAMMERN DER ATOM-ÄRA
ENDLAGERUNG VON ATOMMÜLL

Das erste AKW der Welt ging in Obninsk am 27. Juni 1954 ans russische Stromnetz. Die Anlage bei Obninsk 110 Kilometer südwestlich von Moskau wurde am 30. April 2011 dicht gemacht.
Sie diente in letzter Zeit nur noch zu Forschungszwecken und soll jetzt zum Museum umgebaut werden.
Am 27. August 1956 ging als nächstes Kernkraftwerk Calder Hall in Groß-britannien mit einer Leistung von 50 MW ans Netz. Alldieweil nun das Russen-AKW keine AG sondern nur ein "VEB"(1) war, war es, logo auch nicht das erste kommerzielle AKW. Dieser "RUHM" erstes kommerzielles AKW am Netz, gebührt selbstverständlich der freien westlichen Welt mit dem AKW Calder Hall in GB. Sowie auch die Tatsache das in der nähe von  Calder Hall am  03. Mai 2011 fünf Männer unter Terrorverdacht festgenommen wurden. Die Verdächtigen waren um die 20 Jahre alt, sie wurden  beim Filmen der Atomanlagen beobachtet und kämen aus London, teilte die Polizei an jenem Dienstag mit. 

>>Weltweit wurden inzwischen 212 Kernkraftwerke mit 442 Reaktorblöcken in 30 Ländern und einer installierten elektrischen Gesamtleistung von 374.682 Megawatt (MW) genutzt, um kommerziell elektrische Energie zu gewinnen (Informationsstand: 2011). 65 weitere befinden sich in Bau. 125 Reaktorblöcke mit einer installierten Gesamtleistung von 37.794 MW wurden bis 2011 aus verschiedenen Gründen außer Betrieb genommen.
(Daten wicki)<<  (2)Liste der AKW's

60 Jahre lang wird neben dem Strom Atommüll produziert
Es gibt mehr radioaktiven Müll als Gold auf der Welt

Von: kh ## Aus a) zitiert:
>>Die USA alleine produzieren jährlich 71.000 Tonnen Atommüll. Die mehr als nur tödliche Gefahr, die von den radioaktiven Materialen ausgeht, beschränkt sich jedoch nicht nur auf uns und unsere Kinder. Sie währt 200.000 Jahre lang.....
Hugo Chavez erheitert mit provokanten Behauptungen gerne die Gemüter. Sein jüngster Kommentar(3), dass es vielleicht Kapitalismus war, der eine Zivilisation auf unserem Nachbarplaneten Mars ausgelöscht haben könnte, sollte jedoch eher zum Nachdenken anregen...

Essen Sie gerne Meeresfrüchte?
100.000 Tonnen Atommüll wurden bis zum Jahr 1994 völlig legal in die Meere geworfen....
Am Mittwoch dem 23. 03. 2011 wurde im österreichischen Fernsehen eine 28-minütige Reportage zum Thema Atommüll gesendet. Zu Beginn zeigt sie Unterwasser-Aufnahmen von Greenpeace-Tauchern. Gefilmt wurden vom Rost zerfressene Fässer am Meeresboden, in denen sich einst nukleare Abfälle befanden. Wie auch bei Wikipedia nachzulesen ist, wurden bis zum Jahr 1994 insgesamt 100.000 Tonnen radioaktiven Mülls von Schiffen aus ins Meer geworfen.
Der vermutlich größte Teil der Behälter ist verrottet.
Der Inhalt im Meer verschwunden...

Die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield (GB) Und Le Hague (FR)
Schon der Ausdruck Wiederaufbereitung ist Schönfärberei

Meeresbodenproben aus Sellafield (GB) mußten als Atommüll entsorgt werden – Bremer Behörde ordnete Abtransport von Greenpeace-Proben in nukleares Zwischenlager an.

Greenpeace hatte die Proben im frei zugänglichen Gebiet in der Nähe des Abwasserrohres der Anlage in Sellafield entnommen und zur Untersuchung nach Deutschland gebracht. Ergebnis:
Das Material war derart radioaktiv belastet, daß es nach deutschem Gesetz als Atommüll galt.
Der Abtransport der Meeresproben aus Sellafield in ein atomares Zwischenlager belegt den ganzen Irrsinn der Wiederaufarbeitung.

Der sogenannte Brennstoffkreislauf ist eine Sackgasse:
Er verwertet nicht, sondern verzwanzigfacht die Atommüllmenge, und er ist nicht schadlos, sondern verseucht ganze Landstriche und Meeresregionen. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, die Verseuchung von Mensch und Umwelt durch deutschen Atommüll zu beenden und die Wiederaufarbeitung sofort zu verbieten.

Wikipeda: "Die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague spült über ein viereinhalb Kilometer langes Rohr täglich 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser in den Ärmelkanal". Völlig legal, ungehindert, denn nur das Entsorgen von Atommüll mittels Schiffen wurde im Jahr 1994 von der International Maritime Organisation untersagt...(4)

Wie warnt man die Archäologen der Zukunft?
Der kanadische Wissenschaftler Hubert Reeves soll einen passenden Vergleich angestellt haben. Man stelle sich vor, die ägyptischen Pharaos hätten uns Atommüll hinterlassen. Was würden wir heute damit tun?
Und das ist bloß 3.000 Jahre her.

Derzeit existieren nirgendwo auf der Welt Endlager für den hoch-gefährlichen Atommüll.
In Deutschland wird in Hallen der Atommüll, in sogenannten Castoren angeblich sicher "zwischengelagert". Wirklich sicher und unbestritten ist das physikalische Prinzip der Thermik:
Warme Luft zieht nach oben. Wenn trotz aller theoretischer Berechnungen und trotz aller Beteuerungen unserer Behörden ein CASTOR undicht oder gar zerstört werden sollte, dann ist eine schnelle Verbreitung des giftigen und radioaktiven Inventars in luftige Höhen mit Hilfe der erhitzten Hallenluft garantiert. In nur einem einzigen CASTOR kann so viel radioaktives Inventar aufbewahrt werden, wie seinerzeit in Tschernobyl freigesetzt wurde.
b)siehe ippnw Reinhold Thiel Oktober 2003

In den EU Ländern fallen pro Jahr etwa 18.450 Tonnen Atommüll an
Nach 60 Jahren Schlendrian will die EU nun Konzepte 
aber erst zum Jahr 2015

Die EU hat in der Vorletzten Juli Woche im Jahr 2011 ein Gesetz verabschiedet, wonach jedes Mitgliedsland bis 2015 ein Konzept vorlegen muss, wie es seinen Atommüll endlagern will.
Etwa 7 000 Kubikmeter hoch radioaktiver Müll fallen in den 14 EU-Ländern, die AKW's betreiben pro Jahr an. Deponiert wird bisher in sog. Zwischenlagern.
Nur in drei Ländern- Finnland, Frankreich, Schweden - ist der Bau eines Endlagers, das neuere Sicherheitsstandards erfüllt in Planung.
Nach einer Verlautbarung der EU-Kommission befindet sich zur Zeit, auch kein Endlager außerhalb der EU im Bau bzw. in Planung.

2011 Das Juli - Endlager - Gesetz der EU
Ist es Teil der Sabotage der Stromkonzerne bei der Endlagersuche?

Alle jetzt von neuen Atommüll-Zwischenlagern bedrohten Regionen müssen sich im Klaren sein, daß damit die versprochene Räumung der sogenannten Zwischenlager immer unwahrscheinlicher wird. Wird niemand die inzwischen in 40 Jahren angesammelten „zwischen-gelagerten“ Castoren abholen kommen? Werden  sie  'durchrosten'? Werden sie mit ihrem tödlichen Inhalt die umliegenden Landkreise zur Todeszone machen?  Verschleppen Stromkonzerne die Endlagersuche, weil sie als Verursacher für die Kosten aufkommen müßten? Sie müßten ihre momentan höchst lukrativen Rückstellungen von etwa 35 Milliarden Euro im Falle eines Endlagers, für dessen Auf- und Ausbau ja verbrauchen.

Wie viel Zins & Zinseszins bringen eigentlich 35 Mrd. Euro pro Jahr?

Sie haben es fast geschafft die EU verlangt lediglich ein Konzept bis zum Jahr 2015, die Planung na ja mindestens weitere 15 Jahre. Fertigstellung weitere 15 Jahre so um das Jahr......

Wann sind die ersten der ältesten Castoren durchgerostet?.....

DAS EINZIGE EXISTIERENDE ENDLAGER FÜR ATOMMÜLL WELTWEIT: Endlager Ozean!
Nicht nur Tepco in Fukushima, auch in La Hague, Sellafield und anderenorts verseuchen Atomkonzerne die Weltmeere mit Atommüll. Jahrzehntelang durften radioaktive Abfälle sogar legal in den Ozeanen verklappt werden.
   Es ist immer noch ihre "billigste Entsorgungsvariante", und wer kann sie daran hindern?

a)
http://www.theintelligence.de/index.php/wissenschaft/umwelt/2382-es-gibt-mehr-radioaktiven-muell-als-gold-auf-der-welt.html 
b)
http://www.ippnw-ulm.de/text_gundremmingen-60jahre-atommuell.htm 

(1) Merke:
"VEB"~"Volkseigene Betriebe", erzeugen mit kommerzieller-Brille betrachtet, keine Ware zum Verkauf, wie z. B. AG's. Der relativ geringe Antrieb zur Steigerung einer Produktivität, die irgendwie den Wohlstand des ganzen Volkes heben sollte, brachte keinem beteiligten Individuum für sich meß-baren Zuwachs an Wohlergehen. Das, das System dennoch etliche Jahre dahinvegetierte ist für alle gut ausgebildeten Volkswirtschaftler, ein bisher nicht zu lüftendes Geheimnis.
Zum mitmeißeln: Eine Aktiengesellschaft (AG), die ein AKW betreibt, kauft alles zur Errichtung desselben (Selbstverständlich auf Kredit von Aktien-inhabern + Banken & mit Staatlichen Fördergeldern) Grund & Boden; Material aller Art; Planung; Bauausführung und so weiter. Die Betreiber AG- übernimmt vom Baukonsortium die Betriebsfertige Anlage und kauft nun, nur noch Monatlich: die Arbeitskraft, der Angestellten,  Ingenieure, Techniker usw. bis zum Mann der den Hof fegt.

Der eigentlich wichtige Job der AG ist, alles so zu planen, das nach Abzug der Kreditzinsen der Tilgungsraten auf die Kredite und der Instandhaltungs-kosten, den Aktionären eine gute Dividende gezahlt werden kann.
Die Dividende kann um so höher sein, je grösser der Unterschied zwischen den Kosten zum Ankauf der Arbeitskräfte und dem Verkaufspreis des mit ihnen erzeugten Stromes ist. Hilfreich ist dabei auch, das die Arbeitnehmer, weil sie "IHRE" AG so lieben, zunächst bis zu einem Monat ohne Gegenleistung in Form von Euro's arbeiten und erst dann bezahlt werden müssen.
Warum Arbeitnehmer ihre AG's o.ä. so lieben, ist vor Jahren eher ungewollt, so aber doch ansatzweise durch die Theorie des  sog. Stockholm-Syndrom erklärt worden. 
Siehe wikipedia Stockholm-Syndrom - Ursachen:
...Täter werden sich Opfern gegenüber oftmals wohlwollend verhalten, weil sie die Opfer als Vermögenswerte ansehen oder um eine Eskalation der Situation zu vermeiden. Hieraus kann eine emotionale Bindung und Dankbarkeit von Opfern gegenüber Tätern entstehen.
Der maximale Kontrollverlust bei einer Geiselnahme ist nur schwer zu verkraften. Erträglicher wird dies, wenn sich das Opfer einredet, es sei zum Teil auch sein Wille, beispielsweise, da es sich mit den Motiven der Entführer identifiziert.(5)

(2)Liste der AKW's:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke#Geschichte 
(3)Chavez Kommentar:
     http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704461304576217060217916894.html  
(4) http://www.verbrauchernews.de/umwelt/tests/0000000956.html  
     http://www.bfs.de/de/ion/papiere/oekoinstitut02.pdf  
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom#Ursachen 

http://www.3sat.de/nano/natwiss/149389/index.html :
= ein Atomkraftwerk ca 14 t Atommüll pro Jahr
= ca 440 Atomkraftwerke = ca 6160 t pro Jahr!!
..Atomkraftwerke gibt es schon Jahrzehnte lang!

Folgender Text und Bilder aus: http://www.vordem.de/popup-atomianer.htm
P.S.
dann gibt's noch die  "Atomianer" sie symbolisieren mit ihren Auftritten die Notwendigkeit, durch einen Kult die Information über die tödliche Strahlung des Atommülls 30.000 Jahre in die Zukunft zu übermitteln. aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie:

a_Atomianer
Die Atomianer, eigentlich: „Atomianer – Priesterschaft des Atommülls“, sind eine Gruppe politisch engagierter Atomkraftgegner aus Deutschland (u.a. aus der attac-Gruppe „Freies Wendland“). Zielsetzung der Atomianer ist es die Folgen der aktuellen Energiepolitik, insbesondere der Nutzung der Atomenergie und der Problematik der Endlagerung von radioaktiven Abfällen, in der Öffentlichkeit zu thematisieren. Experten gehen davon aus, dass Atommüll für mindestens 1 Million Jahre an einem erdgeologisch und klimageschichtlich sicheren Ort eingeschlossen werden muss.

Die Benennung als „Priesterschaft des Atommülls“ geht zurück auf eine Idee des Linguisten Thomas Sebeok. Er schlug die Schaffung einer so genannten „Atom-priesterschaft“ vor, die mit eigenen Ritualen und Mythen das Wissen um die Lagerstätten und die damit verbundenen Gefahren durch radioaktive Abfallprodukte mit langen Halbwertszeiten (z.B.: Plutonium239: 24.400 Jahre, Technetium99: 200.000 Jahre) an zukünftige Generationen weitergeben soll.

Diese „Atompriesterschaft“ ist ein Lösungsansatz neben weiteren, die im Rahmen der Atomsemiotik entwickelt werden.
Die Problemstellung dabei besteht darin Wege zu finden, wie Informationen über die tödliche Ge- fahr über eine noch nicht abschätzbare Anzahl von Kulturen und geschichtlichen Abläufen hinweg sprachlich, kulturell und politisch tradiert werden können.

a_2005-atomianerEs ist die Frage zu beantworten, wie bereits heute - vor der Schaffung eines weltweit ersten sicheren Endlagers für tödlich strahlende Abfälle aus der zivilen und militärischen Nutzung der Atomenergie - ein kommunikativ-gruppendynamisches Modell, das eine fast ewig sozial und politisch sichere Perspektive bietet, install- iert werden kann, damit das für das Überleben der Menschheit unver- zichtbare Wissen über Sprachen, Generationen,  und Kulturen hinweg bewahrt und weitergegeben werden kann."

 

 


 Besuchen Sie die Seite--> http://www.damals-im-wendland.de/
 
Obiger Text & Bilder als PDF: HIER

PDF zum 66. Jahrestag des A-Bombeneinsatzes am 6 August, 1945 in Nagasaki: HIER


Im AKW Fukushima Sonntag 10. Julie 2011

Es war inzwischen gelungen Wasser zu dekontaminieren und mit diesem Wasser die Kühlung der Reaktoren 1-3 in einer Art Kreislauf zu betreiben. Erklärungsversuch: Es wird kein neues nicht kontaminiertes Wasser zur Kühlung benutzt. Das Wasser im “Kreislauf”, wird bei jeder “Runde” neu kontaminiert und dekontaminiert. Die Wasser - Dekontaminierungsanlage dekontaminiert mehr Wasser als zum Kühlkreislauf benötigt wird. So werden die im AKW Fukushima angesammelten 100.000 Tonnen radioaktiv verseuchtem Wasser langsam verringert.
Jetzt wurde die Reinigung des radioaktiven Wassers abgebrochen, nachdem am Sonntagmorgen dort Chemikalien freigesetzt worden waren, die zur Dekontamination dienen. Es handele sich nach Angaben des Betreibers TEPCO nicht um giftige Substanzen. Es bestehe keine Gefahr für die Umwelt. Das Unternehmen arbeitet bereits daran, das Leck zu finden. Es seien circa 50 Liter der Substanz ausgetreten, so die Nachrichtenagentur Kyodo. Laut TEPCO konnte die Kühlung jedoch weiterhin mit Wasser das bereits dekontaminiert worden war fortgesetzt werden- es gab keine Probleme im Kühlkreislauf der Anlage.

Dekontaminierungsversucch mit Sonnenblumen
In Gebieten mit Strahlungswerten von 7 bis 21 Mikrosievert pro Stunde wurden Sonnenblumen ausgesät. Bei den Ortschaften Namie und Katsurao zugehörig der Präfektur Fukushima ist ein Test
angelaufen. Schon bei derTschernobylkatastrophe 1986 wurden Sonnenblumen benutzt, da sie radioaktives Cäsium aufnehmen. Sollte die Cäsiumaufnahme ausreichend sein, soll die Dekontamination des Bodens durch Sonnenblumen auf größere Gebiete ausgeweitet werden.
Die Sonnenblumen wären danach wie radioaktiver Abfall zu behandeln.

Ende Juni Anfang Juli
Bei Bodenproben im japanischen Katastrophengebiet rund um die AKW-Ruine Fukushima eins sind weitere Spuren von radioaktivem Strontium entdeckt worden. Der gefährliche Stoff sei an elf verschiedenen Orten in der Provinz gefunden worden, gab das Wissenschaftsministerium bekannt.
Strontium wird vom Körper in den Knochenaufbau eingebaut und erzeugt dann Leukämie. Bei der Katastrophe in Fukushima ist es offenbar in einigen Reaktoren zu einer so starken Kernschmelze gekommen sein, dass sich der Brennstoff durch die Reaktordruckbehälter gefressen hat. So ein Untersuchungsbericht, den die japanische Regierung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) übermitteln wird.

Fleisch aus Fukushima stark mit Cäsium belastet:
Mit 2300 Becquerel von radioaktivem Cäsium pro Kilogramm wurde erstmals in Fleisch der in Japan geltende zulässige Maximalwert von 500 Bq/kg überschritten.

Stresstest
Trotz Strommangel sollen 54 Meiler einer Belastungsprobe unterzogen werden, bevor sie wieder ans Netz gehen. Derzeit sind 35 der 54 Kernkraftwerke in Japan abgeschaltet - entweder weil sie beschädigt wurden oder als Vorsichtsmaßnahme. Der Strom ist deshalb seit Monaten knapp. Im Sommer erhöht sich der Strombedarf in Japan wegen der vielen Klimaanlagen rapide. Schon jetzt steigt das Quecksilber stellenweise auf fast 40 Grad. Nach einem sogenannten Stresstest sollen die Meiler dann so schnell wie möglich wieder hochgefahren werden. Damit stößt die japanische Regierung jedoch auf Widerstände bei den umliegenden Gemeinden, die fordern schärfere Sicherheitsauflagen. Die Nachrichtenagentur Kyodo meldet einen neuen Zwischenfall in einem AKW.  Im AKW Tokai Nummer 2 in der nordöstlichen Provinz Ibaraki war ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell  gelöscht werden konnte.

Kyushu Eletric Affäre
Mitarbeiter von Kyushu Electrics waren von der Firmenleitung aufgefordert, sich als normale Bürger auszugeben und bei einer Fernsehshow durch senden eigener E-Mails eine breite Unterstützung der Bevölkerung für die Neustarts der Kernkraftwerke vorzutäuschen. Auf die Art sprachen sich so insgesamt 286 von den 589 eingegangenen E-Mails für eine Weiterführung der Atomkraftanlagen aus.

Ökokatastrophe steht bevor
Nachdem der Kühlversuch mit dekontaminiertem Wasser aufgrund von undichten Stellen im Rohrsystem bereits nach 90 Minuten wieder abgebrochen werden musste und die Reparatur- arbeiten nach Angaben der Asahi Shimbun am Dienstag dem 28. Juni begannen, droht Gefahr für die Umwelt.
Die Entsorgung radioaktiv belasteten Wassers aus den Gebäuden ist bis zum heutigen Tag ein nicht zu lösendes Problem. Nach Expertenmeinung würde bereits um den 5. Juli der Wasserstand in den Gebäuden das Erdgeschoss erreichen und große Mengen hochgradig radioaktiven Wassers würden ins Grundwasser, das Erdreich  und die umgebenden Küstengebiete gelangen.


Sofortiger Atomausstieg: Artikel  von Jürgen Kruse als pdf HIER


WEITERLEITEN & VERBREITEN:
An die Vorsitzenden der Fraktionen des Deutschen Bundestages und der zugehörigen Parteien Berlin, 7. Juni 2011 Offener Brief:
Steuerzahler vor Entschädigungsklagen schützen Atomausstieg vollumfänglich begründen!
den Brief als pdf HIER


IPPNW-Presseinformation vom 19. Juni 2011
Parteien droht Abstrafung durch Wähler Entschädigungsklagen wegen schlechter Atomgesetz-Begründung

19.06.2011Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW warnt die im Bundestag vertretenen Parteien vor einer Abstrafung durch die Wähler, sollten sie die geplante Atomgesetz-Novelle nicht verfassungsfest und entschädigungssicher machen. "Man muss kein Jurist sein, um zu erkennen, dass in der Begründung des Gesetzentwurfs keine Gründe für die Stilllegung bzw. für die Befristung von Atomkraftwerkslaufzeiten geliefert werden", so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz.

"Damit bereiten CDU, CSU und FDP den Atomkonzernen eine Steilvorlage für Verfassungsklagen und für milliardenschwere Schadensersatzforderungen zu Lasten der Steuerzahler, die leicht vermeidbar wären. Auch SPD und Grüne erwägen eine Zustimmung. Sie scheinen den Ernst der Lage noch nicht erkannt zu haben. Damit riskieren diese Parteien, bei den nächsten Wahlen in einer Weise abgestraft zu werden, wie sie es noch nie erlebt haben."

"Spiegel-Online" zufolge bereiten die Stromkonzerne mit Hilfe von namhaften Anwaltskanzleien und "Top-Gutachtern" bereits Verfassungsklagen gegen die Bundesregierung vor, um das Atomgesetz zu kippen und anschließend milliardenschwere Schadensersatzforderungen stellen zu können. Die IPPNW warnt schon seit Wochen vor den unnötigen Risiken für die Steuerzahler aufgrund eines nicht sauber begründeten Gesetzes.

In einem Offenen Brief an die Vorsitzenden der Fraktionen der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien vom 7. Juni 2011 belegt die IPPNW detailliert die eklatanten Schwächen der Gesetzesbegründung und liefert Begründungselemente, mit denen das Gesetz entschädigungsfest gemacht werden kann. Am vergangenen Freitag initiierte die Organisation eine Kampagne, mit der jede und jeder Einzelne der 621 Bundestagsabgeordneten in die Pflicht genommen wird, das offenkundige Risiko für die Steuerzahler abzuwenden.

Kontakt: Henrik Paulitz (Atomexperte), Tel. 0171-53 888 22. Angelika Wilmen (Pressesprecherin), Tel. 030-69 80 74-15. Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Email: ippnw@ippnw.de


Brennelementwechsel gefährlicher als bisher angenommen
Hohe Tagesspitzenwerte beim AKW-Brennelementwechsel

22.06.2011 Schon bei einem einzigen Brennelementwechsel wird bis zu einem Drittel der jährlich abgegebenen Menge an radioaktiven Edelgasen und bis zu  50% der Jahresabgabe an radioaktivem Jod über den AKW-Kamin abgelassen und in die Umgebung verteilt. Das belegte die gestrige Sendung Plusminus. Die ARD-Recherchen bauen auf Nachforschungen der IPPNW auf und bestätigen die These, dass die Brennelementwechsel gefährlicher sind als bisher angenommen.


40 Prozent Hilfskräfte, 10-Stunden-Schichten und die Verringerung von Prüfungen
Atomkraftwerks-Service
06.06.2011 Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über Tausende Leiharbeiter in deutschen Atomkraftwerken. Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert bereits seit langem, dass bei der Wartung deutscher Atomkraftwerke regelmäßig ungelernte Hilfskräfte und Leiharbeiter eingesetzt werden.


Tepco-Techniker stoppen Reinigung radioaktiver Brühe, nach nur 5 Std.


US-Atomkraftwerk Fort Calhoun war durch Missouri-Hochwasser gefährdet
Radioaktivitäts-Freisetzungen aufgrund von Undichtigkeiten denkbar

20.06.2011 Ein Hochwasser des Missouri-River bedrohte das Atomkraftwerk Fort Calhoun im US- Bundesstaat Nebraska. Nach Einschätzung der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW ist es vorstellbar, dass das extreme Hochwasser aufgrund von Undichtigkeiten längst die "Kellerräume" des Atommeilers geflutet hat, in denen sich empfindliche Betriebs- und Sicherheitssysteme befinden. "Für Deutschland liegt die Aussage eines ehemaligen Siemens-Ingenieurs vor, wonach bei weitaus weniger dramatischen Hochwasserständen des Rhein regelmäßig Wasser in das Reaktorgebäude von Biblis eingedrungen ist", so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz....mehr:
http://www.ippnw.de/presse/presse-2011/artikel/7ce0c11540/us-atomkraftwerk-fort-calhoun-koennt.html


Fukushima/Japan/USA
Es gibt nur düstere Ausblicke auf die momentan ablaufenden Vorgänge und die zuküftigen Desaster in Fukushima und anderen AKW-Standorten. Auch von den beiden vom Hochwasser des Missouriflusses in den USA bedrohten AKW's, von denen eines zum Glück ausser Betrieb ist, ist keine Entwarnung zu vermelden.

GREENPEACE: " Von dem ständig steigenden Hochwasser am Missouri-River ist nun auch das Atomkraftwerk Cooper bei Brownville betroffen. Arbeiter versuchen das noch im Leistungsbetrieb befindliche Kraftwerk mit Sandsäcken zu schützen. Laut Betreiberangaben soll das AKW herunte- gefahren werden, wenn der Flusspegel um weitere 90 Zentimeter steigt."
Bilderstrecke: http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/us_atomkraftwerk_von_flut_bedroht/ 

USA: AKW unter Wasser | Julius-Hensel-Blog21. Juni 2011 ... von Reimar Paul
Ein Atomkraftwerk säuft ab, und möglichst niemand soll es mitbekommen. So ließe sich das Szenario umschreiben, ... In den Abklingbecken des AKW Fort Calhoun lagert hochradioaktiver Atommüll der letzten 20 Betriebsjahre.


In Deutschland sind die Medien zur Tagesordnung übergegangen, äußerst selten erfahren wir noch etwas über den Stand der Dinge in Fukushima oder über andere AKW-Krisen.

Die Presse in Japan und International ist zur Vollprofi- Infopolitik im Sinne der Atomindustrie zurückgekehrt. Das um sich greifen der Erkenntnis, die Atomtechnik ist nicht beherrschbar, soll auf jeden Fall eingedämmt werden. Diverse Ansätze der "Schadensbegrenzung", durch Vernebelung und Verwirrung des Publikums seitens der Verursacher, der Atomindustrie werden global inszeniert

1. Im Fall Tschernobyl, da waren die unterentwickelten Sicherheitsstandards der Russen schuld 
2. In Japan das Erdbeben & ein folgender Tsunamie
3. Eine "Nachrichtensperre", auf Druck der Anzeigenkunden
4. Nachrichten verschweigen & verharmlosen

Eine Kontrolle der Atomruine in der Form, wie in Tschernobyl durch einen Sarkophag ist im Jahr 2011 nicht mehr im Plan. Tepco, sowie die internationalen Experten der Nuklearindustrie konstatieren: in drei der Reaktoren findet eine unkontrollierte Kernschmelze statt. Die größte Gefahr geht vom vierten Reaktor aus, sein Gebäude ist vom Einsturz bedroht. Der Inhalt  des Reaktors ist derart, das bei eventuellen Nachbeben unkontrollierbare Kettenreaktionen ausgelöst werden. In diesem Fall ist die Welt mit umfassenden Radioaktivenemissionen bedroht.
Der Brand im Brennelementebecken dieses Reaktorgebäudes hatte bereits im März erhebliche Freisetzungen von radioaktivem Material der Brennstaebe zur Folge, sie wurden von keiner Schutzhülle mehr aufgehalten.

Die immer noch provisorische Kühlung der Reaktoren produziert täglich tausende Tonnen kontaminiertes Wasser. Durch diverse Lecks aus den Reaktoren werden Keller, Gruben und Kabelkanäle Graeben mit dem radioktiven Wasser geflutet. Das Kühlwasser durch den  Kontakt mit den Brennstäben bzw. den in Kernschmelze befindlichen "Brennstäben" ist hochradioaktiv verseucht. Das Konzept, das Kühlwasser in einem Kreislauf einzusetzen und dabei die radioaktiven Stoffe herauszufiltern, ist nicht realisierbar: das Material, das sich in den Filtern sammelt, würde diese durch die von der Radioaktivität verursachten hohen Temperaturen zerstören. Die Hohe Strahlungsintensität schließt auch aus, daß sich Arbeiter den Filtern zum Austausch nähern können.

Das Grundwasser in der Umgebung der Atomruine wird zunehmend durch das kontaminierte austretende Kühlwasser für Mensch und Tier auf lange Zeit unbrauchbar.

Wer die Informationspolitik der Japaner nach dem Nukleardesaster beobachtete, konnte eventuell zu dem Schluss gelangen, man habe dort nichts mehr im Griff, die Politik sei ebenso vollkommen überfordert, wie der Betreiber Tepco. Dieser Schluss mag in technischer und organisatorischer Hinsicht mit Blick auf das Katastrophenmanagement zutreffen. Wer einen Blick auf, die Resultate dieses Durcheinanders, dieser Sammlung der Unfähigkeit auf höchster Ebene wirft, kommt zur Feststellung, dass die Opfer, die Betroffenen dieser "Inkompetenz" nicht die Urheber selbst sind, sondern die  Bevölkerung, die hat unter den Konsequenzen zu leiden.

Als Urheber zu betrachten ist die globale Nuklearindustrie und die ihr zuarbeitenden Politiker. In den vergangenen Monaten war zu erkennen, dass die Muster ihrer Geschäftstätigkeit auf dem Sektor der Energiepolitik in den westlichen Staaten fast identisch sind, eine unbeugsame Haltung der Ablehnung vorhandene Risiken zur Kenntnis zu nehmen. Eine pathologische Verdraengung von Risiken, die Leichtfertigkeit im Umgang mit Gefahren, die Neigung Kosten zu minimieren, ungeachtet der Konsequenzen, die Verfilzung von staatlichen Kontrollbehörden mit privaten Kraftwerksbetreibern. Die Leugnung von Störfällen und Emissionen solange, bis sie nicht mehr in Abrede zu stellen sind, die Kumpanei von Medien und Politikern mit den Energiekonzernen und ihrem Management:- da sind die Unterschiede geringfügig, ob man auf Japan, die USA, Frankreich oder Deutschland fokussiert. 

In Japan wurden nun unter dem Druck der Öffentlichkeit Fehler und Kontrollverluste eingeräumt.
In anderen Ländern, in denen die Nuklearindustrie einen relevanten Anteil an der Stromerzeugung hat, dominieren weiterhin deren Bemühungen, das Desaster als japanischen Sonderfall hinzustellen.

Dass die Atomkonzerne auch hier eng vernetzt sind mit den Kontrollbehörden und gemeinsam mit diesen jedes Risiko solange bestreiten, bis das reale Eintreten eines Schadens nicht mehr zu leugnen ist, wird nur selten von den Medien berichtet. So wurde immer behauptet, ein Bruch des Reaktor-Sicherheitsbehälters, des Containments, sei praktisch undenkbar. Dieser Fall ist in den Reaktoren Fukushima 1 - 3 aufgetreten. Risse des Containments waren allerdings auch vorher bereits bei amerikanischen Reaktoren bekannt geworden - ohne die Kontrollbehörde daran zu hindern, zu bestreiten, dass ein solcher Fall möglich sei.

In Deutschland stellen sich die Nuklearkonzerne auf den Standpunkt, dass der Betrieb der Reaktoren ihr gutes Recht sei und der Versuch von seiten der Politik, dies Recht einzuschränken, als nicht legal zu betrachten sei. Dieser Herangehensweise wird vom Tigerentenclub unter Angela Merkel unterstützt, indem das Atom- Ausstiegs- Gesetz so schlecht begründet wird, dass es den Energiekonzernen eine Steilvorlage für juristische Gegenmassnahmen und hohe Ent- schädigungsforderungen liefert.

Der Zweck dieses Vorgehens kann nur sein, dass auf diesem Weg die Atomkonzerne schadlos gehalten werden sollen - auf Kosten der Steuerzahler - während der Öffentlichkeit vorgespiegelt wird, man bemühe sich ernsthaft um einen wirksamen Atomausstieg. Die Probleme sind angeblich in der Komplexitaet der Energiepolitik bzw. der technischen Gegebenheiten zu suchen und beim besten Willen nicht besser zu lösen.  Es wäre so einfach, den Konzernen die Haftung für das Betriebsrisiko  der Kraftwerke aufzuerlegen, denn es Existiert keine Versicherung die bereit ist dies Risiko zu übernehmen. Bisher haftet per Gesetz der Staat, für das sogenannte Restrisiko. Auch die Sicherheitsanforderungen auf einen Level zu heben, auf dem durch einen bei anderer Gelegenheit gern zitierten Terrorangriff keine Gefährdung der Bevölkerung verursacht würde, hätte die Abschaltung der AKW's zur Konsequenz. Damit läge die Last bei den Kraftwerksbetreibern anstatt beim Steuerzahler, wie es die schwarz-gelbe Regierung bevorzugt. Die Konzerne mit ihren Rechtsexperten werden den Tigerentenclub einen Gesetzestext verabschieden lassen, GEWINNE FÜR DIE KONZERNE--VERLUSTE WERDEN SOSIALISIERT!

DESHALB WEITERLEITEN VERBREITEN:
An die Vorsitzenden der Fraktionen des Deutschen Bundestages und der zugehörigen Parteien Berlin, 7. Juni 2011 Offener Brief
Steuerzahler vor Entschädigungsklagen schützen Atomausstieg vollumfänglich begründen!
den Brief als pdf HIER

http://www.fairewinds.com/
http://www.chrismartenson.com/blog/exclusive-arnie-gundersen-interview-dangers-fukushima-are-worse-and-longer-lived-we-think/58689
www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33716

 

             “VORSICHT EULENSPIEGELEI!”
                                    
SCHNELLE EINGREIFTRUPPE AUS DE BRINGT ‘HILFE’?: FUKUSHIMA MON AMOUR
                           

BAD NEWS AUS TOKIO
In den Anlagen des havarierten AKW Fukushima stehen 100.000 Tonnen radioaktives Wasser
03.06.2011 Wasserspiegel in Reaktor 1 fällt überraschend:

War der Wasserstand am Montag in 24 Stunden um 376 Millimeter gestiegen,  fiel er in den folgenden 24 Stunden um einen und zwischen Donnerstag- und Freitagmorgen um 79 Milimeter. Wohin das Wasser austritt ist unklar, meldet die Yomiuri Shimbun.

Durch einen Riss läuft jetzt das radioaktiv stark belastete Wasser in den Pazifik
Nach Angaben von Hidehiko Nishiyama, Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde ist stark radioaktives Wasser ausgetreten und ins Meer gelangt. Die Betreiberfirma Tepco nennt als Ursache ein Leck im Betonboden von Reaktor 2. TEPCO erklärte, die genaue Ursache sei ein Riss in der Wand einer 2 Meter tiefen Grube für elektrische Kabel unter Reaktor 2. Es werden Strahlungswerte von 1000 Milisievert gemessen. Die Grenzwerte im Meer werden um das Doppelte überschritten: Informationen die das japanische Wissenschaftsministerium veröffentlichte zufolge, überschreitet die Belastung mit radioaktivem Jod 40 km von Fukushima entfernt, in der Nähe der Stadt Iwaki, den Grenzwert um das Doppelte. Japanische Fischer protestieren: Aufgrund der jüngsten zunehmenden Verseuchung des Pazifiks mit radioaktivem Wasser aus dem AKW Fukushima werfen Fischer der Betreiberfirma TEPCO vor, sie würden ihrer Lebensgrundlage beraubt

02.06.2011 Japan zieht grünen Tee wegen Radioaktivität aus dem Verkehr.

29.05 - 01.06.2011
In den Anlagen des havarierten AKW Fukushima stehen 100.000 Tonnen radioaktives Wasser
Wegen des Regens stieg der Wasserpegel stündlich. Damit auch die Gefahr, dass hoch verstrahltes Kühlwasser erneut in großen Mengen in den Boden und das Meer gelangt. Die von TEPCO versprochene Filteranlage wird frühestens im Juli einsatzbereit sein. Im Wasser auf dem Boden des Reaktors 1 wurde radioaktives Cäsium mit Strahlenwerten von zwei Millionen Becquerel pro Kubikmeter gemessen. Es wird vermutet, dass das radioaktive Material von den ge- schmolzenen Brennstäben im Reaktor stammt und aus dem Druckbehälter austritt.
Der TV-Staatssender NHK berichtete, das Wasser  steigt in den Turbinengebäuden von Reaktor 2 und 3 mittlerweile um drei, vier Millimeter pro Stunde, seit am Sonntag die ersten schweren Regenfälle in der Region eingesetzt haben.

Betreiber Tepco kann den Plan vom 28. April nicht einhalten
Am 28. April 2011, noch hatte Tepco einen Stufenplan vorgelegt und versicherte, die Atomanlage in sechs bis längstens neun Monaten stabilisieren zu können. Am 31. Mai 2011  zieht der Fukushima- Betreiber diesen Zeitplan zurück. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo die einen Tepco- Manager zitiert, werde es voraussichtlich „eine größere Verzögerung der Arbeit" geben. Die als teilweise Kernschmelze in den Reaktoren l bis 3 bezeichnete Problematik, wird als Begründung für zu erwartende Verzögerungen der Reparaturarbeiten angeführt.
Die Umfrage der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei" ergab, dass inzwischen etwa 70 Prozent der Japaner unzufrieden, mit der Handhabung der Atomkatastrophe durch die Regierung sind.

Arbeiter verstrahlt
Am 30. Mai wurde bekannt, dass zwei Arbeiter in der Kraftwerksruine Fukushima einer zu hohen Strahlendosis ausgesetzt worden sind. Nach Tepco Angaben hat die Dosis mehr als 250 Millisievert an Radioaktivität betragen. Bei medizinischen Untersuchungen der Betroffenen durch die staatliche  Atomaufsichtsbehörde sind in der Schilddrüse zehn mal so hohe Werte radioaktiven Jods 131 wie bei anderen Arbeiten festgestellt worden. Der Grenzwert war für die Arbeiten an der Kraftwerksruine Fukushima von der japanischen Regierung "vorsorglich" von 100 auf 250 Millisievert erhöht worden.

Freitag 3. Juni 17:30 Uhr Tepco Aktie: -7,77%  2,44 EUR Tendenz weiter fallend
Aktuell gehandelt: heute, 51.098 Stk. Marktkapitalisierung: 4,2 Mrd. EUR


1. GESTÄNDNIS DES WEBMASTERS!

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
In jungen Jahren gehörte ich zu den Bewunderern der friedlichen Nutzung der Atomenergie. Es war für mich absolut bestechend, aus einem Klumpen Uran 235, jahrelang Energie für eine ganze Stadt erzeugen zu können. Ich hoffte auch auf den Fusionsreaktor, der die Weltenergieprobleme endgültig lösen könnte. Die Störfälle, in der Geschichte der nuklearen Energiegewinnung, 1969 in der Schweiz, 1977 in der Tschechoslowakei, 1980 in Frankreich – konnten meine positive Grundeinstellung keineswegs erschüttern. Harrisburg wurde seinerzeit als erster „Ernster Unfall" bezeichnet, laut offizieller Darstellung gab es keine Toten. Das knappe vorbei schrammen an einem Supergau, heute würde wohl der Vorfall in Harrisburg, als Gau bezeichnet, das ist der größte anzunehmende Unfall in einem AKW, der unter Einsatz aller Sicherheitssysteme noch beherrschbare Störfall. Die Umwelt wird dabei nicht über die zulässige Grenzwerte hinaus mit Strahlen belastet. Dieser Störfall brachte meine Annahmen von der prinzipiellen Beherrschbarkeit dieser Technik doch schon etwas ins Wanken.

1968 der Super-Gau in Tschernobyl wobei viele Menschen ums Leben kamen, viele erkrankten sehr bald oder auch in den Jahren danach. Bis heute und noch in Zukunft werden Menschen daran erkranken oder Sterben. Damals habe ich meine Einstellung zur AKW- Technik nochmals überdacht.

2. GESTÄNDNIS ICH BIN ELEKTRIKER
Als solcher beherrsche ich bestimmte Vorgehensweisen zur Fehlersuche und Fehlerbeseitigung in Elektroanlagen. Aus je mehr Einzelteilen ein elektrisch betriebenes Gerät gefertigt ist, um so Störanfälliger ist das Teil. Vielfach steckt der Fehlerteufel im Detail, wer das hier liest sitzt vor seinem Computer, also gut der vor dem ich sitze ist ein Bigtower, ich hab irendwann eine PCI- Videokarte und eine Haupauge DVB's Karte nachgerüstet. Obwohl das Netzteil lt. aufgedruckten Angaben die paar Watt mehr, locker hätte liefern sollen, gab es im Sommer eine kleine Explosion im Tower. Das Netzteil war verreckt und hatte dabei noch mein Asus-Motherboard mitgekillt.
Asus tauschte es mir gegen ein neues um (2 Jahresgarantie über den Händler, danach ein 3. Jahr bei Asus direkt, damals). Nach 3,5 Jahren verreckte die Haupaugekarte, das Floppylaufwerk ist das 3., meine DVD-Laufwerke/Brenner "tragen die Nummern 2. und 3.", Motherboard und Grafikkarte hab ich bei Anschaffung eines P4 Prozessors aufgerüstet. Von den ursprünglichen Komponenten ist noch das Blechgehäuse und ein PCI-SCSI-Controller vorhanden.

Ein AKW besteht aus vielerlei Komponenten
Wer sich jetzt eines der vielen Bilder, die er mal über eine Schaltzentrale eines AKW gesehen hat, ins Gedächtnis ruft, erinnert sich bestimmt an die Riesen Menge Schalter, Kontrollämpchen, Anzeigen mit Zeigern etc., das ist nur das oben rum sichtbare, innerhalb der Blechtafeln, Tische und Kasten sieht es noch viel verwirrender aus, ehrlich! Ob sie es glauben oder nicht, das Bedienungspersonal, wäre bei einem Blick hinter das Blech genau so verwirrt wie sie.
Diesen Menschen die ja immerhin die Bedienung der Anlage erlernt haben, denen ist das öffnen von Schalttischen oder Tafeln strikt verboten! Das ist nur Spezialisten gestattet und auch die dürfen darin befindliche gekapselte Module nicht öffnen, sondern wenn z. B. eine Kontroll- LED einen Defekt anzeigt nur das gesamte Modul austauschen. Für bestimmte Sicherheitsrelevante Teile sind natürlich Reservebauteile vorgesehen, die automatisch anspringen, wenn das erste Teil versagt. Nun da sind wir in etwa da, wo Papa & Sohn sich befinden, die während der Ebbe eine Kleckerburg gebaut haben und beim kommen der Flut dann einen Damm zum Schutz ihrer Burg nach dem anderen an die Flut verlieren.

Es grenzt fast an Wunder
Viele Gewerke und Spezialisten sind am Auf- und Zusammenbau eines AKW beteiligt. Dazu kommt das beispielsweise ein Schaltschrank geliefert von der FirmaXXY nicht komplett von der XXY hergestellt wird, die Arbeitsteilung im Zuge der Globalisierung ist enorm. Es ist möglich das im Inneren des Schrankes Module der FirmaYYZ arbeiten, die wiederum Platinen und Elektronische- Schaltkreise beinhalten, die von noch anderen  Zulieferern stammen. Selbstverständlich garantiert jeder Zulieferer 3 oder sogar 5 Jahre störungsfreien Betrieb seiner Teile, außerdem wird ja jedes Modul noch streng getestet.

Versuchen sie mal heraus zu finden aus wieviel Einzelteilen ein AKW zusammengesetzt ist. (Entweder die Listen sind geheim? Oder es werden keine angelegt, weil wenn dann zu viele Teile nach erfolgtem Zusammenbau übrigbleiben, sich niemand traut das AKW einzuschalten? Ich hab keine Liste gefunden, wo es doch eine simple Methode gäbe, einfach nur verbaute Teile in die Liste aufnehmen.
Irgendwie ist der, der den Schalter "EIN", betätigt ein Wundergläubiger und tatsächlich es funktionieren ja Weltweit viele von den AKW's.
Wie wir auch Wissen - mindestens bis zur Explosion!

Von wegen Einzelteileliste
Immerhin hab ich herausgefunden das AKW-Stade hat 132.000 Tonnen gewogen
Sinngemäß aus der taz vom 11.10.10 mit der Überschrift: "Technik im Stil von gestern"...
AKW - Stade es zu bauen, dauerte vier Jahre - von 1968 bis 1972. Stade ging 1972 ans Netz und lief bis zum 14. November 2003. Erst 2015 soll das AKW Stade vom Erdboden verschwunden sein*. Insgesamt wird der Abriss dann 12 Jahre gedauert haben.
Der Bau des AKW kostete 300 Millionen D-Mark. Die Kosten für den Rückbau liegen bei 500 Millionen Euro. Das Stader Tageblatt berichtete am 23.12.08: Von den 132 000 Tonnen Schrott und Schutt aus dem nuklearen Bereich des Kernkraftwerks sind 2,3 Prozent radioaktiv - das sind  über 3000 Tonnen. 
*Natürlich bleiben uns auf Jahrhunderte bis Jahrtausende die strahlenden Reste auf der Erde erhalten.  Es fehlt nur der Experte der den Betreibern die Lagerkostenrechnung zustellt, bevor sie Konkurs anmelden! Es ist jetzt auch eines meiner Hauptargumente gegen die Atomtechnik, das es ist unmöglich ist den Radioaktiven- Müll so zu lagern das er nicht auch noch zukünftige Generationen bedroht.

Die Internationale Atom Ausichtsbehörde IAEO wird gern von AKW-Betreibern, bestimmten Presseorganen und auch von Regierungen als unabhängigere Instanz zitiert. In ihren Statuten hat diese Behörde jedoch, die Förderung der Atomenergie stehen.

Das Kernkraftwerk Fukushima besteht aus sechs Druckwasserreaktoren
Der wichtigste Vorteil dieser Bauweise: Das Wasser, das den Reaktor umspült, bleibt im Reaktorgebäude und ist von den Wasserkreisläufen im Maschinenhaus getrennt. Turbine und Maschinenhaus müssen nicht in besondere Strahlenschutzmaßnahmen einbezogen werden, weil die Turbinen nicht mit radioaktiven Stoffen in Berührung kommen. Andererseits gibt es beim Druckwasserreaktor nicht den „Selbstregelungseffekt” über die Dampfentwicklung wie beim Siedewasserreaktor. Zum Steuern des Druckwasserreaktors wird dafür – neben den Regelstäben – dem Reaktorkühlwasser Borsäure zugesetzt. Bor absorbiert Neutronen, so dass sich durch Veränderung der Borsäurekonzentration der Reaktor regeln lässt. Der Reaktordruckbehälter muss einen gewaltigen Druck aushalten, viel mehr als im Siedewasserreaktor. Er besitzt daher Wände, die so dick sind wie ein Unterarm lang – rund 25 Zentimeter – und kann um die 500 Tonnen wiegen. Techn. Fakten Aus:
http://www.kernfragen.de/kernfragen/technik/04-Reaktortypen/4-04-Der-Druckwasserreaktor.php 

ZEHN WOCHEN NACH DER KATASTROPHE GIBT TEPCO ZU, DASS ES DREI KERNSCHMELZEN IN DER ATOMANLAGE GEGEBEN HAT
Die Hiobsbotschaften aus der japanischen AKW - RUINE Fukushima reißen nicht ab
Jetzt ende Mai erklärte die Betreiberfirma Tepco, dass es in den Reaktoren 2 und 3 wohl doch zu einer weitgehenden Kernschmelze gekommen sei, und zwar schon in den Tagen nach dem Erdbeben vom 11. März.

Es ist das erste Mal, dass Tepco bestätigt, was Experten schon seit langem vermuten.

Bisher wurde nur von einer Kernschmelze in Reaktor 1 gesprochen. Für das späte Eingeständnis gibt es zwei mögliche Gründe, beide sind gleichermaßen beängstigend: Entweder hat das Unternehmen  versucht, die Öffentlichkeit über die Ausmaße der Katastrophe von Fukushima zu täuschen, oder der Kontrollverlust über die Krisenreaktoren war so vollkommen, dass Tepcos Experten tatsächlich mehr als zehn Wochen brauchten, um einen Überblick des tatsächlichen Katastrophenverlaufs zu erstellen.
Offensichtlich wurde, dass Tepco Informationen immer nur häppchenweise herausgibt, statt seinen gesamten Kenntnisstand mit der Öffentlichkeit zu teilen. Skeptisch sollte Tepcos Einschätzung beurteilt werden, die Situation in den havarierten Reaktoren sei "stabil" und könne bis Ende des Jahres  unter Kontrolle gebracht werden.

Nach der Zweiten Maiwoche hatten japanische Medien unter Berufung auf anonyme Unternehmensmitarbeiter berichtet, dass über die Unfallursache intern eine andere Theorie existiere, als die nach außen publizierte. Danach sollen  bereits die Erdstöße allein zum Ausfall der Kühlsysteme geführt haben, nicht erst durch nachfolgenden Tsunami zerstört worden sein. Das würde bedeuten, die Reaktoren waren weitaus störanfälliger , als Tepco bisher bereit war zu zugegeben. Schon in der Nacht nach dem Beben sollen Messungen auf einen Strahlungsaustritt und eine Kernschmelze hingedeutet haben. Informationen, die Tepco der Öffentlichkeit und eventuell auch der Regierung verschwieg. Als dann die Situation außer Kontrolle geriet, sollen Unternehmensvertreter gegenüber Premier Naoto Kan die Absicht geäußert haben, die Rettungsarbeiten einzustellen, was der Regierungschef in einer heftigen Aussprache verhinderte und dann persönlich die Einsatzleitung übernahm.

Die Politik ist in Japan noch enger mit der Wirtschaft verflochten, als in der Bundesrepublik Deutschland, effektive und unabhängige Aufsichtsmechanismen wussten die japanischen Wirtschaftsbosse immer zu verhindern. Die Parteienführer rekrutieren sich im wesentlichen aus der Wirtschaft, so das es für die Wirtschaft unwesentlich ist welche der Staatstragenden großen Parteien eine Wahl gewinnt, die von ihnen protegierten sind immer dabei. Seit 2009 ist die Demokratische Partei Japans (DPJ) an der Macht, ihre Zustimmungswerte bei den Wählern liegen inzwischen unter zwanzig Prozent. Zunehmend belasten die Berichte über Tepcos verheerendes Krisenmanagement auch die darin involvierte Regierung, die jedoch offensichtlich auch immer noch über viele Missstände im Dunkeln gelassen wird. Erst jetzt soll eine jüngst zusammengestellte unabhängige Untersuchungskommission Firmendokumente im Zusammenhang mit der Atomkatastrophe einsehen und Tepco-Techniker und Regierungs- sowie Behördenmitarbeiter befragen dürfen.

Der Wert der Firma Tepko sinkt
Tepco musste einen Jahresverlust von 1,5 Billionen Yen (12,8 Milliarden Euro) bekannt geben. An der Börse hat das Unternehmen 80 Prozent seines Wertes eingebüßt. Die gewaltigen Schadensersatzforderungen wird das Unternehmen nicht aufbringen können.

Berliner Zeitung:
ENERGIEXPERTE -->"Das Ganze ist eine Bankrotterklärung"
FUKUSHIMA - ERST ZEHN WOCHEN NACH DER KATASTROPHE RÄUMT KRAFTWERKS- BETREIBER TEPCO EIN, DASS ES DREI KERNSCHMELZEN IN DER ATOMANLAGE GEGEBEN HAT. DAS NÄHRT AUCH DIE ZWEIFEL AM KRISENMANAGEMENT DER JAPANISCHEN REGIERUNG.
Kerstin Krupp
Herr Schneider, bereits zwei Wochen nach der Havarie in der Atomanlage Fukushima haben Sie gesagt: 'Die Lage ist schlimmer als bekannt gegeben wird.' Fühlen Sie sich bestätigt ? ........In zwei Monaten hat man es nicht geschafft, in einer konzertierten Aktion die besten Spezialisten zusammenzusuchen und sich dieses Problems anzunehmen. Und zwar braucht man nicht nur Atomphysiker und Ingenieure, sondern auch Statiker, Wassermanagementexperten, Strahlenschützer, die gemeinsam nicht nur kurzfristige Szenarien entwickeln, sondern mittel- und langfristig das Problem betrachten. Dann müsste auch nicht ständig das Vorgehen korrigiert werden.......
weiterlesen:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0525/politik/0030/index.html

In der Bundesrepublik kein Endlager in Sicht!

Endlager Asse? pdf Bericht: HIER


Fukushima News 18. Mai 2011
Vor drei Monaten und einer Woche wurde aus dem AKW- Fukushima eine Strahlende Atomruine. Dem Betreiber Tepco ist es bis heute nicht gelungen die Kontrolle über die Anlage zurück zu erobern.


Jetzt mehren sich Zweifel an offiziellen Version vom Unglück!
In der Nacht nach dem Erdbeben vom 11. März 2011 betreten Mitarbeiter von Tepco  das Reaktorgebäude am Block 1, um die Schäden zu beurteilen. Sofort hinter der Eingangstür, schlagen die Dosimeter Alarm. Die Vermutung der Techniker, das Gebäude ist mit radioaktivem Dampf gefüllt. Nach den Daten der Dosimeter schätzten die Experten, dass die Strahlung in dem Gebäude bei etwa 300 Millisievert pro Stunde lag. Das bedeutete grosse Mengen radioaktiver Substanzen haben das Gebäude verstrahlt.

Laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo hat diesen Ablauf, ein anonym bleiben wollender Tepcomitarbeiter geschildert. Das erhärtet den Verdacht, den Experten schon bald nach der Katastrophe äusserten: Der Schaden an Reaktor 1 ist nicht erst mit dem Ausfall der Kühlung nach dem Tsunami entstanden, sondern bereits mit dem Erdbeben. Die Atomanlage hatte dem Erdbeben nicht standgehalten.

Danach hat Tepco von Anfang an die Unwahrheit über den Unfallhergang verbreitet. Es macht auch der internationalen Nuklearindustrie einen Strich durch die Rechnung: Die bisher immer wieder betonte, das Unglück sei vom Tsunami verursacht worden. Da nur die wenige AKW'S in Tsunami- Gegenden liegen, sei also die von der Atomlobby propagierte "Renaissance der Kernenergie" durch die Ereignisse in Fukushima nicht gefährdet.

Der Tsunami ist die Unglücksursache, so die bisherige offizielle Version zu den Ereignissen in Fukushima. Das Erdbeben hätten die Reaktoren ausgezeichnet überstanden. Doch dann sei der Tsunami gekommen und hätte die Stromversorgung für die Kühlung ausser Kraft gesetzt. Dadurch sei die Notstromversorgung angesprungen. Erst als die ausfiel, entstanden die weiteren Probleme, weil die Brennelemente dann nicht mehr gekühlt wurden.

Der Truth Whisperer, ein Tepco-Mitarbeiter, zur Nachrichtenagentur Kyodo: "Schon das Erdbeben könnte den Reaktordruckbehälter oder die daran angeschlossenen Rohre beschädigt haben". Wie sonst hätte die Radioaktivität aus dem Kern bis zum Abend ins Reaktorgebäude gelangen können - wie es die Dosimeter der Techniker schon in der Nacht angezeigt haben?

Ende März hatte Ingenieur Mitsuhiko Tanaka auf einer Pressekonferenz den Verdacht geäussert, in Block 1 habe es gleich nach dem Beben einen Kühlwasserverlust gegeben. Tanaka stützte seine These vom Kühlwasserverlust auf Daten aus dem Reaktor 1. Danach hatten die Betreiber am 11. März um 16.36 Uhr - ca. zwei Stunden nach dem Erdbeben - versucht, das Notkühlsystem einzusetzen. Das reguläre System war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgefallen. Auch die Notkühlung funktionierte nicht, angeblich als Folge des Tsunamis.

Tanaka allerdings kam zu dem Schluss - der zu den jetzt bekannt gewordenen Schilderungen des Truth Whisperers passt. Erste verfügbare Messdaten aus Reaktor 1 beschreiben dessen Zustand zwölf Stunden nach dem Erdbeben. Von denen ausgehend rechnet Tanaka vor:
Im Reaktordruckbehälter, in dem sich der Kernbrennstoff befindet, war der Druck von den üblichen 7 Megapascal auf nur noch 0,8 Megapascal gesunken. Gleichzeitig, erklärt Tanaka, "sank der Kühlwasserpegel dort rapide". Im Sicherheitsbehälter dagegen, der den Druckbehälter umgibt, stieg parallel der Druck an, von 0,1 auf 0,8 Megapascal. Diese Druckveränderungen sind für Tanaka ein Hinweis für ein Leck im Kühlsystem. Es sei, aufgrund dieser Daten "nahezu unbestreitbar", dass es einen Kühlwasserverlust gegeben habe. Was dann auch, die gleich nach dem Erdbeben gemessenen, erhöhten Strahlenwerte erklären würde.

Tanaka vermutet, einen Rohrbruch am Reaktordruckbehälter, der hätte nichts mit dem Tsunami zu tun gehabt. Er könne nur durch das Erdbeben entstanden sein. Viele Experten hätten dass  wissen können, sagt Tanaka: "Aber sie haben geschwiegen".

Ohne Notkühlung war für die Betreiber die Eindämmung der Katastrophe unmöglich, der Reaktor war von Beginn an ausser Kontrolle.

Wenn der Experte Tanaka und der Tepco-Insider recht haben, ist klar: Die Konstruktion von Reaktorblock 1 hat dem Erdbeben nicht standgehalten. Das hat natürlich Konsequenzen für die Kraftwerksbetreiber weltweit.

                             Denn Erdbebengefahr ist fast überall vorhanden.

In Japan hat die Betreiberfirma Tepco ihre maroden Anlagen in Fukushima   bis zum 18. Mai nicht unter Kontrolle bringen können!

TEPCO; NISA
ZUSTANDSBERICHT VOM 28.04.2011 FUKUSHIMA
Quelle: Governmental Emergency Headquarters: News release (27.04. 17:00); Pressekonferenz; Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA): News Release (27.04. 12:00), Pressekonferenz; TEPCO: Pressemitteilung (28.04. 09:00), Pressekonferenz. pdf:
http://fukushima.grs.de/sites/default/files/Status_KKW_Fukushima_Daiichi_28_04_2011_0500.pdf

TEPCO-TRÄUME HOFFENTLICH ERFÜLLEN SIE SICH!
In sechs bis neun Monaten will Tepco die havarierten Reaktoren wieder unter Kontrolle gebracht haben. Der Atomexperte des Darmstädter Öko-Instituts, Michael Sailer, hegt Zweifel an den Aussagen des Betreibers: "Wenn nichts Weiteres passiert, kann man in der Zeit wohl irgendwelche Kühlkreisläufe wieder funktionsfähig hinstellen", sagte er. "Aber man kann nicht eine Garantie geben in dem Sinne, wir haben in sechs oder neun Monaten einen stabilen Zustand."

AKW-Betreiber erhebt den Vorwurf, die verstrahlten Arbeiter sind selbst schuld!
Die Arbeiter hätten Strahlendosiemeter bei sich getragen, den ausgelösten Alarm aber ignoriert.
Im Turbinengebäude wurden drei Arbeiter einer 10.000- fach erhöhten Radioaktivität ausgesetzt, so Nishiyama. Dies deute entweder auf eine partielle Kernschmelze mit einer Beschädigung des Reaktorbehälters hin oder auf eine Überhitzung des Abklingbeckens für abgebrannte Kernbrennstäbe.

Steigende Erhitzung der Blöcke 1, 3 und 4, nach einem Bericht vom TV-Sender NHK, es soll provisorisch weiter von außen mit Meerwasser gekühlt werden. Bei den drei Reaktoren stieg  erneut weißer Dampf auf. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der regulären Kühlung sind bislang kaum vorangekommen. Sogar der Kern von Reaktor 3 soll beschädigt sein.

Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA/Wien sind noch viele Vorarbeiten nötig, ehe Ingenieure die vermuteten Lecks in den Reaktoren 1, 2 und 3 untersuchen und eventuell abdichten können. Zunächst muß weiter gekühlt werden, um eine Umgebung zu schaffen, in der Menschen innerhalb des Reaktors arbeiten und den Schaden beurteilen können. „In dieser Phase sind wir noch lange nicht”, sagte einer der Experten. Er vermutet, dass Radioaktivität aus undichten Stellen in den Reaktorbehältern der Reaktoren 1, 2 und 3 austritt. Die Zusammensetzung der radioaktiven Isotope lasse darauf schließen, dass die Radioaktivität mit größter Wahrscheinlichkeit von den Reaktoren selbst stammt und nicht aus den Abklingbecken kommt, so ein Sprecher.

Radioaktivität in Fisch und Spinat nahe Fukushima
Tokio NHK - Bei  Fischproben und bei Spinat sind in der Nähe des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima erhöhte Wert radioaktiven Cäsiums gefunden worden. Sie waren fünf- bis sechsmal höher, als gesetzlich erlaubt, berichtet der Sender NHK. Im Juni soll damit begonnen werden, das belastete Abwasser im AKW Fukushima zu dekontaminieren.

Erstmals Strahlung in Deutschland gemessen +++

EVAKUIERUNGSRAUM UM DIE AKW-RUINE WURDE AUSGEWEITET
Zunächst wurden aus der 20-Kilometer-Zone um die Atomruine 150.000 Menschen evakuiert. Später kamen die Menschen aus den  Städten Namie; Katsurao und Iitate hinzu, das direkt in der radioaktiven Abgasfahne der havarierten Meiler lag. Auch die Städte Kawamata und das vom Tsunami nahezu vollständig zerstörte Minamisoma sind teilweise geräumt worden. Dass sind fast 300.000 Menschen die in absehbarer Zukunft kaum in ihre Heimat zurückkehren können. Wann die Region überhaupt wieder bewohnbar sein könnte, ist nicht abzusehen. Die Lage im AKW Fukushima ist bisher nicht unter Kontrolle.

Japans Premierminister Naoto Kan träumt von einer neuen umweltfreundliche Stadt zunächst für  100.000 Menschen mit dezentral erzeugtem Strom aus regenerativen Quellen, umweltfreundlichem Nahverkehr etc. wo die überzähligen 200.000 Menschen hin sollen ist dabei völlig unklar.

WANN KÖNNEN DIE EVAKUIERTEN ZURÜCK?
Auch 25 Jahre nach der radioaktiven Kontaminierung ist die Belastung der betroffenen Böden unverändert. Das Cäsium-137, das aus der Anlage Fukushima I freigesetzt wurde, hat eine Halbwertzeit von 30 Jahren und daher ist im Jahr 2036 nicht einmal die Hälfte seiner Strahlungsintensität verloren. Dieses Isotop, lagert sich im Muskelgewebe ein.  Es wandert nur langsam tiefer ins Erdreich, alle 25 Jahre etwa 15 Zentimeter. Wie in Tschernobyl werden die  stark belasteten Böden abgetragen und entsorgt werden müssen. Landwirtschaftliche Flächen werden nach einem speziellen Pflügverfahren bearbeitet, bei dem die obersten fünf Zentimeter Krume in eine Tiefe von 30 Zentimetern gepflügt werden. In diese Tiefe reichen die Wurzeln der meisten Nahrungspflanzen nicht. Auch das Düngen mit Kalium ist hilfreich. Um die radioaktive Belastung der Milch zu minimieren, werden Grassorten ausgesät, die kaum Cäsium aufnehmen. In der Ukraine wird den Kühen auch 25 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe noch Preußisch Blau zu gefüttert, das bindet das Cäsium im Kuhmagen, so dass es ausgeschieden werden kann.

WOHIN MIT DEM RADIOAKTIVEN MÜLL
Die radioaktiven Reaktorkerne sowie die 1.700 Tonnen radioaktiven Materials in den sog. Abklingbecken müssen über Jahre gekühlt werden. Das ist teuer und kostspielig: "Mit einem Abbau könnte frühestens  in 20 Jahren begonnen werden", so ein Karlsruher Strahlungsforscher. Solange kein geschlossener Kühlkreislauf eingeichtet werden kann wird weiter kontaminiertes Wasser in den Boden sickern oder ins Meer abfließen. Wo der kontaminierte Müll - dazu gehören die kompletten Gebäude, Maschinen und der Boden des Terrains - gelagert werden könnte, ist völlig offen. Sämtliche zum Einsatz kommenden Geräte, Roboter bzw. Maschinen werden zusätzlich kontaminiert und vermehren den strahlenden Müll. Ob vor Ort in Fukushima einer oder mehrere der Reaktorblöcke mit einem Beton-Sarkophag abgedeckt werden müssen, ist zur Zeit noch unklar. Wenn der Bau einer solchen Schutzhülle nötig wird, kann damit frühestens in einigen Monaten begonnen werden, Hitze und Strahlung sind zur Zeit dafür noch zu hoch.

HIBAKUSHA
Am 6. August fiel die Bombe auf Hiroshima, am 9. auf Nagasaki, am 15. hat Japan kapituliert, die Japaner lebten lange Zeit unter amerikanische Besatzung. Sie hatten nur von einer "Bombe neuen Typs" gehört, die im Umkreis von Kilometern alles zerstört. Aber was für eine Bombe das war wurde lange geheim gehalten. Es war  verboten, darüber zu sprechen. Die überlebenden der zwei Atombombenabwürfe in Japan wurden Hibakusha genannt.
Strahlen-Erkrankungen gelten in Japan vielfach bis heute als ansteckend, so wurden Hibakusha in der Nachkriegszeit, hauptsächlich aufgrund mangelnden Wissens über die tatsächlichen Spätfolgen radioaktiver Verstrahlung, gesellschaftlich diskriminiert. Hideto Sotobayashi lebt und arbeitet heute in Berlin er ist an einem 1. November 1929 im japanischen Nagasaki geboren und einer der Überlebenden von Hiroshima, Paul Tibbets, der die Bombe über Hiroshima abwarf, starb am 1. November 2007.

SOZIALE ÄCHTUNG DER OPFER IN JAPAN
Lange Zeit wurde das Thema in der japanischen Öffentlichkeit überhaupt nicht diskutiert, weil die verstrahlten Opfer geschwiegen haben. Sie hatten Angst weil, viele Japaner denken, wer einmal radioaktiv verstrahlt wurde, strahlt sozusagen weiter. Man glaubt, von denen geht eine Gefahr aus als seien sie ansteckend. Das war damals so und ist heute nach der Katastrophe von Fukushima wieder so. Herr Sotobayashi erzählt von einer jungen Frau, die aus der Zone um Fukushima stammt und mit einem Mann aus Tokio verlobt war. Die Eltern des Bräutigams hatten Angst vor missgebildeten Enkelkindern, sie verhinderten die Hochzeit.
Hideto Sotobayashi hat sich erst im hohen Alter dafür entschieden, sein Schweigen zu brechen. Sein erster Auftritt vor größerem Publikum hatte er am 1. November 2007.

Ab dem 25. April 2011 - ließ Japan in der Sperrzone Vieh töten
Tokio - In der Sperrzone um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima lassen die Behörden hungernde Kühe, Schweine und andere Tiere töten. Die Regierung begründete ihr Vorgehen mit dem Schutz der öffentlichen Gesundheit.


Weltweit höhere Strahlung
Greenpeace-Experte Christoph von Lieven sagte: 
«Wir sind uns nicht sicher, ob wir damit nicht noch Jahre zu tun haben. Und das ist ein weltweites Problem. Wir werden weltweit eine erhöhte Strahlenbelastung haben.»


Gedenken in Tschernobyl - Blick nach Fukushima
Am 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl haben Menschen in aller Welt den tausenden Opfern des Super-GAUs gedacht. Die Unglücke von Tschernobyl und im japanischen Fukushima zeigten, dass die Folgen solcher Katastrophen grenzenlos seien. Das sagte der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch in Sichtweite des von einem mächtigen Sarkophag überdeckten Reaktors.  Mindestens 10 000 Menschen starben laut Schätzungen an den Folgen der Katastrophe von Tschernobyl.

UNBELEHRBAR
Russland und die Ukraine  bekennen sich weiterhin zur Atomkraft.


Fukushima 16.04.11:

Das Umland für Jahrzehnte unbewohnbar
Hochstufung des Fukushima-Desasters auf Stufe 7 durch die japanische Atomaufsichtsbehörde
Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan befürchtet, dass die Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk in Fukushima für die nächsten zwanzig Jahre für Menschen unbewohnbar sein wird. Deshalb soll für die über 100.000 Evakuierten eine neue Stadt gebaut werden. Besonders Fischern und Landwirten wurde durch die radioaktive Verseuchung der Landschaft und des Meeres die Existenzgrundlage entzogen.
Auf Tepco können Regressforderungen von 2 Billionen Yen (ca 16,5 Milliarden Euro)  zukommen.
Die japanische Regierung hat den Betreiber Tepco angewiesen, eine Kompensationszahlung an betroffene Anwohner zu entrichten. Über 48.000 Familien aus der 30-Kilometer Zone rund um das AKW Fukushima sollen je eine Million Yen (umgerechnet 8300 Euro) erhalten.

Tepco zahlt jetzt jeder betroffenen Familie 8.000 Euro Entschädigung
Die Betreiberfirma des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima, Tepco, leistet erste Ent- schädigungszahlungen, die betroffenen sollten jedoch aufpassen, das sie mit der Unterschrift für den Zahlungsempfang nicht auf weitere Forderungen verzichten.

Kernschmelze hat stattgefunden
Wissenschaftler der AESJ sehen momentan eine ausreichende Kühlung in den Reaktorblöcken 1 bis 3 Es ist nicht auszuschließen, dass eine partielle Kernschmelze in allen benannten Reaktorblöcken statt gefunden habe, bislang gibt die japanische Regierung eine partielle Kernschmelze lediglich im Reaktorblock 2 zu. Eine Kernschmelze kann  den Druck- und den Sicherheitsbehälter durchdrungen haben, radioaktive Isotope treten ungehindert an die Umwelt.
Die Radioaktivität des Grundwassers am AKW ist stark gestiegen
Gegenüber der Vorwoche hat sich der Strahlungswert verzehnfacht. Die japanische Atomsicherheits- behörde hat Tepco angewiesen, das Grundwasser öfter zu überwachen. Statt einmal wöchentlich sollen jetzt drei Messungen pro Woche durchgeführt werden. Es wird vermutet, dass die Innenabdichtung der Kellerräume der Reaktoren durchlässig ist und so das kontaminiertes Wasser entweicht, das sich dort angesammelt hat. Experten halten die Evakuierungszone für nicht ausreichend, einige sprechen von einer Zone von mindestens 60 km um die Atomruine, da ein Eindämmen der stattfindenden Kernschmelzen nicht absehbar ist.

Basisinfo: Energieumwandlung im Kernkraftwerk


Aus WWW.Meta-Info.De:

SPIEGEL, ZEIT & Co. im Kampf gegen deutsche Strahlenhysterie
In nahezu taeglichem Einsatz bemuehen sich die großen deutschen Medien darum, den Deutschen die Angst vor Atomkraft und Strahlung zu nehmen. Die dabei zu beobachtenden argumentativen Verrenkungen sind dabei nicht selten abenteuerlich, wie etwa in der ZEIT, die in der Besorgnis ueber Strahlengefahren eine grassierende gesellschaftliche Altersschwaeche diagnostiziert. Der SPIEGEL verteilt, wie viele andere, Beruhingungspillen, bei denen man es mit der Realitaet und den bekannten Fakten nicht so genau nimmt.

Die ZEIT konstatiert in Deutschland verbreitet greisenhaftes Angsthasentum. Anders sei die Sorge um die Konsequenzen ausser Kontrolle geratener Technik kaum zu erklaeren. Frueher sei etwa die Freude am Aufheulen von Motoren selbstverstaendlicher gewesen.

Gleichzeitig wird die Frage gestellt, ob man sich eine solche risikoscheue Mentalitaet denn auch leisten koenne, und die Peitsche wird ausgepackt: wer nicht hoeren will, muss fuehlen.

Hierzu wird dann eine milliardenteure Rechnung aufgemacht, sollte der Buerger sich - atomkraftscheu - tatsaechlich auf regenerative Energien beschraenken wollen. Dies gehoert aktuell zu den beliebtesten Uebungen - nicht nur in der ZEIT. Auch Maybritt Illners TalkRunde hob die Kostenfrage im Kontext des Atomkraftausstiegs ganz nach oben auf die Tagesordnung.

"Wer soll das bezahlen?"
Gleichzeitig wird in den Medien inzwischen dafuer gesorgt, dass als "Experten" nur noch (angeblich) Fachkundige zu Wort kommen, die nicht als risikoscheu bekannt sind. Man hat gelernt, dass es auch atomkraftkritische Experten und Forscher zu Strahlungsrisiken gibt, denen man besser aus dem Weg geht. Deren Namen sind nun den Redaktionen bekannt und man laesst sie nun vorsichtshalber ungefragt.

Dies wurde etwa von der ZEIT demonstriert, wo man erklaerte fuer Aufklaerung der Leser zu sorgen, und hierfuer 5 Experten befragte, die allesamt die nukleare Energieerzeugung und ihre Konsequenzen fuer akzeptabel und tolerabel halten.

Gesellschaft zur Foerderung der Atomkraft in Japan liefert Legende zu Fukushima zur Verbreitung durch westliche Medien
In vergleichbarer Form lieferten japanische Nuklearexperten der Atomic Energy Society of Japan, einer Gruppe, die sich die Foerderung der Atomenergie zum Ziel gesetzt haben, eine Narrative zu den Ereignissen in den Reaktoren von Fukushima: alles sei in Wirklichkeit harmlos, man muesse sich keine Sorgen machen, es gebe dort weder Kernschmleze noch Kettenreaktionen und beides sei auch nicht mehr zu befuerchten. Die Kernbrennstoffe verhielten sich wie gekochtes Getreide und wuerden durch das injizierte Wasser kuehl gehalten.

Wer den Lauf der Ereignisse verfolgte, muss an solchen "Erkenntnissen" Zweifel haben. Wie diese "Experten" in der Lage sein koennen, einen Blick zu werden in die hochradioaktiven Reaktoren - nicht einmal die Gebaeude sind ohne sich in akute Lebensgefahr zu begeben, betretbar - wird nicht erklaert. Auch nicht, wie es zu einer Reihe von Indizien kam, die praktisch zwingend auf Vorgaenge der Kernschmelze sowie von Kettenreaktionen hinwiesen; so etwa das Auftreten diverser kurzlebiger Radionukleide oder von Neutronenstrahlen, die nur durch Kettenreaktionen ausgeloest werden.

Wenn es, wie behauptet, weder Kernschmelze noch Kettenreaktionen gibt, dann waere auch das aktuelle Vorgehen der Tepco, die Reaktorbehaelter mit Stickstoff zu fuellen, unnuetz und sinnlos: diese Massnahme soll freigesetzten Wasserstoff neutralisieren, der sich aufgrund von Vorgaengen der Kernschmelze und potenziell auftretender Kettenreaktionen, entwickeln kann. Auch der Einsatz von Borsaeure, wie er von der amerikanischen Nuklearkontrollbehoerde NRC dringend empfohlen und von Tepco praktiziert wurde, macht nur Sinn, wenn drohende Kettenreaktionen ein Problem darstellen.

Waehrend von den Medien kontinuierlich Beruhigungspillen an das Publikum verteilt werden, ist feststellbar, wie der Zugang zu Daten, die Hinweise geben auf radioaktive Belastung oder auch auf die Vorgaenge am Jraftwerk in Fukushime, mehr und mehr unzugaenglich gemacht. Nur durch gezielte Indiskretionen wurden Berichte etwa der BRC oder des Atomkonzerns Areva bekannt. Eingeschraenkt oder ganz eingestellt wird die Veroeffentlichung von Daten zu den radioaktiven Emissionen sowie zur Wetterentwicklung. Diese waren anfangs oeffentlich zugaenglich. Sobald die Werte jedoch beunruhigend ausfielen, setzte auch die Funktion der Messtationen bzw. die Veroeffentlichung ihrer Messwerte aus.

Auch gibt es keine unabhaengigen Messungen, sondern ausschliesslich durch den Betreiberkonzern, der davon ausgehen muss, dass belastende Werte auch zur Grundlage von Schadens- ersatzforderungen werden.

Unabhaengige Messungen werden auch von der Regierung oder internationalen Behoerden nicht gefordert.

Nur die Nachbarstaaten geben ihre Beunruhigung und Unzufriedenheit etwa mit der Einleitung von radioaktivem Wasser in den Pazifik zur Kenntnis.

Darueberhinaus besteht offensichtlich kein Interesse, Dinge, Vorgaenge, Gegebenheiten ueber den Super-GAU von Fukushima zu erfahren, die nicht vom verantwortlichen Betreiber Tepco selbst geliefert werden.

In der westlichen Oeffentlichkeit herrscht anscheinend die Sorge, man koennte ansonsten Dinge erfahren, die man nicht wirklich wissen moechte, wie sie etwa von Michio Kaku, Nuklear- wissenschaftler und Professor in New York, der noch unter Edward Teller, dem Erfinder der Wasserstoffbombe, in die Materie eingefuehrt wurde, und der Fukushima als "tickende Zeitbombe" bezeichnet.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,757414,00.html
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-04/atomausstieg-fragen-antworten
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-04/fukushima-datenlage
http://www.zeit.de/2011/16/kernenergie-sexualitaet-gesellschaft
http://www.n24.de/news/newsitem_6812614.html
http://www.democracynow.org/2011/4/13/expert_despite_japanese_govt_claims_of
www.meta-info.de?site=metainfo&lid=0 


Aus metainfo hh.de:

Radioaktiver Regen in den USA: Grenzwert 80-fach überschritten  
Die Kontamination aus dem japanischen Nuklearunfall breitet sich global aus. In Idaho in den USA wurde eine Belastung des Regens gemessen, die den Grenzwert der Regelbelastung um das 80- fache überschritt. New Yorker Restaurants gehen zum Teil dazu über, Pazifik-Fisch auf Radio- aktivität zu testen. Und es werden Stimmen laut, die fordern, auch einheimische Lebensmittel regelmässigen Kontrollen zu unterziehen. Gleichzeitig bemüht sich die Nuklearindustrie darum, die Berichterstattung in den Medien auf ein Minimum zu reduzieren und positiver einzufärben.
 
Fukushima: nuklearer Output übertrifft Thschernobyl-Super-GAU   
Mehr und mehr haben die westlichen Medien umgeschaltet auf einen Modus der Beruhigung und der Desinformation gegenüber ihrem Publikum sobald über die Vorgänge der japanischen Nuklear- Katastrophe berichtet wird: wesentliche Meldungen zur Bedrohung werden der Öffentlichkeit vorenthalten. Stattdessen werden inkonsistente Informationen und Nachrichten gestreut, um den Fokus von den wesentlichen Gegebenheiten abzulenken. Daß der Umfang der globalen Kontamination das Ausmaß der Tschernobyl-Katastrophe übertrifft, erschließt sich nur durch gründliche Recherche.
Alles lesen: http://news.web-hh.de/?site=metainfo&lid=33709

WELTWEITE AUSBREITUNG DER RADIOAKTIVEN WOLKEN

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FUKUSHIMA 6. APRIL
Das Leck an einem Schacht eines Turbinengebäudes fast abgedichtet
So lautet eine der wenigen fast Erfolgsmeldungen aus der Atomruine

52 Arbeiter haben rund 6000 Liter Flüssigglas in einem Nachteinsatz vom 5. zum 6.4. an 8 Stellen im Bereich des undichten Schachts eingegossen. Das stark verseuchte Wasser, das tagelang aus dem Riss ins Meer gesprudelt  war, stammt nach Schätzung von Tepco aus Reaktor 2. Dort fand an den Brennstäben eine vorübergehende Kernschmelze statt.  Durch Notkühlung anfangs mit Meerwasser jetzt wohl mit Süßwasser sammelt sich das Wasser in dem Turbinengebäude von Reaktor 2 sowie in angeschlossenen Untergrundschächten, die bis in die Nähe des Meerufers reichen.
Teile der Atomanlage stehen noch unter viel Wasser, das zur Kühlung in die Gebäude gespritzt worden war. Um Platz für hochgradig verseuchtes Wasser zu schaffen, leitet Tepco seit
Montag 11.500 Tonnen angeblich, "schwach verstrahltes Wasser" ins Meer. Behördenangaben zufolge befinden sich mindestens 60.000 Tonnen (= 60.000.000 Liter) verseuchtes Wasser in Kellern, Versorgungstunneln, Kabelschächten und Kühlkanälen. Ein noch umzubauendes Anglerfloß soll 10.000.000 Liter (= 10.000 Tonnen) stark verseuchtes Wasser aufnehmen und in einigen Tagen zur Atomruine geschleppt werden.
Die in Klammern gesetzten Umrechnungen, sind vom Webmaster ali und zeigen deutlich wie mit billigen Tricks die Welt- Offenlichkeit über die Hilflosigkeit der Verantwortlichen in Japan getäuscht werden soll. Die Zahlen werden von unserer Presse in dieser Form übernommen.

Messungen im Meer vor Reaktor 2 ergaben eine 7,5 Millionen-fache höhere radioaktive Jodbelastung über den zulässigen Grenzwert.

Es existiert keine Idee:
1. was mit dem Wasser im Floß geschehen soll und
2. Was soll mit den Verbleibenden 50.000.000 Litern im AKW passieren?
Japan hat wie Deutschland und alle anderen Länder der Welt kein Endlager. Es existiert nirgends ein Lager für diese Mengen verstrahltes Wasser.
Die Kernschmelze wird auch jetzt nur verhindert, dadurch das stündlich mit Tonnen von Wasser gekühlt wird, wodurch täglich enorme Wassermengen der Verstrahlung anheim fallen,
wohin damit?

In diesem Zusammenhang möchte ich  daran erinnern, das in unserem kleinen Ländle Umweltschutz AKW -Sicherheit usw. Länderangelegenheiten sind. Vor nicht all zu langer Zeit haben diese Politklowns mal Richtwerte für die zulässige Einleitung von Schadstoffen in "ihre Flüsse" beschlossen. Die betroffenen Firmen  haben die Grenzwerte dann tatsächlich eingehalten. Die Meßwerte an den Einleitungsstellen überschritten die Zulässigen- ppm- Werte nicht. Umweltschützer konnten dann über den sprunghaft gestiegenen Wasserverbrauch der Werke errechnen das die "Schlauberger" ihre Giftbrühe einfach mit Trinkwasser verdünnten. Denken wir auch an die unsägliche Methode sog. "Dünnsäure" in der Nordsee zu verklappen!

Die Strahlung im Ozean 
Bei einer Untersuchung war am vergangenen Samstag dem 02.04.11. eine Konzentration
von Jod-131 gemessen worden, die um das 7,5 Millionenfache über dem gesetzlichen Grenzwert lag. Die gesamte Flora und Fauna im Meer wird diese Partikel aufnehmen. Durch die Nahrungskette kommen die Partikel dann vielfach konzentriert bei den Speisefischen an, dann als Fisch frisch auf dem Tisch, letztlich bei den Menschen.


Heilung_f_chin__Okonomie

Jaymee_NG

Derweil auf nhk.world :


Da fabulieren so nette Freaks, wie der beschlipste Anzugträger und die niedliche Jaymee über die heilenden Auswirkungen der japanischen Katastrophe für die chinesische Ökonomie: HIER





Aus metainfo-hh:
Fukushima: nuklearer Output übertrifft Thschernobyl-Super-GAU
Während sich der Kraftwerksbetreiber Tepco zusammen mit der japanischen Regierung bemüht, sämtliche Informationen inkonsistent und in beschwichtigender Form zu präsentieren und der Öffentlichkeit wesentliche Informationen, wie etwa die Infrarot-Aufnahmen, die während eines Hubschrauberüberflugs von den Reaktoren gemacht wurden, geheim zu halten, verbleiben nur noch wenige ungetrübte Quellen der Information.
Wer hier recherchiert, wird bedenklich, ob es ratsam ist, diese verbliebenen Quellen offen zu legen und damit den Aufsichtsbehörden und Medien Hinweise zu geben auf Informations-Lecks, die sie noch nicht unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Zum Umfang der tatsächlichen Kontamination durch die japanische Nuklearkatastrophe wurde die Auswertung der Daten eines Messnetzes bekannt, das zum Zweck der Überwachung entsprechender Kontaminationen nach der Installation des Atomwaffenteststop-Abkommen im Pazifik eingerichtet worden war.
Ausser Messstationen in Japan gehören hierzu unter anderem Messpunkte in Alaska, Kalifornien und anderen Orten im Pazifikraum.
Berechnungen der hier gemessenen Kontaminationswerte, abgeglichen mit meteorologischen Vorgängen und Daten, ergeben Rückschlüsse auf den Gesamtausstoß der in Fukushima freigesetzten Radionukleide. Ausgewertet wurden dabei durch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien unter anderem die Messdaten einer japanischen Station sowie von Stationen in Kalifornien und Alaska.

Festgestellt wurden anhand dieser Berechnungen dabei tägliche Mengen des Radioisotops Jod 131 von 130.000 Billionen Bequerel sowie von 5.000 Billionen Bequerel Cäsium 137. Der Umfang des Cäsium-Ausstoßes war allerdings am dritten Tag, als er über Japan gemessen werden konnte, sehr viel höher und konnte dort kalkuliert werden mit etwa 40.000 Billionen Bequerel.
Bei der Tschernobyl-Katastrophe betrug der Gesamtausstoß etwa 1.700.000 Billionen Bequerel Jod 131 und 85.000 Bequerel Caesium 137. Dieser Ausstoß verteilte sich über 10 Tage des Reaktorbrandes.

Da seit dem Beginn der Katastrophe keine vorteilhafte Entwicklung festzustellen ist, die für eine Reduzierung des Ausstoßes von Radioaktivität sorgte, sondern im Gegenteil zusätzliche Belastungen infolge der Explosionen der Reaktorgebäude, Brand im Brenstofflagerbecken im Reaktor 4 usw. zu verzeichnen waren, können die aus der ersten Woche berechneten Werte als vergleichsweise günstig angesetzt betrachtet werden, während die tatsächliche Belastung wahrscheinlich darüber liegt. Auch wird von den Messensoren die Jod-Belastung nur zum Teil registriert.
Eine Hochrechnung der nach den vorliegenden Messungen und Berechnungen resultierenden Werte kommt damit zu dem Ergebnis, dass der bisherige Ausstoß an Spaltmaterial in Fukushima annähernd das Doppelte der entsprechenden Mengen des Reaktorunglücks von Tschernobyl erreicht, während ein Ende der Freisetzungen noch nicht absehbar ist.

http://news.web-hh.de/?site=metainfo&lid=33705
http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=1&artikel=ZAMG_2011-04-03GMT10:11 
 

03.04.11 FUKUSHIMA
Der Wind dreht sich und treibt radioaktive Partikel nach Tokio
In den nächsten Tagen werden radioaktive Partikel aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima nach Tokio wehen. Wetterdienste rechnen damit, dass Partikel bis Mittwoch die Millionen- metropole erreichen. Sollte es zu Niederschlägen kommen werden die Partikel aus der Luft sozusagen ausgewaschen und regnen als sog. Fallout auf Felder, Wiesen, Gebäude und alle Menschen im freien.
In Japan wird erst jetzt von Regierung und dem Energiekonzern Tepco die Radioaktivität in der Luft innerhalb der 20-Kilometer-Zone um das Kraftwerk Fukushima 1 gemessen. Momentane Messwerte ergaben 50 Mikrosievert pro Stunde.
Tepco-Pressesprecher Yoshimi Hitosugi in der ARD: "Für Notfälle wie gestörte Stromverbindungen oder Tsunami-Schäden sei zuvor trainiert worden".

Nachrichtenagentur Kyodo:
Versuche, Risse in einer Reaktorwand des havarierten Atomkraftwerks mit wasserabweisendem Kunststoff zu versiegeln, scheiterten. Nach dem Einfüllen von Polymerpulver ist weiter radioaktives Wasser aus einem 20 Zentimeter langen Spalt gesickert.
Betreiber Tepco bestätigte, Wasser mit einer Strahlung von mehr als 1000 Millisievert pro Stunde ist ins Meer geflossen. Radioaktives Jod-131 mit einer Strahlung doppelt so hoch wie der zulässige Grenzwert wurde 40 Kilometer vom AKW entfernt im Meer nachgewiesen.
a_Atomtod_20_Proz_1
Der leise Atomtod geht um
Greenpeace-Experte Wolfgang Sadik bezeichnet die gemessene Strahlung von mehr als 1000 Millisievert pro Stunde als "lebensbedrohlich".

Jiji Press Japan:
Japanische Fischer sind entsetzt und wütend auf die Regierung und TEPCO wegen der hochgradigen Radioaktivität im Meerwasser nach der Katastrophe von Fukushima.
"Was soll nur aus unserem Leben nun werden", zitierte Jiji Press einen Fischer aus der angrenzenden Katastrophenprovinz Ibaraki. "Wenn die Leute auch nur 'Fisch aus Ibaraki' hören, werde ich ihn nicht verkaufen können."

Kommentar von T. Lehmann: "die bisher größten AKW-Desaster entstanden bei sog. Sicherheitstests", das ist genau das, was die wie du ali sagst, die 'Tigerentenbande' o. s. ä. in Tateinheit mit den DE-AKW-Betreibern demnächst der deutschen Bevölkerung als "Beruhigungspille" andienen wird!


Wie Nuklearindustrie, Bundesregierung und Medien die Anti-AKW-Bewegung aushebeln 
Viele Anti-Atomkraftbewegte glauben heute, dass an einem Aus für die deutschen Atommeiler kein Weg mehr vorbei führt. Sie werden spätestens zum Beginn des Sommerurlaubs erfahren, dass diese Hoffnung vergeblich war. Die Rezepte gegen den Atomausstieg werden längst aus der Schublade geholt und nun von den Energiekonzernen, der Bundesregierung und insbesondere durch die großen Medien zum Einsatz gebracht....weiterlesen: 
http://news.web-hh.de/?site=metainfo&lid=33704

N24 alle AKW-Videos:
http://mediencenter.n24.de/?deepLink=screen/listScreen/search/Fukushima

Zu Fukushima - 02.04.11 1646 aus:
globalisierungskritische Nachrichten WWW.Meta-Info.De
Bereits von uns vor einer Woche berichtet haben sich die Hinweise verdichtet, dass es in den Reaktoren nicht nur zu einer partiellen oder vollständigen Kernschmelze kam sondern darüberhinaus zur Rekritikalität. Die westlichen Medien verhalten sich gegenüber der neuen Eskalation fast durchweg schweigsam..........Nachdem zum Begriff der "Kritikalität" und den Vorgängen der nuklearen Kettenreaktion offenbar verbreitet Unwissenheit besteht, die folgenden Hinweise: Kritikalität bedeutet das Vorhandensein einer kritischen Masse an Spaltmaterial, also etwa von angereichertem Uran oder Plutonium. so dass eine Kettenreaktion beginnen kann und aufrechterhalten wird. Ein großer Teil der durch die Spaltvorgänge freigesetzten Neutronen trifft dabei auf andere Atomkerne und bewirkt wiederum deren Spaltung. Im Fall einer Atombombe bedeutet das Erreichen dieser Kritikalität den Moment ihrer Zündung und den Beginn der Explosion.....weiterlesen:
www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33703 


20. 03. 11
Nach 2 Wochen 1. Verlautbarung von AKW- Fukushima- Betreiber Tepco
Eine Entschuldigung an die japanische Bevölkerung.

Bei Regierung und Tepco Ratlosigkeit
Keinerlei Fortschritte im Kampf gegen den Supergau: “Der kampf gegen die Kernschmelze kann noch Monate dauern...


EUROPA
GEENPEACE & FOODWATCH INFORMIEREN (Links dazu weiter unten)
Alis kurz Kommentar:
EU-setzt Nukleare Notfallverordnung durch Eilverordnung in Kraft
Dadurch sind die Grenzwerte für die Belastung von Milchprodukten quasi verdreifacht worden. Von bisher 370 auf 1000 Bequerel pro Liter. Für bestimmte Produkte wurde ein Grenzwert von 12.500 Bequerel per Kilogramm zugelassen - das 20-fache des bisherigen Limits. Die Lebens- mittelindustrie, die bei der Verarbeitung von Milchprodukten keine Angaben ueber die Herkunft ihrer Inhalte machen muss, wird die Gelegenheit nutzten, auf radioaktiv verseuchte Produkte zu niedrigst Preisen zuzugreifen. Nicht nur aus Japan sondern auch aus anderen radioaktiv verseuchten Regionen wie Tschernobyl können nun Agrarprodukte in die EU exportiert werden.
Das Ministerium für Verbraucherschutz unter Ilse Aigner erklärt, diese Grenzwerte seien bereits vor 25 Jahren, nach der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl, für den Notfall beschlossen worden.
Lt. SPIEGEL ist  die Erhöhung der Grenzwerte "im Rahmen neuer Sicherheitsmassnahmen erfolgt".
Immerhin zitiert der Spiegel den Foodwatch-Sprecher Thilo Bode, der einen Import-Stopp fordert.

Warum nun ein Notfall eingetreten sein soll? Von Aigner keine weiteren Auskünfte!
---Verstehe schon, nach Aigner & diesem gesamten Tigerentenclub sind Verbraucher vor allem die Nahrungsmittelindustriellen, die verseuchte Waren billig importieren und zur Produktion ver- strahlter Lebensmittel verbrauchen.--- 
Greenpeace: HIER
http://foodwatch.de/kampagnen__themen/radioaktivitaet/lebensmittel_importe/index_ger.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,753970,00.html

25.03.11- Betreiber Tepco & japan. Regierungsverantwortliche geben nur Infos die sie nicht mehr verharmlosen können preis! 
Neu an den Infos ist, es wird zugegeben das in Block 3 durch Salzverkrustungen* und die damit einhergehenden Temperaturerhöhungen, ein “SCHLEICHENDER SUPERGAU” eingetreten sein könnte. Im Block 3 wird mit MOX- Brennstäben gearbeitet, d. h. die enthalten Plutonium, auch im Abklingbecken liegen diese Art Brennstäbe. Die Arbeiter im AKW sind extrem hohen radioaktiven Strahlungen ausgesetzt. Bisher sind 17 Arbeiter durch erhöhte Strahlenbelastung schwer geschädigt. Zwei Arbeiter mussten mit schweren wahrscheinlich durch Gammastrahlung ver- ausachten Verbrennungen an den Füßen ins Krankenhaus geschafft werden. Das bedeutet im schlimmsten Fall Amputation. *siehe Webmaster Kommentar weiter unten!

Radioaktive Pfützen
Im AKW Fukushima wurden an vier Reaktorblöcken Pfützen von radioaktiv belastetem Wasser entdeckt. Im Wasser des Reaktorblocks 1 in Fukushima ist 10 000-fach erhöhte Strahlung gemessen worden. Am Donnerstag war bereits an Reaktor 3 im AKW Fukushima im Wasser eine Radioaktivität festgestellt worden, die 10.000 Mal so hoch war wie üblich. Die Japanische Atombehörde erwägt eine  Heraufstufen des Unfalls von Stufe 5 auf 6. Die Behörde fordert zugleich vom AKW-Betreiber Tepco, die Sicherheitsbedingungen für die in der Anlage arbeitenden Arbeiter und Techniker zu verbessern.

Greenpeace: Schlimmstmöglicher Unfall
Greenpeace fordert die sofortige Einstufung des Reaktorunfalls in die höchste internationale Alarmkategorie 7. Wegen der großen Menge freiwerdender Radioaktivität müsse die Internationale Atomenergiebehörde IAEA das Unglück nun als schlimmstmögliches Szenario der Stufe sieben auf ihrer Störfallskala werten, so Greenpeace.

In AKW's wie Fukushima entstehen 3 Arten von Strahlungen
1. Alphastrahlung: "Ein etwas kräftigeres Blatt Papier oder einige Zentimeter Luft reichen somit im allgemeinen schon aus, um Alphateilchen vollständig abzuschirmen"
( http://de.wikipedia.org/wiki/Alphastrahlung).
2. Betastrahlung: "Betastrahlen lassen sich mit einem einige Millimeter dicken Absorber (beispielsweise Aluminiumblech) gut abschirmen. Allerdings wird dabei ein Teil der Energie der Betateilchen in Röntgen-Bremsstrahlung umgewandelt. Um diesen Prozess zu verringern, sollte das Abschirmmaterial möglichst leichte Atome aufweisen, also von geringer Ordnungszahl sein. Dahinter kann dann ein Schwermetall als zweiter Absorber dienen, der die Bremsstrahlung abschirmt" (http://de.wikipedia.org/wiki/Betastrahlung).
3. Gammastrahlung: "Zur Abschirmung der − im Vergleich zu geladenen Teilchen besonders durchdringenden – Gammastrahlung werden deutlich dickere Materieschichten benötigt als für Alpha- oder Betastrahlung. Je größer die Ordnungszahl eines Materials ist, desto größer ist seine Abschirmwirkung. Deshalb verwendet man zum Schutz beispielsweise Bleiplatten...Biologische Wirkung: Wird Gammastrahlung in menschlichem, tierischem oder pflanzlichem Gewebe absorbiert, wird ihre Energie in Ionisations- und anderen Vorgängen wirksam. Dabei treten im Gewebe Sekundärstrahlungen wie freigesetzte Elektronen und Röntgenstrahlung auf. Insgesamt ergeben sich – für den Organismus meist schädliche – Wirkungen durch das Aufbrechen chemischer Bindungen" (http://de.wikipedia.org/wiki/Gammastrahlung).

Gammastrahlung durchdringt alles
Man sich nur schwer abschirmen, da diese Strahlung nicht aus Teilchen besteht, sondern aus extrem kurzwelligem Licht, das besser als Röntgenstrahlen die Materie durchdringt. Es gibt keinen Stoff, der vollständig vor Gammastrahlung schützt. Schutzkleidung und Atemmasken können vor der Gammastrahlung nicht schützen, Viele der Arbeiter von Fukushima sind einem frühen Tode geweiht. Die im AKW eingesetzten Arbeiter haben keine ausreichende Ausbildung, die sie befähigen könnte effektiv an der Schadenbehebung vor Ort tätig zu werden. Von alldem was ein interessierter Mensch hier gelesen hat dürften die Arbeiter kaum etwas wissen, niemand von den Telco-Profiteuren wird sie aufgeklärt haben.

24.03.11- FUKUSHIMA IMMER NOCH VOR DEM DROHENDEN SUPERGAU

Der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, Sebastian Pflugbeil, über die Situation im AKW Fukushima zu n-tv  "Wir haben dort jetzt schon Tschernobyl-Verhältnisse"
Die Messergebnisse der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in der Umgebung von Fukushima belegen das die Strahlenbelastungen dort vergleichbar sind, mit den Belastungen nach dem Unglück von Tschernobyl. Der ehemalige Reaktorsicherheitschef des US-Konzerns General Electric machte auf   Risiken durch die Kühlung der Anlagen mit Meerwasser aufmerksam. In den Reaktoren bilden sich um  die Brennstäbe Salzkrusten die damit die weitere Meerwasserkühlung blockieren können. So Richard Lahey zur "New York Times". General Electric hat das grundlegende Design der Siedewasserreaktoren die in Fukushima stehen entwickelt. Lahey schätzt, dass sich im Reaktorblock 1 etwa 26 Tonnen Salz angesammelt haben könnten, in den größeren Blöcken 2 und 3 sogar jeweils 45 Tonnen. Ein Teil des Salzes könnte sich am Boden der Reaktoren abgelagert haben. Bei der Verdampfung des Meerwassers ist aber wahrscheinlicher, dass sich das Salz vor allem an den Brennstäben ablagere. (so in der NYT)

********************************************************Webmaster Kommentar:
Wenn der Mann recht hat, ist dadurch zu erklären, wodurch die weißen- und schwarzen Rauchwolken erzeugt werden, die immer wieder aus den notdürftig mit Meerwasser gekühlten Reaktoren aufsteigen.
Weißer Rauch,- Meerwasser verdampft, Folge die Temperaturen steigen wegen der sich bildenden  Salzkrusten, bis das Salz und Teile der Brennstäbe sodann verdampfen ~ schwarzer Rauch.
Die Radioaktivität in der Umgebung steigt rapide an. Der Zyklus beginnt erneut, das eingespritzte Wasser erreicht wieder die freigebrannten Stäbe und kühlt, die Krusten bilden sich erneut and so on.....

So konnten die Betreiber und Herr Nishiyama von der Atomsicherheitsbehörde wiederholt erklären  die Lage habe sich stabilisiert. Im Block XY sei die Temperatur wieder deutlich gesunken, nachdem sie zeitweise sehr hoch angestiegen war. Allerdings stieg dann in dem Reaktor XY der Druck. Deswegen konnte dann jeweils weniger Meerwasser  zur Kühlung von außen eingeleitet werden...
Tatsächlich hat sich die Situation deutlich verschärft, die die Kühlpumpen konnten nicht wieder in Betrieb genommen werden, die Radioaktivität steigt...

*********************************************************Kommentar Ende

In Block 5 Probleme, dort ist nun das Pumpsystem des Reaktors nach Angaben der NISA defekt, es müsse mit steigenden Temperaturen im Reaktor als auch im Abklingbecken gerechnet werden.
In der Nähe der Abflussrohre der Blöcke 1 bis 4 ist die bisher höchste Belastung gemessen worden
 
Tokiyo
In den Geschäften ist abgefülltes Wasser kaum noch zu kaufen - obwohl die Trinkwasser-Warnung aufgehoben wurde. Die Bevölkerung hat zu den amtlichen Verlautbarungen kein Vertrauen mehr.
Die Stadtverwaltung begann, 240.000 Flaschen Wasser an Familien mit Kleinkindern zu verteilen.
Die japanische Regierung erwägt, Flaschenwasser zu importieren.
In Wasserwerken außerhalb von Tokio wurde eine erhöhte radioaktive Belastung festgestellt.
Babys sollten das Wasser dort nicht trinken.

Messdaten Tokiyo - 23.03.11 Ortszeit:
a_Offizielle_Daten_Radioaktivitat_Tokiyo
http://mextrad.blob.core.windows.net/page/13_Tokyo_en.html

Messdaten 20.03.11 Fukushima und Umgebung pdf:
http://www.mext.go.jp/component/english/__icsFiles/afieldfile/2011/03/20/1303972_2019.pdf

http://www2.u-tokyo.ac.jp/erc/index_e.html
http://www.meti.go.jp/english/index.html
Prime Minister Naoto Kan's blog:
http://www.kantei.go.jp/foreign/index-e.html

Japanische Internetnachrichten auf HP's in englisch: Nach heraufsetzen der Grenzwerte für mit radioaktivem Jod kontaminiertem Leitungswassers ist es wieder auch für Säuglinge geignet?
Der festgelegte Grenzwert ist jetzt 100 Becquerel pro Liter?


Was bisher bis zum 22.03.11.  bekannt wurde
Sicherheitsmängel an den AKW's des Betreibers Tepco waren schon länger bekannt.
Jetzt berichteten jap. Zeitungen, das Tepco Obdachlose für Arbeiten an radioaktiv belasteten Anlageteilen anheuerte. Firmenslogan: "Wegwerfarbeiter". Jahrelang wurden Inspektionsprotokolle gefälscht. Anzunehmen ist, die staatlichen Inspektoren wurden mit hohen Yen Zuwendungen ruhig gestellt! Durch das Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami war die Netzstromversorgung
für das gesamte Kühlsystem der Reaktorblöcke ausgefallen. Die Notstromagregate waren lange nicht getestet, auch die versagten total.
Die Reaktorenüberhitzten sich
Mehrere Explosionen sprengten Dächer und Seitenwände der AKW-Blöcke. Aktuelle Bilder zeigen nur noch übriggebliebene Ruinen. Die enorme Hitzeentwickling in den beschädigten Reaktorblöcken versuchten zunächst Armeehubschrauber durch Abwurf von Tonnenweise-Meerwasser zu kühlen. Durch die aus Sicherheitsgründen eingehaltene Höhe bei den Abwürfen war der Erfolg sehr begrenzt. Die Ersatzweise herangezogenen Polizeiwasserwerfer hatten nicht die benötigte Reichweite um wirksam Kühlung zu bringen. Wiederholt kam es zur Bildung von mit radioktiven Substanzen belasteten Rauch- und Dampfwolken über Fukushima. Wie jetzt bekannt wurde sind die Besatzungen Spezialwasserwerfer aus Tokiyo unter Strafandrohung zum Einsatz in Fukushima bewegt worden.
Bis zum 20. März waren mehr als 1260 Tonnen Meerwasser allein auf Reaktor 3 gesprüht worden.
Das radioaktiv kontaminierte Wasser sickert teils zum Grundwasser durch, die größte Menge findet jedoch den Weg zurück ins Meer. Da beißt sich die Katze in den Schwanz, das nun radioaktiv verseuchte Meerwasser wird zur Kühlung wiederum auf die Reaktoren gespritzt...Die Umgebung von Fukushima ist so hoch verstrahlt das Pflanzliche und tierische Produkte nicht mehr zum Verzehr geeignet sind.
Rauch_u_F22. März
Erneut Rauch- und Dampfwolken über Fukushima
Der Temperaturanstieg in Block 1 um den Kern des Reaktors stellt nach Ansicht des Betreibers einen Grund zur Besorgnis dar. Die Blöcke 1, 2 und 3 müssten zudem durch zusätzliche Wasserzufuhr weiter gekühlt werden. Lt. Nachrichtenagentur Kyodo sprüht jetzt eine Betonpumpe aus Deutschland  Wasser auf Reaktor 4. Ähnliche Modelle waren bereits beim Atomunglück in Tschernobyl in der Ukraine 1986 eingesetzt worden. Durch einen 50 Meter langen Arm, kann flüssiger Beton oder Wasser gespritzt werden.

Alle Arbeiten im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 vermögen offenbar nur die bedrohliche Kern- schmelze hinauszuzögern – aber nicht, sie zu verhindern. Tonnenweise Wasser vermögen nicht, die Hitzeentwicklung zu stoppen, immer wieder quellen Dampf und Rauch aus den Reaktor-Ruinen.
Langsam wird die Einschätzung der Regierung kritischer, die Lage sei "äußerst angespannt". Kabelverlege-Trupps haben provisorische Starkstromleitungen zu den Reaktoren verlegt.  Der angedachte Zweck der Leitungsverlegung, die Wiederinbetriebnahme der Kühlwasserpumpen ist jedoch bisher nicht gelungen. Inzwischen regnet es, und der Wind dreht Richtung Tokiyo.

Den Artikel: “In eigener Sache & zum Thema AKW - Sicherheit”
hier weiter unten zu lesen,  habe ich auch auf der attac-d-Mailingliste veröffentlicht darauf schrieb ein Listenmitglied: “Alle die von Technik etwas verstehen sehen die Probleme genau so, die> nichts davon verstehen denen kann man erzählen was man will. Ich denke da ist der Hund begraben.......” Dazu fiel mir folgendes ein:
hi xxxxxxx,
ich gebe dir völlig Recht, das die große Mehrheit davon nichts versteht oder verstehen will.
Die bedauerliche Tatsache ist jedoch, das in den Bundesländern die Umweltministerien als Aufsichtsbehörde* anscheinend auch von Ahnungslosen besetzt sind.

*Die erteilen die Genehmigung für die Inbetriebnahme der AKW's, es ist Ländersache. Anscheinend hat sich das bis zur schwarz/gelben Bundesregierung herumgesprochen, denn plötzlich haben sie zumindest die Absicht, die Sicherheitsvorschriften so weit anzuheben, das eine Nachrüstung der bestehenden und ein Neubau so teuer werden das mit dieser Technik kein Profit mehr zu machen ist. Bleibt zu hoffen das der Tigerentenclub nicht vor der Atomlobby einknickt, oder das, das wiederum ein weiterer Wahlkampftrick ist!

Ich habe festgestellt das auf n-tv; N24 & http://www3.nhk.or.jp/nhkworld/ (englisch) selten Zahlenangaben, wie Folgende erscheinen: "in Block4 lagern "160 Tonnen Abgebrannte Brennstäbe" - das sind die Dinger die aus angereichertem Uran zur Wärmeerzeugung duch die sog. kontrollierte Kernspaltung vernutzt werden. Bei diesem Vorgang bildet sich automatisch Plutonium.
Nur einmal war gestern auf NHK- Sat.-Astra von 6 Tonnen Plutonium** als Anteil von den in im sog. Abklingbecken lagernden Abgebrannten Brennstäben die Rede. Auf NHK- internet, NHK-Sat fehlte bei Wiederholungen diese Info. Auf n-tv; N24; und anderen Tv-Stationen in Deutsch tauchte diese Info überhaupt nicht auf. (Eventuell ist mir ja auch, infolge meines Mangelhaften Englisch ein Fehler unterlaufen?)

Bei Han-Meitner oder ä. Instituten ist, wenn es gelingt durchzukommen, keiner bereit mit einem NIEMAND zu sprechen! Irgend eine Tusse faselt was von die Experten sind mit Tel.-Anfragen völlig überlastet..blah...

Noch dies - USA: Forschern zufolge bewegen sich radioaktive Teilchen auf Nordamerika zu, das kam auch nur einmal auf einer Tickerleiste. 

Mir ist klar das die japanischen Kollegen, der Starkstromverlege-Trupps bie zum Umfallen an der Herstellung von provisorischen Kabelverbindungen, für die Wiederinbetriebnahme der Kühlpumpen arbeiten. Die 50 im Werk selbst weiterarbeitenden werden allgemein als Helden bezeichnet- ich nenne sie Kamikaze-Trupp- überlebenschance gleich null! Das wissen anscheinen auch die Betreiber, das in wenigen Stunden die ersten davon zunächst mit Austritt von Blut an den Schleimhäuten zusammenbrechen werden. Sie haben vorsorglich 20 weitere Todeskandidaten rekrutieren können.
Auf diesen Männern ruht die letzte verbliebene Hoffnung nicht nur für Japan sondern für die gesamte Welt, einen Supergau noch abzuwenden.

**Zur Toxizität von Plutonium:http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium#Toxizit.C3.A4t 
Zusammenfassung der Info's von gestern auf:
http://www.alfredmente.de/AKW-INFO/akw-info.html 

Heute hat sich wenig geändert: 10.19 Uhr
+++ Atombehörde stuft Schwere des Unfalls herauf +++
Die Lage im japanischen Kernkraftwerk Fukushima bleibt besorgniserregend, die drohende Kernschmelze ist längst nicht gebannt. Fieberhaft versuchen Techniker und Feuerwehr, die heißen Reaktoren mit Wasser zu kühlen. Auch an der Stromversorgung wird hektisch gearbeitet.

Armee trifft Reaktoren mit Wasser
Fukushima-Unfall jetzt Stufe 5
Die japanische Atomsicherheitsbehörde stuft die Schwere des AKW- Unfalls in Fukushima herauf. Dieser habe nun die dritthöchste Stufe 5. Auf zwei Wegen wollen die Techniker unterdessen wieder Herr über die beschädigten Reaktoren werden. Einerseits soll das Kühlsystem wieder laufenandererseits werden die Reaktoren mit Wasser beschossen. Offenbar mit etwas Erfolg. http://www.n-tv.de/

An die erste Stelle bei ntv ist der Bürgerkrieg in Lybien gerückt:
Angriff auf Libyen binnen Stunden
(USA England Frankreich bereiten Bombenangriffe vor)
sinnige Grüßeali


17.März - Aus Japan direkt von--> http://www3.nhk.or.jp/nhkworld/  (englisch)
in freier Übersetzung -vom ali:


Kühlwasser auf  Reaktor Nr.3
3 -CH-47 Hubschrauber der Self-Defense Forces hatten am
17. 03 früh begonnen Seewasser auf Reaktorgebäude 3  im Kernkraftwerk Fukushima abzuwerfen, in dem Bemühen, die abgebrannten Brennelemente im Speicherpool zu kühlen. Etwa gegen 10.15 Uhr wurde die erste Wasser-Drop Operation abgebrochen. Mannschaften und Gerät waren verstrahlt.
Die Mission war Teil der Bemühungen um die Speicher-Pools an der Nummer drei und vier der Reaktoren zu kühlen.
Die Kühlsysteme an beiden Reaktoren sind nicht funktionsfähig, es wird befürchtet, dass die Brennstäbe  schmelzen könnten und damit die Freisetzung von Mengen radioaktiver Stoffe nach außerhalb des Gebäudes einsetzt. (Anmerkung ali- in einem der sog. Abklingbecken lagern 6 Tonnen Plutonium, dieses entsteht automatisch beim Verbrauch der Uranbrennstäbe (Die bestehen aus angereichertem Uran).)

Wasser war aus dem Reaktor Speicher-Pool durch entstehende Hitze verdampft. Die Behörden haben bestätigt, dass die Temperaturen im Reaktor Nummer Vier Storage (Speicher)-Pool steigen.

Alternativ zu den Kühlversuchen mittels Lasthubschraubern hat das Tokyo Metropolitan Police Department riot-Kader Lkw mit Wasserwerfern ausgestattet geschickt. Die Lastwagen wurden ursprünglich in Marsch gesetzt, um den Reaktor 4 zu begießen, aber sie begannen gegen Mittag statt dessen, Wasser auf Reaktor 3 zu  sprühen. Die Arbeiter wurden mit Schutzmittel der SDF ausgeüstet (Strahlenschutzanzüge?). Sie werden aus sicherer Entfernung als die Hubschrauber Wasser auf den Reaktor 4 spritzen, die Behörden wollen  die Strahlungsaufnahme der Mannschaften überwachen.

Die Kühlversuche bei Reaktor 4 werden ebenfalls vom Boden aus durchgeführt werden, nachdem die Behörden entschieden, dass es effizienter ist Spritzwasser durch Lücken in der Wand des Reaktorgebäudes einzuführen.
30.000 Menschen aus der 20 km-Zone um Fukushima auf der Flucht vor der Strahlung
In der 20 bis 30 Kilometer-Zone, werden die Menschen gedrängt, zu Hause zu bleiben. Die Stadtverantwortlichen geben zu, viele der schätzungsweise 50.000 Menschen in dieser Zone haben vorgezogen zu fliehen, aber rund 30.000 bleiben.
Bild oben, die Aufnahmekapazitäten der Notunterkünfte sind überall erschöpft
 
14 Krankenhaus-Patienten sterben auf der Suche nach Notunterkünften
Beamte dagegen sagen, 128 Krankenhauspatienten wurden am Montag zu einem Gymnasium in Iwaki Stadt evakuiert. Zwei von ihnen starben ihren Berichten zufolge auf dem Weg in einen Bus und 12 andere starben kurz nach der Ankunft im Tierheim. Die meisten der Patienten waren ältere Menschen, und einige bettlägerig. Sie wurden gebeten, im Tierheim zu bleiben, bevor sie in ein anderes Krankenhaus verlegt werden können.

Die hohe Herr Schulleiter sagt, es waren 4 medizinischen Mitarbeitern im Tierheim, aber medizinische Geräte sind knapp gewesen. Die Patienten wurden auf einer Decke auf einer Tatami Matte gelegt, mit Heizungen platziert in der Nähe.
Donnerstag, 17 März 2011 08.35 0900 (JST)
Die 3-Reaktoren in der Anlage verloren ihre Kühlleistung aufgrund des Stromausfalls nach dem Erdbeben am Freitag und den Schäden an einem Notstromaggregat durch die nachfolgende Flutwelle.
Das Unternehmen ist dabei, Maßnahmen wie Einspritzen von Wasser zu den Reaktoren mit Hilfe von Pumpen aus Lkw's durch zu führen, dadurch ist jedoch eine Verbesserung der Kühlfunktion nicht in Sicht. Die Firma TECPCO sagt daher, hoffentlich wird es funktionieren provisorisch Stromleitungen aus in der Nähe der Anlage befindlicher Hochspannungsanlagen am Donnerstag nachmittag wiederherzustellen.

Dann sollen die wichtigsten Kühlsysteme wiederhergestellt werden. Zunächst sind die Pumpen, die mit Meerwasser übergossen wurden, zu reparieren. Bis dahin ist es in der Planung, provisorische Pumpen zu verwenden.
Donnerstag, 17 März 2011 13.08 0900 (JST)


n-tv 16.26 Stromversorgung in Fukushima nicht wiederhergestellt +++
Das beschädigte japanische Atomkraftwerk  Fukushima ist nach wie vor ohne Strom. Die Arbeiten zu einer  behelfsmäßigen Versorgung konnten nicht wie geplant beendet werden, wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf  die Atomsicherheitsbehörde in Tokio berichtet. Techniker der Betreibergesellschaft Tepco sollen die Arbeiten, mit denen die defekten Kühlsysteme des Kraftwerks wieder in Gang gebracht werden sollen, demnach am Freitag fortsetzen.

HKN: 17 Uhr
Strahlungsniveau nicht gesunken
Die Wasserwerfer des japanischen Militärs haben ihren  Einsatz beendet. Die fünf Spezialfahrzeuge näherten sich dem Katastrophen-Reaktor 3, zu dessen Brennstoff auch Plutonium gehört, soweit wie möglich und spritzten rund 30 Tonnen Wasser auf die Reaktor-Ruine.
Bisher sind kaum Verbesserungen bezüglich der Temperaturen und Strahlungswerte erkennbar.

Es ist nicht zu leugnen alle Möglichkeiten sind ausgeschöpft worden
Sogar bis zur Wiedereinführung von 50 Kamikaze - Kandidaten

In den nächsten Stunden maximal Tagen entscheidet sich ob es zu einer Kernschmelze in mehreren Reaktoren und zu einer massiven Strahlen- und Plutonium - Partikel - Freisetzung kommt. Die Tschernobyl Katastrophe wird möglicherweise völlig in den Schatten gestellt, da es in Japan sehr viel mehr Menschen trifft als in der dünnbesiedelten Region um Tschernobyl.

Die US-Botschaft hat ihre Bürger in Japan aufgefordert, sich aus dem Umkreis von 80 Kilometern um die havarierten Reaktoren ins Hinterland in Sicherheit zu bringen.

Hintergrund-Information für die Medien
Wie gefährlich ist radioaktive Strahlung?
16.03.2011 Die Wissenschaft ist sich inzwischen einig: Es gibt keinen Schwellenwert, auch die niedrigsten Dosen können Schäden auslösen.... weiter bei IPPNW.DE :
http://www.ippnw.de/startseite/artikel/e05adcd86f/wie-gefaehrlich-ist-radioaktive-stra.html


Wikileaks:
AIEA (International Atomic Energy Agency) verständigte Tokyo vor 2 Jahren über Reaktorgefahr bei Erdbeben
Wie der Corriere della Sera berichtet hat Wikileaks Dokumente veröffentlicht, aus denen hervorgeht, daß die Internationale Atombehörde AIEA die Regierung in Tokio schon vor zwei Jahren in Geheimkabeln verständigte, daß es große Probleme bei einem schweren Erdbeben geben könnte. Die Gefahren wurden sogar beim G8 in Tokio 2008 besprochen. Der ganze Bericht ist sehr lesenswert. Der britische Daily Telegraph hat die Sache auch aufgenommen.
Artikel aus Corriere della Sera als txt: HIER (italienisch)
Esteri_ (http://www.corriere.it/esteri/index.shtml)
Wikileaks: Aiea avvertì Tokyo, 2 anni fa 


metainfo.de
Im Griff der Energiemonopolisten
Staaten als Geiseln großer Energie- und Ölkonzerne

...Zu den bekanntesten Vorläufern dieses Ereignisses ist die Ölkatastrophe des BP-Konzerns zu rechnen. Die Ablaufmuster gleichen sich weitgehend: ein monopolistischer Konzern nutzt seine Macht, um sich praktisch jeder Aufsicht zu entziehen, minimiert seine Kosten und nimmt Staat und Bevölkerung als Geisel unverhältnismässiger Risiken...mehr lesen:
http://news.web-hh.de/?site=metainfo&lid=33686

DIE SICHERHEIT DER AKWs
Wladimir Tschernosenko war einer der Helden von Tschernobyl. Er hat nach den Rettungs- versuchen in Tschernobyl bis zu seinem Krebstod die Welt vor dieser Technik versucht zu warnen!
Auf die Frage eines SIEMENS-Ingenieurs in Hanau, ob er nicht wüßte, dass deutsche AKWs sicherer seien, hat er geantwortet: “Das stimmt. Sie explodieren später.”
Die vielen Helden von Tschernobyl, leben heute nicht mehr. 

Webmaster Ali's Kommentar zur Fukushima Katastrophe in Japan
Die japanischen Politiker und ihre Experten hatten immer das Mantra verkündet: "Unsere AKW's sind die sichersten der Welt. Sie sind Erdbebensicher erstellt und gegen Tsunamies abgesichert". Unterstützung hatten sie von diversen ‘Experten’ aus der AKW-Wirtschaft, auch die wortreichen Versicherungen sogenannter Experten aus Universitäten und Forschungseinrichtungen über weltweit hervorragende Sicherheitsstandards fehlten nicht.
Im Gebührenpflichtigen TV in Deutschland hat die ehemalige FDJ-Sekretärin Angela Merkel ihren Pflichtauftritt für die Deutsche AKW-Industrie:
                "DEUTSCHE AKW's sind die sichersten der Welt" (AMEN)
Jedoch 7 AKW's der 19 sichersten der Welt werden vorsichtshalber vom Netz genommen!!!
Lt. der Merkelin sollen die jetzt erfolgenden Sicherheitsüberprüfungen vor der wieder Inbetriebnahme Ergebnisoffen sein. Damit gibt  doch die Merkel indirekt zu, bisherige Prüfungen waren es nicht?

In eigener Sache & zum Thema AKW - Sicherheit
Der Webmaster dieser HP ist jetzt über 70 Jahre alt. Gelernter Elektriker und hat die letzen 15 Jahre seines Arbeitslebens für die Bewag, von Fremdfirmen aus gearbeitet. In 220/380 Voltanlagen unter Spannung. Er hatte die Ausbildung Anlagen bis 10.000 Volt zu erstellen.
Nach dem Anschluß der neuen Länder waren wir Monate lang mit der Kabel- Fehlersuche und deren Beseitigung  bei den dortigen Staßenbeleuchtungsanlagen beschäftigt.
In den Jahren davor:
Erstellung von Einzel & Gemeinschafts Fernseh- Antennenanlagen
Revisionen und Neubau von Freileitungs-Anlagen auch sog. Bau- Provisorien
Installationen in Nicaragua und Kuba

Nur wer nicht arbeitet macht keine Fehler dabei -
An viele meiner Fehler kann ich mich bestimmt nicht mehr erinnern. Die Aufzählung der mir im Gedächtnis gebliebenen würde den Rahmen hier sprengen! Glücklicherweise gab es nie *Todesfälle bzw. Personenschäden. (*Die werden vor Gericht untersucht, führen meist zum Berufsverbot) 
Ein Vorfall durch Mängel im Teamwork ergab einen Sachschaden von ca. 15.000 DM.
In diesem Beruf ist es möglich Schäden über mehrere 100.000’ de Euro bis hin zu Millionen Euro zu Verursachen. Der Monatsverdienst steht in keinem Verhältnis dazu, zahlen muß dann die Arbeitnehmerversicherung, außer bei grober Fahrlässigkeit etc.

Vor mehr als 20 Jahren schaffte ich mir privat den ersten Computer an, den 2. ließ ich nach eigenen Wünschen zusammenbauen, inclusive einer Videokarte. Die freien Steckplätze füllten sich mit einem SCSI-Contoller und einer Netzwerkkarte und schon verreckte das Netzteil wegen Überlastung im Betrieb, dabei ging auch das Motherboard zum Teufel! (Garantie war abgelaufen).
Sog. Bluescreen - Abstürze durch fehlerhafte Softwareprogramme sind nicht zählbar. Jeder der bis hierher gelesen hat, möge mal darüber nachdenken wie viele einfache Elektrogeräte in seinem Haushalt nach wenigen Jahren kaputt gingen, dazu die defekten Heimelektronikgeräte hinzu zählen und schon entsteht ein Bild über die Funktionssicherheit der Geräte.

Politiker die Weltweit über die absolut hervorragenden Sicherheitsstandards plappern sind Papageien, die auswendig gelernte Sprüche der Betreiber der AKW’s von sich geben, die wiederum Papageien der Hersteller darstellen und die haben die sog. unabhängigen Sicherheitsexperten auf ihrer Lohnliste. Das sind dann die, die Sicherheitsüberprüfungen durchführen. (Ich weiß nicht ob sie dabei von Parlamentariern der Regierungsparteien tatkräftig unterstützt werden?)
Oder doch!
Der Block  A des AKW- Biblis, die 47 Jahre alte Krücke, ist jedenfalls nach gut zwölf Monaten Stillstand mit Genehmigung durch das hessische Umweltministerium als Aufsichtsbehörde wiederangefahren worden.  Diese Minister sollten auf Staatskosten, in einem zu errichtenden Penthaus auf dem AKW, zwangsweise untergebracht werden! Fehlt nur die Bürgerini, die das durchsetzt (gegen die freie Wohnortwahl in DE?).

Kann es Sicherheit beim Betrieb von AKW’s überhaupt geben?
Es ist klar, die Hersteller unterscheiden bei der Herstellung zwischen Konsumgütern und sogenannten Investitionsgütern, letztere werden mit mehr Sorgfalt und auf längere Lebensdauer hin produziert. Ein AKW ist aus vielen Komponenten zusammen gebaut, wobei auch diese durch  Einzelmodule verschiedener Zulieferer zusammengesetzt sind.
Logischerweise steigt dadurch die Störanfälligkeit des AKW’s.

Es ist eigentlich schon eine besondere Leistung das AKW’s überhaupt funktionieren. Jedoch jede Sicherheitsprüfung stellt im Grunde nur fest das AKW hat vorher und hinterher funktioniert, das ist alles. AKW’s bestehen aus soviel Störanfälligen Einzelteilen, so das für sog. Sicherheitsrelevante Teile Ersatz implementiert ist. Notstromaggregate sind vorhanden zum Betrieb der Notkühlung und der elektrisch zu betätigenden Notumschaltventile. Eventuell noch ein  Notfall- Wasserreservoir zum Fluten mit Kühlwasser wenn alles andere versagt hat.

Kurz gesagt die Not ist groß, bei der Frage nach der Sicherheit der AKW’s!
Die behauptete Sicherheit von AKW’s ist reine Fiktion!

Wo ist denn eigentlich das freiwillige Kamikaze - Löschkommando aus den Reihen der CDU/CSU & FDP, haben die ihren Flug zum AKW - 
Fukushima schon gebucht?


Gedächtnisprotokoll über n-tv Nachrichten vom 16.03.11 Morgens,

kursiv in Klammern gesetztes ist vom Webmaster eingefügt:
Das Dach vom Block 4 eingestürzt / Innere Schutzhülle von Block 3 gebrochen - betreten verboten / auch Block 1 stark beschädigt / Nukleares Feuer ausgebrochen / weißer Rauch über Fukushima / (das heißt Kernschmelze ist eingetreten) / 60km vor dem AKW betrug die Strahlung 500 über Normal / Strahlung in den AKW-Ruinen für ein Betreten zu hoch /Der Betreiber hat das Kontrollzentrum aufgegeben (Das bedeutet es ist alles außer jeglicher Kontrolle) / Hubschraubereinsätze zur Kühlung eingestellt (zu gefährlich für Besatzung und und Maschinen wegen Verstrahlung)

Venezuela bleibt atomfrei 
Präsident Chávez legt Vorhaben zum Bau von AKWs auf Eis. Kritische Debatte an der Basis. Grund für Atompläne waren wiederholte Energieengpässe
http://amerika21.de/nachrichten/2011/03/25864/venezuela-bleibt-atomfrei ----
Unter dem Eindruck der Katastrophe in Japan verändert sich die Lage zur Atomkraft in Lateinamerika nun grundlegend. Während die AKW-Staaten unter Druck geraten, hat Venezuelas Regierung bereits angekündigt, auf Pläne zum Bau von Nuklearreaktoren zu verzichten.
In Chile mehrt sich Wiederstand gegen Atomkraft
Abgeordnete appellieren an die Regierung Atompläne aufzugeben. Proteste formieren sich. Energieminister: "Noch ist nichts entschieden"
http://amerika21.de/nachrichten/2011/03/25874/chile-gegen-atomkraft
In Chile soll am morgigen Freitag dem 17. März ein Atomabkommen mit den USA unterzeichnet werden. Mehr Informationen:
Dossier auf amerika21.de:
http://amerika21.de/dossier/atomkraft-lateinamerika


ERSCHRECKEND
Google Sat.-Aufnahmen vor und nach der Sunamikatastrophe:
http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/technik/Google-dokumentiert-Zerstoerungen-article2844846.html
http://www.n-tv.de/mediathek/livestream/ 

Aus Berliner Zeitung, 16.03.2011:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/katastrophe-in-japan/335708/335709.php
Fukushima außer Kontrolle...
...am Mittwoch (16.03) ein Nachbeben der Stärke 6,0. Das Epizentrum habe rund 100 Kilometer östlich der Hauptstadt Tokio gelegen...Auch von Reaktor 3, wo Brennstäbe mit hochgiftigem Plutonium gelagert sind, stieg wenig später Rauch auf. Die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, dass der Rauch direkt vom Behälter mit den Brennstäben kommen könnte. Auf eine Explosion dort gebe es aber keine Hinweise, sagte Edano auf einer Pressekonferenz...Löscharbeiten waren offensichtlich unmöglich. Erst sollten Hubschrauber zum Löschen eingesetzt werden. Dies sei aber zu gefährlich, sagte Edano. Auch wurden die verbliebenen Mitarbeiter kurzzeitig von der Anlage abgezogen.
Karikatur neues Japanbild:   
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/foto/_bin/index.php/Berliner+Zeitung/karikaturen/3

metainfo-hh
Japanische Nuklearkatastrophe: Freisetzung von Plutonium bedroht die Welt
Nur wenig ist in den aktuellen Meldungen zu erfahren von der groeßten Bedrohung, die von den Unfaellen in den Reaktoren von Fukushima ausgeht: die Brennstaebe im Reaktor 3 enthalten etwa eine viertel Tonne an Plutonium. Plutonium gilt als Supergift: schon wenige Millionstel Gramm fuehren zur Entstehung von Krebs Auch wenn der Reaktor 3, in dem vermutlich bereits eine partielle Kernschmelze stattfand, zwischenzeitlich kontrolliert werden konnte, ist zweifelhaft, ob diese Kontrolle aufrechtzuerhalten ist, nachdem die Verstrahlung des Kraftwerksgelaendes eine hohe Intensitaet angenommen hat. Aktuell geht eine Anzahl von Gefahren von dem Kraftwerk Fukushima aus: vier Reaktorbloecke sind nun durch unterschiedliche Ereignisse ausser Kontrolle geraten, in drei von ihnen hat nach Angaben der japanischen Regierung eine partielle Kernschmelze bereits stattgefunden, in dem vierten kocht ein Becken mit Brennstaeben und setzt Radioaktivitaet frei. Vom Reaktor 2 muss angenommen werden, dass die Kernschmelze fortgeschritten ist, nachdem die Brennstaebe mehrfach ueber Stunden ungekuehlt blieben. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es zu einer vollstaendigen Kernschmelze kommt oder schon gekommen ist und dass auch der Reaktorbehaelter die Kontamination nicht mehr zurueckhalten kann. Es gibt Hinweise, dass er bereits beschaedigt ist. Sollte sich die Kernschmelze fortsetzen, muss damit gerechnet werden, dass sie den Boden des Reaktorbehaelters durchdringt, austritt und anschliessend durch das Betonfundament ins darunterliegende Erdreich sinkt. Im Kontakt mit dem Grundwasser sind anschliessend aufgrund der hohen Temperaturen der Schmelze Dampfexplosionen zu erwarten, die das radioaktive Material in der Umgebung verbreiten und die Athmosphaere verseuchen. Diese Effekte bedrohen die Umgebung aber auch die Metropolregion Tokio mit der zu erwartenden Kontamination. Darueberhinaus wird hierdurch aber das Risiko verursacht, dass damit das gesamte Kraftwerksgelaende der Kontrolle entzogen ist, weil ein Aufenthalt fuer das Personal durch die Strahlungsintensitaet nicht mehr moeglich ist. Dies laesst auch eine vollstaendige Kernschmelze der beiden anderen Reaktoren, die erst anlaesslich des Bebens abgeschaltet wurden, wahrscheinlich werden. Damit wuechse dann die Bedrohung in eine neue Dimension, die eine Kontamination in weltweitem Masstab moeglich werden laesst: die Bestueckung des dritten Reaktors mit MOX-Brennstaeben, die große Mengen an Plutonium enthalten - nach bisherigen Informationen eine viertel Tonne - bedeutet dann die Verbreitung dieses "Supergifts", von dem bereits ein Nano-Gramm als toedliche Dosis gilt. Waehrend der Super-GAU der anderen Reaktoren in erster Linie lokale und regionale Kontaminationen verursacht und die Gefaehrdung Europas und anderer Kontinente wenig wahrscheinlich ist, koennen Bewegungen der Atmosphaere und Meeresstroemungen mittelfristig auch eine Verteilung des in solchen geringfuegigen Dosen hochgiftigen Plutoniums bewirken. Damit findet die japanische Nuklearkatastrophe auch vor der Haustuer Europas statt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750668,00.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium#Toxizit.C3.A4t 
De Link zum Beitrag: www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33684 

Meta-Info.De
Japan: Nuklearkatastrophe eskaliert weiter
Nur wenige eher karge Meldungen geben Hinweise auf die neuerliche Verschaerfung der Katastrophe.

Nachdem der Einstufungs-Level des Nukleardesasters in Japan auf der siebenstufigen Skala von 4 auf 6 angehoben wurde, deuten die aktuellen Hinweise darauf hin, dass sich hieraus der Schritt auf den naechsten Level andeutet: der mehr oder weniger vollstaendig unkontrollierten Katastrophe: ohne weitere Erklaerung wurde berichtet, dass aus dem Reaktor 3 Rauch aufstieg und dass die verbliebenen 50 Arbeiter abgezogen wurden.

Wer mit der desastroesen Entwicklung der Katastophe vertraut ist, kann nachvollziehen, dass nur noch - soweit ueberhaupt - Reste an Kontrolle bestehen, um nicht ueberhaupt die voellige Kapitulation zu konstatieren.

Der Reaktor 3 war der Bestandteil des Kraftwerks in Fukushima, der die hoechste Gefahr beinhaltet, auch wenn dies von den Medien ueberwiegend ausgeblendet wurde: sein Kern enthaelt zum erheblichen Anteil Plutonium: eins der existierenden gefaehrlichsten Materialien: Plutonium wird zum Einen fuer den Bau von Atomsprengkoepfen genutzt und Plutonium ist bereits in kleinsten Mengen hochgiftig: als todlich gilt eine Menge von etwa einem 50stel Gramm, als krebserregend ein Tausendstel davon.

Die ergaenzende Erklaerung zum vom Reaktor 3 aufsteigenden Rauch war die hinzugefuegte Annahme, dass der Sicherheitsbehaelter des Reaktors beschaedigt sei.

Letzteres bedeutet, dass nun Plutonium austritt.

Dass nun die verbliebenen 50 Mitarbeiter abgezogen wurden, ist eine Konsequenz, die sich ergibt aus dem Verstaendnis der nun eingetretenen Vorgaenge, die von den Medien nicht uebermittelt wurde.

Auch in den westlichen Medien wurde die Problematik der Plutoniumbestueckung im Reaktor 3 nicht weiter eroertert, obwohl sich hier die maximale Gefahr konzentrierte: ueber die Giftigkeit, die Millionen potenziell Betroffene bedroht, hinaus besteht das Risiko, dass eine Kernschmelze mit Plutonium einen kritischen Zustand erreicht. Dazu liegt der Schmelzpunkt deutlich unter dem der Uranbrennstaebe: er wird also frueher erreicht. Eine vollstaendige Schmelze mit einem erheblichen Anteil von Plutonium enthaelt ein Gefahrenpotenzial, dass auch den Supergau von Tschernobyl noch hinter sich lassen kann.
http://www.nytimes.com/2011/03/16/world/asia/16nuclear.html?hp
Link zum Beitrag: www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33685

Meta-Info.De
Umgang mit Nuklearkatastrophe: verharmlosen und vertuschen
Auch der Umgang mit der japanischen Nuklearkatastrophe ist gepraegt von einer Routine der Verharmlosung und der Vertuschung. Dies stellt unter anderem der Journalist John Vidal im englischen "Guardian" fest. Es wuerden nahezu keine Strahlenmesswerte herausgegeben, die Aussenstehenden eine Bewertung der Ereignisse ermoeglichen koennten.
Das Betreiberunternehmen TEPCO war unter anderem dafuer bekannt geworden, dass man Sicherheitsprotokolle zurueckhielt oder faelschte. Auch die Erklaerungen fuehrender Berater und Behoerdenvertreter fuegen sich in dies Bild.

Am Montag war von der japanischen Regierung Unterstuetzung von seiten der internationalen Atomenergiebehoerde angefragt worden. Diese reagierte darauf, dass der fuehrende Vertreter, James Lyon erklaerte, es gebe in Japan keine ernsthaften Probleme; es laegen keine Informationen vor, dass es in den betroffenen Reaktoren zu einer Kernschmelze gekommen sei. Dass dies aber wahrscheinlich der Fall sei, hatten zuvor die japanische Regierung und die Betreiberfirma TEPCO erklaert. Warum der Brite Lyon und die IAEO, die in Wien eine Pressekonferenz abhielt, ueber bessere Informationen verfuegten, als die Japaner, wurde nicht zur Kenntnis gegeben. Beobachter sind jedoch bereits damit vertraut, dass sich die IAEO insgesamt als Lobbyorganisation der Nuklearindustrie verhaelt.

Vergangene Ereignisse zeigten, dass insbesondere englische Konzern- und Lobbyvertreter ein aeu�erst sensibles Gespuer fuer Pressearbeit besitzen und erfahren sind in der Steuerung oeffentlich verfuegbarer Informationen. Ein Beispiel gab im vergangenen Jahr der Chef des BP-Konzerns Tony Hayward, der es dennoch nicht vermeiden konnte, dass ein Video im Internet verfuegbar wurde, das ihn bei einer Inspektion am Strand der oelverseuchten Golfkueste in Lousiana zeigte, waehrend er Anweisungen an sein Personal gab "schafft die Fotografen hier weg". Sein Krisenmanagement der Oelkatastrophe am Golf von Mexiko bestand vorwiegend darin, zu verhindern, dass fuer den Konzern nachteilige Informationen und Bilder die Oeffentlichkeit erreichten.

Im aktuellen Fall schloss sich der wissenschaftliche Berater der englischen Regierung John Beddington an. Er erklaerte, es sei abwegig, die Gefaehrdung durch die japanischen Reaktorunfaelle mit der von Tschernobyl zu vergleichen. Damals sei durch den Abbrand des Grafitkerns eine weitraeumige Kontamination verursacht worden. Dies gaebe es aktuell nicht. Er ging jedoch nicht auf die Gefahr ein, die das im dritten Reaktor von Fukushima befindliche Plutonium bedeutet, dessen weitere Kontrolle durch den offenbar fortgeschrittenen Vorgang der Kernschmelze im Reaktorblock 2 bedroht ist.

"What we are seeing follows a clear pattern of secrecy and denial," erklaerte Paul Dorfman, Beauftragter einer englischen Kommission, die die Regierung im Zusammenhang mit Strahlenrisiken beraten sollte. Dies "Muster der Geheimhaltung und Vertuschung" kann fuer weite Teile der Nuklearindustrie und der mit ihrer Kontrolle befassten Behoerden und Politiker als Standard eingeschaetzt werden.

In Japan waren etwa 1995 Berichte ueber einen Brand in der Anlage des schnellen Brueters Monju unterdrueckt worden.

Als man sich in Fukushima am 15. Maerz mit dem Brand im Reaktorblock 4 auseinandersetzte, fiel auf, dass zwei Feuerloeschzuege, die von amerikanischer Seite zur Unterstuetzung vor Ort gesandt wurden, von den Japanern zurueckgeschickt wurden, wie vorher bereits andere Expertenteams aus dem Ausland. Damit stellt sich die Frage, ob dies geschah, um die Praesenz unabhaengiger Beobachter am Ungluecksort zu verhindern.

http://www.guardian.co.uk/world/2011/mar/14/japan-radiation-leak-cover-up?INTCMP=SRCH

http://www.guardian.co.uk/environment/2004/aug/22/energy.japan

http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/mar/14/fukushima-nuclear-industry

http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20020903a1.html

http://cnic.jp/english/newsletter/nit92/nit92articles/nit92coverupdata.html

Link zum Beitrag: www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33683


JAPAN IM MÄRZ 2011
Das AKW Fukushima Eins hat 6 Reaktorblöcke
In Block 1 gab es die erste Explosion am Freitag dem 11.03.11
In Block 2 kam es zur 3. Explosion in der Nacht zum Dienstag dem 15.03.11
Im Block 3 hat es eine Wasserstoffexplosion gegeben.
In Block 4 brach ein Feuer aus, das inzwischen von US-Truppen gelöscht werden konnte, auch aus dem entweicht Radioaktivität
In Block 5 ernste Probleme, es wurden erhöhte Temperaturen gemessen
In Block 6 ernste Probleme, es wurden erhöhte Temperaturen gemessen
Dienstag 9.36 Uhr Probleme im Abklingbecken von Fukushima 
Nach Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo könnte das Wasser im Abklingbecken des Reaktors Vier im AKW Fukushima kochen. Der Pegelstand des Wassers geht zurück. In einem Abklingbecken werden die abgebrannten Brennstäbe aufbewahrt.

Eine Weitere Explosion beschädigt Reaktorhülle
Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat eine dritte Explosion die Hülle des Reaktors 2 beschädigt. Die Strahlung nimmt gefährliche Werte an und erreicht inzwischen auch die Großstadt Tokio. Die Atomkatastrophe in Japan hat eine neue Dimension erreicht. Bei einer erneuten Explosion im Kernkraftwerk Fukushima wurde am Dienstag nach Regierungsangaben erstmals eine innere Schutzhülle eines Reaktorblocks beschädigt. Die AKW-Betreibergesellschaft Tepco sprach von einer "sehr schlimmen" Lage. Die Strahlung in der Umgebung steige dramatisch. Zudem hat der Wind gedreht und weht Richtung Süden, wo auch Tokio liegt. In der 35-Millionen-Metropole wurden erhöhte Strahlenwerte gemessen, wie die Agentur Kyodo meldete. Schäden am unteren Teil des Schutzmantels von Reaktorblock 2 werden vom Betreiber eingeräumt.
Nach einem Bericht der Agentur Jiji beschädigte die Detonation im Reaktor 2 auch das Dach der Anlage. Radioaktiver- Dampf steige aus dem Komplex empor. Ein Sprecher des AKW-Betreibers teilte mit, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es im Atomkomplex zu einer Kernschmelze komme. Dienstag gegen 9:00 Uhr (MEZ) wurden über 8217 Millisievert am Werkstor gemessen, das bedeutet wer sich knapp 1 Stunde in diesen Bereich aufhält ist ein Todeskandidat!  Lt. der deutschen Strahlenschutzverordnung von 2001 liegt der Dosisgrenzwert für die Bevölkerung bei ein Millisievert im Kalenderjahr. Einige Stunden später meldet der Betreiber es findet möglicherweise eine partielle Kernschmelze in Reaktor 2 statt.
 
35 Millionen Japaner leben in Tokyo
Die Radioaktive Wolke treibt auf die Stadt zu. Metereologen hoffen auf eine drehung des Windes in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch, beim zuteffen dieser Vorhersage würde die Wolke auf den Pazifik raustreiben. In Tokio fehlt schon Wasser, Brot, Batterien, frische Lebensmittel und haltbare Produkte in den Supermärkten sind vielfach ausverkauft. Viele Tankstellen sind geschlossen da der Sprit ausverkauft ist. Die Bevölkerung trifft also schon Vorsorge um die Stadt verlassen zu können. mehr: HIER

Di 15. Mrz 2011 Japan
Auswirkungen der Katastrophen in Japan
Daimler hat nach den Erdbeben in Japan die Produktion seines japanischen Nutzfahrzeuggeschäfts gestoppt. Der Autoteilezulieferer Bosch ließ die ersten 200 Mitarbeiter ausfliegen.

An der Japan Börse wurde der Handel mit Papieren des AKW - Erbauers Toshiba und der AKW- Betreibergesellschaft Tepco ausgesetzt, nachdem sie quasi auf Altpapierwerte zu fallen drohten.
Panikverkäufe an Japans Börse, angesichts einer drohenden nuklearen  Katastrophe geht die Börse in Tokio in den freien Fall. Der Nikkei-Index aus 225 Unternehmen stürzt zeitweise um rund 14 Prozent auf unter 8500  Punkte ab. Das war der größte Kursverlust seit Oktober 2008

Meta-Info.De:
Energiekonzerne: der programmierte Super-GAU
Die vermeidbare Katastrophe

Wie noch bei jeder industriellen Katastrophe, jedem nuklearen Unfall, ist auch diesmal wieder die Erklaerung der Branche zu hoeren: "Bei uns koennte das nicht passieren. Unserer Technologie ist sicher!". Mit Blick auf die ausser Kontrolle geratenen Reaktoren Japans wird erklaert, es gebe in Deutschland keine Erdbebengefahr und deutsche Anlagen seien die sichersten der Welt. Ignoriert wird dabei ein zentraler Umstand: das wirtschaftliche und politische System des Westens erzeugt das Risiko Jahr fuer Jahr erneut.

Mit Blick auf die japanische Nuklearkatastrophe laesst sich feststellen, dass etwa das Versagen des Reaktors Fukushima 1 nicht haette eintreten muessen - wenn in angemessener Form vorgesorgt worden waere. Zu den Ursachen der Kernschmelze gehoerte die Tatsache, dass die Notstromgeneratoren vom Tsunami ueberflutet wurden und die Kuehlwasserpumpen nicht mehr versorgten. Als die entsprechenden Entscheidungen fielen, die Anlage so zu arrangieren, wie sie vom Erdbeben und dem Tsunami getroffen wurde, ist den Verantwortlichen bekannt gewesen, dass es Erdbeben und Tsunamis gibt und dass das Risiko fuer die Anlage, von solchen Ereignissen getroffen zu werden, erheblich ist.

Es waere nicht mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden gewesen, die Generatoren in einer Hoehe aufzubauen oder anderweitig zu schuetzen, so dass sie vom Tsunami nicht erreicht worden waeren.

Auch haette ein Kuehlwasserbecken erhoeht angelegt werden koennen, aehnlich den frueheren Wassertuerme, um eine Kuehlwasserversorgung auch bei einem Stromausfall sicher zu stellen.

Unterlassen wurde dies aus Kostengruenden und weil die Regierung entschied - aller Wahrscheinlichkeit nach unter dem Einfluss der Nuklearindustrie - die Erdbebengefahr nur bist zu einer Staerke 8 der Richterskala zu beruecksichtigen.

Somit muss festgestellt werden, dass Energiekonzerne und - gemeinsam mit ihnen - die japanischen Regierungen die gegenwaertige Katastrophe bewusst in Kauf genommen haben.

Hinter den Entscheidungen, die zur Katastrophe fuehrten, steckt ein System, dass auf die Minimierung von Kosten setzt bei einer Maximierung der Ausbeute und der erwirtschafteten Gewinne. Das Schicksal der gegebenenfalls betroffenen Bevoelkerung gilt demgegenueber als nachrangig.

In Japan muss festgestellt werden, dass dies sogar als Bestandteil des Kalkuels nzusehen ist: das gegenwaertige Beben kan zwar als eins der staerksten gelten, das die Region erschuetterte.

Gerade im Pazifikraum sind wiederholt vergleichbare Beben vorgekommen, von denen etliche den Grenzwert der Staerke 8, fuer den die japanischen Atomkraftwerke ausgelegt waren, erheblich ueberschritten. Das staerkste Beben, 1960 in Chile bei Valdivie erreichte sogar die Staerke von 9,5. Im nicht weit von Japan entfernten Kamtschatka ereignete sich 1952 ein Erdbeben mit der Staerke 9. Somit ist festzustellen, dass Industrie und Regierung in Japan sehenden Auges auf die gegenwaertige Katastrophe zusteuerten.

Die vergleichbare Problematik trifft viele andere Betreiberstaaten. In Deutschland war in Regelmaessigkeit zu beobachten, wie bei Stoerfaellen von Nuklearanlagen Sicherheitsvorschriften missachtet und umgangen wurden, wie die Betreiber die Aufsichtsbehoerden taeuschten, Sicherheitsprotokolle manipulierten und versuchten, ueberalterte Anlagen, die Umsatz und Gewinne generierten, weiter am Netz zu halten.

Gleichzeitig zahlte man Gehaelter und andere Verguetungen an Politiker und betrieb intensives Lobbying, mit dem Ergebnis, dass die Politik ihren Wuenschen und Interessen folgte - zuletzt mit der Verlaengerung der Laufzeiten.

Offenbar wurde das Desaster, der gewohnheitsmaessige Verstoss gegen Sicherheitsmassregeln auch durch die Verhaeltnisse im Salzstock Asse.

Insgesamt koennte einerseits feststellbar sein, dass die Technik der nuklearen Energiegewinnung in gewissem Umfang beherrschbar zu sein scheint - solange man nicht auf die Problematik der Entsorgung eingeht.

Gleichzeitig wird man zu der Feststellung kommen, dass das gegenwaertige, neoliberale System des "eine Hand waescht die andere", in dem wesentliche Entscheidungen der Energiepolitik letztlich von der Industrie getroffen werden, anstatt auf demokratischem Weg, und anschliessend durch korrumpierte Politiker exekutiert werden, als Basis fuer die hochriskante Nukleartechnologie untauglich ist. Sicher ist dies kaum anders festzustellen fuer andere Gesellschaftssysteme, die ebensowenig, wie die neoliberalen Strukturen des Westens wirkliche Demokratie und Transparenz kennen, wie etwa die Sowjetunion der 80er-Jahre, die zusaetzlich behindert war durch einen Mangel an Ressourcen und damit ueberalterter Technologie.

Der Mangel an demokratischer Kontrolle und Transparenz - wie er auch aktuell von der japanischen Regierung belegt wird, kann keine solide und zuverlaessige Basis fuer die Sicherheit der Bevoelkerung bieten, wenn, wie hier und in den meisten westlichen Staaten zu erkennen, die wirtschaftliche und politische Elite von technischen Risiken und Abenteuern profitiert, waehrend die breite Bevoelkerung im Unklaren gelassen wird und im Ergebnis die Kosten traegt.

Zwar kann sie bei anstehenden Parlamentswahlen die jeweilige politische Konkurrenz bevorzugen - und anschliessend feststellen, dass auch sie den Massgaben der Indsutrie folgt und sich als Atomkraftgegner waehlen lassen um spaeter, wie die gruenen Fuehrungskader Gunda Roestel, Margarete Beck oder Rezzo Schlauch selbst fuer große, nukleare Energiekonzerne zu arbeiten.

Die Dominanz des Systems, dass auf der (impliziten) politischen Fuehrung durch die gro�en Konzerne beruht, ist auf diesem Weg nicht zu brechen. Auch etwa Andrea Ypsilanti, nach ihrem Wahlsieg in Hessen, musste feststellen, dass der von ihr betriebene Versuch, in der Energiepolitik des Bundeslandes die Rolle der Nuklearindustrie zurueckzudraengen, von dieser Seite beantwortet wurde mit einer massiven Medienkampagne, die sie ins politische Aus befoerderte - ungeachtet des Umstands, dass der Vorwurf des Wahlbetrugs hier als Mittel zum Zweck diente. Dass insbesondere ihr innerparteilicher Gegenspieler Wolfgang Clement aber auch die SPD-Abgeordnete Metzger mehr oder weniger eng verbandelt waren mit regional oder international operierenden Energiekonzernen, "entging" den Medien, die Ypsilanti anklagten (und gleichzeitig den Wahlbetrug der Hamburger Gruenen, die damals entgegen ihren Ankuendigungen mit der CDU koalierten, ignorierten: diese kooperierten mit der Partei des "Kohle von
Beust", die dem Energiekonzern Vattenfall den Bau des Kohlekraftwerks Moorburg genehmigte)

Auch die vom BP-Konzern verursachte Oelkatastrophe im Golf von Mexiko belegte die intensive Verflechtung mit der der Konzern letztlich seine Interessen durchsetzte: der Konzern war es, der ueber die staatliche Kuestenwache verfuegte und ihr Anweisungen erteilte - etwa Journalisten von kontaminierten Straeden fernzuhalten, die der PR des Konzerns haetten nachteilig werden koennen.Dass nun viele Betroffene unter den Folgen der von dem Konzern massiv eingesetzten Detergentien leiden oder ums Leben kamen, ist bedeutungslos - solange der Ruf des Konzerns und sein Boersenkurs unangetastet bleibt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,345795,00.html
http://www.udo-leuschner.de/kurzschluss/kurzschluss255-261.htm
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6707236#
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video874802.html
http://english.aljazeera.net/indepth/features/2010/12/20101230105158700342.html

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Nuklearkatastrophe: Neoliberalismus unterminiert Risikomanagement
Wesentliche Informationen von der Regierung verschwiegen

Zur Nuklearkatastrophe in Japan lassen sich inzwischen mehrere Feststellungen und Annahmen machen: allesamt eher unerfreulicher Natur. Dass die Kernschmelze in inzwischen zwei Reaktoren vonstatten geht, muss als wahrscheinlich angenommen werden, auch wenn sich die Regierung in diesem Punkt bedeckt haelt. Die Kuehlung durch Meerwasser belegt den weit fortgeschrittenen Kontrollverlust. Wie in anderen westlichen Industrielaendern hebelten die neoliberalen Strukturen, die der Privatwirtschaft Vorrang gegenueber staatlicher Aufsicht geben, ein wirksames Risikomanagement aus.

Zu den wahrscheinlich unzutreffenden Angaben von seiten der Regierung ist die Behauptung zu rechnen, dass der Reaktorbehaelter unversehrt sei. Dem widerspricht das Auftreten von Caesium und Jod in der Umgebung des Reaktors: beide sind Spaltprodukte der Brennelemente, die offenbar bei dem Unfall freigesetzt wurden und aus der Brennelementkammer ausgetreten sind.

Bekannt wurde inzwischen darueberhinaus, dass neben dem Reaktor 1, dessen Gebaeude explodierte, auch die Kuehlung des Reaktor 3 versagte. Dieser wird betrieben mit MOX, das heisst, einem Gemisch von Plutonium und Uran. Insoweit dieser Reaktor vollstaendig außer Kontrolle geraten sollte, stellt er damit eine erheblich groeßere Gefahr da durch die Moeglichkeit von Plutonium-Emissionen.

Nach dem Abschalten der Reaktoren, veranlasst durch die Erdbebenstoeße, basierte die Kuehlung der Reaktorkerne auf der Stromversorgung durch die hierfuer vorgesehenen Diesel-Generatoren. Diese wurden anschliessend durch den Tsunami außer Betrieb gesetzt. Die nachfolgende Ueberhitzung fuehrte dann zur Kernschmelze in den Reaktoren.

Der Betrieb dieser Reaktoren fand statt entgegen der Warnung von Seismologen, die auf die Erdbebengefahr hinwiesen. Es wurde bekannt, dass die aufsichtsfuehrende Behoerde sich eher den Interessen der Kraftwerksbetreiber fuegten, als dass sie ihre Kontrollfunktionen wirksam ausuebten. Aehnliche Phaenomene waren und sind zu beobachten bei den großen deutschen Energiekonzernen, die eine gruendliche "Landschaftspflege" gegenueber der Politik betreiben, die Gehaelter von Politikern finanzieren und weitgehende Kontrollverluste verursachten, wie sie etwa zu den katastrophalen Verhaeltnissen im Salzstock Asse oder auch zu wiederholten Stoerfaellen etwa im Atomkraftwerk Kruemmel fuehrten.

Die Tatsache, dass die Aggregate, die fuer die Notkuehlung der japanischen Reaktoren erforderlich waren, durch den Tsunami ausser Betrieb gesetzt werden konnten, muss als Konsequenz entsprechender Nachlaessigkeit betrachtet werden: das Auftreten von Tsunamis infolge von Erd- bzw. Seebeben ist in Japan kein ungewoehnliches Phaenomen.

Die japanische Regierung betreibt dasselbe Spiel, dieselbe Informationspolitik, wie nahezu alle Regierungen bisher in vergleichbaren Faellen: den Vorfall herunterspielen, verschleiern, Krisenmanagement zur Schau stellen. Dass der betroffenen Bevoelkerung und der Oeffentlichkeit reiner Wein eingeschenkt wird, kann als seltene Ausnahme gelten. Die Kritik der westlichen Medien an solchem Verhalten ist jedoch milde, wenn es einen (mit der NATO) verbuendeten Staat, wie Japan trifft.

Die Informationen zum Vorgang sind, wie meist in solchen Faellen, geringfuegig und werden meist nur zur Kenntnis gegeben,, wenn sie nicht mehr zu verschweigen sind. Journalisten werden auf Abstand gehalten.

Der Journmalist Terry McAlister des Guardian bemerkt hierzu:

"Getting information out of the nuclear industry is never easy (a legacy perhaps of its Cold War origins) and the Japanese political system is also notorious for keeping a tight lid on unwelcome news. This all means it will be hard to know what is exactly happening at any one time at Fukushima."

In Japan scheinen aktuell Divergenzen ueber die Informationspolitik zu bestehen: die zustaendige Behoerde fuer Nuklear- und Industriesicherheit NISA gab am Samstag mittag ein Statement heraus, nachdem sich im Reaktor eine Kernschmelze entwickelt habe. Von seiten der Regierung wurde dies spaeter zurueckgenommen und erklaert, die Radioaktivitaet habe nachgelassen. Am Abend gab die NISA ein weiteres Statement heraus, nach dem es sich um eine Kernschmelze in dem betroffenen Reaktor handele. Amerikanische Atomenergieexperten erklaerten es fuer wenig wahrscheinlich, dass sich eine Kernschmelze ereigne, Dazu muesse der Reaktorkern beschaedigt worden sein. Sie verzichteten jedoch darauf, zu erklaeren, warum eine solche Beschaedigung nicht stattgefunden habe und auszuschliessen sei.

Im Kontext des aktuellen Unfalls wird zweifellos die Zukunft der Atomenergie verhandelt. Mit diesem Hintergrund ist nachvollziehbar, dass eine Anzahl von beschwichtigenden Erklaerungen abgegeben werden, um die aktuelle Aufmerksamkeit von den Risiken der Nuklearenergie abzulenken. Das Ziel liegt in dem Fall darin, den tatsaechlichen Umfang der Gefahr und der eingetretenen Schaeden und Kontaminationen erst dann bekannt werden zu lassen, wenn die oeffentliche Aufmerksamkeit wieder anderweitig fokussiert ist.

Auch im Fall der Tschernobyl-Katastrophe wurde dies entsprechend gehandhabt.

Das beruhigende Statement der japanischen Regierung ist damit vor diesem Hintergrund zu sehen.
Tatsaechlich hat Japan mit der Sicherung seiner Energieversorgung groeßere Schwierigkeiten, als die meisten anderen Industrielaender: es sind praktisch keine eigenen Energievorraete verfuegbar. Auch China steht unter Druck, die iegene Versorgung zu realisieren und steht damit in Konkurrenz zum Inselreich Japan. Erst in juengerer Zeit hat sich ein russisches Angebot an Oel und Erdgas fuer die Laender des Ostens entwickelt. Die Entscheidung der japanischen Politik fuer den umfangreichen Einsatz von Atomenergie ist vor diesem Hintergrund nachvollziehbar. Ein Wechsel zu anderen Energietraegern waere erheblich schwieriger zu realisieren, als etwa in Mitteleuropa.

Unruhe bezueglich der Versorgung durch Nuklearenergie wuerde die japanische Politik und die Industrie in dem Land vor groeßere Probleme stellen.

Neoliberalismus unterminiert Risikomanagement
Neben der Gefahr schwerer Erdbeben sind japanische Kernkraftwerke bedroht durch das Risiko, das sie mit vielen Energieversorgern der westlichen Welt teilen: ein zuverlaessiges Risikomanagement wird durch die Strukturen des neoliberalen Systems verhindert. Politik und ueberwachende Behoerden unterliegen vielfach dem Einfluss und der Manipulation durch gro�e Industriekonzerne, wie sich etwa im Fall der BP-Oelkatastrophe im Golf von Mexiko herausstellte. Ueberwachung und Kontrolle wurden und werden dadurch vielfach ausgehebelt. Nach den vorliegenden Informationen gilt dies - mindestens zum Teil - auch fuer die japanische Atomindustrie, die Genehmigungen erhielt, Reaktoren in erdbebengefaehrdeten Gebieten aufzustellen. Auch fuer das Gebiet, in dem nun die verunglueckten Reaktoren stehen, gab es die Warnung von Seismologen, dass sie gegenueber der Erdbebengefahr dort nicht sicher seien Die Regierung hatte diese Warnungen ignoriert.

Nach dem aktuellen Stand der Entwicklung wird die japanische Regierung darauf setzen, dass die Wetterverhaeltnisse weiterhin den Fallout des Reaktors nach Osten ueber den Pazifik tragen und die Gefahr im Land ignoriert werden kann. Darueberhinaus waere, wenn sich die gegenwaertigen Wetterverhaeltnisse halten, mit kurzfristigen Gesundheitsschaeden kaum oder nicht zu rechnen.

Mittel- und langfristig wird sich ein deutlicher Anstieg der Krebserkrankungen bemerkbar machen. Dies wird jedoch vermutlich kein Problem sein, mit dem sich dann noch die gegenwaertige Regierung auseinanderzusetzen hat.

Hierzulande haben die Ereignisse in Japan eine intensive Diskussion der Atomenergie veranlasst. Aktuell listet Twitter unter den Top Ten der diskutierten und gefragten Themen nahezu ausschliesslich Stichworte im Kontext der Reaktorunfaelle oder das Thema der Laufzeitverlaengerung. Die von Angela Merkel angekuendigte "Ueberpruefung" der deutschen Atomkraftwerke soll offenbar dem Druck entgegenwirken, ohne dass hieraus eine Aenderung der deutschen Energiepolitik resultiert.

Inwieweit diese Strategie erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten.

http://www.stratfor.com/analysis/20110312-japanese-government-confirms-meltdown
http://www.guardian.co.uk/world/2011/mar/12/japan-earthquake-tsunami-aftermath-live
http://www.heise.de/tp/blogs/2/149432
http://www.heise.de/tp/blogs/2/149431
http://twitter.com/#!/arclight
http://twitter.com/#!/search/%23fukushima

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RESOLUTION der Delegierten der Bundesfachbereichsfrauenkonferenz Medien, Kunst und Industrie am 12./13. März 2011
R e s o l u t i o n
Sofortige Abschaltung und sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie in der Bundesrepublik und in Europa incl. der erweiterten Wirtschaftszonen sowie der sofortige Wechsel hin zu Erneuerbaren Energien
Die Delegierten der Bundesfachbereichsfrauenkonferenz Medien, Kunst und Industrie fordern die Bundesregierung auf:
1. Die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke auf 12 Jahre ist sofort zurückzunehmen.
2. Der schnellstmögliche Ausstieg aus der Atomenergie muss realisiert werden.
3. Ein sofortiges Abschalten der sieben ältesten AKWs in Deutschland muss vorgenommen               werden.
4. Eine europaweite Aktion zur Förderung erneuerbarer Energien (Sonne, Wind, Wasser, Gezeiten       etc.) muss verstärkt werden.
5. Die UNO wird umgehend in obengenannte Forderungen einbezogen, um auf eine weltweite             Abschaffung aller AKWs hinzuarbeiten.
Der Unfall in Japan zeigt, dass Atomenergie nirgendwo beherrschbar ist. Auch in der Bundesrepublik und in Europa kann jederzeit ein schwerer atomarer Störfall bzw. Unfall geschehen. Nur wenige Umstände sind notwendig, um einen GAU auszulösen.
Atomkraftwerke wie Biblis und Neckarwestheim sind durch mögliche Erdbeben gefährdet und setzen die gesamte Bevölkerung einer hohen Gefahr aus. Diese AKWs sind auf Grund des Reaktors nach westlicher Bauart vollkommen vergleichbar mit dem Atomkraftwerk Fukushima 1.
Eine weiträumige Evakuierung, wie sie notwendig wäre, ist im dicht besiedelten Europa nicht möglich. Den nachfolgenden Generationen wird ein für zehntausende Jahre durch atomare Strahlung verseuchtes Gebiet vererbt.
Wir fordern die Bundesregierung auf, nur noch umweltfreundliche Strom- und Energie- produktionswege zu subventionieren und die Bürgerinnen und Bürger nicht diesen exorbitanten Gefahren auszusetzen.
Eine Kernschmelze, wodurch auch immer ausgelöst, ist nicht zu bewältigen, weder menschlich (wegen der vielen Toten, Kranken und lebenslang radioaktiv Verstrahlten) noch ökonomisch!
Die Nutzung der Atomenergie mit ihren vielen nicht gelösten Fragen wie z.B. die Entsorgung und Endlagerung sowie die Halden von Atommeiler(-schrott) blockieren umweltfreundliche Energieinvestitionen, den Ausbau und die Einspeisung Erneuerbarer Energien. AKW-Energie eignet sich nicht als vorausschauende Brückentechnologie. Nur durch einen Ausstieg aus der atomaren Energie und durch einen Umstieg in Erneuerbare Energien kommen wir diesen Zielen näher.
Wir sprechen allen betroffenen Familien und Angehörigen unser Mitgefühl aus.
als pdf: HIER


Greenpeace-->
Interaktive Karte zeigt radioaktive Wolke nach Anschlag auf AKW
a_Krummel_NW-WindWie würde sich ein Terroranschlag auf die Atomkraftwerke Isar 1, Biblis B und Krümmel auswirken? Bei Westwind, Ostwind, Nordwind das demonstriert, Greenpeace mit eine interaktive Ausbreitungskarte. Sie zeigt, wie sich eine radioaktive Wolke bei verschiedenen Wetterlagen in einem Zeitraum von zehn Tagen ausbreiten könnte, wenn es in diesen AKW zu einem Super-GAU käme.

Die Karte zeigt die möglichen Ausbreitungen für die drei AKW bei acht verschiedenen Hauptwindrichtungen an. Erstellt wurden die Berechnungen durch das Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur in Wien.

Farblegende HIER
Es lohnt diese mit zur Interaktiven Karte zu nehmen, die Legende hier als Pop Up- Fenster ist im Browser skalierbar, auf der Seite der Interaktiven-Karte ist sie nur durch nach unten scrollen erreichbar, d.h. entweder Karte oder Legende schauen.
<---ZUR INTERAKTIVEN KARTE AUF DIE KARTE KLICKEN

Super-GAU, das heisst: Kernschmelze bei offener Reaktorhülle, mit Grosser frühzeitiger Freisetzung von Radioaktivität. Ein solches Unglück ereignete sich 1986 im Kernkraftwerk Tschernobyl. Auch im über eintausend Kilometer entfernten Deutschland waren die Folgen spür- und vor allem messbar. Strahlende Stoffe wie das Isotop Caesium 137 (Cs 137), die nach der Explosion des Reaktors in die Umgebung freigesetzt worden waren, gelangten in einer radioaktiven Wolke bis nach Europa.
Bei sogenannten Fallouts, also radioaktiven Niederschlägen, konnten sich diese Stoffe am Erdboden absetzen. Die Folge: Stellenweise wurde in Deutschland der behördliche Schwellenwert für radioaktive Kontamination durch Cs 137 um das Achtfache überschritten....weiterlesen: HIER
Der Autor des Artikels ist: Benjamin Borgerding

Eine persönliche Frage:
“Sinken die Immobilienpreise und Mieten, in den Kernzonen der Hauptwindrichtungen der 3 AKW's schon. Werden betroffene Immobilien unverkäuflich Mieträume unvermietbar? Haben die Vereinigungen der Immobilien- und Grundeigentumsbesitzer schon Aufträge zur Erstellung von Szenarien für die übrigen AKW- Standorte erteilt?
Das Interesse daran bildet sich bei mir durch die Überlegung “Wiedumi, Soidi” - wie einer meiner Freunde immer sagt. Sie hetzen jung gegen alt, Arbeitsplatzbesitzer gegen Harzer-, es wird Zeit die auf der Gegenseite operierenden Interessengruppen auch so richtig gegeneinander aufzu- hetzen. Wenn die Deutsche Bank dann die Postbank geschluckt hat, warum sollte es keine Initiative geben: Postbankkunden Emigrieren zur XY-Bank und hinterlassen dem Stolzen Käufer einen hohlen Vogel. Sollte das jetzt ein Entscheidungsträger einer der Konkurrenten lesen, bin als Rentner für grosszügige Spenden sofort bereit aktiv zu werden. Diskretion selbstverständlich zugesichert, alles klar”?
<Der Autor ist dem Webmaster bekannt. Interessenten - siehe Impressum>


“Atomwirtschaftsrevolution” der Kanzlerin Merkel:

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat am 28. September 2010 ein neues Energiekonzept beschlossen, das die Bundeskanzlerin als „Revolution“ bezeichnete. 17 Atomkraftwerke sollen im Mittel zwölf Jahre länger am Netz bleiben Greenpeace: 5.000 Tonnen hochradioaktiver Atommüll werden so zusätzlich erzeugt!

Aus Meta-Info de:
Die ZEIT: Deutschland braucht Atomstrom
Breitseite gegen Anti-AKW-Bewegung
In einem Leitartikel zu den Anti-Castor Demonstrationen erklaert die "Zeit" in einem Artikel ihres Redakteurs Frank Driescher, dass die Atomstromgegner verblendet seien und in ihrer Begriffstutzigkeit nicht verstuenden, warum Atomstrom gut und richtig sei: nur damit sei es moeglich, den Klimawandel zu stoppen. Die "Zeit", die sich in der Vergangenheit im politischen Umfeld der Gruenen angesiedelt hatte, landet damit auf einem Hoehepunkt des Widerstands eine Breitseite gegen den Protest mit ihrem Propagandabeitrag zugunsten der Atomlobby.

Der Artikel, der sich in seinen Schlußfolgerungen hinter die Atompolitik der Bundesregierung und hinter die großen Energiekonzerne als Betreiber der deutschen Atommeiler stellt, wurde auf der Online-Ausgabe der "Zeit" am Samstag und Sonntag in Top-Platzierung veroeffentlicht.

Als Adressaten dieses Artikels sind gemaessigte Gruene und Liberale anzunehmen, deren Anti-AKW-Position auf diesem Weg - durch Ausspielen des Klimaschutzes gegen den Widerstand gegenueber der nuklearen Energiepolitik - ausgehebelt oder relativiert werden soll.

Geschickt werden in dem Beitrag eingangs Kritikpunkte gegenueber der Atomindustrie aufgegriffen und bestaetigt, um den Leser fuer die Haltung des Autors einzunehmen.

Anschließend wird dann die Spaltung bewerkstelligt: zwischen denen, die unbeirrbar an ihrem Widerstand gegen die nukleare Energiegewinnung festhalten, und die der Autor als begriffsstutzig, als unbelehrbar und verbohrt disqualifiziert, und dem - hoffentlich - intelligenterem und einsichtigerem Leser, der so schlau ist, dem Autor der "Zeit" zu folgen.

Nach Einschaetzung unserer Redaktion handelt es sich hier um einen Beitrag, der im Auftrag der großen Energiekonzerne produziert und veroeffentlicht wurde, um den Widerstand der Anti-AKW-Bewegung zu schwaechen. Der Energie-Monopolist RWE schaltet in der Print-Ausgabe der "Zeit" regelmaessig Anzeigen und sorgt damit fuer Werbeeinnahmen bei dem Blatt.

Nur wenigen Bundesbuergern ist bisher bekannt, dass keinerlei gesetzliche Vorschriften gegen Korruption der Medien bestehen. Stattdessen ist eine Vielzahl von Einflussmoeglichkeiten fuer finanzkraeftige Instanzen oder Großkonzerne gegeben, die auf diesem Weg ein Millionenpublikum auf ihre Seite ziehen koennen - ob durch Korruption / Incentives und Beguenstigungen einzelnder Journalisten oder ueber Verlagsleitung oder Chefredaktion selbst.

Auch im aktuellen Fall ist anzunehmen, dass Interventionen dieser Art nachhaltigere Wirkung zeitigen, als der Protest an den Castor-Bahngleisen: sie sind nicht gebunden an einzelne Events und Termine, sondern koennen kontinuierlich und nach Bedarf an jedem beliebigen Tag, der politisch / publizistisch opportun scheint, lanciert werden.

Gleichzeitig gelingt es den großen Medien bisher weiterhin, die Taeuschung - bis in die Reihen der Linken und der Anti-AKW-Bewegung - aufrecht zu erhalten, von ihnen wuerden unabhaengig-pluralistische Positionen vertreten. Zu diesem Zweck werden von diesen Medien regelmaessig mild-kritische Beitraege gegenueber einer umweltzerstoererischen industriellen Praxis und Politik veroeffentlicht, um damit den Eindruck zu erzeugen, man sei als kritische Instanz des Medienspektrums anzusprechen. Diese kritischen Beitraege verschwinden jedoch in aller Regel dann, wenn sich die politische Dynamik des Themas zuspitzt, von der Bildflaeche, und werden ersetzt durch teils plumpe, teils subtil-intellektuelle Propagandabeitraege im Sinn der großen Konzerne.

Durch das Geschick der großen Medienredaktionen konnte bisher vermieden werden, dass der Protest, wie im aktuellen Fall, vorwiegend Polizisten trifft, die Wochenendarbeit und Ueberstunden ableisten muessen, anstelle der Presse- und Medienredaktionen, die den nuklearen Energiekonzernen Schuetzenhilfe zur politischen Durchsetzung leisten: die Mechanismen der Macht und der Durchsetzung im modernen System der korrumpierten Pfruende-Demokratie werden in ihrer Komplexitaet bisher nur von wenigen verstanden.

Die "Zeit" und andere Medien wird deshalb nicht befuerchten muessen, dass es zu Demonstrationen vor den Tueren ihrer Redaktionen kommt.

Link zum Beitrag:
www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33647 
Redaktionspool - metainfo hamburg - www.meta-info.de


AUS:
http://www.scharf-links.de/42.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=13024&tx_ttnews[cat]=54&cHash=489aee38c1

Umwelt, Internationales, Bayern, Top News
von Dieter Braeg
Aus der Kurzstudie zu Schwachstellen in den Kernkraftwerken SWR 69 Brunsbüttel, Isar 1, Krümmel und Philippsburg - Verfasser: Univ.-Prof.Dr. Wolfgang Kromp u.a. Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften kommen die Autoren der Analyse (Auszug) zufolgendem Schluss:

„Eine Untersuchung der Schwachstellen in den Kernkraftwerken SWR 69 Brunsbüttel, Isar 1, Krümmel und Philippsburg ergab folgende grundlegende Probleme:Die schwerwiegenden Konstruktionsmängel können durch Nachrüstungsmaßnahmen nicht ausgeglichen werden.
Das Design des Reaktordruckbehälters erfüllt nicht die Grundbedingungen der Basissicherheit, weder hinsichtlich der Minimierung der Anzahl der Schweißnähte noch hinsichtlich der ausreichenden Prüfbarkeit.

Die grundlegende Forderung des Basissicherheitskonzepts nach einem optimierten RDB-Werkstoff ist nicht erfüllt.“ Der komplette Bericht der im Auftrag der Oberösterreichischen Landesregierung, der Niederösterreichischen Landesregierung, der Salzburger Landesregierung und der Umweltanwaltschaft Wien erstellt wurde ist nachzulesen unter:
www.anschober.at/files/presse/1133//20101027Schwachstellenbericht_SWR_69_Rev4.pdf 
Die Untersucher stellen weiter fest: „Die Druckbehälter dieser Bauserie entsprechen demzufolge in keiner Weise den Basissicherheitskriterien, wie sie für spätere Reaktor Generationen durchgesetzt wurden. Eine Lebensdauerverlängerung für diesen Reaktortyp beinhaltet ein nicht akzeptables Risiko. Bei einem schweren Unfall in einem Kernkraftwerk des Typs SWR 69 tritt mit Sicherheit eine große Freisetzung von Radioaktivität in die Umgebung auf. “

Wolfgang Kromp einer der Gutachter befürchtet, dass der hohe Druck (70 Bar) besondere Gefahren birgt. Dieser Mangel war bereits im Jahre 1978 bekannt. „Damals konnten nicht einmal die Anforderungen der österreichischen ‚Dampfkesselverordnung“ erfüllt werden“ und „Die Geburtsfehler dieser Baureihe sind bis heute tickende Bomben“.

Auch der ehemalige Chef der deutschen bundesweiten Atomaufsicht, Wolfgang Renneberg (abgelöst seit Beginn der SCHWARZgelbatomkraftwerksverlängerungskoalition) benennt das Problem:
„Eine Nachrüstung dieser veralteten Reaktoren ist praktisch ausgeschlossen, da viel zu teuer.“ Isar1 „glänzt“ mit insgesamt 44 meldepflichtigen Störfällen von 1993 bis 2004. Biblis und Krümmel übertreffen diese Störfallmeldungszahlen noch.

Ein Flugzeugabsturz würde zu einer Katastrophe führen, die noch größere Ausmaße als Tschernobyl haben dürfte. Der Isar 1 Reaktor samt einem danebenliegenden Reaktor der Baureihe 72 liegt in einer der Anflugschneisen des Flughafens München.

Das man jene strafrechtlich verfolgen will, die „schottern“ wollen, wenn’s gegen die Castor Transporte geht, zeigt das tatsächliche Bild einer Gesellschaft, die den Tod durch einen AtomkraftwerksGAU als nicht strafwürdig erachtet, sondern lieber jene verfolgt, die diesem Atomkraftwerkswahnsinn ein Ende bereiten wollen.

Der Grund?
Nun, der verlängerte Betrieb der insgesamt 17 deutschen AKW’s, beschlossen durch die Merkel & Co-Regierung, garantiert den Konzernen in den nächsten zehn Jahren mindestens Einkünfte von 50 Milliarden €.

Meta-Info.De:

Putsch der Atomindustrie
Zur Unterwerfung der Politik durch die Großkonzerne
Die oeffentliche Debatte der vergangenen Wochen in der BRD erweckte den Eindruck, als seien die Beteiligten mit Valium in hoher Dosis betaeubt. Nur so scheint die Schlaefrichkeit erklaerbar, in der auf den putschartigen Durchstoß der nuklear ausgeruesteten Energiekonzerne reagiert wurde. Waehrend man die massiven Uebergriffe der Konzerne auf den status quo zum Teil ansatzweise als problematisch der Kritik unterzog, wurde gleichzeitig die Stimmung so eingefaerbt, als gaebe es damit gleichwohl einen modus vivendi.

Die Tatsache, dass die Energiekonzerne die Bundesregierung offenbar als Selbstbedienungsladen benutzen, um ihren Wunschzettel nicht erst zur Weihnachtszeit sondern bereits am Herbstanfang mit dem Segen der Regierung Merkel und auf Kosten der breiten Bevoelkerung zur Erfuellung zu bringen - gegen die klaren Vorbehalte einer deutlichen Mehrheit der Bevoelkerung und vermutlich sogar der Regierungsparteien selbst, wurde nur ausnahmsweise zur Sprache gebracht.

Nur in den Nischen der Presseportale und ihren Leserforen wird gelegentlich noch Klartext geaeussert, wie etwa im Forum der Financial Times - hier mit einer Radikalitaet, zu der sich auch eine Organisation, wie Attac heute nicht mehr aufraffen koennte:
Aehnlich in der "Zeit".
In beiden Diskussionen wird klar erkannt, dass es hier nicht nur um eine verantwortungslose Energiepolitik geht, sondern letztlich um einen gegen den Bestand der Demokratie gerichteten Putsch durch die Großkonzerne, die die Bundesregierung fuer ihre Zwecke instrumentalisieren.

Diese Einschaetzung verbreitet sich inzwischen bei immer groeßeren Teilen der Bevoelkerung, wenn auch meist latent und weitgehend unsichtbar, waehrend gleichzeitig von den Fuehrern der oeffentlichen Debatte - ob von rechts oder links - Plattitueden verbreitet werden, die zwar gelegentlich kritische Faerbung zeigen, dabei jedoch gleichzeitig deutliche Bereitschaft zeigen, gute Miene zum boesen Spiel zu machen oder aus der Entwicklung wahlkampftaktisches Kapital bzw. Spendenbereitschaft zugunsten ihrer Organisationen zu schlagen.

Die Bundesregierung - offensichtlich in der Tasche der Großbanken und großen Energiekonzerne - agiert derweil nach dem Muster "Ist der Ruf erst ruiniert.." in Anbetracht der Situation, dass Neuwahlen erst nach Ablauf von 2 Jahren anstehen und bis dahin die aktuellen Vorfaelle in Vergessenheit gebracht werden koennen. Die 30% der Waehler, die ihr noch heute die Stange halten, werden auch im Zustand der Bewusstlosigkeit noch ihr Kreuz an der gewohnten Stelle hinterlassen - gecoacht durch die "BILD"-Zeitung und andere Presseorgane, denen die PR der Großkonzerne obliegt,

Die Intelligentsia ist derweil nicht faehig und bereit zu einer adaequat-grundsaetzlichen Kritik des bodenlosen Geschehens und uebt sich in Understatement: man akzeptiere die demokratischen Spielregeln und damit die Kanzlerschaft Angela Merkels; dass gleichzeitig damit der Rest an Substanz, der den demokratisch konzipierten Strukturen paralysiert und die Metamorphose der BRD in eine Bananenrepublik vollendet wird, ignoriert man gnaedig.

Es herrscht hier eine Unfaehigkeit, auf die grob bodenlose Verfahrensweise der Großkonzerne, die mittlerweile keinerlei Respekt gegenueber dem Geist einer demokratisch organisierten Gesellschaft mehr erkennen lassen oder fuer noetig halten, adaequat zu reagieren.

Dass dabei die Unterstroemung des politischen Bewusstseins bei den Opfern der Entwicklung, die im Begriff steht, sich merklich zu radikalisieren, auch wenn sie noch kein Sprachrohr gefunden hat, neutralisiert werden kann, bleibt zumindest zweifelhaft.

http://www.ftd.de/debatte/showthread.html?t=2134
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-09/akw-vertrag-verlaengerung

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Es existiert immernoch kein Endlager
Atommüll in Mecklenburg-Vorpommern:

Große Mengen Atommüll vorgeblich „freigemessen“ und wie gewöhnlicher Müll auf Deponie abgelagert. Sogenannte Freimessungen von Atommüll sind ein Bluff. Der Eigentümer des Atomkraftwerks Lubmin führt sie selbständig durch. Die tatsächlich in den Abfällen aus dem Abriß des Atommeilers enthaltenen Radionuklide und deren Aktivität werden nicht ermittelt.

Seit 1996 sind bis Mitte 2010 auf der Deponie Ihlenberg bei Schönberg, östlich von Lübeck, bisher rund 14.530 Tonnen sogenannte freigemessene radioaktive Abfälle aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Lubmin bei Greifswald abgelagert worden. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums von Mecklenburg-Vorpommern vom 14. September 2010 auf eine Anfrage aus dem Beirat für Umweltfragen der Deponie Ihlenberg hervor. Demnach waren es allein im Jahr 2001 sogar 7.154,5 Tonnen Atomabfälle, nachdem es in den Jahren zuvor noch insgesamt 4.351,3 Tonnen waren. Im Jahr 2001 war mit der Neufassung der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) bundeseinheitlich eine sogenannte Freigaberegelung eingeführt worden, die unterhalb bestimmter Konzentrationsschwellen der spezifischen Aktivität (angegeben in Becquerel pro Gramm) und ohne Begrenzung der Mengen die Ablagerung wie gewöhnlicher Müll auf Deponien und auch ein Recycling von Atommüll erlaubt. Das heißt, zuvor im Atomkraftwerk eingesetzte Materialien, zum Beispiel Metalle und Baustoffe, können im Eßbesteck, in Zahnspangen, im Straßen- und Hausbau landen. So wurden zum Beispiel im Jahr 2000 rund 5.543 Tonnen radioaktive Reststoffe der Energiewerke Nord freigegeben und dem Stoffkreislauf zugeführt sowie 1.747,1 Tonnen weitere radioaktive Abfälle auf der Deponie Ihlenberg abgelagert. Welche Radionuklide die Abfälle tatsächlich enthalten und wie hoch deren Aktivität ist, wird allerdings nicht ermittelt. „Im Freigabeverfahren werden keine Angaben für die tatsächlich in den einzelnen Gebinden gemessene nuklidspezifische Aktivität aufgezeichnet“, heißt es in der Mitteilung des Schweriner Wirtschaftsministeriums.
aus--> http://www.strahlentelex.de/aktuell.htm 
ATOMMÜLL EIN BRIEFWECHSEL NUR TEXT: HIER
 

IPPNW-Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges 27. Oktober 2010: 
Brisanter "Schwachstellenbericht"
Laufzeitverlängerungen für alte Atomkraftwerke sind unverantwortlich
Ein aktueller "Schwachstellenbericht Siedewasserreaktoren Baulinie 69" offenbart gravierende Sicherheitsdefizite der deutschen Atomkraftwerksblöcke Isar-1, Philippsburg-1, Brunsbüttel und Krümmel. In der Zusammenfassung des Berichts vom Oktober 2010 des Instituts für Sicherheits- und Risikowissenschaften in Wien heißt es, dass "die schwerwiegenden Konstruktionsmängel durch keinerlei Nachrüstungsmaßnahmen ausgeglichen werden" können. Die Studie wurde von zwei Österreichischen Landesregierungen sowie von der Umweltanwaltschaft Wien in Auftrag gegeben und löste bei der bayerischen Atomaufsicht heftige Reaktionen hervor. Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW fordert auch vor diesem Hintergrund, dass der Deutsche Bundestag morgen nicht wie geplant Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke beschließt. Nach Einschätzung des an dem Bericht beteiligten Prüfingenieurs und langjährigen Siemens-Mitarbeiters Wilfried Rindte stellen die Schwachstellen "ein erhebliches Risiko für den Weiterbetrieb der Anlage dar". Der von insgesamt acht Fachleuten, darunter zwei Universitätsprofessoren, erstellte Bericht basiert auf detaillierten Berechnungen und listet eine Reihe brisanter Schwachstellen auf. So ist beim Reaktordruckbehälter der betroffenen Atomkraftwerke "ein ausreichender Sicherheitsabstand zwischen Kern und Schweißnaht nicht gegeben". Es besteht die Gefahr von "Ermüdungsrissen". Daneben sind "weitere Schädigungsprozesse infolge des Dauerbetriebs möglich". Für das Atomkraftwerk Krümmel fehlt offenbar eine aktuelle "Thermoschock-Analyse". Das Brennelement-Lagerbecken für die hoch-radioaktiven abgebrannten Brennstäbe liegt im oberen Teil des Reaktorgebäudes außerhalb des Sicherheitsbehälters, was eine "offensichtliche Gefährdung" darstellt. Die Erdbebensicherheit ist nicht nach den Richtlinien der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA gewährleistet. Besonders brisant ist, dass in den betroffenen Atomkraftwerken bevorstehende Risse nicht rechtzeitig erkannt werden können. So schreiben die Autoren: "Bei einer Besichtigung des baugleichen Reaktordruckbehälters im Oktober 2010 im baugleichen Reaktor in Zwentendorf wurde von den Autoren festgestellt, dass diese kritische Schweißnaht durch automatisierte Prüfsysteme (Farbeindringprüfung, Magnetpulverprüfung, US-Prüfung) nicht zugänglich ist." Selbst vom TÜV wurde aktuell (2010) zugegeben, "dass weder die Werkstoffwahl, noch die Fertigungsbedingungen den Forderungen des Basissicherheitskonzeptes entsprechen, und zusätzlich durch die Mängel bei Design und Herstellung die Prüfbedingungen eingeschränkt sind, so dass auch die Fehlererkennbarkeit nicht gewährleistet ist". Kommt es zu einem schweren Unfall, dann ist laut der Studie "mit Sicherheit eine große Freisetzung von Radioaktivität in die Umgebung" die Folge. Die IPPNW weist darauf hin, dass auch die alten deutschen Druckwasserreaktoren wie Biblis zahllose gefährliche Sicherheitsdefizite aufweisen. "Durch die jüngst von den Atomaufsichtsbeamten in Bund und Ländern beschlossene neue Nachrüstliste wie auch durch ein Gutachten der Bundesatomaufsicht sind nunmehr zahllose Schwachstellen vielfach bewiesen", so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz.
http://www.ippnw.de/ 

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