GLOBUS
[index]
[AKTUELLES]
[Gegen-Krieg]
[DEMOKRATIE]
[FINANZ & KRISEN]
[BL-OKKUPY]
[REVOLUTION?]
[INTERNATIONAL]
[SOLIDARITÄT]
[ATOM- INFO]
[NEUSTAAT]
[USA EU DE]
[US-KARIKIERT]
[US-EXPORT]
[Rezepte]
[Notrufe]
[Unsere Welt]
[LATEINAMERIKA]
[KUBA]
[KinoTheater Museum]
[VERANSTALTUNGEN]
[EMPFEHLUNG]
[MUSIK & KUNST]
[NGO-INFO'S]
[ZUKUNFT]
[HUMOR]
[FREIMUS]
[10 x Trödelei]
[LINKS]
[Impressum]
[REICHTUMSUHR]
[Baden in Berlin]
[Technik & so]
[Downloads]
[STRITTIG]

Dokumentarfilm: Kubas bester Panzerfahrer
Der Film »Transit Havanna« über Transsexuelle, die zum Sozialismus stehen
»Transit Havanna«, Regie: Daniel Abma, D 2016, 88 min, im Kino läuft der Film das nächste Mal auf dem »Because We Are Friends Festival« im mecklenburgischen Jesendorf (27.–30. Juli), auf DVD ist er so gut wie überall erhältlich...
Filmplakat: http://transithavanna-film.de/download/TH_filmplakat.pdf
Flyer: http://transithavanna-film.de/download/TH-Flyer-DE-kl.pdf
14,99 bei:  https://www.amazon.de/Transit-Havana/dp/B06XK75342



Das Durchschnittsgehalt in Kuba beträgt knapp 30 Euro im Monat

Die Wohnverhältnisse im Land sind sehr beengt, es findet sich kaum Platz für die traute Zweisamkeit von Pärchen und auch Ehepaaren.
Daher will in Kuba das staatliche Beherbergungsunternehmen »Empresa Provincial de Alojamiento de La Habana« (EPA-Habana) wieder eine Reihe von Hotels eröffnen, in denen Paare auch stundenweise Zimmer mieten können.
Die Gewerkschaftszeitung Trabajadores erinnerte am Montag in einer Reportage daran, dass fast alle über 40 Jahre alten Kubaner noch solche »Posadas« genannten Häuser kennen. In der Krise nach dem Untergang der Sowjetunion zu Beginn der 1990er Jahre waren die Einrichtungen dann aber bevorzugt Menschen zur Verfügung gestellt worden, die durch Hauseinstürze oder Hurrikans obdachlos geworden waren. Für die Liebe wie für vieles andere habe einfach das Geld gefehlt, kommentierte die Zeitung. Künftig wolle der Staat aber wieder investieren, um Bürgern in beengten Wohnverhältnissen und jungen Leuten ein ungestörtes Intimleben zu bezahlbaren Preisen zu ermöglichen.
Laut Trabajadores verlangen die privaten Vermieter mittlerweile für kubanische Verhältnisse horrende Preise. Für drei Stunden müssten die Paare mindestens fünf Pesos convertibles (4,50 Euro) und häufig mehr hinblättern. Auch die Preise für Speisen und Getränke seien oft überhöht.

"Cuba, que linda es Cuba" cantan el grupo "La colmenita"

Las Razones de Cuba: https://www.youtube.com/channel/UClfs3vwJoG2SRiEWwoOTpTw

Trump macht Rolle rückwärts

US-Präsident revidiert Kuba-Politik seines Vorgängers. Restriktivere Reiseverordnung und Handelsbeschränkungen erlassen
Von Volker Hermsdorf
https://www.jungewelt.de/artikel/312664.trump-macht-rolle-r%C3%BCckw%C3%A4rts.html

Botschaft an die US-amerikanischen Schriftsteller, Künstler, Akademiker und Freunde der kubanischen Kultur
Wir kubanischen Künstler und Schriftsteller wenden uns an Sie ausgehend von dem ungeheuren Wandel der Politik gegenüber unserem Land ...
Autor: Granma | internet@granma.cu
http://de.granma.cu/cuba/2017-06-19/botschaft-an-die-us-amerikanischen-schriftsteller-kunstler-akademiker-und-freunde-der-kubanischen-kultur
 
Russisches Außenamt zur US-Blockade:
"Unsere Solidarität mit Kuba ist unerschütterlich"
https://deutsch.rt.com/amerika/52580-russisches-aussenamt-zur-us-blockade-solidarit%C3%A4t-mit-cuba/

Die Rede Donald Trumps isoliert nicht Kuba, sondern die USA.
http://www.fgbrdkuba.de/



Der kubanische Botschafter in den USA, José Ramón Cabañas,
hat sich über US-Präsident Donald Trump via Twitter lustig gemacht, nachdem dieser Obamas Politik gegenüber Kuba aufgekündigt hatte.

NEUE US-FEINDE

„#Cuba. Jetzt ist es offiziell: Das sind neue Feinde der US-Außenpolitik. Vorsicht!", schrieb der Botschafter in seinem Twitter-Profil und legte obiges Foto bei, das eine US-Touristengruppe in Kuba zeigt.


Aktionswoche gegen Homo- und Transphobie in Kuba
Von Wolfgang Mix, Havanna in ==> amerika21
https://amerika21.de/2017/05/176379/aktion-gegen-homophobie-kuba


31,1% des kubanischen Archipels von Wald bedeckt
Die Zahl bestätigt die in den letzen fünf Jahren festgestellte Tendenz zum progressiven Wachstum der Wälder
Autor: Orfilio Peláez | informacion@granma.cu
http://de.granma.cu/cuba/2017-05-17/311-des-kubanischen-archipels-von-wald-bedeckt


Kuba | USA
*US-Regierung konstruiert Vorwürfe gegen Kuba*
https://amerika21.de/2017/04/175128/us-vorwuerfe-kuba?pk_campaign=newsletter%26pk_kwd=weekly

Aktion gegen die Blockade von Kuba
9 Seiten - Fotos von B. Hackwell PDF: HIER


Sara González:
Girón, la Victoria
La extraordinaria voz de Sara González, de Cuba, canta "Girón, la Victoria", canción emblemática de la Nueva Trova. Sara González murió en La Habana, Cuba, el 1 de febrero de 2012, a la edad de 60 años. Cortesía de Cubainformación.
Más información en http://www.cubadebate.cu/noticias/2012/02/01/murio-la-cantautora-cubana-sara-gonzalez/


https://www.youtube.com/watch?v=Dh2Tz7vPTKg

Las 10 mejores canciones de Silvio Rodríguez
Auf youtube 1.784.482 Aufrufe Stand 19. April 2017


https://www.youtube.com/watch?v=rFXj8flgzsU

AUS DEM OFFIZIELLEN ORGAN DES ZK DER KP KUBAS VOM 06.03.2017
Kuba garantiert die Rechte seiner Bürger
Unser Land wird seinen Bericht über erzwungenes Verschwinden verteidigen
Autor: Redaktion Internationales | informacion@granma.cu
Kuba wird heute und morgen in Genf die Möglichkeit haben, vor dem Komitee gegen Erzwungenes Verschwinden in Genf seinen Bericht zu verteidigen, einer Instanz der Vereinten Nationen, deren Aufgabe es ist, dieser abscheulichen Praxis in der Welt vorzubeugen und sie zu unterbinden.

Die Internationale Konvention für den Schutz aller Menschen gegen erzwungenes Verschwinden wurde 2006 y unterzeichnet und am 23. Dezember 2010 inkraft gesetzt, was einen wichtigen Fortschritt in den internationalen Anstrengungen darstellt, um einen gemeinsamen juristischen Rahmen einzuführen.

Das Komitee gegen das Verschwindenlassen und die Arbeitsgruppe über Erzwungenes oder Unfreiwilliges Verschwinden sind seitdem zu den beiden wichtigsten Mechanismen von Experten der Vereinten Nationen auf diesem Gebiet geworden. Kuba nahm aktiv an den Verhandlungen teil, die zu dessen Annahme führten und war eines der Hauptförderer der Resolution der Generalversammlung, die diese Konvention annahm.

Nach Aussagen der UNO wird Verschwindenlassen durch drei gemeinsam auftretende Elemente definiert: der Freiheitsentzug gegen den Willen der betroffenen Person; die Beteiligung von Regierungsagenten, zumindest indirekt durch Zustimmung, und die Verweigerung von Information über das Schicksal oder den Aufenthaltsort der betreffenden Person.

Nach Angaben der UNO besteht das Ziel dieser Begehung darin, „Wahrheit und Gerechtigkeit zu fordern und außerdem das Andenken der Verschwundenen zu ehren.“ Außerdem wird den Angehörigen der Opfer Unterstützung zuteil, die darum kämpfen, ihre Lieben zu finden.

Als Teil der von der Konvention angenommenen Vorgehensweisen erstatten die Länder Bericht über diese Problematik innerhalb ihrer Landesgrenzen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Kuba sich präsentiert, da das Land Anstrengungen unternommen hat, um den weitgehenden Verpflichtungen auf dem Gebiet der Ausarbeitung und Präsentation von Berichten an diese Organe nachzukommen.

Kuba präsentiert sich im Schutze einer juristischen Ordnung, die die Rechte des Individuums regelt und garantiert. Seit 1959 hat die kubanische Revolution die körperliche und moralische Integrität des Individuums sowie die Verteidigung der Interessen der Bürger auf seine Fahnen geschrieben. In der Verfassung ist ebenso die Verteidigung der Menschenwürde als eines wesentlichen Wertes verankert.

In Übereinstimmung damit legt die nationale Gesetzgebung nicht nur die universell anerkannten juristischen Garantien zum Schutz der Menschenrechte fest, sondern es werden materielle Garantien für deren Ausübung bestätigt, sowohl im zivilen und politischen, wie ökonomischen, sozialen und kulturellen Bereich.

Jede in Untersuchung befindliche, vor Gericht gestellte oder verhaftete Person genießt die Gewährleistungen einer gerechten Behandlung in allen Phasen des Prozesses sowie jene, die vom Gesetz vor einem kompetenten, unabhängigen und unparteiischen Gerichtshof vorgesehen sind. Ebenso wird die Kommunikation des Verhafteten mit seinen Angehörigen und anderen Personen gewährleistet.


Kuba will jetzt die Prostitution zurückdrängen
Die Zunahme der internationalen wirtschaftlichen Aktivitäten Kubas, die Ausweitung der Handelsbeziehungen und der Boom der Tourismusbranche brächten ökonomische Vorteile, aber auch neue Gefahren, warnten die Experten. Um dem zu begegnen, müssten neben der Verfolgung von Delikten der sexuellen Ausbeutung und des Menschenhandels vor allem Aufklärung und Prävention im Mittelpunkt aller Aktivitäten stehen, in die neben Polizei und Justiz weitere Einrichtungen von Staates und Zivilgesellschaft einbezogen werden müssten, kündigte Mariela Castro auf dem Symposium an.
Politikerin und Fachfrau Castro setzt auf Prävention und Aufklärung. Sanktionen gegen Freier werden erwogen
Volker Hermsdorf hat in der jw einen Umfassenden Artikel dazu veröffentlicht:
https://www.jungewelt.de/2017/03-03/062.php

Kuba produziert Laptops und Tablets
Die erste Fabrik zur Montage von Laptops und Tablets ist in Havanna eröffnet worden. Diese Fabrik ist eine Kooperation der kubanischen Firma GEDEMA m it dem chinesischen Unternehmen Haier. Die Kom- ponenten für die Geräte kommen aus China, wer- den in Havanna montiert und unter der kubanischen Marke GDM vertrieben. Als Betriebssystem wird die k ubanische Eigenentwicklung „Nova Linux“ und „Nova Droid“ verwendet. Das Unternehmen wird 2017 50 000 Geräte ausliefern und möchte die Jahresproduktion dann auf 120 000 Geräte auswei- ten. Die kubanische Elektroindustrie stellt mit chine - sischer Hilfe außerdem LED-Lampen, Induktions - kocher, Solarmodule, TV-Geräte und Receiver her.    
Quelle: cubaheute.wordpress.com

Oceania Cruises baut Kuba-Programm aus
16.02.2017 – Die zu NCL gehörige Kreuzfahrtreederei Oceania Cruises hat für das laufende Jahr weitere sechs Kuba-Kreuzfahrten in ihr Programm aufgenommen. Die in Miami startenden Reisen führen die Oceania Insignia in Kubas Hauptstadt Havanna und in die Städte Cienfuegos und Santiago de Cuba.
http://www.kreuzfahrt-praxis.de/news/2408-oceania-cruises-baut-kuba-programm-aus

Aus der Zeitschrift der AG Cuba Sí in der Partei DIE LINKE:
Kurswechsel der EU
20 Jahre hat es gedauert! Am 12. Dezember 2016 haben  die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla sowie die  Außenminister der Europäischen Union  einen Vertrag unterzeichnet, der künftig die Grund lage der Beziehungen zwischen Kuba und der Europäischen Union bilden wird und den „Gemeinsamen Standpunkt“ der EU aus dem Jahr 1996 ersetzt. Damit wurde auch eine langjährige Forderung der Solidari- tätsbewegung erfüllt. Der „Gemeinsame Standpunkt“ verfolgte das Ziel, in Kuba „einen Prozess des Übergangs in eine pluralistische Demokratie“ zu fördern. Die EU hatte ihre Zusammen arbeit mit dem  sozialistischen Land davon abhängig gemacht, „wie die kubanischen Behörden Fort schritte auf dem Weg zur Demokratie“ nachweisen können. Der neue Vertrag ist eine Vereinbarung sou- veräner und gleichberechtigter Partner und könnte tatsächlich einen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen der EU und Kuba bedeu- ten. Beide Vertragspartner weisen darauf hin, dass alle Völker das Recht hätten, über ihr politisches, wirtschaftliches und soziales System selbst zu entscheiden. Sie verpflichten sich zudem, das System und die Verfassung des Vertragspartners zu respektieren und sich nicht in die inneren Angelegenheiten des anderen einzumischen. Festgeschrieben für  beide Seiten wurde auch die Respektierung und Verteidigung der Menschenrechte in ihrer Gesamtheit. Wichtige Punkte dieses Vertrages sind u.a. der politische Dialog, Kooperationen und der Handel. Die Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten müssen diesem Vertrag nun zustimmen. Wie ernst es speziell die Bundesrepublik Deutschland mit der Umsetzung des neuen Vertrages meint, muss sie jetzt beweisen. Lange Zeit gehörte Deutschland zu jenen Ländern der EU, die den „Gemeinsamen Standpunkt“ unter- stützten und eine Normalisierung der Beziehungen zu Kuba blockierten. Der neue Vertrag ist ein großer politischer  Erfolg Kubas. So wie die USA haben auch die Mitgliedsstaaten der EU begreifen müssen, dass Kuba sich nicht erpressen lässt oder durch öko- nomische und politische Drohgebärden und Strafen seinen souveränen Weg der Unabhän- gigkeit und des Sozialismus aufgibt. Aber trotz dieser positiven Entwicklung haben die Gegner des sozialistischen Kubas ihr Ziel eines Regime Change auf der Insel nicht aufgegeben. Die internationale Solidaritätsbewegung wird deshalb auch künftig alle Kräfte zur Unterstützung des sozialistischen Kubas mobilisieren.

Kubas Bericht vor der UNO:
US-Blockade unmoralisch und kriminell

Jedes Jahr im Oktober – vor der Abstimmung über die US-Blockade in der UNO – legt Kuba einen Bericht
zu den Folgen der Blockade vor, nennt Beispiele und berechnet die wirtschaftlichen Schäden...
mehr in Zeitschrift Cuba Sí ==> http://cuba-si.org/files/cuba/revista_1-2017_web.pdf

Festpreise für Sammeltaxis in Havanna 
Die Stadtregierung der kubanischen Hauptstadt hat neue Festpreise für die rund 5.000 privaten Sammeltaxis bekannt gegeben, die in der zwei Millionen Einwohner-Metropole operieren. Sie stellen einen wichtigen Teil des Transportsystems der Stadt dar. In letzter Zeit verkürzten sie immer häufiger die Routen oder versuchten die Preise zu erhöhen. Aufgrund zurückgehender Öllieferungen aus Venezuela hat sich die Verfügbarkeit von Treibstoff auf der Insel verschärft.

Die neuen Preise wurden in einer offiziellen Mitteilung in den staatlichen Medien veröffentlicht und beziehen sich auf ein Gesetz vom 14. Juli 2016, bei dem bereits erste Preisobergrenzen beschlossen wurden. Mit der neuen Preisliste wurden die Preise noch weiter gesenkt und teilweise um bis zu 50 Prozent reduziert, da jetzt einzelne Haltepunkte genauer abgerechnet werden müssen.

Havannas Sammeltaxis, auch "Maquinas" oder "Almendrones" genannt, sind im Zuge der wirtschaftlichen Reformen der vergangenen Jahre als Alternative zum überlasteten staatlichen Busnetz entstanden und werden täglich von über 175.000 Bewohnern der Hauptstadt genutzt. Dort sind derzeit rund 5.000 Fahrzeuge als Sammeltaxis im Einsatz, die meisten davon US-amerikanische Oldtimer. Sie fahren feste Routen innerhalb der Stadt ab und operieren nach dem "Hop on, hop off"-Prinzip. Eine Fahrt kostet in der Regel zwischen fünf und 20 kubanische Pesos, was 20 bis 80 Eurocent entspricht.

Nachdem Präsident Raúl Castro im Sommer vergangenen Jahres Sparmaßnahmen ankündigte, erhöhten die Fahrer oftmals die Preise oder kürzten ihre Routen ab. Aufgrund der Einsparungen kam es zu Rationierungen bei der Benzinausgabe, was den Abgabepreis "unter der Hand" erhöhte. Viele Sammeltaxifahrer beziehen ihr Benzin illegal auf dem Schwarzmarkt, wo der Preis nur einen Bruchteil der Tankstellenpreise beträgt. Sie argumentieren, dass sie bei den neuen Preisen ohne Zugang zu günstigeren Benzinkontingenten nicht kostendeckend arbeiten könnten. Sie fordern die Einrichtung eines gewerblichen Großmarkts.

In ersten Reaktionen wurden die neuen Preise begrüßt, allerdings mahnten Kommentatoren zur Vorsicht. Preisobergrenzen führten vergangenes Jahr zur zeitweisen Einschränkung des Angebots und es ist fraglich, wie die Einhaltung der neuen Preise kontrolliert werden soll. Havannas Stadtregierung hat inzwischen jedoch eine Beschwerdenummer eingerichtet. Bei Verstößen drohe der Lizenzentzug, heißt es in der aktuellen Pressemittelung.

Am vergangenen Freitag zeigte sich auf Havannas Straßen ein ähnliches Bild wie bei Einführung der letzten Preisobergrenzen im Juli. An den wichtigsten Haltepunkten warten die Menschen auf ein Sammeltaxi, von denen nach Bekanntwerden der neuen Regeln nur wenige zur Arbeit erschienen waren.
Einige wollten nur "von Ort zu Ort" fahren, um so die Preisgrenzen zu umgehen. Eine dauerhafte Lösung scheint weiterhin nicht in Sicht.


Bedeutung von Pädagogik 2017
Geschichte audiovisuell
Kubas Kulturminister Abel Prieto nahm an einer Podiumsdiskussion zum Thema
„Die Geschichte über audovisuelle Medien“ des Netzes zur Verteidigung der Menschheit teil

Autor: María Karla González Mir estudiante de Periodismo
Bedeutung von Pädagogik 2017„Wir müssen gegen Filme und Serien kämpfen, die „Schrott“ sind, gegen ver- zerrende Boschaften der Werbung, der Reality Shows, gegen den Einfluss der Berühmten mit dem ganzen „Blödsinn“, den sie verzapfen (...). Der Ruhm geht nicht mit der Tugend einher und auch nicht mit Heldentum oder Weisheit“, betonte Kultur- minister Abel Prieto Jiménez auf einer Podiumsdiskussion, die die Geschichte über audiovisuelle Medien des Netzes zur Verteidigung der Menschheit zum Thema hatte. Der Minister bezog sich haupt- sächlich auf den medialen Einfluss der Vereinigten Staaten, die Verzerrung der Realität und wie versucht wird, die Jugend dazu zu bringen, sich von dem abzukoppeln, was in ihrer Umgebung geschieht.

In diesem Zusammenhang hob er hervor, wie wichtig es sei, dass die Lehrer und Erzieher in Kuba und Lateinamerika die großen Emanzipatoren des Kontinents zum Vorbild haben, Personen wie José Martí und Sucre, mehr lesen und die Technologie anwenden, um ihre Kenntnisse zu bereichern.

René González Barrios, der Präsident des Instituts der Kubanischen Geschichte erinnerte in seinem Beitrag an die verschiedenen Gelegenheiten, bei denen die Moral der Insel von den Medien angegriffen wurde. Was die Geschichte betrifft, warnte er vor der Manipulation, der sie gelegentlich ausgesetzt sei und wies daraufhin, dass „sie heutzutage die wichtigste ideologische Stütze unseres nationalen Projekts ist. Sie stellt eine Waffe und ein Instrument für Lehrer, Politiker und Bürger zur Verankerung der Identität dar“, schloss er.
http://de.granma.cu/# 
informacion@granma.cu

Unesco hebt Bedeutung von Pädagogik 2017 hervor
Das in Kuba stattfindende Event stellt eine Dialogplattform für Spezialisten dar und trägt zur Förderung einer qualitativ hochwertigen Bildung bei, betonte der Hohe Vertreter der Unesco Jordan Naidoo
Autor: Prensa Latina(PL)
Das in Kuba stattfindende Event stellt eine Dialogplattform für Spezialisten dar und trägt zur Förderung einer qualitativ hochwertigen Bildung bei, betonte der Hohe Vertreter der Unesco, Jordan Naidoo....
.........Zu dem Pädagogikkongress, der alle zwei Jahre in Havanna stattfindet, sind dieses Mal nahezu 3000 Fachleute aus zahlreichen Ländern zusammengekommen. mehr:
http://de.granma.cu/cuba/2017-02-03/unesco-hebt-bedeutung-von-padagogik-2017-hervor

TRUMP REGIERT IN USA
Die Insulaner auf dem Eiland, das Umriss mäßig wie ein Krokodil (1) aussieht, die sind helle, denn sie hören sogar was ihr Präsident Raul Castro denkt:
«Wenigstens erleben wir noch das Ende der USA, wenn die US-Amerikaner den Trump so weiter machen lassen!»


Das Denken der Herrscher im Weissen Haus ist nicht einfach flach, es ist schlicht und simpel, also einfach für alle Gimpel!
Zwei Kriege haben Raum Im Kopf von Steven Bannon und fügen sie sich zu einem Ganzen.
In einer Sendung vom 25. Februar 2016 (Zitat 5:59 Minuten) sagte er: «Wir haben einen expansionistischen Islam und ein expansionistisches China. Sie sind motiviert. Sie sind arrogant... alles gehört zusammen: «Es gibt etwas, vor dem die Chinesen mehr Angst haben als Amerika und der Kapitalismus», sagte er in der gleichen Sendung (Zitat 2:20 Minuten) «und das ist das Christentum». 

MIT DEM CHRISTENTUM GEN OSTEN &.....SIEGEN?
Wie der «Trump-Flüsterer» Bannon die Revolution mit den Klerikalen plant: Amerika über alles in den USA und eine 'Rechte Internationale' in der Welt. Mit Donald Trump hat er einen Seelenverwandten gefunden, der den Plan ausführt. Der Chefberater des Präsidenten ist die Spinne im Netz. Eine Revolution von oben, die sich gegen das liberale Amerika richtet und die Weltordnung, die daraus hervorgegangen ist. In schneller Abfolge kündigte Trump das transpazifische Freihandelsabkommen TPP auf, erteilte den Befehl zum Mauerbau und verhängte einen Einreisestopp für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Staaten.

Wie wird dieser "Überbau an Simplizität erzeugt!"
Die Mehrzahl der Amerikaner glaubt, dass die biblische Schöpfung ganz real stattgefunden hat.
Die wissenschaftliche Bezeichnung für diese kindliche Vorstellung lautet: "Kreationismus" (bitte nicht zu verwechseln mit Kretinismus).
Umfragen der vergangenen 20 Jahre in den USA bestätigen genau das. Jüngst ergab eine Erhebung des Pew Research Center, dass 64 Prozent der Amerikaner Kreationismus, in welcher Form auch immer, im staatlichen Schulunterricht wünschen. Nur 26 Prozent waren gegen die Vermittlung jedweder Form des göttlichen Wirkens im wissenschaftlichen Unterricht. Nicht einmal jeder zweite Amerikaner glaube der Umfrage zufolge, dass sich der Mensch aus anderen Arten entwickelt hat, wie das die Evolutionstheorie darlegt. US-Präsidenten George W. Bush sprach sich im August 2005 dafür aus, dass die Lehre vom "Intelligent Design" als gleichwertig mit der Evolutionstheorie in den Schulen im Fach Biologie gelehrt werden sollte.

"Intelligent Design" haben sich trickreiche Kreationisten ausgedacht, sie propagieren die kreationistisch geprägte These, dass die Entstehung des Universums und des Lebens nicht anders als am besten durch eine Intelligenz – einen Schöpfer – erklärt werden kann und nicht durch einen von Steuerung freien Vorgang wie Mutation und Selektion.
Im US-Bundesstaat Kansas wird inzwischen tatsächlich "Intelligent Design" gleichberechtigt neben der Evolutionslehre in den Schulen unterrichtet.

Im Jahr 1921 wurde in Kentucky zum ersten Mal eine Gesetzesvorlage eingebracht, nach der es verboten sein sollte, die Abstammung des Menschen von Tieren an staatlichen Schulen zu lehren. Zwischen 1921 und 1929 gab es ähnliche Vorlagen in 31 Staaten. Höhepunkt des gerichtlichen Streits war der "Affenprozess" von Dayton in Tennessee im Jahr 1925, bei dem ein Lehrer stellvertretend für aufklärerische Gruppen einen Musterprozess gegen den US-Bundesstaat führte, der kurz zuvor verboten hatte, Darwins Evolutionstheorie zu lehren.

Im Prozess wurde zwar gegen den Lehrer entschieden, das Urteil jedoch wegen Formfehlern wieder aufgehoben. Für den Kreationismus stellte die öffentliche Debatte über den Prozess eine Niederlage dar, denn seine Ansichten wurden dabei weltweit der Lächerlichkeit preisgegeben.

Der Kreationismus im Bio-Unterricht wurde erst 1987 in USA verboten.

Dann am 22.03.2012 folgendes:
Ist die Evolutionstheorie wissenschaftlich begründet? Tragen die Menschen zum Klimawandel bei? Lehrern, die solche Fragen mit Nein beantworten, soll ein neues Gesetz im US-Bundesstaat Tennessee den Rücken stärken. Der Senat verabschiedete den entsprechenden Entwurf Anfang der Woche - und erzürnte damit Naturwissenschaftler in Schulen und Universitäten. Sie warnen, dass das Gesetz fragwürdigen Argumenten von Kreationisten und Bibeltreuen den Weg zurück in die Klassenzimmer ebnet.

Anzahl faktischer Analphabeten in USA
Jeder fünfte US-Amerikaner von den über 324 Millionen Einwohnern des Landes kann nicht richtig lesen.
Nicht einmal jeder zweite Amerikaner von den über 324 Millionen Einwohnern des Landes hält die Evolutionstheorie für wissenschaftlich begründet.
In Deutschland können 7,5 Millionen von den über 81 Millionen Einwohnern  nicht lesen.

Was nutzt uns eigentlich Religionsfreiheit?
Außer wir die Bewohner unseres Planeten, haben 'die Faxen' der Kreatonisten endlich satt und werden kreativ indem sich jeder seinen eigenen Gott kreiert - also erschafft!

DAS IST IM PRINZIP GANZ EINFACH
Ich mach das zur Probe hier mal vor:
"He, hier & hallo hiermit erschaffe ich dich, werde  mein - GOTT - , ich verleihe dir den Namen: KARAMEKUKOLMEXIKOKUL", thats all - damit ists geschafft. Nun so kann jeder seinen Gott erschaffen, der existent ist solange jeder es für seinen Gott will.
Das hervorragende daran ist, wir haben nur soviel Götter wie Bewohner des Planeten.
Jeder Gott ist und bleibt ein ganz kleiner Gott, denn er hat nur einen Gläubigen, der gleichzeitig sein Besitzer ist. Es wäre völlig überflüssig von seinem Gott ein Bild oder eine Figur zu fertigen und dafür ein Extrazimmer, eine Hütte, eine Kirche oder gar einen Dom zu bauen.
Keine Sekten, keine Religemeinschaften mehr, wär doch total blöd sich nochmal in Richtung - Kirchensteuer - Kirchenstaat - Religionskriege etc. zurück zu entwickeln. 

(1) Ein Jesuitischer Kartograph der die Insel per Schiff umrundete, konstatierte Kuba habe die Form eines Krokodils.


Kuba erfüllt letzten Wunsch von Fidel Castro
Havanna. In Kuba sollen weder Straßen noch andere öffentliche Plätze nach dem verstorbenen Revolutionsführer Fidel Castro benannt werden. Das Parlament in Havanna verabschiedete am Dienstag (Ortszeit) einstimmig ein entsprechendes Gesetz und erfüllte damit den letzten Willen des Comandante. Castro hatte zudem verfügt, dass es keine Denkmäler sowie Titel, Orden und andere Auszeichnungen zu seinen Ehren geben soll. Jegliche Art von Werbung und Nutzung des Namens für kommerzielle Zwecke ist untersagt.


Brüssel/Havanna:

Die Mitgliedsstaaten der EU haben nach einem fast zwei Jahre währenden Diskussionsprozess die Unterzeichnung eines Abkommens über die politische Zusammenarbeit mit Kuba beschlossen. Das Papier muss nun vom EU-Parlament und den 28 nationalen Parlamenten ratifiziert werden, berichtet heute das Lateinamerika-Portal amerika21.
Die Aushandlung des Kooperationsabkommens bedeutet zugleich, dass der zwischen Brüssel und Havanna umstrittene "Gemeinsame Standpunkt" der EU zu Kuba aus dem Jahr 1996 beerdigt wird. Dieser verknüpfte die Bereitschaft zur politischen und wirtschaftlichen Kooperation ausdrücklich mit dem Ziel eines Systemwechsels: Man wolle "einen Prozess des Übergangs in eine pluralistische Demokratie" fördern und die Zusammenarbeit mit Kuba davon abhängig machen, "wie die kubanischen Behörden Fortschritte auf dem Weg zur Demokratie" vorweisen können, hieß es in dem Papier. Die Bundesrepublik Deutschland unterstützte dies lange Zeit und blockierte damit eine Normalisierung der Beziehungen zu Kuba – auch dann noch, als mehrere Mitgliedsstaaten schon bilaterale Verträge mit Kuba abgeschlossen hatten.
In einer Stellungnahme (1) des kubanischen Vizeaußenministers Abelardo Moreno vom vergangenen Dienstag heißt es, Kuba nehme den Beschluss mit Befriedung zur Kenntnis. Besonders erkenne man seine politische Bedeutung an, denn damit werde "definitiv der sogenannte Gemeinsame Standpunkt von 1996 aufgehoben, der seit der Annahme wegen seines interventionistischen, selektiven und diskriminierenden Charakters von unserem Land entschieden zurückgewiesen wurde". Diese einseitige Politik sei de facto überwunden worden, wie die positive Entwicklung der Beziehungen in den letzten Jahren belege. Für Kuba sei es unerlässlich gewesen, dass "ein solches Relikt aus der Vergangenheit, das im Widerspruch zu den Grundlagen der Gleichheit, Gegenseitigkeit und des Respekts steht, auf denen sich seine Beziehungen zur EU seit 2008 entwickeln, vollständig abgeschafft wird", zitiert amerika21 den kubanischen Vizeminister Moreno.
Nach Auskunft der EU wird das Abkommen am kommenden Montagmorgen von der Hohen Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, EU-Chefdiplomaten und dem kubanischen Außenminister Bruno Rodriguez Parrilla unterzeichnet.
Mogherini erklärte dazu: "Wir stehen wirklich an einem Wendepunkt der Beziehungen zwischen der EU und Kuba. Gemeinsam gehen wir auf eine engere und konstruktivere Partnerschaft zu, die den starken geschichtlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen entspricht, die Europa und Kuba miteinander vereinen." Durch das neue Abkommen stehe die EU bereit für die Unterstützung des Prozesses der wirtschaftlichen und sozialen Modernisierung Kubas, "und ich sehe weiteren Fortschritten bei unseren bilateralen Beziehungen erwartungsvoll entgegen".

Bei dem Abkommen über politischen Dialog und Zusammenarbeit handelt es sich um die erste bilaterale Vereinbarung zwischen der EU und Kuba. Sie wird, wie es aus Brüssel heißt, den neuen Rechtsrahmen für die Beziehungen zwischen beiden Seiten bilden. Der Vertrag sieht einen verstärkten politischen Dialog, eine verbesserte bilaterale Zusammenarbeit und ein gemeinsames Vorgehen in multilateralen Gremien vor.

"Mit dem Abkommen soll der Übergangsprozess der kubanischen Wirtschaft und Gesellschaft unterstützt werden", hieß es dazu aus Brüssel. Neben dem politischen Dialog und dem sogenannten sektorpolitischen Dialog, etwa über Staatsführung, Justiz, Menschenrechte oder Ökologie, stellt die handelspolitische Zusammenarbeit daher einen Schwerpunkt des Vertrags dar. Die EU hatte indes vor allem auf den Menschenrechtsdialog mit Kuba gedrängt. Im Abkommen, das amerika21 einsehen konnte, ist nun von einer "ausgewogenen Behandlung" bürgerlicher, politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Rechte die Rede. Eine einseitige Debatte über bürgerliche Rechte in Kuba scheint damit ausgeschlossen. Das war den kubanischen Unterhändlern schon in den Verhandlungen um eine Annäherung mit den USA wichtig gewesen.

Die Verhandlungsrichtlinien waren am 10. Februar 2014 vom Rat "Auswärtige Angelegenheiten" angenommen worden. Die Verhandlungen begannen im April 2014 und wurden im März 2016 nach sieben Gesprächsrunden abgeschlossen. Die Hohe Vertreterin hat Kuba am 11. März 2016 anlässlich des siebten förmlichen politischen Dialogs EU-Kuba besucht. Dabei war das Abkommen förmlich parafiert worden.

Dieser Artikel im Lateinamerika-Portals: https://amerika21.de/2016/12/165456/eu-kuba-cuba-abkommen
(1) Stellungnahme des kubanischen Vizeaußenministers Abelardo Moreno: HIER
Mehr auf cubadebate: HIER

Spendenkampagne 2016: Unterstützen Sie jetzt amerika21!
Tragen Sie zu unabhängiger Berichterstattung aus und über Lateinamerika bei :

https://amerika21.de/blog/2016/11/165078/spenden-fuer-amerika21


Montevideo/Havanna.

Der ehemalige Präsident von Uruguay, José "Pepe" Mujica (2010-2015), hat sich angesichts des Todes des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro und neuer Drohungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump gegen den sozialistischen Karibikstaat zuversichtlich gezeigt, dass die Kubanische Revolution den Politiker der Republikanischen Partei politisch überleben werde. Die Präsidentschaft von Trump "wird vorübergehen", so Mujica in einem Interview mit Radio Uruguay.
"Ich wette darauf, dass die Revolution länger dauern wird als Trump", sagte der linksgerichtete Politiker, der nach Havanna gereist war, um den offiziellen Trauerfeiern für Fidel Castro beizuwohnen.
mehr: https://amerika21.de/2016/12/16

Fidel Castro: "Die Völker werden unregierbar werden"
Botschaft des kubanischen Revolutionsführers an die 11. Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung im Juni 2004 in São Paulo ===> https://amerika21.de/analyse/165282/castro-botschaft-unctad

"Symbol Kubas für Unabhängigkeit, für Rebellion und Solidarität"
Der Bundestagsabgeordnete Richard Pitterle über Fidel Castro, die kubanische Fahne im deutschen Parlament und linke Positionen zum sozialistischen Kuba ===>
https://amerika21.de/blog/2016/12/165116/kuba-cuba-pitterle-linke

Jeden Donnerstag bietet die SiG-Werkstatt neue Artikel an - diesmal
über Fidel Castro; CETA und TiSA - Griechenland - Frankreich u.a.m.
http://www.attac.de/bildungsangebot/sig/detailansicht/news/sig-123-werkstatt/

Neu: *G-Welt statt G20 - SiG Sondernummer*:
http://www.attac.de/uploads/media/SiG_SN_G20__dez_2016.pdf

*"Die Erweiterung des exklusiven Clubs der G8 zur G20 ist einerseits  Ausdruck der veränderten Kräfteverhältnisse und der abnehmenden  Gestaltungskraft der nördlichen Triade. Andererseits wurden die  „Neuen“ nur kooptiert mit der Absicht, die Strukturen der Herrschaft des globalen Kapitals (inklusiv IWF, WTO und Weltbank) möglichst unverändert zu lassen. Es soll sich wohl einiges ändern, damit das  Wesentliche so bleibt wie es ist."*
Sand im Getribe /Nr.77  < http://www.attac.de/uploads/media/sig77.pdf >


WELTWEIT TRAUER UM FIDEL CASTRO

Vor allem Kuba trauert um Fidel Castro, der am 25. November 2016 im Alter von 90 Jahren starb. Castro war Kubas einstiger Präsident und Führer der "Kubanischen Revolution" in den 1950er Jahren. Jahre lang hatten die Revolutionäre gegen Batista gekämpft, den damaligen Diktator in Kuba. Ihr Ziel war es, die Unabhängigkeit von den USA, für das Land durchzusetzen.  Die Revolutionäre wollten gesellschaftliche Umbrüche herbeiführen und einen sozialistischen Staat errichten. Sie wollten unter anderem auch den Analphbetismus, der unter US-Führung ca. 40% der Kubaner betraf, beseitigen. 1959 siegten die Revolutionäre unter Führung Fidel Castros und seinen Truppen - unter ihnen Ché Guevara, einer der Köpfe der Revolution.

F.CASTRO

CHE

Fidel Alejandro Castro Ruz war mit der Bewegung des 26. Juli (M-26-7) die treibende Kraft der kubanischen Revolution, die 1959 zum Sturz des Diktators Fulgencio Batista führte.
Die Entscheidung fiel an Weihnachten 1958:
Denn nachdem die Stadt Santa Clara von den Revolutionären eingenommen worden war, gab die Batista - Armee auf. Am Neujahrstag floh Diktator Batista in die Dominikanische Republik.
Es kam spontan zu einem "Generalstreik": immer mehr Kubaner gingen nicht mehr zur Arbeit, die gesamte Wirtschaft brach zusammen. Damit hatte die Revolution gesiegt. Am 8. Januar 1959 zog Fidel Castro in der kubanischen Hauptstadt Havanna ein. Die Truppe der Revolutionäre war eigentlich relativ schwach ohne die Unterstützung der kubanischen Bevölkerung hätten sie Batistas Armee alleine nicht besiegen können.

 OBAMA
Der scheidende US-Präsident Obama hob laut amerika21 die neuen Beziehungen zum Nachbarland hervor. Die USA reichten dem kubanischen Volk "die Hand der Freundschaft", schrieb er in einer Botschaft auf Englisch und Spanisch. "Die Geschichte wird den enormen Einfluss dieser einzigartigen Figur auf die Menschen und die Welt um ihn herum beurteilen", fügte er in Anspielung auf eine bekannte Aussage Castros an. Dieser hatte sein Plädoyer nach dem gescheiterten Sturm auf die Mocada-Militärkaserne mit dem Satz beendet: "Die Geschichte wird mich freisprechen".
 TRUMP
Der designierte US-Präsident Donald Trump, dagegen schilderte Castros Vermächtnis mit "Erschießungs- kommandos, Diebstahl, unvorstellbaren Leiden, Armut und der Leugnung grundlegender Menschenrechte". Zugleich bedankte sich Trump bei den ehemaligen Mitgliedern der Brigade 2506, die im April 1961 bei einem Invasionsversuch in Kuba scheiterten. Es war nicht zu entnehmen ob er die Toten oder die Überlebenden bevorzugte. US-Präsident Kennedy hatte sich 1961 für den Rückkauf überlebender entschieden

BRIGADE 2506
Brigade 2506 war eine Militäreinheit von Exilkubanern, die von der CIA schon unter der Regierung des US- Präsidenten Dwight D. Eisenhower für die Invasion Kubas in der Schweinebucht ausgebildet wurde. Am 17. April 1961, zu Beginn der Präsidentschaft von John F. Kennedy, kam sie zum Einsatz.

"08/15 US-PLAN"
ODER WIE 66 MILLIONEN US-DOLLAR DEM VOLKE NORDAMERIKAS GESTOHLEN WURDEN:

Versuch der Installation einer pro USA Regierung in Lateinamerika, hier im Fall Kuba
1. Einrichtung einer kubanischen Exilregierung
2. Start einer „kraftvollen Propagandaoffensive“ ('a powerful propaganda offensive')
3. Errichtung einer verdeckten Aufklärungs- und Ausführungsorganisation, die  der Exilregierung
     verantwortlich unterstehen sollte
4. Bildung einer paramilitärischen Einheit außerhalb Kubas, die später zu Guerilla-Einsätzen in Kuba                    eingesetzt werden sollte

13 MILLIONEN DOLLAR
Am 10. März 1960 wurde dieser Plan vom US - Sicherheitsrat bewilligt, mit Zusatz vom 14. März 1960, nach dem neben Fidel Castro auch dessen Bruder Raúl und der weitere Revolutionsheld Ernesto Che Guevara „beseitigt“ werden sollten. Der US-Präsident hatte für die Aktion 13 Millionen US-Dollar bewilligt, die aus verschiedenen Haushaltsstellen stammten und daher nie offiziell bestätigt wurden.

53 MILLIONEN DOLLAR
Freikauf unter US-Präsident John F. Kennedy
Belegt werden konnte das 1.113 Kämpfer der Brigade 2506 von den kubanischen Streitkräften gefangen genommen wurden. Am 22. Dezember 1961 wurden diese gegen Waren im Wert von 53 Millionen US-Dollar freigekauft.

Eisenhower & Kennedy & Trump in einer Linie -
Wer nicht für uns ist ist gegen UNS!
ER, SIE ODER ES IST ZU BESEITIGEN !!!

https://de.wikipedia.org/wiki/Brigade_2506#Die_Brigade_2506_nach_der_Invasion

Im Gedächtnis gekramt:
"TODOZ A LA PLAZA"
In den Jahren 1970 - 74 existierte ein Jahr, in dem ich am Feiertag der Arbeiter am 1. Mai in Havanna war. (Genaueres zum Jahr fällt mir nicht ein) Selbstverständlich wollte ich am 1. Mai zum Platz der Revolution, denn der Commandante Fidel Castro würde dort ja eine Rede halten. Mithilfe meines Langenscheid Deutsch- Spanisch Helfer, traf ich mit Kubanern eine Verabredung gemeinsam zum Platz der Revolution zu gehen. Meine Spekulation war, da ja einer der Kumpels über ein Auto verfügte, irgendwie bequem mitfahren zu können das platzte allerdings.
Trotz meines kümmerlichen "Hilfsspanisch" kapierte ich die Erklärung der Kubaner. Die kurz folgenden Inhalt hatte: Alle wollen zur Plaza, die Straßen dahin sind voller Menschen, einzelne, Gruppen, Familien mit Kind und Kegel, eben viele -viele, an diesem Tag kann keine Coche dort hin fahren.
All müssen laufen, als auch wir.
Immerhin die Kumpels kannten den kürzesten Weg, wir trafen uns am Malecon nahe Hotel National und latschten los. Natürlich nervte ich meine Begleiter öfters mit der Frage: Quantos Kilometros mas? Etwa in 4 Kilometer Entfernung gab es auf der rechten Seite eine Wiese mit Buden und Kinderkaroussel, viele Familien hielten dort auf Decken sowas wie Picknick ab, als ich Lautsprecher entdeckte war mir klar, die hatten sich dort wegen ihrer Kinder und der Gemeinsamkeit Platziert, um dem Gedränge auf der Plaza zu entgehen.
Als wir endlich ankamen war Plaza de la Revolution tatsächlich knüppeldicke voll. Über 800 Meter vom Rednerpult entfernt im "Schatten eines Laternenmastes" bezogen wir Stellung. Ich hatte meinen letzten super 8 Film gerade ins Gerät gefummelt. Als ein in der nähe stehender Kubaner mal da durchblicken wollte, dagegen hatte ich nichts. Er selbst ließ mich ab und an durch sein Fernglas sehen, das war schon was, besonders als Fidel Castro seine Rede endlich begann. Durch das Fernglas betrachtet war es als stünde ich kaum 10 Meter von Fidel Castro entfernt.



New York, 27.10.2016.
UNO-Staaten verurteilen US-Blockade gegen Kuba, Washington enthält sich
Zum ersten Mal in 24 Jahren haben die USA sich bei einer Abstimmung in der Vollversammlung der Vereinten Nationen gegen die Kuba-Blockade der eigenen Regierung ihre Stimme vor-enthalten. Diese Entscheidung war vor der schon zum jährlichen Ritual gewordenen Abstimmung über die US-Blockade gegen Kuba von der UN-Botschafterin Washingtons, Samantha Power, angekündigt worden. 191 Staaten verurteilten damit die US-Blockadepolitik, die USA und Israel enthielten sich, berichtet jetzt das Lateinamerika-Portal amerika21, das in einem ausführlichen Bericht die Hintergründe der Abstimmung schildert. Seit über zwei Jahrzehnten hatte Havanna jährlich einen ausführlichen Bericht über die Folgen und Wirtschaftsschäden der Blockade vorgelegt. Die kubanische Botschaft in den USA hatte unter Bezug auf dieses Dokument erst vor wenigen Tagen kritisiert, dass die andauernden Blockadegesetze der USA in Kuba horrende Kosten verursachen und Geschäftspartner abschrecken. Insgesamt 49 Strafzahlungen seien alleine während der Regierungszeit von Präsident Barack Obama gegen US-amerikanische und ausländische Akteure aufgrund der Verletzung der Blockade verhängt worden, schreibt amerika21. Insgesamt beziffert Kuba die Schäden durch die Blockade auf knapp 754 Milliarden US-Dollar. Vor allem in Lateinamerika und der Karibik, aber auch in anderen Staaten des globalen Südens traf diese Politik auf zunehmenden Widerstand – und wurde damit zum Bumerang für Washington. Dies, so die US-amerikanische UN-Botschafterin Samantha Power, sei einer der Gründe für die Enthaltung: "Die Resolution ist ein Beispiel dafür, dass die Politik der Isolierung nicht funktioniert, denn in dem Moment, in dem sie Kuba isoliert, isoliert sie auch die USA". Kubas Außenminister Bruno Rodríguez bezeichnete die Enthaltung als einen positiven Schritt für die Normalisierung der Beziehung beider Staaten.  Die vollständige Meldung es Lateinamerika-Portals amerika21 finden Sie heute unter: https://amerika21.de/2016/10/163088/kuba-cuba-usa-blockade-uno


Sklaverei auf Kuba

Karl Marx sagte über die Slaverei, das ist die
"ROHESTE UND PRIMITIVSTE FORM DER AUSBEUTUNG"
Die Zucker und Tabak Produktion in Kuba basierte lange Zeit ausschließlich auf Sklavenarbeit. Nach langen Kämpfen wurde vor 130 Jahren auf der karibischen Insel die Sklaverei abgeschafft. Der 7. Oktober 1886 war der Tag, – an dem sie auf der Insel per Gesetz abgeschafft wurde,
In Kuba wird jeweils an diesem Tag an die Befreiung der Sklaven erinnert.
In seinem 1966 veröffentlichten Werk »Der Cimarrón« zeichnete Barnet die Lebensgeschichte des entflohenen Sklaven Esteban Montejo auf, die dieser dem Autor im Alter von 104 Jahren anvertraut hatte.
Montejo beschrieb die ­entwürdigenden­Zustände auf den Plantagen, seine Flucht, seine Verstecke in Wäldern (wo die entlaufenen Sklaven, die sogenannten Cimarrones, befestigte Siedlungen, die Palenques, anlegten) und wie er schließlich als Guerillakämpfer, als »Mambi«, am Unabhängigkeitskrieg gegen die Spanier teilgenommen hatte.

Hurrikan Matthew verurschte hohe Schäden im Osten Kubas
Mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern war Hurrikan Matthew seit über einem Jahrzehnt der schlimmste Hurrikan in der Karibik. Mit schweren Regenfällen, Überschwemmungen sowie schweren Schäden an Gebäuden, Transportwegen und in der Landwirtschaft hiterließ der Wirbelstrum eine Spur der Verwüstung.
Spendenaufruf und Berichte: http://www.fg-brd-kuba.de/soli/hurrikan-matthew.php

Tod und Verwüstung in der Karibik
In einigen Regionen Kubas haben viele Familien durch den Hurrikan "Matthew" alles verloren. Die Schäden sind enorm. In Haiti starben mehr als 20 Menschen. Zehntausende verloren ihre Häuser - und die Ernten.
Von Peter Sonnenberg, ARD-Studio Mexiko-Stadt
https://www.tagesschau.de/ausland/hurrikan-matthew-117.html
Neuere Infos aus Haiti besagen es starben mehr als 200 Menschen

Truppe der Östlichen Armee unterstützt den Wiederaufbau in Baracoa
Die Truppe kommt beim Säubern der unterbrochenen Straßen, den Sanierungsmaßnahmen in den Ortschaften, der Müllabfuhr, dem Zersägen zu Boden gefallener Bäume und ähnlichen Aufgaben zum Einsatz
http://de.granma.cu/cuba/2016-10-06/truppe-der-ostlichen-armee-unterstutzt-den-wiederaufbau-in-baracoa


Barack Obama definiert künftige Politik der USA gegenüber Kuba

Washington, 18.10.2016. Die US-Regierung hat am 14. Oktober eine Präsidialrichtlinie (Presidential Policy Directive, PPD) veröffentlicht, die der Normalisierung der Beziehungen zu Kuba gewidmet ist. Mit dem Dokument sollen die Beziehungen nach eigenen Angaben so weit wie möglich verbessert werden, erklärt heute das Lateinamerika-Portal amerika21. Bei den PPD handelt es sich um Präsidentenbeschlüsse, mit denen Sicherheitspolitik auf Basis der Analyse und Beratung des Nationalen Sicherheitsrates festgelegt wird. Viele solcher Direktiven sind geheim. Während der Reagan-Ära (1982-1988) gab es zahlreiche geheime Direktiven in Bezug auf Lateinamerika und Kuba, in denen die grundsätzlichen Politikvorgaben festgelegt worden waren. Die aktuelle exekutive Richtlinie von Präsident Barack Obama beschreibt die Vision der USA für die Normalisierung der Beziehungen mit Kuba und bewertet bisherige Fortschritte aus der Sicht Washingtons. Sie beschreibt zudem den derzeitigen strategischen Kontext der Kooperation mit Kuba und die vorrangigen Ziele für die weitere Normalisierung. Schließlich werden die zur Durchführung erforderlichen Maßnahmen angegeben. Hierfür sind 16 Ministerien und Behörden benannt. Der Nationale Sicherheitsrat (NSC) ist mit der kontinuierlichen Politikkoordination und der Aufsicht der Umsetzung des Strategiepapiers beauftragt. Besonders erwähnt wird der US-Kongress, der noch zahlreiche wichtige Änderungen der bisherigen Politik beschließen müsste. Seit Beginn des Annäherungsprozesses ist Obama bemüht, diesen außenpolitischen Reformprozess irreversibel zu machen. Die PPD ist ein entscheidender Schritt in diese Richtung.  Die vollständige Meldung es Lateinamerika-Portals amerika21 finden Sie heute unter:
https://amerika21.de/2016/10/162450/obama-direktive-kubapolitik 


Abstimmung über Kuba-Blockade der USA vor der UNO 
Protestaktion im Internet  New York/Havanna, Am kommenden 26. Oktober wird vor der UN- Vollversammlung in New York zum 25. Mal über die US-Blockade gegen Kuba abgestimmt. Dabei wird erneut eine überwältigende Verurteilung der einseitigen Sanktionen Washingtons gegen den sozialistischen Karibikstaat erwartet, heißt es heute in einem Beitrag des Lateinamerika-Portals amerika21. Im vergangenen Jahr hatten sich 191 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen der jährlich präsentierten kubanischen Resolution angeschlossen, mit der die US-Blockade als völkerrechtswidrig und unmoralisch verurteilt wird. Im Internet ruft die kubanische Kampagnenseite cubavsbloqueo.cu indes zu einer symbolischen Abstimmung über die US-Blockade auf. Am Kopf der entsprechenden Seite kann jeder User einmal sein Votum abgeben. Die kubanische Botschaft in den USA kritisierte in einer Pressemitteilung indes die andauernde Anwendung der Blockadegesetze. Insgesamt 49 Strafzahlungen seien während der Regierungszeit von Präsident Barack Obamas gegen US-amerikanische und ausländische Akteure aufgrund der Verletzung der Blockade verhängt worden. Dies gehe aus Daten der US-Behörde Office of Foreign Assets Control (OFAC) hervor. "Der kumulierte Betrag dieser Strafen beträgt insgesamt 14,4 Milliarden US-Dollar, ein in der Geschichte des US- Embargos gegen Kuba einmalig hoher Betrag", heißt es in dem Text, "und dies, obwohl beide Länder vor mehr als einem Jahr diplomatische Beziehungen wieder aufgenommen haben."


Gefahr durch Hurrikan Matthew im Osten Kubas

Der Kurs und die Entwicklung dieses mächtigen tropischen Zyklons muss besonders von Camagüey bis Guantanamo, aber auch in den zentralen Provinzen des Landes, mit unverminderter Aufmerksamkeit verfolgt werden. Autor: Orfilio Peláez | informacion@granma.cu
http://de.granma.cu/cuba/2016-10-03/weiter-gefahr-durch-hurrikan-matthew-im-osten-kubas


US-Jugendprogramm in Kuba in der Kritik
NGO "World Learning" will künftige potentielle Führungsleute ausbilden. Schüler und Studierende in Kuba weisen "Manipulationsprogramm" zurück. Von Edgar Göll in amerika21
https://amerika21.de/2016/10/161231/world-learning-usa-kuba

Europäische Kommission

Die Kommission schlägt Abkommen über politischen Dialog und Zusammenarbeit mit Kuba vor
http://europa.eu/rapid/press-release_IP-16-3133_de.htm

Kubas Suche nach Öl
http://www.msn.com/de-at/nachrichten/other/kubas-suche-nach-%C3%B6l/ar-BBwD5A9


Wasserentsalzungsanlagen in Kuba
Noch vor 2017 werden in Kuba fünf Wasserentsalzungsanlagen errichtet
Autor: Ángel Freddy Pérez Cabrera | freddy@granma.cu
SANTA CLARA — In Kuba sollen noch vor 2017 fünf Wasserentsalzungsanlagen errichtet werden. Die erste davon wird noch vor Ende diesen Jahres in der Nähe der Bucht Boca de Cabaña entstehen, die sich etwa 20 Kilometer von Santiago de Cuba befindet und an der zum Strand Mar Verde führenden Landstraße liegt.

„Es handelt sich um ein Projekt zur Abschwächung der Auswirkungen der intensiven Dürre, unter der das Land in den letzten Jahren gelitten hat“, sagte Inés María Chapman, Vorsitzende des Nationalinstituts für Wasserressourcen (INRH), die das hier existierende Potenzial hervorhob, um Meerwasser in Wasser zu verwandeln, das für den menschlichen, häuslichen und industriellen Verbrauch geeignet ist.

Sie fügte hinzu, dass außer der Anlage in der Provinz Santiago de Cuba, die ein Leistungsvermögen für die Entsalzung von 50 Liter Wasser pro Sekunde haben wird, weitere vier vorgesehen sind. Diese sollen in den kleinen Inseln entstehen, die nördlich vor Villa Clara und Ciego de Avila liegen, sowie in Cayo Largo del Sur und Isla de la Juventud, was der Entwicklung des Tourismus in diesen Gebieten förderlich sein wird.

Sie stellte ebenso fest, dass diese Initiative Teil eines Programms darstellt, das auf die Absicherung der Wasserversorgung in jenen Gebieten gerichtet ist, zu denen der Zugang mit Wasserrohren sehr schwierig wäre und es somit sehr kostenaufwendig ist, das Wasser über herkömmliche Wege zuzuführen.

„Die Leistungsfähigkeit dieser ersten Anlagen variiert je nach den Anforderungen der zu versorgenden Einrichtungen“, sagte die Vorsitzende des INRH, die versicherte, dass dies nicht die einzigen sein werden, da in Zukunft weitere in verschiedenen Orten Kubas vorgesehen sind.

„Diese Investition ist Teil eines weiter gefassten Programms zur besseren Wassernutzung“, erklärte Inés María Chapman, die in diesem Sinne neben anderen Ideen die Erneuerung von mehreren Kilometern der Versorgungsnetze, die Aufdeckung und Beseitigung von Austrittsstellen und die Förderung modernerer Techniken in den Beregnungssystemen der Landwirtschaft erwähnte.
Aus Granma International:
http://de.granma.cu/cuba/2016-09-22/errichtung-von-wasserentsalzungsanlagen-in-kuba


KUBA EBOLA UND WESTAFRIKA
Die Krankheit ist gefährlich, weil es an Bildung mangelt
Delegation informiert über den Kampf kubanischer Ärzte und Pfleger gegen Ebola in Westafrika. Ein Gespräch mit Graciliano Díaz Bartolo Gitta Düperthal  Sie touren derzeit durch mehrere Städte der Bundesrepublik, um die Arbeit kubanischer Ärzte in Westafrika zur Bekämpfung von Ebola vorzustellen.

Was ist das Ziel der Veranstaltungen? 
Wir wollen in Deutschland in einen Austausch mit der Bevölkerung kommen, um sie zu informieren, wie sich unsere Arbeit zur Bekämpfung der gefährlichen Ebola-Epidemie in Westafrika entwickelt. Wichtig ist, die gesamte Menschheit vor diesem Virus zu schützen, weil es so aggressiv ist. Zum ersten Mal ist die Krankheit 1976 in der heutigen Demokratischen Republik Kongo, damals Zaire, aufgetreten, ebenso wie im Sudan, und wurde deshalb nach deren gemeinsamem Grenzfluss Ebola benannt.
Der neuerliche, größte jemals dokumentierte Ausbruch der Epidemie in Westafrika 2014 ist vermutlich von einer infizierten Fledermaus ausgelöst worden. 

Wie schnell kann Ebola zum Tod führen? 
Das hängt sowohl davon ab, wie die Infektion behandelt wird, sowie von den Lebensumständen einer Person. Der Tod kann bereits nach 48 oder 72 Stunden eintreten. Bei meinem fast dreijährigen Aufenthalt in Guinea, Liberia und Sierra Leone habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Krankheit so gefährlich ist, weil es an Bildung mangelt. Wenn Menschen nicht wissen, wie leicht übertragbar sie ist, gehen sie leichtfertig damit um. Durch religiöse Riten, etwa die Totenwaschung, können sich Verwandte anstecken. Der durch Armut bedingte Mangel an Hygiene kann sich ebenso negativ auswirken. 

Wie verläuft die Krankheit?
Die Krankheit wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.
Die Inkubationszeit beträgt zwischen zwei und 21 Tagen. Infizierte Menschen werden von starken Kopfschmerzen und Unwohlsein befallen, Erbrechen, Schlappheit und Durchfall folgen. Blut findet sich in Spucke oder in Ausscheidungen. Nur wenige Stunden dauert es, bis der Kranke dehydriert und zunehmend verfällt. 

Ist die Gefahr der Ansteckung auch für den behandelnden Arzt groß?
Trotz Außentemperaturen von durchschnittlich 40 Grad Celsius, die bis auf 52 Grad ansteigen können, tragen wir, wenn wir die Kranken behandeln, einen speziellen Schutzanzug samt Brille. Wie wichtig das ist, hatten wir im Hermanos Ameijeiras Hospital in Havanna gelernt – theoretisch. Die Umsetzung bei der Hitze in Afrika ist riskant. Wir können jeweils nur eineinhalb Stunden bei den Patienten bleiben. Trotz des relativ kurzen Zeitraums wird das Personal manchmal ohnmächtig – vor allem, wenn wir länger bleiben müssen. Der gefährlichste Moment ist das Ausziehen der infizierten Schutzkleidung nach der Behandlung – ohne mit der äußeren Hülle in Berührung zu kommen. Wir müssen das allein machen; um nicht weitere Personen zu gefährden. 

Wieso haben Sie sich entschieden, diese Hilfe zu leisten? 
Nach der Bitte des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon und der Vorsitzenden der Weltgesundheitsorganisation Margaret Chan, gab es in Kuba einen Aufruf, die Westafrikaner beim Umgang mit der gefährlichen Krankheit zu unterstützen.
Tausende meldeten sich, freiwillig in diese Länder zu gehen, darunter viele Frauen. Weil jedoch nicht bekannt ist, inwiefern deren spätere Fortpflanzung beeinträchtigt werden könnte, hat die kubanische Regierung entschieden, nur Männer zu schicken. Für kubanische Ärzte und Krankenpfleger ist klar: Wir haben bei unserer Revolution internationale Unterstützung bekommen. Diese historischen »Schulden« wollen wir abtragen und etwas zurückgeben. 
http://www.fgbrdkuba.de/termine/flyer/20160919-kubas-sieg-ueber-ebola.php


Überbleibsel des Kalten Krieges

USA fördern Auswanderung aus Kuba mit ihrem »Cuban Adjustment Act«.
Neun Außenminister Lateinamerikanischer Staaten haben in einem gemeinsamen Brief an US-Außenminister John Kerry appelliert, die noch immer bestehenden Anreize und Privilegien für kubanische Migranten abzuschaffen.
Bereits am 22. August hatte der Präsident Costa Ricas, Luis Guillermo Solis, bei einem Empfang im Weißen Haus gegenüber US-Präsident Barack Obama eine entsprechende Bitte geäußert. Das mittelamerikanische Land erneuert damit seine Forderung nach Abschaffung des »Cuban Adjustment Act«.

Tausende kubanische Migranten benutzten die lateinamerikanischen Länder als »Trampolin«, um in die USA zu gelangen, so Costa Ricas Außenminister Manuel González jüngst zu der in Miami erscheinenden Tageszeitung Nuevo. Costa Rica und die anderen Transitländer von Ecuador bis Mexiko müssten für die Konsequenzen eines Gesetzes aufkommen, das ein Produkt des Kalten Krieges sei und keine Daseinsberechtigung habe.

1966 vom US-Kongress verabschiedet, sollte der »Cuban Adjustment Act«, einen Massenexodus aus Kuba provozieren, um das Land auszubluten. Dieses Gesetz gesteht kubanischen Bürgern – und nur diesen – auch bei illegaler Einreise nach einem Jahr eine dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis in den USA zu.
Weil sie fürchten, dass Washington diese Privilegien bald streichen könnte, haben Zigtausende Kubaner jetzt ihr Land verlassen, nachdem die Präsidenten Raúl Castro und Obama im Dezember 2014 eine Normalisierung der Beziehungen ankündigten.
Die Migranten gehen davon aus: Wer vorher noch den US-Pass erhält, kann auch nach Streichung des Gesetzes jederzeit nach Belieben zwischen Kuba und den USA pendeln. Das schafft natürlich etliche Möglichkeiten zum “ Neben - Verdienst” zwischen der Kuba Normalität und der Glitzerwarenwelt in USA.

Laut Nuevo Herald, sollen allein in den letzten zehn Monaten 46.500 Kubaner ohne gültiges Visum in den Vereinigten Staaten aufgenommen worden sein. Für 2015 wird – der Zeitung zufolge – die Zahl von 43.000 und 2014 etwa 24.000 solcher Migranten angegeben.

Mit Hilfe krimineller Menschenhändlerorganisationen erreichen viele verschiedene Länder in Lateinamerikas und müssten dort untergebracht und versorgt werden.

Costa Ricas Außenminister González über die Auswirkungen auf sein Land:
»Das hat uns Millionen Dollar gekostet, die wir nicht haben«, weil sie sofort an wichtigeren Stellen fehlen..

Die Regierung Costa Ricas hatte in einem Brief an US-Präsident Barack Obama bereits im April dagegen protestiert, dass die USA die Auswanderung von Kubanern förderten und belohnten. Die Migranten aus anderen lateinamerikanischen Ländern dagegen werden verfolgt, daher ist die Stimmung in der Region aufgeheizt. González forderte Wahington jetzt auf, »mehr zur Lösung der Migrationskrise beizutragen, als die betroffenen Länder zu einer härteren Anwendung ihrer Einwanderungsgesetze aufzufordern«.

Kolumbien hat damit begonnen, rund 1.200 in dem Land gestrandete Kubaner abzuschieben, Panama habe 600 Migranten von der Insel – unter Androhung der Abschiebung – aufgefordert, das Land »freiwillig« zu verlassen. Mexiko hat kürzlich bereits 90 Kubaner wieder zurückgeschickt.

Das kubanische Außenministerium machte in einer Erklärung vom 6. August das US-Gesetz aus dem Jahr 1966 zum wiederholten Mal dafür verantwortlich, dass Menschen »zu Opfern verbrecherischer Banden werden«. Havanna warf den USA vor, mit dem »Cuban Adjustment Act« die illegale und unsichere
Migration in der Region zu stimulieren. Costa Rica, sieht das aus eigener Erfahrung mittlerweile genauso.

WIEDER KRACH MIT PAYPAL
Ein 66jähriger Futtermittelhändler legte sich mit US-Internetriesen Paypal an.
Ein wichtiger Einnahmezweig für den auf Haltung und Zucht von Reptilien spezialisierten Händler ist der Verkauf von Futterinsekten. Zeitgemäß wird dieser Handel auch im Internet via Online-Shop abgewickelt. Für den sicheren Zahlungsverkehr nutzte die Firma, den bekannten Internetbezahldienst Paypal.
Im April sperrte die US-Firma dem Futtermittelhändler das Paypal-Konto.

Begründung: Das mittelsächsische Unternehmen habe mit dem Verkauf von "Kubanischen Asseln" gegen das Wirtschaftsembargo gegen den Staat Kuba verstoßen. Der Haken an der Sache: Diese Insekten haben rein gar nichts mit Kuba zu tun. Die Asseln stammen ursprünglich von den Britischen Inseln, erhielten ihren Namen vermutlich im Jahr 1857. Wer den Asseln den Vornamen ,Kubanisch' verpasste, ist heute nicht mehr feststellbar.  Vor allem ist das Handelsembargo nur auf die Vereinigten Staaten begrenzt. Die Europäische Union hatte bereits in den 1990-ern die Blockade gegen den Karibikstaat für illegal erklärt.

Schließlich schaltete der Händler den Anwalt Andreas Eberl aus München ein. Der erwirkte vor dem Landgericht Chemnitz eine einstweilige Verfügung. Die Sperrung des Paypal-Kontos wurde für nicht rechtens erklärt. Die einstweilige Verfügung wurde von Paypal anerkannt, der Rechtsstreit somit beigelegt.

Paypal ist schon Anfang 2016 mit ähnlicher Vorgehensweise aufgefallen. Da hatte in Dortmund ein Ticketverkäufer Eintrittskarten für das Tanzmusical "Soy de Cuba" angeboten. Paypal sperrte ihm das Konto und begründete dies mit den US-Sanktionen gegen Kuba. Anwalt Eberl siegte auch damals gegen Paypal.
Ein ausführlicher Artikel dazu in freie freiepresse.de/

USA Landraub in Kuba soll mittels Gesetz verewigt werden
Gesetzgeber in den Vereinigten Staaten möchten möglichen Verhandlungen über eine Rückgabe des unrechtmäßig mit der Marinebasis Guantanamo besetzten Gebietes einen Riegel vorschieben.
Von Sergio Alejandro Gómez | internet@granma.cu
http://de.granma.cu/mundo/2016-05-11/weitere-ungerechtigkeit-gegen-kuba-soll-in-ein-gesetz-gefasst-werden

US-Solidaritätskarawane erreicht Kuba
Karawane der "Pastoren für den Frieden" informierte in 57 US-Städten und fordert Ende der Blockade gegen Kuba. Diskussion mit Kongressabgeordneten in Washington
Von Edgar Göll, Havanna auf ==> amerika21
https://amerika21.de/2016/07/156638/us-solidaritaetskarawane-kuba

Im Zeichen Fidels
Kuba erinnerte an den Beginn des revolutionären Kampfes am 26. Juli 1953
Von Volker Hermsdorf auf jw ==> http://www.jungewelt.de/2016/07-27/007.php

Tag der Nationalen Rebellion : Kuba feiert  seine Revolution!
http://www.lokalkompass.de/dortmund-ost/politik/tag-der-nationalen-rebellion-kuba-feiert-seine-revolution-d680938.html

Konzeptionalisierung des Modells des kubanischen Wirtschafts- und Sozialmodells
für die sozialistische Entwicklung

Kuba-Nationaler Plan für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung bis 2030:
Vorschlag für eine Vision der Nation, strategische Schwerpunkte und Bereiche
Das Dokument des VII Parteitages der PCC, welches jetzt in Cuba diskutiert wird, liegt nun auch auf deutsch vor. Übersetzung: Übersetzungssprachendienst des deutschen Bundestages.
http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/wp-content/uploads/2016/07/VII-Parteitag-DE.pdf

Kulinarische Revolution auf Kuba
Bis zur Öffnung Kubas gab es beinahe ausschließlich staatliche Restaurants – mit fettigem Essen und mäßigem Service. Inzwischen wächst die gesunde Konkurrenz. Ein Land im Wandel.
http://kurier.at/chronik/weltchronik/kulinarische-revolution-auf-kuba/207.173.545


„Kuba wird seinen Weg gehen“
Markus Bernhardt im Gespräch mit Steffen Soult
http://www.unsere-zeit.de/de/4826/22/2981/%E2%80%9EKuba-wird-seinen-Weg-gehen%E2%80%9C.htm
 
Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:
https://berichteaushavanna.wordpress.com/


HAVANNA CLUB MARKENRECHTE

Havana Club gilt als eine der bekanntesten Marken für kubanischen Rum und wurde 1935 in den Markt eingeführt. Der Rum belegte 2007 auf der Impact ranking of international Premium spirits brands einen Platz unter den ersten 30 weltweit meistverkauften Spirituosen. Nachdem das französische Unternehmen Pernod Ricard ab 1993 den internationalen Vertrieb übernommen hatte, ist der Absatz des Rums weltweit stark angestiegen.
Bacardi hat daraufhin mittels starker Lobbyarbeit die Markenrechte in den USA erlangen können und verkauft dort einen Rum unter gleichem Namen. Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Havana_Club

US-kubanische Annäherung befeuert Rum-Streit
Der Streit um die Marke Havana Club war schon immer hoch politisch: auf der einen Seite Pernod Ricard und die politische Führung in Havanna, auf der anderen Bacardi und die Rechte der Firmengründer. Ein Ende des US-Embargos könnte die Karten neu mischen.
Aus NWT-Online: HIER

Aus jw: Ausgabe vom 16.06.2016, Seite 15 / Medien
Unter den schlimmsten zehn
»Reporter ohne Grenzen« sieht Journalismus in Kuba schlechter geschützt als in Kriegsgebieten.
Eine ver.di-Zeitschrift verbreitet den Unsinn...

Von André Scheer
..."Überraschung für Abonnenten von M – Menschen machen Medien, dem medienpolitischen Magazin der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Aus der aktuellen Ausgabe flatterte ihnen eine Weltkarte der Pressefreiheit entgegen, die die Lage in den einzelnen Ländern darstellen soll. Aufgeteilt sind die einzelnen Staaten farblich von weiß (»gute Lage«) bis zu schwarz (»sehr ernste Lage«).
Reporter ohne Grenzen_Pressefreiheit u d schlimmsten 102


Als Herausgeber angegeben wird die von M unterstützte Organisation »Reporter ohne Grenzen« (ROG), die jährlich eine »Rangliste der Pressefreiheit« im pdf  veröffentlicht": HIER

Aus der Rangliste der Pressefreiheit von ROG 2016:
Auf Platz 1. Finnland - 16. Deutschland - 41. USA - 149. Mexico - 171. Kuba
..."In ihrer Rangliste und auf der sich auf diese stützenden Weltkarte billigt ROG eine »gute Lage« lediglich den Ländern Skandinaviens, Deutschland, Irland, Estland und Neuseeland zu, die deshalb weiß erscheinen. In der nächsten, »gelben« Kategorie (»zufriedenstellende Lage«) finden sich unter anderem die USA, Frankreich, Spanien und Polen. Ganz schlimm (»sehr ernste Lage«) ist es nach diesen Kriterien unter anderem in Libyen, Syrien, Jemen, Iran, China, Vietnam, Laos und Kuba. Diese Länder wurden auf der Karte schwarz eingefärbt. Besser ist die Lage dagegen demnach in der Türkei, Kolumbien, Mexiko und Honduras"...

..."die Lateinamerikanische Journalistenföderation (FPL) zählte zwischen Jahresbeginn und Ende April 2016 schon fünf Morde an Medienschaffenden in Mexiko, im ganzen Vorjahr waren es 14 Reporter. In Honduras wurden im vergangenen Jahr zehn Journalisten ermordet, in Brasilien waren es acht. In Kuba müssen Journalisten dagegen maximal damit rechnen, dass sie – so Amnesty International – »willkürlich festgenommen und für kurze Zeit in Haft gehalten« werden. Für Mexiko konstatiert Amnesty dagegen »schwere Menschenrechtsverletzungen wie Folter und andere Misshandlungen, Verschwindenlassen und außergerichtliche Hinrichtungen". 

Im Jahr 2015 sind weltweit 110 Journalisten getötet worden. Mindestens 67 von ihnen starben nach Recherchen von Reporter ohne Grenzen wegen ihrer Arbeit – einer mehr als im Jahr 2014. 
Übrigens laut Pressemitteilung, vom 2. November 2015 wurden seit 2006 weltweit über 700 Journalisten aufgrund ihrer Arbeit getötet.

            "DARUNTER BEFAND SICH KEIN KUBANISCHER JOURNALIST"!
Ein von der UNESCO veröffentlichter Bericht zu Meinungsfreiheit und Medienentwicklung:
https://www.unesco.de/presse/pressearchiv/2015/pm-43-2015.html

Yes, we can

Jorgito Jerez weckt Kuba-Begeisterung in den USA
Von Tobias Kriele |

http://www.unsere-zeit.de/de/4818/vermischtes/2525/Yes-we-can.htm
 
Feldzug gegen die Mücken
Kubas Reservisten bekämpfen Zika-Mücke

Seit Februar sind in Kuba landesweit Sprühteams unterwegs. Mit Insektiziden gehen sie mindestens einmal pro Woche gegen die Aedes-Mücke vor.  http://www.taz.de/!5298775/
Schon Jahre vorher hatten Wissenschaftler zusammenhänge Zwischen Monsanto’s Round up und der Ausbreitung der Mücke vermutet: mehr HIER

Aktionstage gegen die Kuba-Blockade DER USA in Washington

Das Internationale US-Komitee für Frieden, Gerechtigkeit und Würde berichtet von den „Zweiten Aktionstagen“ gegen die weiterhin bestehende Blockade Kubas, die vom 18. bis zum 22. April 2016 in Washington, D.C. stattfanden. Bei dem Komitee handelt es sich um die Nachfolgeorganisation des Internationalen Komitees für die Freiheit der Cuban 5.
(Quelle: E-Mail vom 27. April 2016)

Das Internationale US-Komitee für Frieden, Gerechtigkeit und Würde gibt bekannt:
Die "Zweiten Aktionstage" gegen die weiterhin bestehende Blockade Kubas in Washington, D.C., endeten am 22. April mit einem erfolgreichen Gemeindeforum in der UDC-Rechtsfakultät. Seit dem 18. April hatten Teilnehmer aus Städten aus den gesamten Vereinigten Staaten, einschließlich Hawaiis und auch aus Brasilien und Kanada die verschiedenen Aktivitäten besucht. Die Organisatoren hatten erwartet, dass es nach der gefälligen Ankündigung über die Verbesserungen der Beziehungen zwischen den beiden Ländern am 17. Dezember 2014 für sie leichter sei, Einreisevisa zu erhalten.
Wie sich jedoch herausstellt, ist in dieser neuen "Tauwetter"-Periode das Gegenteil der Fall. Zwei kubanische Mediziner, die an der kubanischen Brigade zur Bekämpfung von Ebola in Westafrika teilgenommen hatten, waren eingeladen sowie auch Luisa Campos, die Direktorin des Museums für Literalität von Havanna, die schon zuvor in die USA gekommen war, eine Repräsentantin des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP) und Jorgito Jerez, allesamt Vertreter der kubanischen Zivilgesellschaft. Sie alle hatten Visa reichlich vor der Zeit beantragt und waren zu ihren dazu erforderlichen Gesprächen in die US-Botschaft in Havanna gekommen. Von den fünf Eingeladenen, die bereit waren zu kommen, erhielt nur Jorgito sein Visum und das erst, nachdem der erste Teil seiner Tour in New York bereits vorbei war. Er traf 2 Stunden, bevor er in der "American University" sprechen sollte, in D.C. ein.

Viele in den Vereinigten Staaten glauben, die Blockade sei vorbei,
dank der Lügen und Desinformation seitens der "corporate media", die darauf aus sind, die Leute täglich zu verwirren und über das, worum es in dieser neuen Periode überhaupt geht, im Unklaren zu lassen. Trotz der vielen Ankündigungen aus dem Weißen Haus über Änderungen hat sich in Wahrheit überhaupt nicht viel geändert. Obama könnte so viel mehr tun und hat die Exekutivgewalt, die Blockade praktisch wirkungslos zu machen.

Inzwischen bleibt aber die Politik des Regimewechsels in der Haltung der offiziellen Regierung gegenüber Kuba Bestandteil des “Rechts”.

Als Obama am 22. März live im kubanischen Fernsehen sprach, erklärte er: "Ich möchte es Sie wissen lassen, dass ich glaube, dass mein Besuch hier demonstriert, dass Sie keine Bedrohung von den Vereinigten Staaten fürchten müssen." Niemand sollte das für wahr halten. Andererseits haben die Menschen in den USA keinen Grund, Kuba als Bedrohung anzusehen, denn Kuba ist nie in die USA eingefallen, hat nie versucht, einen US- Präsidenten zu töten, nie versucht, die U.S.-Regierung auf irgendeine Weise zu untergraben, Kuba hat keinen unerwünschten Militärstützpunkt in den USA, noch hat es ihnen über 50 Jahre lang eine grausame und inhumane Blockade auferlegt, und Kuba verbietet seinen Bürgern nicht, in jedwedes Land zu reisen, dass ihnen Einreise- Visa gewährt.

Es ist schwer zu verstehen, warum vielen als Veranstaltungsteilnehmer zum Austausch von Gedanken, Sichtweisen und Erfahrungen etc. in die USA geladene Kubaner Visa verweigert werden oder zu spät erteilt werden. Dies geschieht auf regelmäßiger und unvorhersehbarer Basis, die es nahezu unmöglich macht, Veranstaltungen für sie zu planen. Es gibt ein unleugbares Vorhandensein von berechnender Grausamkeit in alledem, woran die Kubaner schon gewöhnt sind. Eines ist jedoch glasklar, und das ist der Umstand, dass die Regierung der Vereinigten Staaten die Widerstandskraft des kubanischen Volkes weiterhin unterschätzt, und sie unterschätzt auch die weit verbreitete internationale Unterstützung, die Kuba aus allen Winkeln der Welt erhält.

Besuche beim US-Kongress und dem Senat
Die Zweiten Aktionstage gegen die Blockade begannen am 18. April mit einer Orientierung über basisdemokratische Fürsprache. Teilnehmer und Organisatoren erarbeiteten eine Strategie zu den Angelegenheiten, denen sie möglicherweise bei ihren Treffen in den verschiedenen Kongress-Büros begegnen könnten. Die Besuche galten den Mitgliedern des Kongresses, die der Gesetzesvorlage zugunsten der Beendigung der Blockade und/oder des Reiseverbots noch nicht unterschrieben hatten. Einige Besuche richteten sich auch an Kongressbesucher, die den Wandel der US-Politik gegenüber Kuba unterstützt haben. Vier Fürsprecherteams schwärmten über den Hügel aus und besuchten insgesamt 41 Büros, wobei sie jeweils betonten, dass die Blockade nicht nur die Menschen in Kuba betrifft, sondern auch, dass die Menschen in den USA von dem Ende der 56 Jahre alten und verfehlten Politik profitieren würden.

Einsatzbesprechung für den Kongress
Die Dres. Alicia Steele und Vanessa Avila, beide mit Abschluss an der Lateinamerikanischen Schule für Medizin (ELAM) in Havanna boten während einer Einsatzbesprechung für die Begegnung mit Kongressmitarbeitern eine Präsentation. Sie ersetzten die beiden Mediziner aus Kuba, die ihre Visa nicht erhalten hatten, und sprachen über die Fortschritte des kubanischen medizinischen Systems wie der von "Heberpro-P", die diabetische Geschwüre heilt und Amputationen vermeidet, und über die Entwicklung neuer Impfstoffe gegen Krebs. Die beiden jungen Latino-Doktoren sprachen auch über den beispiellosen Internationalismus, für den Kuba steht, wenn es irgendwo auf der Welt eine Naturkatastrophe gibt wie das verheerende Erdbeben in der vergangenen Woche in Ekuador. Kuba hat schon 650 Mediziner ausgeschickt, um dort auszuhelfen.

Die Vorstellung des Films, "Die Kraft der Schwachen"
Während der Aktionstage fanden Filmvorführungen der neuen Dokumentation des deutschen Filmemachers Tobias Kriele statt. "Die Kraft der Schwachen" erzählt die Geschichte von Jorge, "Jorgito" Jerez, der 1993 in der Spezialperiode mit Zerebralparese in Kuba geboren wurde. Der Film zeigt, wie eine Gesellschaft, die auf die Unterstützung der menschlichen Entwicklung ausgerichtet ist, Behinderte stark machen kann.
Mit der Fürsorge des kubanischen Gesundheits- und Bildungssystems von Geburt an ist Jorgito jetzt selbstgenügsamer, unabhängiger junger Journalist geworden. Er sprach nach dem Film zum Auditorium der jeweils gut besuchten Veranstaltungen in der "American University" und in der Universität des District Columbia (UDC). Die Zuhörer waren sichtlich bewegt, als Jorgito erklärte, dass sein Fall als Produkt der US- Blockade gegen Kuba gesehen werden kann, da seine Krankheit ihn viel weniger hätte beeinträchtigen können, wenn die Menge an Medizin, die er gebraucht hätte, verfügbar gewesen wäre.
Dennoch, trotz der Blockade nahm Kuba es auf sich, Medizin von weit her und zu einem sehr hohen Preis zu besorgen. Jorgito hat alle Hindernisse überwunden und lebt heute ein normales Leben wie jeder andere junge Kubaner. Er macht gerade seinen Abschluss auf der Journalistenschule, er hat seinen eigenen Blog und ist in den sozialen Medien sehr aktiv.

Gemeindeforum: "Aus kubanischer Sicht"
Am Freitagabend besuchten um die 175 Leute die Abschlussveranstaltung in der "UDC Law School" [Rechtsfakultät, Anm. d. Ü.] in Washington, D.C. Alicia Jrapko vom Internationalen Komitee für Frieden, Gerechtigkeit und Würde moderierte das Abendforum, das sich auf den derzeitigen Stand der US-kubanischen Beziehungen konzentrierte.
Zu den Podiumsteilnehrmern gehörte der bekannte kubanische Anwalt Jose Pertierra, der in Washington, D.C., praktiziert, der Professor für Journalismus am King’s College in Halifax und Autor von "What Lies Across the Water: The Real Story of the Cuban Five", und Jorgito Jerez.
Außerdem nahmen am Podium die frisch-gebackenen ELAM-Absolventen, Dr. Alicia Steele aus Michigan und Dr. Vanessa Avila aus Kalifornien teil sowie auch Jennifer Bryant von der "Venceremos Brigade" und Gail Walker, geschäftsführende Direktorin von IFCO/Pastors for Peace. Barbara Curvello, eine Cubano- Amerikanerin aus Pensacola, Florida, die zur Teilnahme an den Aktivitäten gegen die Blockade gekommen war, lieferte die Übersetzung für Jorgito. Das Kubanische Institut für Völkerfreundschaft (ICAP) hatte eine Solidaritätsbotschaft geschickt, die von Nalda Vigezzi, eine der Vorsitzenden vom Nationalen Netzwerk zu Kuba (NNOC), las die Botschaft vor. Netfa Freeman vom Institut für Politische Studien und ein "WPFW"[Radio]-Kommentator verlas eine Solidaritätsbotschaft, die vom deutschen Netzwerk für die Solidarität mit Kuba geschickt worden war. Ein weiterer starker Beitrag zum Abend war eine Solidaritätsbotschaft von "National Nurses United" [Vereinigte nationale Krankenpfleger], die von einem ihrer Mitglieder, Krankenpfleger Joe Cassidy, vorgestellt wurde.
Die Podiumsteilnehrmer diskutierten verschiedene der derzeitigen Angelegenheiten wie den "Cuban Adjustment Act" und die noch bestehenden "regime change" -Programme und darüber, was Obama noch weiter tun könne, indem er seine Exekutivgewalt nutzte, um die Blockade effektiv auszulöschen.

Als kubanischer Jugendlicher sprach Jorgito eloquent über seine Zukunftsvorstellung von Kuba. "Was am 17. Dezember geschah, ist eine Herausforderung für die kubanische Jugend. Präsident Obama richtete seine Rede an den Generationswechsel. Ich komme zu den Freunden Kubas, um ihnen zu sagen, dass er sich irrte, als Obama von der kubanischen Jugend sprach. Es ist kein Geheimnis, dass der Präsident und seine Berater und sogar auch einige Politiker sagen, dass die Blockade endet, wenn die historische Führungsriege abgedankt hat. Ein von den von der Blockadepolitik am meisten betroffener Bereich ist der der jungen Leute." Er fuhr fort, indem er sagte: "Im Namen der jungen Kubaner lasst uns zusammen arbeiten und uns alles mögliche unternehmen, um die Mauern der Blockade nieder zu reißen. Die Zukunft Kubas liegt in den Händen junger Leute, die Zukunft Kubas ist gewährleistet."
Sowohl Dr. Alicia Steele als auch Vanessa Avila sprachen über ihre Erfahrungen während des Studiums in Kuba. Dr. Steele sagte, dass sie nicht nur dank Kuba, einen Doktor in Medizin erworben habe, was hier in den Vereinigten Staaten ein unerfüllter Traum geblieben wäre, sondern auch fließend Spanisch gelernt habe und wieder in Verbindung mit ihren lateinamerikanischen Wurzeln gekommen sei. "Als ich aufwuchs, konnte ich nicht mit meiner Großmutter sprechen, die nur Spanisch sprach, aber als ich aus Kuba zurück kam, konnte ich mit ihr kommunizieren, etwas, das mir sehr wertvoll ist." Andere Podiumsteilnehmer sprachen über die Bedeutung von Kubas Solidarität und das Recht, nach Kuba reisen zu können.

Der kubanische Botschafter in Washington, D.C., José Ramón Cabañas, beschloss den Abend mit einer Erklärung, was aus kubanischer Sicht erforderlich sein werde, um eine Normalisierung der Beziehungen zu erreichen. "Für jene, die Zweifel an der Notwendigkeit der Solidarität hegen, müssen wir auf das blicken, was um uns herum geschieht," und Cabañas fuhr fort, "Und in jenen Ländern der ersten Welt werden die Probleme an der Sichtweise vom wirtschaftlichen Standpunkt aus fest gemacht. Da gibt es diejenigen, denen eine Menge gehört und die diejenigen, die keine Ressourcen für ein bescheidenes Leben haben. Für diese Leute müssen wir Solidarität schaffen. Kubaner der letzten drei oder vier Generationen sind geboren und ausgebildet nach dem Prinzip, dass wir uns einander solidarisch erweisen müssen, denn wir haben eine Menge Solidarität von Euch erhalten, aus vielen Ländern und vielen Gesellschaften. Eines möchte ich betonen, die Blockade hat noch Bestand. ... Die Kernprobleme gibt es noch. Große Regulierungen und Beschränkungen müssen überwunden werden, wenn wir wirklich eine normale Beziehung zu den Vereinigten Staaten haben wollen. ... Das Sanktionsregime von 1962 und was das Helms-Burton-Gesetz angerichtet hat - übrigens in diesem Jahr seit 20 Jahren - das gibt es noch."

Solidaritätsveranstaltungen zur Unterstützung der Aktionstage fanden in Toronto und in der Schweiz statt.
Die Philippinische Kuba- Kultur und Freundschaftsgesellschaft" schickte eine Solidaritätsbotschaft an die Organisatoren der Veranstaltungen in Washington, D.C.

Die Aktivitäten der Aktionstage in Washington machten den dringenden Bedarf deutlich, weiter für das Ende der ältesten unilateralen Blockade der Geschichte zu arbeiten, insbesondere da sich jetzt Chancen dafür zeigen.

Die Veranstaltungen wurden von einer Koalition aus Gruppen in den USA organisiert, einschließlich des "Internationalen Komitees für Frieden, Gerechtigkeit und Würde", der "IFCO/Pastors for Peace", des "National Network on Cuba", des "Institute for Policy Studies" und der "Venceremos Brigade".
Deutsch: Josie Michel-Brüning

(Quelle: E-Mail vom 27. April 2016)

Eine Bildergalerie der Veranstaltung mit 63 Fotos finden Sie hier:
https://www.flickr.com/photos/16954978%40N05/sets/72157667019829980

Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:
https://berichteaushavanna.wordpress.com/

PAYPAL VERURTEILT!!!

PayPal wegen Durchsetzung der US-Blockade kontra Kuba in Deutschland verurteilt.
Ein Dortmunder Unternehmer erwirkt Gerichtsurteil gegen den Online-Dienstleister. Das Unternehmen PayPal hatte ein Konto bezüglich eines Kuba-Konzertes entsprechend der US-Blockade gegen Kuba gesperrt.
Es existieren viele vergleichbare Fälle und unzählige Fälle von Privatpersonen, die von der PayPal Politik das US- Recht in Deutschland widerrechtlich anzuwenden geschädigt wurden.
Harald Neuber berichtet auf amerika21:  https://amerika21.de/2016/04/150765/paypal-urteil-blockade-kuba

Hallo Kubafreunde,
beim Lesen des folgenden Artikels ist mir eingefallen, das in der Runde der Jahreshauptversammlung der Freundschaftsgesellschaft-Berlin-Kuba kaum einer der Anwesenden unter 61 Jahre alt war!


Groß und stark standest Du vor uns auf der Bühne
Compañero Heinz W. Hammer presente!
Von Josie Michel-Brüning

Am 31. März 2016 starb das leitende Herz und der Kopf der Regionalgruppe Essen der Freundschafts- gesellschaft BRD-Kuba viel zu früh im Alter von nur 61 Jahren. In Kämpfen mit gegnerischen Kräften zeigte HWH großes Format, ob am Mikrophon vor dem US-Konsulat in Düsseldorf oder in Publikationen der Linken von UZ bis NRhZ. Heinz durchschaute die Zerreißproben im Lager der Linken, ohne sich irritieren zu lassen. Nicht durch Worte und Diffamierungen ließ er sich blenden. Taten zählten. Nachfolgend eine Ansprache von Josie Michel-Brüning an den geschätzten Genossen, für den Che und Fidel die Leidbilder waren. So pflegte Heinz die Website der Regionalgruppe der Freundschaftsgesellschaft BRD Kuba in Essen mit historischem Gehalt: "Unsere freien Augen erblicken heute neue Horizonte und sind fähig zu sehen, was wir gestern in unserer Eigenschaft als koloniale Sklaven nicht sehen konnten, nämlich daß die 'westliche Zivilisation' hinter ihrer ansehnlichen Fassade Hyänen und Schakale verbirgt. (…)
Ein reißendes Tier, das sich an wehrlosen Völkern mästet, das ist der Imperialismus, so geht er mit den Menschen um, und das zeichnet den imperialen 'Weißen' aus."
(Aus: Che’s Rede vor der UNO am 11.12.1964)
...Immerhin manifestiert sich Dein Wirken in dem 2013 im PapyRossa Verlag erschienenen und von Dir gemeinsam mit Frank Schwitalla verfassten Buch, "Solidarität . Die Zärtlichkeit der Völker - 20 Jahre Netzwerk Cuba" und auf der Homepage der FG BRD-Kuba, Regionalgruppe Essen, die Du solange Du noch konntest, aktualisiert hast und die ein gewaltiges Archiv, einschließlich historischer Hintergründe, hinterlässt...
Wie sehr werden wir Deine oft auch witzigen E-Mail-Kommentare vermissen, nach Deinem Motto,
"Humor hat der, der trotzdem lacht!"
Artikel komplwtt lesen==> http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=22710
 

Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba:
Die Sicht der anderen Seite
Von John Kirk und Stephen Kimber    Deutsch: Dirk Brüning
http://www.miami5.de/informationen/presse-160321.html
 
Menschenrechtsgeheuchel : USA kritisieren Kuba
Marjorie Cohn
http://antikrieg.com/aktuell/2016_03_22_menschenrechtsgeheuchel.htm
 
Geld für Kuba-Reise
USA frieren 15.000 Euro von Dortmunder Jugendgruppe ein
von Felix Guth
http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44359-Nette~/Zahlungs-Embargo-USA-frieren-Geld-fuer-Kuba-Reise-der-Falken-ein;art2577,2976953

Fragen die René González (einer der Miami 5) MintPressNews beantwortet

+Wird das Tauwetter in den US-kubanischen Beziehungen Kubas revolutionären Eifer abkühlen?
+MintPress News (MPN): Jetzt, da die [verbliebenen drei Mitglieder der] Cuban Five nach diplomatischen Verhandlungen zwischen Kuba und den USA freigelassen worden sind, auf welche Art werden Sie den anti-imperialistischen Kampf fortsetzen? Wird irgendeine zukünftige Aktivität - insbesondere in Beziehung auf internationale Solidarität - durch die Übereinkunft behindert werden?
+MPN: Es hat hinsichtlich der Normalisierung der Verbindungen zu den USA eine Menge von in Konflikt zu einander stehenden Meinungen gegeben. Wie passt dieser Schritt zu den Werten der Kubanischen Revolution?
+MPN: Bis zu welchem Ausmaß glauben Sie, wird die US-Regierung auf die Forderungen Kubas eingehen - insbesondere die Beendigung der militärischen Besetzung Guantánamos?
+MPN: Was ist die allgemeine Reaktion der Kubaner auf die Annäherung an die USA?
+MPN: Die USA versuchen Beziehungen mit Kuba zu etablieren und mischen sich gleichzeitig in Venezuela ein. Wie sieht der kubanische Internationalismus diesen Widerspruch?

"In The Miami 5 Info" beantwortet René González alle die mit + gekenntzeichneten Fragen hier:
http://www.miami5.de/informationen/presse-160222.html
Passend dazu ein gekürzter Granma-Artikel in der JungeWelt:
http://www.jungewelt.de/2016/03-12/077.php?sstr=

Mrz.2016 trotz  Annäherung USA-Kuba verlängert Obama Notstands-Act:

Obama renews state of emergency against Cuba
President Obama renewed a 20-year-old state of national emergency to enforce the blockade against Cuba in February, even as he plans a trip to the island nation this month to continue talks on normalising relations between the two countries.

Obama's Proclamation 9398 continues the legislation first instituted by President Clinton in 1996 under emergency powers granted to the president by Congress, and prohibits US-registered vessels and aircraft from entering Cuban waters or airspace without authorisation. Under the National Emergencies Act, those emergency powers expire unless the president renews them each year

Übersetzung Ali Mrz.2016:
Obama erneuerte den Ausnahmezustand gegen Kuba
Präsident Obama erneuert einen 20-jährigen Ausnahmezustand, die Blockade gegen Kuba im Februar zu erzwingen, auch wenn er in diesem Monat eine Reise in die Inselnation plant, um die Gespräche über die Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern fortzusetzen.

Obamas Proklamation 9398 setzt die Gesetzgebung, die zunächst von Präsident Clinton im Jahr 1996 eingeleitet wurde fort, das die Notstandsbefugnisse des Präsidenten durch den Kongress, ein Verbot für in USA-registrierte  Schiffe und Flugzeuge ohne Genehmigung,  kubanische Gewässern oder den Luftraum zu Betreten. Im Rahmen des nationalen Notstandes Gesetzes verfällt der Notstands Act, es sei denn, der Präsident erneuert ihn jedes Jahr.

SOLIDARITÄT MIT ANNA BELEN MONTES
Jürgen Heiser in der Jungen Welt:
»Meiner Überzeugung verpflichtet«
Die US-Geheimdienstmitarbeiterin Ana Belén Montes sitzt seit 2002 in Isolationshaft. Sie hatte Informationen an Kuba weitergegeben. Eine internationale Bewegung fordert nun menschenwürdige Bedingungen für sie – und ihre Freilassung

Für die einen ist sie eine Whistleblowerin, die Herrschaftswissen an jene weitergegeben hat, gegen die diese Informationen verwendet werden sollten. Für andere ist sie eine Revolutionärin, die die Gesetze ihres Landes gebrochen hat, um Schaden von einem bedrohten Nachbarland und seiner Bevölkerung abzuwenden.
Für wiederum andere ist sie eine Gefangene, der seit vielen Jahren in der Isolationshaft grundlegende Menschenrechte verwehrt werden, um Rache an ihr zu nehmen und ihren Widerstandswillen zu brechen.
Es geht um Ana Belén Montes, die am kommenden Sonntag, dem 28. Februar, in der Hochsicherheitsabteilung eines US-Bundesgefängnisses ihren 59. Geburtstag begeht. Ein US-Bundesgericht in Washington D. C. hatte sie im Oktober 2002 wegen »Verschwörung zur Spionage für Kuba« zu 25 Jahren Haft verurteilt, weil sie als leitende Analystin des US-Militärgeheimdienstes »Defense Intelligence Agency« (DIA) 16 Jahre lang als geheim klassifizierte Daten an die sozialistische Republik Kuba weitergeleitet und damit der nationalen Sicherheit der USA geschadet haben soll.

Lange Zeit war es still um Ana Belén Montes während ihrer schon über 14 Jahre dauernden Haft, aber an ihrem diesjährigen Geburtstag soll sie nicht mehr das Gefühl haben, allein zu sein, wenn sie die Konsequenzen ihres mutigen Handelns weiter trägt. Zum ersten Mal sollen ihr in diesem Jahr aus vielen Städten Lateinamerikas, Europas, Kanadas und der USA Grußkarten zugehen (Adresse am Ende des Textes), die ihr zeigen sollen, dass eine wachsende Zahl von Menschen und Organisationen nicht mehr tatenlos zusehen will, wie ihre Menschenrechte missachtet werden. Vielleicht werden auch diese Geburtstagskarten wie andere Postsendungen zuvor nicht bis in die Zelle der Empfängerin gelangen, aber dann werden die verantwortlichen US-Behörden sehen: Ana Belén Montes ist genausowenig allein wie Oscar López Rivera, Leonard Peltier, Mumia Abu-Jamal oder viele andere politische Gefangene.

Aus diesem Grund wird US-Präsident Barack Obama am heutigen Donnerstag einen Brief der »Internationalen Solidaritätsbewegung für Ana Belén Montes« erhalten. Darin drängen ihn »Bürgerinnen und Bürger dieser Welt, die keine Regierung repräsentieren«, sich für die Gefangene mit der Nummer 25037-016 im Bundesgefängniskrankenhaus Carswell in Texas einzusetzen. Im ersten Schritt solle Obama dafür sorgen, dass sie aus der Isolationshaft verlegt und Bedingungen des Normalvollzugs erhält. Im zweiten Schritt erwarten die zahlreichen Unterzeichner des Briefes, dass Obama sie begnadigt, zumindest aber ihre Gefängnisstrafe reduziert. Der Brief soll den Präsidenten und der US-Regierung deutlich machen, dass sie es künftig mit einer wachsenden Solidaritätskampagne zu tun haben werden, die nicht mehr lockerlässt und dafür kämpft, die körperliche und psychische Unversehrtheit dieser politischen Gefangenen zu garantieren.

Solidarisch mit Kuba
Ana Beléns Familie stammt ursprünglich aus der karibischen US-Kolonie Puerto Rico, weshalb sie automatisch die Staatsbürgerschaft der USA erhielt. Geboren wurde sie 1957 in Nürnberg auf einem US-Militärstützpunkt. In der fränkischen Stadt lebte ihre Familie ein paar Jahre, bis der Vater, ein Militärarzt im Rang eines hohen Offiziers, wieder in einem anderen Land stationiert wurde. Ana Belén wuchs mit einer Schwester und zwei Brüdern auf. Als sie 15 war, ließen sich die Eltern scheiden. Nach ihrem Studium im Fach »Internationale Beziehungen« bewarb sich die junge Frau 1985 erfolgreich als »Junior Analyst« beim DIA.

Zehn Tage nach dem 11. September 2001 wurde sie von Agenten der US-Bundespolizei FBI in ihrem DIA-Büro auf der Luftwaffenbasis Bolling in Washington D. C. verhaftet. Wie sie später zum Vorwurf, für Havanna spioniert zu haben, erklärte, hatte sie als mittlerweile ranghohe Analystin für Lateinamerika verdeckt Informationen über die gegen Kuba gerichtete Militärstrategie der USA geliefert. Allerdings hatte sie nicht als Söldnerin gegen Bezahlung gehandelt, sondern ihre Spitzenstellung im Nachrichtendienst des US- Militärapparats dazu genutzt, der vom mächtigen Imperium im Norden bedrohten sozialistischen Inselrepublik aus Solidarität beizustehen.

Ihr über Jahre gewachsenes dienstliches Wissen hatte sie zu der Überzeugung gebracht, dass sie etwas tun musste. Vor Gericht erklärte Ana Belén dazu im Oktober 2002, sie habe sich ihrer »Überzeugung mehr verpflichtet gefühlt als dem Gesetz«. Die Politik der US-Regierung gegenüber Kuba sei »grausam und unfair, zutiefst unnachbarschaftlich«, weswegen sie sich moralisch in der Pflicht gesehen habe, »der Insel zu helfen, sich gegen unser Bestreben zu verteidigen, ihr unsere Werte und unser politisches System aufzuoktroyieren«. Vier Jahrzehnte lang sei das Land, für das sie arbeitete, Kuba »mit Intoleranz und Missachtung begegnet«. Zu keiner Zeit hätten die USA »Kubas Recht auf seinen eigenen Weg gemäß seiner Ideale von Gleichheit und Gerechtigkeit respektiert«. Sie habe lediglich getan, was sie »für richtig hielt, um einem großen Unrecht entgegenzuwirken«. Damit handelte die Whistleblowerin im Grunde nach der Maxime, die der südafrikanische Freiheitskämpfer und Präsident Nelson Mandela einst unterstrich, als er die internationalistische Hilfsbereitschaft Kubas im afrikanischen Befreiungskampf hervorhob und betonte, sein Land könne »stolz sein, zur Mehrheit der Nationen zu gehören, die das Recht des kubanischen Volkes anerkennen, sein eigenes Schicksal zu bestimmen«.

Der Todesstrafe wegen Hochverrats entging Ana Belén nur, indem sie sich vor dem US-Bundesgericht, das gegen sie verhandelte, schuldig bekannte. Mit ihrer Prozesserklärung vom 16. Oktober 2002 übernahm sie Verantwortung für ihr Handeln (siehe jW-Schwerpunkt vom 8.12.2015). Ihre Entscheidung, sich solidarisch auf die Seite Kubas zu stellen, begründete sie mit ihrer Kritik an der Macht- und Gewaltausübung der USA gegenüber Kuba, dessen Bedrohung für die Weltmacht sicher nicht in seinem Militär, sondern einzig in seinem revolutionären Beispiel für die »Verdammten der Erde« liegt.

Durch einen Vorwurf, den ihr Bundesankläger Ronald L. Walutes vor Gericht gemacht hatte, konnte sich die überzeugte Kundschafterin nur bestätigt sehen. Sie habe zu Zeiten der Regierung William Clintons durch ihren fachlich kompetenten Einfluss in den Lagebesprechungen des Weißen Hauses und des US-Außenamtes und durch ihre Darstellung der Fakten nämlich bewirkt, dass »im Pentagon gefolgert wurde, von Kuba gehe keine akute militärische Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA aus«. Leitende Beamte des Verteidigungsministeriums hätten sich daraufhin »zunehmend dafür eingesetzt, existierende Spannungen zu reduzieren«, wie der Newsservice des Medienkonzerns Knight Ridder die Ausführungen des Anklägers zitierte. Dieser Effekt lag genau in der Absicht der wegen ihrer Friedensbemühungen Gescholtenen. Von einer auf Entspannung und Ausgleich der Interessen bedachten Regierung hätte ihr das Lob eintragen müssen.

Doch in den USA tickten die Uhren in allen Kuba betreffenden Fragen zu jener Zeit noch anders. Das Gericht verurteilte die frühere Geheimdienstspezialistin für Kuba und Lateinamerika zu 25 Jahren Gefängnis ohne Möglichkeit der bedingten Strafaussetzung. Daran soll sich eine fünfjährige Bewährungszeit anschließen, in der theoretisch jedes von den Behörden deklarierte »Fehlverhalten« als Verstoß gegen die Wohlverhaltens- pflicht gewertet werden könnte. Dann würde sie erneut bis zum Ende dieser fünf Jahre in Haft genommen. Nach Ablauf der Gesamtstrafe aus Haft und Bewährungszeit wäre die Whistleblowerin 75 Jahre alt.

Schmutziger Krieg der USA
Der US-Journalist W. T. Whitney nannte Ana Belén im US-Magazin Counterpunch am 8. Februar 2016 »eine Kriegsgefangene, die ihrer Sache treu bleibt«. Whitney weiß genau, wovon er spricht, auch wenn der Begriff »Kriegsgefangene«, angewendet auf eine wegen ihrer Gesinnung eingesperrte politische Gefangene, im ersten Moment übertrieben militaristisch erscheinen mag. Doch der Kinderarzt im Ruhestand, der im US-Bundesstaat Maine seit vielen Jahren im Solidaritätskomitee »Let Cuba Live« (»Lasst Kuba leben«) und mit den für die Kuba-Solidarität rührigen »Pastors for Peace« arbeitet, begründet seine Wortwahl mit der Feststellung: »Denn es gab einen Krieg.« Natürlich wollte er nicht zum Ausdruck bringen, Ana Belén selbst habe Krieg geführt. Vielmehr ging es ihm darum klarzumachen, dass die USA seit der kubanischen Revolution einen schmutzigen Kleinkrieg gegen das Volk der Karibikinsel wegen dessen eigenständigen sozialistischen Wegs entfesseln. Dieser Krieg trat 1961 mit der von kubanischer Armee und Selbstverteidigungsmilizen erfolgreich zurückgeschlagenen Söldnerinvasion in der Schweinebucht offen zutage und war als »kriegsähnliche Aggression bis in die 1990er die Norm«, wie es Whitney ausdrückt. Agenten der US-Regierung verübten Sabotageakte, gingen bewaffnet gegen die Bevölkerung im kubanischen Hinterland vor, griffen zu mikrobiologischen Kriegsmitteln, um Ernten zu vernichten, töteten Touristen in Feriengebieten mit Bombenattentaten und überzogen im Laufe der Jahre die ganze Insel mit unzähligen Terroranschlägen. Der verheerendste war der auf ein vollbesetztes kubanisches Zivilflugzeug im Jahr 1976, bei dem 73 Passagiere verschiedener Nationen und Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Für Whitney, der sich auch aktiv für die Freilassung der Antiterroraufklärer »Cuban Five« eingesetzt hatte, sind die genannten terroristischen Akte eindeutig Kriegshandlungen. Zusätzlich habe die seit der Revolution von der US-Regierung über Kuba verhängte Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade permanente Not erzeugt und durch den Entzug wichtiger Güter und Lebensmittel die gesamte kubanische Bevölkerung getroffen. Für Whitney ein weiteres Indiz für Terror gegen die Zivilbevölkerung, hinter dem ein politisches Ziel steckt: Washington »glaubte, Verelendung würde die Kubaner dazu bringen, ihre Regierung zu stürzen«. Die Aggressoren unter US-Präsident George W. Bush hätten deshalb »schon eine Ersatzregierung in der Hinterhand gehalten«.

Zwar kam es nie zu dem erhofften Regime-Change, die Bilanz des Terrorkriegs gegen die Inselrepublik ist jedoch erschreckend. Bereits 1975 musste ein Untersuchungsausschuss des US-Senats einräumen, dass nachweislich acht Mordanschläge auf Fidel Castro stattgefunden hatten, für die der US-Auslandsgeheimdienst CIA sich auch der Hilfe der Mafia bediente. In der 1999 verfassten Klageschrift »Volk von Kuba gegen die Vereinigten Staaten von Amerika wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit«, niedergelegt beim Provinzgericht in Havanna, wurden 3.478 Tote und 2.099 dauerhaft Versehrte aufgeführt, die bis zu diesem Zeitpunkt das furchtbare Ergebnis verdeckter Anschläge der US-Geheimdienste und von Miami aus operierender exilkubanischer Contras waren. Die gescheiterten Mordanschläge auf Mitglieder der kubanischen Regierung – allen voran auf Fidel Castro – blieben dabei unberücksichtigt.

Trotz der seit Ende 2014 laufenden Wiederherstellung diplomatischer Beziehungen zwischen Kuba und den USA und der Absicht, die Verhältnisse zwischen beiden Ländern Schritt für Schritt weiter zu normalisieren, haben die Contras in Washington und Miami ihre verdeckte Kriegführung nicht aufgegeben. »Die US-Wirtschaftsblockade bleibt, Konterrevolutionäre innerhalb Kubas genießen weiterhin Unterstützung und Geldspenden aus den USA, in Guantánamo wird immer noch kubanischer Boden von US-Militär besetzt gehalten, und das bislang unangetastete US-Gesetz ›Cuban Adjustment Act‹ von 1966 (das die Einwanderung von Kubanern in die USA regelt, jW) symbolisiert ungebrochen den Fortbestand des Kalten Krieges.« Vor diesem Hintergrund, so Whitney, sei Ana Belén Montes, »die Partei für Kuba ergriff, ganz klar eine Gefangene aus diesem Krieg«.

Prozess und Haft
Der in Miami erscheinende anticastristische El Nuevo Herald wusste schon ein halbes Jahr vor Beginn des Prozesses gegen Belén in seiner spanischen Ausgabe vom 19. März 2002 zu berichten, »dass Ana Belén Montes sich schuldig bekannte, um ihr Leben zu retten«. Da ihr wegen Hochverrats – wie in den 1950er Jahren den »Sowjetspionen« Ethel und Julius Rosenberg – die Todesstrafe drohte, habe der für sie bestellte Pflichtverteidiger mit dem zuständigen Bundesankläger Ronald L. Walutes einen Deal ausgehandelt: Im Fall ihres Schuldbekenntnisses würde sie »nur« zu 25 Jahren Haft verurteilt. »Aber dann muss sie uns auch alles sagen, was sie weiß, und sie sollte besser nichts auslassen«, zitierte ein Reporter des Herald »eine gut unterrichtete Quelle aus Geheimdienstkreisen«. Die US-Journalistin Karen Lee Wald warf 2012 in ihrem Artikel »Ana Belén Montes: Lebendig begraben« im Rückblick auf diese Bemerkung die Frage auf, welche Drohgebärde denn damals hinter der Aufforderung an Belén gesteckt haben mag, »alles« auspacken zu müssen? Könnten die darin indirekt angedrohten Konsequenzen vielleicht eine Erklärung sein für die »harsche« Behandlung Ana Beléns in der Haft, weil sie eben nicht bereit war, »alles [zu] sagen, was sie weiß«?

Was nicht in dem Blatt aus Miami stand, war etwas, das Wald offensichtlich aus anderen Quellen erfahren hatte. Danach traf Beléns Verteidiger im März 2002 mit der Justiz die Übereinkunft, nur so lange tätig zu sein, bis der Deal zur Verhinderung der Todesstrafe ausgehandelt ist. Ihre Verhängung gegen Ana Belén wäre gerade in dem Klima nach den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon sehr wahrscheinlich gewesen. Warum bemühte sich die Justiz darum, die Höchststrafe abzuwenden? Wollte man keine Märtyrerin schaffen? War man statt dessen langfristig sogar eher an der Präsentation einer gebrochenen »Komplizin der kubanischen Kommunisten« interessiert? Für letzteres spricht, dass der Pflichtverteidiger ganz nebenbei im Rahmen des Deals noch seine Zustimmung gab, dass seiner Mandantin Besuche, Telefongespräche und Briefverkehr verboten werden sollten – außer nächste Angehörige würden sich an sie wenden. Die hatten sich jedoch erschreckt abgewandt und zunächst den Kontakt mit ihr gemieden. Bis auf den Vater, der seine Tochter bis zu seinem Tod vor etwa zehn Jahren trotz seiner konservativen Grundhaltung besuchte. Mit ihm verlor Ana Belén für lange Zeit ihre letzte Brücke nach draußen.

Seit ihrer Verhaftung ist sie unter Bedingungen isoliert, die laut UNO und internationaler Menschenrechtsorganisationen der »grausamen Bestrafung« und Folter gleichkommen. Zusätzlich haftverschärfend ist, dass sie nach ihrem Prozess in das »Federal Medical Center« (FMC) Carswell nahe Fort Worth/Texas verlegt wurde. Das FMC befindet sich auf dem Geländekomplex des US-Marinestützpunkts Fort Worth und diente früher als Militärhospital. 1994 wurde es im US-Bundesgefängnissystem als einzige Kranken- und Psychiatrieanstalt für Frauen eingerichtet und kann bis zu 1.400 Häftlinge aufnehmen. Es enthält einen Hochsicherheitsbereich mit 20 Plätzen, die von der Gefängnisbehörde für Frauen mit »speziellen Belangen« vorgesehen sind. »Gewalt und/oder Fluchtgefahr« werden dafür als Gründe genannt. Hier wird auch die »Spionin« Belén in einer Einzelzelle isoliert.

Die Einrichtung ist seit ihrem Bestehen immer wieder in die Kritik geraten. Die Journalistin Betty Brink hat seit 2007 bis zu ihrem Tod im Dezember 2012 regelmäßig im Fort Worth Weekly über die teilweise dramatischen Zustände im FMC berichtet. Ihr letzter Report erschien unter der Schlagzeile »Tod durch Gleichgültigkeit« und war ein erschütterndes Zeugnis der medizinischen Unterversorgung vieler inhaftierter Frauen. Aber es gab auch aufsehenerregende Skandale, in denen es um sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung durch Wärter und einen Kaplan, um ungeklärte Todesfälle, deren Untersuchung verschleppt wurde, und um sogenannte Kunstfehler bei Operationen ging.

In diesem FMC wird Ana Belén also seit ihrem Prozess und damit seit über 13 Jahren gefangengehalten.
Nach allen vorliegenden Informationen ist jedoch zu vermuten, dass sie nicht aufgrund einer medizinischen Indikation dorthin verlegt wurde, sondern weil sie im FMC besser abgeschirmt werden kann. Ihre strikte Isolierung ist ein Grund mehr, besorgt um ihr Leben zu sein. Beziehungen zu Mitgefangenen sind ihr verboten. Wenn sie aus ihrer Zelle geführt wird, werden die anderen inhaftierten Frauen vorher weggeschlossen. Telefonieren und Fernsehen sollen ihr ebenfalls immer noch verboten sein. Auch am ausschließlichen Kontakt zu nahen Angehörigen soll sich nichts geändert haben. Die US-Bundesgefängnisbehörde begründet das mit ihrer Verurteilung wegen »Spionage«. Aktuell war dazu vom französischen Solidaritätskomitee zu erfahren, dass eine Cousine aus Puerto Rico Ana Belén besucht und übermittelt habe, es ginge ihr »soweit gut« und sie dürfe wenigstens Zeitungen und Bücher lesen. Besuche, Briefe und Pakete von Nichtverwandten sollen weiter verboten sein. Wer ihr dennoch schreibe, so ist zu hören, bekomme seine Post per Einschreiben von der Anstalt zurückgeschickt. Ob das so stimmt, probieren jetzt anlässlich Ana Beléns Geburtstag viele Unterstützerinnen und Unterstützer aus.

Internationale Solidarität
Der Versuch Washingtons, die »Cuban Five« in der Isolierung der US-Hochsicherheitsbundesgefängnisse verschwinden zu lassen, ist gescheitert. Gescheitert an der Ausdauer des kubanischen Volkes, das sogar unter der US-Blockade nicht einknickte. Gescheitert aber auch an der Beharrlichkeit der internationalen Solidarität. Die Freiheitskampagne für die fünf wurde von wenigen begonnen und in mehr als einem Jahrzehnt Schritt für Schritt im Einklang mit der klugen Außenpolitik der kubanischen Regierung zu einer Kraft, die Gefängnistore öffnete und eine neue zwischenstaatliche Politik einleitete.

Wenn sich Havanna im Fall Ana Belén nicht im gleichen Maße einschalten kann, müssen die Unterschiede gesehen werden: Die »Cuban Five« sind Bürger Kubas, Ana Belén Montes ist Puertoricanerin mit US- Staatsbürgerschaft. Das bedeutet für die notwendigen Schritte zur Veränderung ihrer Haftbedingungen und letztlich ihrer Befreiung, dass die sich nun formierende Solidaritätsbewegung auch den Part für den Schutz der »Mitbürgerin«, nämlich der Weltbürgerin Ana Belén Montes übernehmen muss. Sie selbst wies dazu schon 2002 den Weg, als sie sich in ihrer Prozesserklärung gegen »Intoleranz und Hass« der USA gegenüber Kuba aussprach und der US-Regierung empfahl, eine Politik zu entwickeln, »die sich statt dessen auf Liebe zu den Nachbarn gründet« und »die anerkennt, dass es Kuba wie jeder anderen Nation zusteht, mit Würde und nicht mit Missachtung behandelt zu werden«. Das würde den beiden Nachbarn erlauben, so Belén weiter, »miteinander und mit anderen Nationen zu kooperieren, um uns für Toleranz und Zusammenarbeit in unserem ›Eine-Welt-Land‹, in unserem einzigen ›Welt-Heimatland‹ einzusetzen«.

Genau hier, im Selbstbild und Selbstbewusstsein von Ana Belén Montes als Weltbürgerin, liegt der Ansatzpunkt für die Initiativen der internationalen Solidaritätsbewegung. Die Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und Kuba lässt hoffen, dass Beléns Haftsituation verbessert wird und sie aus der Gefängniszelle befreit werden kann. So richten sich nun die verschiedenen Petitionen, hinter die sich schon viele Menschen gestellt haben, an den US-Präsidenten Obama, der im März Kuba besuchen wird. In dem anfangs zitierten Brief, den er am heutigen 25. Februar erhält, heißt es dazu, er selbst habe erklärt, die Vereinigten Staaten fühlten sich ermutigt, »respektvolle Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Völkern und Regierungen einzuleiten«. Vor 14 Jahren, zur Prozesseröffnung am 16. Oktober 2002, hatte Ana Belén als größten Wunsch genannt, »dass sich freundschaftliche Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba entwickeln«. Im Schreiben der internationalen Solidaritätsbewegung wird erinnert, Außenminister John Kerry habe 2015 erklärt, beiden Länder seien entschlossen, »auf der Basis von Respekt als gute Nachbarn zu leben« und »sich der Zukunft mit Hoffnung zuzuwenden«. Nichts anderes sagte Ana Belén, als sie 2002 vor Gericht erklärte: »Ich hoffe, dass mein Fall unsere Regierung irgendwie dazu ermutigt, ihre Feindseligkeiten gegenüber Kuba zu beenden und mit Havanna im Geist von Toleranz, gegenseitigem Respekt und Verständnis zusammenzuarbeiten.«
Es zirkulieren zwei Petitionen, die hier: 
https://www.change.org/p/barack-obama-libertad-inmediata-para-ana-belen-montes  und hier zugängig sind: http://petitions.moveon.org/sign/buried-alive die erste bittet um ihre Freilassung, die andere um humane Behandlung.
Artikel aus===> https://www.jungewelt.de/2016/02-25/051.php

Das Ganze als Kurzfassung von Von W. T. Whitney:
US Krieg gegen Kuba
Und Ana Belén Montes Krieg als US-Bürgerin für Kuba
Deshalb hat die U.S.-Regierung Ana Belén Montes vor fast 15 Jahren inhaftiert...

als  PDF: HIER mit Unterstützungsmöglichkeit der 2 Petitionen.

»Good cop, bad cop«
US-Journalisten nutzen Pressekonferenz in Havanna zu Angriffen auf kubanische Regierung
Von Volker Hermsdorf
http://www.jungewelt.de/2016/03-23/030.php
 
Altbekanntes von Obama
US-Präsident hält in Havanna eine Rede an die kubanische Nation. Wirklich Neues fehlte
Von Volker Hermsdorf
https://www.jungewelt.de/2016/03-23/002.php
 
Kuba und das Dilemma des Westens
Heike Hänsel, linksfraktion.de
http://linksfraktion.de/im-wortlaut/kuba-dilemma-westens/
 
Obama-Besuch in Kuba zeigt guten Willen und tiefe Differenzen
US-Präsident kommt mit Raúl Castro zusammen. Gemeinsame Pressekonferenz. Ehrung von Nationalheld José Martí. Stimmung unter Kubanern vorsichtig optimistisch
Von Marcel Kunzmann (Havanna), Edgar Göll, Kerstin Sack, Harald Neuber
https://amerika21.de/2016/03/148253/obama-besuch-wille-differenz
 

Der Schweinebucht Invasionsversuch der USA in Kuba
Das führte in West-Berlin zu Vorschußlorbeeren für die Interventen.
In der West-Berliner Zeitung Telegraf war auf erster Seite zu lesen:  "Revolutionsregierung in New York" gegründet, es wurde spekuliert das diese Revolutionsregierung, nach ersten Erfolgen der Interventionsarmee in Kuba, dazu zählte ein gesicherter sogenannter Brückenkopf, spätestens nach 3 Tagen dann, die US- Armee um Hilfe ersuchen würde. Die US-Interventionsarmee war jedoch nach 70 Stunden fast völlig aufgerieben. Dessen ungeachtet war für West-Berliner Zeitungen seither permanent das Totenglockengeläute der Revolution auf Kuba zu hören. Mir fällt dabei immer eine Karikatur ein, die mehrere Jahre nach der erfolgreichen Revolution in Kuba irgendwo abgedruckt wurde (Berliner Extradienst?):
Ein Papagei sitzt auf seiner Stange und reißt Jahreskalender - Blätter ab, jeweils mit der Überschrift:
Die Revolution in Kuba wird das erste Jahr nicht überleben...
Die Revolution in Kuba wird das 2.Jahr nicht...das 3.Jahr nicht...usw. und der Papagei wischte sich mit dem jeweilig abgerissenen Blatt sein Hinterteil.

Im Januar 2016 beging Kuba den 57. Jahrestag der Revolution!
Es existiert schon lange kein West-Berlin und keine Zeitung Telegraf mehr. Aber jüngst machte sich die Berliner Zeitung Sorgen um Kuba: Auf der Karibikinsel läute, so hieß es da in einem Bericht vom 2. Februar (übrigens dem Murmeltiertag), »längst das Totenglöcklein der Revolution«.
Manche können eben Dinge hören, die sie schon immer hören wollten...

Die West-Berliner Zeitung Telegraf
23.03.1996 - erschien die erste Ausgabe der sozialdemokratischen Zeitung "Telegraf"
Die letzte Veröffentlichung erfolgte am Freitag den 30. Juni 1972 mit Nr. 146, 27. Jahrgang zum Preis von 30 Pfennig mit der Titelüberschrift „Aus! Zum Schweigen verurteilt“.
 

WAHLSYSTEM AUF KUBA
Die 1975 mittels Referendum angenommene und 1992 ebenfalls durch Volksentscheid abgeänderte Verfassung der Republik Kuba schreibt die Grundlagen fest, auf die sich die Funktionen der staatlichen Organe und die Wahlmethode aufbauen. Unter Abschnitt IX, Artikel 68, ist festgelegt, dass sich die Organe des Staates durch Wahl bestimmt und erneuerungsfähig integrieren und ihre Aktivität entfalten, dass die Volksmassen die Arbeit der staatlichen Organe, der Abgeordneten, der Delegierten und Staatsangestellten kontrollieren, dass die Gewählten die Pflicht haben, Rechenschaft über ihre Arbeit abzulegen und jederzeit von ihren Ämtern abberufen werden können.

In Abschnitt X ist definiert, dass die Nationalversammlung der Volksmacht das höchste Organ der Staatsmacht und das einzige Organ mit verfassunggebender und legislativer Gewalt ist.
Sie setzt sich zusammen aus Abgeordneten, die in freier, direkter und geheimer Wahl entsprechend dem vom Gesetz bestimmten Verhältnis gewählt wurden. Die Abgeordneten werden für einen Zeitraum von fünf Jahren gewählt, geniessen Immunität und bekommen das gleiche Gehalt oder den gleichen Lohn wie an ihrer Arbeitsstelle. Sie wählen unter sich den Präsidenten, den Vizepräsidenten und den Sekretär als einzige profesionelle parlamentarische Ämter.

Der Abschnitt XII legt fest, dass die örtlichen Organe der Volksmacht sich innerhalb der politisch- administrativen Aufteilung des nationalen Territoriums konstituieren. Sie werden von der höchsten Staatsgewalt in die staatlichen Funktionen (Provinz und Gemeindebezirk) eingesetzt. Bei der Ausübung dieser Funktionen stützen sie sich auf die Volksräte und auf die Initiative und Mitarbeit der Bevölkerung in Koordinierung mit den Massen- und gesellschaftlichen Organisationen.

Gundgebung Gemäss Artikel 104 konstituieren sich die Volksräte in Städten, Ortschaften, Stadtteilen, Dörfern und ländlichen Gebieten. Gleichzeitig sind sie die Vertreter der Organe der Volksmacht auf Gemeindebezirkks- Provinz- und nationaler Ebene. Ihre Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit angenommen.

Unter Abschnitt XIV, Artikel 131, ist das Wahlsystem definiert:
„Alle rechtsfähigen Bürger haben das Recht, direkt oder über ihre gewählten Vertreter in den Organen der Volksmacht an der Führung des Staates teilzunehmen. Alle Kubaner, Männer und Frauen ab dem 16. Lebensjahr, haben das Recht zu wählen. Ausgenommen hiervon sind geistig Behinderte und Personen, denen wegen begangenerVerbrechen das Wahlrecht gesetzlich aberkannt wurde. Um gewählt zu werden, muss ein Abgeordneter oder Delegierter über die Hälfte der im jeweiligen Wahlbezirk abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinen.

In Kuba ist die Abstimmung frei, gleich, geheim und direkt. Die Wahlvorschläge kommen direkt von der Basis.Es ist ein Recht, das auch als Bürgerpflicht -jedoch nicht als eine juristische Pflicht, für deren Nichteinhaltung man belangt wird- angesehen werden kann.

Für die Wahlen ist keine Eintragung der Wähler erforderlich. Das stellt eine grosse Herausforderung an unsere Demokratie dar, denn bei Wahlen in anderen Ländern werden nur die Stimmen derjenigen gezählt, die sich als Wähler ins Wahlregister eintragen liessen. Nicht berücksichtigt werden daher all jene, die sich –obwohl sie die Voraussetzungen für die Abstimmung erfüllen- nicht bei den Stellen zur Registratur der potentiellen Wähler eingeschrieben haben.

Bei den letzten Wahlen übten insgesamt 8 178 708 Wähler ihr Wahlrecht aus, d. h. 96,66 %  der Bevölkerung. Damit lag das Wahlergebnis höher als 2002 mit 95,75 %.

Die Anzahl der an den Wahlen beteiligten Bürger überstieg die Anzahl der Wähler von 2002 um 180 647.

Die höhere Qualität der Wahlen kam darin zum Ausdruck, dass über 90% der Wähler ihre Stimme für die nominierten Kandidaten abgaben. Ein Teil der übrigen Wählerschaft konnte nicht wählen, weil die Personen sich nicht an ihrem Wohnort,  d .h. nicht in ihrem Wahlbezirk, befanden. Hinzu kommen jene, die den Wahlzettel irrtümlicherweise ungültig machten, weil sie für mehr als einen Kandidaten stimmten sowie jene, die nicht wählten, weil die aufgestellten Kandidaten nicht ihren Vorstellungen entsprachen.

Nur 2,64 % der abgegebenen Wahlzettel waren nicht ausgefüllt und nur 2,46 % waren ungültig gemacht worden. Dieser Anteil  war im Vergleich zu den Wahlergebnissen von 2002 geringer.
Wahlzettel    2002 / 2005
Nicht ausgefüllt  2,78 % / 2,64 %
Ungültig gemacht   2,54 % / 2,46 %

Wahlsystem in Kuba
Die letzten Versammlungen der Volksmacht konstituierten sich am 15.05.2005 auf Festveranstaltungen in den 169 Gemeindebezirken des Landes als Höhepunkt der Wahlen der Delegierten für diese Regierungsebene. Die vom 17. bis 24. April 2005 gewählten 15 112 Delegierten übernahmen –nachdem sie den Eid geleistet hatten- ihre Ämter, um eine neue Mandatsperiode von zweieinhalb Jahren einzuleiten.

Von diesen Delegierten sind 4 000 Frauen, d. h. 26,47 %, und  2 847 Jugendliche, d. h. 18,84 %. Über 82 %  haben einen Universitätsabschluss oder die Mittlere Reife und 51,99 % sind erneut bestätigte Delegierte für ein zweites Mandat.
Entnommen: NETZWERK CUBA - informationsbüro e. V.  http://www.menschenrechte-auf-kuba.de

FRAUENRECHTE  IN  KUBA
Kuba war das erste Land, das die Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frauen unterzeichnete und das zweite, das sie ratifizierte.

Die kubanischen Frauen bekommen das gleiche Gehalt wie die Männer.
Es herrscht das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

Garantiert wird den Frauen die Ausübung der sexuellen und reproduktiven Rechte einschliesslich der freien und verantwortungsbewussten Entscheidung über ihre Fruchtbarkeit. Der Schwangerschaftsabbruch ist eine kostenlose gesundheitliche Leistung.

Mutterschaftsurlaub erstreckt sich auf 1 Jahr und bietet die Möglichkeit, das dieser nach Beendigung der Stillzeit vom Vater oder der Mutter genommen werden kann.

GESUNDHEITSINDIKATOREN:
Müttersterblichkeit: 33,9 / 100 000 Lebendgeborene
Kindersterblichkeit: 5,8 / 1 000 – damit steht Kuba in Amerika an zweiter Stelle nach Kanada.

»Die Revolution ist stark, das Volk ist einig«
Über die Weiterentwicklung des Sozialismus in Kuba und zum Verhältnis zu den USA
Alpidio Alonso Grau  https://www.jungewelt.de/beilage/art/279233

¿En Cuba no hay elecciones?  https://www.youtube.com/watch?v=_AOiO-kSeLA

Gipfel der Celac für Ernährungssouveränität und gegen US-Blockade gegen Kuba
Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien betont. Bündnis entsendet Kommission nach Haiti. Forderung nach Ende der US-Blockade gegen Kuba
Von Kerstin Sack amerika21
Celac-Gipfel 2016Quito.
Die Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischen Staaten (Celac) war zu ihrem vierten Gipfeltreffen in Ecuador zusammengekommen.

Einig waren sich die 33 Regierungsvertreter, dass die Bekämpfung des Hungers oberste Priorität hat. Dieses Anliegen wurde durch einen Sonder- beschluss über ein Programm zur Sicherung der Ernährungssouveränität, zur Bekämpfung der Unterernährung und des Hungers bekräftigt. Zur Erreichung der Ziele sollen die kleinbäuerliche und die nachhaltige Landwirtschaft besonders unterstützt werden. Verluste von Lebensmitteln sollen in regionaler Zusammenarbeit verhindert werden. Ein Netz öffentlicher Institutionen soll die Vermarktung und Zulieferung absichern. Dieses Programm ist auch ein Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Regionalbündnis.

Die Diskussionen beim Gipfel standen unter dem Eindruck der wirtschaftlichen Probleme, vor allem der erdölfördernden Länder, in der Region. Ecuadors Präsident Rafael Correa erklärte, dass auch in diesen schwierigen Zeiten die soziale Ungleichheit bekämpft werden müsse. Er sehe, dass es in einigen Ländern Wachstum gebe, aber keine Reduzierung der Armut, während andere mit weniger Wachstum mehr erreicht hätten. Für ihn sei deshalb vor allem die Verteilung des Reichtums die zentrale Frage.

Das Abschlussdokument des Celac-Gipfels mit 24 Punkten nennt zahlreiche Forderungen, unter anderem die Aufhebung der US-Blockade gegen Kuba und die Rückgabe der US-amerikanischen Militärbasis Guantánamo an den sozialistischen Karibikstaat...
Die vollständige Meldung des Lateinamerika-Portals amerika21 finden Sie
hier: https://amerika21.de/2016/01/141891/celac-gipfel-ecuador

Antwort von der EU
auf den Brief von mehr als 20 europäischen Solidaritätsgruppen an die EU zwecks Abschaffung des "Gemeinsamen Standpunktes".
http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/wp-content/uploads/2016/01/Brief-auf-deutsch.pdf
http://www.cubainformacion.tv/

MOTTO IN KUBA “WIR WERDEN SEIN WIE CHE”
Wir werden sein wie Che

Aufruf zur Krötenwanderung
ING-Diba: Bank sperrt Überweisung mit Verwendungszweck „Kuba“
https://www.test.de/ING-Diba-Bank-sperrt-Ueberweisung-mit-Verwendungszweck-Kuba-4963753-0/
Es existieren doch genügend andere Banken - Also Kontenwechsel, weg von ING-Diba:
Er, Sie, Es und Du! Schluß mit DibaDu!

Kubanische Migranten in den USA als »politische Flüchtlinge« begrüSSt
Die ersten der rund 8.000 in Mittelamerika gestrandeten Migranten aus Kuba sind am Wochenende in Miami eingetroffen. Das berichtete die spanische Nachrichtenagentur EFE. Nach einer zweimonatigen Odyssee durch mehrere lateinamerikanische Länder war eine aus zwölf Personen bestehende Vorhut bereits Donnerstagnacht mit dem Flugzeug in der mexikanischen Grenzstadt Nuevo Laredo gelandet. Am Freitag kamen die nächsten 47 per Bus nach.
So geht’s: »Ich bin Kubaner und bitte um politisches Asyl.« Dieser Satz reicht, um in »God’s own country« ohne weitere Prüfung den Status eines politischen Flüchtlings zu erhalten. In Laredo wartete bereits eine Transportfirma mit dem Namen »La Cubaníssima«, um die US-Neubürger in spe für 300 Dollar pro Person mit Bussen ins knapp 2.500 Kilometer entfernte Miami zu bringen.

Grund für die privilegierte Abfertigung, von der andere Einwanderer nicht zu träumen wagen, ist der im November 1966 verabschiedete »Cuban Adjustment Act« (CAA). Nach diesem in der Welt einzigartigen Spezialgesetz, mit dem das Land personell ausgeblutet werden soll, erhalten kubanische Migranten, die auf dem Landweg in die USA kommen, automatisch ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht und zahlreiche weitere Privilegien. Auf hoher See aufgegriffene werden dagegen abgewiesen. Wie die französische Agentur AFP meldete, hatte die US-Küstenwache am Donnerstag 169 Menschen, die auf Flößen Richtung Florida unterwegs waren, aus dem Meer gefischt und sofort nach Kuba zurückgebracht.

Erinnerung an Kuba's solidarische Unterstützung für Angola
Januar 1976 - Als Kuba die Invasionstruppen des südafrikanischen Apartheidstaates in Angola besiegte
https://deutsch.rt.com/international/36292-januar-1976-als-kuba-invasionstruppen/

Cuba kompakt: 1. Ausgabe 2016
15. Januar 2016, Ausgabe 134, Jahrgang 12, Herausgeber: Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V., Köln
http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/2016/01/cuba-kompakt-1-ausgabe-2016/

Festnahmen bei Protesten von Systemgegnern in Kuba
In Havanna gab es einen Aufruf der "Damen in Weiß" zu Protesten anläßlich des Tages der Menschenrechte. Lediglich vier Frauen und ein Mann folgten dem Aufruf zu der nicht angemeldeten Demo. – Was sich mit der Zahl der kurzzeitigen Festnahmen, die in unseren Medien Verbreitung fanden deckt.

Regierungsgegner haben Losungen wie "Es leben die Menschenrechte" oder "Freiheit für das kubanische Volk" gerufen. Die überwiegende Mehrheit der Kubaner wissen das die "weissen Damen" und andere Gruppen von USA & EU finanziert werden. Der Ausdruck "Gusanos", was im Schlamm kriechende Würmer bezeichnet, ist für Mitstreiter dieser Gruppierungen weit verbreitet. Bei ihren spärlich gewordenen öffentlichen Auftritten, werden sie meist sofort von Passanten gestellt, als  US-"Söldner" bezeichnet & teils angespuckt. Oft muß die Polizei sie zum Eigenen Schutz  abführen und in Gewahrsam nehmen, natürlich incl. Erkennungsdienstlicher Behandlung.

Schon 2014 schrieb die New York Times, Politische Initiativen gegen die sozialistische Regierung in Kuba seien "weitgehend kontraproduktiv gewesen" über die unterstützten Organisationen: "Die Fonds sind ein Magnet für Scharlatane und Schwindler geworden."

Was Sie auch interessieren könnte:
Kuba, Der unbekannte, weltberühmte Dissident Blogeintrag von Harald Neuber:
https://amerika21.de/blog/2012/01/47307/kuba-medien-dissident
Kuba, Toter Gefangener war kein Dissident und nicht im Hungerstreik von Harald Neuber:
https://amerika21.de/meldung/2012/01/45645/kuba-dissident-kampagne
USAID entschädigt Auftragnehmer Alan Gross von Edgar Göll:
https://amerika21.de/2014/12/110249/usaid-zahlt-kompensation 
 

Kuba auf dem Weg zu weiterer Konsolidierung
Die Karibikinsel erzielt außenpolitische Erfolge und zählt zu den stabilsten Ländern der Region
Das außenpolitisch bedeutendste Ereignis für die sozialistische Karibikinsel im vergangenen Jahr war die Wiederaufnahme der am 3. Januar 1961 einseitig von den USA abgebrochenen diplomatischen Beziehungen. Den feierlichen Botschaftseröffnungen in Washington am 20. Juli und in Havanna am 14. August war am 1. Juni die Streichung Kubas von der US-Liste der den Terrorismus fördernden Staaten vorausgegangen. Danach lockerte Washington zwar einige Handels- und Reiseeinschränkungen, doch die Mehrzahl der Sanktionen blieb unverändert in Kraft.
Während 2014 noch 245 Betriebe rote Zahlen schrieben, wurde die Zahl der Einheiten, die Verluste machten, im ersten Halbjahr 2015 auf 64 reduziert. Wie erwartet lieferten die Sonderwirtschaftszone und der Containerhafen Mariel positive Ergebnisse. Nachdem Anfang des Jahres erst wenige Verträge unterzeichnet worden waren, lagen den Behörden zum Jahresende mehrere Dutzend in- und ausländische Anträge für Investitionen zur Genehmigung vor.

Die Wachstumsprognose für 2016 fällt im Vergleich zu den Zahlen des vergangenen Jahres mit nur zwei Prozent bescheiden aus. Der kubanische Politiker und Wirtschaftswissenschaftler, erklärte auf der letzten Parlamentssitzung im Dezember, es müsste die Produktion gesteigert und die Importe gesenkt werden. »Alles, was wir in Kuba produzieren können, sollten wir auch hier herstellen«, sagte Murillo.
Der Staat wird in den kommenden Jahren vor allem in Bereichen wie der Biotechnologie, dem Tourismus, der Landwirtschaft und dem Energiesektor investieren. Geplant sind unter anderem 13 Windparks, 75 kleine Wasserkraftwerke, zahlreiche Fotovoltaikparks und 19 Biomasseanlagen in der Zuckerindustrie. Die Chance zur Akquise der dazu notwendigen Milliardeninvestitionen ist nach Umschuldungsabkommen mit Russland, China, Mexiko, Japan und im Dezember mit 14 Gläubigerstaaten des Pariser Clubs gestiegen. Havannas Unterhändler erreichten, dass die Gläubiger auf den größten Teil der Schulden verzichten und die Restverbindlichkeiten teilweise wieder in Kuba investiert werden.
Schon im Juli 2015 waren zunächst 35 öffentliche W-Lan-Hotspots eingerichtet worden, im Jahr 2016 sollen 80 neue dazukommen. Die Zahl der von der staatlichen Telefongesellschaft ETECSA betriebenen Internetcafés stieg 2015 von 155 auf 339, der Preis für eine Stunde Nutzung wurde von 4,50 CUC (zirka vier Euro) auf zwei CUC gesenkt. Stück für Stück überwindet Kuba aus eigener Kraft die Behinderungen durch die US-Blockade und holt auf.
Seit 1966 versuchen die USA mit dem »Cuban Adjustment Act« (CAA), ein Gesetz, das Kubanern auch bei »illegaler Einreise« ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht und andere Privilegien in den USA garantiert, kubanische Bürger zum Verlassen ihres Landes zu bewegen. Für Havanna sind der CAA ebenso wie ein anderes Programm, mit dem medizinisches Personal bei Auslandseinsätzen zur Desertion in die USA angestiftet wird, Relikte des Kalten Krieges. Der wird unvermindert weitergeführt. Denn trotz angeblicher Entspannung wird Washington 2016 das Millionen US-Dollar umfassende Budget für subversive Aktivitäten zur Destabilisierung Kubas aufstocken.
Die von den USA gesponsorte Contraoffensive in Argentinien, Venezuela und Brasilien gefährdet den Integrationsprozess der lateinamerikanischen Länder und ist somit auch für Kuba eine Bedrohung. Kooperationen im Gesundheits- und Erdölsektor stehen ebenso auf der Abschussliste der Rechten wie das Regionalbündnis ALBA und dessen Projekte.

USA  SENDEN HÖLLENFEUER NACH KUBA
Heikle Fracht: Amerikanische "Hellfire"-Rakete versehentlich nach Kuba geliefert
Ups, falscher Adressat: Das US-Militär vermisst eine seiner "Hellfire"-Raketen, mit denen Kampfdrohnen bestückt werden. Beim Versand von Europa nach Amerika ist etwas schiefgelaufen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/hellfire-rakete-versehentlich-nach-kuba-verschickt-a-1071026.html

Kuba / Eine Insel im WLAN Rausch
Ein Internetzugang im eigenen Zuhause ist für die meisten Kubaner weiter eine Utopie, was ursächlich auch damit zusammenhängt das nur wenige Familien über einen Telefonanschluß verfügen. Die kubaner sind untereinander sehr solidarisch, ein Telefonbesitzer ist für viele Nachbarn so etwas wie eine Nachrichtententrale im Kiez. Den Nachbarn werden Nachrichten von Verwandten und Bekannten übermittelt, bei wichtigen Sachen werden sie an das Telefon gerufen, sie dürfen es auch wie ich erlebte mitbenutzen. Kuba ist auf dem Sektor absolutes Entwicklungsland aber die Menschen haben sich arrangiert. Die Kubaner haben ein für Deutsche Verhältnisse, das schlampige US-Systen der Telefoleitungen geerbt. Auf den selben Tragmasten aus Holz befindet sich oben das Stromversorgungsnetz und darunter die 2 Drähte für Telefonverbindungen. Nach Daumenpeilung-Schätzung wird noch etwa 85% der Insel so versorgt. Ein Internet DSL-Anschluß ist darüber nicht realisierbar.
Von Regierungsseite waren zunächst so etwas ähnliches wie unsere "Internet-Caffees eingerichtet worden. Mit der Verbreitung von Labtops gab es dann eine weitere Möglichkeit, der Telefonmisere zu entkommen. Öffentlich hat  die Regierung im Juli 2015 zunächst 35 öffentliche WLAN-Spots eingerichtet.  Seitdem sind um die Spots, die entsprechenden Straßen und Parks fast rund um die Uhr dicht bevölkert.
Die Regierung kündigt einen weiteren Ausbau der WLAN-Spots-Zugänge an.

Die NÄCHsten 4 Teile vom ZDF-Info über das Mysterium Kuba
Filme Mysterium Kuba 5-6-7-8
Weitere Sendetermine ===> http://www.fernsehserien.de/geheimes-kuba/sendetermine/zdfinfo


Folge 5: Geheimes Kuba – Schweinebucht und neue Liebe

Während ihres Kampfes gegen das Batista-Regime verkündeten Fidel Castro und seine Kampfgenossen immer wieder, dass ihr Ziel die Wiederherstellung der Verfassung von 1940 sei. Doch als sie an der Macht waren,  konnte zunächst nichts dergleichen geschehen. Tausende ehemaliger Anhänger des Batista-Regimes sowie Mitglieder seines Regimes wurden gleich in der ersten Zeit nach der Revolution von  der wütenden Bevölkerung, gestellt, verprügelt, gefoltert und und teils sofort umgebracht, wenn sie nicht sagen konnten oder wollten wo ihre Verwandten geblieben waren. Da half auch ein gutes Beispiel eines der Revolutionäre nicht, der sagte, ja die Gorillaköpfe in der Präsidenten Allee runter schießen ist OK, aber Menschen abschlachten wie die Batistas, das wollen wir doch nicht. Die Revolutionsregierung mußte dazu übergehen Haufenweise Ex-Batistabeamte und sonstige Mitläufer zunächst erst mal ein zu sperren. Die Jahre lang von den Typen drangsalierten Menschen wollten Rache, Kommandos der Revolution mussten viele Tausend zum eigenen Schutz einsperren...
Die US-Regierung unter dem Machthaber Eisenhower unterstützte Castro zunächst als neuen kubanischen Präsidenten, ließ ihn jedoch sehr schnell wieder fallen. Die Feindschaft zwischen beiden Ländern verstärkte sich noch, als Castro bei seiner USA-Reise, seiner ersten offiziellen Auslandsreise überhaupt, nicht vom US- Machthaber Eisenhower persönlich, sondern lediglich vom Vize - Richard Nixon empfangen wurde.
Am 3. Januar 1963 brachen die USA sämtliche diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Kuba ab.

Folge 6: Geheimes Kuba – Rubel und Raketen

Bevor Fidel Castro an die Macht kam, hatte er immer betont, er sei kein Kommunist. Als er an der Macht war, sah er sich durch die USA immer stärker isoliert – und brauchte neue Verbündete. Die Sowjetunion war sofort bereit, ein Regime zu unterstützen, das so nah dran war am großen Feind Amerika. Sie gaben Kuba Militärhilfe, unterstützten das Land aber auch durch den Aufbau von Handelsbeziehungen. Und schon bald hielt die Kubakrise die Welt in Atem.

Um einen Trumpf gegen künftige Invasion - Versuche der USA, wie die Invasion der USA in der Schweinebucht in der Hand zu haben, erlaubte Castro der Sowjetunion, Atomwaffen auf Kuba zu stationieren. Denn seinerzeit hatte sich in New-York schon eine kubanische Revolutionsregierung proklamiert und ausgerufen. Zum Glück für die Kubaner konnten sie Kennedys Invasionsversuch innerhalb weniger Stunden zerschlagen. Als die USA über ihre Luftaufklärung von den Atomwaffen erfuhren, forderte das Militär eine sofortige, großangelegte Invasion Kubas. Dies hätte jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit den Ausbruch eines Atomkriegs zur Folge gehabt.

Um dies zu verhindern, ordnete US-Machthaber Kennedy stattdessen eine Seeblockade Kubas durch die US- Marine an. Nach unbestätigten Meldungen westlicher Medien soll Fidel Castro  den sowjetischen Präsidenten Nikita Chruschtschow daraufhin aufgefordert haben, die Raketen abzuschießen und die USA anzugreifen, bzw.damit zu drohen. Doch Chruschtschow beschloss stattdessen, die Raketen abzuziehen, angeblich gegen die Versicherung der USA Invasionen gegen Kuba in Zukunft zu unterlassen. .

Folge 7: Geheimes Kuba: Militärmacht und Drogensumpf

Über 1,2 Millionen Kubaner, zehn Prozent der Gesamtbevölkerung, flohen unter Castros Regime aus dem Land. Viele flohen in kleinen, nicht seetauglichen Booten und suchen Zuflucht in den USA. Schätzungen besagen das bis zu 60.000 Menschen  auf der Flucht starben. Die Repressionen für Gegner der Revolution waren hart. Die Gefängnisse die Castros Revolutionäre vom Batista-Mafia Regime übernommen und zunächst leerten waren bald wieder mit etwa 20 000 inhaftierten Kubaner gefüllt. Durch das US-Embargo erlebte das kubanische  Volk eine erbarmungslose Hungersnot.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1989 war Kuba auf sich allein gestellt. Die Rettung für das kubanische Volk und für Castro lag in dem Entschluss, das Land für den internationalen Tourismus zu öffnen. Seither stellt der Zufluss internationaler Devisen ein beständiges Einkommen für das Land dar und hat zu einer merklichen Verbesserung der Lebenssituation geführt.

8. Geheimes Kuba: Staatswillkür und ferne Hoffnung

Fidel Castro beherrschte Kuba uneingeschränkt bis 2006. Wegen seines immer schlechteren Gesundheitszustandes war er gezwungen, sich aus den Regierungsgeschäften zurückzuziehen. Er gab immer mehr Macht an seinen Bruder Raúl Castro ab. 2008 trat er endgültig zurück und erklärte Raúl zu seinem Nachfolger im Amt. Die schrittweise Öffnung des Landes, die bereits mit dem internationalen Tourismus begonnen hatte, wurde unter Raúl Castro fortgesetzt.

Raúl Castro selbst hat bereits angekündigt, dass auch er 2018 von seinem Amt als Präsident zurücktreten wolle, um den Weg für einen Machtwechsel frei zu machen. Die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zu den USA und die Tatsache, dass sich die Ära Fidel Castro angesichts seines schlechten Gesundheitszustandes ihrem Ende entgegen neigt, deuten in jedem Fall darauf hin, dass sich die Situation Kubas in den nächsten Jahren grundlegend ändern wird.


Geheimes Kuba - in etwa die Folgen von 1-4
Von Kolumbus zu Ché und Castro - die ganze Geschichte Kubas: Alterseinstufung: ohne Altersbeschränkung Format: DVD  2-Discs Version  EUR 20,99 bei: Amazon


Eine ausführliche Beschreibung zum Mysterium Kuba aus der jw hier:

Peter Steiniger
Presented by The Company

Mysterium Kuba: In einer achtteiligen Dokuserie möchte
ZDF info die Geschichte des karibischen Inselstaats enträtseln

Kuba ist angesagt. Kuba polarisiert. Kuba wirft Fragen auf. In Kuba ist alles ganz geheim. Das ändert sich nun. Aus umfangreichem Filmmaterial und Interviews mit zahlreichen Zeitzeugen und Experten entstand eine achtteilige dokumentarische Serie für ZDF info, France Télévision und TV3 Catalunya unter dem deutschen Titel »Geheimes Kuba«. Sie soll das vielleicht größte Rätsel des Castro-Reichs lösen: Wieso konnte die aus der Revolution 1959 hervorgegangene Ordnung trotz aller Bemühungen ihrer Feinde nicht besiegt werden, »obwohl alle wissen, dass Kommunismus böse ist«, wie ihr russischer Koproduzent Igor Prokopenko meint. Liegt es an zu viel Sonne?

Das Credo, mit welchem an den komplexen Stoff herangegangen wurde, nennt ZDF-Programmleiter Christian Deick auf der Pressevorführung vor wenigen Tagen im Spy Museum Berlin am Leipziger Platz: »Wir bemühen uns schon um einen ausgewogenen Blick. Jede Seite kommt zu Wort.« Die Serie sei »aber schon vom Standpunkt der Demokratie und der Freiheit aus konzipiert« worden. Gerade zur jüngere Geschichte Kubas gebe es ja sehr unterschiedliche, kontroverse Sichtweisen. Ob jemand als Freiheitskämpfer oder Terrorist gelte, sei eben immer eine Frage des Standpunktes. Deick verwahrt sich daher gegen eine »Diffamierung« der Zeitzeugen, die sich nach Berlin bemüht haben und nun hier auf dem Podium sitzen. Eine kleine Galerie von Galgenvögeln ist da aufgereiht: Juan Antonio Rodríguez Menier, ein Überläufer aus dem kubanischen Geheimdienst, der exilierte Exrevolutionär Dariel »Benigno« Alarcón Ramirez und als Krönung der Möchtegern-Fidel-Attentäter Félix Rodríguez. Der alte CIA-Mann war bei etlichen verdeckten Operationen der »Company« gegen Kuba und alles Linke in Lateinamerika kriminell aktiv. Dass sich kubanische Offizielle von einem so bestückten Podium schon aus Gründen der moralischen Hygiene fernhalten müssen, dürfte den Veranstaltern vorher klar gewesen sein. Rodríguez spricht druckreif, der Text sitzt seit langem. Er erzählt seine Lieblingsfabel. Wie er damals dabei war, als Ché Guevara in Bolivien gefangengenommen wurde. Vom ritterlichen Vier-Augen-Gespräch unter Andersdenkenden. Dass die US-Regierung das Leben des Argentiniers schonen wollte. Dass dessen Exekution allein eine Entscheidung der bolivianischen Regierung gewesen sei, die keinen öffentlichen Prozess und damit verbundene Proteste wollte. Seine Story war so schon oft zu lesen. Etwas Gutes findet er doch an Fidels Kuba: Die Milliarden, welche die Sowjetunion in Kuba stecken musste, hätten zu ihrem wirtschaftlichen Ausbluten beigetragen. So ist das, wenn man mit Orangen handelt. Die wirklichen Mörder und Folterer sitzen für Rodríguez natürlich in Havanna. Wer ihn kritisiert, ist sicher von der kubanischen Regierung geschickt. Paranoia gehört eben zum Berufsbild solcher Kämpfer für Demokratie und Freiheit.

Ebenfalls eine gute Sache ist die Gerechtigkeit. Deshalb sei gesagt, dass die vier Teile der ersten Staffel die »multiperspektivische Darstellung«, die »Geheimes Kuba«-Produzent Gunnar Dedio mit seiner Firma LOOKS umsetzen wollte, auf informative Art gelungen ist. Und das, obwohl der DDR-geschädigt ist: »Ich kenne also durchaus ein System, in dem es nicht möglich war, verschiedene Meinungen zu sagen.« Auch Freunde Kubas, echte Experten und ganz echte alte Revolutionäre kommen zu Wort. Die Reise in die Geschichte führt von Columbus bis zum Sieg Fidels. Zwischendurch ist noch die Mafia am Abzug. Wichtig für das Verständnis des Landes ist auch der Teil der Vorgeschichte, der sich mit der Batista-Diktatur und seiner Rolle als »Hure der USA« beschäftigt. Und, revolutionäre Romantiker aufgepasst: Es gibt einiges zu lernen bei Fidel über die Kunst der Improvisation und den Nutzen einer guten PR für den Kampf.

Die ersten Teile berühren eher kalte Eisen. Für die folgenden bleiben noch genug Gelegenheiten, sich die Finger zu verbrennen. Die ARD hat es vor gut zehn Jahren vorgemacht, als sie gegen Kuba in den Kalten Krieg zog und US-Präsident John F. Kennedy durch Fidel Castro ermorden ließ.
Das was ZDF info nicht aufdeckt:
Das Geheimnis der Langlebigkeit des kubanischen Sozialismus liegt im Rum. Denn der heißt in Havanna und Santiago nicht Bacardi. Aus: https://www.jungewelt.de/2015/12-11/050.php

Kuba und USA als Systemfrage:
Annäherungsversuche ungleicher Nachbarn

von Edgar Cöll
http://www.netzwerk-cuba.de/tl_files/Bilder/US-Kuba%20spw2015-11%20GOeLL.pdf

Frei Betto: Wirtschaftsdiktatur | Netzwerk Kuba Österreich
https://redcuba.wordpress.com/2012/02/19/frei-betto-wirtschaftsdiktatur/
Frei Betto: Wirtschaftsdiktatur ... Wirtschaftswachstum auf einem Planeten mit unendlichen Ressourcen geben … ... immer bittere Medizin zu schlucken, wie z.B. die Demokratie abzuschaffen und die Stimme des ... Warum wird kein Fortschritt erzielt? ... Plan für Abkommen zwischen EU und Kuba in "Aktuell".
 

Comité en Solidaridad con Cuba y Venezuela
Venezuela’s Revolution is under attack—
A Call for International Solidarity with Venezuela!

We urge activists to organize support rallies from Dec. 4 to Dec. 6 to defend the Bolivarian Revolution and the constitutionally elected government of President Nicolás Maduro, and to demand an end to U.S. government and media destabilization campaigns. Events are currently being planned for San Francisco, Los Angeles, New York City, and more; details to follow.

Haga una donación
Por favor, haga una donación al Comité en Solidaridad con Cuba y Venezuela. Su contribución será una gran ayuda. Mit meinem dürftigen Hilfsenglisch habe ich das Folgende rausgefunden:
Wer PayPal nutzt kann eine Summe anklicken und dann "die Summe im Warenkorb bezahlen hier
 http://cuba-venezuela.org/index.php/es/donar/

We Say: U.S. Hands Off Venezuela!
Here is a flyer you can download:
http://cuba-venezuela.org/wp-content/uploads/2015/09/Venezuela-SF-10-2015.pdf
Comité en Solidaridad con Cuba y Venezuela |Skype: 415-821-6545
info@cuba-venezuela.org | cuba-venezuela.org

USA bleiben stur
UN-Vollversammlung spricht sich deutlich für Ende der Blockade gegen Kuba aus. Washington ist isoliert

Die UN-Vollversammlung hat jetzt fast einstimmig die Beendigung der US-Blockade gefordert. Die von Havanna eingebrachte Resolution wurde von 191 der 193 Mitgliedsstaaten unterstützt. Lediglich die USA selbst und Israel stimmten, wie seit Jahren, als einzige dagegen. Mikronesien, Palau und die Marshallinseln, die sich im Vorjahr noch der Stimme enthalten hatten, votierten diesmal für die von Havanna vorgelegte Resolution. Als das Rekordergebnis auf der Anzeigentafel erschien, wurde es mit stehenden Ovationen bejubelt. Zahlreiche Diplomaten hatten sich erhoben, um die Vertreter Kubas zu beglückwünschen und sie zu umarmen. Havannas bisher größter Erfolg in der Generalversammlung der Vereinten Nationen ist weltweit begrüßt worden. »Ein weiterer Sieg für unser Amerika«, schrieb Venezuelas Präsident Nicolás Maduro per Twitter aus Caracas. Auch andere Präsidenten und Regierungen gratulierten. Zugleich hagelte es Kritik an den USA. Die von Washington seit 53 Jahren gegenüber Kuba aufrechterhaltenen Sanktionen seien »Relikte der Vergangenheit und des Kalten Krieges«, kritisierte der russische UN-Vertreter Witali Tschurkin.

Havannas Außenminister Bruno Rodríguez bezeichnete die Gegenstimme der USA auf einer Pressekonferenz in New York am Dienstag nachmittag (Ortszeit) als »enttäuschend«. Er spielte damit auf zuvor verbreitete Agenturmeldungen an, denen zufolge in Kreisen der Obama-Administration auch die Möglichkeit einer Enthaltung diskutiert worden war. Diese Geste war schließlich aber wieder verworfen worden. Trotzdem erwarte er, dass Regierung und Kongress der Vereinigten Staaten noch vor dem Herbst nächsten Jahres ernsthafte Schritte zur Beendigung der Blockade einleiteten, erklärte Rodríguez gegenüber den Medienvertretern. Wie im Resolutionstext beschrieben, sei auch er persönlich vom guten Willen Barack Obamas überzeugt, die »ineffiziente, grausame und ungerechte Politik« der Blockade zu überwinden. Ein Urteil könne man sich aber nur über das bilden, was tatsächlich gemacht wird. Und die Handlungen zeigten, »dass es seit dem 17. Dezember 2014, als die Präsidenten Barack Obama und Raúl Castro eine Annäherung beider Länder ankündigten, keine substantiellen Veränderungen in der Anwendung der Blockade gegeben hat«. Im Gegensatz zu vielen Absichtserklärungen werde die Blockade weiterhin vollständig und komplett angewendet.

In seiner Rede hatte Rodríguez bereits am Vormittag kritisiert, dass die zweitgrößte französische Bank, Crédit Agricole, erst vor einer Woche wegen ihrer Geschäftsbeziehungen zu Kuba eine Strafe von mehr als
1,1 Milliarden US-Dollar (eine Milliarde Euro) anerkennen musste. In diesem und im vergangenen Jahr hatten mehrere Geldinstitute Rekordstrafen zahlen müssen, gegen die Deutsche Bank wird derzeit ermittelt. Die Aktionen der US-Finanzbehörde treiben den Risikoaufschlag der Kreditinstitute für Geschäfte mit Kuba um ein Vielfaches in die Höhe, was der Wirtschaft des Landes, wie es die Blockade beabsichtigt, weitere schwere Schäden zufügt.

Rodríguez bekräftigte das Interesse seiner Regierung an einer Normalisierung der Beziehungen zur Regierung der USA, wies aber zugleich darauf hin, dass normale Beziehungen zwischen den beiden Ländern solange nicht möglich seien, wie die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade bestehe. Dies zu verändern sei keine Frage von Verhandlungen oder Formulierungen in einer Resolution, sondern sei einzig und allein die Entscheidung der USA. »Unser Land hat keine Blockade gegen die USA verhängt, behindert keine US- amerikanischen Unternehmen und schränkt nicht die Reisefreiheit US-amerikanischer Touristen ein«, sagte der Außenminister aus Havanna. Sein Land, hatte Rodríguez außerdem betont, werde zudem nie seine Souveränität aufgeben und niemals über sein sozialistisches System verhandeln.

Die Isolierung Washingtons wurde nicht nur durch das Votum der Weltgemeinschaft dokumentiert, sondern auch durch Beiträge der Vertreter aus Kolumbien, Paraguay und Mexiko. Länder, die gewöhnlich den Vorgaben der USA brav folgen. Am Dienstag bezeichneten jedoch die Abgesandten aller drei Regierungen die US-Blockade als »illegal« und verurteilten sie als »Verstoß gegen internationales Recht«. Die Vertreterin Nicaraguas formulierte es einfacher. Sie nannte Washingtons Blockadepolitik gegenüber Kuba schlicht »kriminell«.

 Was der Klimawandel auf Kuba anrichtet
Die Lasten des Klimawandels sind sehr ungerecht verteilt. Viele Länder haben wenig zum Anstieg der Treibhausgasemissionen beigetragen, sind aber besonders gefährdet. So stellt es der jüngste Bericht des Weltklimarates fest. Kuba gehört zur Gruppe dieser Länder und ist als Inselstaat besonders bedroht.
Von Sven Weidlich
http://www.fnp.de/nachrichten/politik/Was-der-Klimawandel-auf-Kuba-anrichtet;art673,1202583

Die "Selbstlose Freundschaft" der Kuba-Solidaritätsgruppen
In dem noch nicht verblaßten Abglanz der historischen Annäherung zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba im vergangenen Monat wurde viel über die entscheidende Rolle von Papst Franziskus, der kanadischen Regierung, der Leitartikel in New York Times , verschiedener Politiker und deren Hilfen,
sogar von "Sperma-Diplomatie" gesprochen.  -- Von Stephen Kimber
http://www.miami5.de/informationen/presse-150105.html
 

ANGEBLICHE WEISSAGUNG DES COMMANDANTE
Ich meine, wenn das Zitat korrekt ist, war Castro damals der Meinung das wird nie passieren, denn zu der Zeit waren diese Bedingungen weder für USA noch für die römischen Katholen vorstellbar!
1973  unterzog  sich  der  Kommandant  Fidel  Castro  einer  der vielen  internationalen  Presserunden. 
Der  Kalte  Krieg  war  sehr kalt und Brian Davis, Reporter einer englischen Agentur, fragte ihn: „Wann,  glauben  Sie, werden  die  Beziehungen  zwischen  Cuba und  den  Vereinigten  Staaten  wiederhergestellt  werden,  zwei derart  voneinander  entfernte  Staaten  trotz  der  geografischen Nähe?“
Fidel Castro schaute ihn fest an und antwortete für  alle im Saal Anwesende: „Die Vereinigten Staaten werden kommen um mit uns zu reden, wenn sie einen schwarzen Präsidenten haben werden und es in der Welt einen lateinamerikanischen Papst geben wird.“ 
Castro war kein Wahrsager wie jetzt in der Welt oder in anderen Blättern suggeriert wird!
http://www.welt.de/politik/ausland/article144356848/Die-mysterioesen-Weissagungen-des-Fidel-Castro.html
http://visiondesdecuba.com/2015/06/04/fidel-castro-el-presidente-negro-y-el-papa-latinoamericano/

Fidel Castro an Tsipras: Lateinamerika und die Karibik bewundern Griechenlands Mut
https://amerika21.de/2015/07/124469/fidel-catsor-tsipras

Kuba
*KAS bietet Forum für Aktionsbündnis kubanischer Regierungsgegner
https://amerika21.de/2015/06/124000/adenauer-stiftung-opposition?pk_campaign=newsletter%26pk_kwd=weekly
 

KUBA - NATURSCHUTZ IN ZEITEN DES EMBARGOS
Im Meeresschutzgebiet Jardines de la Reina, oder “Gärten der Königin”, vor der Südwestküste Kubas, wimmelt es nur so von Fischen und Korallenarten, die in anderen Teilen der Karibik und an den Küsten Floridas fast völlig verschwunden sind. In den Gärten der Königin sind jährlich nur 1500 Besucher erlaubt.
1_4Daniel Whittle engagiert sich seit 15 Jahren für den Schutz dieser Gewässer. Er erinnert sich noch heute an seinen ersten Tauchgang in den Gärten.  “Das, was mir besonders auffiel, waren nicht nur die Farben oder die Vielfalt der Korallen, sondern wie viele Fische es dort gab”, sagte Whittle. "Richtig große Fische, wie Zackenbarsche, Schnapperfische und Meeresschild- kröten und eine Menge Haie”. "Es war, wie 5500 Jahre in die Vergangenheit zu reisen”, sagt er. “Es ist immer noch das ursprünglichste Korallengebiet, das ich je gesehen habe”.

Daniel Whittle, ist Anwalt beim Environmental Defense Fund (EDF) : http://www.edf.org/
Aus DW ===>  http://www.dw.de/meeresschutz-auf-kuba-dank-isolation/a-18475912
WWW-Links
http://saveourseas.com/blog/reef_shark_populations_near_humans_down_90
http://www.centerforneweconomics.org/
http://oceandoctor.org/

ICAIC Filmplakate aus Kuba
Geburt eines Waldes Antonio Reboiro 67
Links ein Icaic Plakat zum Doku-Film Geburt eines Waldes
vom Künstler: Antonio Reboiro 1967

Parallel zum Film, dem seit 1959 in Cuba eine besondere Bedeutung zukommt, entwickelte sich auch eine neue Form des Filmplakats. Da die Produktion und Distribution von Filmen einzig in den Händen des kubanischen Filminstituts ICAIC liegt, entfällt der Aspekt der Werbung konkurrierender Unternehmen um die Gunst des Publikums. Eigentlich gibt es kein praktisches Bedürfnis für Filmplakate, denn das Kino erfreut sich solcher Beliebtheit, dass Werbung im herkömmlichen Sinne gar nicht notwendig ist. Das Ziel der Plakate ist es vielmehr, die Idee des Films zu vermitteln, um dadurch das Interesse des Publikums zu wecken.

Icaic Plakat  zum Film Lucia ein 3 Episodenfilm vom Künstler  Raul Martinez 1968
Icaic  Raul Martinez 1968Ein Plakat des ICAIC stellt somit zusätzlich zum Film ein neues Kunstwerk dar und weniger die Werbung für ein Kulturprodukt. Die Umsetzung des Inhalts obliegt ganz der Auffassung des Künstlers, was sich in den unterschiedlichen Stilen ausdrückt, die dabei Verwendung finden. Entworfen wird nicht nur für kubanische Produktionen, sondern auch für ausländische Filme, die in Cuba zu sehen sind.
Das ICAIC verfügt über eine Plakatwerkstatt, für die eine feste Gruppe von Künstlern arbeitet. Die Plakate werden im Siebdruckverfahren hergestellt, auf allen erscheint der Name des Künstlers, was jedem einzelnen den Anschein eines Originals gibt. Durch das ICAIC erfahren die Plakate eine große Verbreitung. In der Stadt stellen sie neben vielen anderen Plakaten ein dekoratives Moment dar, gleichzeitig aber auch Kunstwerke im öffentlichen Raum; und als Kunstwerke werden sie diskutiert.

Kuba hat jetzt mehr als 3 Millionen Handynutzer
Vor wenigen Wochen wurde in Kuba der dreimillionste Handyvertrag registriert, wie die staatliche Telefongesellschaft ETECSA jüngst bekannt gab

Lebenserwartung in Kuba steigt auf 78,45 Jahre
Am Ende des Dreijahreszeitraums 2011-2013 erreicht die Lebenserwartung bei Geburt der kubanischen Bevölkerung im Durchschnitt 78,45 Jahre, eine Zahl, die Kuba unter den 25 weltweit fortgeschrittensten Ländern in dieser Entwicklungskennziffer platziert.
Interessant ist, dass die Lebenserwartung in den Provinzen Las Tunas und Holguín sogar 79,5 Jahre beträgt
Autor: Orfilio Peláez | orfilio@granma.cu

Kuba von US-Terrorliste gestrichen
Die Sozialistische Karibikinsel ist kein »Schurkenstaat« mehr. Bankgeschäfte  sind jetzt mit Kuba möglich. Es besteht Hoffnung auf baldiges Ende der Blockade. US-Senatoren stellen Ende des Embargos gegen Kuba in Aussicht, bei einem Besuch in Kuba haben US-Parlamentarier dem Karibikstaat Hoffnungen auf ein Ende des US-Embargos gemacht. Die USA geben die Eröffnung einer Botschaft auf Kuba in einiger Zeit bekannt.

Jointventure
Weltweite Hoffnung für Hunderttausende Menschen, Kuba gelang ein Durchbruch bei der Krebsforschung. Ein Massenimpfstoff soll mit den USA zusammen auf den Markt gebracht werden.

KUBA-HAVANNA 
Die Goldmedaille der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) wurde gestern für das Medikament Itolizumab vergeben, in einer Zeremonie, bei der Miguel Díaz-Canel, Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Kubas und Erster Vizepräsident des Staats- und des Ministerrates, zugegen war. Itolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der das Leukozyten-Antigen CD6 für die Behandlung von Autoimmunkrankheiten erkennt, insbesondere die Schuppenflechte, erklärte die Master of Science María de los Angeles Sánchez Torres, Direktorin des kubanischen Amts für gewerbliches Eigentum.
Dies ist ein Produkt, das bei schwerer Psoriasis zur Anwendung kommt, eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die über 125 Millionen Menschen weltweit betrifft.

Normalisierung der Beziehungen Kuba - USA
Kuba exportiert Krebsmedikament Cimavax in die USA

...Die Erlaubnis, kubanische Medikamente in den USA zu testen, stellt derzeit eine der größten Hürden dar, sei diese aber genommen, wäre es leichter, auch andere kubanische Medikamente in die USA zu exportieren. Kuba habe eine Menge "interessanter Produkte und viel zu bieten", so Dr. Kelvin Lee, Chef der Immunologie am Roswell-Park-Institut (USA). Daher sollen die erfolgreichen Verhandlungen um Cimavax ein Anfang für eine kontinuierliche Zusammenarbeit beider Länder auf diesem Gebiet darstellen...
Itolizumab wird in Kuba, der Volksrepublik China und Indien vertrieben, mittels einer Marketing-Strategie, die die Schaffung eines Joint Venture-Unternehmens mit der entsprechenden Produktionskapazität einschloss, in dem Kuba sein Know-how einbrachte.

Kubatourismus im Aufwind
Das Reiseziel Kuba erlebte in diesem Jahr bisher einen Anstieg um 15% verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2014. Dies gab gestern der Tourismusminister Manuel Marrero Cruz bekannt.
Der größte Anstieg sei bei den Besuchern aus Venezuela, Deutschland, Italien, Kanada und Chile zu verzeichnen. Der kubanische Tourismusminister wies jüngst darauf hin, dass der Prozentsatz derer, die die Insel wiederholt besuchen, 44% betrage und dass 95% der Besucher ihre Zufriedenheit mit dem Reiseziel Kuba ausgedrückt hätten.
Das in der Provinz Villa Clara gelegene Hotel Royalton Cayo Santa Maria, ist als bestes
"All inclusive Hotel" der Welt ausgezeichnet worden.

Kuba:
kaum Stimmen für Contras
Wahlschlappe für die Opposition

Mehr Frauen und viele Jugendliche wurden in Kommunalparlamente gewählt. Niederlage für die Opposition.
Bei den Kommunalwahlen in Kuba haben am vergangenen Sonntag mehr als 7,5 der insgesamt rund 8,5 Millionen Berechtigten ihre Stimme abgegeben. Dies teilte die Vorsitzende der Nationalen Wahlkommission (CEN), Alina Balseiro, am Montag (Ortszeit) in Havanna auf einer Pressekonferenz zur Bekanntgabe der Wahlergebnisse mit. Damit habe die Beteiligung mit 88,3 Prozent etwas unter der bei den letzten Kommunalwahlen im Oktober 2012 (91,9 Prozent) gelegen. Rund 90,5 Prozent der Stimmzettel seien gültig gewesen, berichtete Balseiro. Auf etwas mehr als 4,5 Prozent wurde keiner der Kandidaten angekreuzt, die restlichen Zettel seien durchgestrichen oder auf andere Art ungültig gemacht worden.

Antikommunistische Gruppen in Miami und westliche Medien hatten ihre Hoffnungen vor allem auf die Kandidatur von zwei bekennenden Systemgegnern in Havanna gesetzt, die sie als "Symbolfiguren des Widerstands gegen das Castro-Regime" propagierten. Die von US-Diensten und Stiftungen rechtskonservativer europäischer Parteien geführten "Dissidenten" hatten  die Wahlen in Kuba im Jahr 2012 noch boykottiert.  Jetzt 2015 rechneten sie sich zumindest symbolische Chancen aus. Doch weder der im Stadtteil Vedado kandidierende Politopa Hildebrando Chaviano (65) noch der 26jährige Yuniel López, der in der Gemeinde Arroyo Naranjo angetreten war, erreichten auch nur annähernd die Stimmenzahl ihrer Mitbewerber. López behauptete gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, in seinem Wahlkreis seien die Menschen unter Druck gesetzt worden, damit sie ihn nicht wählen würden. Serviler verhielt sich Politopa Chaviano, der unter anderem für das von den US-Diensten USAID und NED finanzierte, in Madrid erscheinende Onlineportal Diario de Cuba tätig ist. "Die Abstimmung war sauber. Das Volk will keinen Wandel", so der 65jährige gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung. Das in Miami erscheinende Sprachrohr der rechten Contras, Nuevo Herald, zitiert ihn so: "Die Bevölkerung ist nicht vorbereitet. Es gibt viel Ignoranz."
(Auf gut Deutsch die Kubaner glauben nicht an ihre "WAHREN FREUNDE", sie erkennen sie nicht mal?)

Um die 12.589 Mandate in den 168 Asambleas Municipales hatten sich insgesamt mehr als 27.379 Kandidaten beworben. Der Anteil der weiblichen Abgeordneten stieg um 1,4 auf jetzt 34,9 Prozent, 14,9 Prozent der künftigen Delegierten sind Jugendliche. In diesem Jahr hatten sich 63.400 Jungwähler ab 16 Jahren zum ersten Mal an den Abstimmungen beteiligen können. Für ein Mandat sind mindestens 50 Prozent der abgegebenen Stimmen erforderlich. 11.425 der neuen Gemeindeabgeordneten schafften diese Hürde im ersten Wahlgang. 1.164 Bewerber müssen sich am kommenden Sonntag einer Stichwahl stellen.

Nach der kubanischen Verfassung und dem Wahlgesetz aus dem Jahr 1992 werden die Bürger auf der Gemeindeebene alle zweieinhalb Jahre zu den Urnen gerufen, während die Asambleas Provinciales und die Asamblea Nacional alle fünf Jahre gewählt werden. Die nächsten Neuwahlen auf allen drei Ebenen sollen im Jahr 2018 nach einer umfassenden Wahlreform durchgeführt werden. Die KP Kubas (PCC) plant eine weitere Dezentralisierung der politischen Leitung und damit eine Stärkung der Gemeinden.

Obama streicht Kuba von Terrorliste
Washington erfüllt eine Kernforderung der Kubaner, indem es die Insel von der Liste der Terrorförderer streicht (Quelle: Progreso Weekly)
https://cubaheute.wordpress.com/2015/04/15/obama-streicht-kuba-von-terrorliste/
 

Kuba -  die  neu Entdeckung  der Haltbarkeit –
MIT Phantasie  und Experimentierfreudigkeit
DAS sind die wichtigsten Inhaltsstoffe jeder Lebensmittelkonserve

Der erste Besuch während unserer Kuba-Reise führt uns zu Vilda und Pepe, einem wundervollen Paar, das sich ganz dem Thema Lebensmittelkonservierung verschrieben hat. Was für andere ein Beruf ist, ist für Pepe und Vilda eine Mission. Ihr Ziel: Unabhängig von der Jahres- und damit Erntezeit, sollen sich die Kubaner mit ausreichend Lebensmitteln versorgen können. Deshalb konservieren sie von Fleisch über Fisch zu Gemüse, Wurzeln und Früchten alles, was sie in die Finger bekommen.
Lernt Vilda und Pepe im Video kennen! https://www.youtube.com/watch?v=oC-FDtuPTbY
Begonnen hat alles in den 90ern, der „Periodo especial“, als nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staatengemeinschaft die komplette Lebensmittelversorgung auf Kuba eingebrochen ist. Vilda und Pepe haben kurzerhand eine Ecke ihres Wohnzimmers in ein Labor umfunktioniert und begonnen, mit Konservierungs- methoden zu experimentieren. Als Chemikerin konnte Vilda dabei ihre Fachkenntnisse über Gärungsprozesse anwenden. Heute, fast 20 Jahre später, beschränkt sich das Angebot nicht mehr auf Basics, wie Tomaten, Gurken, Kohl. Es gibt auch zahlreiche Leckereien zu bestaunen, z.B. eine süßlich schmeckende Radieschenmarmelade. Wir bestaunen eingemachte Karotten aus dem Jahr 1996, die immer noch so knallig orange sind, wie ihre frischen Artgenossen. Und wir dürfen auch probieren: Ein Kompott aus Ananas, Ingwer und Grapefruitschalen, das sich auch in einem deutschen Supermarkt im Delikatessenregal  sehen lassen kann.
Ich weiSS nicht, was mich mehr umhaut: Ihre Begeisterung oder ihre schier unerschöpfliche Ideenflut und Experimentierlust.

Lange war meine einzige Verbindung zu dem Thema, dass meine Oma Marmelade eingemacht und Gurken eingelegt hat. Für mich unverständlich, denn beides konnte man für wenige Pfennige im Supermarkt kaufen. Ihre Geschichten über die Nahrungsknappheit in der Nachkriegszeit klangen in meinen Ohren wie Märchen aus der Vergangenheit, als jeder in den Vorstädten noch einen Kartoffelacker im Garten hatte. Erst in den letzten Jahren interessieren sich trotz überfüllter Lebensmittelregale im Supermarkt auch meine Freunde für Urban Gardening und das Einmachen von Erdbeeren. Nicht aus Not, sondern um wieder einen besseren Bezug zu unserer Nahrung zu bekommen oder günstig ungespritztes Gemüse essen zu können.
Das Erstaunlichste ist, dass sich Vilda und Pepe nicht als Produkteure verstehen, die ihre Konserven weiterverkaufen. Sie sind vielmehr experimentierfreudige Lehrer, die allen Interessierten beibringen, wie sie ihre Erträge selbst weiterverarbeiten können – „Promotores“ heißt das hier. Dazu haben sie eine komplette Wand des Wohnzimmers mit Bildtafeln tapeziert, die einfach verschiedene Konservierungs- verfahren erklären und zahlreiche Bücher zum Thema geschrieben. Ihre Workshops sind im ganzen Land bekannt – und heiß begehrt. Aus allen Provinzen kommen Bauern, Hausfrauen und viele andere, um bei Vilda und Pepe zu lernen. Logistische und finanzielle Unterstützung erhalten sie dabei von der Welthungerhilfe, die bei Druck und Verbreitung der Lehrbücher hilft und den Transport der Workshopteilnehmer nach Havanna organisiert.
Kubanische Rezepte: “No es facil”
Einfach ist überhaupt das Stichwort: Für kein Verfahren braucht man ausgefallene Geräte, in der Regel reichen Pürierstab, Mixer und Kochtopf zum Konservieren. Auch die Ingredienzien sind leicht zu beschaffen: Zucker für die Marmelade, Salz für den Fisch. Und alles lässt sich in wenigen Schritten vorbereiten. Die beiden sind als Workshopleiter geübt: Nicht nur kubanische Bauern besuchen die „Tallleres“. Delegationen aus Nicaragua, Japan, Kanada oder Deutschland kommen, um sich bei den beiden engagierten Kubanern über ihre einfachen Methoden zu informieren. Sogar aus den USA reisen sie an – obwohl bis vor kurzem offiziell US-Amerikaner nicht nach Kuba durften.

Der meist gehörte kubanische Satz „No es fácil“ mag auch für Vilda und Pepe gelten. Aber viel mehr strahlen sie das Mantra der 2000er aus – „Sí se puede“ – oder wie die gehassten und geliebten großen Nachbarn sagen „Yes, we can“.

Eine Doktorarbeit über Bohnen?
Kubanische Bauern werden zu Wissensvermittlern

http://www.welthungerhilfe.de/blog/kuba-von-bauern-zum-lehrer-zum-dienstleister/
https://www.youtube.com/watch?v=i8fmWEC6PDs&list=PLUlpEYszJylTBgNEDNwgqbj4mWdHdxKOz

Im Projekt PIAL unterstützt die Welthungerhilfe die kubanische Landbevölkerung dabei, innovative Produktions- und Verarbeitungstechnologien zu entwickeln und zu verbreiten. Dazu zählen zum Beispiel Methoden der Saatgutlagerung, der Einsatz von lokal selektiertem und vermehrtem Saatgut, die Herstellung von organischem Dünger und die Nutzung einfacher Technologien zur Produktverarbeitung. Bauerngruppen tauschen ihre Kenntnisse untereinander aus – campesino a campesino nennt sich das Prinzip. All diese Neuerungen bieten ein hohes Potential für die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität. Dazu arbeitet die Welthungerhilfe mit dem nationalen landwirtschaftlichen Forschungsinstitut INCA und Universitäten im ganzen Land zusammen. Ziel ist es, die Lebensqualität der kubanischen Landbevölkerung langfristig zu verbessern.
 http://www.welthungerhilfe.de/blog/kuba-die-entdeckung-der-haltbarkeit/
In Humor from my Pen hat Gerardo Hernandez Nordelo einer der Cuban 5 eine Zeichnung zum obigen Thema veröffentlicht, Titel oben im Bild:  El "Petroleo" que mas nos urge encontrar...
El Petroleo que mas

DAS Bild OBEN IST EINES von Gerardo Hernández Nordelo :

Humor from my Pen 
The "oil" we most need to find...

Efficiency, productivity, organization, quality, discipline, responsibility, economy, constancy, a demanding nature. / Congratulations, brothers, on the 54th anniversary of the Revolution

Humor aus meinem Knast
Das "Öl", das uns drängt, es nur noch zu heben...

Effizienz, Produktivität, Organisation, Qualität, Disziplin, Verantwortung, Wirtschaft, Konstanz, eine ausgewogene Natur. / Herzlichen Glückwunsch, liebe Brüder, auf den 54. Jahrestag der Revolution

Das Buch "Zeichnungen von Gerardo Hernández Nordelo:
Humor from my Pen" [Pen bedeutet hier sowohl Stift als auch die Abkürzung von penitentiary = Zuchthaus, Anm. d. Ü.] wurde am 2. Dezember 2014 in den Vereinigten Staaten herausgegeben und enthält eine Sammlung von politischen Cartoons, die dieser kubanische Held während seiner 16 Jahre dauernden ungerechten Inhaftierung in verschiedenen Bundesgefängnissen des US-Imperiums schuf.
Humor from my Pen (Englisch) Taschenbuch 25,75 Euro – z. B. bei:
http://www.amazon.de/Humor-Pen-Gerardo-Hernandez-Nordelo/dp/0996107193

Aufruf zum 57. Jahrestages der kub. Revolution und des 55. Jahrestages des ICAP
Liebe FreundInnen,
Das kubanische Institut für Völkerfreundschaft ruft seine Mitarbeiter, Kinder, junge Menschen, Erwachsenen im ganzen Lande, die Solibewegung weltweit und alle FreundInnen aus verschiedenen Ländern auf, an dem Projekt "Gran Día de Enero" zum Anlass des 57. Jahrestages der kubanischen Revolution und des 55. Jahrestages des ICAP teilzunehmen.
Die Teilnehmer können ihre Eindrücke von 1. Januar 1959 verfassen oder Zeugenaussagen dieses Momentes von populärem Elan und Freudeknall des ganzen Volkes sammeln.
Wir freuen uns sehr, dass Sie dem Aufruf folgen.
Mit solidarischen Grüssen,
Maikel (Europaabteilung ICAP)
http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/2015/03/aufruf-zum-anlass-des-57-jahrestages-der-kub-revolution-und-des-55-jahrestages-des-icap/

Erklärung der Revolutionären Regierung der Republik Kuba
Die Revolutionäre Regierung der Republik Kuba hat von dem willkürlichen und aggressiven Regierungsdekret Kenntnis genommen, das vom Präsidenten der Vereinigten Staaten gegen die Regierung der Bolivarischen Republik Venezuelas erlassen wurde und in dem es, als Repressalie für die Schritte, die Venezuela angesichts der interventionistischen Maßnahmen der Regierungsbehörden und des Kongresses des USA zu seiner Verteidigung unternommen hat, als eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten bezeichnet wird.

Wie kann Venezuela die Vereinigten Staaten bedrohen?
Tausende von Kilometern entfernt, ohne strategische Waffen, ohne dass es Ressourcen oder Beamte einsetzt, um sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung der Vereinigten Staaten zu verschwören, klingt diese Erklärung wenig glaubhaft und enthüllt die wahren Absichten derer, die sie verfasst haben.

Eine solche Ankündigung in einem Jahr, in dem in Venezuela Parlamentswahlen stattfinden, macht einmal mehr den Charakter der Einmischung deutlich, der die Außenpolitik der Vereinigten Staaten bestimmt.

Die Tragweite dieser Regierungsaßnahme hat die Regierungen Lateinamerikas und der Karibik in Alarmbereitschaft versetzt, die im Januar 2014 beim Zweiten CELAC-Gipfel in Havanna die Region zur Friedenszone erklärt haben und jede Handlung zurückweisen, die gegen sie gerichtet ist, denn sie haben in ihrer Geschichte genügend Erfahrungen angesammelt, was imperialistische Interventionen angeht.

Die Revolutionäre Regierung der Republik Kuba und unser Volk bekräftigen erneut ihre bedingungslose Unterstützung der bolivarischen Revolution, der rechtmäßigen Regierung des Präsidenten Nicolás Maduro Moros und des heroischen Brudervolks Venezuelas.

Niemand hat das Recht, sich in die inneren Angelegenheiten eines Staates einzumischen und ihn ohne jegliche Grundlage zu einer Bedrohung seiner nationalen Sicherheit zu erklären.

So, wie Kuba nie allein war, wird es auch Venezuela niemals sein.
Havanna, 9. März 2015
Autor: Redacción Nacional | internet@granma.cu

Brief von Fidel an Maduro
Lieber Nicolás Maduro,
Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela,
ich beglückwünsche Dich zu Deiner brillanten und mutigen Rede im Angesicht der brutalen Pläne der Regierung der Vereinigten Staaten. Deine Worte werden in die Geschichte eingehen als Beweis dafür, dass die Menschheit die Wahrheit wissen kann und muss.
Mit brüderlichem Gruß
Fidel Castro Ruz
9. März 2015
23 Uhr 24
Autor: Fidel Castro Ruz | internet@granma.cu

Hollande reist als erster französischer Staatschef nach Kuba
Paris. François Hollande reist als erster französischer Staatschef nach Kuba. Der Besuch sei für den 11. Mai geplant, teilte der Elysée-Palast am Dienstagabend mit. Es wäre der erste Besuch eines westlichen Staatschefs in Kuba, seitdem Havanna und Washington Mitte Dezember eine Entspannung ihrer bilateralen Beziehungen verkündet hatten. AFP/nd
http://www.neues-deutschland.de/artikel/963803.hollande-reist-als-erster-franzoesischer-staatschef-nach-kuba.html
 
Von Obama freigelassener kubanischer “Top-Spion” sagt, er sei bereit für seine “nächste Aufgabe” im Castro-Regime.
In einem Exklusivinterview mit Yahoo-News verteidigt Gerardo Hernández trotzig seine Rolle als Anführer des Spionagenetzwerks der Cuban Five. Von Michael Isikoff
http://www.miami5.de/informationen/presse-150302.html

Brüssel hinkt hinterher
USA geben Tempo bei Verhandlungen mit Kuba vor.

Havanna besorgt über Menschenrechtslage in EU-Staaten # Von Volker Hermsdorf
http://www.jungewelt.de/2015/03-04/010.php
 

Damas de Blanco
Las Damas de Blanco ya ha desarrollado la lucha interna, ataques militares a futuro en contra de sus adversarios.

Damas en BlancoDie Kubanischen Systemgegnerinnen sollen im Auftrag ihrer Sponsoren eigentlich »Zivilgesellschaft« darstellen, jetzt wollten sie aber zunächst ihre Chefin loswerden.
Die Damen in Weiß entwickelten dabei jetzt über internen Streit, einen militärisch anmutenden Angriff gegen ihre Kontrahentinnen in Kubas Haupsstadt Havanna.

Die im Jahr 2003 nach der Verhaftung von rund 70 Konterrevolutionären in Kuba unter dem Namen »Damen in Weiß« (Damas de Blanco) gegründete Gruppe von Systemgegnerinnen demonstriert innerhalb und außerhalb der sozialistischen Karibikinsel ihr Verständnis von Demokratie. Nach einem »abscheulichen Akt der Verstoßung« gegen die Mitbegründerin Alejandrina García de la Riva forderten 16 im Exil lebende »Damen« am Dienstag den Rücktritt der Chefin Berta Soler und die Wahl einer neuen Anführerin.

Der Vorstoß ist die Reaktion auf ein im Internet verbreitetes Video, das einen Angriff schreiender Frauen auf De la Riva am 16. Dezember 2014 im Treffpunkt der Gruppe in der Straße »Neptuno« im Stadtteil »Centro Habana« zeigt. Nach einer Kontroverse war De la Riva dort beschimpft und mit Rufen wie »Nieder mit der Verräterin« und »Raus mit ihr« zum Verlassen des Hauses genötigt worden. Dies sei ein Verhalten, daß »Kommunisten oder Faschisten« praktizierten, nicht aber »Kämpfer für Demokratie und Menschenrechte«, kritisierten die Gegner Solers am Dienstag in einem Beitrag der in Miami erscheinenden rechtsgerichteten Tageszeitung »Nuevo Herald«. Nachdem die Chefin der »Damas« den Vorfall gerechtfertigt und einen Rücktritt kategorisch abgelehnt hatte, stellten deren Kritiker ihre Legitimität generell in Frage. Niemand wisse, wie sie nach dem Tod ihrer Vorgängerin Laura Pollán zu ihrem Posten gekommen sei, eine Wahl habe nie stattgefunden, heißt es in dem Zeitungsartikel, hier als PDF: HIER

Kubas Positionierung ändert sich...
I. Das Embargo gegen Kuba bröckelte schon längere Zeit...


US-EMBARGO GEGEN KUBA
188 STIMMEM GEGEN DIE USA NUR NOCH 2 DAFÜR
JEWEILS IM JAHR 2013 UND 2014 WAREN 188 LÄNDER DER ERDE GEGEN DIE USA

Ein übrigbleibsel aus dem sogenannten kalten Krieg war und ist die Blockade der USA gegen Kuba.
Das Embargo wurde jedoch seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten von einer überwältigen Mehrheit der Länder der Welt abgelehnt. Jahr für Jahr brachte die kubanische Regierung einen Antrag in die UNO Vollversammlung ein, der den Wirtschaftskrieg der USA verurteilt. Nachdem früher einige wenige Verbündete der USA gegen die Verurteilung stimmten und sich viele enthielten, wurde in den letzten 2 Jahren nur noch von 2 Staaten das Embargo unterstützt. Einmal von den USA selbst und zum 2.vom treuesten Vasallen der USA von Israel. Die "höchste" Quote erreichten die USA in den 4 Jahren 2004 bis 2007, da stimmten USA, Israel, Palau und die Marshallinseln für das US-Embargo gegen Kuba.

II.Die Cuban 5 sind endlich alle frei !

III.Kubanische Ärzte für Friedensnobelpreis vorgeschlagen

III.Oslo. Eine Konferenz norwegischer Gewerkschafter hat beschlossen, das kubanische Ärzteteam
"Henry Reeve" für den Friedensnobelpreis 2015 vorzuschlagen.aus 15.02.2015
amerika 21 :
https://amerika21.de/2015/02/111977/aerzte-kuba-friedensnobelpreis

Video über die Installation der Fotovoltaikanlagen in Batey El Toro
Ein Projekt gemeinsam mit KarEn e.V. hier
https://vimeo.com/109742007
 

MARADONNA IN HAVANNA
Diego Maradonna mit Fidels Brief
Dieser Brief ist so, als ob man den Weltmeisterpokal zuhause hätte. Dies versicherte Diego Armando Maradona, der am Montag ein Schreiben des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro Ruz erhielt. Maradona befand sich anlässlich seiner Teilnahme am Programm De Zurda in Havanna

Der Führer der kubanischen Revolution Fidel Castro hat der Fußballikone Diego Armando Maradona, der sich zur Aufnahme des von Telesur aus Havanna übertragenen Programms De Zurda dort aufhielt, einen Brief geschickt. Maradona versicherte, dass sich Fidel bei guter Gesundheit befinde, wofür der ihm zugesandte Brief ein Beweis sei.
Er sagte, dass dieser Brief für ihn so sei, als ob er „den Weltmeisterpokal zuhause hätte”. Vor der Presse dankte Maradona Fidel für den Brief und versicherte, das kubanische Volk könne immer auf ihn, Maradona, zählen. In einer bewegenden Botschaft sagte er, dass Fidel in seinem Brief verschiedene politischeThemen angesprochen und auch die fünf kubanischen Helden erwähnt habe, die ungerechterweise in den USA im Gefängnis waren.

Fidel beglückwünschte Maradona zur Sendung De Zurda, die an einem Samstag und Sonntag im Kuba-TV ausgestrahlt wurde. Der Fußballer erinnerte sich daran, in früheren Gesprächen mit Fidel über alles Mögliche gesprochen zu haben, von Baseball bis zur internationalen Politik.
„In all meiner politischen Unwissenheit habe ich ihm das gesagt, was mir in den Sinn kam und ihm gefiel es, wenn ich ihm antwortete”, sagte er.

Rechte in Brüssel verhindern Annäherung zwischen EU und Kuba
Brüssel, Die historische Annäherung zwischen Kuba und den USA hat innerhalb der Europäischen Union heftige Auseinandersetzungen um den künftigen Kurs gegenüber dem sozialistisch regierten Karibikstaat ausgelöst. Das geht nach einem Bericht des Lateinamerika-Portals amerika21 aus einem Mailwechsel europäischer Mitglieder der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung der AKP-Staaten und der EU hervor. Demnach haben Vertreter der konservativen Mehrheit im Europäischen Parlament eine Erklärung verhindert, mit der die AKP-EU-Versammlung nach dem US-Vorbild auch für eine Annäherung der Europäischen Union an Kuba plädiert hätte.

In einer harschen E-Mail protestierte der deutsche CDU-Abgeordnete Michael Gahler gegen den Erklärungsentwurf. "Die Castro-Brüder und ihre Ein-Parteien-Struktur haben kein Interesse, einen solchen Prozess einzuleiten", befand Gahler.

Während Vertreter der Sozialdemokraten verhalten reagierten, kommentierte der linke portugiesische Politiker João Ferreira mit Ironie auf die Blockade der Konservativen. "Folter, grausame, inhumane oder entwürdige Bestrafung, willkürliche Haftstrafen oder Verhaftungen, rassistische Diskriminierung, Arbeitslosigkeit, Hunger, Kinderarmut sowie fehlender Zugang zu Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Bildung und Kultur – ja, hier gibt es offenbar ein Menschenrechtsproblem", heißt es in seiner E-Mail: "Aber nun können wir ja hoffen, dass das inspirierende kubanische Beispiel auch zu einer Verbesserung der Menschenrechtslage in den USA führt."
Den vollständigen Bericht finden Sie hier: https://amerika21.de/2015/01/110606/eu-kuba-bruessel-akp

NEUER BLOG ÜBER KUBA
Ich möchte hier auf einen Blog aufmerksam machen, den eine Gruppe Jugendlicher, die sich aktuell in Havanna befindet, um zu studieren, zu arbeiten und  spanisch zu lernen aber vor Allem um Cuba kennenzulernen, ins Netz gestellt haben.
Nach einem erfolgreichen Solidaritätsprojekt der SDAJ im vergangenen Jahr gibt es jetzt die Möglichkeit für Jugendliche – unabhängig von ihrer Organisation - an der CUJAE, der polytechnischen Universität von Havanna, zu studieren und politisch zu arbeiten. Ein Bestandteil dieser Arbeit ist dieser Blog, mit dem sie ein anderes Bild von Cuba zeichnen wollen, als man es aus den Mainstream-Medien kennt, indem sie von ihren individuellen Erfahrungen berichten und die aktuellen Entwicklungen Cubas für Jugendliche nachvollziehbar machen. https://berichteaushavanna.wordpress.com/


Was der Klimawandel auf Kuba anrichtet
Von Sven Weidlich
Die Lasten des Klimawandels sind sehr ungerecht verteilt. Viele Länder haben wenig zum Anstieg der Treibhausgasemissionen beigetragen, sind aber besonders gefährdet. So stellt es der jüngste Bericht des Weltklimarates fest. Kuba gehört zur Gruppe dieser Länder und ist als Inselstaat besonders bedroht.
http://www.fnp.de/nachrichten/politik/Was-der-Klimawandel-auf-Kuba-anrichtet;art673,1202583
 
USAID entschädigt Auftragnehmer Alan Gross
Edgar Göll amerika21
https://amerika21.de/2014/12/110249/usaid-zahlt-kompensation


In der Nacht vom 31. 12. 2014 zu 2015 Kanonendonner über Havanna
Um Mitternacht wurde mit 21 Salutschüssen von der Festung San Carlos de la Cabaña an der Hafeneinfahrt der Hauptstadt in das 57. Jahr ihres Sieges über die verhaßte Batistadiktatur Revolution begangen. Die Tage um den Jahreswechsel stehen überall auf Kuba im Zeichen der Feiern zum 56. Jahrestag ihres Sieges, der Begrüßung des neuen Jahres und der Rückkehr der letzten drei Kundschafter der "Cuban Five".

Wie immer gab es im ganzen Land ein abwechslungs- und umfangreiches Veranstaltungsangebot seit dem Triumph der Guerilleros am 1. Januar 1959. An diesem Tag hatte – nachdem der von den USA gestützte Diktator Fulgencio Batista mit über 40 Millionen Dollar Bargeld ins Ausland geflohen war – Fidel Castro in Santiago de Cuba den Sieg der Revolution verkündet und sie zugleich zu einer dauerhaften Herausforderung erklärt. "Die Revolution beginnt jetzt", rief der Comandante  vom Balkon des Rathauses am Parque Céspedes im Zentrum der Stadt den jubelnden Versammelten zu und stimmte die Bevölkerung auf das ein, was er kommen sah: "Die Revolution ist keine einfache Aufgabe, sie wird hart und voller Gefahren sein!"

Die weit verbreiteste Tageszeitung in Kuba die Granma erscheint ab jetzt mit dem Zusatz unter dem Datum "La Habana – Año 57 de la Revolución". Präsident Raúl Castro hat nach seiner Ankündigung einer "neuen Ära" der Beziehungen zwischen Havanna und Washington es mit der Bemerkung unterstrichen:
"Mit einem Volk wie diesem können wir das 570. Jahr der Revolution erreichen."
Die Feierlichkeiten und Veranstaltungen zur Würdigung dieses bedeutenden Tages für das Land begannen schon eine Woche vor dem denkwürdigen Tag und enden in der 1. Woche des neuen Jahres.

Die sogenannten Kuba-Experten der Washingtoner Administration hatten 1959 prahlerisch verkündet:
"Diese Revolution, im Suff einer Sylvester - Nacht geboren, wird das Erste Jahr nicht überleben!"


Die Revolution hat Kuba von einem der rückständigsten Länder, in dem über die Hälfte der Kinder keine Schule besuchten und jedes Jahr Zigtausende an Armut, Hunger und Krankheiten starben, zu einer Nation entwickelt, in der Bildung, Ernährung, soziale Sicherheit und Gesundheitsversorgung für alle garantiert sind. In UN-Statistiken zu der sozialen Entwicklung, der Gleichstellung von Frauen und Männern, der Versorgung mit Ärzten und medizinischem Personal oder der Verteilung von Bildungschancen nimmt Kuba heute einen Spitzenplatz in der Welt ein. Der selbstlose Einsatz kubanischer Ärzte, Schwestern und Pfleger in den Ebola-Gebieten Afrikas wird international anerkannt. Das sozialistische Kuba zeigt – im Sinne José Martís – Solidarität mit den Ärmsten dieser Erde, gilt weltweit als Vorbild im Kampf gegen den Analphabetismus und sichert die medizinische Versorgung in zahlreichen Ländern.

So wie ich meine kubanischen Freunde kenne, werden sie mit vollem Recht, diese Tage mit Musik, Tanz und Rum verbringen,- viva la Revolution, salute Companeros!

Kuba hat bis zum 30. Dezember 2014 allein im vergangen Jahr 3 Millionen Besucher aus aller Welt empfangen!  http://www.granma.cu/idiomas/aleman/kuba/31diciembre-turismo.html 

Die Anti-Kuba-Beutegemeinschaft rottet sich zusammen:
“US-Anspruchbesitzer”
Aus jw: Da tropft der Zahn: Kurz nach der Ankündigung, zwischen den USA und Kuba offizielle diplomatische Beziehungen wiederherzustellen, tritt ein Rudel von US-»Alteigentümern« auf den Plan. Das berichtete der Wirtschaftsdienst Bloomberg in der vergangenen Woche, am Montag griffen das Medien der USA und Kanadas auf. Klar ist demnach: Was die kubanische Revolution nach 1959 wegen Sabotage, Spionage und Invasion enteignete, muss »zurückgegeben« werden. Ostdeutsche kennen das als Bereicherungsformel »Rückgabe vor Entschädigung«. Laut Bloomberg möchte z. B. Coca-Cola den Verlust von Maschinerie und Immobilien im Wert von damals 27 Millionen US-Dollar erstattet haben, Einzelpersonen wie Carolyn Chester, deren Familie eine 80-Acre-Farm (umgerechnet mehr als 32 Hektar) auf der heutigen Isla de la Juventud besaß, verlangen eine »faire Regelung«. Das US-Justizministerium hat mehr als 5.900 solcher »Ansprüche« erfasst, seinerzeit ein Wert von etwa 1,8 Milliarden US-Dollar, heute gehe es um über sieben Milliarden. 80 Prozent entfielen auf individuelle Forderungen, die fettesten Brocken aber auf Konzerne wie Exxon (Ölraffinerie in Havanna) oder die heutigen »Besitzer« von »Anrechten« auf die kubanische Elektrizitätsgesellschaft. Hinzu komme alles, was sich ehemalige Kubaner, die in den USA leben, auf der Insel gern unter den Nagel reißen möchten. Die Enteignung sei »Diebstahl« gewesen, heißt es, aber man sei ja nicht so: Die Kette Starwood Hotels & Resorts (Anspruch 50 Millionen Dollar auf ehemaligen ITT-Besitz) kann sich z. B. vorstellen, mit einem »attraktiven, nicht erschlossenen Grundstück und einer steuerfreien Zone« zufrieden zu sein. Großzügigkeit kennt keine Grenzen – erst recht keine Gegenrechnung für Tausende tote Kubaner oder für den wirtschaftlichen Schaden durch die US-Blockade. (asc)
https://www.jungewelt.de/2014/12-30/092.php

El concierto 62 de Silvio Rodríguez
Por: Marta Rojas
Publicado en: Cinco luchadores antiterroristas cubanos
En este artículo: Barack Obama, Cinco Héroes, Cuba, Estados Unidos, Haydeé Santamaría, Silvio Rodríguez, Silvio Rodríguez por los barrios. Das Konzert zur Heimkehr der Cuban 5 ist fantastisch. Es lohn sogar auf Großbild zu gehen die Qualität reicht dafür sogar auf einem 24 Zoll Monitor. Vorsicht allerdings die Veranstaltung umfaßt mehr als 2 Stunden! Also Snacks und Drinks bereit stellen: y mucho gusto wünscht euch der Webmaster ali !!!



DSC_7232 Sylvio Rogriguez
Das wunderschöne Bild ist aus Sylvios Blog da gibt es noch mehr: http://segundacita.blogspot.de/
Den Einbettungscode für das Video habe ich cubadebate entnommen: HIER


FBK • FREUNDSCHAFTSGESELLSCHAFT BERLIN – KUBA E.V.     
ASOCIACION DE AMISTAD BERLIN – CUBA
 Caballete de Casa c/o Galerie Olga Benario Richardstr. 104 12043 Berlin 
030 / 251 12 97, e-mail: info@fg-berlin-kuba.de homepage: www.fg-berlin-kuba.de

         FBK-LOGO3 








PRESSEERKLÄRUNG
Nach über 16 Jahren Inhaftierung wurden die drei noch in US-Gefängnissen einsitzenden
Kubaner Antonio Guerrero, Ramón Labañino und Gerardo Hernández, die zu der Gruppe der
sogenannten „Cuban 5“ gehören, freigelassen und konnten nach Kuba zurückkehren.
Sie hatten seit Anfang der 90er Jahre exilkubanische terroristische Gruppen in Südflorida
unterwandert und die kubanischen Behörden über deren geplante Terroranschläge auf Kuba
informiert, wodurch über 170 Anschläge verhindert werden konnten.

1998 übergab die kubanische Regierung einer Delegation des FBI in Havanna ihr umfangreiches
Aktenmaterial über die terroristischen Aktivitäten in Südflorida. Kurze Zeit später verhaftete
das FBI die Fünf, sperrte sie in Isolationshaft, legte ihnen schwere Taten zur Last, u.a. Mord,
ohne Beweise dafür vorzulegen, und verurteilte sie von 15 Jahren bis zu zweimal lebens-
länglichen Haftstrafen.

Wir, die FBK - Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba e. V. freuen uns gemeinsam mit unseren
kubanischen Freundinnen und Freunden riesig über die gute Nachricht. Wenn es unseren
Medien auch kaum eine Meldung wert war, es gibt eine weltweite Solidarität mit den zu
Unrecht inhaftierten „Cuban 5“, vergleichbar mit der mit Nelson Mandela.

Das Ende der von US-Regierungen fast 55 Jahre lang aufrecht erhaltenen Eiszeit und in den
letzten 20 Jahren erheblich verschärften Blockadepolitik der USA gegen Kuba scheint
eingeleitet. Wir sind voller Hoffnung, dass diese Meldung den Beginn einer positiven
Entwicklung markiert und Berichte über willkürliche US-Sanktionen gegen Institutionen und
Länder weltweit, die Kontakt zu Kuba haben, bald der Vergangenheit angehören.

Ein nächster positiver Schritt wäre die längst versprochene Auflösung des Gefangenenlagers in
Guantánamo Bay und die Rückgabe von Guantánamo an Kuba!
Ein neues Kapitel der Zusammenarbeit mit Kuba kann beginnen. Wir ermutigen die deutsche
Politik, hier eine frieden fördernde Rolle zu spielen. Wir werden die Entwicklung weiterhin
aufmerksam begleiten und die Berichterstattung in den Massenmedien kommentieren.
Liebe ARD, warum wurden die „Cuban 5“ in den Tagesthemen gestern mit keinem Wort erwähnt?

                VIVA CUBA!
FBK Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba e. V.


HAVANNA / WASHINGTON
Tues, December 17, 2014
Media contact: Gloria La Riva, 415-312-6042
THE CUBAN FIVE ARE FREE!!!
This morning, breaking news on all news agencies says that our three brothers, Gerardo Hernandez, Ramon Labanino, and Antonio Guerrero are free!!! According to the news, Alan Gross is flying back to the United States now, and President Obama will be speaking at about noon today, Eastern time, to announce that and further developments.
INCREDIBLE NEWS! This is a very short notice, just to let everyone know of this
GREAT  GREAT  VICTORY !
Stay tuned for more details!
This email was sent to alfredmente@hotmail.com by info@freethefive.org

National Committee to Free the Cuban Five
2969 Mission St.
San Francisco, CA 94110
www.freethefive.org

DIE 5
SIEG  JETZT SIND ALLE CUBAN FIVE FREI
Auch die letzen drei unserer Brüder, Gerardo Hernandez, Ramon Labanino, and Antonio Guerrero sind nun frei!!!                     Sie sind inzwischen in Havanna eingetroffen!

KUBA UND USA KÜNDIGEN NORMALISIERUNG AN
Das seit 1961 bestehende US-Embargo wird aufgehoben.

Barak Obama

Präsident Barak Obama teilte in einer TV-Ansprache die Einleitung einer Normalisierung mit dem Inselstaat mit. Gleichzeitig wurde das Vorhaben auch von Präsident Raoul Castro im Kuba-TV verkündet. Teil der Einigung ist die Freilassung des US-Bürgers Alan Gross aus humanitären Gründen. Der war seit 2009 in Kuba, wegen Spionage inhaftiert. Kuba habe dem Gesuch der USA stattgegeben, den 65 Jahre alten Mann freizulassen.

Raul Castro











Gross 
Gross links im Bild, hat die Heimreise bereits angetreten und ist am Mittwoch dem 17. Dezember 2014, schon in den USA angekommen.
Im Gegenzug werden von den USA, die noch inhaftierten, von den  international unter dem Namen "Cuban Five", bekannt gewordenen Kubanern, die in USA- Terrororganisationen von Exil-Kubanern ausspionierten, ebenfalls freigelassen. Es werden wieder Diplomatische Vertretungen zwischen beiden Ländern eingerichtet werden. Die USA werden für ihre Bürger, die rigorosen Reisebeschränkungen nach Kuba demnächst lockern. Die Bürger Kubas haben seit über einem Jahr schon keine Reisebeschränkungen mehr in Richtung USA.
Leider ist z. B. die Erteilung von Visa zum Besuch der BRD für Kubaner sehr restriktiv. (Nachweis von Rückflugticket, ausreichend Euro bzw. Dollar Besitz pro beabsichtigtem Aufenthalt per Tag.
Selbst bei Einladungen seitens Deutscher wird quasi eine Art Bürgschaft für die Besucher verlangt.) Bürger der BRD haben nur eine Art “Reisebeschränkung”, wer nicht mal die Tickets kaufen kann der kann auch nicht reisen.....doch das gilt ja so auf der gesamten Welt...
Zu Antonio Guerrero’s im US-Gefängnis gezeichneten Schmetterlingen: HIER

Schluß mit der Eiszeit
Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, Obama erkennt, dass es den USA nichts bringt, weiter Eiszeit zu spielen. Mit diesem Schritt und einer Entwicklung Kubas wird sich ein neuer Markt für beide Länder öffnen. Kuba wäre gut beraten, das ganze sehr wachsam anzugehen, und aufzupassen, dass es sich mittelfristig nicht über den Tisch ziehen lässt. Vor allem für Kubas Landwirtschaft besteht Grund zur Sorge. US- Agrarkonzerne lecken sich garantiert schon die Finger, die Insel mit Glyphosat und GV-Saatgut zu beglücken.
Grundsätzlich ist es mehr als überfällig, diese letzte Grenze des kalten Krieges langsam einzureißen.
Die Weltgemeinschaft sollte ein Auge auf die weitere Entwicklung haben, denn wir wissen alle, was leider zu oft passierte, wenn die USA "ihre Werte" siehe O-Ton Obama, anfangen zu exportieren.
Schon ist wieder ein gewisser Herr Bush aufgetaucht und stört offensichtlich die gegenseitige Respektvollen Annäherungsbekundungen. Er möchte gerne, dass Kuba die Tür weit aufmacht und alles was nicht Niet- & nagelfest ist mit dem schwächelnden US$ aufgekauft wird

Aktueller denn je: “Ob wohl die Vasall in der USA, die Merkel,  jetzt Obama’s Schritten folgt?
Zehn Fragen zu Cuba an die deutsche Öffentlichkeit
Sicher wissen Sie, dass seit über 55 Jahren seitens der USA ein Wirtschaftskrieg (eine Blockade) gegen Cuba geführt wird.
Dieser hat bis heute für Cuba einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von 1.112.530.000 000 Dollar verursacht (Angaben des cubanischen Außenministeriums, Oktober 2014).

Haben Sie sich gefragt, wie die deutsche Regierung sich seit 55 Jahren Cuba gegenüber verhält?
DIE ZEHN FRAGEN IM PDF: HIER

ARTIKEL VON FIDEL CASTRO
Die ungewisse Zukunft als pdf von Granma International: HIER

Kuba plant Investitionen in Zuckerindustrie
http://cubaheute.wordpress.com/2014/10/05/kuba-plant-investitionen-in-zuckerindustrie/
 
Die Revolution schickt ihre Ärzte
Kuba entsendet weltweit Mediziner in Krisengebiete – nun auch ins Ebola-Gebiet. Das keineswegs wohlhabende Land schickt damit mehr Ärzte nach Westafrika als viele reiche Industriestaaten.
Von Peter Burghardt
http://www.sueddeutsche.de/politik/kuba-hilft-im-kampf-gegen-ebola-die-revolution-schickt-ihre-aerzte-1.2159096

Kuba privatisiert mehr als 7.000 Restaurants
Klaus E. Lehmann
https://amerika21.de/2014/10/108397/privatisierung-restaurants

 Henry Kissinger wollte 1976 Kuba angreifen
Ehemaliger Außenminister ließ Bombenangriffe und das Verminen kubanischer Häfen planen. Geheimpapier von 1962 über mögliche Interventionen
Von Edgar Göll
https://amerika21.de/2014/10/108309/angriffsplaene-usa-gegen-kuba


 
30 Jahre Freundschaftsgesellschaft »Amistad Luxemburgo-Cuba«
http://www.zlv.lu/spip/spip.php?article13077



http://www.miami5.de/informationen/freunde-141030.html

PRESSEBERICHTE

Auslandseinsätze: 07.10.2010 Kuba schickt Ärzte – der Westen Soldaten
165 kubanische Ärzte und Krankenpfleger sind nach Freetown in Sierra Leone geflogen, um die tödliche Plage Ebola zu bekämpfen. Weitere 296 Spezialisten aus Kuba sollen folgen...aus www.kommunisten

Kuba rettet Afrika
Die Ebola-Epidemie in Westafrika ist außer Kontrolle geraten. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag mitteilte, sind bislang mindestens 2400 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben, die wirkliche Zahl dürfte weit höher liegen.
12.09.2014 Red Globe: http://www.redglobe.de/afrika/sierra-leone/9926-kuba-rettet-afrika

Blockade gegen Kuba:
188 von 193 UN-Mitgliedsstaaten fordern von den USA das sofortige Ende der antikubanischen Blockada-Sanktionen.
Pressemeldungen zur UN-Generalversammlung, zur Abstimmung, über die durch die Blockade angerichtete Schäden, die Rede des kubanischen Außenministers, Beiträge zur Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade: http://www.fgbrdkuba.de/infos/blockade-gegen-kuba.php 

Evo Morales würdigt Kubas Engagement für das Leben
ALBA.Evo
Der Präsident Boliviens, Evo Morales, hob heute auf dem Außerordentlichen Gipfel der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerika (ALBA), der zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie anberaumt wurde, das Bewusstsein Kubas und sein Engagement für das Leben hervor.
In Granma Internacional am 20.10.2014:


USA würdigen kubanische Hilfe gegen Ebola
Außenminister Kerry und US-amerikanische Zeitungen sind voll des Lobes über das Engagement der Karibikinsel. 20.10.2014: Neues Deutschland

Kubas Gesundheitsminister erläutert Strategie seines Landes gegen Ebola
Vor den Staats- und Regierungschefs, Leitern der Delegationen und Vertretern internationaler Organisationen machte er Ausführungen zu den Krankheitsmerkmalen und zum Verlauf der Epidemie, die bereits über 4.600 Todesfälle gefordert hat und eine Todesrate von 49,4 % aufweist.
21.10.2014: Granma Internacional

ALBA-Gipfel, die  ALBA-Länder koordinieren Kampf gegen Ebola
Bei einem Sondergipfel der Regierungschefs des linksgerichteten Staatenbündnisses Bolivarische Allianz für Amerika (ALBA) in Kubas Hauptstadt Havanna haben die Teilnehmer am Montag einen gemeinsamen Plan zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie ausgearbeitet. 22.10.2014: amerika 21

Kubanische Ärzte treffen zum Kampf gegen Ebola in Liberia und Guinea ein
k.Ä. in Liberia & GuineaDie kubanischen Ärzte und Krankenpfleger, die sich bereit erklärten, den Opfern des Virus zu helfen, kamen in ihren Einsatz- orten an und wurden in beiden Ländern von dem jeweiligen diplomatischen Personal begrüßt.

23.10.2014: Granma Internacional

Zweite kubanische Ärztebrigade trifft in Afrika ein
Die kubanische Tageszeitung "Granma" hat jüngst über das Eintreffen der zweiten Ärztebrigade informiert, die das Land im Kampf gegen Ebola nach Afrika entsandte.
Sie besteht aus 39 Ärzten und 48 Krankenschwestern, die in Liberia und Guinea arbeiten werden.
28.10.2014: amerika 21

Kissinger erwog 1976 einen Angriff auf Kuba
Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger erwog 1976  Berichten zufolge, das sozialistische Kuba durch einen Waffengang in die Knie zu zwingen. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Buch hervor. Kissinger habe entsprechende Militärpläne angeordnet, nachdem Kubas Ex-Präsident Fidel Castro, ein Jahr zuvor auf Hilfeersuchen der Regierung von Angola in dem Kampf gegen die UNITA-Contras Unterstützung gewährt hatte.

Für den Bericht hatte die Denkfabrik „National Security Archive“ Zugriff auf bisher geheime Dokumente der Regierung von US-Präsident Gerald Ford (1974-1977) erhalten. Die Pläne sahen Luftangriffe und das Verminen kubanischer Häfen vor. „Ich denke, wir werden Castro schlagen müssen“, soll Kissinger zu  Ford  gesagt haben. Auch der damalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, war an Treffen mit hochrangigen Militärs im März 1976 beteiligt. Kissinger sei wütend darüber gewesen, dass Castro die Rebellenbewegungen* in Afrika unterstützte, zitierte die „New York Times“ die Buchautoren.  Kissingers Pläne für einen Angriff im Jahr 1977 seien lediglich durch den Wahlsieg von Jimmy Carter gestoppt worden.

*In Angola hatten sich die Bewohner des Landes gegen "ihre Kolonialherren" aus Portugal erhoben und ihre Unabhängigkeit erkämpft. Sie waren nicht gerade US-freundlich! (Weshalb- die USA gründete? & unterstützte die UNITA gegen die rechtmäßige Regierung Angolas)
http://www.tt.com/home/9066282-91/buch-kissinger-erwog-1976-angriff-auf-kuba.csp
Das  Buch hat den Titel "Back Channel to Cuba" der US-Autoren William M. LeoGrande und Peter Kornbluh: http://www.antizensur.de/kissinger-plante-angriff-auf-kuba-kuba-derstandard-at/
FGK:  http://www.cubafreundschaft.de/Hintergruende/Blockade,%202014-10-01,%20nd%20-%20Kissinger%20erwog%20Angriff.pdf
Dr. Henry Kissinger toppt locker den gewissen Schickelgruber. Daher ist von Regierung und Bundeswehr eine Kissinger Professur in Bonn geplant, zwecks Setzung transatlantischer Akzente und Verbreitung strategischen Denkens in Deutschland. Mehr zu Kissigers Strategie: HIER

INTERVIEW MIT DEN AUTOREN VON "Back Channel to Cuba" :
David Vásquez und Rosa Miriam Elizalde sprachen mit William LeoGrande und Peter Kornbluh über deren neues Buch "Back Channel to Cuba" [Rückflusskanal nach Kuba], in dem sie sich mit 50 Jahren Geheimdiplomatie zwischen Kuba und den USA auseinandersetzen.

Kubanische Ärzte heilen mehr als 2,6 Millionen Augenkranke
Marcel Kunzmann
https://amerika21.de/2014/07/103027/mision-milagro
 
Reverend Jesse Jackson fordert Ende der US-Blockade gegen Kuba
http://www.granma.cu/idiomas/aleman/internationales/15octubre-reverendo.html
Kubanische Zivilgesellschaft wiederholt Anklage gegen Blockade

Der deutsche Filmemacher Tobias Kriele stellt seinen neuen Film in Havanna vor
http://www.granma.cu/idiomas/aleman/kuba/16octubre-fuerza.html

Supertanker mit free the 5
2. Oktober 2014:
René und Fernando González, Helden der Republik Kuba, nahmen an der Hafenmole der tiefen Gewässer von Matanzas an der Taufe des neuen Logo am griechischen Schiff Despina Andrianna teil, das von nun an zu einem permanenten Träger für die Botschaft zur Befreiung der Fünf geworden ist.
Der griechische Supertanker, von dem Unternehmen "Empresa Petróleos de Venezuela S.A. (PDVSA)" angemietet, stellt das Logo der Fünf zur Schau, gleich hinter dem Bug ist die Zeile:
 "LIBERTAD PARA LOS CINCO HEROES YA"   ("Freiheit für die fünf Helden jetzt") zu lesen.
Das Schiff wird die Aufschrift solange über die Weltmeere tragen, bis auch Antonio, Gerardo und Ramón in Freiheit sind. Quelle: http://www.granma.cu/idiomas/aleman/kuba/1octubre-barcocinco.html

Die Helden unserer Zeit
Von Fidel Castro Ruz

http://www.granma.cu/idiomas/aleman/kuba/6octubre-losheroes.html

Hilfe gegen Ebola-Epidemie - Kuba machte es vor:
Die Karibikinsel schickte als erste mehr Ärzte als alle anderen

http://www.neues-deutschland.de/artikel/946441.kuba-macht-es-vor.html
Erklärung Regionalgruppe Essen der FG BRD-Kuba zur Ebola-Berichterstattung der NRZ als PDF: http://www.cubafreundschaft.de/Home/2014-09-18,%20PM%20NRZ%20-%20Ebola.pdf

Funcionario del ICAP sostiene encuentro en Bonn con miembros de la solidaridad
http://www.cubaminrex.cu/es/funcionario-del-icap-sostiene-encuentro-en-bonn-con-miembros-de-la-solidaridad 

Geheimdokumente beweisen "Castro zerschmettern":
Kissinger wollte 14 Jahre nach Kuba-Krise losschlagen von FOCUS-Online-Autorin Monika Preuk
http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/geheimdokumente-beweisen-nach-der-kuba-krise-kissinger-plante-angriff-auf-castro_id_4176036.html

Kriegsplan gegen Kuba
Geheime Dokumente: US-Regierung bereitete Angriff auf Karibikinsel vor
Volker Hermsdorf
http://212.91.225.169/ausland/kriegsplan-gegen-kuba
 
Zentralbank von Kuba bereitet Vereinheitlichung der Währung vor
Von Klaus E. Lehmann
https://amerika21.de/2014/10/108197/zentralbank-kuba-waehrung
 
X. Internationale Kolloquium der Solidarität mit den Cuban Five und gegen den Terrorismus
Ein Bericht von Tobias Kriele, Teilnehmer des Kolloquiums
http://www.fgbrdkuba.de/presse/artikel/20140916-kolloquium-cuban-five.php

Anstieg des Tourismus in Kuba trotz US-Blockade

Von Klaus E. Lehmann
https://amerika21.de/2014/09/107912/blockade-schadet-tourismus

FREUNDSCHAFTSGESELLSCHAFT BERLIN KUBA


„40 JAHRE FBK“
Vor 40 Jahren begann die FBK (damals noch FWK: Freundschaftsgesellschaft Westberlin-Kuba e.V.)
als erste deutsche Soligruppe mit ihrer Arbeit. Unser Motto hieß: „Kuba ist nicht allein“. Seitdem sind
wir Teil einer weltweiten Solidaritätsbewegung für das sozialistische Kuba. Es ging und geht um das
Engagement für eine bessere Welt jenseits des zerstörerischen Kapitalismus.
Kuba hat in seiner Entwicklung seit der erfolgreichen Revolution von 1959 Veränderungen  erlebt und
zahlreiche Herausforderungen bestanden. Ein wichtiger Einschnitt war der Zusammenbruch der
sozialistischen Staatengemeinschaft RGW 1991, denn damit fielen von heute auf morgen 85% der
Märkte sowie befreundete Regierungen weg. Keine andere Gesellschaft hätte wohl einen solchen
Einschnitt derart friedlich und human überwunden wie Kuba dies vermocht hat. Und dies, obwohl
Hardliner in den USA und andernorts ihre Blockade und Subversion gegen die rote Insel verschärften.
Seit ca. 15 Jahren haben sich viele Staaten in Lateinamerika politisch progressiv gewandelt – allen
voran Venezuela und Ecuador. Dadurch hat Kuba nun hervorragende Beziehungen zu seinen
südlichen Nachbarn, z.B. durch das Bündnis ALBA, aber auch zu China, Südafrika und Indien. Kuba ist
also keineswegs mehr allein dennoch hat es noch immer mit starken Gegnern zu kämpfen.
Wir unterstützen Kuba dabei.

 
INTERESSANTE INFORMATIVE ARTIKEL AUF AMERIKA 21
Dr. Edgar Göll7. Sep 2014 | Kuba | USA | Menschenrechte
Start einer internationalen Kampagne für die Freiheit der Cuban Five
Von  Edgar Göll ===> https://amerika21.de/2014/09/106082/kampagne-cuban-five

Alle Artikel von Dr. Edgar Goell im Portal amerika21.de:
https://amerika21.de/autor/edgar-goell 


Kuba und grüne Energie VIDEOCLIP ( Untertitel Deutsch)
In dem Video wird der Vorteil der Dezentralisierung von Stromerzeugung in Verbindung mit grüner Energiegewinnung erklärt, wenn Kubaner , sowas machen dann natürlich mit schöner Musikuntermalung! Denn mit Musik geht alles besser!

Weitere interessante Videos: https://www.youtube.com/watch?v=p59Ga15F4eM

Kuba's Energieplan bis 2030

Diversifizierung und Dezentralisierung ist die Zukunft der Stromerzeugung in Kuba und 'grüner'  soll sie auch werden. Durch die Steigerung der Energieeffizienz sollen die Ziele des Perspektivplans bis 2030 erreicht werden. Bereits in den vergangenen Jahren wurden über 4,4 Millionen veraltete Haushaltsgeräte (davon 2,6 Millionen Kühlschränke) durch sparsamere und modernere Modelle ausgetauscht.
Mehr als 9,4 Millionen Glühbirnen wurden durch Energiesparlampen ersetzt, Kuba war das erste Land der Erde, welches unter der Parole Energierevolution diesen Austausch durchführte.

In Zukunft sollen verstärkt LEDs für die öffentliche Beleuchtung und in Privathaushalten zum Einsatz kommen. Die Verbreitung von elektrischen Induktionsherden wird staatlicherseits gefördert, sowie der Aufbau von privaten Solaranlagen zur Wassererwärmung und Stromerzeugung. Im gewerblichen Sektor soll mit der Modernisierung von Verteilerstationen und der Einführung energieeffizienter Produktions- prozesse zusätzlich Strom eingespart werden.
Siehe auch hier==> http://cubaheute.wordpress.com/2014/08/16/kuba-prasentiert-energieplan-bis-2030/

Zu den Vorteilen der LED-Beleuchtung auch in Deutschland lesen sie mehr: HIER

KURZ BERICHTET
Offener brief an obama:
http://www.miami5.de/informationen/br%20obama%20140301.pdf
Aufruf zur Solidarität Adriana Peréz -Justizparodie in Miami - 16m Videoclip:
http://www.youtube.com/watch?v=Syk5pH5KyZo
Kurze Chronologie der Miami 5:
 http://www.miami5.de/informationen/chronologie.pdf
ELAM: Ärzte mit Wissen und Bewusstsein - Deutsch  - 11'56 Videoclip:
http://www.youtube.com/watch?v=OwjH9mG3p4g
USAID wegen Programmen gegen Kuba in der Kritik -- US-Parlamentarier zeigen sich "bestürzt". USAID handle "unverantwortlich". ALBA-Bündnis fordert Einstellung der illegalen Aktionen gegen Kuba. - Von Harald Neuber
http://amerika21.de/2014/08/103635/usaid-uba-spionage-kritik 
Ökolandbau und urbane Landwirtschaft in Kuba
Carina Weber im Gespräch mit Fernando Funes-Monzote, Universität Mantanzas, Kuba
http://www.pan-germany.org/deu/~news-1299.html


Cuban Five mit Nelson Mandela-Preis geehrt

Die fünf Kubaner wurden mit dem Nelson-Mandela-Preis von der Philadelphia Geller-Stiftung Ausgezeichnet für die  "beste Veranschaulichung der Erben von Mandelas Kampf."
Bei der Zeremonie die in Havanna stattfand, sprach der befreite Cuban Five Held René González  von der Notwendigkeit, Mandelas Erbe weiter zu führen. "Wir nehmen diese Auszeichnung als Teil unseres Engagements in der Schlacht, um  Gerardo Hernández, Ramón Labañino und Antonio Guerrero zurück zu bringen. Wir werden weiter kämpfen gegen die vielen Ungerechtigkeiten, die noch existieren,  wie die israelische brutale Aggression die in diesen Tagen gegen den Gazastreifen verübt wird. "
National Committee to Free the Cuban Five in 2969 Mission St. / San Francisco, CA 94110
www.freethefive.org   info@freethefive.org

Dear Friends of the Cuban Five,
For more than 13 years, supporters of the Cuban Five have been sending birthday greetings to our heroes in U.S. prisons. René and Fernando are home in Cuba with their families and their people. They are leading the fight for their brothers' freedom, inspiring the movement worldwide to re-double our efforts.
Celebrate their birthdays in freedom by sending them greetings! René's 58th birthday is August 13, and Fernando's 51st is August 18. You can send your greetings for them at info@freethefive.org, and we'll forward them to René and Fernando. It is also Fidel Castro's birthday on August 13. We congratulate him on his 88th birthday, and wish him health and happiness!
This coming September 12 will be 16 years of unconscionable imprisonment by the U.S. government against Gerardo, Ramón and Antonio. Organize an action in your city demanding their freedom. Write a letter to your political representatives and your local media. Send us notice of your forum, rally, action, and we will post to our calendar.

Liebe Freunde der Cuban Five,
Mehr als 13 Jahre lang haben Unterstützer der Cuban Five ihren Helden in den US-Gefängnissen Geburtstagsglückwünsche geschickt. Rene und Fernando sind heimgekehrt zu ihren Familien und Leuten in Cuba.  Sie führen den Kampf für die Freiheit ihrer Brüder, inspirieren die weltweite Bewegung  zur Verdoppelung der Anstrengungen.
Feiern sie ihre Geburtstage in Freiheit, indem sie ihnen Grüße senden! René's 58. Geburtstag ist am 13. August und Fernando's 51. ist am 18 August . Sie können Ihre Grüße für sie an info@freethefive.org  senden, und wir werden sie an René und Fernando  übermitteln. Auch Fidel Castro  hat am 13. August Geburtstag. Wir gratulieren ihm zu seinem 88. Geburtstag und wünschen ihm Glück und Gesundheit!
Am kommenden 12.September werden es 16 Jahre Haft sein, die gewissenlos von der US-Regierung gegen Gerardo, Ramón und Antonio verhängt wurden. Organisieren Sie eine Aktion in Ihrer Stadt fordern sie ihre Freiheit. Schreiben Sie einen Brief, an Ihre politischen Vertreter und lokalen Medien. Senden Sie uns Mitteilungen ihres Forums, Rallye, Action, und wir werden sie in unserem Termin-Kalender aufnehmen.

Fernando González Llort wude zum Vizepräsident des ICAP ernannt.
Das ist eine spannende und wichtige Entwicklung für Aktivisten der Solidarität mit Kuba!

Liebe Freunde,
Compañero Fernando González Llort, einer der fünf Helden, die mehr als 15 Jahre in US-Gefängnissen verbrachten, und der  nachdem er sein ungerechtes Urteil abgesessen hatte, wurde jetzt nach seiner Heimkehr in Kuba zum Vizepräsident des ICAP (dem  kubanischen Instituts für Freundschaft mit den Völkern) ernannt.
Fernando Gonzales LlortFernando schloss 1987 mit einem Gold-Diplom am International Political Relations, der Hochschule für Internationale Beziehungen, im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten ab. Von 1987 bis 1989 nahm er als einer der internationalistischen Kämpfer im Krieg für die Befreiung von Angola und den Kampf gegen die Apartheid teil. Er ist bekannt für seine Bescheidenheit, Einfachheit und Ruhe; seine eingehende Analyse und umfangreiche Kenntnisse der internationalen Angelegenheiten; seine Festigkeit und Disziplin; und seine bewährte Treue zu Kuba.

Diese Entscheidung stärkt uns alle; wir müssen mit anspruchsvoller Kreativität, nach fast 16 Jahren ihrer Gefangenschaft wissen, das Hauptziel ist immer noch vor uns:
Tony, Ramón und Gerardo aus den US-Gefängnissen frei zu bekommen !

In Solidarität,
Kenia Serrano Puig
Präsident des kubanischen Instituts für Freundschaft mit den Völkern

Interview mit Ramón Labañino:
"Ich tat, was richtig war und habe noch nie jemanden in Gefahr gebracht."
 Das ist die stolze Aussage eines Helden der kubanischen Republik Ramón Labañino Salazar, der dient, ist eine ungerechte 30 Jahren in einem Bundesgefängnis in Kentucky, in den Vereinigten Staaten.
Jetzt 51 Jahre alt, 35 Jahre alt war er, als das FBI sie  in den frühen Morgenstunden am 12. September, 1998 verhaftete.

Die fünf Kubaner sind nicht nur politische Gefangene und Helden, sie sind echte Menschen.
Lernen Sie Ramón Labañino ein wenig besser durch das Lesen dieses neuen Interviews kennen ..Continue reading: http://www.freethefive.org/updates/CubanMedia/CMRamon060914.htm  (leider in englisch)
National Committee to Free the Cuban Five
Email: info@freethefive.org * web: www.freethefive.org  * Tel: 415-821-6545

Den CIA-Attentäter Luis Posada Carriles ausliefern!
Er wird gesucht wegen Terrorismus in Venezuela, Kuba und Mittelamerika.
Carriles genießt das Leben, von der US-Regierung geschützt in Miam. Luis Posada Carriles ist der berüchtigtste der vielen in Miami ansässigen Terroristen, die von den fünf Kubanern Überwacht wurden zur Verhinderung der Durchführung weiterer Terrorakte gegen die Bevölkerung von Kuba und anderer Länder der Welt. Seine berüchtigsten Verbrechen, er war  die Drahtzieher der Explosion einer Cubanamaschine, der Flug 455 im Jahr 1976, alle 73 Menschen an Bord wurden getötet. Er wird in Venezuela wegen der 73 Morde gesucht, und die US-Regierung ignoriert geflissentlich den Auslieferungsantrag der venezolanischen Regierung ....

Dossier:
Gewerkschaften in Kuba - Gewerkschaftssolidarität mit Kuba, mehr: hier

¡No pasarán!"
Deutschland: Unverschämte US-Einmischung in Zahlungsverkehr
Deutsche Niederlassung der Bank of America nimmt Überweisung
der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba zur Firma
National Pen Promotional Products Ltd.
nicht an

Essen,  01. Juni 2014
Behinderung des freien Handels – US-Regierung stellt völkerrechtswidrige Blockade gegen Cuba über eigenen Anspruch auf Freihandel – Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. Essen meldet Protest an

Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. Essen wurde ebenso wie ein in der Bundesrepublik tätiges Unternehmen mit Stammsitz in San Diego, California/USA, durch die anachronistische Politik der US-Regierung in ihrem Recht auf freie Handelsausübung beschnitten.

Sachverhalt:
Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. (FG) ist ein seit 40 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland registrierter und als gemeinnützig anerkannter Verein. Die Essener Regionalgruppe des Vereins hat bei der Werbemittel-Firma National Pen Promotional Products Ltd. (NP) im hessischen Niederaula Werbemittel bestellt, geliefert bekommen und die Rechnung auf das Geschäftskonto dieser Firma bei der Bank of America in Frankfurt/Main per Überweisung beglichen. Diese wurde jedoch seitens der Bank ohne Begründung zwei Mal zurücküberwiesen – während zugleich seitens NP ein Mahnverfahren bis unmittelbar vor Einleitung eines Inkassoverfahrens gegen die FG eröffnet wurde.
Bei den Rückbuchungen seitens der Bank of America sind allerdings Vermerke ausgewiesen, die eine unmittelbare Einflussnahme seitens der US-Regierung belegen: »Reason due to OFAC Regulations« bzw. »Due to OFAC Sanctions« / »Grund beruht auf OFAC-Vorschriften« bzw. »Grund sind OFAC Sanktionen«.
Bei dem OFAC (Office of Foreign Assets Control) handelt es sich um eine sehr umfangreiche Abteilung innerhalb des US-Department of the Treasury (US-Finanzministerium) für die Kontrolle von Auslandsvermögen, die alle Finanz- und Handelsgeschäfte mit Cuba kontrolliert.(Hintergrundinformationen hierzu siehe unter: Kubafreundschaft/Hintergründe .)

Laut einer schriftlichen Mitteilung von NP wurden die Überweisungen der Freundschaftsgesellschaft vom 25.02. und 18.03.2014 von der Frankfurter Filiale der Bank of America nicht angenommen, weil »die Bank of America den Vereinsnamen nicht akzeptiert«. Dies wurde allerdings seitens der Bank, die von einer FG-Delegation am 30.05.2014 in Frankfurt aufgesucht wurde, bestritten.

Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. Essen stellt fest:
Es wurde seitens der US-Regierung in exterritorialer Anwendung der sowieso schon völkerrechtswidrigen umfassenden Wirtschafts-, Handels- und Finanzblocke gegen die Republik Cuba eine finanzielle Handelstransaktion zwischen einem deutschen Verein und einem in der Bundesrepublik Deutschland angemeldeten US-Unternehmen bei einer deutschen Filiale einer US-Bank vorgenommen. Die seit 1960 angewendete und im Jahr 1962 offiziell verkündete Blockade wurde am 29.10.2013 in der 68. UN-Vollversammlung zum 22. Mal in Folge mit 188:2:3 Stimmen verurteilt.

Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V., die sich seit vier Jahrzehnten die Forderung nach bedingungsloser Beendigung der völkerrechtswidrigen Blockade gegen Cuba auf ihre Fahnen geschrieben hat, wiederholt angesichts des vorliegenden Skandals:

Schluss mit der Blockade Cubas durch USA, EU und BRD jetzt!
Einen ausführlicheren Artikel zu diesem Vorgang sowie Briefe an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags, die Bundestagsfraktionen und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) finden Sie unter http://www.cubafreundschaft.de/Home/home.html#LetzteMeldung.
URL: http://news.dkp.de/2014/06/deutschland-unverschaemte-us-einmischung-in-zahlungsverkehr/

Lateinamerikanachrichten: Dossier "Erbe einer Diktatur. 40 Jahre nach dem Putsch in Chile" (PDF)
http://www.lateinamerikanachrichten.de/static/download/Dossier_Chile_Web.pdf

http://www.cuba-solidaritaet-wuerzburg.de/Aktuelles/Brief12.htm


Kuba weit weg  von Havanna

Melaza_Von Carlos Lechuga, KubaNach der Schließung der Zucker-Mühle wirkt die kleine Stadt Molasses leblos.
Für das Paar Aldo und Monica. Mit MELAZA gelangt demnächst eine Liebes- geschichte aus Kuba in die Kinos.
Von Carlos Lechuga, Kuba
Aldo und Monica sind verheiratet und lieben einander wie am ersten Tag. Dies, obwohl die Umstände nicht ganz einfach sind. Er arbeitet als Lehrer, sie ist in einer stillgelegten Zuckerfabrik angestellt. Beide leben in Melaza, einem abgeschiedenen Flecken Kubas, der schon bessere Zeiten gesehen hat. Carlos Lechuga erzählt ihre Liebesgeschichte und betrachtet dabei mit leisem Humor die Tücken des Lebens und wie die Menschen in Kuba sie meistern.


Weiterhin Medienblockade gegen Kuba mit deutscher Beteiligung

In der renommierten „Londoner Law Society“ fand ein mit hochrangigen internationalen Richtern, Juristen und Experten besetztes Tribunal statt. In den deutschen Medien wurde das verschwiegen, denn es ging um den der Fall der „Cuban5“: Nachdem in den 1990er Jahren die Terroranschläge aus den USA gegen Kuba eskalierten, ohne dass US-Behörden dies verhinderten, sammelten die fünf Kubaner in den entsprechenden exil­kubanischen Banden und Terrorgruppen in Florida Dokumente und Informationen, um weitere Anschläge zu verhindern. Das Material wurde dem FBI übergeben. Doch statt die Terrorgruppen zu belangen, wurden 1998 die 5 Kubaner gefangen genommen – und in US-Gefängnisse gesperrt. In dem Londoner Tribunal nun wurden die Mängel und Ungerechtig­keiten des politisch beherrschten US-Gerichtsprozesses gegen die Cuban5 offengelegt – wie zuvor schon von amnesty international und anderen Experten und Persönlichkeiten.

Verschwiegen wurde und wird in deutschen Medien die permanente Kalte-Kriegs-Politik der USA gegen Kuba: seit 1959 erleidet Kuba von Seiten der USA alle Formen von Über­griffen – unter US-Präsident Obama sind dies insbesondere ökonomische Druckmittel und Destabilisierungsaktionen. Auch hierüber berichten die „freien“ westlichen Medien meist nicht. Verschwiegen wurde und wird, dass US-Behörden hohe Millionenstrafen gegen Banken in EU-Staaten wegen Geschäftskontakten mit dem sozialistischen Kuba verhängen (z.B.: die Royal Bank of Scotland soll 100 Mio. US$ zahlen). Verschwiegen wurde, dass keine Bank in den USA mehr bereit ist, der Kuba-Interessenvertretung in Washington Finanzdienste zu leisten, ein normaler Geldverkehr ist nicht mehr möglich – und die USA verletzen damit gegen Kuba (wieder einmal) die Wiener Übereinkommen über diplomatische und konsularische Beziehungen. Aber: penetrantes Verschweigen in deutschen Medien.

Ein empirisches, quantitatives Beispiel: Aus der DLF-Jahresstatistik („Presseschau 2012“) geht hervor, dass unter den 11.989 Zitierungen als einzige linke Zeitung das ND lediglich 40mal zitiert wurde – das sind knapp 0,20%. Die deutschen Mainstreammedien bestätigen Karl Marx, der in seiner Analyse des Kapitalismus schrieb: „Die herrschende Meinung ist die Meinung der Herrschenden.“ Im Falle Kubas geht es darum, die „unbequeme Wahrheit“ zu verschweigen, dass mit dem sozialistischen Kuba von den USA und Kräften in der EU das Modell einer alternativen Entwicklung unterdrückt wird – mit fast allen Mitteln.

Skandalös, undemokratisch und fortschrittsfeindlich ist dieses ignorante Verhalten der Main­streammedien gegenüber progressiven Alternativen insgesamt – dazu gehört Kuba, weil sie dadurch zukunftsfähigere Lebensweisen und innovative Möglichkeiten von Politik und gesell­schaftlicher Gestaltung zu unterdrücken helfen. Sachliche oder gar positive Meldungen über Kuba und Linke insgesamt sind tabu. Der tumbe Antikommunismus feiert unter Merkel & Seehofer & BILD weiterhin Urstände. Die deutschen Mainstreammedien sind Teil des Problems, und leider nicht Teil der Lösung. Zum Glück gibt es linke Medien, die wir nutzen können. Dennoch sind auch die profit- und werbefixierten sowie auf Einschaltquoten orien­tierten Medien journalistischen Standards verpflichtet – auch beim Thema Kuba!
Netzwerk Cuba - informationsbüro - e.V.Weydingerstr. 14-16 in 10178 Berlin
Fon +49 (0)30 2400 9338
http://www.netzwerk-cuba.de
http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de
http://www.eurocuba.org/
presse@netzwerk-cuba.de

Bericht über Erneuerbare Energie in cuba:

       
 

Warum Kuba bestraft werden muss
Erstveröffentlichung im Dezember, 2013 von missubuntu William Blum ist der Autor von Killing Hope (Die Zerstörung der Hoffnung), das als das beste Buch über die Interventionen des US- Militärs und der CIA seit dem 2. Weltkrieg gilt. Dazu diese Grafik hier:

US Militär & CIA Op. seit 45


Auf Blums Website kann man einige Kapitel des Buches auf English lesen (HIER). Die US-Regierung gibt zig Millionen Dollar für Anti-Kuba-Propaganda aus, kein Wunder also, dass die Wahrnehmung im Hinblick auf Kuba so verzerrt ist. Im Hinblick auf die USA ist in den Mainstreammedien immer noch die Ansicht vorherrschend, dass sie die Guten sind und stets gute Absichten verfolgen, dabei hin und wieder halt mal über die Stränge schlagen, kann ja mal vorkommen. Das ist ein riesiger Propagandaerfolg. Doch die Wirklichkeit ist erschreckend. Man muss nur mal die USA mit Kuba vergleichen: Die US-Regierung hat etwa 1000 Militärstützpunkte auf der ganzen Welt, das US-Militär ist eine der größten Dreckschleudern und Unterdrücker der Welt, der US-Präsident lässt jede Woche Dutzende Menschen durch Drohnen töten und nimmt den Tod vieler weiterer Menschen kaltblütig in Kauf. Hingegen hat die kubanische Regierung ständig etwa 50 000 Ärzte und Krankenpflegekräfte weltweit im Einsatz und kann bei Katastrophen jederzeit 10 000 Notfallkräfte entsenden – auch in die USA. Sie bietet jedes Jahr 500 armen US-Amerikanern ein kostenloses Studium an.

Man kann es auch so sagen:
Die USA exportieren Tod und Zerstörung, Kuba exportiert Leben und Hoffnung !
Autor: William Blum, Übersetzung: Susanne Schuster
In der New York Times vom 2. November stand ein langer Artikel über die von Edward Snowden veröffentlichten NSA-Dokumente. Eine Stelle, die meine Aufmerksamkeit am meisten erregte, drehte sich um „Sigint“ – Signals Intelligence, der für abgehörte elektronische Informationen benutzte Begriff. Das Dokument gab an: „Sigint-Experten müssen die höheren Moralansprüche haben, auch dann wenn Terroristen oder Diktatoren versuchen, unsere Freiheiten auszunützen. Einige unserer Widersacher werden alles Mögliche sagen oder tun, um ihre Sache voranzubringen, wir nicht.“
Ich fragte mich, was das wohl bedeuten möge.
Was würde die National Security Agency – als moralisches Prinzip – sich weigern zu sagen oder zu tun? Gelegentlich frage ich Leute, die jegliche Kritik an der US-Außenpolitik zurückweisen oder rationalisieren: „Was müssten die Vereinigten Staaten in ihrer Außenpolitik tun, um Ihre Unterstützung zu verlieren? Was würde, für Sie,  zu weit gehen?“  Ich habe bisher  noch keine gute Antwort  auf diese Frage erhalten, vermutlich weil die Person, was auch immer sie sagt, Angst davor hat, dass ich darauf hinweisen werde, dass die Vereinigten Staaten dies schon getan haben.

Das Votum der Vereinten Nationen gegen die US-Blockade gegen Kuba – 22 Jahre in Folge
Jahrelang liebten es US-amerikanische Politiker und Medien, Kuba als einen „Schurkenstaat“ zu bezeichnen.

Das haben wir seit sehr langer Zeit nicht mehr gehört. Ein Grund dafür ist vielleicht das jährliche Votum in der UN-Generalversammlung über die Resolution, die lautet: „Die Notwendigkeit, das von den Vereinigten Staaten gegen Kuba verhängte wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Embargo zu beenden.“ Das Votum ist wie folgt verlaufen (ausgenommen Enthaltungen):

Jahr

Stimmen (Ja-Nein)

Nein-Stimmen

1992

059-2

USA, Israel

1993

088-4

USA, Israel, Albanien, Paraguay

1994

101-2

USA, Israel

1995

117-3

USA, Israel, Usbekistan

1996

138-3

USA, Israel, Usbekistan

1997

143-3

USA, Israel, Usbekistan

1998

157-2

USA, Israel

1999

155-2

USA, Israel

2000

167-3

USA, Israel, Marshall-Inseln

2001

167-3

USA, Israel, Marshall-Inseln

2002

173-3

USA, Israel, Marshall-Inseln

2003

179-3

USA, Israel, Marshall-Inseln

2004

179-4

USA, Israel, Marshall-Inseln, Palau

2005

182-4

USA, Israel, Marshall-Inseln, Palau

2006

183-4

USA, Israel, Marshall-Inseln, Palau

2007

184-4

USA, Israel, Marshall-Inseln, Palau

2008

185-3

USA, Israel, Palau

2009

187-3

USA, Israel, Palau

2010

187-2

USA, Israel

2011

186-2

USA, Israel

2012

188-3

USA, Israel, Palau

2013

188-2

USA, Israel



Jeden Herbst ist das UN-Votum eine willkommene Erinnerung daran, dass die Welt nicht vollkommen verrückt geworden ist und dass das US-Imperium nicht vollkommen die Meinungen anderer Regierungen kontrolliert.
Der  kubanische Außenminister  Bruno Rodriguez erklärte  in  seiner Ansprache  an  die General- versammlung am 29. Oktober: „Der wirtschaftliche Schaden infolge der seit mehr als 50 Jahren aufrechterhaltenen Blockade beläuft sich auf 1,126 Billionen US-Dollar.“  Er fügte hinzu, dass die Blockade  „unter der Regierung Obama noch weiter verschärft wurde“ – 30 ausländische und US- Organisationen wurden mit Bußgeldern in Höhe von 2,446 Mrd. US-Dollar belegt wegen ihrer Geschäftstätigkeit mit Kuba.

Die Regierung Eisenhower verhängte:
Das erstickende Embargo gegen ihren Dauerfeind.

GLORREICHE ZEITEN ?
1925 kontrollierten die USA alles in Kuba:

Banken, Minen, Transporte, Zucker, Vieh.....

Oh, Ja, und den Tabak...!

Und die Regierung !

Das muss 1925 so schön gewesen sein!
Wie jetzt hier bei uns 2014 in Deutschland!
Nein, nein für die Yankees nicht ganz so schön!
Sie konnten noch keine Regierungs-Handys abhören!

Very good


http://amerika21.de/dokument/94104/visum-botschaft-kuba-deutschla

DIE REISEFREIHEIT FÜR KUBANER
WIRD VON DEUTSCHEN BEHÖRDEN EINGESCHRÄNKT

Im Januar 2013 hatte die kubanische Regierung bisher geltende Reisebeschränkungen für ihre Bürger aufgehoben. Bis dahin mußten Kubaner ein Ausreisevisum beantragen, nun jedoch stehen ihnen die Tore zur Welt offen. Theoretisch jedenfalls, denn die Erleichterung ist bislang einseitig. Oft genug steht einem Besuch in einem anderen Land das von dessen Behörden geforderte Einreisevisum entgegen.

Die deutsche Botschaft in Havanna zeigt sich dabei wenig gastfreundlich. Ohne Termin geht gar nichts, und dieser kann ausschließlich über die Internetseite der diplomatischen Vertretung gebucht werden, während »per Telefon, E-Mail, Post oder Fax an die Botschaft gerichtete Terminanfragen
(...) nicht beantwortet werden«. Dabei dürfte den deutschen Diplomaten wohlbekannt sein, daß Kubaner normalerweise nicht einfach zu Hause ins Netz gehen können, sondern dazu Internetzentren aufsuchen müssen. Die Kosten für eine Stunde im WWW lagen im Sommer bei 4,50 Konvertiblen Pesos (CUC), was etwa 3,33 Euro entspricht.

Wenn eine Familie auf Reisen gehen möchte, wird es besonders haarig: »Für jeden Antragsteller muß ein eigener Termin gebucht werden. Achtung: Dies gilt auch für Minderjährige, gemeinsam reisende Familien und sonstige Reisegruppen«, heißt es in schönstem Bürokratendeutsch auf der Homepage der Konsularabteilung. Und weiter: »Sie müssen Ihre Daten unbedingt korrekt und fehlerfrei eingeben, da der Einlaß in die Visastelle nur bei genauer Namens- und Paßübereinstimmung erfolgt. Vorsicht: Selbst bei geringsten Abweichungen wird Ihnen der Einlaß verweigert.« Schließlich:»Um Terminmißbrauch zu verhindern, kann pro Person nur jeweils ein Termin gebucht werden. Erst nach Ablauf eines Monats dürfen Sie erneut Termine buchen.
Bei Nicht- Wahrnehmung von Terminen behält sich die Botschaft vor, Antragsteller für einen Zeitraum von sechs Monaten zu sperren.«


Wer sich von all dem nicht abschrecken läßt, wird erstmal zur Kasse gebeten. 60 Euro beträgt die Visagebühr, die bei Antragstellung in CUC auf den Tisch gelegt werden muß. Das entspricht – nach Angaben der deutschen Botschaft selbst – mehr als vier Monatsgehältern eines durchschnittlichen Kubaners. Das Geld ist weg, auch wenn die Visaerteilung abgelehnt wird. Und das ist nicht selten der Fall. »Etwa 80 Prozent aller Anträge werden beim ersten Mal zurückgewiesen«, heißt es unter der Hand in Havanna. Die Botschaft wollte das gegenüber junge Welt auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren, Kontaktversuche blieben erfolglos. Auch das Auswärtige Amt in Berlin zeigte sich wenig auskunftsfreudig.

Doch die Erfahrungen von Mario López sprechen dafür, daß die Angaben stichhaltig sind. Gemeinsam mit seinem Kumpel Yoel Félix González schaffte er es am 8. November, den Antrag ordnungsgemäß einzureichen. Auch die geforderte Verpflichtungserklärung des Einladers, sämtliche in Deutschland anfallende Kosten der beiden Kubaner zu übernehmen, sowie die Bestätigung einer Auslandskrankenversicherung lagen bei. Nur vier Tage später hielt er jedoch den Ablehnungsbescheid in den Händen. Begründung: Man glaube ihm nicht, daß er tatsächlich einen Freund besuchen wolle. Und er habe nicht nachweisen können, daß er Deutschland vor Ablaufen des Visums wirklich wieder verlassen wolle.

Für Mario ein Schlag. In einem Brief an das Konsulat protestierte er gemeinsam mit Yoel gegen die Unterstellungen  Auch Marcel Kunzmann will die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen. Im Gespräch mit jW schloß er eine Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht Berlin nicht aus.

»Sie erklären uns zu Betrügern«
Nach der Ablehnung ihrer Visaanträge durch die deutsche Botschaft wandten sich Mario José López Torres und Yoel Félix González Rodríguez am 12. November an die zuständige Mitarbeiterin des Konsulats der Bundesrepublik in Havanna. (siehe oben)

 

Nachrichten vom Nordamerikanischen Komitee zur Befreiung der 5   
Aus Anlaß des 55. Geburtstages von Antonio Guerrero
Am 16 Oktober wurde Antonio 55 Jahre alt!

Einige Bilder aus Antonios Kunstausstellung, die auch für Galerien angefordert werden kann:

Katze Pastell

Colorado mountains vom Gefängnis aus

Parrot Wasserfarbe


Antonio malt auch gerne Schmetterlinge:

braun gelb

sw blau rot

braun rötlich


Antonio Guerrero Art Show: http://www.freethefive.org/artshowpix.htm
Antonio's, Schmetterlinge:  http://www.freethefive.org/mariposas.htm


René Gonzáles, der erste und bisher einzige aus der US-Haft Entlassene der »Cuban Five«, bat im kubanischen Fernsehen seine Mitbürger am 12. 09. 2013 Gelbe Schleifen zu tragen. Mit diesem Symbol soll vor allem der Bevölkerung in den USA unter dem Motto »Gelbe Schleifen gegen 15 Jahre Ungerechtigkeit« deutlich gemacht werden, daß »das kubanische Volk auf seine vier Söhne wartet, die in den Vereinigten Staaten inhaftiert sind«.
R. Gonzáles erklärte, daß die gelbe Schleife in den USA auf den Krieg gegen England zurückgehe, als die Ehefrauen von Soldaten diese mit gelben Bändern erwarteten. Das Symbol wurde später auch im Bürgerkrieg der Vereinigten Staaten übernommen. In den 70er Jahren des letzten
Jahrhunderts wurde es durch das Lied »Tie a yellow ribbon round the old oak tree« weltweit bekannt. Der Song, den kubanische Musiker jetzt in einem Videoclip auf die Situation der »Cuban Five« neu eingespielt haben, handelt von einem Gefangenen, der seine Verlobte bittet, als Zeichen ihrer Liebe ein gelbes Band um eine alte Eiche zu binden, wenn er das Gefängnis verläßt.
Am Tag seiner Entlassung entdeckt er dann Hunderte gelber Schleifen an dem Baum.

Gonzáles wollte mit dieser Aktion bewußt an eine in den USA bekannte Tradition anknüpfen, um der dortigen Bevölkerung zu vermitteln, daß nicht nur die Familien und Freunde, sondern ein ganzes Volk auf seine zu Unrecht einkerkerten Helden warte.
http://www.youtube.com/watch?v=6QmMk_jaZLM

Reflexionen des Compañero Fidel: Die bezahlte Lüge
Von Fidel Castro
Übersetzt von André Scheer
Mich treibt der Umstand zum Schreiben an, daß sich sehr bald schwerwiegende Dinge ereignen werden. In unserer Epoche vergehen keine zehn oder 15 Jahre, ohne daß unsere Spezies in die reale Gefahr ihrer Auslöschung gerät. Weder Obama noch sonst jemand könnte etwas anderes garantieren. Das sage ich aus Realismus, denn nur die Wahrheit könnte uns etwas mehr Wohlstand und einen Hauch Hoffnung verschaffen. Hinsichtlich des Wissens haben wir die Volljährigkeit erreicht. Wir haben kein Recht, andere oder uns selbst zu betrügen.

Die Öffentlichkeit weiß in ihrer überwältigenden Mehrheit von dem neuen Risiko, das vor ihrer Tür lauert. Es geht nicht einfach darum, daß Marschflugkörper auf militärische Ziele in Syrien gerichtet sind. Es geht darum, daß dieses mutige arabische Land im Herzen von mehr als einer Milliarde Muslimen, dessen Kampfgeist sprichwörtlich ist, angekündigt hat, jedem Angriff bis zum letzten Atemzug Widerstand zu leisten.

Jeder weiß, daß Baschar Al-Assad kein Politiker gewesen ist. Er hat Medizin studiert. Seinen Abschluß machte er 1988 und spezialisierte sich auf die Augenheilkunde. Er übernahm eine politische Rolle, als im Jahr 2000 sein Vater Hafez Al-Assad starb und als ein Bruder bei einem Unfall ums Leben kam, bevor er diese Aufgabe übernehmen konnte.

Alle NATO-Mitglieder, uneingeschränkte Alliierte der NATO, und einige wenige mit dem Imperium verbündete Erdölländer im Mittleren Osten garantieren die Versorgung der Welt mit im Verlauf von mehr als einer Milliarde Jahre akkumulierten Brennstoffen pflanzlichen Ursprungs. Die Verfügbarkeit von Energie aus der Kernfusion von Wasserstoffpartikeln wird im Gegensatz dazu noch mindestens 60 Jahre dauern. So nimmt die Verwendung dieser den Treibhauseffekt verursachenden Gase durch riesige Investitionen in Technik und Anlagen immer schneller zu.

Andererseits wird gesagt, daß 2040, in gerade einmal 27 Jahren, viele Aufgaben, die heute die Polizei erledigt – wie das Verhängen von Bußgeldern und andere – durch Roboter übernommen werden. Können sich meine Leser vorstellen, wie schwierig es sein wird, mit einem Roboter zu diskutieren, der in der Lage ist, Millionen Rechnungen in einer Minute durchzuführen? Tatsächlich ist das etwas, das noch vor wenigen Jahren unvorstellbar gewesen ist.

Vor wenigen Stunden, am Montag, 26. August, haben sich für ihre ausgefeilten Dienste im Interesse der Vereinigten Staaten wohlbekannte klassische Nachrichtenagenturen damit beschäftigt, die Nachricht zu verbreiten, daß Edward Snowden sich habe in Rußland niederlassen müssen, weil Kuba dem Druck der USA nachgegeben habe.

Ich weiß nicht, ob irgendwo irgendwer irgendwas zu Snowden gesagt hat, denn das ist nicht meine Aufgabe. Ich lese, was ich kann, in den Nachrichten, Kommentaren und Büchern, die auf der Welt veröffentlicht werden. Ich bewundere den Mut und den Gerechtigkeitssinn der Erklärungen von Snowden, mit dem er sich meiner Meinung nach in den Dienst der Welt gestellt hat, als er die verabscheuungswürdige und unehrliche Politik des mächtigsten Imperiums aufgedeckt hat, das die Welt belügt und betrügt. Womit ich nicht einverstanden wäre ist, daß jemand – welches auch immer seine Verdienste seien – im Namen Kubas sprechen könnte.

Eine bezahlte Lüge
Wer hat das geschrieben? Die russische Tageszeitung Kommersant. Was ist das für ein Schmähblatt? Wie die Agentur Reuters angibt, zitiert die Tageszeitung Quellen aus dem Umfeld des nordamerikanischen State Department: »Der Grund dafür war, daß Kuba in letzter Minute die Behörden informiert hat, daß sie verhindern sollten, daß Snowden den Flug der Aeroflot nimmt.«

»Der Zeitung zufolge (…) verbrachte Snowden ein paar Tage im russischen Konsulat in Hongkong, um seine Absicht zu erklären, über Moskau nach Lateinamerika zu fliegen.« Wenn ich wollte, könnte ich über diese Themen sprechen, über die ich umfassend bescheid weiß.

Heute habe ich mit besonderem Interesse die Bilder des Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela, Nicolás Maduro, während seines Besuchs eines Schiffs mit den Zeichen des russischen Kommandos gesehen, das nach seinem vorherigen Halt in den Häfen von Havanna und Nicaragua Venezuela einen Besuch abstattet. Während des Besuchs des venezolanischen Präsidenten beeindruckten mich auf dem Schiff mehrere Grafiken. Eine davon war der Bewegungsradius der zahlreichen Radaranlagen, die in der Lage sind, die operativen Aktivitäten des Schiffs in jeder möglichen Situation zu kontrollieren.

Andererseits untersuchen wir die Aktivitäten des Söldnerblattes Kommersant
Seinerzeit war es eines der perversesten Medien im Dienste der konterrevolutionären extremen Rechten. Es genießt, daß die konservative Lakaienregierung in London seine Bombenflugzeuge auf die Luftwaffenbasis in Zypern schickt, bereit, Bomben auf die patriotischen Kräfte des heldenhaften Syrien zu werfen. Zugleich werden in Ägypten, das als Herz der arabischen Welt gilt, Tausende Menschen von den Urhebern eines grobschlächtigen Staatsstreichs ermordet.

In dieser Atmosphäre werden die See- und Luftstreitkräfte des Imperiums und seiner Verbündeten vorbereitet, um einen Genozid an den arabischen Völkern zu beginnen.

Es ist vollkommen klar, daß die Vereinigten Staaten immer versuchen werden, Druck auf Kuba auszuüben, wie sie es mit der UNO oder jeder öffentlichen oder privaten Institution auf der Welt tun. Das ist einer der Charakterzüge der Regierungen dieses Landes – und es wäre unmöglich, von seinen Regierungen etwas anderes zu erwarten. Aber nicht umsonst verteidigen wir uns seit 54 Jahren ohne Atempause gegen die verbrecherische Wirtschaftsblockade des mächtigen Imperiums und werden dies die weitere Zeit tun, die nötig ist. Unser größter Fehler ist, daß wir nicht in der Lage gewesen sind, sehr viel mehr in sehr viel kürzerer Zeit zu lernen.

 Fidel Castro Ruz
 27. August 2013
Quelle: http://www.cubadebate.cu/reflexiones-fidel/2013/08/27/la-mentira-tarifada


marti001-196x300Berlin am 26. Juli 2013  wurde es Enthüllt
Ein Denkmal des kubanischen Nationalhelden José Martí in Pankow
In Anwesenheit seine Exzellenz Herr Raúl Becerra Egaña, Botschafter der Republik Kuba, erfolgte die Einweihung der ersten lebensgroße Statue von Jose Martí in Deutschland.

Die feierlich Enthüllung dieses Denkmals zu Ehren der Gefallenen bei der heroischen Tat am 26. Juli 1953 während des Sturms auf die Kasernen Moncada und gedenkend an Carlos Manuel de Céspedes fand im Rahmen der Veran- staltungen anlässlich des 160. Geburtstags des kubanischen Nationalhelden José Martí statt.
Die Statue von Jose Martí wurde  aufgestellt in einem Pankower Park, in der deutschen Hauptstadt (Toblacher Str. die Treppen hoch in den Berg gehen, neben dem Geländer befindet sich die Statue.)


Nachhall zu Raul Castros Rede  unten hier im Netzwerk: http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/diskussion-rede-raul-castro/ 

Rede vom kubanischen Präsidenten Raúl Castro vor der Nationalversammlung Kubas:
Den Verlust ethischer Werte verhindern
Compañeras und Compañeros:
Es ist meine Aufgabe, die Schlussfolgerungen aus dieser ersten ordentlichen Sitzungsperiode der 7. Legislatur der Nationalversammlung zu ziehen, in deren Rahmen unsere Abgeordneten wie vereinbart ausgiebige Erläuterungen zur Wirtschaftsentwicklung im ersten Halbjahr, wie auch zum Fortgang der Umsetzung der Leitlinien zur Wirtschafts- und Sozialpolitik von Partei und Revolution erhalten haben. Diese Angelegenheiten waren zuvor in der Sitzung des Ministerrates vom 28. Juni und beim 7. Plenum des Zentralkomitees am vergangenen Montag [1. Juli] analysiert worden.

Unter Berücksichtigung der Informationen, die unserer Bevölkerung durch die Presse geboten worden sind, ist es nicht nötig, diese Dinge in breiterer Form abzuhandeln. Von daher werde ich nur auf jene Aspekte hinweisen, die von größerer Bedeutung sind. Die nationale Wirtschaft hat ungeachtet äußerer Angriffe, der vom Hurrikan Sandy verursachten Schäden und unserer eigenen Unzulänglichkeiten weiterhin eine positive Entwicklung an den Tag gelegt.

Wie schon berichtet wurde, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,3 Prozent und übertrifft so, ohne das geplante Ziel erreicht zu haben, das Niveau, das wir im ersten Semester des vergangenen Jahres erreicht haben um zwei Zehntel. Sicher ist aber auch, dass die Entwicklung des BIP im Haushalt der kubanischen Durchschnittsfamilie noch keinen Niederschlag gefunden hat.

Die wachsende Tendenz in den produktiven Tätigkeitsbereichen findet ihre Bestätigung, während sich zugleich die sozialen Dienstleistungen für die gesamte Bevölkerung auf ähnlichem Niveau wie bisher gehalten haben.

Außerdem haben die Delegierten einen detaillierten Überblick über den Fortgang der Umsetzung der Leitlinien für die Wirtschafts- und Sozialpolitik von Partei und Revolution erhalten, die vom 6. Parteitag verabschiedet wurden, ein Prozess der für alle das Hauptaufgabengebiet darstellt, da von seinem Erfolg die Bewahrung und die Entwicklung des Sozialismus in Kuba abhängig ist. Eines prosperierenden und nachhaltigen Sozialismus, der, während er – wie bereits der Genosse Murillo [für Wirtschaftspolitik zuständiger Vizepräsident des Ministerrats sowie Mitglied des Staatsrats] ausgeführt hat – das gesellschaftliche Eigentum an den grundlegenden Produktionsmitteln be- kräftigt, zugleich andere, nichtstaatliche Betätigungsformen anerkennt und die Planung als unverzichtbares Instrument der Wirtschaftsführung unterstreicht, ohne die Existenz des Marktes zu leugnen.

Ich möchte dabei meine Überzeugung wiederholen, dass an dieser strategisch bedeutsamen Front weiterer Fortschritt zu verzeichnen ist und bereits die ersten ermutigenden Ergebnisse zu beobachten sind. Auch wenn ebenfalls richtig ist, dass noch ein langer und komplizierter Weg zur Aktualisierung unserer ökonomischen und sozialen Modells vor uns liegt, wobei man um die mehrheitliche Unterstützung dieses Prozesses durch die Bevölkerung werden muss. Das schließt Schocktherapien und die schutzlose Selbstüberlassung von Millionen von Menschen aus, eine Politik also, von der die Anpassungsstrategien der letzten Jahre in verschiedenen Ländern des reichen Europas gekennzeichnet waren.

Das Phänomen der Doppelwährung stellt eines der bedeutendsten Hindernisse für den Fortschritt der Nation dar. Wie in der Leitlinie Nummer 55 dargelegt, wird man unter Berücksichtigung der Arbeitsproduktivität zu einer Vereinheitlichung kommen müssen. Die Leitlinie selbst erkennt die Komplexität dieses Vorhabens an, das – sowohl auf objektiver als auch auf subjektiver Ebene – eine strikte Vorbereitung und Durchführung erforderlich machen wird.

Dazu kann ich euch insbesondere mitteilen, dass die Studien zur Aufhebung der doppelten Währung in geordneter und umfassender Form fortgesetzt worden sind, was es uns ermöglichen wird, weiterreichende und tiefer gehende Veränderungen in Bezug auf Löhne und Renten, Preise und Gebühren, sowie Subventionen und Abgaben vorzunehmen. Kurz gesagt gilt es zu erreichen, dass alle dazu befähigten Bürger sich dazu angespornt fühlen, ordnungsgemäß auf der wieder hergestellten Grundlage des sozialistischen Verteilungsgesetzes zu arbeiten: jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung. Nur so können wir gegen die ungerechte "umgedrehten Pyramide" vorgehen, bei der bei größerer Verantwortlichkeit geringe Entlohnung zu verzeichnen ist.

Zugleich müssen wir der Perfektionierung des Systems der landwirtschaftlichen Produktion den höchsten Vorrang einräumen und dabei sicherstellen, dass die beschlossenen Experimente zur Beseitigung der Hindernisse, die deren Entwicklung bremsen, die beabsichtigten Zielsetzungen erreichen. Ebenso werden die staatlichen Betriebe mit der Einführung der beschlossenen Richtlinien in die Pläne für das kommende Jahr eine größere Autonomie bei der Führung ihrer Geschäfte und bei der Verteilung der erzielten Ergebnisse erlangen – wie heute Vormittag bereits ausführlicher erklärt wurde.

In gleicher Weise werden wir ganz entschieden die Schaffung von nicht landwirtschaftlichen Kooperativen unterstützen. Sie werden es ermöglichen, gemeinsam mit der fortgesetzten Erweiterung der selbstständigen Arbeit den Staat von produktiven Aktivitäten und nicht grundlegenden Dienstleistungen zu befreien, um sich auf das langfristige Entwicklungsprogramm konzentrieren zu können.

Die Umsetzung der Leitlinien birgt die Notwendigkeit in sich, die Auswirkungen der eingeleiteten Veränderungen systematisch zu bewerten und jedwede Fehlentwicklung schnell zu korrigieren. Dies erfordert außerdem die Etablierung eines permanenten Klimas von Ordnung, Disziplin und Anspruchsdenkens in der kubanischen Gesellschaft. Dies ist eine unverzichtbare Voraussetzung dafür, um die Fortschritte bei der Aktualisierung unseres Wirtschaftsmodells zu konsolidieren und keine Rückschritte zuzulassen.

Genau dieser Angelegenheit werde ich den größten Teil meines Beitrages widmen, wie ich euch schon am 24. Februar auf der konstituierenden Sitzung der aktuellen Legislaturperiode des Parlaments in Anwesenheit des Genossen Fidel gesagt habe, der sich darüber wie folgt äußerte. Ich zitiere: "Der große Kampf, der uns bevorsteht, liegt in der Notwendigkeit einer energischen und rastlosen Bekämpfung der schlechten Gewohnheiten und der Irrtümer, die von vielen Mitbürgern und sogar von Parteimitgliedern täglich in den verschiedensten Bereichen begangen werden". Ende des Zitats.

Dieses Thema erweist sich für niemanden als angenehm, aber ich halte an der Überzeugung fest, dass der erste Schritt zur effektiven Überwindung eines Problems darin liegt, sein Vorhandensein in seiner ganzen Dimension zu erkennen und die Ursachen und Umstände auszumachen, die dieses Phänomen über viele Jahre hinweg begünstigt haben.

Ich stelle mir die Nachrichten der nächsten Tage in der großen internationalen Presse vor, die darauf spezialisiert ist, Kuba in Verruf zu bringen und es einer hektischen Überprüfung zu unterwerfen. Aber wir haben uns schon daran gewöhnt unter einer derartigen Belagerung zu leben. Wir müssen uns nicht darauf beschränken, die Realität mit aller Härte zu benennen. Denn unsere Beweggründe liegen in der äußersten Entschlossenheit, die Atmosphäre der Undiszipliniertheit zu überwinden, die sich in unserer Gesellschaft breit gemacht hat und nicht zu unterschätzende moralische und materielle Schäden anrichtet.

Wir haben schmerzhaft erfahren, wie über die mehr als 20 Jahre der Sonderperiode [período especial] hinweg, moralische und bürgerschaftliche Werte, wie Ehrlichkeit, Anstand, Schamgefühl, Würde, Aufrichtigkeit und Feingefühl gegenüber den Problemen der anderen in wachsendem Maße verkommen sind.

Wir erinnern uns an die Worte von Fidel in der Großen Aula der Universität Havanna am 17. November 2005, als er sagte, dass diese Revolution nicht vom Feind, sondern von uns selbst zerstört werden könnte. Dies wäre unsere eigene Schuld, warnte er.

Auf diese Weise ist ein Teil der Gesellschaft dazu übergegangen, es als normal anzusehen, vom Staat zu stehlen. So verbreiteten sich auf relativ ungestrafte Weise illegale Bauten, zudem noch an unzulässigen Orten, die nicht autorisierte Belegung von Wohnungen, der illegale Handel mit Gütern und Dienstleistungen, die Nichteinhaltung der Arbeitszeiten am Ort der Beschäftigung, der Dieb- stahl und die illegale Schlachtung von Rindern, der Fang von Meeresarten, die vom Aussterben bedroht sind, die Anwendung von massiven Fischereimethoden, die Abholzung von Forstressourcen, Hamsterkäufe von Mangelprodukten und ihr Weiterverkauf zu höheren Preisen, die Beteiligung an Spielen am Rande der Gesetze, Preisverstöße, die Annahme von Bestechungsgeldern und Vorteils- nahme, der Zugriff auf den Tourismussektor und Verstöße gegen die Vorschriften auf dem Gebiet der Informatiksicherheit.

Verhaltensweisen, die zuvor als typisch für die isolierte Teile der Bevölkerung galten, wie lautes Herumschreien auf der Straße, die wahllose Verwendung obszöner Ausdrücke und eine vulgäre Art sich auszudrücken sind, ungeachtet ihres Bildungsniveaus oder ihres Alters, zum normalen Verhalten nicht weniger Mitbürger geworden.

Die Wahrnehmung bezüglich der Bürgerpflichten angesichts von Fehlverhalten ist beeinträchtigt, und das angesichts von Erscheinungen wie dem Wegschmeißen von Müll auf die Straße, der Bedürfnisverrichtung auf Straßen und Plätzen, der Bekritzelung und Verunstaltung der Wände von Gebäuden oder von öffentlichen Plätzen; das Trinken von Alkohol an ungeeigneten öffentlichen Orten und das Führen von Fahrzeugen im Zustand der Trunkenheit; der Missachtung des Rechts der Nachbarn wird nichts entgegnet, es wuchert die Unsitte lauter Musik, die die Ruhe der Menschen beeinträchtigt; inmitten der Städte greift die Aufzucht von Schweinen mit dem nachfolgenden Risiko für die Volksgesundheit um sich, man toleriert die Beschädigung und Zerstörung von Plätzen, Denkmälern, Bäumen, Gärten und Grünzonen; öffentliche Telefone, elektrische und Telefon- leitungen, Gullys und andere Bestandteile von Wasserleitungen, Verkehrszeichen und Leitplanken an den Straßen werden mutwillig beschädigt.

Genauso wird die Bezahlung der staatlichen Verkehrsmittel umgangen oder von einigen Mit- arbeitern des entsprechenden Sektors in die eigene Tasche gesteckt; Gruppen von Jungens werfen immer wieder an den selben Stellen Steine auf Züge oder Kraftfahrzeuge; die grundlegendsten Verhaltensweisen der Höflichkeit gegenüber Senioren, schwangeren Frauen, Müttern mit kleinen Kindern und Behinderten werden außer Acht gelassen. Das alles passiert direkt vor unserer Nase, ohne eine öffentliche Gegenreaktion zu provozieren.

Das Gleiche geschieht auf den verschiedenen Ebenen des Bildungssystems, auf denen die Schul- uniformen bis zur Unkenntlichkeit entstellt werden, einige Lehrer unkorrekt gekleidet Unterricht erteilen und wo es Fälle von Lehrern und Angehörigen gibt, die an akademisch fragwürdigen Vorgängen teilnehmen.

Bekannterweise bilden Heim und Schule eine Einheit bei der Erziehung jedes Einzelnen in der Gesellschaft, wobei diese Vorgänge nicht nur eine Beeinträchtigung der Gesellschaft, sondern auch schwerwiegende Folgen in Familie und Schule mit sich bringen. Diese Verhaltensweisen in unseren Klassenräumen sind auf doppelte Weise nicht miteinander zu vereinbaren. Denn abgesehen von der Disziplinlosigkeit an sich muss es Klarheit darüber geben, dass von Kindheit an Familie und Schule den Kindern die Regeln der Gesellschaft zu vermitteln haben.

Dabei ist der reale und im übertragenen Sinne stattfindende Niedergang der Aufrichtigkeit und des guten Benehmens der Kubaner am meisten zu beklagen. Es ist nicht zulässig, Vulgarität mit Modernität, noch Plattheit oder Schamlosigkeit mit Fortschritt in Eins zu setzen. In Gesellschaft zu leben, bedeutet in erster Linie, Normen anzunehmen, die den Respekt vor dem anderen und den Anstand wahren. Selbstverständlich steht nichts davon im Widerspruch mit der typischen Lebensfreude der Kubaner, die wir bewahren und weiter ausleben wollen.

Ich habe mich hier darauf beschränkt, eine Aufzählung der aussagkräftigsten negativen Er- scheinungen zu liefern, ohne dabei zu beabsichtigen alle im Einzelnen aufzuführen, da dies meine Rede unnötig in die Länge ziehen würde.

Unter Mitwirkung der Partei und der Gremien der Regierung kam es zu einer ersten Erhebung, die 191 Erscheinungen dieser Art ergab. Wir sind uns dabei darüber bewusst, dass dies nicht die Einzigen sind und es darüber hinaus noch viel mehr gibt – die sich in vier unterschiedliche Kategorien einteilen lassen: soziale Disziplinlosigkeit, Ungesetzlichkeiten, Ordnungswidrigkeiten und Vergehen, die im Strafgesetzbuch zusammengefasst sind.

Die Bekämpfung dieser zu verurteilenden Verhaltensweisen und Tatbestände muss unter Anwendung verschiedener Methoden und Wege erfolgen. Dem Verlust ethischer Werte und der Missachtung der guten Sitten kann durch ein abgestimmtes Vorgehen allen sozialen Faktoren begegnet werden, und zwar von frühem Alter an ausgehend von Familie und Schule und von der Förderung der Kultur im umfassendsten und nachhaltigsten Sinne, was alle zur bewussten Ausrichtung ihres Verhaltens führen sollte. Dies wird gleichwohl ein komplexer Prozess sein, der ziemlich lange dauern wird.

Dem Verbrechen, den Gesetzwidrigkeiten und den Zuwiderhandlungen lässt sich auf die einfachste Art und Weise entgegen treten: indem man dafür sorgt, dass die gesetzlichen Festlegungen erfüllt werden. Darüber verfügt jeder Staat, unabhängig von seiner Ideologie über die erforderlichen Instrumente, sei es auf dem Wege des Konsens oder letztlich, wenn dies erforderlich sein sollte, auch durch die Anwendung von Zwangsmaßnahmen.

Tatsache ist, dass man die Gutmütigkeit der Revolution ausgenutzt hat, nicht auf die Kraft des Gesetzes zurückzugreifen, so gerechtfertigt dies auch gewesen wäre, und der Überzeugung und der politischen Arbeit den Vorzug gegeben hat, was, wie wir eingestehen müssen, nicht immer ausreichend gewesen ist. Die Organe von Staat und Regierung, darunter die Polizei, der Oberste Rechnungshof der Republik, die Staatsanwaltschaft und die Gerichte, müssen je nach Zuständigkeit zu diesen Bemühungen ihren Beitrag leisten und die ersten sein, die beispielgebend bei der uneingeschränkten Einhaltung des Gesetzes sind; damit stärken sie ihre Autorität gegenüber der Gesellschaft und sichern sich die Unterstützung der Bevölkerung, wie sich erst kürzlich beim Vorgehen gegen beschämende Fälle von administrativer Korruption gezeigt hat, in die sich Funktionäre von Ämtern und Betrieben verstrickt hatten.

Es ist höchste Zeit, dass die Arbeiter- und Bauernkollektive, die Studenten, Jugendlichen, Lehrer und Professoren, unsere Intellektuellen und Künstler, Journalisten, die Religionsgemeinschaften, die Behörden, die Führungspersönlichkeiten und Funktionäre auf jeder Ebene, zusammengefasst alle Kubanerinnen und Kubaner mit Würde, die zweifelsohne die Mehrheit bilden, sich die Pflichterfüllung und die Erfüllung dessen zueigen machen, was in den zivilgesetzlichen Normen, sei es in Form von Gesetzen, Verordnungen oder sonstigen Regelungen festgelegt ist.

Wenn ich über diese bedauerlichen Erscheinungen spreche, denke ich trotz der unbestreitbaren Errungenschaften, die die Revolution auf dem Gebiet der Bildung erkämpft hat und die in aller Welt durch die Organisationen der Vereinten Nationen anerkannt sind, dass wir auf dem Gebiet der Kultur und des Gemeinsinns zurückgefallen sind. Ich habe das bittere Gefühl, dass wir eine immer besser unterrichtete, aber nicht notwendigerweise gebildetere Gesellschaft werden.

In diesem Sinne ist es der Mühe wert, sich an jenen Satz zu erinnern, der verschiedenen Autoren zugeschrieben worden ist, darunter auch dem spanischen Philosophen und Schriftsteller Miguel de Unamuno, die Gesellschaft kastilischer Bauern sagte: "Wie gebildet sind doch diese Analphabeten!"
Nichts steht einem Revolutionär so fern wie die Resignation oder, was das Gleiche ist, die Aufgabe angesichts von Schwierigkeiten. Deshalb obliegt es uns Zuversicht zu fassen und den Kampfgeist zu erheben, um die riesige und Geduld erfordernde Aufgabe anzugehen, die entstandene Lage umzukehren.

Nach meiner Auffassung bestand und besteht der gemeinsame Nenner dieses ganzen Phänomens im mangelnden Anspruch derjenigen, die dafür zuständig sind, dafür zu sorgen, dass die Festlegungen erfüllt werden, im Mangel an Systematik in der Arbeit der verschiedenen Leitungsebenen und in der Missachtung der geltenden Institutionalität, in erster Linie durch die staatlichen Körperschaften, was andererseits deren Fähigkeit und Autorität mindert, von der Bevölkerung zu verlangen, die bestehenden Regelungen einzuhalten.

Um nur 1 Beispiel zu zitieren: Wie viele Verstöße gegen die Normen der Raumplanung hat es nicht quer durch das ganze Land gegeben, von denen einige auch in der Presse beklagt worden sind?
Man muss, wie wir das ja bereits zu tun begonnen haben, die Ordnung und die Disziplin in allen staatlichen Behörden verstärken.

Zugleich muss das Führungspersonal von den landesweiten Instanzen bis hin zur Basis die Passivität und die Trägheit in ihrem Verhalten aufgeben; sie müssen es unterlassen ihren Blick anderswohin zu wenden, wenn das Problem hier vor Ort liegt, um es nicht zu sehen. Es muss endlich Schluss damit sein, Angst davor zu haben, sich bei der Erfüllung unserer Pflichten Probleme einzuhandeln und es gilt, sich eine eigene Mentalität von Ordnung, Disziplin und Anspruchsdenken zuzulegen, ohne zu befürchten wegen der Forderung nach Erfüllung der Vorgaben Probleme zu bekommen.

Das Vorgehen gegen die mangelnde soziale Disziplin darf sich nicht einfach in eine weitere Kampagne niederschlagen, sondern muss zu einer permanenten Bewegung werden, deren Entwicklung von der Fähigkeit abhängen wird, die Bevölkerung und die verschiedenen Akteure einer jeden Gemeinschaft mit Nachdruck und politischem Vorbedacht zu mobilisieren, ohne irgendwen dabei auszuschließen.

Lasst uns eine Bilanz der Kräfte ziehen, über die die Revolution verfügt und lasst uns begreifen, dass diese mehr als ausreichend sind, um zum Erfolg zu kommen.

Die ersten von Partei, Jugend und Massenorganisationen durchgeführten Aktionen haben in kaum vier Monaten deutlich gemacht, dass in dem Maße, in dem die politischen, sozialen und administrativen Institutionen ihr Handeln in diesem Bereich vertieft haben, die Bevölkerung ihre Unterstützung kund getan hat. Die Menschen haben sich dazu verpflichtet, illegale Umstände und Verhaltensweisen anzuprangern und zu bekämpfen.

Wenn wir bei dieser Aufgabe obsiegen wollen, müssen wir die Bevölkerung und jeden einzelnen Bürger einbeziehen, und zwar nicht durch Gerede und leere Parolen bei hitzigen Versammlungen, sondern indem wir bei jedem Einzelnen die Motivation erzeugen, besser zu werden und durch das persönliche Beispiel voranzugehen.

Dies war das zentrale Thema meiner Worte, die gestern Morgen im Politbüro ihre Zustimmung gefunden haben. Über dieses Thema, das ich gerade abgeschlossen habe, kann man stundenlang reden, aber das, was ich gesagt habe, sollte genügen. Alles andere kann man veröffentlichen.
Natürlich wird dies in unserer gesamten Presse geschehen.
Ich empfehle euch allen und denjenigen, die mir zuhören, alles in Ruhe durchzulesen und im Einzelnen darüber nachzudenken. Dabei bitte ich euch um persönliche Reflexion.

Kommen wir zu einem anderen Thema. Gestern haben unsere Abgeordneten einen Aufruf an alle Parlamente der Welt und an diejenigen Persönlichkeiten gestartet, die der Gerechtigkeit verpflichtet sind, von den Behörden der Vereinigten Staaten die Freilassung und die sofortige Rückkehr von Gerardo, Ramón, Antonio und Fernando zu fordern, die am kommenden 12. September 15 Jahre ungerecht in Haft sein werden. Außerdem haben wir den bewegenden Worten des Helden der Republik Kuba, René González, applaudiert, der gekommen war, um den Kampf für diese edle Sache zu verstärken, der nicht enden wird, bis alle in die Heimat zurückkehren.

Schließlich muss ich zum Ausdruck bringen, dass es die jüngsten Enthüllungen des nord- amerikanischen Staatsbürgers Edward Snowden erlaubt haben, die Existenz globaler Spionage- systeme seitens der Vereinigten Staaten zu bestätigen, die die Souveränität der Nationen und sogar ihrer eigenen Verbündeten und auch die Menschenrechte verletzen.

Kuba, das historisch eines der meist angegriffenen und auch ausspionierten Länder des Planeten gewesen ist, wusste bereits vom Vorhandensein solcher Spionagesysteme.

Das Neue und Ungewöhnliche daran war die Art und Weise, wie die mediale Kontrolle und die Zensur dazu eingesetzt worden sind, um die Aufmerksamkeit vom Wesentlichen, das heißt von der ungeheuren Macht der nordamerikanischen Regierung auf dem Gebiet der massiven Kontrolle der Informationstechnologien und der Kommunikationsmedien abzulenken und das Hauptaugenmerk auf die internationale Verfolgung des Anklägers zu lenken.

Unter Ausnutzung ihrer internationalen mediale Machtstellung – die bereits supranational ist, weil diese Medien bereits nationenübergreifend sind – konzentrieren sie sich nun auf die internationale Verfolgung des jungen Anklägers dieser Aktivitäten.

Die Drohung mit der Anwendung ökonomischer Maßnahmen gegen Ecuador und die konzertierte Aktion verschiedener europäischer Länder, um den Überflug oder die Landung von Präsident Evo Morales zu verhindern, zeigen, dass wir in einer Welt leben, in der die Mächtigen sich dazu in der Lage fühlen, internationales Recht zu brechen, die Souveränität der Staaten zu verletzen und die Rechte der Bürger mit Füßen zu treten.

Angesichts einer solchen Herrschaftsphilosophie sind wir in allen Ländern des Südens in Gefahr und bleiben dies auch weiterhin. Wir unterstützen die berechtigten Forderungen und Stellungnahmen der Präsidenten von Venezuela, Ecuador, Argentinien, Bolivien, Nicaragua, Brasilien und Uruguay, sowie anderer lateinamerikanischer und karibischer Führungspersönlichkeiten. Wir rufen auf zur Mobilisierung der internationalen öffentlichen Meinung, zur energischen Anklage und unbeirrbaren Verurteilung der Drohungen gegen Ecuador und des Angriffes auf den bolivianischen Präsidenten und auf Unser Amerika als Ganzes.

Wir unterstützen entsprechend unserer Tradition das souveräne Recht der Bolivarischen Republik Venezuela und aller Staaten der Region, denjenigen Asyl zu gewähren, die wegen ihrer Ideale oder ihres Kampfes für die demokratischen Rechte verfolgt werden.

Wir akzeptieren kein Messen mit zweierlei Maß, weder Einmischungen noch Drohungen irgendwelcher Art. Wie Präsident Nicolás Maduro zum Ausdruck gebracht hat kann man nicht einem internationalen Terroristen wie Posada Carriles, dem Verantwortlichen für ein Bombenattentat auf ein Flugzeug von Cubana de Aviación mit 73 Passagieren an Bord, sowie weiterer Verbrechen, Zuflucht gewähren und seine Auslieferung an Venezuela verweigern und zugleich beanspruchen, dass diese Brudernation ihr legitimes Recht nicht ausüben solle.

Wir haben heute den 7. Juli, uns trennen nur noch weniger Tage von der Begehung des 60. Jahrestages der Angriffe auf die Kasernen Moncada und Carlos Manuel de Céspedes. Lasst uns den neuen Herausforderungen mit derselben Entschlossenheit und demselben unerschütterlichen Glauben an den Sieg entgegen treten, die uns der Führer der kubanischen Revolution, Fidel Castro Ruz, immer eingeschärft hat.


NETZWERK-KUBA ÜBER DIE: Zukunftsfähigkeit der roten Insel?
 

DER GEMEINSAME STANDPUNKT DER EU, ZU KUBA IST EIN KNIEFALL VOR DEN USA
Deshalb für die Abschaffung des Gemeinsamen Standpunktes noch im Jahr 2013

Offener Brief an die litauischen EU-Ratspräsidentin:
Auch die litauische Präsidentin Grybauskaite wird vom Netzwerk Cuba - unterstützt von 18 weiteren europäischen Solidaritätsgruppen - aufgefordert, sich für die Abschaffung des Gemeinsamen Standpunktes der Europäischen Union gegen Cuba einzusetzen, da er lange überfällig ist und diese undiplomatische Übereinkunft internationalen Prinzipien wie beispielsweise dem Selbst- bestimmungsrecht der Völker zu wider läuft. Der Brief mit allen unterzeichnenden Gruppen kann als PDF herunter geladen werden: HIER

 

LÜGENBARONIN NACH KUBA ZURÜCKGEKEHRT
Sie widmet sich weiter der Verbreitung gefälschter Informationen
Nach ihrer dreimonatigen Welttournee lügt Bloggerin Yoani Sánchez nun wieder auf Kuba
Volker Hermsdorf
Kurz nach ihrer Rückkehr von einer mehr als drei Monate dauernden Welttournee, auf der sie vor allem mit Vertretern konservativer Regierungen und extrem rechter Organisationen zusammen- getroffen war, hat die kubanische Systemgegnerin Yoani Sánchez sich erneut der Verbreitung gefälschter Informationen aus Kuba zugewandt.

Anlaß ihrer jüngsten Desinformation war die Eröffnung von 118 neuen Internetcafés in allen Provinzen der sozialistischen Karibikinsel am letzten Dienstag. Wie die in Miami erscheinende rechtskonservative Tageszeitung Nuevo Herald berichtet, habe Sánchez am Dienstag morgen »bestätigt«, daß die kubanischen Behörden »den Filter, der bisher den Zugang zur Internetseite der Zeitung blockiert habe« jetzt entfernt hätten. Ein Zensurvorwurf, der nachweislich falsch ist, denn der Autor dieses Artikels hat seit Februar des Jahres bei bisher drei jeweils einen Monat dauernden Kuba-Aufenthalten über öffentliche Internetzugänge in kubanischen Hotels täglich die Homepage des Nuevo Herald besucht.

Am Dienstag hatte der Ehemann der Bloggerin, Reinaldo Escobar, als erster Besucher das neue Internetcafé der Telekommunikationsgesellschaft ETECSA in der Calle 17 in Vedado aufgesucht und dort den Zugang zu verschiedenen Homepages »getestet«. Laut Nuevo Herald hatten sich landesweit mehr als 40 Systemgegner davon überzeugt, daß ihre regierungsfeindlichen Blogs in den neu eingerichteten öffentlichen Internetsälen aufgerufen werden können. Während Systemgegner und Nuevo Herald damit zugeben, daß die Regierung der sozialistischen Insel keine Zensur im Internet ausübt, blockieren die USA weiterhin den Zugang zu zahlreichen Seiten. Der kubanische Blogger Yohandry Fontana berichtete am Dienstag, daß von den öffentlichen Internetzugängen seiner Heimat zwar der Blog der Systemgegnerin Yoani Sánchez aufgerufen werden kann, nicht aber Homepages wie www.dell.com oder der Service von »Google Analytics«, die durch die US-Blockade für Nutzer in Kuba gesperrt sind.

Wie die Jugendzeitung Juventud Rebelde in ihrer letzten Ausgabe berichtet, ist die Öffnung der 118 neu ausgerüsteten Internetcafés ein erster Schritt zur kontinuierlichen Verbesserung des Massenzugangs zu neuen Technologien. Die von den USA gegen Kuba seit über 50 Jahren verhängte Blockade hatte unter anderem das Ziel, die sozialistische Karibikinsel von der technischen Entwicklung der übrigen Welt abzuhängen. Das Land hat deshalb erst seit 1996 Zugang zum World-Wide-Web und konnte es bisher außerdem nur über extrem langsame und teure Satellitenverbindungen nutzen. Der größte Teil der Bevölkerung war dadurch von der Nutzung des Internets ausgeschlossen. Westliche ­Medien und kubanische Systemgegner verschweigen meist die Hintergründe und machen - wie es der Blockadeabsicht entspricht - die kubanische Regierung für die technologischen Defizite des Landes verantwortlich.

Um die von den USA aufgezwungene Isolierung zu verringern, hatten Kuba und Venezuela vor vier Jahren mit der Verlegung eines 1630 Kilometer langen Unterwasserkabels begonnen, das im vergangenen Jahr fertiggestellt worden war. Nachdem die verbesserte Qualität und Geschwindigkeit in der ersten Phase zunächst medizinischen, wissenschaftlichen und betrieblichen Einrichtungen zugute kam, soll jetzt Schritt für Schritt auch das Angebot für die private Nutzung ausgebaut werden.

Wie der stellvertretende Minister für Kommunikation, Wilfredo Gónzales, vergangene Woche in der kubanischen Tageszeitung Granma erklärte, soll als nächster Schritt ein Netzwerk zur Datenübertragung für Mobiltelefone eingerichtet und auf mittlere Sicht auch der Internetzugang für private Haushalte ermöglicht werden. Dazu seien allerdings noch umfangreiche Investitionen notwendig, so Gónzales.
 

100 Tage Hungerstreik
Guantánamo-Gefängnis ist sofort zu schließen

So heist es in einer Petition des Ex-Chefanklägers der Militärprozesse an die Obama-Regierung.
Der Hungerstreik im US-Militärgefängnis Guantánamo Bay erreichte am Freitag den 100. Tag. Es wächst weltweit die Zahl der Stimmen, die fordern, das 2001 unter Ex-US-Präsident George W. Bush errichtete Lager sofort zu schließen. Vor dem Weißen Haus in Washington, D.C. fand deshalb am Freitag dem 17.05. im Lafayette Park eine weitere Demonstration statt. Die Residenz von US- Präsident Barack Obama ist seit Monaten Schauplatz von Protesten, in denen der Regierungschef immer wieder an sein 2008 gegebenes Versprechen erinnert wird, das Gefangenenlager Guantánamo aufzulösen.

Vor dem Weißen Haus war Oberst Morris Davis einer der Kundgebungsredner. Dieser US-Luftwaffenoffizier fungierte zwei Jahre lang als Chefankläger der Militärprozesse in Guantánamo. Nun erklärte er, der Regierung mehr als 200000 Unterschriften seiner Change.org-Petition zu übergeben, die Obama auffordert, »die unbefristeten Haftaufenthalte ohne Anklage in Guantánamo Bay unverzüglich zu beenden und die Schließung des dortigen Gefangenenlagers einzuleiten«.

Den Hungerstreik hatte am 6. Februar eine kleine Gruppe der immer noch insgesamt 166 Gefangenen des Lagers begonnen. Der grund war lt. Aussagen ihrer Anwälte die zunehmende Verzweiflung der Häftlinge nach elfeinhalb Jahren Haft ohne Anklage und wachsende Spannungen zwischen ihnen und den Wärtern. Aktuell befinden sich nun 102 Gefangene im Streik. Drei von ihnen mußten auf die Krankenstation verlegt werden. 30 Häftlinge werden inzwischen zwangs- ernährt. Dabei wird ihnen gegen ihren Willen ein Plastikschlauch durch die Nase in den Magen eingeführt, durch die eine Nährflüssigkeit gepumpt wird. Menschenrechts- und Ärzteorganisationen verurteilen Zwangsernährung als eine Form der Folter.

Davis hatte die Petition an Obama gemeinsam mit der Organisation »Witness Against Torture« gestartet. Er habe sich 2008 für die Wahl von Präsident Obama »wegen seines Versprechens, Guantánamo zu schließen«, eingesetzt. Obama müsse »dieses beklagenswerte Kapitel der Geschichte der USA« jetzt beenden. Sollte Obama nicht schnell handeln, wird bald das erste Todesopfer zu beklagen sein meint Oberst Morris Davis.

Kubasolidarität 2014
III.  Weltweites Treffen  der  Kubasolidarität  vom 27.10.2014  -  31.10.2014
Im Palacio de las Convenciones, La Habana – Kongresszentrum Havanna
Das Kubanische Institut für Völkerfreundschaft (Instituto Cubano de Amistad con los Pueblos - ICAP), die gesellschaftlichen und Massenorganisationen Kubas und die kubanische Sektion des Netzwerkes zur Verteidigung der Menschheit (Red En Defensa de la Humanidad) rufen auf zum
III. Weltweiten Treffen der Solidarität mit Kuba - “Cuba Solidaridad 2014”

Dieses Treffen der Solidaritätsbewegung mit Kuba wird in Fortsetzung seiner beiden bisherigen Ausgaben die internationale Rückendeckung für die Gültigkeit des von Kuba symbolisierten Modells für soziale Gerechtigkeit und seine Durchführbarkeit als Alternative für jene “andere, bessere und mögliche Welt” bekräftigen, für die wir als Völker dieser Erde kämpfen.

Inmitten einer anhaltenden Aggression, mediatischen Desinformation und globalen Krise wird dies ein Zusammentreffen sein, das Raum zur Aufstellung von Initiativen, Vorschlägen und Strategien zu Gunsten der Solidarität mit Kuba bietet, um unsere Kampfinstrumente und -mechanismen mit dem Ziel zu perfektionieren, die Wahrheit auf effektivere Weise bekannt zu machen, sie als unsere Fahne hochzuhalten und mit ihr dahin vorzudringen, wo sie am meisten gebraucht wird.

In dem Moment, in dem wir zu unserem III. Welttreffen aufrufen, verspürt das kubanische Volk immer noch die Auswirkungen von 50 Jahren Wirtschaftskrieg und unmenschlicher Blockade, der wir weiterhin widerstehen und die wir überwinden werden, ebenso wie die gescheiterten, aber unablässigen imperialistischen Versuche, unsere Revolution international zu isolieren. Unser Volk bleibt beim Aufbau und bei der Verbesserung seines Sozialismus vereint und bringt seine bescheidenen Erfahrungen in die Integrationsprozesse unserer Hemisphäre ein, die – den Blick auf die Zukunft unserer Kinder gerichtet – angesichts des nachweislichen und entschiedenen Scheiterns des neoliberalen Kapitalismus machbare Alternativen bieten.

Begleitet vom antiimperialistischen, visionären und humanistischen Denken von Martí und Fidel als Leiterbilder und ewige Exponenten unserer Traditionen, bekräftigt Kuba seine internationalistische Berufung und seine Solidarität mit allen edlen Idealen, die den Völkern und dem Genuss ihrer elementarsten Rechte zugute kommen: Freiheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit.

Von dieser afroasiatischen, lateinamerikanischen und karibischen Insel aus laden wir zum 55. Jahrestag ihrer Revolution die Kräfte, Bewegungen, Gruppen, Persönlichkeiten und Personen guten Willens dazu ein, all das in den Vordergrund zu stellen, was uns eint und dabei unsere Differenzen zu respektieren, die zu guter Letzt einen weiteren Reichtum ausmachen, den wir besitzen: die Vielfältigkeit. Wir erwarten Euch vom 27. bis 31. Oktober 2014.

Es wird ein Treffen der “Jury der Millionen” sein, zu der der Held der Republik Kuba, Gerardo Hernández Nordelo, aufgerufen hat, bei dem wir, wenn nötig, noch immer mitten in dem Kampf stehen werden, den wir nicht eher beenden, als dass wir unsere fünf antiterroristischen Kämpfer zurück haben.

Wir sehen uns im Jahr 2014!
Das Organisationskomitee
05. April 2013

Fälschung kubanischer Marken hält an- aus Granma-International:
HAVANNA, 25. April — Die Vereinigten Staaten halten daran fest, das internationale und Handelsrecht zu verletzen, indem sie unter der Marke Havana Club einen puertoricanischen Rum verkaufen; ein Umstand, den Kuba erneut vor der Welthandelsorganisation anprangerte.

 Ein Beschluss des Organs zur Beilegung von Differenzen erklärte im Jahr 2002 den Abschnitt 211 des Omnibus-Zuweisungsgesetzes von 1998 für unvereinbar, das den Diebstahl der Marke auf dem Boden der USA legalisiert, zeigt die Website von Cubaminrex auf.

Anayansi Rodríguez Camejo, Botschafterin Kubas vor den internationalen Organismen mit Sitz in Genf, Schweiz, stellte fest, dass in verschiedenen Instanzen der Regierung Washingtons von Gesetzesprojekten die Rede ist, die den Abschnitt 211 umformulieren oder außer Kraft setzen sollen, jedoch ohne jegliches konkretes Ergebnis.

In einigen Fällen handelt es sich um Initiativen, die für Kuba günstig gewesen wären und den Streit beendet haben könnten, sie werden aber immer abgelehnt oder in einen toten Text verwandelt. Die große Wirtschaftsmacht, die sich selbst als Anführer und großer Beschützer der Rechte des Geistigen Eigentums und des freien Handels darstellt, stiehlt die Marken eines unterentwickelten Landes und beschränkt sich dabei nicht auf Havana Club, sondern weitet diese Praxis auf andere anerkannte Marken wie die der Zigarren Cohiba aus.

Der Einspruch Kubas erfuhr die Unterstützung von Ländern wie Indien, China, Argentinien, Angola, Venezuela, Ecuador, Bolivien, Uruguay, Vietnam, Nicaragua, Brasilien, Dominikanische Republik und Mexiko. (AIN)


Aus dem Deutschsprachigen Online-Wirtschaftsmagazin rund um CleanTech:
CLEAN THINKING
“Energierevolution” in Kuba  Vorbild  für  Energiewende  in  Deutschland?

Büro Ö-Quadrat gibt Studie heraus / Analyse zur Übertragbarkeit der kubanischen "Energierevolution" auf Deutschland veröffentlicht
Autor: Mirjam Schmidt

Kuba als Vorbild für Deutschland?
Eine außergewöhnliche These, die Dieter Seifried vom Büro Ö-Quadrat aufstellt. Er bezieht sich dabei auf Kubas Präsident Fidel Castro, der 2005 die “Energierevolution” ausrief: 2,5 Millionen Kühlschränke wurden durch ein staatliches Programm gegen effizientere Kühlgeräte ausgetauscht. Die Umstellung von Glühlampen auf Kompakt-Leuchtstoff-Lampen wurde vollständig vorgenommen – fünf Jahre früher als in Deutschland. Dieter Seifried vom Büro Ö-quadrat in Freiburg zeigt in der soeben erschienen Analyse zur kubanischen Energierevolution, dass der zentrale Aspekt des kubanischen Umbruchs, die Effizienzsteigerung, auch für die Energiepolitik in Deutschland von Interesse ist.

CleanTech & Energiewende News / Freiburg. Der so simpel erscheinende Kühlschranktausch in Kuba erspare der kubanischen Volkswirtschaft jährlich über 200 Mio. Euro an Kosten, so bilanziert Dieter Seifried in seinem Bericht. Darin zieht er auch Parallelen zur Energieeffizienzpolitik in Deutschland und macht deutlich, in welchen Bereichen das “kubanische Modell” auch auf die deutsche Energiepolitik übertragbar wäre. Im Rahmen seiner Forschungsarbeit hat Seifried die lateinamerikanische Insel mehrmals besucht und vor Ort recherchiert.

Einsparpotenzial als lukrative Energiequelle erkannt
“Wir warten nicht, bis Treibstoffe vom Himmel fallen, denn wir haben zum Glück etwas sehr viel Wichtigeres entdeckt: Energieeinsparung – was so viel wert ist wie große neue Ölvorkommen zu entdecken. - So begründete Fidel Castro 2005 die von ihm ausgerufene “Energierevolution”. Die Folge war ein Substitutionsprogramm für Haushaltsgeräte, das allerdings durch überwiegend strikte und zentrale Vorgaben und zwangsweise umgesetzt wurde. “Eine solche Vorgehensweise ist in Deutschland weder möglich noch wünschenswert,” betont der Autor der Studie Dieter Seifried. Auch wenn sie erhebliche wirtschaftliche Vorteile mit sich brächte.

Ein weiterer Unterschied: In Deutschland ist das Einsparpotential pro Gerät, Leuchte oder Maschine durchschnittlich niedriger als in Kuba, da hierzulande der technische Standard insgesamt höher liegt. Dennoch wäre auch hier ein großes kostengünstiges Effizienzpotential zu erschließen, was jedoch einer gezielten energiepolitischen Weichenstellung bedarf, resümiert Volkswirt und Dipl-Ing. Seifried.

Soziale Absicherung der kubanischen Energierevolution
Vorbildhaft ist die soziale Absicherung des Stromsparprogramms im Rahmen der “Energierevolution”: So wurde die ehemals extreme Subventionierung des Stromverbrauchs abgebaut, die Stromverbrauchstarife geändert. Haushalte mit hohem Stromverbrauch zahlen heute deutlich höhere Preise. Die höheren Stromtarife wurden durch die Bereitstellung sparsamerer Haushaltsgeräte und die Gewährung von Sozialkrediten abgefedert. Haushalte mit geringem Einkommen zahlen bei diesem Kreditsystem deutlich niedrigere Zinsen als Haushalte mit höherem Einkommen.

“In Deutschland werden die Strompreise zwar nicht subventioniert, aber es ist an der Zeit, über progressive Tarife nachzudenken und die Mengenrabatte und die ungerechtfertigten Abgabenbefreiungen für Großverbraucher abzubauen,” ist Dieter Seifried überzeugt.

Kosten der Energiewende auch in Deutschland sozial gerecht abfedern
Angesichts des notwendigen weiteren Ausbaus der regenerativen Energiequellen und den mittelfristig zu erwartenden Strompreissteigerungen in Deutschland komme es darauf an, die Kosten der Energiewende sozial gerecht abzufedern. Eine gezielte Förderpolitik, flankiert durch tarifpolitische Maßnahmen sowie durch kostenlose Energiesparchecks und Sozialkredite könnte einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende und gleichzeitig zur Kostenentlastung von Stromkunden leisten.

Als positives wegweisendes Beispiel wird in Seifrieds Studie das Projekt “Stromspar-Check” genannt, das vom BMU für einkommensschwache Haushalte finanziert und vom Deutschen Caritasverband e.V. und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen e.V. umgesetzt wird. Dieses allein sei aber nicht ausreichend, da es nur einen geringen Prozentsatz der leistungsbeziehenden einkommensschwachen Haushalte erreiche. Es brauche vielmehr ein flächen- deckendes Effizienzprogramm, das alle Haushaltskunden anspricht und die Marktdurchdringung hocheffizienter Geräte fördert. Eine wirkungsvolle Effizienzstrategie würde die Stromkosten der Haushalte langfristig senken, ohne den Ausbau der Erneuerbaren Energien einzuschränken.
Eine Strompreis-Sicherung à la Bundesumweltminister Peter Altmaier wäre damit hinfällig.

Beispielgebend für andere Länder
Mit dem Austausch von ineffizienten stromverbrauchenden Geräten war Kuba schon früh beispielgebend für andere Länder. Auch in Ländern der Dritten Welt wie z.B. Indien, Indonesien, Südafrika, Brasilien, Mexiko, Iran und Costa Rica schlummert ein sehr hohes Einsparpotential bei ineffizienten Kühlgeräten, das sowohl zum Vorteil der jeweiligen Volkswirtschaften aber auch zum Schutze des Klimas und der Umwelt erschlossen werden sollte. Insbesondere in Ländern, in denen subventionierte Strompreise die Marktkräfte außer Kraft setzen, sind gezielte Tausch- und Markttransformationsprogramme von besonderem ökonomischem als auch ökologischem Nutzen.

Sie interessieren sich für die beschriebene Studie “Energierevolution in Kuba – Ein Modell für den Klimaschutz?” – diese können Sie sich hier kostenfrei herunterladen:
http://www.oe2.de/fileadmin/user_upload/download/Energierevolution_Cuba_dt.pdf
http://www.cleanthinking.de/energierevolution-in-kuba-vorbild-fur-energiewende-in-deutschland/
Unsere Leser interessieren sich ganz besonders für Energiewende, Elektromobilität, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien sowie den Themenkomplex Smart Grid, Smart Metering, Smart Home.
wesen, der Sozialen Sicherheit, der religiösen Freiheit, der Behandlung der Gefangenen, der Gleichheit der Geschlechter hervor.


Aus jungewelt: Streit um die »Cohiba«
Blockade: US-Gericht weist kubanische Klage gegen Markenfälschung ab

Volker Hermsdorf
Ein aktuelles Urteil in einem jahrelangen Streit um Markenpiraterie machte in der letzten Woche erneut die negativen ökonomischen Folgen und die Absurdität der Handels-, Finanz- und Wirtschaftsblockade deutlich, die die USA seit über 50 Jahren gegen Kuba aufrechterhalten. In der Woche vor Ostern hat eine US-amerikanische Bundeskommission die Klage des kubanischen Unternehmens Cubatabaco abgewiesen, das sich seit 16 Jahren gegen die mißbräuchliche Verwendung des Zigarrennamens »Cohiba« durch die US-Firma General Cigar Co. Inc. mit Sitz in Richmond (Virginia) zu wehren versucht. Das Tochterunternehmen der schwedischen Match AB vertreibt auf dem US-Markt seit 1981 unter dem Namen »Cohiba« ein Nachahmungsprodukt aus der Dominikanischen Republik.

Die echte »Cohiba« steht für eine der edelsten Havanna-Zigarren der Welt. Sie wurde im Jahr 1966 kreiert und ist seit 1969 international als Marke registriert und geschützt. Die kubanischen Hersteller garantieren, daß die für eine »Cohiba« verwendeten Tabakblätter ausschließlich aus den besten Anbaugebieten der Zonen San Juan y Martínez und San Luis aus der Region Vuelta Abajo in der Provinz Pinar del Rio stammen, für Zigarrenkenner auf der ganzen Welt ein Indiz für die höchste Qualitätsstufe.

Während die Zollbehörden in den USA und Europa Touristen gelegentlich sogar gefälschte T-Shirts abnehmen, wird die gegen Kuba gerichtete Markenpiraterie in den USA mit staatlicher Hilfe gefördert. Das für die Karibikinsel negative Urteil war von der US-Bundeskommission letzte Woche mit der Blockade begründet worden. Laut US-Gericht dürfen die unechten Cohiba-Zigarren in den USA weiterhin offiziell unter diesem Namen verkauft werden, weil Cubatabaco die Originalmarke dort wegen der Blockade ja überhaupt nicht vertreiben könne. Mit der gleichen Begründung war in der Vergangenheit bereits von einem anderen Gericht abgesegnet worden, daß der Bacardi-Konzern in den USA eine gefälschte Variante der bekannten kubanischen Rum-Marke »Havanna Club« vertreibt.

Während sich die Aktionäre der Konzerne nach der von US-Gerichten legalisierten Markenpiraterie die Hände reiben können, belastet die Kuba-Blockade immer öfter die Beziehungen zwischen den USA und den Staaten Lateinamerikas. Über die Osterfeiertage hat der ecuadorianische Präsident Rafael Correa in extrem scharfer Form die US-Sanktionen gegen Kuba verurteilt. Dies sei die »brutalste Verletzung der Menschenrechte im 21. Jahrhundert«, sagte Correa in seiner wöchentlichen Ansprache an die Bevölkerung und fügte anläßlich der Osterwoche hinzu: »Das Evangelium geißelt so etwas als Unrecht, das die Steine zum Schreien bringt.«

Der Präsident kritisierte erneut die von den USA dominierte Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und die ihr angeschlossene Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH). Obwohl die »kriminelle Blockade der USA gegen Kuba« eine Verletzung der OAS-Charta und »aller Rechtsgrundsätze zwischen den Staaten in unserem Amerika« darstelle, werde sie von diesen
Organisationen nicht einmal erwähnt, erläuterte Correa seine Vorwürfe.

Er wandte sich auch zum wiederholten Mal dagegen, daß der Sitz der CIDH weiterhin in den USA verbleibt. Es sei einfach absurd, daß eine Organisation, die vorgibt, die Menschenrechte zu wahren, ausgerechnet in einem Land angesiedelt sein soll, das nicht ein einziges interamerikanisches Abkommen zu deren Schutz unterzeichnet hat.
 

Hallo liebe Kubafreunde,
hier ein wenig aus einem interview mit Niko Paech aus Oldenburg. Einer DER DENKER zur Neugestaltung unserer Welt im deutschsprachigen Raum. Ökostrom und Bioladen lösen Umweltprobleme nicht, so sagt er. Er ist der Auffassung das, was die Kubaner schon durch gemacht haben, das haben wir und der Rest der Welt noch vor uns:

Die Verstopfung der Welt
Oder letzte Zuckungen eines "Körpers” der nicht sterben will!

Dass stetiges Wirtschaftswachstum vielleicht doch nicht der Weisheit letzter Schluss und die Lösung aller Probleme ist, ist wohl längst keine Außenseitermeinung mehr. Der Oldenburger Wirtschaftswissenschaftler Niko Paech ist derzeit ein gefragter Mann - im zweiteiligen Lokalteil- interview spricht er über Medienwirbel, die Postwachstumsökonomie und das Glücklich sein...NP:...
Bei Kuba ist es wiederum so, dass es das erste Land auf diesem Planeten ist, das „peak oil“ schon hinter sich hat - als die Sowjetunion Anfang der 90er zusammenbrach, war es ja so, dass kein Erdöl mehr geliefert werden konnte, kein Dünger und auch bestimmte Maschinen nicht. Und was die Kubaner dann im Bereich der Landwirtschaft und des 'urban gardening' vorgeführt haben, ist beachtlich. Ansonsten gibt es hier und da ähnliche Bewegungen: „décroissance“ in Frankreich, „transistion towns“ weltweit... das sind noch Minderheiten, aber warten wir die nächsten Krisen ab. Dann wird in mehreren europäischen Ländern die Notwendigkeit erkannt, andere Lebensstile auszuprobieren. OL: Das klingt ja letztlich doch irgendwie hoffnungsvoll. Nur sieht die Gegenwart so ganz anders aus: Ich habe eben in den Radionachrichten von Überlegungen gehört, nachdem der automatisierte Börsenhandel dadurch gebändigt werden soll, dass Aktien mindestens eine halbe Sekunde gehalten werden sollen, bevor sie weiterverkauft werden dürfen. Wenn man sich einerseits mit der Zukunft eines kippenden Gesellschaftskonzepts befasst und auf der anderen Seite nun sieht, dass dies die Themen sind, mit denen sich die Tagespolitik auseinandersetzt - droht man da nicht wahnsinnig zu werden? NP: Nö. Ich habe mittlerweile aufgehört zu glauben, dass wir noch die Kurve kriegen.... Diese beiden Finanzkrisen von 2008 - Lehman Brothers und Subprimederivate - und jetzt das Griechenlanddesaster, das man auch nicht ganz davon trennen kann, verdeutlichen, dass zukünftig noch viel verheerendere Finanzkrisen wahrscheinlich sind, denn aus diesen Ereignissen haben wir ja nichts gelernt, sondern wurschteln einfach weiter...
Von Niko Paech ist zuletzt das Buch „Befreiung vom Uberfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie“ im Oekom-Verlag (München 2012) erschienen.
Mehr vom Interview hier lang:
http://www.oldenburger-lokalteil.de/2013/03/12/letzte-zuckungen-eines-korpers-der-nicht-sterben-will/

 

Wichtige Zitate aus der Berliner Zeitung Nr.28 
2./3. Februar 2013 Seite 28 Feuilleton/Medien

Kuba von innen
Wer steht hinter der kritischen Bloggerin Yoani Sänchez?

Von Klaus Ehringfeld
Mitte der Woche ließ Yoani Sänchez die Welt wissen, dass sie einen neuen Reisepass bekommen habe. „Unglaublich, sie haben mich zu Hause angerufen und mir gesagt, mein Pass sei fertig. Ich habe ihn", twitterte die kubanische Bloggerin ihren 384 314 Followern.
Nun kann die 37-Jährige...reisen...
Sänchez ist in den vergangenen Jahren für ihr Internettagebuch „Generaciön Y" mit Auszeichnungen in Europa und den USA überschüttet worden. 2008 erklärte sie das Magazin Time zu den hundert einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt...

Und wer finanziert die Übersetzung ihres Blogs in 20 Sprachen?
Mittlerweile ist die Bloggerin eine wichtige Informationsquelle, seit vergangenem Jahr arbeitet sie auch als Korrespondentin für die spanische Tageszeitung El Pais. Allerdings mehren sich die Zweifel an ihrer Objektivität. In einem langen Beitrag für Le Monde Diplomatique beschreibt Salim Lamrani, Professor und Kuba-Experte an der Pariser Universität Sorbonne, Widersprüche in ihren Behauptungen und Texten, berichtet von engen Kontakten zur US-Interessenvertretung in Havanna und fragt sich, wie Sänchez 400 Twitter-Botschaften pro Monat absetzen kann, die pro Stück umgerechnet einen Dollar kosten. Wer finanziert die Übersetzung ihres Blogs in 20 Sprachen, darunter chinesisch und persisch? Experte Lamrani kommt zu dem Schluss, dass Sänchez alles andere als eine simple Bloggerin ist. „Es hat den Anschein, als seien mächtige Interessen und große Summen Geld hinter der Figur Yoani Sänchez."

<===Das hier links, das ist die Frau Sänchez ihr Bild das habe ich von wikipedia, jedoch hier für auf 33% verkleinert. Des weiteren gefiel mir nicht, das die Frau von Rechts nach links blickte! Natürlich kann ich auf meiner Home - Page machen was ich will, aber ich will nicht Lügen, deshalb gestehe ich hier, das Originalfoto nicht nur verkleinert zu haben, nein ich habe es auch noch Horizontal gespiegelt! Wenn das immer so einfach wäre!


http://www.cubadebate.cu/cuba/asamblea-nacional-poder-popular/

 

Ist das Kabel Alba-1 jetzt voll in Betrieb genommen worden?
Hat die Insel Kuba jetzt den Glasfaser-Kabelanschluß zum Festland?

Das zwischen Venezuela und Kuba verlegte Unterwasser-Glasfaserkabel ist offenbar schon im Test - Betrieb. Die US-amerikanische Firma Renesys hat einem am Montag (Ortszeit) verbreiteten Bericht der Nachrichtenagentur AP zufolge seit dem 14. Januar eine bemerkenswerte Steigerung der Geschwindigkeit digitaler Datenströme von und nach Kuba festgestellt. Das zwischen Kuba, Jamaika und Venezuela im Meer verlegte Glasfaserkabel »ALBA-1« soll einen schnelleren Datentransfer zwischen der Karibikinsel und der übrigen Welt ermöglichen. Bislang war Kuba auf teure und langsame Satellitenverbindungen angewiesen, weil durch Blockade der USA ein direkter Anschluß an die unweit der Insel im Meer verlaufenden schon vorhandenen Kabel verwehrt worden ist. Also persönlich habe ich mehrere Links probiert, so wie den folgenden- so schnell war ich sonst nie im cu-Netz: HIER besonders wenn ich von da noch nach woanders klickte!

=====:
Zigarrenkisten- & Bauchbinden- Bilder zum runterladen als zipp-Datei: HIER


Es ist an der Zeit, dass sich die Presse in den USA und hier in unserem Land an ihren Auftrag hält, wahrheitsgemäß zu berichten – auch über Cuba.
www.eurosolicuba2012.de

Kuba - Brief an die Grünen von Josie und Dirk
Grüne betreiben das Geschäft der IGfM und Konrad-Adenauer-Stiftung

Zu diesem Schluss gelangt mensch, wenn er sich die kleine Anfrage der Bundestagsfraktion vom 26.10.2012 "Unterstützung von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern in Kuba" im Bundestag durchliest:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/112/1711243.pdf 
Der Brief an die GrueneAbgeordnete: HIER
 

SCHLIMMER ALS UNTIERE
SCHLUSS MIT DEM FOLTERKNAST AUF KUBA

Kuba hunderte Gefangene müssen dort einsitzen - trotz internationaler Kritik, trotz Drucks humanistischer Organisationen. Sie sind nachweislich gefoltert worden, fast alle wurden unter ominösen Umständen inhaftiert.
In Guantánamo einem Militärstützpunkt der USA, in Käfigen der US-Regierung, bewacht und gefoltert von US-Soldaten und US-Geheimdienstlern...

24. Dezember 2002 Die Gefangenen des Imperiums in Guantanamo
Willkürlich und wider besseren Wissens werden vom Pentagon viele Menschen auf unbestimmte Zeit jenseits allen Rechts festgehalten. Offenbar wurden vom Pentagon wahllos viele Menschen, die in Afghanistan gefangen genommen wurden, in das Hochsicherheitsgefängnis Guantanamo in Kuba gebracht (Kuba Transfer). Da die Gefangenen als "feindliche Kämpfer" gelten und damit mehr oder weniger vogelfrei sind, haben sie keinerlei Rechtsanspruch und werden so schon oft über ein Jahr willkürlich festgehalten, auch wenn sie nur Bauern, Arbeiter oder Taxifahrer, Kranke, Jugendliche oder Greise sind...
Telepolis- www.heise.de/tp/artikel/13/13848/1.html

16. Juli 2009 die Gefangenen hoffen auf Barack Obama
Bis Januar 2010 will Barack Obama das amerikanische Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba schließen.
sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/29896/Wer-will-mich –

12. JANUAR 2012 OBAMAS SCHANDE
Seit zehn Jahren kämpfen vier Anwälte für die Insassen des berüchtigten Lagers Guantánamo. Ihre Aufgabe wird nicht einfacher. Erst hieß ihr Gegner George W. Bush, jetzt heißt er Barack Obama – der Mann, der versprochen hatte, den Rechtsstaat wiederherzustellen...
QUELLE DIE ZEIT,  Nr. 03

4. OKTOBER 2012 GUANTANAMO
UND KEIN ENDE DER UNMENSCHLICHKEIT IN SICHT?

...So stellt sich das Lagerleben für Journalisten dar. Die Einblicke, die ihnen gewährt werden, sind, wie schon immer hier, stark kontrolliert. Besucher dürfen mit keinem der 167 Männer reden, die hier noch immer inhaftiert sind; sie dürfen die Straftrakte nicht sehen, in denen aufsässige Gefangene in kleinen Zellen gehalten werden, oder die zwangsernährten Hungerstreikenden. Abgeschafft wurden hingegen die Pseudo-Verhöre mit kooperativen, Tee trinkenden Gefangenen, wie sie das Militär eine Zeit lang amerikanischen Abgeordneten und Reportern vorgeführt hat. Doch auch im Guantánamo unter Obama ist die Zensur nicht weniger scharf...
QUELLE ZEITmagazin,  Nr. 41

Enthüllungen
Der Weg nach Guantanamo (komplette Film- Dokumentation)
http://www.youtube.com/watch?v=7tSzhEgNrWw
Kommentar zu Der Weg nach..von Babe20Crazy vor 7 Monaten
Ich kanns echt nicht fassen... das die Menschheit noch immer so dumm ist wie in der Zeit der Hexenverfolgung... 1. das es Terroristen gibt, bestreite ich nicht und das man was dagegen tun muss erst recht nicht 2. ein Geständis unter Folter ist KEIN Geständnis. Es ist menschliche Natur, bei Schmerzen alles zu tun damit sie aufhören. 3. Ich begreife die Menschen nicht die Folterei egal gegen wen sie sich richtet für legal halten. Es ist unmenschlich. SELBST Tiere foltern sich nicht gegenseitig.

Die Geheimakte Guantanamo

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,758903,00.html
 
Guantanamo-Häftling Slahi: Schlafentzug, Dauerlärm, Todesdrohung
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,759493,00.html
 
Guantanamo-Enthüllungen 700 Anklagen gegen Obama
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,758919,00.html

08. August 2012 Hallo alle:

"Euer Webmaster ist Empört über den Cuba-feindlichen Einheitsbrei in den Medien“
Der kürzliche Verkehrsunfall des cubanischen Systemgegners Payá und dessen mediale Resonanz im deutschen Medien offenbart exemplarisch, wie stark Schwarz-Weiß-Malerei und blinde, uninformierte Cuba-Feindlichkeit noch immer vorherrschen, und der Kalte Krieg gegen Kuba noch immer nicht überwunden ist. Schlagzeilen wie „Mysteriöse Umstände - Regimekritiker stirbt bei Autounfall“ und „Inselstaat ohne Freiheit - Führender Dissident Kubas getötet“ selbst in sogenannten seriösen Tageszeitungen belegen diesen Missstand.

Der Vorstand des Netzwerks Cuba, einer Vereinigung von über 40 Kuba-Solidaritätsgruppen der BRD, weist daraufhin, dass in sämtlichen Zeitungsartikeln hierzu lediglich zwei Quellen zitiert wurden: die Katholische Nachrichtenagentur KNA und die IGfM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte). Letztere ist für ihre notorische Unseriosität und ideologischen Manipulationen berüchtigt und wird daher von allen fundiert arbeitenden Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch gemieden, ja sie wurde von der UN sogar ausgeschlossen. Offensichtlich ungeprüft haben Redaktionen deren „Meldungen“ übernommen. Demgegenüber wurden keine seriösen Quellen zitiert, geschweige denn Beweise der cubanischen Behörden zu dem Autounfall einbezogen.

Redaktionen sollten – so die Forderung des Netzwerks Cuba, zum Thema Cuba künftig andere Quellen konsultieren wie z.B. Prensa Latina oder das Nachrichtenportal amerika21.

Das Strickmuster solcher Negativmeldungen gegen Cuba wiederholt sich:
nur Systemgegner und deren Angehörige bzw. rechtskonservative Politiker und Medien werden zitiert, und zudem werden wesentliche Fakten verschwiegen. So auch hier: der Kontext der Autoreise von Payá wurde NICHT erwähnt. Demnach waren neben einem zweiten cubanischen Systemgegner noch ein Mitglied der spanischen rechtsextremen PP und ein schwedischer Rechtskonservativer in dem Unfallauto. Der Spanier wird wegen „fahrlässiger Tötung“ angeklagt, da er zu schnell gefahren sei und nach eigenen Angaben, die Kontrolle über den Wagen verlor, "nachdem wir auf eine Schotterstrecke gefahren sind". Die AFP meldete am 31. Juli 2012: »Die europäischen Begleiter des tödlich verunglückten cubanischen Regierungsgegners Oswaldo Payá haben erklärt, dass er Opfer eines normalen Verkehrsunfalls wurde.«

Verschwiegen wird zudem, wie eng die Kooperation von Payá mit ausländischen Gegnern des heutigen Cuba war, dass er sich von westlichen Antikommunisten und Cubafeinden aushalten und benutzen ließ. Sie wollten eine „christliche Jugendgruppe“ gründen, hatten dafür 4.000 Euro dabei, und dies sollte künftig Teil der Systemopposition sein.

Zusätzlich zu den bösartigen Unterstellungen in vielen Medien unseres Landes, so der Netzwerk-Vorstand, werden solche Subversionen und Aggressionen westlicher Mächte und insbesondere der USA gegen Cuba bewusst unterschlagen. Die Medien dürfen dieses teilweise imperialistische und rassistische „Spielchen“ gegen Cuba nicht länger mitmachen!

UND NUN,
nach dem lesen der Pressemitteilung des Vorstande des Netzwerk Cuba:
„Empört über Cuba-feindlichen Einheitsbrei in den Medien“, war ich ebenfalls Empört!
Ich wollte es dann etwas genauer wissen & habe am 8. August 2012 bei der google Suche einfach nur Payá eingegeben. Das Ergebnis ungefähr: 25.300.000 in 33 Sek. - eine ganze Menge....
Darauf hin untersuchte ich nur die Seite 1 mit 11 Medienberichten. Meine Bezeichnung "neutral" bedeutet lediglich, es wurden nicht nur unbewiesene Behauptungen weiter verwertet und es wurde keine offensichtlich böswillige Berichterstattung betrieben.

7x contra cuba
4x 'neutral'
0x pro cuba

contra cuba
Kubanischer Dissident Payá - Familie Payás beharrt auf Mordthese......"Der Fahrer des Unglücksfahrzeugs war in Spanien als Verkehrsrowdy aktenkundig"...( ==>Immerhin ein Hinweis, darauf das der Typ kurz davor stand seine Fahrerlaubnis zu verlieren.)
Frankfurter Rundschau - vor 4 Tagen
http://www.fr-online.de/politik/kubanischer-dissident-pay--familie-pay-s-beharrt-auf-mordthese-,1472596,16798550.html

contra cuba
Warum starb Oswaldo Payá?
Welt Online - vor 6 Tagen
Mysteriöser Tod eines kubanischen Dissidenten führt zu Protesten
http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article108450438/Warum-starb-Oswaldo-Paya.html

contra cuba
Kuba: Der mysteriöse Tod von Oppositionsführer Payá - Nachrichten ...
www.welt.de › Politik › Ausland http://www.welt.de/politik/ausland/article108448273/Der-mysterioese-Tod-von-Oppositionsfuehrer-Paya.html

contra cuba
Kuba: Der mysteriöse Tod von Oppositionsführer Payá - Nachrichten ...
Viele glauben, Kubas Machthaber hätten den unbequemen Kritiker Payá gewaltsam aus dem Weg geräumt. Beweise dafür gibt es bislang keine,...
http://www.welt.de/politik/ausland/article108448273/Der-mysterioese-Tod-von-Oppositionsfuehrer-Paya.html

'neutral'
Oswaldo Payá – Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Oswaldo_Pay%C3%A1

contra cuba
...Die genauen Ursachen sind bislang nicht geklärt. Die Tochter des Dissidenten vermutet, ihr Vater sei möglicherweise Opfer eines Verbrechens...Seine Mitstreiter bestätigen den Tod von Payá und Cepero auf der Website des Dissidenten. Sie fordern die kubanische Militär-Junta auf, eine transparente Ermittlung des Unfalls einzuleiten. "Wir denken, dass dies kein Unfall war"
...Tochter des Regimekritikers, könnten ihr Vater und Cepero möglicherweise Opfer eines Verbrechens geworden sein. "Ein Auto hat versucht, sie von der Straße zu drängen",...
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kubanischer-dissident-oswaldo-paya-stirbt-bei-unfall-a-845841.html

contra cuba
Beisetzung von Dissident Payá
Kubanische Opposition beklagt Festnahmen
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/opposition-beklagt-dutzende-festnahmen-bei-beisetzung-von-oswaldo-paya-a-846226.html

'neutral'
http://www.tagesschau.de/ausland/paya-unfall100.html

contra cuba
MCL* - Offizielle Website Oswaldo Payá (*christliche kampforganisation gegen Kuba==>der Setzer) fordert:Klären Sie die Umstände des Todes von Oswaldo Payá...
Zwei Mitglieder des MCL in Miami bedroht...
http://www.oswaldopaya.org/es/

'neutral'
http://www.focus.de/politik/ausland/oswaldo-paya-systemkritiker-stirbt-bei-auto-unfall_aid_785840.html

contra cuba
Castro-Kritiker Payá stirbt bei Verkehrsunglück - Mysteriöser Unfall ...
www.sueddeutsche.de/.../castro-kritiker-pay-stirbt-bei-verkehrsunglu...23. Juli 2012 – Oswaldo Payá, einer der einflussreichsten kubanischen

'neutral'
Kubanischer Dissident Payá: Augenzeugen bestreiten Mordversion ...
derstandard.at › International › Nord- und Lateinamerika › Kuba vor 6 Tagen – Angehörige des Verstobenen hatten behauptet, das Auto sei abgedrängt worden - Spanier muss vor Gericht.
AM ENDE DER SEITE 1  DANN NUR NOCH ‘PAYAS’ BILDER

Sprung auf Seite 10 an 2. Stelle
Opposition: Fahrer verursachte Todesfahrt des kubanischen - Die Zeit
www.zeit.de › News › Juli 201228. Juli 2012 – Havanna (dpa) - Fahrerfehler haben nach Angaben der kubanischen Behörden den tödlichen Unfall des Dissidenten Oswaldo Payá am ..
Sprung auf Seite 74 da gibt es dann noch dieses:
Machetera
TAG ARCHIVES: OSWALDO PAYÁ....Das war es über die ‘freie Presse’


IN DEN TOD GERAST
Oswaldo José Payá Sardiñas Vorsitzender der antikommunistischen Oppositionsgruppierung Christliche Befreiungsbewegung (MCL) und Harold Cepero, Leiter der Jugendabteilung der MCL sind bei einem Verkehrsunfall in Cuba ums Leben gekommen.
Der bekannte kubanische antikommunist Oswaldo José Payá Sardiñas  starb am 22. Juli 2012 im Alter von 60 Jahren, als er mit drei weiteren Insassen in einem gemieteten PKW verünglückte. Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Stadt Bayamo im Osten der Karibikinsel, wo der 60-Jährige mit drei Freunden in einem Auto unterwegs war, wie der Vorsitzende einer oppositionellen Menschenrechtskommission, Elizardo Sánchez, erklärte. Nach dem Unfall etwa 800 Kilometer östlich von Havanna starb später auch der  31-jährige kubanische Antiregierungsaktivist Harold Cepero. Zwei weitere Insassen, ein Spanier und ein Schwede, wurden nur leicht verletzt. Cirka 22 km nahe der ostkubanischen Stadt Bayamo auf der Carretera Central kam ihr PKW von der Fahrbahn ab und prallte seitlich gegen einen Baum. Der 27-jährige Vizesekretär der Jugendorganisation der Partido Popular Spaniens, Ángel Carromero, der den Mietwagen lenkte, und der gleichaltrige Präsident von Schwedens Christdemokratischem Jugendverband, Aron Modig, wurden bei dem Aufprall leicht verletzt.

Ángel Carromero der spanische Fahrer des Unfallwagens wird wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen angeklagt werden. Nach Berichten der kubanischen Presse sitzt der Fahrer Ángel Carromero, ein Funktionär der Jugendorganisation der rechtskonservativen spanischen "Volkspartei" (PP), in Havanna in Untersuchungshaft. Trotz Anklage fordern Familienmitglieder des Verstorbenen und Angehörige der Opposition weiterhin eine "unabhängige Untersuchung" des Geschehens.

Nach Ermittlungen der kubanischen Behörden hat eine zu hohe Geschwindigkeit und ein Fehlverhalten des Fahrers den Unfall verursacht. Das wird offenbar auch von parallelen Ermittlungen spanischer Diplomaten bestätigt. In einem Verhörvideo hatte Camorrero angegeben, die Kontrolle über den Wagen verloren zu haben, "nachdem wir auf eine Schotterstrecke gefahren sind". Das kubanische Strafrecht sieht in Artikel 177 Strafen von bis zu zehn Jahren vor, wenn der Fahrer bei einem Verstoß der Straßenverkehrsordnung den Tod von Personen verursacht. Bei zwei Todesopfern könnte die Staatsanwaltschaft unter Berufung auf Artikel 53c von einer besondere Schwere ausgehen und 15 Jahre Haft für den Unfallfahrer beantragen.

Aus Spanien war zu erfahren das Ángel Carromero, ein auffällig gewordener Verkehrs Rowdy sein soll der kurz vor dem Führerscheinentzug stand !

Die AFP meldete am 31. Juli 2012: »Die europäischen Begleiter des tödlich verunglückten cubanischen Regierungsgegners Oswaldo Payá haben erklärt, dass er Opfer eines normalen Verkehrsunfalls wurde.«


ORGINAL INFOS AUS CUBA:
AUS EcuRed====> http://www.ecured.cu/index.php/Oswaldo_Pay%C3%A1_Sardi%C3%B1as 

Oswaldo José Payá Sardiñas.
Contrarrevolucionario cubano, vinculado a Estados Unidos. Líder de la organización contrarrevolucionaria Movimiento Cristiano Liberación (MCL) y principal impulsor del llamado Proyecto Varela, financiado desde el exterior, con la participación activa de la Sección de Intereses Estados Unidos en La Habana (SINA).
Como parte del apoyo propagandístico desde el exterior recibió el Premio Andrei Sajarov a los Derechos Humanos del Parlamento Europeo en 2002.

Asistía con frecuencia a reuniones en la SINA, lugar donde recibió orientaciones y financiamientos para sus actividades. Falleció en un accidente automoviístico el 22 de julio de 2012.

ali’s Überstzung:
Oswaldo José Payá Sardiñas.
Ein kubanischer konterrevolutionär in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten. Der Führer der konterrevolutionären Organisation Christliche Befreiungsbewegung (MCL) und führender Verfechter des so genannten Varela-Projekt, aus dem Ausland finanziert, unter aktiver Beteiligung der US-Interessenvertretung in Havanna (USIS).
Als Teil der Propaganda Unterstützung aus dem Ausland erhielt er den Sacharow-Preis für Menschenrechte des Europäischen Parlaments in 2002.

Häufig nahmen an den Treffen in der US-Interessenvertretung teil, wo er Beratung und Finanzierung seiner Aktivitäten erhielt. Er starb bei einem Auto - Unfall am 22. Juli 2012.....

Referencias
El contrarrevolucionario Oswaldo Payá apoyó a los golpistas venezolanos en abril del 2002. Disponible en: La Jiribilla. Publicado en febrero de 2005.
http://www.lajiribilla.cu/2005/n197_02/197_42.html

Burgos, Osvaldo: "La verdad sobre Oswaldo Payá", La República, Uruguay Disponible en http://www.rebelion.org/hemeroteca/cuba/030722burgos.htm

Dos personas fallecen en lamentable accidente de tránsito en la provincia Granma. Disponible en Cubadebate Nota del Ministerio del Interior de la República de Cuba. Disponible en: Diario Granma. Publicado el 28 de julio de 2012. Consultado el 31 de julio de 2012.
http://www.cubadebate.cu/noticias/2012/07/22/dos-personas-fallecen-en-lamentable-accidente-de-transito-en-la-provincia-granma/

Nota del Ministerio del Interior de la República de Cuba. Disponible en: Diario Granma.
http://www.granma.cubaweb.cu/2012/07/28/nacional/artic01.html

Publicado el 28 de julio de 2012.
http://www.ecured.cu/index.php/28_de_julio

Consultado el 31 de julio de 2012.
http://www.ecured.cu/index.php/2012

Nota del Ministerio del Interior de la República de Cuba.
http://www.granma.cubaweb.cu/2012/07/28/nacional/artic01.html

Disponible en: Diario Granma. Publicado el 28 de julio de 2012.
http://www.ecured.cu/index.php/2012
Consultado el 31 de julio de 2012.
http://www.ecured.cu/index.php/31_de_julio



"Akt der Piraterie" -- Havana Club geentert

Streit um Markenrecht zwischen USA und Kuba eskaliert nach zehn Jahren. Blockadegesetze kommen zur Anwendung
Von Guillermo Nova, Havanna
<http://amerika21.de/autor/guillermo-nova>//(Übersetzung: Klaus E. Lehmann)/

*Washington/Havanna
*Zahlreiche Staaten Lateinamerikas haben Kuba vor der Schlichtungsstelle der
Welthandelsorganisation (WTO) in einem bereits zehn Jahre währenden Streit mit den USA um die Rum-Marke Havana Club verteidigt.

 
Der Disput war eskaliert, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA das Patent für die international renommierte Marke quasi dem Hauptkonkurrenten Bacardí überlassen hatte. Nach einem Bericht der spanischen Nachrichtenagentur EFE bezeichnete Kubas Vertreterin vor der WTO Nancy Marigal, das US-Urteil nun als "Akt der Piraterie". Unterstützt worden sei sie von Argentinien, Venezuela, Uruguay, Nicaragua, der Dominikanischen Republik, Chile, Bolivien, Brasilien und Paraguay.

Mitte Mai hatte der Oberste Gerichtshof der USA entschieden, das Patent für die Rummarke Havana Club in diesem Lande nicht zu erneuern. Von den Behörden des sozialistischen Inselstaates war die Entscheidung umgehend als "Markenraub" zurückgewiesen worden.

Bereits 1976 hatten die kubanischen Behörden den Namen "Havana Club Rum" in verschiedenen Ländern registrieren lassen, darunter auch in den USA. Im Jahr 1993 dann gründete die französische Firma Pernod Ricard mit der Korporation Cuba Ron ein Joint-Venture-Unternehmen, um den Rum in 120 Ländern zu verkaufen.

Der nun eskalierte Rechtsstreit begann in den neunziger Jahren, als die puertorikanische Firma Bacardí bei den US-Behörden die Registrierung einer gleichnamigen Marke beantragte. Die kubanischen Behörden legten dagegen vor der Welthandelsorganisation Einspruch ein und erhielten Recht.

Die Marke war daraufhin in den USA -- wenn auch ohne Nutzung -- jahrelang registriert. 2006 verweigerte das US-Finanzministerium der Firma Pernod Ricard jedoch die Verlängerung der Handelslizenz. Das Ministerium berief sich dabei auf ein Gesetz aus dem Jahr 1998, das die
Erneuerung kubanischer Handelsmarken verbietet, wenn sie mit Besitztümern in Verbindung stehen, die nach der Kubanischen Revolution 1959 nationalisiert wurden. Das Außenministerium in Havanna forderte die US-Regierung daraufhin dazu auf, der Firma Cubaexport die neue Lizenz unverzüglich auszustellen. Pernod Ricard begann parallel eine rechtliche Auseinandersetzung, die mit der Ablehnung des Falls durch den Obersten Gerichtshof der USA endete. Die US-Regierung wies ihrerseits die Anschuldigungen Kubas zurück und gab an, dass die Firma Cubaexport ihre "Chance" vor Gericht gehabt habe. Jedoch habe sie den Prozess zur Erneuerung der Markenregistrierung verloren.

Der Havana-Club-Rum hat eine lange Geschichte. Die Familie Arechabala hatte die Marke im Jahr 1935 erfunden die Rechte später an das Haus Bacardí verkauft, das in den fünfziger Jahren zunächst engere Beziehungen zu den kubanischen Revolutionären unterhielt. Als die Rebellen im Januar 1959 siegreich in Havanna einzogen, wurde an den Büros ein riesiges Transparent entfaltet, auf dem es hieß "Gracias, Fidel". José "Pepín" Bosch, der Generaldirektor von Bacardí, begleitete den Comandante en Jefe auf seiner ersten Reise in die Vereinigten Staaten. Es war jedoch nur ein flüchtiges Idyll. Als die kubanische Regierung ein Jahr später die Einrichtungen der Firma nationalisierte, verließen deren Führungskräfte das Land, um sich der anticastristischen Kolonie in Miami anzuschließen.
amerika21.de -- 31. Mai 2012/

Repsol erwägt Rückzug aus kubanischem Erdölgebiet
Die Plattform Scarabeo 9
<http://amerika21.de/files/a21/imagecache/bild_voll/img/2012/9472_96_scarabeo-9_sito_0.jpg>

Die Plattform Scarabeo 9
Madrid/Havanna. *Der spanische Erdölkonzern Repsol erwägt, die Offshore-Aktivitäten vor der
Küste von Kuba einzustellen. Die Überlegungen gab der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens Antonio Brufau, diese Woche auf einer Pressekonferenz bekannt. Repsol hat bislang zwölf Jahre in kubanischen Gewässern nach Erdöl gesucht, ohne nennenswerte Ergebnisse zu erzielen. Die Aktivitäten kosteten nach Angaben der Firma 150 Millionen US-Dollar. Nach Schätzungen von Experten liegen vor der Küste Kubas bis zu 20 Milliarden Barrel Erdöl.
<http://amerika21.de/meldung/2012/05/52336/repsol-kuba#bildquelle>
<http://www.repsol.com/es_en/>

Laut Aussage von Kristian Rix, dem Sprecher des spanischen Erdölunternehmens, war auch das letzte Bohrloch der Plattform Scarabeo 9 Mitte des Monats trocken geblieben. Die Meldung ist von der kubanischen Regierung bislang noch nicht bestätigt worden. Wie Rix weiter ausführte, wird Repsol nach diesem gescheiterten Versuch alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um das Bohrloch sicher zu versiegeln.

Nun werden Geologen des spanischen Unternehmens analysieren, was mit anderen vorgesehenen Bohrungen in den von Repsol unter Vertrag genommenen Sektoren geschehen soll. Ende Januar war die von Repsol gecharterte Plattform in Kuba eingetroffen, um Bohrungen in großer Tiefe innerhalb der 112 Quadratkilometer großen Wirtschaftszone in den Gewässern Kubas vorzunehmen. Diese Zone ist in 59 Sektoren unterteilt, von denen 22 unter Vertrag mit ausländischen Erdölunternehmen wie
Repsol, der venezolanischen PdVSA und Petro Vietnam stehen.

(gmer <http://amerika21.de/autor/gerhard-mertschenk>/hneu
< http://amerika21.de/autor/harald-neuber  >/rnv
<http://www.rnv.gov.ve/noticias/?act=ST&f=29&t=184316>/eleconomista
<http://www.eleconomista.es/energia/noticias/4007786/05/12/la-posible-salida-de-repsol-de-cuba-un-importante-golpe-para-el-pais.html>)
-- amerika21.de -- 1. Juni 2012/
 

14.05.2012 Berlin / Dresden / Kuba
CDU - LÜGENBARON -IN BAUTZEN -FRÜHER WÄR ER DA IRGENDWO RICHTIG GEWESEN!
In den bürgerlichen Mainstream- und Profitmedien wird Cuba, meistens einseitig negativ dargestellt und hin und wieder wird gelogen, dass "sich die Balken biegen". Ein aktueller Fall sind die Äußerungen eines notorischen Verunglimpfers, des CDU-Abgeordneten Vaatz (Dresden/ Bautzen), der mit seinem halbirren Gestammel (ich ahne bei dem den Schaum vorm Maul) neue und bisher unerhörte Lügen über Kuba verbreitet will.


KUBA UNTER DER LUPE

Aus der Einführung der FBK-Broschüre "Kuba unter der Lupe"
Haben Sie sich schon einmal gewundert über die simplen und meist negativen Klischees über Kuba? Hat Ihnen Ihre Zeitung mitgeteilt, dass Kuba in Sachen Ökologie und Nachhaltigkeit weltweit Spitze ist? Wussten Sie schon, dass zahlreiche Aktivitäten und Programme Kubas sehr erfolgreich und vorbildhaft sind und einige von internationalen Organisationen gelobt oder gar ausgezeichnet werden? Hat Ihnen das Fernsehprogramm verraten, dass Kuba gegenüber armen Ländern eine hervorragende Solidaritätsarbeit und Unterstützung leistet? Ist Ihnen schon erzählt worden, dass Bildungs- und Gesundheitssystem in Kuba weiter entwickelt sind als in den vergleichbaren Ländern?

Wir wollen demgegenüber Sachlichkeit und Seriosität anbieten und ein tieferes, angemesseneres Verständnis über Kuba ermöglichen. Deshalb ziehen wir fairer Weise die Nachbarländer von Kuba zum Vergleich heran. Mit dieser Broschüre sollen fundierte Fakten für eine realistische Einschätzung der Lage in Kuba im Vergleich zu Nachbarländern vorgelegt werden. Es geht uns hierbei nicht um eine allumfassende Darstellung der komplexen kubanischen Realität, sondern um ein Korrektiv gegenüber den Negativklischees der westlichen Medienkonzerne, das allerdings auf zuverlässigen und anerkannten Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht – und nicht auf ideologisch motivierten Vermutungen und Wunschbildern.
Der Inhalt der Broschüre:
Einführung: Ananas und Kartoffeln / Gesellschaft von Kuba allgemein / Das kubanische Bildungssystem /Gesundheitssystem/ Ökologie und Nachhaltigkeit / Frauen, Geschlechter- gerechtigkeit / Internationalismus / Preise und Auszeichnungen für Kuba / Aggressionen der USA gegen Kuba / Anhang - insgesamt 40 Seiten

Herausgeber: Freundschaftsgesellschaft Berlin – Kuba (FBK) e.V. Asociacíón de amistad Berlín – Cuba c/o Galerie Benario · Richardstraße 104 · 12043 Berlin Homepage: www.fg-berlin-kuba.de
Besonders geeignet für Noch-Nicht-Kuba-Freunde! Die Broschüre (DinA5, 80 Seiten) trägt den Titel „Kuba unter der Lupe“ und wurde in viel Kleinarbeit von der FBK (Freundschaftsgesellschaft Berlin – Kuba) produziert. Sie kann in Papierform für 3,50 Euro zuzüglich Versand (42 S., DIN-A5, viele farbige Abb.) direkt bei der FBK bestellt werden.
Schreiben Sie einfach eine Mail an info@fg-berlin-kuba.de 
Die Broschüre ist auch als kostenloser Download zugänglich:
http://www.fg-berlin-kuba.de/images/stories/texte/fbk_kuba_unter_der_lupe_final.pdf


Aus amerika 21
Havanna Papst Benedikt in Kuba
Mit Spannung wird die Reise von Papst Benedikt XVI. ins sozialistisch regierte Kuba erwartet. Bei seiner Ankunft in Santiago de Cuba wird das Kirchenoberhaupt von Staatspräsident Raul Castro und dem Vorsitzenden der kubanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Dionisio Garcia, offiziell empfangen werden.

Ob Benedikt -- wie sein Vorgänger Johannes Paul II. im Jahr 1998 -- auch den Altrevolutionär und früheren Präsidenten, Fidel Castro, treffen wird, ist offen. Im Unterschied zu anderen Auslandsreisen des Papstes sind in Mexiko und Kuba keine Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft, von Universitäten und aus der Kultur geplant. Offizieller Anlass des Besuches in Kuba ist der 400. Jahrestag der Entdeckung des Bildes der "Virgen de la Caridad del Cobre", der Muttergottes der Nächstenliebe von Cobre. Dem Heiligtum stattet der Papst einen privaten Besuch ab, um ein kurzes Gebet vor dem Marienbild zu verrichten.

Bei der Abschlusszeremonie einer Prozession zu Ehren der Barmherzigen Jungfrau von Cobre nahmen in diesem Jahr auch der kubanische Außenminister Bruno Rodríges und der Vizepräsident Esteban Lazo teil. Dies wird als Zeichen der derzeit guten Beziehungen zwischen der kommunistischen Regierung und der Kirche gewertet. Nachder Revolution 1959 war die Ausübung des katholischen Glaubens jahrzehntelang verboten. Im Vorfeld des Papstbesuches hat Präsident Raul Castro die Entlassung politischer Gefangener angekündigt. Die Reise des Papstes in Kuba endet mit einem großen Freiluftgottesdienst auf dem Platz der Revolution in Havanna. Es kommentieren Monsignore Erwin Albrecht und Elisabeth Möst
2

New York UN-Generalversammlung
Cuba legt der UN zum 20sten Mal eine Resolution zur Beendigung
der  gegen  Cuba  gerichteten  US-Blockade  zur   Abstimmung vor.

Das NETZWERK CUBA fordert Bundesregierung und EU-Staaten zur Zustimmung auf. Am Dienstag, dem 25. Oktober 2011 wird es in der UN-Generalversammlung zu einer bemerkenswerten Abstimmung kommen. Zum 20. Mal in jährlicher Folge wird Cuba eine Resolution mit dem Titel „Notwendigkeit der Beendigung der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade initiiert durch die Vereinigten Staaten von Amerika gegen Cuba“ präsentieren. Damit soll die Weltgemeinschaft die USA auffordern, ihre seit über 50 Jahren praktizierte Blockade gegen Cuba zu beenden. In dem zugrunde liegenden Bericht sind die vielfältigen Negativeffekte aufgeführt und kalkuliert, die auf Cuba lasten. Der finanzielle Schaden wird auf 104 Mrd. US$ beziffert (unter Berücksichtigung des Kursverfalls des Dollars beträgt er gar 975 Mrd. US$).
In der Resolution Cubas heißt es an zentraler Stelle:
„Die Blockade verletzt das Völkerrecht, widerspricht den Absichten und Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen und stellt einen Verstoß gegen das Recht auf Frieden, auf die Entwicklung und auf die Sicherheit eines sou­veränen Staates dar. Ihrer Natur und ihren Zielen gemäß ist sie ein unilateraler Angriff und eine permanente Bedrohung der Stabilität eines Landes. Die Blockade stellt einen flagranten, massiven und systematischen Verstoß gegen die Menschenrechte eines ganzen Volkes dar. Sie verstößt ebenfalls gegen die verfassungsmäßigen Rechte des US-amerikanischen Volkes, denn sie verletzt seine Freiheit, nach Cuba zu reisen. Außerdem verstößt sie aufgrund ihres exterritorialen Charakters gegen die souveränen Rechte vieler anderer Staaten.“
Der Bericht liegt der UN seit Juli vor und enthält zahlreiche Fallbeispiele, welche US-Aktivi­täten die Schäden in Cuba verursachen. Dazu gehören auch Effekte, die Drittstaaten betref­fen, z.B. horrende Strafzahlungen an die USA, wenn Finanztransfers mit Cuba erfolgen, oder wenn das dem eBay-Konzern zugehörige PayPal keine Onlinezahlungen für cubanische Produkte vornimmt bzw solche Unternehmen die cubanischen Produkte aus seinem Sortiment nehmen muss.
 Das NETZWERK CUBA e.V., eine Vereinigung von mehr als 40 Cuba-Solidaritätsgruppen in Deutschland, fordert die Bundesregierung und die anderen EU-Staaten auf, diese cubanische Resolution nicht nur zu unterstützen, sondern auf deren Umsetzung vor allem durch die US- Regierung zu drängen.


Kubas humanitäre Erfolge

Die Insel wird nachträglich in den UN-Index für menschliche Entwicklung 2010 aufgenommen
Kuba war zunächst nicht in den am 4. November 2010 veröffentlichten Index für menschliche Entwicklung (HDI) des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) aufgenommen worden.
Nach jetzt erfolgter Einschätzung hätte Kuba im HDI 2010 den 53. Rang belegt und würde damit zu den Staaten mit einer hohen menschlichen Entwicklung gehören. Im Vergleich zu den anderen lateinamerikanischen und karibischen Ländern läge Kuba an sechster Stelle. Insbesondere im Bereich der Bildung könne Kuba Erfolge vorweisen, heißt es aus dem UN-Büro. »Kuba ist das einzige Land Lateinamerikas, in dem im vergangenen Jahrzehnt die Lebenserwartung um zwei Jahre und die Zeit der Schulbildung um fünf Jahre gestiegen ist«, erklärten die UN-Analysten Francisco Rodríguez und Clara García. Diese positive Entwicklung konnte Kuba trotz des seit fast 50 Jahren geltenden US-Handelsembargos gegen den Inselstaat erreichen.


Gute und böse Terroristen - Doppelmoral der USA


Am 6. Oktober 1976, vor 35 Jahren, kam es zu dem ersten Terroranschlag auf ein Passagierflugzeug. Zwei Zeitbomben zerrissen ein cubanisches Flugzeug in der Luft, es stürzte bei Barbados ins Meer und alle 73 Insassen wurden getötet. Unter den Todesopfern befand sich die cubanische Jugendfechtmannschaft, die erst wenige Stunden zuvor die zentralamerikanische Meisterschaft in Caracas gewonnen hatte. Geplant wurde der Anschlag von Posada Carriles und Orlando Bosch, die für den US Geheimdienst CIA arbeiteten und für die Destabilisierung Cubas sorgen sollten. Zwar wurden Bosch und Posada in ihrem Einsatzort Venezuela verurteilt, doch 1985 gelang Posada mit Hilfe des CIA (25.000 US$ Bestechungan den Wärter) die Flucht und Bosch wurde 1988 durch massiven Druck der USA freigelassen. In der Folgezeit legte Posada Bomben in Cuba und in cubanischen Reisebüros und 2000 plante er Fidel Castro zu ermorden. 2002 in Panama zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt, kam er auf Druck der US-Regierung 2004 frei. Statt diese beiden Terroristen zu bestrafen, wurden sie von Strafe befreit. Mehr noch: Posada Carriles bekam über die Cuban American National Foundation 200.000 US$ von der US-Regierung. Er wurde in den USA nie wegen seiner Morde vor Gericht gestellt, nur wegen Passvergehens angeklagt, kürzlich aber sogar freigesprochen. Zur Vorgeschichte gehört, dass von den USA seit 1959 permanent Terror und Druck gegen Cuba ausgeübt wurde und wird: mit Napalm- und Phosphorbomben wurden Zuckerrohrfelder in Brand gesetzt, Handelsschiffe und Fischerboote wurden angegriffen, Küstendörfer mit Maschinen- gewehren beschossen, cubanische Diplomaten in aller Welt bedroht, einige ermordet („Krieg auf den Straßen der Welt“), von der CIA gezüchtete Viren verbreiteten Dengue-Fieber in Cuba, auf Führungspersönlichkeiten Cubas wurden unzählige Attentatsversuche ausgeübt, Handel und Finanztransaktionen Cubas durch die USA behindert, Medienkampagnen gegen Cuba durchgeführt etc. Vor diesem Hintergrund hatte US-General Edward Atkensons (Ex-Chef des CIA-Planungs-büros) geraten: „Cuba benötigt Augen und Ohren in Florida.“Diesen Rat befolgte Cuba und ließ Mitte der 1990er Jahre in Florida Beweise für die dortige Vorbereitung von gegen Cuba gerichtete Terrorakte sammeln um diese zu verhindern, stellte diese Akten dem FBI zur Verfügung. Doch statt gegen die exilcubanischen Verbrecher vorzugehen, wurden die fünf jungen Cubaner verhaftet, die diese Dokumente gesammelt hatten. Sie wurden in unfairen Prozessen unmäßig schwer bestraft und sind seit 13 Jahren in US-Gefängnissen und teilweise in Einzelhaft ihrer Freiheit beraubt.
Einer von ihnen, René Gonzales wird am 7. Oktober 2011 entlassen, aber er darf nicht zu seiner Familie nach Cuba, sondern soll sich drei Jahre auf Bewährung in Miami aufhalten, inmitten seiner exilcubanischen Feinde. Zugleich sind die terroristischen Gruppen weiter frei und bedrohen ihn. Die Doppelmoral der US- Administration in Sachen Terrorbekämpfung findet hiermit und heute ihren Höhepunkt. 
Für Rückfragen: Dr. Edgar Göll 0157-82421146 und Kristine Karch 0173-5313777
Online-Unterschrift: www.freiheit-fuer-die-fuenf.de
PDF zu Flug Cubana CU – 455:
HIER
PDF Blockadebericht der USA gegen Kuba: http://cuba.or.at/index.php?tdid=515

Kuba erlaubt Handel mit neuen Autos
Kuba hat jetzt den Handel mit Neuwagen (Importwagen) erlaubt. Der Kauf und Verkauf von Personenwagen ist Teil des Reformprogramms, mit dem Präsident Raúl Castro seit dem vergangenen Jahr die Wirtschaft des Landes durch Privatinitiativen aus der Krise führen will. Die Entscheidung über den Autohandel wurde am Mittwoch in der "Gaseta Oficial" veröffentlicht. Demzufolge dürfen Ausländer, die permanent auf der Insel leben, künftig Neuwagen in Autoniederlassungen erwerben. Aber auch Kubaner die über Devisen verfügen, dürfen alle fünf Jahre ein Auto kaufen. Ausländer mit dauerhaftem Wohnsitz (Permanent Residente) dürfen bis zu zwei Wagen während ihres Aufenthaltes importieren. Bis jetzt durften die Kubaner lediglich Autos kaufen oder verkaufen, die vor der Revolution 1959 gebaut worden waren. Einige von diesen vor allem aus den USA stammenden alten Straßenkreuzern sehen so aus als hätten sie gestern das Werk verlassen.


KUBABERICHT 2011
Zur Resolution 65/6 der UNO-Vollversammlung unter dem Titel:
„Die Notwendigkeit, die Kuba von den Vereinigten Staaten von Amerika auferlegte wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade zu beenden“
975 Milliarden Dollar Verluste durch die US-Blockade für das Volk Kubas bis zum Jahr 2010! 
Inhalt:
EINLEITUNG -
KAPITEL I. FORTBESTAND DER WIRTSCHAFTLICHEN, KOMMERZIELLEN UND FINANZIELLEN BLOCKADE - POLITIK GEGEN KUBA
Hauptmaßnahmen zur Fortsetzung der Blockade seitens der US-Regierung
1.2 Exterritoriale Anwendung der Blockade


KAPITEL II. AUSWIRKUNGEN DER BLOCKADE AUF DIE BEREICHE VON GRÖSSTER SOZIALER RELEVANZ
2.1 Verursachte Auswirkungen in den Bereichen Gesundheitswesen und Ernährung
Das Landesprogramm für die Nierentransplantation in Kuba benötigt für seine Gewebe-kompatibilitätsuntersuchungen (HLA), die auf wissenschaftlicher und ethischer Grundlage durchgeführt werden, serologische Reagenzien Anti-HLA hoher Qualität, die jahrelang über Drittländer bei der Firma One Lamda erworben wurden. Die Verschärfung der Blockade hat negative Auswirkungen auf den Erwerb solcher Reagenzien gehabt, was den Abbruch des Landes-Transplantationsprogramms zur Folge haben wird oder dasselbe auf eine niedrigere wissenschaftliche Ebene  führen wird.
2.2 Beeinträchtigungen für den Austausch auf akademischem, wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet und im Bereich Sport

KAPITEL III.  AUSWIRKUNGEN AUF DEN AUSSENSEKTOR DER WIRTSCHAFT.
3.1 Auswirkungen auf den Außenhandel
3.2 Auswirkungen auf die Auslandsinvestition
3.3 Auswirkungen im Finanz- und Bankensystem

KAPITEL IV. AUSWIRKUNGEN DER BLOCKADE AUF ANDERE BEREICHE DER KUBANISCHEN WIRTSCHAFT
Ab Februar 2011 hat das Finanzhaus Synivere aufgehört, die Zahlungen an die kubanische Gesellschaft für Fernmeldewesen (ETECSA) für das "Roaming" der Mobiltelefone zu leisten und führte dabei an, dass seine Bank keine Tranksaktionen mit Kuba durchführen könne, was bedeutet, dass ein Gesamtbetrag von 2,6 Millionen Dollar nicht eingenommen werden konnte, plus die zusätzlich verursachten Schwierigkeiten.

KAPITEL V. PROTEST GEGEN DIE VÖLKERMÖRDERISCHE BLOCKADE-POLITIK GEGEN KUBA
5.1 Beispiellose  Proteste in den Vereinigten Staaten
5.2 Internationale Opposition

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Als pdf- Dokument 57 Seiten: HIER

Kuba-Blockade:
Rossmann kündigt Paypal
Burgwedel, 6.9.2011.
Der Streit um den Boykott kubanischer Waren durch den Online-Bezahldienst PayPal in Deutschland zieht immer größere Kreise. Nun hat die Drogeriekette Rossmann dem Internetdienst gekündigt. Rossmann reagierte damit auf die Aufforderung, kubanische Waren aus seinem Sortiment zu entfernen. "Obwohl viele unserer Kunden PayPal nutzen, wollen wir dieser Aufforderung nicht nachkommen", heißt es auf der Internetseite der Kette: "Wir sind überzeugt, dass wir damit in Ihrem Interesse handeln. Denn aus unserer Sicht gibt es keinen Grund, warum hier amerikanisches Recht praktiziert werden muss." Gegenüber dem Lateinamerikaportal amerika21.de bestätigte eine Sprecherin der Drogeriekette, Annika Lingner, dass "kubanischer Rum sowie Zigarillos gleicher Herkunft" von dem Boykott betroffen gewesen wären. "Wir haben mit der Kündigung des Bezahl- dienstes dem Ausschluss durch PayPal vorgegriffen", sagte die Unternehmenssprecherin.
Als Alternativen würden dem Kunden nach wie vor das Lastschriftverfahren und die Sofort- Überweisungen als sichere Zahlungsmethoden angeboten, so Lingner. Derweil zeichnet sich vor dem Landgericht München eine Entscheidung in dem Rechtsstreit zwischen einer Prozessgemeinschaft aus zehn Internet-Händlern und dem Unternehmen ab. Sie wollen mit einer einstweiligen Verfügung die Sperrung ihrer Konten aufheben. Nach Informationen aus Justizkreisen hat PayPal bei Gericht eine Schutzschrift hinterlegen lassen, die den Anwälten Ende August zugestellt wurde. Gleichzeitig wurde PayPal Europe von der Position der Kläger in Kenntnis gesetzt. Beide Parteien hätten Frist zur jeweiligen Stellungnahme bis zum 9. September. Ob das Gericht dann sofort durch Beschluss entscheidet oder eine mündliche Verhandlung ansetzt, kann noch nicht gesagt werden, hieß es von beteiligter Seite.
mehr Informationen:
http://amerika21.de/nachrichten/2011/09/39882/kuba-blockade-paypal-rossmann
mehr zu Kuba: http://amerika21.de/geo/kuba 

Miami will Urlaubsreisen von Kubanern beschränken
Kongressabgeordneter fordert die Sanktionierung urlaubsreisender Kubaner.
Auseinandersetzungen in kubanischer Exil-Gemeinde Von Guillermo Nova, Havanna (Übersetzung: Klaus E. Lehmann) Miami.
Die kubanische Gemeinde in Miami hat zwiespältig auf den Vorstoß des republikanischen Kongressabgeordneten David Rivera reagiert, Kubaner in den USA unter bestimmten Voraus- setzungen für Reisen auf die Insel zusanktionieren. Mit Strafen müssten US-Kubaner demnach rechnen, wenn sie vor einem Besuch ihrer Heimat weniger als fünf Jahre in den Vereinigten Staatengelebt haben. Derzeit müssen eingewanderte Kubaner eben fünf Jahre warten, ehe sie die US-amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten. Aus diesem Grund hat Rivera ein Gesetzesprojekt vorgelegt, damit die Abteilung für Innere Sicherheit diejenigen näher beobachtet, die vom "Gesetz zur Angleichung Kubas" (Ley de Ajuste Cubano) begünstigt werden. Dieses Gesetz gilt seit nunmehr 45 Jahren und wurde von den Vereinigten Staaten mitten in den Auseinandersetzungen des Kalten Krieges verkündet, "um den Status der kubanischen Flüchtlinge an den legaler Bewohner anzupassen". Dank dieser Maßnahme haben tausende von Kubanern ein Jahr und einen Tag nach ihrer Einreise die Aufenthaltsgenehmigung in den Vereinigten Staaten erhalten. Ganz anders ergeht es den Millionen von Menschen anderer Nationalitäten ohne Ausweispapiere, denen es nicht gelungen ist, ihre Situation zu legalisieren. Da Kubaner schon jetzt verschiedene Vorteile genießen, so Rivera, sei es nicht zu tolerieren, wenn sie als Touristen nach Kuba zurückzukehren, um sich dort "Schönheitsoperationen zu unterziehen" oder "Fiestas zu feiern". Viele Kubaner werfen Rivera und anderen Kongressabgeordneten vor, keine familiären Bande auf der Insel zu besitzen und es nur auf die Unterstützung der radikalen Wähler aus den Kreisen der Anhänger des 1959 gestürzten Diktators Fulgencio Batista abgesehen zu haben. Dabei haben diese ersten Immigranten wegen ihres hohen Alters oft selbst keine Angehörigen mehr auf der karibischen Insel. Viele US-Kubaner glauben auch, dass Rivera mit seinem Vorschlag die Aufmerksamkeit von einer Untersuchung wegen Steuerhinterziehung ablenken möchte, die laut der Tageszeitung Miami Herald zum zweiten Mal gegen ihn geführt wird. Dabei handelt es sich nicht um die einzige gegen die Kubaner gerichtete republikanische Initiative. Der ebenfalls republikanische Abgeordnete Mario Díaz Balart hat eine andere Vorlage auf den Weg gebracht, um die von US-Präsident Barack Obama eröffneten Reisemöglichkeiten zu beschränken und sie auf den Stand der Regierungszeit von George W. Bush zurückzuversetzen. Im vergangenen Januar hatte die Regierung von Obama akademisch, religiös, kulturell oder sportlich begründete Reisen nach Kuba erlaubt, um die Kontakte von "Volk zu Volk" zu fördern, auch wenn sie vorerst touristische Reisen ausschloss. Al Fox, der Vorsitzende der Stiftung "Allianz für eine verantwortliche Politik gegenüber Kuba" sagte, dass es nicht ausreiche, wenn die Cubano-Amerikaner diese Reisen machen könnten, sondern dass sie auch für US-Amerikaner geöffnet werden müssten. "Jede einzelne Person hat, wenn sie in die Vereinigten Staaten zurückkommt, eine neue Perspektive. Sie kommen mit der Vorstellung wieder, dass das Leben in Kuba nicht so schlecht ist, wie sie gedacht hatten", bemerkte Tom Popper von Insight Cuba. Die Agentur hat eine der ersten Reisen auf die Insel organisiert. Man schätzt, dass zwischen 30 und 35 Agenturen Lizenzen erhalten haben, die den neuen Regelungen unterliegen, die im Jahre 1999 ursprünglich durch Präsident Bill Clinton festgesetzt, jedoch durch seinen Amtsnachfolger George W. Bush wieder zurückgenommen worden waren. Die letzten Bewegungen der Regierung von Barack Obama zur Aufhebung der Reisebarriere in Bezug auf Kuba reichen noch nicht dazu aus, um es nordamerikanischen Firmen zu erlauben, das Helms-Burton-Gesetz zu überwinden. So hat zum Beispiel die spanische Firma Pullmantur im Jahre 2006 ihre Operationen in Kuba eingestellt, nachdem sie von der nordamerikanischen Agentur Royal Caribbean aufgekauft worden war, wie Ignacio Aguilera, Vizepräsident der Publicityfirma Hosteltur, erläuterte. Der Vorschlag von Rivera fällt zeitlich mit einer Rede des kubanischen Präsidenten Raúl Castro vor der Nationalversammlung zusammen. Darin verkündete er, dass man an einer Flexibilisierung der Migrationspolitik arbeite. Im vorigen Jahr bereisten mehr als 320.000 Cubano-Amerikaner das Land, das sie angeblich verfolgt. Diese Tatsache stellt den Charakter der Mehrheit derjenigen Kubaner, die in die Vereinigten Staaten kommen, als Flüchtlinge und politisch Verfolgte gründlich in Frage.
amerika21.de –

Kuba baut das Internet aus
Neues Kabel soll nach Verzögerung bis Jahresende in Betrieb genommen werden.
Wikileaks-Dokument enthüllt indes Programme der US-Botschaft Von Harald Neuber
Mit der schrittweisen Veröffentlichung einer Viertelmillion Depeschen des US-Außenministeriums gerät die US-Diplomatie in Erklärungsnot Havanna.

In Kuba soll nach mehrmaliger Verzögerung bis Jahresende ein neues Glasfiberkabel in Betrieb genommen werden, das die Übertragungsgeschwindigkeit für das Internet erheblich verbessern kann. Das sagte der zuständige Vizeminister für Informatik und Kommunikation, Boris Moreno, nach Angaben des Internetportals cubasi.cu. Das insgesamt 1.600Kilometer lange Kabel war vor wenigen Monaten von Venezuela aus nach Kuba verlegt worden und wird von dort aus nach Jamaika weitergeführt. Bislang ist Kuba über kostspielige und langsame Satellitenverbindungen mit dem Internet verbunden, weil die US-Blockade eine Anbindung an die bestehenden Unterseekabel verhindert. Nach Inbetriebnahme des modernen Kabels aus Venezuela werde Kuba den sozialen Zugang" zum Netz unterstützen, sagte Vizeminister Moreno nun. So würden wissenschaftliche Institutionen, kulturelle Einrichtungen, Bibliotheken, Krankenhäuser sowie Regierungs- und Verwaltungsstrukturen bei den modernen Anschlüssen mit Vorzug behandelt. Der Ausbau eines neuenLeitungsnetzes im Land selbst sei jedoch mit hohen Kosten verbunden und würde je nach bereitstehenden Mitteln vorangetrieben. Auch private Anschlüsse würden in dem Maße zur Verfügung gestellt, wie die Ressourcen es erlauben. Moreno verwies zugleich darauf, dass die US-Blockade den Zugang Kubas zu wichtigen Tools wie sogenannten Payment Gateways zur Online-Bezahlung verhindert. Während Kuba den Ausbau des Internets vorantreibt, wurde über die Enthüllungsplattform Wikileaks eine Depesche der US-Interessenvertretung von Mitte August 2008 bekannt, in der Jonathan Farrar, der damalige Chef der diplomatischen Vertretung, der US-Regierung einen Ausbau der eigenen Netzressourcen in Kuba empfiehlt, etwa in den Räumen der Interessenvertretung. Zudem berichtete Farrar über Besuche US-amerikanischer Diplomaten in kubanischen Internetcafes. Dabei ging es ihnen darum, herauszufinden, welche Informations- angebote in Kuba erreichbar sind. Farrar bestätigt, dass die Seite der Interessenvertretung ebenso verfügbar ist wie die des US-Außenministeriums. Ebenso frei lesbar seien US-Medien wie die Washington Post und die New York Times sowie die Web-Angebote von Organisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International. Farrar empfahl dennoch einen Ausbau eigener Internetzugänge in Kuba, um die Inhalte von US-finanzierten Exilorganisationen zu ermöglichen, deren Seiten in Kuba gesperrt sind. Genannt werden die Gruppierung Directorio Democrático Cubano, Centro Cubano para una Cuba Libre oder Grupo de Apoyo a la Disidencia. Die Depesche lässt auch jüngste Zwischenfälle zwischen Havanna und Washington in einem anderen Licht erscheinen:
Im März war der US-Amerikaner Alan Gross in Kuba zu einer 15-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil er im Auftrag der US-Regierung IT-Gerät illegal nach Kuba eingeführt hatte.
amerika21.de –

Aus Deutsches Ärzteblatt | Jg. 108 | Heft 33 | 19. August 2011 A 1727

SÜDSUDAN - In Armut frei
Der unabhängige Südsudan ist als 193. Staat in die Vereinten Nationenaufgenommen worden.
...Kaum Zugang zu Medizin
Hilfsorganisationen mahnen deswegen, dass den schönen Worten zur Unabhängigkeit – vor allem in den USA und Europa – Taten folgen müssen...Weitgehend außer Acht gelassen wird nicht nur in Deutschland die Frage nach Aufbauhilfen für die vereinfachte Importregelungen oder Technologietransfer, der bei der Schaffung einer eigenen, funktionierenden Wirtschaft helfen würde. Dass es auch anders geht, stellt ausgerechnet Kuba unter Beweis. Der Karibikstaat hat seit den 1980er Jahren Hunderte junger Sudanesen ausgebildet. Die britische BBC gibt die Zahl der in Kuba graduierten Mediziner und Ingenieure mit gut 600 an. Etwa 100 dieser .„CubanJubans“ prägen nun in der Hauptstadt Südsudans die intellektuelle und technische Elite, die beim Aufbau des Landes helfen kann...
Schwieriges Gehaltsgefälle
Lucy Fleming, Korrespondentin der BBC, interviewte einen der ehemaligen Stipendiaten, Okony Simon Mori. .„Wir wohnten in einem Internat, dort waren rund 25 000 Studierende aus verschiedenen Ländern, die meisten aus Afrika und Lateinamerika.“, berichtete Okony. Der Kinderarzt ist nach dem Krieg nach Südsudan zurückgekehrt, um das Lehrkrankenhaus der neuen Hauptstadt aufzubauen. Auf dem neuen Posten kämpft er heute nicht nur mit den sozialen und wirtschaftlichen Problemen, sondern auch mit den Folgen der westlichen Entwicklungshilfe. Im Krankenhaus würden 60 Ärzte gebraucht, sagte er der BBC, aber nur 18 hätten sich zum Dienst bereit erklärt.
Der Grund: Die ausländischen Hilfsorganisationen zahlten bessere Gehälter.

Nicaragua / Wahlen im November - Daniel Ortega auf der Zielgeraden
Amtierender Präsident Nicaraguas kann derzeit mit 62 Prozent der Stimmen rechnen.
Deutsche Naumann-Stiftung spricht von geplanten Wahlbetrug

Von Harald Neuber Managua.
Nicaraguas amtierender Präsident Daniel Ortega kann bei den Wahlen Anfang November mit einer komfortablen Mehrheit rechnen. Nach einer Meinungserhebung des Umfrageinstituts CID Gallup Latinoamérica sprechen sich knapp drei Monate vor dem Urnengang 62 Prozent der Abstimmungsberechtigten in dem mittelamerikanischen Land für den linksgerichteten Staatschef aus und beurteilen dessen Regierungsbilanz als "gut". Am anderen Ende der Skala bewerten weitaus weniger, 26 Prozent, Ortegas Politik als "sehr schlecht", neun Prozent enthielten sich ihrer Meinung. Bei den Wahlen am 6. November sind 3,3 Millionen abstimmungsberechtigte Nicaraguanerinnen und Nicaraguaner dazu aufgerufen, den Präsidenten, den Vizepräsidenten, 90 Abgeordnete der Nationalversammlung und 20 Delegierte für das Zentralamerikanische Parlament zu wählen. Auch die Europäische Union sieht den Wahlen in Nicaragua positiv entgegen. Ende Juli startete der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) eine Vorabmission für die Wahlbeobachtung in dem mittelamerikanischen Land. Diese Mission laufe "besser als erwartet", berichteten EAD-Vertreter kurze Zeit später gegenüber Vertretern der Lateinamerika-Arbeitsgruppe beim Europäischen Rat. Gegenüber amerika21.de bestätigte ein beteiligter Diplomat, dass Gespräche mit Außenminister Samuel Santos, Vertretern der Opposition, der Zivilgesellschaft und den Botschaftern der EU-Mitgliedsstaaten in Nicaragua geführt wurden. Nach Angaben aus diplomatischen Kreisen hatten Vertreter Nicaraguas die EU in direkten Kontakten bereits Mitte Mai um "größtmögliche Diskretion" bei der Wahlbeobachtungsmission gebeten. Man habe Sorge, dass die weit abgeschlagene Opposition die Präsenz von EU-Vertretern für ihre Sache instrumentalisieren könne. Im krassen Gegensatz zu Vorgehen und Einschätzung der zuständigen EU-Gremien steht das Vorgehen der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung in Zentralamerika. Deren in Honduras ansässiger Regionalvertreter Christian Lüth sprach sich in Interviews mit regierungskritischen Medien offen gegen Staatschef Ortega aus. Er gehe von der Vorbereitung eines neuerlichen Wahlbetrugs aus, gibt die Tageszeitung La Prensa Lüth wieder. Bedauerlicherweise wird Daniel Ortega diese Wahlen gewinnen", sagte der Stiftungsvertreter gegenüber dem Blatt. Bedauern äußerte Lüth auch über die schwache Opposition gegen die sandinistische Regierung: "Die Völker haben das Recht auf friedlichen Widerstand, aber hier sehe ich nichts dergleichen" Die Naumann-Stiftung und Christian Lüth waren 2009 international wegen der mangelnden Distanzierung zum Putsch in Honduras international massiv in die Kritik geraten. Nach dem Umsturz wurden in dem mittelamerikanischen Land hunderte Gegner der Diktatur und des seither herrschenden De-facto-Regimes ermordet.
amerika21.de – 17. August 2011

Eine NGO im Dienste Washingtons –
Reporter ohne Grenzen (RSF)

http://www.fgbrdkuba.de/download/rog.pdf

Guillermo Fariñas – was die Medien über den "cubanischen Gandhi" verheimlichen
http://fgbrdkuba-berlin.de/txt/20101111-farinas-sacharow-preis-2010.pdf

Abo für die deutschsprachige Ausgabe der kubanischen Zeitung Granma Internacional
für die Dauer von 1 Jahr (12 Ausgaben) zum Preis von 15,– Euro

http://www.fgbrdkuba.de/download/flyer.html


Karawanen nach Kuba

Die ökumenische Initiative Pastors for Peace reiste zum inzwischen 22. Mal von den USA nach Kuba. Initiative stellt US-Blockade in Frage
Von Edgar Göll Havanna.
Anfang dieses Monats ist die inzwischen 22. Solidaritätskarawane der US-amerikanischen Organisation Pastors for Peace ohne besondere Grenzzwischenfälle über Mexiko in die USA zurückgekehrt. In früheren Jahren waren die Aktivisten sowohl bei der Ausreise als auch bei der Wiedereinreise in die Vereinigten Staate von US-Beamten festgehalten und scharf kontrolliert worden. Vor dem Hintergrund der seit 50 Jahren bestehenden Blockade der USA gegen Kuba waren insbesondere in der Regierungszeit von US-Präsident George W.Bush (2001-2009) Reise- beschränkungen nach Kuba verstärkt worden. Trotz einiger Lockerungen durch den aktuellen Amtsinhaber Barack Obama sind die Reisemöglichkeiten weiter beschränkt. Gegen diese US-Politik gegenüber Kuba engagiert sich in den USA die Initiative Pastors for Peace einer überkonfessionellen Stiftung von Gemeindeorganisationen seit über zwei Jahrzehnten mit jährlichen Reisen. Diese so genannten Karawanen beginnen in Kanada und führen durch US-Städte, wo sie Spendengütern sammeln und mit entsprechender Medienarbeit durch Aktivisten nach Kuba transportieren. Gegründet wurde das Projekt von dem Pfarrer Lucius Walker, der die aggressive US-Politik gegenüber Kuba und anderen lateinamerikanischen Staaten anprangerte. Walker verstarb im Juli 2010, sein Projekt wird unvermindert fortgeführt. Auch in diesem Jahr waren die Aktivisten über einen Monat unterwegs, auf 13 Routen von Nord nach Süd hielten sie in 130 Städten, sammelten 100 Tonnen Spendengüter für Kuba, vereinten 108 Aktivisten, forderten mit ihren Grenzübertritten die US-Behörden heraus, lernten während eines neuntägigen Aufenthaltes Kuba kennen und kehrten erfolgreich in die USA zurück. "Kuba ist nicht unser Feind" oder "Cuba Sí, Blockade Nein" waren zwei der Parolen. Die stellvertretende Direktorin von IFCO, Ellen Bernstein, erklärte nun: Unser Gründer, Reverend Lucius Walker, sagte immer, die US-Außenpolitik ist zu wichtig, um sie alleine dem Außenministerium zu überlassen.” Auch nach dem Tod Walkers werde man eine "direkte Außenpolitik zwischen den Menschen” fortführen, die auf gegenseitigen Respekt und Solidarität beruht. Zeitgleich mit den Pastors for Peace kehrten weitere politische US-Reisegruppen aus Kuba zurück in die USA. Die Venceremos-Brigade kam über Kanada und eine andere Solidaritätsgruppe über Puerto Rico. Ganz reibungslos war es aber auch diesmal nicht für die Aktivisten: Bei der Ausreise aus den USA im Juli wurden ihnen von den US-Grenzbeamten sieben Computer für Kuba eingezogen. Doch diese erhielten sie nun bei ihrer Rückkehr wieder – und trugen sie umgehend nach Mexiko, von wo sie weiter nach Kuba geschickt werden und doch ihr Ziel erreichen.
amerika21.de – 9. August 2011

Kuba-Blockade von PayPal vor Gericht München/Luxemburg, 10.8.2011.
Der Streit über die Blockade kubanischer Waren in Deutschland und Österreich durch den Online- Bezahldienst PayPal wird vor Gericht ausgetragen. Nach Informationen des Lateinamerika-Portals amerika21.de bereiten Internethändler einen Musterprozess gegen das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg vor, nachdem einigen Shops wegen des Handels mit Waren aus Kuba Konten gesperrt wurden. PayPal Europe bezog sich dabei auf die US-amerikanische Blockade. Es sei als Tochterunternehmen des US-Konzerns eBay an die Washingtoner Blockadegesetze gebunden, hieß es zu Begründung in einheitlichen E-Mail-Nachrichten. Die Betroffenen und auch andere Händler, die Waren aus Kuba im Sortiment führen, wollen das Unternehmen mit einem Prozess in München nun zwingen, die Konten wieder freizugeben. Hierfür wird zunächst eine einstweilige Verfügung angestrebt. Immerhin, so heißt es seitens der Händler, stelle der Eingriff in die Abrechnungsmodalitäten eine Gefahr für die wirtschaftliche Existenz der Online-Shops dar. Die marktbeherrschende Stellung von PayPal als Zahlungsabwickler dürfe nicht auf Grund von unsachlichen Vorwänden ausgespielt werden. Dies gelte für den Bezug auf US-Gesetze beim Handel innerhalb der Europäischen Union. Wie viele Shops betroffen sind, wisse man nicht, sagte ein Händler gegenüber amerika21.de. Rechtsanwalt Andreas Eberl, der die Internet-Händler vertritt, sieht eine deutliche Rechtslage und sagt: "Als Anwalt hört man in jeden vierten Verfahren fadenscheinige Argumente, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt." Weitere Informationen: http://amerika21.de/nachrichten/2011/08/38935/kuba-paypal-gericht 


PayPal ist ein Tochterunternehmen von eBay.

Nun sind offenbar auch Händler betroffen, die ihre Waren direkt über eBay anbieten. Gegenüber der Tageszeitung Die Welt hatte ein PayPal-Sprecher, Christoph Hausel, dies erst vor wenigen Tagen in Abrede gestellt. Ein Händler könne seine Kuba-Artikel bei Ebay verkaufen, "er kann dies aber nicht über PayPal machen", sagte Hausel demnach. Zuletzt wurden dem in Leipzig ansässigen Onlinehandel ron-mulata.de dem entgegen alle Angebote auf den deutschen und österreichischen Seiten von eBay gesperrt. "eBay-Angebot gelöscht: Handelsembargo", lautete die Nachricht an Shopinhaber Knut Jander. Weiter im Text wird eBay deutlicher: Wir haben Ihre Angebote beendet, da sie den folgenden eBay-Grundsatz verletzen: Handelsembargo". Betroffen seien von solchen Handelsrestriktionen innerhalb der Europäischen Union derzeit Afghanistan, Angola, Liberia, Libyen, Myanmar, Sierra Leone und Simbabwe", belehrt das Unternehmen seinen Kunden Jander. Dann folgt ein juristisch heikler Absatz: "Für Waren aus Kuba gelten besondere Bedingungen, da eBay- Deutschland, eBay-Österreich und eBay-Schweiz als Tochterunternehmen von eBay USA denselben Handelseinschränkungen unterliegen wie die Muttergesellschaft. "Eben das wird von Experten in Abrede gestellt. In Reaktion auf die extraterritoriale Wirkung des Helms-Burton-Blockadegesetzes hatte die EU im Jahr 1996 explizit eine Regelung erlassen, die eine Umsetzung der Kuba-Blockade im EU-Raum verbietet. Diese "Blocking Regulation" war die erste Maßnahme der EU, die auf ungeteilte Zustimmung aller damals 15 Mitgliedssgtaaten stieß. Schon die Sperrung der PayPal-Konten hatte unter Juristen für Widerspruch gesorgt. Im Interview mit Golem.de hatte der Fachanwalt Michael Terhaag in diesem Zusammenhang die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Unternehmens als rechtlich fragwürdig bezeichnet. Darin heißt es: "Nach eigenem Ermessen behalten wir uns vor, Konten jederzeit zu schließen" oder die Funktion zu begrenzen. Nach Terhaags Ansicht sind Kunden gegen die Bestimmungen bislang nur nicht vorgegangen, weil sich ein Rechtsstreit in Luxemburg oft nicht lohnt. Im Fall einer Sammelklage mehrerer betroffener Händler könnte sich das ändern. Vor wenigen Tagen hatte gegenüber amerika21de der schleswig-holsteinische Onlinehändler Thomas Altmann von dem PortalRum & Co eine solche Sammelklage angekündigt.
amerika21.de – 3. August 2011

Flyer zum weitergeben Drucken etc. mit prima Havanna Clubfoto - Titel:

          “Nur mit Paypal bereitet Havanna Club Kopfschmerzen”: HIER

Kuba-Blockade:

Händler prüfen Klage gegen Paypal Berlin, 28.7.2011. Der Online-Bezahldienst Paypal muss mit einer Sammelklage mehrerer deutscher Internethändler rechnen. Das Tochterunternehmen des US- amerikanischen eBay-Konzerns hatte den Händlern wegen Kontakten nach Kuba die Konten gesperrt Der jüngste Fall des schleswig-holsteinischen Onlinehandels Rum & Co war Mitte dieser Woche publik geworden: Dem Unternehmen war von Paypal gekündigt worden, weil Rum & Co auch Waren aus Kuba vertreibt. Gegenüber amerika21.de kündigte Onlinehändler Altmann nun rechtliche Schritte gegen den Konzern an. "Diese willkürliche Kontosperre trifft offenbar weitaus mehr Händler", sagte er. Mit anderen Betroffenen will Altmann erörtern, wie gegen die Kontensperrung nach deutschem und europäischem Recht gerichtlich vorzugehen ist. Paypal führte im Kontakt mit dem Besitzer Thomas Altmann die Bestimmungen einer Blockade an, die von den USA seit 1962 gegen Kuba aufrecht erhalten wird. "Entfernen sie alle kubanischen Zigarren von ihrer Website, die gegen die Paypal-Nutzungsbedingungen verstoßen", zitiert Altmann aus einer etwas kryptischen Mitteilung des Unternehmens. Auch Rum und sogar Aschenbecher seien von dem Handelsverbot betroffen, so Altmann. mehr zum Thema bei amerika21.de:
http://amerika21.de/nachrichten/2011/07/38523/paypal-klage-kuba

Fast Satire:
Vorschlag für die EU-Kommission zur Entwicklung der Beziehungen mit den USA: HIER, der Text wurde analog zum Text des EU Rates über die Handhabung der Beziehungen EU-Kuba erstellt, lediglich das Wort Kuba durch USA ersetzt und einige Spezifikationen entsprechend der US-Verhältnisse alternativ eingesetzt.


1970 / IN HAVANNA 'BIS DAS DER TOD EUCH SCHEIDET'

In einem Schaufenster in La Rampa, Havanna waren 1970 mehrere Karikaturen ausgestellt.
Eine davon meldete sich in meinem Kopf zurück, als ich am Mittwoch dem 20. Juli 2011 Jascha Goltermanns Bericht in amerika 21 las:

>>Boliviens Präsident Evo Morales hat am Samstag den USA zur Kürzung ihrer Militärausgaben geraten, um damit dem Rekorddefizit abzuhelfen. Das Thema bestimmt derzeit die Debatten in den USA und hat auch Reaktionen in Europa und China ausgelöst. Mit Morales äußerte sich der erste südamerikanische Staatschef mit Ratschlägen zur US-Schuldenkrise. Morales rechnete vor, dass die USA "allein für Militärbasen überall auf der Welt rund 120 Milliarden US-Dollar ausgeben, ganz zu schweigen von den Kosten für die Truppen in Afghanistan und im Irak". Zwar spreche US-Präsident Barack Obama von einem Defizit, dass sein eigenes Land ernsthaft bedrohe, doch hätten die USA scheinbar "keine finanziellen Schwierigkeiten, die Menschenrechte, die Würde und die Souveränität vieler Länder zu verletzen", so Morales weiter bei seiner Rede auf der Feier zu 202 Jahren Unabhängigkeit der bolivianischen Stadt La Paz. Würde Washington die Staatseinnahmen nicht "für Militärbasen und Truppen überall auf der Welt verschwenden, könnten sich die USA mit Leichtigkeit aus ihrer Wirtschaftskrise befreien", betonte Morales. Mit seinem Vorschlag seien Einsparungen in Milliardenhöhe erreichbar und "es wäre zukünftig unmöglich, dass die USA diese wirtschaftlichen Probleme hätten". Die Politik des Kapitalismus und des Imperialismus verursache "einen Bankrott nach dem anderen", kritisierte der Präsident des Andenstaates."<<

Tja, der kubanische Karikaturist, hatte in Schwarz auf Weiß ein Ehepaar skizziert: ein Mann stellte den Kapitalismus dar, eine Frau eine bzw. die Krise, beide wunderbar gestylt zur Hochzeit und einem Priester quollen die Worte aus dem Mund:
"UND HIERMIT ERKLÄRE ICH EUCH ALS VERHEIRATET BIS DAS DER TOT EUCH SCHEIDET".

JA, JA DIESE KUBANER
Also zum Beispiel der Fidel, zu Zeiten als ein gewisser Dabbeljuu Präsident in den USA war:
710 Milliarden Jahre
Über das aktuelle öffentliche Verschulden der USA nachdenkend, das der Präsident Busch den neuen Generationen dieses Landes aufbürdet 10.266 Billiarden Dollar, kam ich auf die Idee, die Zeit zu berechnen, die ein Mensch braucht, um das Verschulden zu zählen, das jener Mann in 8 Jahren fast verdoppelt hat. Eine Arbeitszeit von acht Stunden täglich angenommen bräuchte er, ohne eine einzige Sekunde zu verlieren, bei einem Tempo von einhundert 1- Dollar-Scheinen pro Minute und 300 Arbeitstagen im Jahr 710 Milliarden Jahre, um diese Summe zu zählen.


Am 12. Juli 2011 beging amerika21.de sein 4 jähriges Jubiläum
Über 6000 Leser informieren sich täglich auf amerika21.de


Vor vier Jahren startete das Lateinamerika-Nachrichtenportal amerika21.de.
Was als Blog mit einigen Beiträgen pro Woche begann, die vor allem Venezuela zum Thema hatten, ist mittlerweile zu einem Portal mit mehreren Beiträgen täglich aus ganz Lateinamerika geworden. So berichteten die Autoren in der vergangenen Woche unter anderem über Ereignisse in Bolivien, Honduras, Guatemala, Chile, Brasilien und Kolumbien. "Amerika21.de ist für mich eine wichtige Quelle für seriöse Nachrichten über einen Subkontinent im Aufbruch aus erster Hand", sagt beispielsweise Manfred Bleskin, Redakteur des Nachrichtensenders n-tv. Der Journalist ist einer von täglich 6000 Lesern. Amerika21.de ist ein Novum in der deutschsprachigen Presselandschaft. Zum ersten Mal werden im Internet tagesaktuell Informationen aus den Staaten Lateinamerikas unverfälscht, auf Deutsch und in professioneller Aufbereitung zur Verfügung gestellt – offen zugänglich, frei kopierbar und kostenlos. Hinter dem Portal steht eine umfassende Online-Redaktion, die täglich mehrere Stunden Arbeitszeit in Anspruch nimmt und quer durch alle politischen Lager wahrgenommen wird. Neben tagesaktuellen Nachrichten aus Ländern Lateinamerikas bietet amerika21.de inzwischen ein breites Informationsangebot. Im Bereich Hintergrund & Analyse erscheinen regelmäßig ausführliche Einschätzungen von deutschen und lateinamerikanischen Autorinnen und Autoren. Bundesweit können Termine von Veranstaltungen eingetragen und abgerufen werden. Mit dem Pressespiegel dokumentiert die Website täglich und umfassend Beiträge anderer Medien zu Lateinamerika. Im Sommer 2011 wurde der Verein Mondial21 gegründet, mit dem das publizistische Konzept von amerika21.de stabilisiert werden soll. Außerdem ermöglicht der Verein, zukünftig ähnliche Projekte für andere Regionen des globalen Südens zu unterstützen. Ein solches Vorhaben braucht aber auch finanziell eine solide Basis, so dass der gemeinnützige Verein Spenden benötigt, um eine feste Infrastruktur und Redaktion aufbauen zu können. Mehr zur Geschichte & Spendenaufruf von amerika21.de:HIER
http://amerika21.de/spenden/aufruf
 

Sonnabend am 09. 07. 2011 wurde Facundo Cabral ermordet
Am Samstag wurde der argentinische Liedermacher Facundo Cabral in Guatemala Stadt ermordet. Nach Angaben der örtlichen Polizei geriet sein Wagen auf dem Weg zum Flughafen in einen Hinterhalt, bei dem er aus drei Fahrzeugen beschossen wurde. Gemeinsam mit Cabral befand sich der nicaraguanische Konzertveranstalter Henry Fariña in dem von Kugeln durchsiebten Auto. Präsident Álvaro Colom vermutete in einer ersten Stellungnahme, das Attentat habe Fariña gegolten. Der Unternehmer wurde bei dem Angriff schwer verletzt. Colom verhängte drei Tage Staatstrauer und kündigte eine rückhaltlose Untersuchung der Gewalttat an. Facundo Cabral, der als politischer Sänger in den siebziger Jahren weltweit zu Berühmtheit gelangt war, hatte zuvor zwei Konzerte in Guatemala-Stadt und in Quetzaltenango gegeben. Von den Liedern des heute 74-jährigen Argentiniers wurde insbesondere die Ballade No soy de aquí, ni soy de allá zum Welthit und in unzählige Sprachen übersetzt. Cabral hatte bereits seit dem fünfziger Jahren Gitarre gespielt und gesungen, nachdem er seine Kindheit in äußerster Armut verbracht hatte. Erst im Gefängnis lernte er durch den Kontakt zu einem jesuitischen Priester lesen und schreiben. Er brach ein Jahr vor seiner geplanten Entlassung aus und lebte auf Wanderschaft. Zwar gehörte Cabral, der sich selber als Anarchist bezeichnete, nie einer bestimmten politischen Gruppe an, aber durch seine poetischen und sozialkritischen Songs trug er maßgeblich zur Politisierung der lateinamerikanischen Alltagskultur bei. Als im Jahr 1976 das Militär in Argentinien putschte ging er ins Exil nach Mexiko und bereiste von dort aus 159 Länder zu Konzerten vor zehntausenden Menschen. Erst nach dem Ende der Diktatur kehrte er 1984 in seine Heimat zurück. Künstler und Politiker aus ganz Lateinamerika zeigten sich tief betroffen von der Nachricht der Ermordung Cabrals. Die Trägerin des Friedensnobelpreises, Rigoberta Menchú, erklärte, Cabral sei für seine Ideale ermordet worden. Der Präsident Venezuelas, Hugo Chávez twitterte: Wir weinen mit Argentinien", und der ecuadorianische Präsident Rafael Correa schrieb, dieses Verbrechen werde dafür sorgen, dass Cabral als Sänger der Armen und Kritiker der Diktaturen in Lateinamerika unsterblich sein wird.
amerika21.de – 10. Juli 2011

CELAC KURZ VOR DER GRÜNDUNG
33 Staaten in Lateinamerika und der Karibik werden in einem neuen Konsultationsmechanismus namens CELAC zusammenkommen. Mit der Schaffung der Celac wird die 1986 entstandene Rio-Gruppe aufgelöst. Anders als in der von Washington dominierten OAS werden in der Celac weder die USA noch Kanada Mitglied sein. Die beiden nordamerikanischen Staaten würden jedoch nicht ausgeschlossen, heißt es in Organisatorenkreisen: Sie gehörten schlichtweg nicht zu Lateinamerika und der Karibik.

Aus amerika21:

Erdölverträge zwischen Russland und Kuba
Havanna.
Kuba und Russland haben drei bei einem Treffen in Havanna Verträge über die Erkundung und Förderung von Erdöl abgeschlossen, wie die kubanische Nachrichtenagentur AIN berichtet. Das russische Staatsunternehmen Zarubezhneft und die staatliche kubanische Firma CUPET sehen darin eine Kooperation im Interesse beider Länder. Wie der Direktor von CUPET, Raúl Félipe de Prado, nach dem bilateralen Treffen am Freitag vergangener Woche erklärte, wird die Erkundung unter Einführung neuer Technologien bei der Erdölquelle Boca de Jaruco, rund 60 Kilometer östlich von Havanna sein. Der russische Botschafter Michael Kaminin erläuterte, dass mit diesem Vertrag die kubanisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen eine weitere Dynamik erhielten. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR waren wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Kuba abgebrochen. Erst in den letzten Jahren wurden sie wieder aufgenommen. Die einseitige Abhängigkeit Kubas bis 1989 von den sowjetischen Erdöllieferungen führte nach dem Ende der Lieferungen zu der größten wirtschaftlichen Krise in Kuba seit der Revolution 1959. Kuba will mit dem Abkommen eine weitere Diversifizierung seiner Erdölförderung vorantreiben, um nicht wieder von einzelnen Partnern abhängig zu sein. Vor der Nordküste der Insel werden große Erdölvorkommen vermutet. Von den bislang erkundeten 59 Erdölfeldern sind bereits 20 vergeben, darunter an Unternehmen aus Norwegen, Spanien, Indien, Vietnam, Malaysia und Venezuela. Im vergangenen Jahr förderte Cuba bereits 46 Prozent seines Erdölkonsums, der restliche Bedarf wird mit Lieferungen aus Venezuela gedeckt.(ksac/pl) – amerika21.de – 30. Juni 2011
 

UNO würdigt Kubas Kampf gegen den Rassismus
Joel Michel Varona Havanna. —
 UN-Organe erkannten heute die Fortschritte im Kampf gegen die Rassendiskriminierung in Kuba an, die einer Staatspolitik zu verdanken sind, die auf das Wohl aller Gesellschaftssektoren gerichtet ist. Der stellvertretende Repräsentant des UN-Bevölkerungsfonds, Rolando García, betonte, dass die Leistungen des Landes ein Beispiel für die Welt seien und Kuba hinsichtlich der Chancengleichheit für seine Bürger gegenwärtig in Lateinamerika an der Spitze stehe. Diese Fortschritte stehen im Einklang mit der Politik der integrativen Bürgerbeteiligung, die von der Führung des Landes gefördert wird und weiter konsolidiert werden soll, sagte Garcia, der an dem Seminar Kuba und die afrikastämmigen Völker in Amerika teilnimmt. Im Fall von Kuba können wir sagen, dass es die wichtigsten Probleme der Diskriminierung gelöst und die gesellschaftliche Einbeziehung der Menschen afrikanischer Abstammung in großem Maße erreicht hat, sagte Garcia am Sitz des Kubanischen Instituts für Kulturforschung Juan Marinello in Havanna. Juan José Ortiz, Vertreter des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen in Kuba, hob hervor, dass von den Tausenden afrikastämmigen Kindern in der Region, die von der Armut und deren sekundären Auswirkungen betroffen sind, keiner Kubaner ist, dank des politischen Willens der Regierung. Er unterstrich, dass Kuba und Norwegen die Länder mit der niedrigsten Säuglingssterblichkeit in der Welt sind. Aber es sei beeindruckend, dass Kuba diese Ergebnisse erreicht habe, ohne über die Entwicklung und den Reichtum des europäischen Landes zu verfügen. Die UNO-Koordinatorin in Havanna, Bárbara Pesce, sagte, dass Kuba ein Beispiel des Kampfes gegen die Rassendiskriminierung sei.
(PL)Granma International, 17. Juni 2011

WAHLEN IN PERU
Der Sieger der Stichwahl um das peruanische Präsidentenamt heißt Ollanta Humala,
wenn auch mit hauchdünner Mehrheit.

7. Juni 2011 um 1:38 Uhr bei einem Auszählungsgrad von knapp 95 % der abgegebenen Stimmen: Ollanta Humala (GANA PERÚ) 7. 616.666 Stimmen = 51,643 %
Keiko Fujimori (FUERZA 2011) 7.131.987 Stimmen = 48,357 %
Im bevölkerungsreichsten Departamento von Lima, wo rund ein Viertel der Wahlberechtigten Perus lebt, waren alle Wahlzettel ausgezählt worden, da Lima die Hochburg der Gegenkandidatin der Tochter von Expräsident Alberto Fujimori war, konnte sich mit relativer Sicherheit  Ollanta Humala als Sieger der Wahl erklären. Auf seiner Siegesfeier erklärte er eine "echte Politik zur Lösung der Probleme Perus in Gesundheit, Bildung, Sicherheitsinfrastruktur ohne Gnade für Korrupte" anzustreben. Die Wirtschaft und der Markt werde "akzeptiert", in Industrie und Landwirtschaft stünden hingegen "Transformationen" an. Den seit 2009 bestehenden Freihandelsvertrag (TLC) mit den USA, sowie die Mitgliedschaft Perus im "Pazifikpakt", welcher von Washingtons als Speerspitze gegen den Staatenbund "UnionSüdamerikanischerNationen" (UNASUR) und die linke »Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas« (ALBA) in Stellung gebracht wurde hat Humala bislang nicht in Frage gestellt.

Lateinamerikanische Nachrichtenagentur gegründet
Caracas. Vertreter von neun lateinamerikanischen Presseagenturen trafen sich gestern in Caracas zu ihrer ersten Generalversammlung, um die Arbeitsstatuten einer lateinamerikanischen Presseagentur (Ulan) festzulegen. Ulan bildet sich in Zusammenarbeit der Agenturen von Kuba (Prensa Latina),Mexiko (Notimex), Ecuador (Andes), Argentinien (Telam), Guatemala (AGN),Bolivien (ABI), Paraguay (IP), Brasilien (EBC) und Venezuela (AVN). Die Gründung von Ulan geht auf Überein- kommen während des Dritten Weltkongresses der Nachrichtenagenturen Ende 2010 in Argentinien zurück. AVN wird das Generalsekretariat der Lateinamerikanischen Nachrichtenagentur (Ulan) stellen. Dies wurde bei dem Treffen einstimmig beschlossen. Sergio Fernández von der argentinischen Agentur Telam wird den Vorsitz, Vertreter Brasiliens, Kubas und Mexikos werden Stell- vertreterfunktionen übernehmen. Der Präsident von AVN, Freddy Fernández, betonte, dass Lateinamerika sich mit den eigenen Augen betrachten müsse. Die kommerziellen Medien widmeten sich allein den Eliten und das Volk erscheine lediglich in der Spalte der Ereignisse. Die hegemonialen Agenturen berichteten über Lateinamerika nur, wenn Tragödien geschehen oder um politische und soziale Prozesse zu verteufeln. Der Kommunikations- und Informationsminister Venezuelas, Andrés Izarra, hob hervor, dass die Einrichtung eines übernationalen Zusammen- schlusses von öffentlichen und staatlichen Nachrichtenagenturen eine regionale Informationsagenda und einen pluralen und demokratischen Raum der eigenen Vision Lateinameikas und der Karibik eröffnen werde.
(ehau/Aporrea/Telesur/AVN) – amerika21.de – 3. Juni 2011

Frauen in Kuba geht es am Besten / London.
In einer Studie über die Situation von Frauen und Müttern schneidet Kuba in der Kategorie "weniger entwickelte Länder" am besten ab. Die britische Organisation „Save the Children" hat in ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht (siehe Anhang zu dieser Meldung) 164 Länder geprüft. Die seit dem Jahr 2000 vorgelegten Studien wurden verfeinert und sollen die Lage von Frauen, Müttern und Kindern verbessern. Dazu werden Indikatoren aus mehreren Lebensbereichen herangezogen, wie etwa Gesundheit, Bildung, wirtschaftlicher und politischer Status. Die Unterschiede zwischen den Ländern sind eklatant. Zu den Ländern, in denen es Müttern am besten ergeht zählen Norwegen, Australien, Island und Schweden, während es Müttern in Guinea-Bissau, Niger und Afghanistan am schlechtesten geht. Die untersuchten Staaten sind in drei Gruppen eingeteilt: weit entwickelte, weniger entwickelte und gering entwickelte Länder. In der mittleren Kategorie nimmt Kuba den Spitzenplatz ein und ist das führende Land Lateinamerikas – international gefolgt von Israel, Zypern und Argentinien.
Das hervorragende Abschneiden Kubas wird im Text jedoch nicht erwähnt, sondern wird nur beim Studium der Listen deutlich. (egoe/savethechildren) - amerika21.de - 26.05.2011

US-Embargo gegen Venezuela sorgt für Proteste Wahington/Caracas.
Ein unlängst verhängtes Embargo der US-Regierung gegenden staatlichen venezolanischen Erdölkonzern PdVSA sorgt für Proteste in der Region. Am Dienstag hatte Washington die Strafmaßnahmen gegen PdVSA bekanntgegeben, weil der Konzern mit Iran Geschäfte betreibt. Demnach kann das Erdölunternehmen keine Verträge mit der US-Regierung mehr abschließen noch kann es auf Finanzmittel aus den USA zugreifen, um Importe oder Exporte zu bezahlen. Inzwischen erklärte die venezolanische Regierung, die aus den Sanktionen entstehenden Schäden zu überprüfen, um etwaige Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Die Reaktionen von staatlicher Seite in Venezuela waren begleitet von harscher Rhetorik. So wurden die Strafmaßnahmen als "feindlicher Akt“ bewertet. Nach Angaben des Energie- und Erdölministers Rafael Ramírez wird Caracas auch die Erdölexporte in die USA prüfen. Diese belaufen sich derzeit auf 1,2 Millionen Barrel täglich. Ähnliche Drohungen in der Vergangenheit waren jedoch ohne Folge geblieben. Indes verurteilte das linksgerichtete Staatenbündnis ALBA die Sanktionen gegen PdVSA, in Caracas demonstrierten mehrere tausend Anhänger des Präsidenten. Bereits im Jahr 2006 hatten die USA ein umfangreiches Rüstungsembargo gegen Venezuela verhängt und seither mehrfach verschärft. Diese Maßnahmen zwangen die Regierung von Präsident Hugo Chávez, die Armeebestände mit alternativem Material neu zu bestücken. Diese erzwungenen Rüstungskäufe waren seither in der internationalen Presse wiederholt negativ kommentiert worden. (a21/pdvsa/pl) - amerika21.de -

Venezuela:
Oppositionspartei PPT steht vor Spaltung Caracas.
Die ehemalige venezolanische Regierungspartei PPT steht vor der endgültigen Spaltung. Wie der Generalsekretär des Landesverbandes Miranda, David Plaza ankündigte, habe die Parteiströmung "Bewegung Alfredo Maneiro" die Eintragung als Partei und Zulassung für die Präsidentschaftswahlen 2012 beantragt. Unter dem Namen "PPT-Alfredo Maneiro" wolle man sich dem Wahlbündnis Patriotischer Pol" anschließen und eine Wiederwahl von Amtsinhaber Hugo Chávez unterstützen.
Die PPT war vor den Parlamentswahlen 2010 aus der Regierungskoalition ausgeschieden und hatte sich zunächst als unabhängige Mitte-Links Partei zu positionieren versucht. Nach dem Übertritt des Governeurs des Bundestaates Lara, Henry Falcon, hatte sich die Partei unter dem Vorsitz von José Albornoz dem oppositionellen Tisch der demokratischen Einheit (MUD) angenährt und war dabei auf Widerstand der Parteibasis gestoßen. Plaza warf der Parteiführung vor, die Partei von ihren Mitgliedern entfremdet" zu haben und sich seit dem Übertritt Falcons nach rechts zu orientieren. Bereits im April dieses Jahres hatte der linke Flügel der Partei die Bewegung "Alfredo Maneiro" gegründet, dabei jedoch zunächst auf eine Abspaltung verzichtet. Ein Dialog mit der Parteirechten habe sich jedoch aus Sicht Plazas als zwecklos erwiesen. Elf Landesverbände haben sich nach seinen Angaben mittlerweile der neuen Strömung angeschlossen. Die Sprecherin der Partei, Andrea Tavarez warf der Parteilinken bei einer Pressekonferenz der PPT vor, ihrerseits den Dialog abgebrochen zu haben. Die Bewegung "Alfredo Maneiro" sei ihrer Ansicht nach eine "systematische Kampagne" um die Partei "in kosmischen Staub" zu zerstreuen. Eine Unterstützung der Partei für eine Kandidatur Chávez´ bei den Präsidentschaftswahlen schloss sie jedoch nicht aus. "Jedem Kandidat, der mit uns reden will, werden wir zuhören", sagte sie. (jull/Correo del Orinoco) - amerika21.de -

MISION MILAGRO - MISSION WUNDER
Mit der Absage an die panamerikanische Freihandelszone ALCA, dem neoliberalen Wettbewerbs- projekt unter Führung der USA, begann die lateinamerikanische Integration. Vor allem Initiativen linker Regierungen, die auf solidarische statt wettbewerbliche Beziehungen setzen bringen das Bündnis voran. ALBA = Alternativa Bolivariana para las Américas.(1)

ALBA Mitgliedstaaten sind: Antigua und Barbuda; Bolivien; Dominica; Ecuador; Kuba; Nicaragua; Venezuela; St. Vincent und die Grenadinen.

Beobachterstatus haben Grenada; Haiti; Paraguay; Uruguay; Iran und Syrien. Kubas solidarische Hilfe im Bündnis erstreckt sich unter anderem auf die ärztliche Grundversorgung und Hilfe bei der Alphabetisierung.

Die Mission Wunder ist es, über die Hinnerk Berlekamp in der "BZ" am 20.Mai berichtet.
Hier einige Auszüge:
Felipas Stock hat ausgedient
Ärzte aus Kuba retten in Bolivien Hunderttausenden das Augenlicht.
Es geht ihnen um die Menschen, sagen sie, nicht um Politik
Hinnerk Berlekamp
EL ALTO. Felipa Miranda ist 74Jahre alt, sie wohnt gleich nebenan im Stadtviertel Vino Tinto, zu Deutsch Rotwein. Auf beiden Augen leidet sie am Grauen Star, "links noch ein wenig mehr als rechts", sagt sie. Ein Jahr lang schon habe sie nur noch Schatten sehen können. Gestern ist sie operiert worden, die Ärzte haben ihr das Auge aufgeschnitten und eine neue Linse eingesetzt, heute ist die erste Nachuntersuchung........Chefin der "Mission Wunder" ist Marilin Figueredo Gutiérrez, eine recht kurz angebundene 44-Jährige aus Esmeralda im Norden der kubanischen Provinz Camagüey. ....Etwa fünfzig Mal am Tag operieren die kubanischen Ärzte in El Alto, sechs Tage in der Woche, rund 300 Tage im Jahr. In den anderen 14Augenkliniken ist das Arbeitstempo ähnlich. Seit 2006 wurden durch die "Mission Wunder" in Bolivien 585417 Menschen operiert, unter ihnen auch rund 100000 Argentinier, Brasilianer, Peruaner und Paraguayer. "Wir bleiben, so lange sie uns brauchen", sagt Marilin.........(Felipa kann ihren Stock beiseite legen ali) zum kompletten Artikel hier: Berliner Zeitung

(1) http://fdcl-berlin.de/fileadmin/fdcl/Publikationen/ALBA-contra-ALCA.pdf
IN SPANISCH:
Eine Analyse von Lic. Rómulo Barreto - Analista Jefe de Seguridad y Defensa
LA ALTERNATIVA BOLIVARIANA DE LAS AMÉRICAS (ALBA) VERSUS EL ÁREA DE LIBRE COMERCIO PARA LAS AMÉRICAS (ALCA) http://www.codena.gov.ve/secodena/articulos2005/alca_vs_alba.htm
Mexico Arbeiterpartei: http://www.pt-tamaulipas.org/milagro.html
Blog mit Bertolt Brecht Zitat in der Headline (claro- en espaniol):
http://cuestionatelotodo.blogspot.com/2010/08/venezuela-la-mision-milagro-devuelve-la.html

 

Massive Einmischung der EU in Nicaragua
Zur Einmischung der EU vor den Wahlen in Nicaragua
Von Wolfgang Herrmann
Sie machen, was sie wollen und nennen das Ganze "Demokratie wie bei uns".
Die Europäische Union plant die massive Unterstützung regierungsunabhängiger Gruppen vor den Präsidentschaftswahlen im November in Nicaragua. Sollte die linksgerichtete Regierung von Präsident Daniel Ortega sich der Finanzierung in den Weg stellen, drohen Lateinamerika-Beauftragte der EU-Mitgliedsstaaten bereits jetzt mit Sanktionen. Das erklärte ein EU-Diplomat gegenüber amerika21.de unter Berufung auf ein Sitzungsprotokoll von Lateinamerika-Beauftragten der Union. Amerika21.de veröffentlichte einen Beitrag von Harald Neuber. Darin heißt es: "Bei der Sitzung der COLAT-Arbeitsgruppe hat die finnische Regierung zur Unterstützung nicht näher bezeichneter 'zivilgesellschaftlicher Gruppen' in Nicaragua bereits 800.000 Euro zur Verfügung gestellt. 'Unterstützt wurde diese Linie vor allem von Deutschland und den Niederlanden', sagte der Diplomat, der namentlich nicht genannt werden wollte. Während die EU zunächst neutral von 'zivilgesellschaftlichen Gruppen' spricht, nimmt die deutsche, FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung (FNS) offen Partei für regierungskritische Strukturen in Nicaragua und rechtsgerichtete Akteure in anderen Staaten Mittelamerikas. Laut einem Besuchsprogramm für hochrangige Politiker aus der Region kamen auf Einladung der FNS vom 19. bis zum 26. Februar drei entschiedene Gegner der Ortega-Regierung nach Berlin und Hamburg, um gemeinsame Strategien zu besprechen. Auf der Gästeliste, die amerika21.de vorlag, standen neben Politikern aus Honduras und Guatemala der ehemalige nicaraguanische Außenminister und Präsidentschaftskandidat Eduardo Montealegre, die zweite Vizepräsidentin der nicaraguanischen Oppositionspartei PLC, María Aidee Ozuna, und Ramiro Silva von der oppositionellen Alianza Democrática Nigaragüense. Begleitet wurden die insgesamt sieben Politfunktionäre von dem FNS-Vertreter in Mittelamerika, Christian Lüth. Der Stiftungsfunktionär hatte 2009 Proteste demokratischer Gruppen und Parteien provoziert, als er den Putsch gegen die gewählte Regierung von Präsident Manuel Zelaya in Honduras als Chance zur 'Rückkehr zu demokratischen Verhältnissen' bezeichnete. "Die nicaraguanische Opposition, unterstützt von ihren abendländischen Freunden, tat in der Vergangenheit alles, um die sandinistische Regierung auszubremsen. Blockade der Nationalversammlung 2006, Hysterie bei den Munizipalwahlen 2008, Versuch der "honduranischen Lösung" 2009, erneute Blockade der Nationalversammlung 2010. Die Opposition scheiterte mit allen Versuchen. Sie diskreditierte sich selbst. Ihre Umfragewerte gingen in den Keller, die der Frente schnellten in die Höhe. Letztendlich gab sie nach, kehrte in die Institutionen zurück und erkannte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes zur Verfassungsklage der sandinistischen Bürgermeister und des Präsidenten über deren Wiederwählbarkeit an. Die Liberalen wurden sich bisher nicht einig, wer "ihr" Präsidentschaftskandidat sein könnte. Dieser Streit nutzte der FSLN. Langsam aber stetig wuchs ihre Sympathie in der Bevölkerung. Der wirtschaftliche Aufschwung und die sozialen Programme taten das übrige. Sogar der Präsident des Obersten Rates der Privatunternehmer (COSEP), José Adán Aguerri, anerkannte, dass jeder Sektor seiner Unternehmergruppe dank der makroökonomischen Politik der sandinistischen Regierung 2010 ein gutes Jahr hatte. Im Inneren der FSLN ist kein Streit zu erwarten. Leute wie Edén Pastora oder alte Kritiker Ortegas aus der historischen Nationalleitung, die Abstandgenommen hatten, arbeiten heute mit ihm zusammen. Im Verlauf des vergangenen Jahres verurteilte eine beträchtliche Anzahl liberaler Bürgermeister, Vizebürgermeister und Räte öffentlich die Politik ihrer Parteien, der PLC und der MVE. Sie wechselten zur FSLN. Der Opposition und ihren ausländischen Freunden ist die Mitarbeit Nicaraguas in ALBA ein Dorn im Auge. Vermuten sie doch zu Recht dort eine wichtige Quelle des Aufschwungs in Nicaragua. Die FSLN hatte in den vergangenen Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass sie den in den 1980er Jahren begonnenen revolutionären Prozess in der neuen Regierungszeit fortsetzen will. Auf dieses Ziel wird ihr Wahlkampf ausgerichtet sein. Für das Land haben die Wahlen entscheidende Bedeutung. Die FSLN schickt erneut Daniel Ortega ins Rennen. Bei den Liberalen könnte die Entscheidung zwischen Ex-Präsident Arnoldo Alemán und Ex- Präsidentschaftskandidat Eduardo Montealegre fallen. Die MRS unterstützt beide. Wie bereits früher erwähnt, hat die nicaraguanische Opposition zwei Optionen die FSLN in den kommenden Präsidentschaftswahlen zu besiegen. Die eine praktiziert sie seit 2007. Sie will das Land in ein institutionelles Chaos stürzen, das es unmöglich macht, Wahlen durchzuführen, um dann mit Druck irgendein nicht wahlgerechtes, aber für sie vorteilhaftes Reglement zu fordern. Die andere Option besteht darin, ein Angstklima zu schaffen. Sie suggeriert, dass ein Votum für die FSLN zum Krieg führen könnte, in den dann die USA eingreifen müsse. Beide Optionen passen sehr gut zur Militarisierung der Region, ausgelöst vom Militärputsch in Honduras und vom Aufmarsch in Costa Rica. Die Inszenierung des Grenzkonflikts am Rio San Juan passt in dieses Puzzle. Es verbleiben noch sechs Monate bis zu den Präsidentschaftswahlen in Nicaragua. Es kann so kommen, wie Fidel Castro und andere Beobachter befürchten. Eine künstliche Krise könnte die militärische Aggression der Vereinigten Staaten gegen Nicaragua herauf beschwören. Die Kräfte, die wahrhaft solidarisch mit den zentralamerikanischen Mehrheiten sind, arbeiten aufopferungsvoll, um den regionalen Fortschritt zu verteidigen, den ALBA und die Regierung der FSLN in Nicaragua möglich machten. Es liegt in der Natur der Sache, dass die neoliberalen Parteien Nicaraguas und die "Sandinistischen Erneuerer" die Wiederwahl Daniel Ortegas verhindern wollen. Und da sie es allein nicht schaffen, holen sie sich Rat und Tat bei ihren Freunden in Nordamerika und Europa. Mit der Wahl der FSLN gäbe es die Garantie, dass die Politik des wirtschaftlichen Aufschwungs und der sozialen Programme fortgesetzt würde. Die Alternative wäre die Wahl der von den USA und der EU unterstützten Liberalen, derjenigen, die von 1990 bis 2006 regierten, das Land den Nordamerikanern auslieferten und in tiefe Armut stürzten. Dem Volk drohte erneut ein neoliberales Schicksal, das heißt Armut Arbeitslosigkeit und Analphabetismus. Es bekäme jedoch dafür "Demokratie wie bei uns".
Nueva Nicaragua e.V. – 3. Mai 2011

 

Obama bricht Wahlversprechen
Kein Zivilgericht Prozeß um Anschläge vom 11. September vor Militärtribunal in Guantánamo*
*Kuba
 NCN- Berichtet - über Ex-agenten des Geheimdienstes zu Besuch im ICAP, die bei dem Dokumentarfilm "Las Razones de Cuba" (Die Gründe Kubas) die Hauptrolle gespielt haben.  - Rezension des Films "Will the Real Terrorists Please Stand Up" von Saul Landau 
- dem ersten Video-Bericht von CubaTV zur Parade in Havanna (spanisch)  viel Spaß beim Lesen  saludos  trelle  zur ncn geht es hier:
http://netzwerkcuba.bplaced.net/wordpress/?page_id=425 

Mehr Internet für Kubas Schulen
Publiziert am 1. April 2011 von trelle
Kubanisches Bildungssystem rüstet sich für Anschluss an Hochgeschwindigkeitsinternet. Schrittweise Digitalisierung des Bildungsangebots
http://amerika21.de/nachrichten/2011/03/26489/internet-kuba-schulen 

NETZWERK CUBA
Nachrichtenblog in Konstruktion --> http://netzwerkcuba.bplaced.net/wordpress/  

Die Wissenschaft ist weltweit weiterhin ausgrenzend und elitär ?
Der UNESCO-Bericht über die Wissenschaft im Jahr 2010 wurde in Kuba präsentiert.

Die Insel, die für ihr Wirken auf den vierten Platz der Region gesetzt wird, konzentriert ihr wissenschaftlich-technisches Arsenal auf die Entwicklung von Produkten, die Krankheiten bekämpfen und die Lebensqualität erhöhen
Marianela Martín González
DIE Mehrheit der Handelspatente in der Welt sind für Kosmetika und andere nicht selten glamouröse Erfindungen. Aber Millionen Menschen sterben an Leiden wie Malaria oder Krebs, ohne dass es bisher Patente gibt, um diese Krankheiten zu bekämpfen. Diese Überlegung wurde während des Kolloquiums der Präsentation des UNESCO-Berichts über die Wissenschaft im Jahr 2010 im Universitätskolleg San Gerónimo de La Habana geäußert. In dem von Susan Schneegans, UNESCO-Vertreterin des Bereichs Naturwissenschaften, vorgestellten Bericht wird Kuba für seine Tätigkeit im Bereich der Wissenschaft, Technologie und technologische Innovationen der vierte Platz unter den Ländern der geographischen Region zugesprochen. Dr. Ismael Clark Arxer, Präsident der Akademie der Wissenschaften Kubas, der das Kuba betreffenden Kapitel des UNESCO-Berichts vorstellte, bezog sich auf die Forschungsprioritäten des Landes wie die Neurowissenschaften, die Grundlagenwissenschaften, die Technologie der Informatik und der Telekommunikationen sowie die Nanowissenschaften. Auf die internationale Ausrichtung der kubanischen Wissenschaft eingehend, hob er hervor, dass mit China Produkte gegen Autoimmunkrankheiten entwickelt und kommerzialisiert werden. Kuba arbeitet auch an Projekten für den Technologietransfer zur Bekämpfung von Krebs. Die Anstrengungen der Insel im Bereich der Biotechnologie wurden von Dr. Fidel Castro Díaz-Balart, wissenschaftlicher Berater des Staatsrats, als zu den fortgeschrittensten der Dritten Welt gehörig katalogisiert. Der Spezialist hob hervor, dass wir zahlreiche Patente für Produkte besitzen, die für Gesundheitszwecke eingesetzt werden und Menschen verschiedener Breiten zugute kommen. Zu den Indikatoren, die dazu dienen, den wissenschaftlichen und technologischen Einschlag zu messen, bemerkte Dr. Juan Luis Martín Chávez, Sekretär des Obersten Rats für Sozialwissenschaften, dass die Vermarktung der Wissenschaft eine Gefahr ist, die in dem Maße auftaucht, in dem ein Anwachsen der Wissenschaft im Unternehmenssektor registriert wird. "Dieses Phänomen kann die Wissenschaft auf Gebiete lenken, die Geld bringen, und nicht auf Probleme, die am dringendsten gelöst werden müssen", sagte er und erwähnte die Konzentration von 75 Prozent des weltweiten BIP in nur 15 Ländern. Viele von ihnen gehen geldgebenden Anfragen nach, bevor sie soziale Dringlichkeiten lösen. Juan Antonio Fernández Palacio, Präsident des kubanischen Nationalausschusses der UNESCO, erklärte, dass der Bericht über den Stand der Wissenschaft 2010 von einem Team angesehener internationaler Experten verfasst wurde und auf der Grundlage umfangreicher quantitativer und qualitativer Daten eine globale Bilanz über die beobachteten Tendenzen im Bereich der Wissenschaft, Technologie und Innovation in der ganzen Welt zieht. Er äußerte, dass sich das im Weltbericht über Wissenschaft beschriebene Panorama durch eine schnelle und ständige Evolution charakterisiert. Neue wissenschaftliche Zentren tauchen in der Welt auf. Die wissenschaftliche Entwicklung wird weiter markiert von dieser Linie des Abgrunds, der die reichen von den armen Ländern trennt, trotz des bescheidenen Vorankommens der Entwicklungsländer. "Die Kontrolle über die Patente, der Gehirnraub und die Monopolherrschaft über die Technologien sind weiterhin tägliche Praxis in dieser egoistischen, verschwenderischen und umweltzerstörenden Ersten Welt", betonte er. Die Angabe des Berichts sind viel sagend. Die so genannte Erste Welt besitzt fast 70 Prozent der Forscher und Wissenschaftler. Auch die wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind dort mit 75 Prozent der weltweiten vorherrschend. Aber der Indikator, der am meisten die Ungleichheit bei der Schaffung und Aneignung von wissenschaftlichen Kenntnissen im Weltmaßstab zeigt, ist der der Patente, nicht nur quantitativ sondern auch die Qualität betreffend. "Das wirkliche Drama, das die exakten und Naturwissenschaften wie auch die Gesellschaftswissenschaften gemein haben, ist der permanente Abgang von Intelligenz aus den Ländern des Südens durch den Gehirnraub. Es soll genügen zu erwähnen, dass mindestens ein Drittel der afrikanischen Forscher außerhalb ihrer Herkunftsländer arbeitet und in vielen Ländern der Dritten Welt die Existenz einiger Wissenschaftsdisziplinen in Gefahr ist, von der Chemie bis zur Archäologie", sagte Fernández Palacio. Herman van Hoof, Direktor des Regionalbüros für Kultur Lateinamerikas und der Karibik der UNESCO in Havanna, erklärte, dass im Zweijahresprogramm und -Etat der UNESCO für 2010-2011 der Unterstützung des Großen Programms II (Exakte und Naturwissenschaften) besonderer Vorrang gegeben werden wird. Er fügte an, dass dies darin bestehen wird, den Ländern zu helfen, eine Landespolitik der Wissenschaft, Technologie und Innovation aufzustellen und anzuwenden und die entsprechenden Kapazitäten zu schaffen. "Wir erwarten, dass der Prozess des Nachdenkens, den wir zu den Feststellungen, die sich aus diesem Bericht über den aktuellen Stand der Wissenschaft in der Welt ergeben, eingeleitet haben, dazu beitragen wird, die Wissenschaft zu einem wahren Instrument der nachhaltigen Entwicklung zu machen, das, für alle zugänglich, die Anstrengungen zur Erreichung der Millenniumsziele Früchte tragen lässt." (Entnommen aus Juventud Rebelde) 
http://www.granma.cu/aleman/kuba/3marzo-Die%20Wissenschaft.html 

EMILIO EIN KUBANISCHER AGENT

Carlos Serpa Marciera, der "unabhängige Journalist, der 2009 die höchste Anzahl von Reportagen für die antikubanischen Medien herausgab, " ist schlicht ‚Emilio', ein Agent der Kubanischen Staatssicherheit. Die Organe des Innenministeriums haben beschlossen, seine Identität zu offenbaren und damit den unwiderlegbaren Beweis für die konterrevolutionäre Arbeit der (sog. Dissidenten) Gruppen des Landes, womit deren Mentoren und das krankhafte Bestreben der aufeinander folgenden US-Administrationen, die Kubanische Revolution zu stürzen, aufgedeckt wurde. Bis jetzt leiten, finanzieren, unterstützen, beschützen und ermutigen sie eine Dissidenz, die auf der Insel keine Legitimität hat.
Bei YouTube finden Sie einen Film von Telesur über den Fall (Spanisch mit englischen Untertiteln).
http://www.youtube.com/watch?v=3nQg07M9vlo
http://realcuba.wordpress.com/2011/02/27/there-will-always-be-an-emilio/  (span.)

Reflexionen des Genossen Fidel, 02. März 2011: Cuba:
DER UNVERMEIDLICHE KRIEG DER NATO (1.Teil)
Im Unterschied zu dem, was in Ägypten und Tunesien geschieht, nimmt Libyen den ersten Platz bei den Kennziffern der Humanentwicklung in Afrika ein und weist die höchste Lebenserwartung auf dem Kontinent auf....
http://www.cuba.cu/gobierno/reflexiones/2011/ale/f020311a.html 

Reflexionen des Genossen Fidel, 03. März 2011: Cuba: 
DER UNVERMEIDLICHE KRIEG DER NATO (2.Teil)
Als Gaddafi, Oberst der libyschen Armee, inspiriert von seinem ägyptischen Kollegen Abdel Nasser, im Jahr 1969 im Alter von 27 Jahren König Idris I. stürzte, setzte er wichtige revolutionäre Maßnahmen wie die Agrarreform und die Verstaatlichung des Erdöls durch....
http://www.cuba.cu/gobierno/reflexiones/2011/ale/f030311a.html 

Reflexionen des Genossen Fidel, 09. März 2011 Cuba: 
DIE NATO, DER KRIEG, DIE LÜGE UND DIE GESCHÄFTE
Wie einige wissen, hat Muammar al-Gaddafi, ein arabisch-beduinischer  Militär von eigentümlichem
Charakter und von den Ideen des ägyptischen Führers Gamal Abdel Nasser inspiriert, im September 1969 eine Bewegung innerhalb der Streitkräfte gefördert, die König Idris I. von Libyen stürzte, ein Land, dessen Territorium fast vollkommen aus Wüste besteht, wenig bevölkert ist und im Norden von Afrika, zwischen Tunesien und Ägypten liegt.
http://www.cuba.cu/gobierno/reflexiones/2011/ale/f090311a.html 
 

Defending the Rivers of the Amazon - deutsch
10-minütiger Kurzfilm zum geplanten Staudammbau
Belo Monte im Amazonasbecken:

http://www.youtube.com/watch?v=jQeM5zYCMnk 
Die Petition, auf die am Ende des Films hingewiesen wird, findet man auf folgender Site:
www.internationalrivers.org/node/5756 

Sigourney Weaver Narrates Google Earth Tour of Belo Monte Dam (english)
Mit Sigourney Weaver auf Google Earth Tour über den Belo Monte-Staudamm:

http://www.internationalrivers.org/node/5756

AUS CONTACTO (DEUTSCH / SPANISCH):
Revista Contacto Latinoamérica Febr. 2011-Mai 2011

Deutsch
·         Jobs in Südamerika
·         Brasilianer: Trotz Stereotypen erfolgreich
·         Wie sieht der Peruaner sein eigenes Land aus der Ferne?
·         Frankfurt hat Partnerstadt in Nicaragua
·         Lateinamerika und das Internet
·         Onlinebanking in Venezuela, etc
Spanisch
·         Alemania, alternativa médica para Sudamericanos solventes
·         Colombia: Pro y Contras
·         Nuevo Embajador del Ecuador en Alemania
·         Instituto Latinoamericano de Comercio Electrónico , etc

Aus Lateinamerika und das Internet (über die Verlierer der digitalen Welt):
.....In einer Umfrage der Freien Journalisten Deutschlands äußert ein Journalist seine klaren Bedenken und Pläne für die nahe Zukunft der Tageszeitungen in Deutschland:
http://www.faire-zeitungshonorare.de/?p=557
„…nun vielleicht sind Tageszeitungen ja bald wirklich Geschichte. Schlechte Themenauswahl, oberflächliche Recherchen, langweiliges Layout und belangloses Bildergemüse. …vielleicht schlägt ja bald wirklich die Stunde der Ipads. Dann mach ich mich ganz selbstständig – und wenn das funktioniert, verkauf ich direkt ein meine Leser. Ich brauch dafür keine Chefs mehr, keine“....
http://www.contacto.competence-center-lateinamerika.com/index.php?option=com_content&task=view&id=12&Itemid=19  
-->dort unter dem Link : Revista Contacto Latinoamérica Febr. 2011-Mai downloaden.

Kuba vor neuen Herausforderungen –
Chancen und Risiken der neuen wirtschaftspolitischen Maßnahmen geschrieben von Steffen Niese: HIER

Südamerika für "freies Palästina"
Mehr als ein halbes Dutzend Staaten erkennen "freies und souveränes Palästina" an. Kolumbien hält sich aus Rücksicht auf seinen Alliierten zurück....
Von Harald Neuber (Aus amerika21) pdf

Fernsehen in Venezuela: Wer beherrscht die Medien?
Eine Analyse der Zuschaueranteile des venezolanischen Fernsehens zeigt, dass die privaten Medien nach wie vor die große Mehrheit stellen....
Von Mark Weisbrot, Tara Ruttenberg (Übersetzung: Olivia Kroth) pdf

Allende war Teil einer größeren Bewegung
In Peru und Bolivien kamen in den 1960er und 1970er Jahren linke Militärs an die Macht - und wurden gestürzt....Von David Noack (Aus amerika21.de) pdf

Reflexionen des Genossen Fidel:
DIE ERNSTE NAHRUNGSMITTELKRISE ALS NUR TEXT (EDITOR) : HIER

INTERNETANSCHLÜSSE FÜR KUBA
Kuba ist das einzige Land der "westlichen Hemisphere", das nicht an das internationale Glasfasernetz angeschlossen ist.
Die USA nur einige Meilen von der Insel entfernt verweigern eine Kabelverbindung.  In diesem Jahr soll Kuba über einen teuren Umweg mit Hilfe Venezuelas an das internationale Glasfasernetz angeschlossen werden. Bisher ist Kuba nur über teure Satellitenverbindungen mit dem Ausland telefonisch und an das  Internet angeschlossen. Jeder interessierte kann den langsamen Seitenaufbau auch beim Internetauftritt der kubanischen Regierungszeitung Granma überprüfen. Obwohl für unsere Verhältnisse Bilder und Grafiken absolut klein gehalten sind dauert es, auf meinem 19 Zoll LCD nimmt die Granmaseite zudem nur etwa Zweidrittel des Bildschirmes ein: http://www.granma.cubaweb.cu/
Domains in Kuba:
.com.cu für kommerzielle Unternehmen
.edu.cu für Bildungseinrichtungen
.gov.cu für die kubanische Regierung
.inf.cu für allgemeine Informationen
.net.cu für Internetdienstleister
.org.cu für gemeinnützige Organisationen
Für privat Internet - interessierte können z. Zt. kaum Zugänge zur Verfügung gestellt werden, denen bleibt lediglich das sog. Intranet, das ist ein auf Inselkommunikation beschränkter Part.

Das Seekabellegerschiff «Ile de Batz» soll  nun Kuba mit dem Rest der Welt verbinden
Jose Ignacio Quintero vom französischen Unternehmen Alcatel-Lucent das, das Projekt durchführt, erklärte zwei Jahre später als ursprünglich geplant soll das Kabel bis Juli 2011 angeschlossen sein. Es wird von der venezolanischen Stadt Camuri 1600 Kilometer weit über den Meeresboden nach Siboney im Osten Kubas verlegt werden. Die Firma Telecomunicaciones Gran Caribe ein Joint- Venture der beiden staatlichen Telekommunikationsunternehmen Kubas und Venezuelas haben das Projekt in Auftrag gegeben. Kosten des Projektes rund 70 Millionen$.

Rekord für das Leben
Von André Scheer
Die Kindersterblichkeit auf Kuba ist im vergangenen Jahr auf einen historischen Tiefstand gesunken. Mit einer Rate von 4,5 auf 1000 Lebendgeburten, die das kubanische Gesundheitsministerium am Montag bekannt gab, blieb der Wert noch unter der bisherigen Rekordmarke von 2008 und liegt etwa gleichauf mit dem Durchschnitt der EU-Mitgliedsländer. Die USA liegen offiziellen Angaben zufolge bei 6,14, karibische Nachbarländer wie die Dominikanische Republik sogar bei 23,1 im ersten Lebensjahr gestorbenen Babys........»Kuba ist heute trotz seiner Schwierigkeiten das Land, das Haiti am meisten hilft«, unterstrich der haitianische Präsident René Préval am Wochenende gegenüber kubanischen Journalisten in Port-au-Prince. Schon vor dem Erdbeben im vergangenen Januar seien die Kubaner als Ärzte und Lehrer in Haiti aktiv gewesen, und nach der Naturkatastrophe sei dieser Einsatz weiter verstärkt worden. »Das ist die bedeutendste, wirksamste und effizienteste Hilfe, die wir bekommen haben«, so Préval............
http://www.jungewelt.de/2011/01-04/060.php 

AUS:
http://www.presseportal.de/pm/6596/1746261/deutsche_welthungerhilfe_e_v
Welthungerhilfe-Präsidentin Dieckmann nach Haiti-Reise:
Haitianer aktiv einbeziehen Hamburg (ots) -

Ein Jahr des Schreckens liegt hinter Haiti - erst das verheerende Erdbeben, dann der Hurrikan Tomas und Ende Oktober der Ausbruch der Cholera, der nun die Wiederaufbauarbeiten verzögert. "In der Nothilfe zu Beginn ging es darum, so schnell wie möglich zu helfen. Doch was Haiti jetzt braucht ist ein Neuanfang, der auch von den Haitianern getragen wird. Nur wenn der haitianische Staat und die Menschen in die Wiederaufbauarbeit aktiv mit einbezogen werden, können sich die Lebensumstände in Haiti dauerhaft verbessern", sagt Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, die das Land kurz vor dem Jahrestag bereist hat. Deshalb arbeitet die Welthungerhilfe eng mit lokalen Partnerorganisationen und den Behörden vor Ort zusammen.

Der Ausbruch der Cholera hat die Arbeit der Welthungerhilfe noch einmal erschwert. "Wir arbeiten an allen Fronten. Zur Bekämpfung der Cholera kooperieren wir mit rund 1.500 kubanischen Ärzten, die landesweit 50 medizinische Zentren aufgebaut haben und eine fantastische Arbeit leisten."

Im Bereich des Wiederaufbaus konzentriert sich die Arbeit der Welthungerhilfe auf die ländlichen Gebiete im Süden von Port-au-Prince, wo kaum Hilfsorganisationen arbeiten. "Wir müssen den Menschen dort eine Perspektive geben, wo sie leben - in ihren Heimatdörfern, wo ihre Familien sind, wo sie Land bewirtschaften können und wo ihre Wurzeln sind. Nur so können wir verhindern, dass sie in die ohnehin überfüllten Städte abwandern, wo sich ihre Situation zweifellos noch einmal verschlechtern würde", sagt Bärbel Dieckmann.
Wie zum Beispiel im vom Erdbeben betroffenen Dorf Les Palmes in den Bergen. Hier baut die Welthungerhilfe gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen erdbeben- und hurrikansichere Häuser für durch das Erdbeben obdachlos gewordene Familien. "Bald ist unser Haus fertig und wir müssen nicht mehr im Zelt wohnen", sagt Myriam Lonima, die mit ihrem Mann und den drei Kindern eines der Häuser beziehen wird. "Mein Mann hilft beim Bau mit. Und ich bin sehr stolz, denn die Welthungerhilfe hat uns bei der Planung miteinbezogen und gefragt, was wichtig ist."
"Wir unterstützen die Haitianer dabei, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Denn was das Land jetzt braucht sind keine vorgefertigten Lösungen. Die Menschen wollen ihr Leben selbst gestalten", so Bärbel Dieckmann.
Für die langfristige Wiederaufbauarbeit bitte wir um Spenden für Haiti:
Welthungerhilfe
Kontonummer 1115, Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98
Weitere Informationen, O-Töne Bärbel Dieckmann, Audio-Slideshow sowie aktuelle Fotos unter
http://www.welthungerhilfe.de/haiti-zukunft.html 

VENEZUELA
Direkte Demokratie nicht ausgeschöpft
Venezuelas Opposition könnte über dekretierte Gesetze von Präsident Chávez eine landesweite Debatte erzwingen - wenn sie denn wollte
Von Tobias Lambert
Am Ende legte Venezuelas Nationalversammlung noch einen drauf. Zwölf Monate wollte der venezolanische Präsident Hugo Chávez ursprünglich per Dekret regieren. Während der zweiten Lesung des Bevollmächtigungsgesetzes (LeyHabilitante) am Freitag weitete das Parlament den Zeitraum auf 18 Monate aus. Demnach kann Chávez bis Ende Juni des Wahljahres 2012 Dekrete mit Gesetzesrang erarbeiten lassen. Begründet wird der Schritt mit den schwersten Unwettern seit Jahrzehnten, die bisher 38 Todesopfer gefordert haben. Mindestens 130.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Um die Ursachen der Katastrophe wirkungsvoll anzugehen, seien die Vollmachten notwendig, argumentiert Chávez. Das gravierende Wohnungsproblem müsse gelöst werden, zusätzliche Einnahmen müssten generiert werden. Die Vollmachten erstrecken sich nun auf zehn unterschiedliche Bereiche, darunter Wohnraum, Infrastruktur, Finanzen und Steuern, aber auch Landesverteidigung oder internationale Zusammenarbeit. Bis wohin die Ursachen der Katastrophe reichen, ist demnach Definitionsache. Die Erteilung zeitlich begrenzter Vollmachten ist durch die Verfassung gedeckt, sofern drei Fünftel der Abgeordneten dafür stimmen. Pikant ist in diesem Fall, dass am 5. Januar 2011 das neue Parlament zusammentritt, in dem keines der beiden großen politischen Lager über eine Dreifünftelmehrheit verfügt, um das Bevollmächtigungsgesetz wieder aufzuheben. Die alten, aufgrund des Wahlboykotts der Opposition seit 2005 fast ausschließlich chavistischen Abgeordneten, haben ihren Nachfolgern also für anderthalb Jahre bedeutende Kompetenzen entzogen. Dabei wird sich qualitativ kaum etwas ändern: Die regierende Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) verfügt auch in dem neuen Parlament über eine bequeme Mehrheit. Die Verabschiedung einfacher Gesetze, wie sie Chávez nun dekretieren darf, könnte die Opposition ohnehin nicht verhindern. Dass die chavistischen Parlamentarier etwas gegen den Willen der Regierung verabschieden würden gilt als nahezu ausgeschlossen. In den letzten Jahren glänzten die Abgeordneten nicht gerade durch eigenständige parlamentarische Initiative. Rund 160 Gesetze verabschiedete die Nationalversammlung zwischen 2006 und den Parlamentswahlen im September dieses Jahres, viele davon waren aber eher von nachrangiger Wichtigkeit. Während der letzten 18-monatigen Vollmachten dekretierte Chávez zwischen 2007 und 2008 insgesamt 64 Gesetze. Ziel der Vollmachten kann also nur eine Beschleunigung des Gesetzgebungsverfahrens sein. Der zu erwartende Schlagabtausch zwischen den beiden unversöhnlichen politischen Lagern fällt dabei unter den Tisch. Wenn gleich die Erteilung der Vollmachten rechtlich gedeckt ist, wird dadurch ein grundlegendes Problem des bolivarianischen Prozesses reproduziert. Die Herausforderung, kollektive und nachhaltige Strukturen zu schaffen, die einen Präsidenten Chávez politisch überleben könnten, ist bisher nicht gemeistert worden. Seine Anhänger trauen Chávez eher zu, sinnvolle Gesetze erarbeiten zu lassen, als dem Parlament. Wo viele Basisgruppen der politischen Klasse generell skeptisch gegenüber stehen, genießt der Präsident ihr Vertrauen, schließlich ist er es, der radikale Forderungen der Basis aufgreift, während die politischen Institutionen von Bürokratie und Ineffizienz gezeichnet sind. Die Zukunft ohne Chávez ist nach wie vor kaum denkbar und eine der zentralen Schwachstellen des bolivarianischen Prozesses. Die Opposition wirft dem Präsidenten vor, die sozialistische Transformation von Politik und Wirtschaft dekretieren zu wollen. Die Kritik ist legitim und war nicht anders zu erwarten. Wäre einer der heutigen Oppositionspolitiker Präsident und würde gesetzgeberische Vollmachten erhalten, die Chavistas würden dies selbstverständlich als undemokratisch kritisieren. Von Chávez erwarten sie Gesetze zugunsten der marginalisierten Bevölkerungsmehrheit, von der Opposition hingegen Gesetze für ökonomische Eliten. Legal wären Vollmachten in diesem Fall allerdings trotzdem. Im Unterschied zur Opposition würden die Chavistas aber höchstwahrscheinlich die Bevölkerung mobilisieren, um einzelne Präsidialdekrete per Referendum zu kippen. Denn die bolivarianische Verfassung bietet direktdemokratische Instrumente, um Debatten über einzelne Gesetze zu erzwingen. Artikel 74 eröffnet die Möglichkeit, Referenden über die partielle oder komplette Aufhebung von Gesetzen durchzuführen. Initiieren können ein solches „Aufhebungsreferendum“ der Staatspräsident, der in Venezuela im Vergleich zu vielen anderen Präsidialsystemen kein Vetorecht besitzt, oder zehn Prozent der eingeschriebenen Wählerinnen und Wähler. Bei Gesetzen, die durch Präsidialdekrete zustande gekommen sind, reichen fünf Prozent aus. Sofern die Wahlbeteiligung bei mindestens 40 Prozent liegt, kann ein Gesetz mit einfacher Mehrheit durch die Bevölkerung aufgehoben werden. Ausnahmen gelten in den Gebieten Staatshaushalt, Steuern, öffentliche Kredite, Amnestien, Menschenrechte und internationale Verträge. Die Bevölkerung hat also die Möglichkeit, bestimmte Entscheidungen des Gesetzgebers zu korrigieren. Obwohl die Opposition seit Chávez' Amtsantritt 1999 zahlreiche Gesetze rundum abgelehnt hat, wurde bisher noch nie ein Aufhebungsreferendum beantragt. An den dafür vorgesehenen Hürden kann es nicht liegen. Fünf bis zehn Prozent der Wähler zu einer Unterschrift zu bewegen dürfte reine Formsache sein. Für das Amtsenthebungsverfahren etwa, wie es die Opposition 2004 gegen Präsident Chávez erreichte, mussten mindestens 20 Prozent der Wählerinnen und Wähler unterschreiben. Die Gründe liegen woanders. Es ging der Opposition nie darum, einzelne Normen durchzusetzen oder zu verändern, sondern sie wollte stets den in ihren Reihen verhassten Präsident von der Macht verdrängen. Als das Parlament Chávez 2001 für ein Jahr gesetzgeberische Vollmachten verlieh, folgten aus Protest gegen 49 damals erlassene Dekrete ein Putsch im April 2002 und ein Managerstreik im Erdölsektor gegen Ende desselben Jahres. Die Regierung ging aus den Auseinandersetzungen letztlich gestärkt hervor. Nachdem das gescheiterte Abberufungsreferendum gegen Chávez 2004 und der Boykott der Parlamentswahlen 2005 die Opposition weiter geschwächt hatten, begann sich die Mehrheit der heterogenen Akteure auf die Wahlurnen zu konzentrieren. Das Ziel ist nun der Machtwechsel bei den Präsidentschaftswahlen 2012. Die Opposition scheint es nicht als demokratisches Recht, sondern vielmehr als Risiko anzusehen, Instrumente direkter Demokratie zu verwenden. Sie will dem von ihr abgelehnten politischen System keine Legitimität verleihen. Zu schlecht ist zudem ihre Bilanz der letzten zwölf Jahre, wenn es darum ging, demokratische Mehrheiten zu organisieren. Mit dem umfassenden Verfassungsreferendum 2007 konnte sie lediglich eine von 15 Wahlen und Abstimmungen gegen die Chavistas gewinnen. Sämtliche Wahlgänge der letzten Jahre wurden dabei von beiden Seiten in der Regel zu einer Schicksalswahl über die Zukunft des Landes hochstilisiert. Bei Aufhebungsreferenden könnte dies anders sein. Sicher wäre es in der polarisierten Situation sowohl für Chavistas als auch die Opposition ein Rückschlag, ein solches Referendum zu verlieren. Doch von einem einzelnen Gesetz wird nicht die Zukunft des Landes abhängen. Im Gegenteil hätte die Opposition die Chance, Debatten über einzelne Sachfragen in eine Öffentlichkeit zu bringen, die wesentlich breiter wäre als die begrenzten Räumlichkeiten des Parlamentsgebäudes. Der politischen Kultur Venezuela könnte dies gut tun. Eine seriöse Opposition wäre dafür jedoch die Grundbedingung. amerika21.de – 18. Dezember 2010

Kanada versucht Demokratie in Venezuela zu untergraben
Neben den USA finanziert auch Kanada die Opposition in Venezuela Von Yves Engler (Übersetzung: Regina Ellwanger)
Während im linken Spektrum allgemein bekannt ist, dass Washington mit Millionen von Dollar Gruppen finanziert hat, die gegen Präsident Hugo Chávez gerichtet sind, ist die Rolle Ottawas, insbesondere die der regierungsnahen Menschenrechtsorganisation Rights & Democracy (R&D), wesentlich unbekannter. Die in Montreal ansässige R&D verlieh kürzlich der venezolanischen Nichtregierungsorganisation PROVEA ihren John Humphrey Freiheits-Preis 2010. Laut Website des R&D besteht der Preis "aus einem Zuschuss von 30.000 US-Dollar und einer (soeben durchgeführten) Werbereise in kanadische Städte, um die Menschenrechtsarbeit des Preisempfängers publik zu machen". PROVEA verhält sich äußerst kritisch gegenüber Venezuelas legitimer Regierung. Im Dezember 2008 bezeichnete der Innen- und Justizminister Venezuelas PROVEA als "von (US-) Dollars bezahlte Lügner." Während eines Besuchs im September, "um sich mit Vertretern von PROVEA und anderen (venezolanischen) Organisationen zu treffen, die sich den Menschenrechten und der demokratischen Entwicklung widmen", bloggte Gérard Latulippe, Präsident von R&D, über die politischen Ansichten von ihm und PROVEA: "Marino (Betancourt, Generaldirektor von PROVEA) erzählte mir von jüngsten Methoden der Regierung, um zivilgesellschaftliche Organisationen zu schikanieren und zu kriminalisieren." In einem anderen Eintrag erklärte Latulippe: "Wir waren in den letzten Jahren Zeugen der Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung. Seit 2004/ 2005 hat die Regierung von Hugo Chávez wichtige legislative Maßnahmen unternommen, die dieses Recht einschränken."Bei seiner Rückkehr nach Kanada, führte Latulippe Venezuela als in Land ohne Demokratie" an. Gegenüber der Zeitung Embassy sagte er: "Man sieht die Entstehung eines neuen Modells der Demokratie, das aber eigentlich versucht, eine Alternative zur Demokratie zu sein, indem es sagt, die Leute können ein besseres Leben haben, auch wenn es keine Demokratie gibt. Ein Beispiel dafür ist Russland. Ein anderes Beispiel ist Venezuela."Latulippes Behauptungen haben keinen Bezug zur Realität. Zusätzlich zurVerbesserung der Lebensbedingungen für die arme Bevölkerung des Landes hat die Regierung unter Chávez den demokratischen Raum durch Gemeinderäte, neue politische Parteien und Arbeitergewerkschaften massiv erweitert. Außerdem hat sie im Verlauf der letzten 12 Jahre ein Dutzend Wahlen und Volksbefragungen gewonnen (und nur eine verloren). Die Organisation R&D, die fast vollständig von der kanadischen Regierung bezahlt wird, bezieht ihre Inputs aus Ottawa. Die kanadische Regierung hat Chávez wiederholt angegriffen. Im April 2009 antwortete Stephen Harper auf eine Frage bezüglich Venezuela: "Ich nehme keinen dieser Schurkenstaaten auf die leichte Schulter". Peter Kent, Minister für den amerikanischen Kontinent sagte im September nachdem er "Bedenken über den Schwund des demokratischen Raums" geäußert hatte: "Dies ist ein Wahlmonat für Venezuela und die offiziellen Medien haben wie schon zu Zeiten des Gaza-Angriffs wieder einige dieser antisemitischen Beleidigungen gegen die jüdische Gemeinde losgelassen" Sogar das Oberhaupt des kanadischen Militärs kritisierte kürzlich im Canadian Military Journal die Chávez-Regierung. Nach einer Südamerikareise schrieb Walter Natynczyk: "Bedauerlicherweise erleben einige Länder, darunter Venezuela, die Politisierung ihres Militärs."Die Attacken der Harper-Regierung gegen Venezuela sind Teil ihrer Kampagne gegen die fortschrittlichen Kräfte der Region. Ohne große Beachtung durch die Medien gab es eine Umverteilung der Entwicklungshilfe von Afrika auf Lateinamerika. Dies sollte im Wesentlichen dazu dienen, Lateinamerikas neuerliche Abwehr gegen Neoliberalismus und US-Abhängigkeit zu hemmen, indem die rechts stehenden Regierungen und Bewegungen der Region unterstützt werden. Im Kampf gegen unabhängig denkende, sozialistisch orientierte Regierungen und Bewegungen, haben Harpers Konservative "eine aktivere Rolle dabei gespielt, Initiativen (der Demokratieförderung) zu unterstützten, die US-Ideologisch motiviert sind". stellt der Wissenschaftler Neil A. Burronfest. An der kanadischen Botschaft in Peru wurde ein auf Südamerika konzentriertes Zentrum zur "Demokratieförderung" eröffnet. Da es mit zwei Diplomaten besetzt ist, könnte dieses geheime Unterfangen gegen die Nichteinmischungsklausel der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) verstoßen. Anthony Fenton hat Dokumente aufgedeckt, die belegen, dass Ottawa im November 2007 dem Gerechtigkeits- und Entwicklungskonsortium (Asociación Civil Consorcio Desarrollo y Justicia) 94.580 US-Dollar zur Verfügung gestellt hat, "um das Netzwerk für Demokratie in Lateinamerika und der Karibik zu festigen und zu erweitern". Das Gerechtigkeits- und Entwicklungskonsortium, das außerdem von der CIA-Tarnorganisation NED (National Endowment for Democracy) der US-Regierung finanziert wird, hat daran gearbeitet, den Widerstand gegen linke Regierungen in Lateinamerika zu vereinen. Gleichermaßen hat sich die kanadische Botschaft in Panama im Frühling 2008 mit dem NED verbündet, um ein Treffen mit prominenten Mitgliedern der Opposition aus Venezuela, Bolivien, Kuba und Ecuador zu organisieren. Es wurde als Antwort auf die "neue Ära des Populismus und des Autoritarismus in Lateinemerika" geplant. Aus dem Treffen ist das "Netzwerk für Demokratie in Lateinamerika und der Karibik" (Red Latinoamericana y del Caribe para la Democracia) hervorgegangen, das Nichtregierungsorganisationen der Mitte, die kritisch gegenüber den linken Regierungen in der Hemisphäre sind, zusammenbringt". Eva Golinger, die die wichtigsten Recherchen zur US-Finanzierung der Anti-Chávez Opposition getätigt hat, sieht eine wachsende Bedeutung Kanadas in Venezuela. Zudem ist laut eines Berichts der spanischen NGO Fride vom Mai 2010 "Kanada der drittgrößte Versorger der Demokratieförderung" in Venezuela nach den USA und Spanien. Burron beschreibt ein Interview mit einem kanadischen Beamten, der "wiederholt Bedenken gegenüber der Qualität der Demokratie in Venezuela geäußert hat, und angab, dass das (staatliche) Glyn-Berry-Programm finanzielle Mittel für eine Wahlmobilisierungskampagne im letzten Wahlgang in diesem Land zur Verfügung stellt". Man kann darauf wetten, dass es nicht dafür geplant wurde, um Chávez-Unterstützer in die Wahlkabinen zu locken. Ottawa ist nicht gerade entgegenkommend mit der Informationsfreigabe über die Gruppen, die es in Venezuela finanziert. Aber Alexa McDonough, ehemalige Außenpolitikerin der sozialdemokratischen Partei NDP, erhielt als Antwortauf eine Anfrage, dass Kanada bei der Finanzierung von Súmate, einer Nichtregierungsorganisation an vorderster Front der politischen Kampagnen gegen Chávez, beteiligt war. Kanada gab Súmate in den Jahren 2005 und 200622.000 US-Dollar. José Verner, Minister für internationale Zusammenarbeit, erklärte, dass Kanada Súmate "für eine erfahrene NGO hält, die es vermag, Respekt für Demokratie und einen freien und fairen Ablauf der Wahlen in Venezuela zu fördern". Doch der Name der Leiterin von Súmate, Marina Corina Machado, die vom Außenministerium im Januar 2005 nach Ottawa eingeladen wurde, erscheint auf einer Liste der Personen, die 2002 den Staatsstreich gegen Chávez unterstützt haben, und wurde deshalb des Landesverrats angeklagt. Es ist schlichtweg unbestreitbar, dass die gegenwärtige Regierung in Ottawa die alten Eliten unterstützt, die schon seit eh und je mit dem US-Imperium zusammengearbeitet haben. Sie widersetzt sich den fortschrittlichen sozialen Transformationen, die in zahlreichen Ländern Lateinamerikas stattfinden, und unterstützt als Folge dessen zivilgesellschaftliche Gruppen, die sich diesen Entwicklungen entgegenstellen. Quelle: Dissent Voice amerika21.de – 19. Dezember 2010 

DIE REDE VON HUGO CHÁVEZ
aus --->http://www.cuba.cu/gobierno/reflexiones/2010/ale/f251110a.html
Reflexionen des Genossen Fidel
Im Kapitol der Vereinigten Staaten hatte eine ungewöhnliche Zusammenkunft zwischen einer Gruppe von Parlamentariern der faschistischen Rechten jenes Landes und Führern der Oligarchie- und Putschisten-Rechten von Lateinamerika stattgefunden. Dort wurde über den Sturz der Regierungen von Venezuela, Bolivien, Ecuador und Nicaragua gesprochen.

Dies ereignete sich wenige Tage vor dem Treffen der Verteidigungsminister der Länder dieser Hemisphäre in Santa Cruz, Bolivien, wo Präsident Evo Morales am 22. November in einer Rede seine energische Anklage vorbrachte.

Es handelte sich jedoch nicht um eine verleumderische Medienkampagne – etwas in der imperialistischen Politik Gewöhnliches - sondern um eine konspirative Tätigkeit, die mit Sicherheit in Venezuela zu einem unvermeidbaren Blutvergießen führen würde.

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung hege ich keinerlei Zweifel darüber, was in Venezuela geschehen würde, wenn Chávez ermordet würde. Es bräuchte nicht einmal von einem vorgefassten Plan ausgegangen werden; ein Geistesgestörter wäre ausreichend, oder ein Drogenabhängiger, bzw. die vom Rauschgifthandel in Lateinamerika entfesselte Gewalt, um in Venezuela ein äußerst schwerwiegendes Problem zu schaffen. Wenn man die Tatsache vom politischen Standpunkt aus analysiert, kann man sagen, dass die Aktivitäten und Gewohnheiten der reaktionären Oligarchie, die Besitzer mächtiger Pressemedien ist und von den Vereinigten Staaten ermuntert und finanziert wird, unvermeidlich zu blutigen Auseinandersetzungen auf den venezolanischen Straßen führen würde, wie es klar Absicht der venezolanischen Opposition ist, die vor aller Augen Hass und Gewalthandlungen sät.

Guillermo Zuloaga – Eigentümer eines Fernsehkanals der Opposition zur Bolivarianischen Revolution und Flüchtiger der venezolanischen Gerichtsbarkeit – ist einer der Verschwörer, die an der Zusammenkunft mit Parlamentariern teilgenommen hat, die von Connie Mack und Ileana Ros- Lehtinen – beide kubanischer Herkunft und Batista-Anhänger - einberufen wurde. Letztere ist bei unserer Bevölkerung aufgrund ihrer Ekel erregenden Haltung als Folge der Entführung von Elián González und ihrer Weigerung, das Kind dem Vater zu übergeben, als „loba feroz“ („grausame Wölfin“) bekannt. Die republikanische Abgeordnete ist ein Symbol des Hasses und des Ressentiments gegen Kuba, Venezuela, Bolivien und die anderen Länder der ALBA. Es ist fast vollkommen sicher, dass der Kongress der Vereinigten Staaten sie zur Vorsitzenden des Außenpolitik-Ausschusses des Repräsentantenhauses ernennen wird. Sie war Verteidigerin der Putschregierung von Honduras, die von der Mehrheit der Länder Amerikas abgelehnt wurde.

Die Bolivarianische Regierung von Venezuela stand vor einer schwerwiegenden und provo- katorischen Herausforderung. Es war ein wirklich heikles Thema. Ich fragte mich, wie die Reaktion von Chávez aussehen würde. Die erste energische Antwort erfolgte durch Evo Morales mit seiner glänzenden und tief empfundenen Rede, die unsere Bevölkerung heute schon kennt. Vor zwei Tagen, am Dienstag dem 23., wurde angekündigt, dass Chávez das Thema in der National- versammlung anschneiden würde.

Die Veranstaltung wurde für 17:00 Uhr einberufen und begann fast haargenau um diese Uhrzeit. Die dort gehaltenen Reden waren energisch und präzise. Alles lief in kaum zwei Stunden und ein paar Minuten ab. Die Venezolaner hatten das Problem sehr ernst genommen.

Chávez begann, indem er die Namen zahlreicher anwesender Personen nannte, und nachdem er mit der neuen Weltmeisterin in Karate (Kata) und über das Baseball-Spiel von zwei professionellen Mannschaften gescherzt hatte, ging er nach und nach zum Thema über:
„…ich verspreche, dass ich mich heute wirklich kurz fassen werde. Es ist schon gesagt worden, ja, wie bitte? Ich danke dem Abgeordneten Roy, - Danke Roy! - Roy Daza, für die Verlesung dieses Dokuments, das nicht nur in Verteidigung von Venezuela abgefasst ist, wie es hier schon gesagt worden ist, wie es Eva gesagt hat. Es ist so, dass wir in Verteidigung der Heimat der Menschen auftreten, man könnte sogar sagen, in Verteidigung der Möglichkeit für die Menschen.

Ich habe ein paar Bücher mitgebracht […] dies ist schon ein bisschen abgenutzt, es ist das selbe Exemplar, dass ich dort in den Vereinten Nationen hochgehoben habe: Chomsky, Hegemony or survival - ich kann dieses Buch nur empfehlen -: the imperialist strategy of the United States (Hegemonie oder Überleben: die imperialistische Strategie der Vereinigten Staaten), von Noam Chomsky. Eva hat es erwähnt und uns an diesen bedeutenden Mann des kritischen Ideenguts, des schöpferischen Ideenguts, der Philosophie, des Kampfes zum Guten der Menschheit erinnert.

Dies hier ist die Fortsetzung davon: Failed states: abuse of power and attack to democracy (Gescheiterte Staaten: Machtmissbrauch und der Angriff auf die Demokratie). Hier stellt Chomsky keine geringere These auf als die, dass der erste gescheiterte Staat auf dieser Welt der US-amerikanische Staat ist, ein gescheiterter Staat, eine echte Bedrohung für den gesamten Planeten, für die ganze Welt, für die menschliche Gattung.“

      „Das hier ist ein Teil des Interviews, der Gespräche, wo Chomsky Überlegungen über Lateinamerika und über Venezuela anstellt, sehr mutig, sehr objektiv und großzügig, wobei er unseren revolutionären Prozess verteidigt, unser Volk verteidigt, unser Recht verteidigt, unseren eigenen Weg zu gehen, das uns wie allen Völkern der Welt zusteht und das wir ausüben. Das Yankee-Imperium hat uns dieses Recht verleugnet und versucht, es abzuerkennen.

Im US-Kapitol selbst – ich glaube er nennt es so -, direkt in Washington hielten Terroristen ein Gipfeltreffen ab und nisteten sich dort ein. Ein Gipfel, eine „patota“ (Rüpelbande) - so würden die Argentinier sagen, wir Venezolaner sprechen ebenfalls von „patota“ – eine echte Rüpelbande von Verbrechern, Betrügern, Terroristen, Dieben und Übeltätern trafen sich dort, und außerdem mit den Avalen von ‘angesehenen’ Figuren des Establishment, die nicht nur den Strömungen der Äußersten republikanischen Rechten angehörten, sondern auch der demokratischen Partei, und lancierten – wie es hier schon gesagt wurde, Eva und Roy in dem wunderbaren, von ihm verlesenen Dokument, ein Staatsdokument, ein nationales Dokument – offen eine Drohung gegen Venezuela, gegen die Länder der Bolivarianischen Allianz.

Wir grüßen von hier aus Evo Morales, mutiger Genosse und Kamerad, und das Volk von Bolivien!

Wir grüßen von hier aus Rafael Correa, mutiger Genosse und Kamerad, und das ecuadorianische Volk!

Wir grüßen von hier aus Daniel Ortega, jenen Comandante und Präsidenten, mutigen Genossen und Kameraden, und das Volk von Nicaragua!

Wir grüßen von hier aus Fidel Castro, Raul Castro und jenes mutige kubanische Volk!

Wir grüßen von hier aus alle Völker der Karibik, Roosevelt Skerrit und das Volk von Dominica, mutige Führungspersönlichkeiten; Saint Vincent und die Grenadinen; Ralph Goncalves, Spencer, die Völker der ALBA, der Bolivarianischen Allianz, ihre Regierungen, unsere Regierungen, und natürlich, von hier aus, unsere Verpflichtung dem ungebändigten Volk von Venezuela gegenüber und unser Aufruf an dasselbe zur Einheit und zur Fortführung des Kampfes für die Zukunft des Vaterlandes und um die Unabhängigkeit, deren Originalurkunde – das hat schon unsere Präsidentin Cilia gesagt – hier ist, die Originalurkunde von vor 200 Jahren. 

Wir stehen schon vor den Türen des Jahres 2011, bereiten wir uns von allen Gesichtspunkten ausgehend darauf vor: geistig, politisch und moralisch, um die 200 Jahre jenes ersten Kongresses, jener ersten Verfassung, der ersten in Lateinamerika, jene Geburt der Ersten Republik, die Geburt des venezolanischen Vaterlandes festlich zu begehen! Noch viel mehr als der 5. Juli, ist es das ganze Jahr 2011 und der Beginn des revolutionären Unabhängigkeitskrieges, der zuerst unter dem Kommando von Miranda und später unter dem von Bolivar und von jenen großen Männern und Frauen stand, die uns ein Vaterland gegeben haben.

Das Dokument, das Roy Daza verlesen hat, zitierte einen Ausspruch von Bolivar in einem Schreiben an den Makler Irving, einem US-amerikanischen Vertreter, der hierher kam, um jene Schiffe zu reklamieren, die Bolivar und seine Truppen auf dem Orinoco beschlagnahmt hatten, weil die Vereinigten Staaten ihm Waffen und Proviant geschickt hatten.

Alles das, was du dort anprangerst, ist nicht neu, Eva, absolut nicht neu, z.B. dass sie Millionen Dollar schicken, logistische Unterstützung. Nein, es ist nicht neu. Schon seit damals schickte die Regierung der Vereinigten Staaten Waffen und Ausrüstungen für die imperialistischen Truppen von Spanien. Und das ist allseits bekannt. So hat es teilweise jener gute kubanische Schriftsteller Francisco Pividal in einem anderen Buch wiedergegeben, das ich ebenfalls immer empfehle: Bolívar, pensamiento precursor del antimperialismo. (Bolivar, Vordenker des Antiimperialismus). Das liest sich in einem Zuge. Und es enthält eine Menge von außerordentlichen Zitaten. Du hast schon eins aufgezeigt.

Aber an einigen Stellen einiger dieser Briefe von Bolivar an Irving – ich glaube, es war der letzte, den er ihm schickte -, als Irving schon beginnt, ihn mit der Anwendung der Gewalt zu bedrohen, sagt Bolivar zu ihm Folgendes: Ich werde nicht auf diese Provokation hereinfallen und nicht dieselbe Sprache wie Sie verwenden. Ich möchte Ihnen nur sagen, Herr Irving, - das ist schriftlich festgehalten, ich werde es umschreiben, denn die Idee, die Würde unseres Vaters Bolivar behält die Oberhand, und ist das, was in diesem Saal voller Zauberkraft, voller Symbole, voller Vaterland, voller Träume, voller Hoffnung und voller Würde von Bedeutung ist -, so sagte Bolivar weiter: Sie müssen wissen, Herr Irving, dass über die Hälfte oder die Hälfte – das war im Jahr 1819 und der Krieg auf Leben und Tod fand schon knapp ein Jahrzehnt lang statt - bzw. knapp die Hälfte der Venezolaner und Venezolanerinnen im Kampf gegen das spanische Imperium gefallen sind, und die andere Hälfte, d.h. diejenigen, die wir hier übrig geblieben sind, begierig darauf sind, denselben Weg zu beschreiten, wenn Venezuela zur Erreichung seiner Unabhängigkeit , seiner Würde, der ganzen Welt die Stirn bieten müsste.

Das war, das ist Bolivar, und hier sind wir, seine Söhne und Töchter, Maria, genauso dazu bereit. Die Welt soll erfahren, dass wir genauso dazu bereit sind. Wenn das Yankee-Imperium mit seiner gesamten Macht, die wir nicht unterschätzen, nein, die man sehr ernst nehmen muss – wie Eva es uns gut geraten hat -, uns anzugreifen, weiter anzugreifen und Venezuela offen anzugreifen beschließt, um diese Revolution zu stoppen zu versuchen, dann müssen Sie wissen, Herr Imperium und ihre Personifizierungen, dass wir hier bereit sind, dass wir hier genauso bereit sind, alle für dieses Vaterland und seine Würde zu sterben! 

Man müsste sich fragen – wie es gestern ein guter Journalist bei einem Interview tat – jener Gipfel von Terroristen, der in Washington zusammengekommen ist, einige Venezolaner, Bolivianer, Völkermörder, -es wäre gut zu wissen, welche Reisepässe diese Straftäter verwenden, wo sie ins Land eingereist sind, da einige von ihnen im roten INTERPOL- Kode enthalten sind. Sie sind ohne jegliche Schwierigkeiten dort angekommen, und sie kommen an und spazieren die Straßen von Washington entlang, man macht ihnen liebenswürdige Empfänge. Deshalb hat Noam Chomsky Recht. Ich wiederhole mit Noam Chomsky: Der US-amerikanische Staat ist ein gescheiterter Staat, der über das Völkerrecht hinweg handelt, der absolut nichts achtet, und sich außerdem berechtigt fühlt, das zu tun, und der niemandem Rechenschaft ablegt. Er ist nicht nur für Venezuela und die anderen Völker der Welt eine Gefahr, sondern für sein eigenes Volk, ein Volk, das ständig von diesem antidemokratischen Staat angegriffen wird.

Schauen Sie, dies hier ist nur eine knappe Zusammenfassung.
Wikileaks, das klingt Ihnen vertraut, nicht wahr?

Was wird jene Frau Abgeordnete sagen, jene Faschistin, die uns, d.h. Evo, Correa und mich, flüchtige Verbrecher nennt? Eine Gesetzesflüchtige ist sie, ja, und ein venezolanisches Gericht könnte sehr gut die Auslieferung dieser flüchtigen Verbrecherin fordern, da sie Delikte begeht und gegen die Souveränität unseres Landes konspiriert und viele Dinge mehr. Sie ist eine Gesetzesflüchtige. Sie muss vor der Welt angezeigt werden und ebenso andere flüchtige Verbrecher.

Was werden jene Gesetzesflüchtige zum Beispiel hierüber sagen?“ „Leo:

‘Was wird das US-Parlament zu diesen Berichten sagen, zu diesen Dokumenten, die geheim waren und jetzt auf dieser Website Wikileaks veröffentlicht wurden? Was bedeutet wohl Wikileaks? Es ist so wie Chávez Candanga.

Am 15. März 2010 hat Wiki Candanga einen Bericht des US-Verteidigungsministeriums veröffentlicht, in dem das Durchsickern mehrerer Informationen bezüglich US-amerikanischer Interessen durch diese Website behandelt und verschiedenen Wege vorgeschlagen wurden, diese auszugrenzen: Video mit Ermordungen von Journalisten.’ Hier einige dieser Dokumente, die öffentlich zugänglich sind. Es wäre abzuwarten, ob irgendeine Behörde in den Vereinigten Staaten irgendeine Initiative bezüglich dieser Delikte, bzw. bezüglich dieser angeblichen Delikte ergreift, nicht wahr - ich bin kein Richter, um das zu bestimmen, - angebliche schwere Delikte, die von Bürgern ihres Landes begangen wurden, von Zivilpersonen, von Militärangehörigen, von ihrer Regierung.

„Ich lese vor: ‘Am 5. April 2010 hat Wikileaks ein Video veröffentlicht, in dem man sehen kann, wie US-Soldaten den Reporter von Reuters, Namir Noor-Eldeen, seinen Assistenten und weitere 9 Personen ermorden. Man kann deutlich sehen, dass keiner der Anwesenden auch nur Anzeichen macht, den Apache-Hubschrauber angreifen zu wollen, aus dem auf sie geschossen wurde. Zwar hat die Agentur Reuters mehrmals das Video angefordert, das wurde ihr aber verweigert, bis Wikileaks dieses unveröffentlichte Video bekommen hat, das den US-militärischen Apparat in Schach hält.’    

Gut, dass in Schach halten ist metaphorisch gemeint, nicht wahr, zumindest moralisch gesehen.

Erneut die Frage, was werden die Vereinten Nationen dazu zu sagen haben? Was würde passieren, wenn dies in irgendeinem der Länder der ALBA geschehen würde? Was würde passieren? Was wird die OAS zu sagen haben? Was wird der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu sagen haben? Der Menschenrechtsrat? Was wird der von beschämender Berühmtheit geprägte Internationale Gerichtshof für Menschenrechte zu sagen haben? So dass wir die Janusköpfigkeit sehen können, mit dem dort die Menschenrechte gemessen werden, die Achtung des Lebens, der Terrorismus und all diese Phänomen.

Die Kriegstagebücher aus Afghanistan, 25. Juli 2010, wurden auch veröffentlicht. Aufzeichnungen des Irak-Krieges. Beachten Sie diesen Satz: ‘Am 22. Oktober 2010 - vor wenigen Tagen - hat Wikileaks auf seiner Website eine Zusammenfassung unter der Bezeichnung Dokumente des Irak-Krieges bekannt gegeben, die 391.831 aus dem Pentagon durchgesickerte Dokumente über den Irak-Krieg und seine Besetzung im Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2009 enthält. Unter anderem werden hiermit die systematische Anwendung der Folter sowie die Anzahl von 109.032 Toten in Irak enthüllt, von denen 63%, d.h. 61.081, Zivilpersonen waren, 23.984 'als Aufständische etikettierte Feinde' und 15.196 so genannte 'aus dem Gastgeber Land’ bezeichnete. Was für eine Art und Weise, ein Land zu besuchen! ‘Und 3.771 tote 'Freunde', d.h. Angehörige der Koalition. Die Dokumente enthüllen, dass während eines Zeitraums von 6 Jahren jeden Tag durchschnittlich 31 Zivile umgekommen sind.’

Wer untersucht das? Wer wird dafür verantwortlich gemacht? Ja, das ist das Imperium. Das ist der gescheiterte US-Staat. Ich lese diesen Satz: ‘Diese Dokumente, die chronologisch und unter Kategorien geordnet sind, beschreiben tödliche Militäraktionen, die die US-Armee betreffen, einschließlich der Anzahl von ermordeten, verletzten oder verhafteten Personen als Ergebnis dieser Aktionen, sowie die genauen geographischen Standorte jedes Ereignisses. Außerdem detaillieren sie die darein verwickelten Militäreinheiten sowie die benutzten Waffen.’ Diese Details reichen für eine Untersuchung aus.       

Was wird der US-Kongress dazu sagen? Dort ist unser Botschafter in Washington. Bist du noch der Botschafter dort? Ja, du bist Botschafter.
Soviel wir hier wissen, hat man nichts gesagt, nicht wahr?

Hier steht: ‘Die Mehrzahl der Tagebucheintragungen wurden von Soldaten und Mitglieder des Nachrichtendienstes geschrieben, die die Berichte gehört hatten, die per Rundfunk von der Kampffront übertragen wurden.

'Zivile Opfer, die von den Koalitionskräften verursacht wurden. Gleichzeitig’, so steht hier, ‘ist eine große Anzahl von Angriffen und Todesopfern ans Licht gekommen, die sich infolge der von den Truppen gegen unbewaffnete Kraftfahrer abgegebenen Schüsse ergeben haben - aus Angst davor, dass diese selbstmörderische Terroristen wären.

Ein Bericht schildert, wie ein Kind ermordet und ein anderes verletzt wurde, als das Auto, in dem sie reisten, von den Schüssen der Truppen getroffen wurde. Als Entschädigung für diesen Angriff sind den Familienangehörigen 100.000 Afghani für das umgekommene Kind ausgezahlt worden, d.h. 1 600 Euro.’ Der Kapitalismus zahlt, 20.000 Afghani, d.h. 335 Euro, für das verletzte Kind und 10.000 Afghani, d.h. 167 Euro, für das Fahrzeug. Und das alles wird in den Berichten von denen, die sie aufsetzen, als ‘kleine Tragödien’, ‘kleine Tragödien’ geführt. Das ist die große Bedrohung, die größte Bedrohung, die heute der Planet erlebt.

Das Yankee-Imperium ist zweifellos in eine Phase des politischen, wirtschaftlichen und vor allem ethischen Verfalls eingetreten; aber, wer kann seine große militärische Macht abstreiten? Wenn man diese Faktoren miteinander in Verbindung bringt, verwandelt sich dieses, das mächtigste Imperium der Erdgeschichte, in eine noch größere Bedrohung für unsere Völker. Was bleibt uns zu tun übrig? Es wurde auch bereits gesagt: Einheit, Einheit und mehr Einheit.

Dass der US-Kongress ab Januar ein Kongress der Äußersten Rechten sein wird? Nun gut, das venezolanische Parlament soll ab 5. Januar ein Parlament der äußersten Linken sein.

Und ich lasse einen Aufruf an die Abgeordneten ergehen, an die Frauen und Männer, die vom Volk, von den Volks- und sozialen Bewegungen, von den Parteien der Revolution, gewählt wurden, ihnen obliegt ab 5. Januar eine große Verpflichtung.

Es ist wirklich noch nie da gewesen, und Eva erinnert uns daran. Wie kann hier weiterhin erlaubt werden, wo wir diese Verfassung haben – die uns soviel gekostet hat, wie viele Jahre des Kampfes, wie viel Schweiß, wie viel Blut, wie viele Anstrengungen; hier ist es sehr deutlich festgelegt, auch dort, in der ersten Verfassung, auf der ersten Unabhängigkeitsurkunde und in unserer erste Verfassung, wir sind ein souveränes Land -, und wir Gefahr laufen, dass man uns erneut ‘das einfältige Vaterland oder die einfältige Revolution’ nennt, oder noch volkstümlicher ausgedrückt ‘die Idioten-Revolution’; wie kann es möglich sein, dass wir erlauben, dass politische Parteien, NR-Organisationen, Persönlichkeiten der Konterrevolution weiter mit Abermillionen USD aus dem Yankee- Imperium finanziert werden und da umhergehen, und von der vollen Freiheit Gebrauch machen, um unsere Verfassung zu missbrauchen und zu verletzen und damit zu versuchen, das Land zu destabilisieren? Ich bitte flehentlich darum, ein sehr strenges Gesetz zu verabschieden, das so etwas vermeidet. Das muss die Art und Weise sein, wie wir auf die Yankee-Aggression, auf die imperiale Drohung antworten müssen, indem wir unsere Positionen radikalisieren, absolut nicht nachlassen, Standpunkte anpassen, fester auftreten, die revolutionäre Einheit konsolidieren. Wir brauchen nicht nur ein noch mehr nach links orientiertes Parlament, noch radikaler nach links orientiert, wir brauchen eine noch radikaler nach links orientierte Regierung, eine Streitkraft, General Rangel - Oberbefehlshaber, wir werden Sie endlich am Sonnabend, den 27. November, Tag der Luftwaffe befördern -, die sich noch radikaler revolutionär zusammen mit dem Volk behauptet.

In unseren zivilen und militärischen Reihen darf es keinen Platz für nicht eindeutig definierte Tendenzen geben. Nein, eine einzige Linie: die Radikalisierung der Revolution! Und das müssen wir dieser groben, staatenlosen Bourgeoisie zu spüren geben, sie muss das spüren. Diese venezolanische Bourgeoisie, ohne Scham und ohne Vaterland, muss wissen, dass es nicht ohne Folgen ist, wenn einer ihrer namhaftesten Vertreter vor keinem Geringeren als dem Kongress des Imperiums erscheint, um gegen Venezuela zu wettern, und danach will er hier weiterhin einen Fernsehsender haben. Und so in diesem Stil, so ungefähr! Die venezolanische Bourgeoisie muss wissen, dass ihr die Aggression gegen das Volk teuer zu stehen kommen wird, und sie darf nicht straflos umhergehen.

Ich erinnere mich - und dort sind José Vicente Rangel, Maduro. Genosse, vielen Dank dafür, dass Sie uns begleiten –, unter der Regierung von Betancourt wurden sogar ohne ein vorheriges Verfahren oder vorheriger Urteilsformeln Abgeordnete der Linksparteien verhaftet. Man hat sie ohne Beweise ins Gefängnis gebracht und ihnen die parlamentarische Immunität entzogen.

In wenigen Wochen wird eine Gruppe von rechtsextremen Abgeordneten diesen Saal betreten. Nun gut, man muss sie daran erinnern, dass es hier eine Verfassung gibt. Genauso wie hier sowohl die Kommunistische Partei Venezuelas als auch viele andere Parteien für illegal erklärt wurden, und vielen Abgeordneten auch ohne Beweise die parlamentarische Immunität entzogen wurde, sind andere, wie der große Fabricio Ojeda, der auf seinen Abgeordnetensitz verzichtet hat, in die Berge gegangen, wo er sein Blut für die Revolution und für das Volk geopfert hat. Ich stelle mir vor, das dieses ehrenwerte Parlament, unter Berücksichtigung seiner mehrheitlichen Vertretung der Volkskräfte, nicht akzeptieren wird, dass hier die ultrarechte Kraft erscheint und versucht, die Verfassungsordnung umzustürzen. Ich nehme an, dass der Staat, ich bin mir darüber sicher, dass der Staat alle Mechanismen zur Verteidigung der Verfassung und der Gesetze gegenüber den Aggressionen, die noch zu erwarten sind, in Gang setzen wird.

Also, die Bedrohung... Wie haben sie die Veranstaltung der Terroristen genannt? ‘Bedrohung in den Anden’, nicht wahr?, Nicolás; Gefahr in den Anden, das klingt wie der Titel eines Filmes, Gefahr in den Anden; Gefahr auf der Welt sollte man besser hinweisen oder warnen, die Gefahr besteht weltweit.

Gerade hat sich eine Situation dort auf der koreanischen Halbinsel ergeben. Als ich nach hier abgereist bin, waren die Berichte noch konfus, so konfus wie die Versenkung jenes Schiffes aus Südkorea, des Cheonan, aber später ergaben sich Beweise darüber, dass dieses Schiff von den Vereinigten Staaten versenkt wurde. Jetzt, auf einer kleinen Insel dieser jahrelang vom Yankee-Imperium geteilten, besetzt gehaltenen, verwüsteten Halbinsel, ereignet sich eine gespannte Situation: einige Bomben, einige Tote und Verletzte.

Fidel Castro warnt seit einigen Monaten vor den gefährlichen Risiken eines Atomkrieges. Vor kurzem war ich dort, ein weiteres Mal, und er hat mir seine Gedanken erklärt und dargelegt -selbstverständlich kennen wir ihn gut genug, es gibt nichts Besseres, als miteinander zu sprechen - und er sagte mir: ‘Chávez, ein winzig kleiner Schuss in dieser mit Massenvernichtungs- und Kernwaffenwaffen angefüllten Region kann sich zu einem Krieg ausweiten, der zuerst konventionell sein könnte...’; aber er ist davon überzeugt, dass dies direkt zu einem Atomkrieg führen wird, der das Ende der menschlichen Gattung kennzeichnen könnte. Also es handelt sich nicht um die Gefahr in den Anden, ihr Washingtoner Haifische; die Gefahr ist weltweit.

 Hier, in Venezuela, wie Eva sagte, ist ein Licht angegangen, und in Lateinamerika, ein anderes; ein weiteres ist angegangen und dann weitere. Wir können heute sagen - nicht Venezuela; nein -: Lateinamerika ist der Kontinent der Hoffnung und das Yankee-Imperium kann die Türen der Hoffnung nicht schließen.

Wir, Venezolaner und Venezolanerinnen, haben seit Jahrhunderten aus irgendeinem Grund bzw. aus Gründen verschiedener Art immer in der Avantgarde dieser Kämpfe gestanden.

Dort sehe ich das Bildnis von Miranda, von Bolívar, da das von Martín Tovar y Tovar, Carabobo, und alles das las Roy und er sagte es mit Leidenschaft: Das steht hier in unseren Genen, in unserem Blut. Er gab einen Ausspruch von Mao, dem großen Steuermann, annähernd wieder.

Dieses Imperium, dieser gescheiterte Staat, der die Vereinigten Staaten sind, wird am Ende, trotz seiner unermesslichen Gewalt und seiner Drohungen, ein riesiger Papier-Tiger sein, und wir sind gezwungen, uns in echte Stahl-Tiger, kleine Stahl-Tiger zu verwandeln, unbesiegbar, unbeugsam.

Frau Präsidentin, ich versprach, mich kurz zu fassen. Ich sagte das am Anfang und wiederhole es: Ich bin der Meinung, dass alles, was hier zu sagen war, Eva Golinger, die tapfere Frau, und dieser tapfere Kavalier, der Abgeordnete Roy Daza, gesagt haben und es wurde in diesem Dokument aufgenommen, das, wie ich annehme, in allen vier Richtungen in Venezuela und darüber hinaus in Lateinamerika zirkulieren wird.

Ich bedanke mich für die Einladung zu dieser Veranstaltung; ich danke für diese Geste und als Einer mehr schließe ich mich sozusagen diesem riesigen Bataillon zur Verteidigung Venezuelas, in Verteidigung des venezolanischen Vaterlandes an.

Wenn man das Gemälde ansieht, dann scheint es mehr als ein Gemälde ein monumentales Werk von Tovar y Tovar zu sein, man sieht hier die Infanterie; da die Kavallerie. Suchen wir unsere Inspiration dort: Infanterie, Bajonette aufsetzen, im Laufschritt! Kavallerie, mit Galopp zur Verteidigung des bolivarianischen Vaterlandes, der Bolivarianischen Allianz unserer Völker!“

„Nieder mit dem Yankee-Imperium!”, rief er zum Schluss und ließ die ALBA, das Vaterland und die Revolution hochleben.

Es gibt nicht den geringsten Zweifel darüber, dass Chávez, ein Mann mit militärischem Beruf, der mehr zur Einflussnahme durch Überzeugen und zum Dialog als zur Gewalt neigt, nicht zögern wird zu vermeiden, dass die pro-imperialistische und anti-patriotische Rechte betrogene Venezolaner gegen die öffentliche Gewalt schleudert, um die Straßen von Venezuela mit Blut zu beflecken.

In Bolivien und in Venezuela hat die imperialistische Maffia eine dermaßen eindeutige und energische Antwort erhalten, wie sie es sich vielleicht nicht vorgestellt hatte

Fidel Castro Ruz
25. November 2010
6:34 Uhr

Lateinamerika siehe auch:
( www.redglobe.de, www.amerika21.de, www.npla.de, www.resumenlatinoamericano.org,
www.hintergrund.de, www.ila-web.de, www.lateinamerika-nachrichten.de)


Schweden England
Angebliches Vergewaltigungsopfer aus Schweden auf US-Lohnliste?
Anklägerin in der WikiLeaks-Saga hat Verbindungen zu kubanischen Dissidenten
Von Juan O. Tamayo
Original, s. unter: WikiLeaks founder Julian Assange's accuser has ties to Cuban dissidents
Josie Michel-Brüning und Dirk Brüning, 09. Dezember 2010 Cuba:
Die bizarre Geschichte um WikiLeaks hatte am Dienstag eine Verhaftung und noch eine weitere Wendung zur Folge: Eine der schwedischen Frauen, die den WikiLeaks-Gründer Julian Assange wegen sexueller Vergehen anklagte, wurde als eine der Unterstützerinnen kubanischer Dissidenten entlarvt.

Sacharowpreisträger Farinas ein krimineller, mehr: HIER
 

REALSATIRE
Sueddeutsche Zeitung, zu Cuba: Falscher Freund
Israels Premier Benjamin Netanjahu entschuldigt sich in den USA für ein Lob für Fidel Castro.
Sehr peinlich einerseits - sehr realpolitisch andererseits. --> fidel-castro-und-israel
http://www.sueddeutsche.de/politik/fidel-castro-und-israel-falscher-freund-1.1028027

Clintons Mann in Havanna
von Knut Henkel
Seit Dezember 2009 sitzt Alan Gross in einer kubanischen Gefängniszelle. Spionage wird ihm vorgeworfen, weil er illegal Laptops und Mobiltelefone in der jüdischen Gemeinde Havannas verteilte – im Auftrag der US-Regierung. taz-blog:
 http://blogs.taz.de/latinorama/2010/12/05/clintons_mann_in_havanna/


Man + Frau kann jetzt in dem Buch blättern
Der Fall der Cuban Five": - eine schwer vermittelbare Geschichte (German Edition) [Paperback]
Josie Michel- Brüning (Author), Dirk Brüning (Author), Gualdo Hidalgo (Compiler, Editor) :HIER


Galerien:
Neu in Bildgalerien
Fotos der Internationale Brigade José Martí 2010:
http://www.fgbrdkuba.de/galerie/brigade-2010.html
Karikaturen des kubanischen Graphikers Tomy:
http://www.fgbrdkuba.de/galerie/tomy-karikaturen.html
 

Mexiko im Kriegszustand
Essay von Ignacio Ramonet zur Verfasstheit des mexikanischen Staates hundert Jahre nach der Revolution Von Ignacio Ramonet (Übersetzung: Christa Grewe)

Am 20. November wurde der hundertste Geburtstag der Mexikanischen Revolution begangen.
Die erste große soziale Revolution des 20. Jahrhunderts. Angeführt von zwei legendären Volkshelden, Emiliano Zapata und Pancho Villa, die für Arbeiter und Bauern gesellschaftliche Rechte erkämpften, eine Agrarreform, weltliche und kostenlose Erziehung und soziale Absicherung.

Hundert Jahre später ist die Lage in Mexiko seltsamerweise ähnlich "wie die gegen Ende des Jahres 1910: eine Konzentration des Reichtums auf einem beleidigenden Niveau und ein weitgehender sozialer Rückschritt; eine Verzerrung des Volkswillens; eine Verletzung der gewerkschaftlichen Rechte und der Arbeitsgesetzgebung; das Verweigern von grundlegenden Rechten durch die Behörden. Ein Aufgeben der Souveränität im Angesicht des internationalen Kapitals und eine oligarchische, herrschaftliche, technokratische und unsensible Ausübung der politischen Macht."1
<http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnote1_s8eooqz>
Zu dieser deprimierenden Aufzählung kommt noch der Krieg hinzu. Oder besser gesagt, drei Kriege: der Krieg der Drogenhändler untereinander um die Kontrolle über ihre Gebiete, der Krieg der Zeta--Grupppen (kriminelle Organisationen bestehend aus Ex-Militärs und Ex-Polizisten), die, die Zivilbevölkerung mit Entführungen und Raubüberfällen überziehen; und der Krieg der Militärs und Sondereinheiten gegen die eigenen Bürger. Seitdem der gerade gewählte Präsident Felipe Calderon am 1. Dezember 2006 auf Druck von Washington seine "Offensive gegen den Drogenhandel" gestartet hat, überzieht eine Welle der Gewalt mit circa 30.000 Toten das Land.... Mexiko ähnelt immer mehr einem "gescheiterten Staat", der in einer tödlichen Falle steckt. Das ganze Land ist besetzt mit jeder Art von bewaffneten Schlägern: Sondereinheiten der Armee und Elitekommandos der Polizei; paramilitärische Banden von ehemaligen Militärs und Polizisten; Banden von legalen" und "freien" Auftragmördern; nordamerikanische Agenten der CIA und der DEA; und schließlich die Zeta -- Gruppen, die sich hauptsächlich auf die Mirgranten aus Zentral- und Südamerika stürzen, die auf dem Weg in die USA sind. Letztere sind zweifellos verantwortlich für die schreckliche Ermordung von 72 Migranten, deren Leichen am vergangenen 24. August im Staat Tamaulipas entdeckt wurden. Jedes Jahr durchqueren an die 500.000 Lateinamerikaner Mexiko auf dem Weg in den Norden. Auf diesem Weg werden sie Opfer jeglicher Art von Verbrechen: willkürliche Verhaftungen, Plünderungen, Diebstähle, Überfälle, Vergewaltigungen... Acht von zehn weiblichen Migrantinnen werden Opfer von sexuellen Übergriffen; viele werden wie Sklavinnen als Dienstmädchen für kriminelle Banden gehalten oder gezwungen, sich zu prostituieren. Hunderte von Kindern werden der Zwangsarbeit unterworfen. Tausende von Migranten werden Ziele von Entführungen. Die Zeta--Gruppen verlangen von ihren Familien (in ihrem Herkunftsland oder in den Vereinigten Staaten) die Zahlung von Lösegeld.
"Für das organisierte Verbrechen ist es sehr viel einfacher, einige Tage lang 50 Unbekannte zu entführen, für die dann 300 bis 1500 Dollar Lösegeld pro Kopf gezahlt wird, als einen bekannten Unternehmer zu entführen."2
<http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnote2_mr9jkif>

Wenn niemand für die Freilassung des Entführten bezahlt, wird er ermordet. Jede Zelle der Zeta-- Gruppen hat einen eigenen "Schlachter", dessen Aufgabe es ist, die Opfer zu enthaupten, zu zerstückeln und die Leichen in einem Metallfass zu verbrennen.3
<http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnote3_dm1zhjr>
In den letzten zehn Jahren sind ungefähr 60.000 Menschen ohne Papiere, deren Familien nicht zahlen konnten, "verschwunden"....... Diese barbarische Gewalt, die früher auf einige Gemeinden wie Ciudad Juarez4
 <http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnote4_2ojhgg1> und ver- schiedene Staaten beschränkt war, hat sich jetzt auf das ganze Land ausgedehnt (außer, das muss man betonen, in der Hauptstadt Mexiko City): Washington hat Mexiko als "gefährliches Land" eingestuft und seine Konsulatsangestellten aufgefordert, ihre Kinder in die Heimat zurück zu schicken. Präsident Felipe Calderon verkündet regelmäßig Erfolge im Kampf gegen den Drogenhandel wie die Festnahme von wichtigen Bandenmitgliedern. Und er beglückwünscht sich, auf die Armee gebaut zu haben. Eine Meinung, die viele Bürger nicht teilen. Denn das Miltär, bar jeder Erfahrung in dieser Art von Kampf, hat die Zahl der "Kollateralschäden" erhöht und irrtümlicherweise hunderte von Bürgern getötet..... Irrtümlicherweise? Abel Barrera Hernandez, der gerade den Menschenrechtspreis Robert F. Kennedy in den Vereinigten Staaten erhalten hat, glaubt das nicht. Im Gegenteil. Er denkt, dass der Kampf gegen den Drogenhandel dazu benutzt wird, den Protest der Bürger zu kriminalisieren: "Die Opfer dieses Kriegs", so sagt er, "sind die schwächsten Teile der Gesellschaft: Indigene, Frauen, Jugendliche. Das Militär wird dazu benutzt, Angst zu schüren und Terror zu verursachen, den gesellschaftlichen Protest zum Schweigen zu bringen, diejenigen, die kämpfen, zu zerschlagen und zu kriminalisieren."5
<http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnote5_nnz30bf>
Die Obama Administration hält das Blutbad, das gegenwärtig in Mexiko stattfindet, für eine Gefahr für die Sicherheit der USA. Die oberste Diplomatin Hillary Clinton erklärte: "Die Bedrohung durch den Drogenhandel geht mit einem Aufstand einher." Sie fügte hinzu, dass das heutige Mexiko dem "Kolumbien der 80er Jahre ähnelt." In Wirklichkeit haben die Vereinigten Staaten eine enorme Verantwortung in diesem Krieg. Sie sind der größte Gegner einer Legalisierung der Drogen. Sie sind der Hauptlieferant von (90 Prozent) Waffen für alle Kämpfer. Sowohl für die Zeta-Gruppen als auch für das Militär und die Polizei.....Sie sind außerdem die größte Drogenmacht; ein mächtiger Marihuanaproduzent und wichtigster Fabrikant von chemischen Drogen (Amphetamine, Ecstasy u.a.).6 <http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnote6_4zhffyq>
Die Vereinigten Staaten sind außerdem der größte Konsumentenmarkt mit mehr als sieben Millionen Kokainabhängigen... Die Drogenmafia, die auf ihrem Territorium operiert, erzielen die größten Gewinne mit dem Rauschgifthandel: 90 Prozent der gesamten Gewinne, oder circa 45 Milliarden Euro im Jahr.... Alle Drogenkartelle Lateinamerikas zusammen teilen sich die restlichen 10 Prozent... Wie schon so oft sollte Washington erst einmal vor seiner eigenen Haustür kehren, anstatt seinen Nachbarn (schlechte) Ratschläge zu geben, die Mexiko in einen infernalischen Krieg hinein gezogen haben. *

1.<http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnoteref1_s8eooqz>
La Jornada, 20.November 2010*
2.<http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnoteref2_mr9jkif>
Siehe auch der außergewöhnliche Bericht von Oscar Martinez, Losmigrantes que no cuentan, Icaria, Barcelona, 2010*
3.<http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnoteref3_dm1zhjr>Proceso, Mexiko, 29. August 2010*
4.<http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnoteref4_2ojhgg1>
Siehe auch den Blog von Judith Torrea /http:/juarezeblasombra.blogspot.com*
5.<http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnoteref5_nnz30bf>
La Jornada, s.o.*
6.<http://amerika21.de/analyse/17579/mexiko-im-kriegszustand#footnoteref6_4zhffyq>
El Norte, Monterrey, 9. September 2010 Interne Verweise
5. Nov 2010:Soziale Explosion in Frankreich
<http://amerika21.de/analyse/16550/soziale-explosion-frankreic> 14. Okt 2010: Um Spanien steht es schlecht <http://amerika21.de/analyse/15832/ramonet-spanien>
*Mehr über:* Mexiko <http://amerika21.de/geo/mexiko> |
Politik <http://amerika21.de/rubrik/politik>
*Tags:* Drogen <http://amerika21.de/tag/drogen> |
Felipe Calderón <http://amerika21.de/tag/felipe-calderon>
Unterstützen Sie amerika21.de mit einer kleinen Spende [?] <http://amerika21.de/flattr>
<http://amerika21.de/files/a21/imagecache/bild_voll/img/2010/ramonet-lemonde_0.jpg>
<http://amerika21.de/autor/ignacio-ramonet> amerika21.de
Mexiko <http://amerika21.de/geo/mexiko>
 

S A
In einer Presserklärung berichtet Amnesty International, dass sich die Organisation erneut wegen des Falles der Cuban Five an die US-Regierung gewandt und US-Justizminister Eric Holder einen Brief geschrieben habe:
http://www.amnestyusa.org/document.php?id=ENGUSA20101013001&lang=e

Die Fraktion Die Linke stellte einen Antrag zur Normalisierung
der Beziehungen EU-Kuba als pdf: HIER


KUBA: “DISSIDENT FARINAS” ERHÄLT SACHAROW PREIS

Die lästige Wahrheit über Guillermo Fariñas
Der kubanische Dissident Guillermo Fariñas und der Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments / Von Salim Lamrani
.....Die Diskretion des Europäischen Parlaments gegenüber Fariñas krimineller Vergangenheit ist verständlich, da seine illegalen Taten die Geltendmachung der "Gewaltlosigkeit" als Wesen des Sacharow-Preises 2010 in Misskredit bringen. (5)
Tatsächlich hat Fariñas eine ernstzunehmende kriminelle Vergangenheit. 1995 wurde er zu drei Jahren auf Bewährung und zu einer Geldbuße von 600 Pesos nach einem gewalttätigen Angriff auf eine Frau verurteilt, eine Arbeitskollegin, die am selben Gesundheitsinstitut arbeitete, wo er als Psychologe tätig war, wobei er ihr mehrere Wunden im Gesicht und an den Armen zufügte. Damals führte er seinen ersten Hungerstreik durch. (6)
2002 griff Fariñas in Santa Clara in der Province Las Villas einen alten Mann mit einem Stock an. Der alte Mann eilte schwer verletzt ins Krankenhaus, wo er sich einer Operation zur Entfernung seiner Milz unterziehen musste. Nach diesem Verbrechen wurde Fariñas zu 5 Jahren und 10 Monaten Gefängnis verurteilt. Er unternahm wieder einen Hungerstreik, und am 5. Dezember 2003 wurde ihm aus gesundheitlichen Gründen eine frühzeitige Freilassung gewährt. (7)
Mit Bezug auf diesen Zwischenfall beschränkte sich die Presseagentur "EFE" auf die Aussage, dass Fariñas "wegen Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung und Körperverletzung" verurteilt worden sei, ohne weitere Details zu nennen. (8) Die Associated Press war dagegen ausführlicher und wies darauf hin, dass "einige seiner rechtlichen Probleme mit der Körperverletzung an einer Arbeitskollegin und anderen Gewalttätigkeiten zu tun hatten". (9)
2005 begann Fariñas einen weiteren Hungerstreik und forderte, dass die kubanische Regierung ihm zu Hause einen Internetzugang installiere. Er traf sich mit der US-diplomatischen Delegation in Havanna, der US-Interessenvertretung, die seine Aktivitäten finanzieren. Fariñas erkennt diese Tatsache bereitwillig an. Die Französische Tageszeitung "Libération" schreibt, dass "Fariñas den Erhalt von ‚Spenden' aus der US-Interessenvertretung nie geleugnet hat, um einen Computer zu erhalten und seinen Beruf als ‚unabhängiger Journalist' im Internet auszuüben". (10)
Doch Guillermo Fariñas wurde am 14. Februar 2010 zum echten Medienereignis, als er zu Hause einen Hungerstreik anfing, der bis zum 8. Juli andauerte, um die Befreiung der Personen zu fordern, die er wegen ihrer Annahme der Finanzierung aus den Vereinigten Staaten als "Gefangene der Meinungsäußerung" bezeichnet. (11) Tatsächlich gibt die US-Agentur für Internationale Entwicklung (USAID), eine Agentur der Bundesregierung, zu, dass sie die kubanische Opposition finanziert. Laut USAID stieg der Förderungsbetrag für die kubanischen Dissidenten im Steuerjahr 2009 auf 15,62 Millionen Dollar. "Das weit aus meiste dieses Geldes ist für Einzelpersonen auf kubanischem Boden bestimmt. Es ist unser Ziel, den Unterstützungsbetrag zu erhöhen, der Kubanern auf der Insel zugute kommt." (12)
Die Regierungsorganisation betont auch Folgendes: "Wir haben im Verlauf von zehn Jahren Hunderte von Journalisten ausgebildet, deren Arbeit in großen internationalen Nachrichtenausgaben erschienen sind." Dieses Eingeständnis macht die Erklärung über das unabhängige Wesen der oppositionellen Journalisten in Kuba zunichte. Von den Vereinigten Staaten ausgebildet und finanziert reagieren diese Journalisten in erster Linie auf die Interessen Washingtons, dessen Ziel, wie ein offizielles Dokument des State Department erklärt, der "Regierungswechsel" auf der Insel sei. (13) Aus juristischer Sicht versetzt diese Tatsache die Dissidenten, die die angebotene Beeinflussung durch USAID annehmen, in die Position von Agenten im Dienst einer ausländischen Macht, was einen schweren Verstoß nicht nur gegen die kubanische Rechtsprechung, sondern gegen die jeden Landes der Welt darstellt.
.....alles lesen dort---> http://www.miami5.de/informationen/publizisten-101111.html
 

COSTARICA
Riesenerfolg: Gericht entscheidet gegen Goldminen-Projekt in Costa Rica Grund zum Feiern in Costa Rica: ein Gericht hat am Mittwoch demumstrittenen Las Crucitas Gold Mine Projekt den Todesstoß versetzt und hat in seiner Begründung die wesentlichen Kritikpunkte genannt, mit denen Anlieger und Umweltschützer seit Jahren Kampagne gegen das Projekt gemacht haben... http://www.pro-regenwald.de/news/2010/11/25/Riesenerfolg_CostaRica


Blockade gegen Kuba erneut verurteilt
UNO wiederholt Verurteilung der Blockade der USA gegen Kuba
26. Oktober 2010 (Prensa Latina) Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündete am heutigen Dienstag zum neunzehnten Mal in Folge ihre Verurteilung der von den Vereinigten Staaten vor 48 Jahren gegen Kuba verhängten Blockade und forderte deren Aufhebung. Die Ablehnung dieser Abschottungsmaßnahme wurde vom Plenum des höchsten Weltgremiums mit 187 Fürstimmen, 2 Gegenstimmen (USA und Israel) und drei Enthaltungen (Marshall-Inseln, Mikronesien und Palau) beschlossen. Im vergangenen Jahr hatte es unter Einschluss der Marshall-Inseln noch drei Gegenstimmen gegeben. Die Abstimmungen gegen die Blockade begannen am 24. November 1992 als die 47. ordentliche Sitzungsperiode dieses Gremiums die erste Resolution in diesem Zusammenhang mit 59 Fürstimmen, drei Gegenstimmen und 71 Enthaltungen annahm. Seit damals hat die Versammlung in jedem Jahr einer Resolution unter der Bezeichnung "Notwendigkeit der Beendigung der von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängten wirtschaftlichen, handelsmäßigen und finanziellen Blockade" zugestimmt.


Kuba Tag der Opfer der Staatsterrorismus
Kuba hat stets ein vorbildliches Vorgehen im Kampf gegen den Terrorismus gezeigt
• Rede des Armeegenerals Raúl Castro Ruz, Vorsitzender des Staats- und des Ministerrats, auf der Veranstaltung zum "Tag der Opfer der Staatsterrorismus" im Theatersaal der Revolutionären Streitkräfte am 6. Oktober 2010
• Wir zollen den 3.478 Kubanern Tribut, die  aufgrund der in diesen fünfzig Jahren gegen unser Vaterland durchgeführten Terrorakte gestorben sind, sowie den 2.099 Kubanern, die aus dem selben Grund für immer behindert sind.
• Die jetzige Regierung der Vereinigten Staaten hat bei der jüngst ratifizierten willkürlichen Einbeziehung Kubas in die jährliche Liste des State Department über die „Sponsorstaaten des Terrorismus" nicht nur eine infame Maßnahme getroffen, sondern  wieder einmal den vorbildlichen Rekord Kubas hinsichtlich dieser Materie ignoriert.
• Wie lange noch wird Präsident Obama dem internationalen Aufruf nicht  Folge leisten und zulassen, dass die Ungerechtigkeit sich durchsetzt, welche von ihm behoben werden kann? Wie lange noch werden unsere Fünf Patrioten in Haft sein?

Liebe Familienangehörige der Opfer des Staatsterrorismus gegen Kuba!
Liebe Freunde und Kameraden!

Wie in der heute veröffentlichten Gesetzesverordnung des Staatsrats angegeben ist, wird ab diesem Jahr der 6. Oktober als der „Tag der Opfer des Staatsterrorismus" begangen....weiterlesen im pdf-Doku: HIER

WARNUNGEN
Seit Monaten warnt Fidel in seinen Reflexionen vor der Möglichkeit der
Anwendung bzw. vor außer Kontrolle geratende Atomwaffen
(siehe unter http://www.cubafreundschaft.de/Fidel-Reden/Fidel-Reden.html#2010).
Nun liefert die Realität ein praktisches Beispiel für die Relevanz solcher Warnungen – ein Stück aus dem Tollhaus: "Bill Clinton verlor angeblich Nuclearcode" Presseausrisse pdf: HIER


Stoppt Goldabbau-Projekt Crucitas in Costa Rica

Im Norden Costa Ricas soll eine Goldmine im Regenwald angelegt werden. Diesen Deal mit einem kanadischen Unternehmen hat der frühere Präsident Arias unter dubiosen Umständen noch auf den Weg gebracht - obwohl Umweltschützer seit Jahren vor den Auswirkungen des Vorhabens auf Regenwald, Wasser und Menschen gewarnt hatten. http://www.pro-regenwald.de/ua25hscr 

Costa Rica:
Hungerstreik gegen Goldmine und Regenwaldzerstörung
Seit dem 8. Oktober hungern mehrere Costaricaner vor der
Präsidentenresidenz in der Hauptstadt San José. Ihr Anliegen ist die Aufhebung des Dekrets 34.801-MINAET, welches das umstrittene Minenprojekt 'Crucitas' im Norden Costa Ricas zum nationalen Interesse und öffentlichen Nutzen erklärt. Das Dekret wurde 2008 vom früheren costaricanischen Präsidenten Oscar Arias erlassen, um sich über die bestehenden Umweltschutzgesetze des Landes hinwegzusetzen, welche die Abholzung von Primärwald verbieten... http://www.pro-regenwald.de/news/2010/10/27/Costa_Rica___Hungers 

Illegaler Holzhandel
Die EU handelt und keiner weiß, ob’s besser wird
Nach vielen Jahren öffentlichen Drucks hat die Europäische Union nun endlich ein Gesetz verabschiedet, dass die Einfuhr von illegal geschlagenem und gehandelten Holz in die Europäische Union verbietet. Ab 2013 müssen all jene Händler, die Holz oder Holzprodukte innerhalb der Europäischen Union erstmals auf den Markt bringen nachweisen, dass ihr Produkt legal geschlagen und gehandelt wurde... http://www.pro-regenwald.de/news/2010/10/18/Illegaler_Holzhandel 

Neue Kampagne:
'Regenwald drin'!
Mit der rechtzeitig zur Regenwaldwoche gestarteten Kampagne"Augen auf! 'Regenwald drin'" will Pro REGENWALD darauf hinweisen, in welchen der Alltagsprodukte, die wir täglich aus dem Supermarkt heraustragen, Regenwald drin ist. Pro REGENWALD setzt auf das Interesse der Konsumenten und Konsumentinnen. Wer beim Einkauf nach entsprechende Produkt-Hinweisen schaut, wird überrascht sein, wo überall 'Regenwald drin' ist
http://www.pro-regenwald.de/news/2010/10/17/Regenwald_drin 

Weltwärts-Freiwillige in Costa Rica angekommen
In den ersten Oktobertagen hat die arbeitsintensive Vorbereitungsphase der weltwärts-Freiwilligen, die Pro REGENWALD für ein Jahr nach Costa Rica zum Einsatz entsendet, ihren Abschluss gefunden: im Abstand von wenigen Tagen sind die jungen Leute in San Jose gelandet.
Künftig werden die Freiwilligen auf www.forestguardians.net/blog  über ihre Eindrücke, Probleme, Freuden und auch die Arbeit im Detail berichten...
http://www.pro-regenwald.de/news/2010/10/12/Angekommen 


ERKLÄRUNG
Für eine zukunftsfähige Cubapolitik
Auf seiner Mitgliederversammlung im Oktober 2010 in Erfurt erklärt das NETZWERK CUBA e.V.:
Seit 1996 der so genannte „Gemeinsame Standpunkt der Europäischen Union betreffend Kuba“ durchgesetzt wurde, stellt er das Haupthindernis für die Gestaltung von normalen Beziehungen zwischen der EU und Cuba dar. Dies erfolgte auf Druck der US-Regierung und deren Gesandten Stuart Eizenstat, und er wurde damals maßgeblich von dem umstrittenen spanischen Präsidenten Aznar durchgeboxt. Gegen keinen anderen Staat hat die EU eine solche einseitige Politikgrundlage wie gegen Cuba. Die vollständige Erklärung als pdf: HIER


NETZWERK CUBA NEWSLETTER vom 12.10.10 als word.doc: HIER


KUBA

"GOODBYE" unserem Freund Lucius Walker Nachruf zum Tod von  Reverend Lucius Walker,
Gründer der Pastors for Peace - Friedenskarawane für Kuba
http://www.miami5.de/informationen/freunde-100909.html

Obama verlängert Wirtschaftsembargo gegen Kuba
Die Vereinigten Staaten haben ihr Wirtschaftsembargo gegen Kuba erneut um ein Jahr verlängert.
http://de.rian.ru/politics/20100903/257218679.html 

Blockade verschärft
http://www.jungewelt.de/2010/09-17/041.php 

Kubas Bericht über die Blockade an die Vereinten Nationen:
http://www.fgbrdkuba.de/txt/doc/20100915-bericht-kubas-un-vollversammlung.pdf



KUBA - USA - UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEN SYSTEMEN!

29. September 2010: Antonio feiert am 16. Oktober seinen 52. Geburtstag. Über viele Glückwünsche würde er sich sicher freuen, Seine Adressen finden Sie unter LOS CINCO. 29. September 2010: In der Granma International erschien ein Artikel mit der Überschrift "Kubas Argumente - Fortgesetzte Anschlagspläne aus den USA "Die "Erklärungen" von Francisco Chávez Abarca und die entsprechenden Pläne hinsichtlich Venezuelas stellen eine Fortsetzung der terroristischen Aktivitäten gegen Kuba dar, sie lösen neue Fragen bezüglich der Komplizenschaft der CIA, CANF, Posada Carriles und die der antikubanischen Mitglieder im Kongress aus. Übersetzung 24. September 2010: In einem in mehreren US-amerikanischen Zeitungen veröffentlichten Artikel der Associated Press wird berichtet, dass die Frau von Alan Gross, einem US-Unterhändler, der in Kuba inhaftiert wurde, ihren Mann dort besuchen durfte, etwas von dem Adriana Pérez und Olga Salanueva, die Ehefrauen von Gerardo und René, nur träumen dürfen. 
 

Übersetzung der:  Los Angeles Times, vom 23. September 2010
Die Ehefrau eines US-Unterhändlers, der in Kuba wegen des Verdachts der Spionage inhaftiert ist, besucht ihn auf der Insel.
Paul Haven, Will Weissert Associated Press, 23.September 2010

Der Ehefrau eines amerikanischen Unterhändlers, der seit neun Monaten in Kuba wegen des Verdachts auf Spionage inhaftiert ist, sei erlaubt worden, auf die Insel zu reisen und ihn zu besuchen, sagten am Donnerstag zwei mit dem Fall vertraute Personen.
Alan und Judy Gross trafen sich anscheinend Mitte August in einem von der kubanischen Regierung zur Verfügung gestellten Strandhaus. Die Quellen sprachen mit Associated Press wegen der Sensibilität und der Tatsache, dass sie nicht autorisiert seien, mit der Presse zu sprechen, nur unter der Bedingung der Anonymität.
Keine der Quellen wollte weitere Details über das Treffen liefern oder sagen, wo genau es stattgefunden oder wie lange es gedauert hatte. Amerikanische Beamte hatten berichtet, Gross habe während seiner Haft an Gewicht verloren, werde aber gut behandelt.
Weder Gross' Familie noch die kubanische Regierung gaben einen Kommentar ab. Gloria Berbena, eine Sprecherin der US-Interessenvertretung in Havanna, die Washington anstelle einer Botschaft unterhält, sagte lediglich, dass sich amerikanische Konsularbeamte monatlich mit Gross träfen.
Gross, 60, gebürtig in Potomac, Maryland, arbeitete für eine Firma im Auftrag der US-Agentur für Internationale Entwicklung [USAID] als er am 3. Dezember verhaftet und in das Hochsicherheitsgefängnis Villa Marista gebracht wurde. Er wurde nicht angeklagt, aber kubanische Beamte, einschließlich Präsident Raúl Castro, beschuldigen ihn der Spionage.
Die USA sagen, er habe kein Verbrechen begangen, und seine Frau hat gesagt, er habe Kommunikationsmittel für die jüdischen Gruppen der Insel geliefert, aber nicht für politische Zwecke.
Es ist nicht klar, ob der Besuch von Judy Gross bedeutet, dass der Fall einer Lösung näher gekommen ist. Gross lange Haft wird für einen wesentlichen Hemmschuh bei der Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Kuba gehalten.
Im Juli unternahm US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton einen ungewöhnlichen Schritt, als sie jüdische Gruppen aufforderte, sich der Kampagne, Kuba zu bewegen, Gross zu entlassen, anzuschließen.
"Alan lieferte Informationen und Technologie, die der Gemeinde zu besseren Verbindungen verhelfen würden," sagte Clinton auf einem Empfang des State-Departments.
Der Gouverneur von Neu Mexiko Bill Richardson sagte während eines Besuchs in Havanna am 26. August, er habe die kubanischen Behörden dazu aufgefordert, die Inhaftierung als "humanitären Fall" zu behandeln, und dass er einige Fortschritte gemacht habe.
Julia Sweig, eine Kuba-Expertin am "Rat für Auswärtige Beziehungen" in Washington, die sich kürzlich mit Fidel Castro und anderen Offiziellen getroffen hatte, sagte ebenfalls, sie habe den Eindruck gewonnen, Kuba würde den Fall gerne gelöst sehen.
Judy Gross' Besuch fand inmitten von Gerüchten statt, die Obama-Administration könnte Reisebeschränkungen lockern und mehr Studenten, Forschern und Erziehern erlauben, auf die Insel zu reisen. Amerika betreibt seit 48 Jahren ein Embargo, dass nahezu jeden Handel mit Kuba abwürgt und amerikanischen Touristen untersagt, nach Kuba zu reisen. Das Projekt, für das Gross arbeitete, war Teil eines USAID-Programms über 40 Millionen Dollar pro Jahr zur Förderung von Demokratie und politischem Wandel auf der Insel.
US-Beamte verteidigen es und sagen, sie würden niemals aufgeben, auf Demokratie und Offenheit in Kuba zu drängen, während das Programm von Gegnern als ineffektiv und kontraproduktiv kritisiert wird. Kubanische Behörden fordern lautstark mehr Familienbesuche für fünf kubanische Agenten, die lange Strafen in den Vereinigten Staaten verbüßen, weil sie Anti-Castro-Gruppen infiltriert hatten. Kuba betrachtet die Männer als Helden.
Einige haben spekuliert, Gross' Entlassung könnte Teil eines Austauschs werden, wonach einer oder mehrere der kubanischen Agenten nach Hause gehen könnten, obwohl Washington wiederholt bestritten hatte, dass derartige Pläne in Arbeit seien.
Deutsch: ¡Basta Ya! (db)


Kubas Argumente
Fortgesetzte Anschlagspläne aus den USA
Granma International, 17. September 2010


Die 'Erklärungen' von Francisco Chávez Abarca und die entsprechenden Pläne hinsichtlich Venezuelas stellen eine Fortsetzung der terroristischen Aktivitäten gegen Kuba dar, sie lösen neue Fragen bezüglich der Komplizenschaft der CIA, CANF, Posada Carriles und die der antikubanischen Mitglieder im Kongress aus.
Da die Nachricht veröffentlicht wurde, dass Luis Posada Carriles und verschiedene extremistische in den USA ansässige Organisationen beabsichtigten, ihre Pläne für gewalttätige und paramilitärische Aktionen gegen Kuba fortzusetzen, wurde der internationale Terrorist Francisco Antonio Chávez Abarca am vergangenen 1. Juli in Venezuela verhaftet. Er ist ein Hauptbindeglied der mittelamerikanischen Verbindung, und er wurde von der berüchtigten, kriminellen "Cuban American National Foundation (CANF)" und von einigen ihrer früheren Mitglieder, die zurzeit zum "Council for the liberation of Cuba (CLC)" gehören, für Gewaltaktionen gegen Kuba beschäftigt.
Posada Carriles, ein Gesetzesflüchtiger der venezolanischen Justiz, ist weiter aktiv, indem er innerhalb und außerhalb des US-Territoriums antikubanische Komplotts ausheckt, Verbindlichkeiten und Vergünstigungen von Politikern, Beamten und regionalen oder mittelamerikanischen Agenten sammelt, als ob er sich nicht an die bevorstehende gerichtliche Anhörung erinnerte, sich nicht beunruhigte oder sorgte oder als ob er der auf Anfang nächsten Jahres wegen eines geringfügigen Einwanderungsvergehens gegen ihn anberaumten Verhandlung spotten wollte.
Kuba, das auf seinem Territorium nie Pläne zur Finanzierung oder Ausführung von Terroranschlägen auf irgend einen anderen Staat gestattet hat, noch je gestatten wird, hat seinen Nachbarn im Norden über fünf Jahrzehnte lang beobachtet, wonach insbesondere Miami-Stadt sowohl vor als nach dem Triumph der Revolution berüchtigten Terroristen einen sicheren Hafen stellte. Es werden dort Spendengelder gesammelt und zur Verfügung gestellt und Bankkonten zur Finanzierung ihrer Aktionen eingerichtet, und es wird denjenigen, die kriminelle Aktionen gegen unser Land finanzieren, planen und ausführen, die entweder früher auf den Gehaltslisten der CIA und des FBIs waren oder es zurzeit sind, gestattet, US-Boden zu nutzen.
Als "Ehrengast" des Jahreskongresses der Terrororganisation Alpha 66 vom 27. - 28. Februar 2010 schlug Posada vor, die Pläne für gewalttätige und paramilitärische Aktionen gegen Kuba wieder aufzunehmen.
Obwohl die Führer der Gruppe angaben, dass es Teil ihrer Strategie sein sollte so zu tun, als ob sie sich in eine politisch-zivile und friedliche Partei verwandelt hätten, bestätigten sie, dass es ihr Hauptziel sei, mittels Aktionen und Instrumenten zur Zerstörung der Revolution beizutragen. Dementsprechend empfahlen sie Spendenaktionen für den Kauf neuer Schiffe und deren Ausrüstung mit Maschinengewehren, um damit auf Kuba landen oder unsere Küsten damit angreifen zu können.
Zufälligerweise wurde am 22. März, einige Tage nach dem Kongress, die Residenz des kubanischen Botschafters in Guatemala mit Sprengstoffgeschossen aus Granatwerfern angegriffen, was dort materiellen Schaden anrichtete.
In diesem Zusammenhang macht Lincoln Diaz-Balart wieder Schlagzeilen. Er ist die Nummer Eins unter den "Cheerleadern" der schlimmsten Aktionen gegen unsere Bevölkerung, angefangen von der Befürwortung militärischer Angriffe auf Kuba und der Ermordung des Comandante en Jefe bis hin zur Entführung des Kindes Elian González' oder der Ermunterung zu Hungerstreiks als Kampfmittel für Söldner.
Im Begriff von seinem politischen Amt zurückzutreten rief Diaz-Balart Ende Mai 2010 die als "La Rosa Blanca" bekannte terroristische Organisation wieder ins Leben, die sein Vater einige Tage nach dem Sieg der Revolution geschaffen hatte und deren Präsidentschaft er jetzt für sich in Anspruch nimmt, mit dem Ziel, der maßgebliche Boss der Mafia von Miami zu werden.
"La Rosa Blanca" war die erste konterrevolutionäre Organisation, die in den USA von den Schergen der Diktatur des Fulgencio Batista eingerichtet wurde, der nach deren Misshandlungen und Verbrechen aus Kuba davon rannte. 1959 verbündete sie sich mit der "Central Intelligence Agency (CIA)" und dem dominikanischen Diktator Rafael Leónidas Trujillo, um einen Aufstand im Escambray-Gebirge zu organisieren. Man erinnert sich an das Abbrennen von Schulen, Bauernhäusern, Zuckerrohrfeldern und Textilfabriken, wobei eine Anzahl von Menschen verwundet und verstümmelt wurden und wodurch großer wirtschaftlicher Schaden entstand.
Warum reaktiviert ein US-Kongressmitglied so eine Organisation im 21. Jahrhundert? Wozu?

Diaz-Balarts neue Tricks können seine Absicht nicht verschleiern, über diesen Kanal an die von
der US-Regierung für Subversion bestimmten Gelder im Wert von Millionen von Dollar zu kommen, eine Beute, die alle an sich ziehen möchten, einschließlich der berüchtigten Terroristen wie Roberto Martín Perez, der auch an der Neugründung von "Rosa Blanca" beteiligt war, sowie dessen Bundesgenossen, die anderen Nachfahren der Folterknechte unter Batistas Diktatur.
Seine Kollegin Ileana Ros-Lethinen, die sich für ihre schändliche Rolle bei der Entführung von Elián González den Spitznamen "grausame Wölfin" erwarb, zählt auch zu denen, die während ihrer politischen Kampagne von 1988 mehr als jeder andere für die Freilassung von Orlando Bosch getan haben. Bosch war ein enger Freund von Enrique Ros, dem Vater der Kongressabgeordneten. Bosch und Posada waren die Verantwortlichen hinter dem Anschlag auf die Cuba Airline [1976], der 73 Menschen das Leben kostete.
1991, unter der Administration von George Bush, Senior, verwendete sich die Kongressabgeordnete Ileana Ros-Lethinen bei dem Präsidenten für drei militärische Flugzeuge der US-Luftwaffe vom Typ 0-2 der Cessna, die für Erkundungsflüge zur Erfüllung der Missionen der von José Basulto, einem Ex-Söldner der Schweinebucht-Invasion, einem Terroristen und CIA-Agenten, angeführten "Brothers to the Rescue" genutzt werden sollten. Am 19. Juli 1992, als die Luftoperation startete, veröffentlichte die Presse zum ersten Mal die Bilder des Flugzeugtyps mit den deutlich sichtbaren Insignien der US-Luftwaffe, der Flugzeuge, die der konterrevolutionären Gruppe überlassen worden waren. Der Herausgeber des Artikels von Miami Herald nahm auch an einem der Flüge teil.
Angestiftet von den Kongressmitgliedern Ileana Ros und Lincoln Diaz-Balart sowie von anderen konterrevolutionären Organisationen in Miami inszenierten die "Brothers to the Rescue" Provokationen über kubanischem Territorium, um einem günstigen Gesprächsverlauf zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba nach den Migrationsabkommen von 1994 und 1995 zu schaden.
Finanziert von der Mafia in Miami konzentrierte sich diese konterrevolutionäre Gruppe mit aller Kraft darauf, einen Zwischenfall zu provozieren und verletzte den kubanischen Luftraum innerhalb von 20 Monaten 25 Mal. Dazu gehörten Flüge über Havanna-Stadt, bei denen sie verschiedene Objekte abwarfen, die schließlich zu dem Ereignis am 24. Februar 1996 führten und dem Abschuss von Flugzeugen.
Wieder belasteten diese Provokationen die kubanisch-amerikanischen Beziehungen und beförderten die Annahme des Helms-Burton Act, dessen Inhalt es schwieriger werden lässt, zukünftig Lösungen für die Fehde zwischen beiden Ländern zu finden, weil damit alle Maßnahmen der US- Wirtschafts- und Handelsblockade gesetzlich festgeschrieben wurden.
2008 führte Ileana Ros eine andere Bestrebung an, dieses Mal zur Begnadigung des Terroristen Eduardo Arocena, den geistigen Autor der Ermordung des kubanischen Diplomaten bei den Vereinten Nationen Felix García Rodríguez durch Sprengstoffattentate auf öffentlichen US-Plätzen im Jahr 1980. In jüngerer Zeit spielte Ros-Lethinen eine Hauptrolle bei der Spendensammlung für den Verteidigungsanwalt von Posada Carriles.
"Die Ziele der CANF sind meine Ziele," so lautete ihre Eintrittsverpflichtung 1989 gegenüber der terroristischen Organisation, die ihre Kandidatur befürwortete und ihre ganze wirtschaftliche und politische Macht einbrachte, um ihr einen Sitz im US-Kongress zu ermöglichen. "Ich befürworte die Möglichkeit, dass jemand Fidel Castro ermorden könnte," sagte sie im März 2006 gegenüber einem Dokumentarfilmemacher der Britischen BBC, während sie dabei friedlich in ihrem Washingtoner Büro saß.
Verschiedene Problemanalytiker haben die in den USA aufkommenden Sorgen und Erwartungen durch die Verhaftung von Chávez Abarca angesprochen, insbesondere die Beunruhigung unter den Kongressmitgliedern und Beamten, deren politische Karriere sehr eng mit Posada, der CIA und der CANF verbunden ist. Es gibt Gerüchte, dass unter den besorgtesten die antikubanischen Kongressabgeordneten aus New Jersey Bob Menéndez und Albio Sires sind. Ersterer hatte für gewöhnlich Terroristen finanziert und dies seit den Tagen, als sein "Berater" für die Gemeinde Alfredo Chumaceiro Anillo war, der am 24. Juli 1976 während der Vorstellung einer Truppe kubanischer Künstler versucht hatte, das Lincoln Center-Theater in die Luft zu sprengen.
Menéndez war ein enger Freund und Schwiegersohn des früheren CANF-Direktors Arnaldo Monzón Plasencia, der nicht nur für seine Wahlkampagnen spendete, sondern auch 25.000 $ zur Finanzierung der Terroranschläge von 1997 beisteuerte. Sein persönlicher Beistand für die Planung und Ermordung des besagten kubanischen Diplomaten war José Manuel Alvarez, alias "der Bär". Die anderen an dieser Ermordung Beteiligten waren der Sträfling Arocena, der Häuptling von Omega 7 und der angeheuerte Mörder Pedro Remón Rodríguez, der unseren Beamten erschoss. Wie auch viele andere, so ist auch dieses Verbrechen immer noch ungesühnt.
Ein weiteres entlarvendes Bindeglied ist der Anwalt Guillermo Hernández, einer der aktivsten unter Menéndez' Beratern. Er fungiert jetzt als unabhängiger Berater für Posada Carriles zur Verhinderung von dessen Auslieferung an Venezuela und als Beistand bei den anderen Klagen, die gegen Posada vorgebracht werden könnten.
Ein Kongressabgeordneter aus Albio Sires' engstem Mitarbeiterstab ist Angel Manuel Alfonso Alemán, alias "La Cota", ein Mitglied des Terrorkommandos, das 1997 in Puerto Rico an Bord eines CANF-Schiffes auf seinem Weg nach der Insel Margarita, Venezuela, bei dem Vorhaben verhaftet wurde, den Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz während des 7. Iberoamerikanischen Gipfels der Staatsoberhäupter mit großkalibrigen Gewehren zu ermorden. Alfonso Alemán ist einer seiner Hauptkontaktleute zu Posada Carriles und der Mafia von Miami.
Es ist nicht überraschend, dass die berüchtigte Cuban American National Foundation (CANF), die über lange Zeit eine große Anzahl von Terrorgruppen finanzierte, um den Interessen innerhalb und außerhalb unserer Nation zu schaden, der Öffentlichkeit jetzt, genau wie die anderen, ein moderates Image vormacht, während sie die provokativen Aktionen der so genannten "Damen in Weiß" mit Spenden und Mitteln versorgen und versuchen, innenpolitische Unzufriedenheit zu schüren, wofür sie ihr eigenes Geld ausgibt und das aus US-Beschaffungsstellen.

Zielrichtung: die venezolanischen Wahlen
Wenn Terrorismus nicht mehr angesagt ist, welche Absicht hatte dann Chávez Abarcas Reise nach Venezuela? Was tat er während seiner verdächtigen Umtriebe innerhalb Mittelamerikas? Wer stand hinter seinen Aktionen? Was haben die US-Behörden getan, um die Erfüllung der terroristischen Pläne in Miami, El Salvador, Guatemala oder Kuba zu verhindern? Wie wirksam waren die von der vorherigen salvadorianischen Regierung angenommenen Maßnahmen, ihre Freiheit zu morden, einzuschränken?
Der Häftling hat die Destabilisierungspläne, die er in der Schwesternation ausführen wollte, schon zugegeben, nach denen versucht werden sollte, Führungspersönlichkeiten im bolivarianischen Prozess zu töten oder ihrem Image hinsichtlich der kommenden Wahlen am 26. September zu schaden. Chávez Abarca hat gesagt, dass es seine Absicht gewesen sei, "Reifen zu verbrennen, Straßenunruhen zu schüren und eine politische Partei anzugreifen, um dann die andere dafür zu beschuldigen."
Es wurde aufgedeckt, dass einer der derzeit wichtigsten Pläne von Posada Carriles darin besteht, Schiffe, die mit Öl von Venezuela nach Havanna fahren, zu versenken. Er sagte auch, dass die CANF fast 100 Millionen $ für Pläne gegen Venezuela vorgesehen habe, weil sie den Eindruck habe, dass dieses südamerikanische Land das "finanzielle Rückgrat" von Kuba, Ekuador, Bolivien und Guatemala sei.
Laut seinen Angabe hätten sie Ende September 2005 Pläne gehabt, Präsident Hugo Chávez zu ermorden. Zu deren Ausführung habe Posada eine Beretta des Kalibers 0,5 empfohlen.
Seit dieser Söldner im September 2007 nach Verbüßung seiner Haft wegen gestohlener Autos aus dem Gefängnis kam, begann er in Koordination mit Posada, Gewalttaten gegen Kuba und andere ALBA-Nationen auszuführen, dazu gehörten als Gegenleistung für Geld Anschlagsversuche auf das Leben von Präsident Chávez.
Zur Zeit seiner Verhaftung hatte er, um solche Zielsetzungen abzusichern, Anweisungen seiner Bosse in Florida, Geheimdienstaktionen auf venezolanischem Boden zu unternehmen, die zur Erstellung der für die Durchführung verdeckter Operationen notwendigen Logistik führten.
Dieser Söldner, der mit Posadas Unterstützung agierte, suchte Zuflucht in Costarica, Guatemala und El Salvador.
Während der Vorbereitung zur Untersuchung des Falles hat der Häftling zugegeben, dass er als Söldner von Posada Carriles selbst rekrutiert und ausgebildet worden war, der ihm erste Anweisungen gab und ihm 2.000 $ für jedes Sprengstoffattentat in Kuba gegeben habe. Er habe die Instruktion bei Treffen in Hotels und an anderen Orten in El Salvador, Costarica und Guatemala erhalten, wo er die Terroristen der Cuban American National Foundation (CANF) Arnaldo Monzón Plasencia, Pedro Remón Rodríguez, Guillermo Novo Sampol und Gaspar Jiménez Escobedo getroffen habe. "Jeder von ihnen sagte deutlich, dass sie zur ‚Foundation' gehörten und Posada ein Mitglied der CANF in Miami sei," sagte Chávez Abarca.

Mit Duldung der CIA und freundlicher Präsidenten
Er fügte hinzu, Posada habe damit geprahlt, jedes Mal die Zustimmung der CIA eingeholt zu haben, bevor er eine seiner Gewalttaten gegen Kuba begangen habe, und dass er bei einer Gelegenheit gesagte habe, dass der Mann, der die Unterhaltung unterbrochen hatte, ein CIA-Offizier, sein Vorgesetzter, gewesen sei, der ihn ans Telefon gerufen habe. Außerdem sagte er, es wäre leicht für ihn gewesen, den wenigen Befragungen, die das FBI und das staatliche Geheimdienstbüro in El Salvador durchgeführt habe, aus dem Weg zu gehen.
Zu Posadas persönlichen Verbindungen in El Salvador sagte er, er habe vor der derzeitigen Regierung exzellente Beziehungen zu jedem rechtsradikalen Präsidenten unterhalten. Er erwähnte Calderón Sol, Cristiani und Francisco Flores, mit denen er zum Fischen ging. Er erwähnte auch seinen Freund Rodrigo Avila, der zwei Mal Polizeikommissar war. "Sie haben alle die Leute der Stiftung besucht," fügte er hinzu.
Chávez Abarca berichtete, dass 1997, als das kubanische Fernsehen zeigte, wie der salvadorianische Terrorist Raúl Ernesto Cruz León seine Verbindungen zu Posada und der CANF offen legte, ersterer ihn aufgefordert habe, die Familie des Mannes [Cruz León] zu töten, da der sich um das Schicksal seiner Frau und seiner Kinder sorge.
Chávez Abarca hat nicht nur mittelamerikanische Söldner rekrutiert und trainiert, die vorher in Kuba im Gefängnis saßen - ein Salvadorianer und drei Guatemalteken - sondern hat auch am 12. bzw. 30 April 1997 in der Disko Aché und im 15. Stock des Hotels Meliá Cohíba Bomben gelegt, und eine weitere im Hotel Comodoro, als dort ein internationales Schachturnier mit über 40 Kindern stattfand. Einige dieser Kinder hätten dabei umkommen können, als sie mit dem Koffer spielten, in dem die Sprengkapsel versteckt war.
Die Bombe, die am Abend des 1. Mai 1997 im 15. Stock des Hotels Meliá Cohíba entdeckt wurde, enthielt 1,5 kg des hochexplosiven militärischen C-4-Sprengstoffs, genug um Gebäude, Brücken und Schiffe zu zerstören.
In dieser Zeit brachte der von Posada und der CANF geführte Terrorring über 30 Sprengladungen ins Land - 18 davon in weniger als einem Jahr - 11 von ihnen explodierten in verschiedenen touristischen Einrichtungen, einschließlich die, die den jungen italienischen Touristen Fabio di Celmo tötete, andere verletzte und großen Sachschaden anrichteten.
Es hätte Tausende von Todesopfern geben können, wenn sie ihre Pläne, die alle von der kubanischen Staatssicherheit mit Hilfe der Bevölkerung durchkreuzt wurden, in überfüllten Erholungs- und Touristenzentren, wie das Kabarett Tropicana, Diskotheken, Hotels und Denkmälern, verwirklicht hätten.
Die CANF und diejenigen in der US-Regierung, die diese Art Aktionen anzettelten und erlaubten, hatten das offensichtliche Ziel, den Eindruck zu erwecken, diese Aktionen seien von einheimischen Gruppen begangen worden, um Panik und Instabilität zu erzeugen, den Tourismus schwer zu schädigen und die Wirtschaft des Landes ins Chaos zu stürzen.
Zwischen 1990 und den ersten Jahren des jetzigen Jahrzehnts beging die Mafia von Miami gleichzeitig zu diesen Aktionen mehr als 25 Terroranschläge auf US-Boden, darunter Bombenanschläge, Angriffe mit Feuerwaffen, verbalen Bedrohungen und Provokationen gegen kubanische Interessen, Migranten, Reisebüros, kubafreundliche Persönlichkeiten und Organisation und sogar Todesdrohungen gegen Präsident William Clinton und seine Justizministerin Janet Reno, wegen ihrer Entscheidung, den kleinen Jungen Elián González zurückzuschicken.
Zusätzlich mussten in diesem Jahrzehnt Pläne verhindert werden, den Commandante en Jefe bei nahezu jedem Iberoamerikanischen Gipfel in verschiedenen Hauptstädten und während seiner Überseereisen zu ermorden, was durch die Festnahme in flagranti von Posada und seinen Handlangern in Panama bewiesen wurde, wo sie Absicht hatten, einen Massenmord an Hunderten von Universitätsstudenten und anderen Teilnehmern an einer Festveranstaltung mit Compañero Fidel anzurichten, um ihn zu ermorden.
Haben diese Absichten die Hirne von Posada Carriles und den erbitterten Feinden der Revolution, die immer noch im US-Kongress sitzen, verlassen? Wird die derzeitige US-Administration den Antrieb und die Ambitionen der Trittbrettfahrer und Neugründern alter mörderischer Organisationen in den USA einschränken können? Wird das komplexe US-Rechtssystem jemals die Straflosigkeit in Miami beenden, die sich schon in ihrem 51. Jahr befindet, und Gerechtigkeit im Fall der fünf Helden walten lassen, die mehr als 12 Jahre grausamer Haft erdulden mussten?
Wird es ein Ende der Anheuerung von Söldnern geben, wenn die Bedrohung durch Anschläge in der Region Wirklichkeit wird, was durch Waffen- und Drogenhandel und die Ausbreitung aller Arten von Banden greifbar wird?
Obwohl Kuba zu Unrecht und unerklärlicherweise in die Liste der den Terrorismus unterstützenden Staaten aufgenommen wurde, hat Kuba den USA eine Fülle von Beweisen geliefert, dass es diese Geißel ernsthaft und beständig bekämpft. Trotz des Staatsterrorismus', der über fünf Jahrzehnte offizielle Politik Washingtons war, gab es einen wertvollen bilateralen Austausch von Informationen in dieser Angelegenheit, von der kubanischen Warnung vor einem Mordplan gegen Präsident Ronald Reagan 1984 bis hin zu Posada Carriles' Absichten, 1998 einen ähnlichen Anschlag wie das Verbrechen von Barbados zu verüben, diesmal gegen Flugzeuge, die zwischen Mittelamerika und Kuba verkehrten.
Zu dieser Zeit, am 16. und 17. Juni 1998, wurden mit einer FBI-Delegation, die Havanna und seine Flughafeneinrichtungen besuchte, Gespräche geführt und Informationen aus erster Hand übergeben, und zwar über Pläne, Beweise und personelle Informationen, mit genauen Adressen und Verbindungen in den USA und Mittelamerika, ihre modus operandi und Decknamen in ihren Immigrationsdokumenten, die Orte, an denen ihre Boote für die Aktionen versteckt waren, sichergestellte Sprengstoffe und Geräte oder die Reste derer, die explodiert waren.

Straflosigkeit und Ungerechtigkeit als Antwort
Die US-Delegation nahm nahezu zehn Dossiers, Hunderte von Seiten mit erstaunlichen und unbestreitbaren Beweisen mit, zusätzlich zu denen, die in stundenlangen Gesprächen mit den Chefs und Experten vom Innenministerium diskutiert wurden. Bevor sie gingen versprachen der leitende FBI-Beamte und der Chef der US-Interessenvertretung in Kuba, innerhalb von 15 Tagen über die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu berichten.
Zwölf Jahre später ist die einzige Antwort die Straffreiheit der Schuldigen an den abscheulichen Aktionen, die frei auf den Straßen der Vereinigten Staaten spazieren oder gar marschieren, und die Ungerechtigkeit, die fünf jungen Antiterrorkämpfer im Gefängnis festzuhalten, die zur Entdeckung beigetragen und rechtzeitig vor solchen Plänen gewarnt hatten. Ihr einziges "Verbrechen" war es, den Tod von weiteren Menschen und größeren Sachschaden verhindert zu haben. Das erste Ergebnis der Gespräche war die Verhaftung unserer Kameraden und die plötzliche panikartige Flucht der Täter dieser Verbrechen.
Kuba bezeichnet Straffreiheit und Doppelmoral im Kampf gegen den Terrorismus als nicht akzeptabel und hat sich wiederholt zum Kampf gegen solche Aktionen bekannt. Unser Land verurteilt jeden terroristischen Anschlag, jede terroristische Methode und Praxis in jeder Form und Art, wo immer sie begangen werden, egal von wem oder gegen wen und unabhängig vom Motiv. Dies wurde gerade in der UN-Vollversammlung ratifiziert, wo wir auch den widerlichsten Staatsterrorismus beklagt haben, dessen Opfer wir seit über einem halben Jahrhundert sind.
Die derzeitige US-Administration hat eine düstere und gefährliche Geschichte mit einer Kombination aus Geheimdiensten und skrupellosen Beamten, Terrororganisationen und berüchtigten Kriminellen und Söldnern, zurechtgebastelten Gerichtsverfahren und Verhören, korrupten Detektiven, Staatsanwälten, Kongressmitgliedern und früheren Regierungsbeamten übernommen.
Washington hat genug Informationen, um verborgene Wahrheiten auszugraben, nämlich dass die Gerichte für Gerechtigkeit zu sorgen haben, und zwar im Fall von Posada Carriles und einer Anzahl von anderen Terroristen, die frei in den USA spazieren. Es ist unverzichtbar, dass, ein für alle Mal, deren Straffreiheit und die an unseren fünf Landsleuten begangene Ungerechtigkeit beendet werden.
Es ist notwendig für die Welt, dass sich die Wahrheit durchsetzt. Es liegt in den Händen der derzeitigen US-Administration, der Geheimdienste und juristischen Behörden, alle notwendigen Dokumente freizugeben und zu veröffentlichen, um die Schuldigen festzustellen und zu bestrafen, und Terroranschläge gegen Kuba, Venezuela und andere ALBA-Länder, die immer noch Ziel dieser Geißel sind, zu verhindern.
Solche Bemühungen dürfen die Enthüllungen von Chávez Abarca angesichts der bevorstehenden Wahlen in Venezuela nicht unterschätzen, so wie die Beteiligung von Terroristen aus Miami am Staatsstreich in diesem Bruderland und in Honduras, wie die Untersuchungen gezeigt haben, als auch die neuen Anschläge gegen demokratische Regierungen in Mittelamerika, die der Angeklagte erwähnt hat, und die die Frage aufwerfen, ob es mögliche Verbindungen mit Mitgliedern der extremen Rechten, der CIA und der Mafia in Florida gibt.
Die Bestrafung Posada Carriles' ist gerade so fair und notwendig wie die Befreiung der fünf kubanischen Helden, d. h., wenn Washington im Einklang mit seinem angeblichen Engagement im Antiterrorkampf sein will.
Kuba hat Gründe genug, sich zu verteidigen und den Kampf für Gerechtigkeit und gegen den Terrorismus fortzusetzen. Die als Folge des Staatsterrorismus 3478 Toten und 2099 physisch Behinderten und die Weiterverfolgung der Pläne ihrer wichtigsten Autoren und Unterstützer bestätigt erneut unsere Entschlossenheit, nicht vor diesen Bedrohungen aufzugeben.
Deutsch: ¡Basta Ya! (jmb, db)
aus --->  http://www.miami5.de/info_n.html
Der Fall der "Cuban Five" INFO als pdf 900 KB:
http://www.miami5.de/informationen/usa-terror.pdf

http://sandinoslangerschatten.wordpress.com 


KUBA HAVANNA

Besuch ausländischer Touristen in Kuba wächst weiter. Die kubanische Tourismusindustrie konnte im Zeitraum von Januar bis Juli 2010 mit dem Besuch von 1,6 Millionen Touristen ihre positive Tendenzmit 1,5 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres steigern, wie dasregierungsamtliche Nationale Statistikbüro ONE vermeldete.ONE nennt allein für den vergangenen Juli eine Besucherzahl von 206.240,wobei die genaue Zahl für die ersten 7 Monate des laufenden Jahres 1.596.166ausländische Touristen ausweist. Die Statistik "bedeutet 22.983 Besuchermehr als ein Jahr zuvor", wie es auf der offiziellen Internetseite heißt.Auf die Ankünfte von Touristen im vergangenen Juli bezogen führte derBericht aus, dass es sich dabei um eine Steigerung von 4,7% gegenüber demgleichen Monat des Jahres 2009 und um 11,1% bzw. 20,3% verglichen mit denJahren 2008 bzw. 2007 handelt. Kuba empfing im Jahr 2009 insgesamt 2.430.000Besucher, das sind 3,5% mehr als 2008. Im vergangenen Jahr kamen die meistenTouristen aus Kanada gefolgt von Großbritannien, Spanien, Italien undFrankreich.Quelle: TTC – Travel Trade Caribbean (Tourismusportal aus Italien)


KUBA

1940 erblickte ich in Stendal das Licht der Welt
1952 war meine Familie mit mir nach West-Berlin umgezogen. WB war seinerzeit eine kleine Insel inmitten der sowjetisch besetzten Zone. Irgendwann hab ich die Asterix- Geschichten über das gallische Dorf Kleinbonum, welches dem röm. Imperium dank eines Zaubertrankes erfolgreich Wiederstand leistete gelesen. Im vorletzten Schuljahr wurde uns der kubanische SW-Film
"Tod eines Bürokraten" im Orginal mit deutschen Untertiteln gezeigt, meine aus der BZ angelesenen Vorstellungen bezüglich Leben und Arbeiten auf Kuba bekam einen kleinen Knick.
Ein Land in dem so eine Art Filmproduktion möglich war konnte so übel nicht sein.  In den 70'er Jahren begann ich mich für die wundersame Geschichte der kleinen kubanischen Insel, mit ca. 10 Millonen Einwohnern und dem gigantischen gegenüber, der USA mit über 200 Millionen Einwohnern zu interessieren. Ich fragte mich wie es den Kubanern gelingen konnte die 200 Mio. Amis so in Angst und Schrecken zu versetzen? Aus welchen Zutaten bestand der kubanische Zaubertrank?

„Was meinen Sie, Kuba – Reformen oder Untergang” ,
ich meine die Kubaner verändern und passen ihr System immer den an sie herantretenden Problemen und Veränderungen an, zumindest versuchen sie es. Die Kubaner zählen im karibischen Raum zu den gebildetsten Menschen, mit umfassenden Informationen über den Globalen- Klimawandel, die Weltfinanzkrise und daraus sich ergebene steigende Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel.
Heute im Jahr 2010 sind die Kubaner meiner Ansicht nach Krisenerprobt genug, um eine CIA- Aktion. wie die Operación Peter Pan or Operación Pedro Pan* zwischen 1960-62, bei der verunsicherte Eltern 14.000 ihrer Kinder in die USA schickten, wo die Kinder wie inzwischen bekannt, direkt in die Hände von Pädophilen und sonstigen Kinderschändern der Kirchen gerieten. Die jährlich gebetsmühlenartig wiederholten Systemuntergangsgesänge der sog. Ökonomie- experten der USA & anderer Länder sind die Kubaner seit ihrer erfolreichen Revolution gewohnt, denn schon vor dem ersten Jahrestag tönte es aus USA - diese Revolution wird das erste Jahr nicht überleben. Einer Mehrheit der Kubaner geht es vermutlich (ich war 10 J. nicht dort) schlechter als unseren Harz4 beziehern, doch den Kubanern nutzt dieser Vergleich nichts, denn bei uns kommen sie eh nicht rein. Wenn sie über ihren Inselrand, nach Kolumbien, Mexico, Haiti oder Nicaragua zum Vergleich blicken, befinden sie sich in vielfacher Hinsicht in einer besseren Position.
Die Mehrheit der Kubaner wird Verbesserungen durch Reformen anstreben. Zur direkten Frage- Untergang, da bin ich fachlich überfragt, das könnten nur die Klimaforscher beantworten, ob das abschmelzen sämtlicher Gletscher und Packeisfelder, zum Untergang Kubas führen würde. Wenn ich richtig informiert bin, würde in Berlin-Kreuzberg, nur noch der Kreuzberg aus dem Wasser ragen

*Der von der CIA gegründete Sender Radio Swan sprach am 26. Oktober 1960 zum ersten Mal von einem angeblichen Gesetz, das den kubanischen Eltern die Kinder von fünf bis 18 Jahren wegnehmen würde, um sie "in Gespenster des Materialismus zu verwandeln". (Gefälschte Gesetzesblätter wurden in Umlauf gebracht)
Mehr Info:
http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Peter_Pan
und aus Kuba:
http://granma.cu/aleman/kuba/julio9-Peter%20Pan.html 


»Bedrohlicher als in den 30er Jahren«
Der kubanische Arzt und Friedensaktivist Carlos Pazos über Krise, Rüstung und Atomwaffen
Carlos Pazos Beceiro ist kubanischer Arzt und Friedensaktivist. Er war von 1993 bis 1996 einer der Vizepräsidenten der Organisation Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Über die Krisen in der Welt und daraus resultierende Kriegsgefahren sprach mit ihm in Basel Harald Neuber.....Der deutsche Ökonom Heiner Flassbeck hat auf dem IPPNW-Kongress regionale Integrationsmodelle als mögliche Lösung vorgeschlagen und auf Lateinamerika verwiesen....Aber wächst vor diesem Hintergrund tatsächlich die Gefahr eines Atomkrieges?
Ja, denn angesichts dieses bedrohlichen globalen Szenarios haben die Atomstaaten kein Interesse an wirklicher Abrüstung.
alles lesen im ND: HIER


Kuba bildete über 8500 Ärzte aus
Über 8500 Nachwuchsärzte aus 54 Ländern – einschließlich den Vereinigten Staaten von Amerika – wurden in den vergangenen sechs Jahrgängen an der Lateinamerikanischen Schule für Medizin (ELAM) in Havanna ausgebildet. Das erklärte der Rektor dieser Medizinhochschule, Juan Carrizo, gegenüberder staatlichen kubanischen Nachrichtenagentur AIN. Allein in diesem Jahr würden 400 junge Ärzte aus 40 Nationen ihre Ausbildung an der ELAM abschließen. Sie könnten in ihre Länder zurückkehren, um beim Aufbau der Gesundheitssysteme zu helfen. Die ELAM wurde auf Initiative des damaligen Staats- und Regierungschefs Fidel Castro nach den verheerenden Wirbelstürmen George und Mitch gegründet, die 1998 mehrere Staaten Mittelamerikas schwer trafen. In Havanna werden seither Mediziner aus Staaten der so genannten Dritten Welt ausgebildet, um in ihren Ländern die medizinische Versorgung zu verbessern. Unter den Abgängern befinden sich auch zahlreiche Ärzte aus den USA, die in Armenvierteln arbeiten wollen.

Umfassende Informationen über die kubanische Landwirtschaft:

Interview mit José Trujillo dem Leiter eines Milchprojektes in Pinar del Río/Kuba
Zur aktuellen Lage der Landwirtschaft in Kuba vermelden die großen Medien kaum Neuigkeiten, sei es, weil dem Inselstaat insgesamt wenig Beachtung geschenkt wird oder weil es nur wenige Daten gibt. Aus diesem Grunde veröffentlicht QUETZAL in der Folge einige Beiträge von kubanischen Landwirtschaftsexperten, die diese Informationslücke schließen sollen. Den Auftakt bildet ein Interview mit José Trujillo, dem Präsidenten des Kubanischen Verbandes der Tierproduktion (Asociación Cubana de Producción Animal) in der Provinz Pinar del Río und Leiter des Milchprojektes von CubaSí in der gleichen Region. Das Treffen fand am 21.07.2010 auf Einladung von Cuba Sí in Leipzig statt.

Verheerende Wirbelstürme
Pinar del Río befindet sich im Westen der Insel und grenzt im Norden an den Golf von Mexiko. Die Provinz hat 732.000 Einwohner und eine Fläche von etwa 10.000 Quadratkilometer. In der gleichnamigen Hauptstadt leben 184.000 Einwohner. Die Provinz ist von der Landwirtschaft geprägt. Etwa 80 Prozent der Tabakproduktion Kubas stammen von hier. Im Jahr 2008 wurden sechs Kreise im Osten der Region durch die Hurrikane Gustav und Ike fast vollständig zerstört. 97.000 Häuser waren betroffen, die landwirtschaftlichen Anbauflächen – und auch die Betriebe der Tierzucht. Die Milchproduktion sank von 39.000 Liter täglich auf 6.000 Liter nach den Hurrikanen. Etwa 100.000 Legehennen und 500.000 Stück Federvieh kamen ums Leben; etwa 50 Millionen Eier gingen verloren. Verschiedene Hilfsorganisationen, darunter Cuba Sí, Agroacción Alemana, Secours Populaire Français, Fondo Gallego, Asociación Catalana por la Paz deBarcelona und auch die kanadische Botschaft, haben mit ihren Spenden geholfen, einen Großteil der Schäden zu reparieren Inzwischen sind 90 Prozent der Rinder-, Schweine- und Vogelzuchtanlagen wieder voll funktionstüchtig. Die Ernährungssicherheit gilt als gesichert. Von den zerstörten Häusern wurden bisher 35.000 in Stand gesetzt. Trotzdem ist die Situation weiterhin als kritisch zu bezeichnen, auch wenn die Familien in Staatseinrichtungen oder bei Angehörigen vorübergehend Unterkunft fanden.

Wie ist generell die Entwicklung der Landwirtschaft seit den schwierigen Jahren in den 1990ern einzuschätzen? Wie hat sich die Produktivität entwickelt?

Anfang der 90er Jahre war die kubanische Landwirtschaft auf dem tiefsten Stand ihrer Entwicklung angelangt. Wissen Sie, was Ameisen sind? Wir Kubaner sind wie die Ameisen, denn wir haben es geschafft, die schwierigsten Situationen zu überleben und aus dem Untergrund heraus unsere Landwirtschaft wieder zu entwickeln. Wir haben derzeit zwar immer noch eine schwierige Situation, aber nichtsdestotrotz können wir die Grundbedürfnisse befriedigen. Seitdem das sozialistische Weltsystem zusammengebrochen ist, begann für Kuba die „Spezielle Periode“ (Período Especial), aber wir leben in einer speziellen Periode seit der Revolution, weil wir blockiert sind und belästigt werden. Und ohne Empfindlichkeiten verletzen zu wollen: Wir hatten Glück, dass es die DDR, die Sowjetunion, Bulgarien gab, denn nur so konnten wir atmen. Wir hatten viele Probleme, aber wir konnten uns durch unsere eigenen Anstrengungen entwickeln. Sie haben uns [in den 1990ern, der Verf.] den Schnuller weggenommen, wie wir in Kuba sagen, und das waren die Kraftstoffe. Wir haben früher, zur Zeit der UdSSR, 13 Millionen Tonnen Kraftstoffe verbraucht; nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Weltsystems ging es auf eine 1 Million Tonnen zurück. Ohne diese Brennstoffe, ohne politische und ökonomische Auslandsbeziehungen mussten wir in der Landwirtschaft wieder auf Ochsenkraft und vormoderne Produktionstechniken zurückgreifen, um die Äcker zu bearbeiten. Aber wir haben auch gemerkt, dass wir viele Sachen früher schlecht machten, dass wir neu anfingen und dass wir die Dinge jetzt besser machen. Heute besitzt die Landwirtschaft in Kuba wieder eine Entwicklungsperspektive um Importe zu ersetzen, um die Selbstversorgung mit Milch, Bohnen, Reis zu erreichen, und es ist durchaus möglich, kleine Parzellen an individuellproduzierende Einheiten zu übergeben, damit diese für sich und für den Markt produzieren. Es gibt jetzt bereits tausende dieser Kleinproduzenten, die in ihrer Wichtigkeit für die gesamte Landwirtschaft in Kuba eine wachsende Rolle einnehmen. Als man die Erzeugerpreise speziell für Milch erhöht hat, führte dies zu einer Erhöhung der Milchproduktion um rund 12.000 Liter pro Tag. Der Produktionspreis für ein Kilo Rindfleisch ist auf 8 Pesos gestiegen und der Preis für ein Kilo Schweinefleisch ist auf 13 Pesos gestiegen. In den 90er Jahren, als die spezielle Periode begann, war die Schweinfleischproduktion bei 1000 Tonnen, heute sind wir bei 13.000 Tonnen angelangt. Jetzt sind wir bestrebt, die Konsumentenpreise für Fleisch wieder etwas zu senken, damit natürlich auch mehr Kubaner Schweine- und Rindfleisch konsumieren können. Wir haben auch besonders die städtische Landwirtschaft entwickelt, d.h. alle freien Flächen in den Städten werden bestellt, und vor allen Dingen werden dort Gemüse erzeugt, was für Kuba früher nicht üblich war. Auch das Projekt von Cuba Sí umfasst drei Ziele: erstens die Milchproduktion generell zu erhöhen; zweitens die Erhöhung der städtischen Anbauflächen zur Erzeugung von Gemüse und drittens die Erhöhung des Anteils der Züchtung von Kleinvieh, also nicht bloß Rinder, sondern auch Schafe und Ziegen. Das hat zur Erhöhung der Produktion beim Schweine- und Schaffleisch, bei der Ziegenmilch (deren Konsum hauptsächlich für Kinder mit speziellen gastrischen Problemen bestimmt ist), aber auch bei der Kaninchenproduktion geführt.

Wie ist derzeit die Lage bei der Zuckerproduktion in Kuba?
Wie viel erntet man, wie ist die Produktivität?


Die kubanische Zuckerproduktion war nicht rentabel und effizient genug. Während der „Speziellen Periode“ besaßen wir keine Düngemittel und andere benötigten Inputs mehr, um Zucker zu produzieren. Das heißt, die Kosten für die Produktion blieben gleich beziehungsweise nahmen sogar zu, so dass es immer unrentabler wurde. Der internationale Zuckerpreis ist von 57 Cent [US-Dollar, Anm. des Verf.] auf 7 Cent gefallen, und wir hatten das Ziel, sowohl Zucker auf dem internationalen Markt zu verkaufen, als auch den Eigenbedarf zu decken. Da wir bei diesen Weltmarktpreisen kaum Gewinne erzielten, mussten wir den gesamten Zucker selber essen, und die Zahl der Diabetiker auf Kuba nahm zu. Wir wussten nicht, wohin mit dem Zucker. Da entschied man, die Zuckerproduktion zurückzufahren. Die Zuckerrohrproduktion ist von 90.000 Tonnen auf 10.000 Tonnen pro caballeria reduziert worden. [1 caballería cubana = 13,4 Hektar. Diese Daten konnten vom Verfasser nicht verifiziert werden. Die Produktivität bei Zuckerrohr liegt in Kuba weit unter dem internationalen Durchschnitt. Man schätzt einen Ertrag von 30 Tonnen pro Hektar. Im Vergleich dazu liegt er sowohl in Peru mit etwa 110 Tonnen pro Hektar und in Brasilien mit etwa 80 Tonnen pro Hektar viel höher. Diese Werte bedeuteten aber lediglich eine Produktion von zirka 1500 Tonnen pro caballería beziehungsweise 1100 Tonnen pro caballería] Diese Größenordnung reicht für den Eigenkonsum aus, aber um rentabel auf den Weltmarkt aufzutreten, bei den niedrigen Zuckerpreisen, ist die Menge viel zu wenig. Für Kuba ist es fast günstiger, den Zucker auf dem Weltmarkt zu kaufen, als ihn selbst herzustellen. Aber für den Eigenbedarf produzieren wir ausreichend Zucker. Gleichzeitig hatte die Zuckerindustrie nun plötzlich zu viele Arbeiter, von denen infolge der reduzierten Produktion einige unter Weiterbezahlung des Lohnes zum Studium gingen, andere in neue Berufe, und diejenigen, die bereits annähernd am Rentenalter waren, bekamen die Möglichkeit, in Rente zu gehen. Viele dieser ehemaligen Zuckerfelder wurden dann weitgehend in Weiden für die Viehproduktion umgewandelt, aber auch für den Anbau von Yucca, Reis, Bohnen genutzt, sodass die Zuckerrohrfelder weitgehend verschwunden sind und sich in ganz normale Agrarfelder oder Wiesen verwandelt haben. Gerade auch in der Region Pinar del Rio werden die Flächen von ehemals zwei großen Zuckerkombinaten mit der Hilfe von Agroacción und einer spanischen Gesellschaft rekultiviert und in Ackerflächen beziehungsweise Viehweiden verwandelt.

Woher kommt die Pflanze Marabú, die erst jetzt richtig bekannt geworden ist, und warum ist sie zu einer Plage geworden?

Die Pflanze ist ein aggressives Unkraut, eine ‘Invasorenpflanze’. Ab 1990 gab es keine Kraftstoffe, keine Macheten, keine Kühe, und die Felder blieben unbewirtschaftet, so dass sich die Pflanze ungestört ausbreiten konnte. Die einzige Möglichkeit, ihr beizukommen, besteht darin, sie an den Wurzeln herauszureißen und den Boden kontinuierlich zu beackern. Da wir praktisch während 14 Jahre – von 1990 bis 2004 – keine Werkzeuge besaßen, hat die Pflanze die Mehrzahl der Felder richtiggehend besetzt. Gerade die Politik, Land an individuelle Bauern zu verteilen, hat aber dazu geführt, die Möglichkeiten zur Bekämpfung der Pflanze erheblich zu verbessern und diese Flächen der Agrarproduktion wieder zur Verfügung zu stellen. Eine kleine Anekdote am Rande: Am 26. Juli 2009 hat der Präsident Kubas, Raúl Castro, offiziell der Marabú-Pflanze den Krieg erklärt.

Wie ist die Versorgung der Kinder mit Milch gesichert?

Alle Kinder Kubas bis zum Alter von sieben Jahren bekommen einen Liter täglich zu einem gestützten Preis von 30 Cent, während die Produktion eines Liters Milch durchschnittlich einen Dollar kostet. An Schwangere und Patienten in den Krankenhäusern wird Milch kostenlos verteilt. Mit unserem neuen Milchprojekt wollen wir es erreichen, dass alle Kinder bis zum Alter von 14 Jahren mit Milch versorgt werden. Bezüglich der Märkte mit individueller Produktion wurde bereits gesagt, dass die Produktion von landwirtschaftlichen Gütern über den Preis angeregt wird.

Gibt es in Kuba einheitliche Erzeuger- und Verbraucherpreise für landwirtschaftliche Produkte? Es ist ja bekannt, dass im Osten von Kuba sehr oft starke Trockenheit herrscht und demzufolge möglicherweise die Produktion nicht in dem Maße gesichert werden kann, wie im Westen. Wie wird das innerhalb des Landes ausgeglichen?

In Kuba gibt es einen festgelegten Höchstpreis auf den staatlichen Märkten für Landwirtschaftsprodukte, der nicht überschritten werden darf. Aber die individuellen Produzenten können, je nach Angebot und Nachfrage durchaus mit ihrem Preis variieren, d.h. sie können individuelle Preise zwischen Produzent und Verbraucher festlegen. Dies gilt für alle 14 Provinzen. Für den Osten Kubas, wo die größte Trockenheit vorherrscht, wird die Landwirtschaft besonders intensiv gefördert – diese Region hat die höchste Investitionsquote –, um das Produktionsniveau des übrigen Kubas zu erreichen. Es ist klar, dass die Produzenten ihre Preise nicht ins Endlose erhöhen können. Wir haben also den individuellen Produzenten in Gesprächen klargemacht, dass alle Beteiligten am Marktprozess Kubaner sind und dass sie sich daher in der Preisfindung solidarisch zeigen sollen. Ihr Hauptziel solle sein, den Wohlstand aller Kubaner zu erhöhen. Die einzige Lösung für dieses Problem liegt jedoch darin, mehr zu produzieren, sodass es keine Mangelerscheinungen und demzufolge keine illegalen Preiserhöhungen gibt. Wir glauben, dass wir das Ziel der Selbstversorgung und einer ausreichenden landwirtschaftlichen Produktion in nicht allzu ferner Zukunft erreichen können. Es muss übrigens noch als wichtig erwähnt werden, dass alle Produzenten, die durch Projekte [wie das von Cuba Sí, der Verf.] gefördert werden, den Preis niemals über das mittlere, normale Preisniveau erhöhen.

Wir haben häufiger davon gehört, dass es individuelle Produzenten gibt. Wie sieht generell die Struktur in der Landwirtschaft aus: Individuelle Produktion, staatliche Genossenschaften, private Genossenschaften etc.?

In Kuba gibt es verschiedene Produktionsformen. Es gibt die Landwirtschaftlichen Produktions- genossenschaften, das ist eine Gruppe von Produzenten mit einer Generalversammlung, die sie repräsentiert. Sie arbeiten im Kollektiv, und die Gewinne werden unter den Mitgliedern verteilt. Daneben gibt es Dienstleistungskooperativen, die individuelle Produktion betreiben. Die Familien können die Produkte an die [Landwirtschaftlichen Produktions-, der Verf.] Genossenschaften oder auf einem individuellen, privaten Marktstand verkaufen. Jeder Quadratmeter Land in Kuba ist staatlich mit der Ausnahme derjenigen Eigentümer, die vor der Revolution [von 1959, der Verf.] ein Stück Land besaßen, denn die besitzen dies immer noch. Es gibt keinen privaten Landbesitz, sondern nur die Nutzung, sowohl in den Kooperativen als auch die individuellen Produzenten. Die individuellen Produzenten können ihr Stück Land so produktiv gestalten, wie sie nur wollen aber in dem Moment, wo sie aufhören, dieses Stück Land zu bearbeiten, fällt das Stück Land an den Staat zurück. Als letztes gibt es dann noch die Staatsfirmen, d.h., es gibt drei Formen: die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, die Dienstleistungskooperativen und die Staatsfirmen. Um ein Beispiel zu geben: In Pinar del Rio werden 80% der Tabakproduktion individuell hergestellt. Die Gemüseproduktion schwankt, aber in Pinar delRio ist sie praktisch in den Händen der Kleinproduzenten. Die Kleinbauern produzieren in Pinar del Rio etwa 25% der gesamten Milchproduktion. Der Rest wird von den Staatsfirmen produziert. Die Eier werden nur in den Staatsbetrieben gelegt. Das Schweinefleisch wird zu 95% von den Kleinproduzenten hergestellt. Die Kooperativen und Kleinproduzenten in Kuba sind eine Klasse für sich. Ich war in einigen Ländern Lateinamerikas unterwegs – in Ecuador, Haiti und der Dominikanischen Republik – und habe dort die Kooperativen mit denen in Kuba vergleichen können. Als Ergebnis kann ich sagen, dass die Kooperativen in Kuba einen Sinn fürs Allgemeinwohl entwickelt haben, der auch die individuellen Produzenten erfasst, sodass sie eine ganz andere Einstellung auch zu ihren Konsumenten, zu ihren Landleuten, haben.

Der deutschen Version liegt in weiten Teilen die Verdolmetschung von Dr.Hubert Reimer zugrunde.
Transkription: Thomas Ploetze Quetzal, August 2010



Aus FOCUS ONLINE:

Kuba Fidel Castro wirft USA Folter vor

Samstag 31.07.2010, 15:49
....Einen Tag vor einer mit Spannung erwarteten Tagung der kubanischen Nationalversammlung hat der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro die USA scharf angegriffen.
Bei einem Treffen mit kubanischen Jungkommunisten sagte der 83-jährige ehemalige Präsident, in einem US-Gefängnis werde der kubanische Agent Gerardo Hernández gefoltert. Nach dem Willen Castros, der nach langer Krankheit wieder genesen ist, soll sich das Parlament an diesem Sonntag unter anderem mit den Beziehungen zu den USA befassen. Er beschuldigt die Vereinigten Staaten, einen Atomkrieg im Nahen Osten zu entfesseln....Weierlesen: FOCUS
 
Liebe Freunde Kubas Compañer@s,
hiermit bitten wir Sie/Euch sehr herzlich um Ihre/Eure Kenntnisnahme der neuerlichen Zuspitzung des Skandals zur Verhinderung der Rehabilitation der fünf kubanischen politischen Gefangenen in den USA, aktuell um die Situation von Gerardo Hernández Nordelo, der zwei Mal lebenslängliche + 15 Jahre Haft verbüssen soll, und um Ihre/Eure Hilfe bei der Alarmierung der Öffentlichkeit.
Wir möchten in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass einer der Anwälte, die ausgerechnet jetzt keinen Zugang zu dem erkrankten und sich in Isolationshaft befindenden Gerardo Hernández erhalten, Leonard Weinglass ist der Anfang der 1970er schon Daniel Ellsberg wegen dessen Veröffentlichung der „Pentagon Papers“ erfolgreich verteidigte. Hier ein entsprechender Ausschnitt aus dem uns alarmierenden Artikel: „Alarcón äußerte seine Sorge um die Gesundheit des kubanischen Antiterroristen, vor allem um dessen medizinische Versorgung. ’Wir haben beim US- Außenministerium Protest eingelegt und keine Antwort erhalten. Er befindet sich nicht nur in diesem Loch, sondern auch unter strafverschärfenden Bedingungen,’ erinnerte Alarcón. Er mahnte an, dass Gerardo ohne Kommunikation mit seinen Anwälten sei, und das ausgerechnet zu einer Zeit, da sein Prozess weitergeführt werde. Diese Situation habe sich während des gesamten Prozesses konstant wiederholt. ’Gerardo sollte mit seinen Anwälten an den Beweisen arbeiten, die den‚ Habeas Corpus’ belegen. Das weiss die US-Regierung, und noch ist er bis zum jetzigen Moment ohne Kontakt mit seinen Anwälten, ohne Korrespondenz, vollkommen isoliert, und dazu kommt, dass er krank ist, was seine physische Unversehrtheit gefährdet,’ sagte Alarcón.“
(Quelle: Prensa Latina vom 28. Juli 2010)

Jüngst im ND Fidel Castro als:

Der Pol Pot von Havanna
Deutschland soll das Land der Dichter und Denker sein, liest man gelegentlich. Kuba hingegen soll das Land des Diktators und des Henkers sein, war am vergangenen Wochenende dem Neuen Deutschland zu entnehmen (»Ein Universum – dann leider nur ein Weltbild« von Uwe Stolzmann, ND, 3./4. Juli 2010). Wobei keineswegs der Diktator und Henker Batista gemeint ist, sondern zwei derjenigen, die ihn davongejagt haben. Der Autor arbeitete sich an dem neuen Buch von Eduardo Galeano ab.


ERSTES SEMINAR FÜR FRIEDEN
UND DIE ABSCHAFFUNG DER AUSLÄNDISCHEN MILITÄRBASEN
“Machen wir aus Lateinamerika und der Karibik eine Region des Friedens”.

Im Mai 2010 fand in den Räumlichkeiten der Plaza Mariana Grajales in Guantánamo, in der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz das ERSTE SEMINAR FÜR FRIEDEN UND DIE ABSCHAFFUNG DER AUSLÄNDISCHEN MILITÄRBASEN unterTeilnahme von 80 Delegiertinnen und Delegierten aus 23 Ländern statt (Brasilien, Kolumbien, Panama, Demokratische Arabische Sahaurische Republik, Dominikanische Republik, Bolivien, Kuba, Deutschland, Kanada, Argentinien, Honduras, Chile, Spanien, Großbritannien, Mexiko, Tadschikistan, El Salvador, Australien, Laos, Peru, Paraguay, Kenia und Griechenland), um die wachsende Aufrüstung und die Anwesenheit ausländischer Militärbasen, hauptsächlich der Vereinigten Staaten, in Lateinamerika und verschiedenen Teilen des Planeten zu diskutieren und zu analysieren. Die Veranstaltung, die in Anwesenheit von Frau María do Socorro Gomes, der Präsidentin des Weltfriedensrates und der Friedens- und Solidaritätsbewegung von Brasilien (CEBRAPAZ) stattfand und unter dem Vorsitz von José Ramón Rodríguez Varona, dem Präsidenten der Kubanischen Bewegung für den Frieden und die Souveränität der Völker, von Alicia Corredera Morales, der Vizepräsidentin des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP) und von Ana Teresa Nápoles, der Abgeordneten des ICAP in der Provinz Guantánamo, stand, war in zwei Arbeitstage und vier Sitzungen unterteilt und wurde mit einem Schlussdokument beendet, das nach der Analyse und Verbesserung durch die Anwesenden einstimmig verabschiedet wurde. Bei den Arbeitssitzungen wurden außer den Beiträgen der ausländischen Teilnehmer, die in ihrer Mehrheit Mitglieder der Internationalen Brigade “Primero de Mayo” waren, folgende Inhalte vorgestellt: Eine Konferenz über die Provinz Guantánamo, gehalten von Dr. Nancy Acosta Hernández, der Vizepräsidentin der Provinzversammlung der Poder Popular, eine Konferenz über die Geschichte der Marinebasis und über die Stadt Guantánamo, sowie ein Dokumentarfilm des Regisseurs und örtlichen Journalisten Manuel de Jesús Sing Castillo. Das MOVPAZ stellte den Teilnehmern seinerseits den Dokumentarfilm “Mañanaserá tarde” (Morgen wird es zu spät sein) aus den Mundo Latino Studios des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) vor, der aus Anlassdes 60. Jahrestages des Gründung des MOVPAZ gedreht worden war. Bei ihren Eröffnungsworten äußerte María do Socorro Gomes, die Präsidentin des Weltfriedensrates: …“Wir erleben eine Ära von viel versprechenden Veränderungen auf der wirtschaftlichen und geopolitischen Bühne des Planeten. Die imperialistische Weltordnung, die auf der Vormachtstellung der Vereinigten Staaten von Amerika beruht, ist in eine Krise geraten……Die Vereinigten Staaten intensivieren nach der Wahl von Barack Obama in der ganzen Welt eine ausgedehnte politische, ideologische und militärische Offensive gegen die Völker, wobei sie versuchen verlorenes Terrain zurück zu gewinnen, um, koste es was es wolle, die Interessen und Positionen des Imperiums zu wahren… …Die Erringung des Weltfriedens erfolgt notwendigerweise über die Anklage, die Bekämpfung und die Besiegung der imperialistischen Absichten, den Abbau der Atomwaffen, die Respektierung des Rechtes der Nationen auf Souveränität, die Errichtung von gerechten und geschwisterlichen Beziehungen zwischen den Völkern, die Schließung der Militärbasen der Großmächte, die über die ganze Welt verteilt sind und hier insbesondere jene der Vereinigten Staaten von Amerika… …Es ist ferner auch notwendig, den Kampf für die Schließung der Marinebasis von Guantánamo zu verstärken und die Gefangenschaft zu beenden, in der die USA dieses Gebiet von Kuba entgegen den Forderungen der revolutionären Regierung der sozialistischen Insel und zahlreicher demokratischer und fortschrittlicher Kräfte und Regierungen auf der gesamten Welt zu halten gewillt ist…Wir vom Weltfriedensrat werden gemeinsam mit den demokratischen und fortschrittlichen Kräften fortfahren für eine neue internationale Ordnung zu kämpfen, die auf gerechten und demokratischen Beziehungen zwischen den Nationen, sowie der Solidarität und dem gegenseitigen Respekt zwischen den Völkern beruht. Dabei werden wir nicht vor der weltweiten Barbarei zurückweichen, die vom kapitalistischen und imperialistischen System, angeführt von den Vereinigten Staaten, voran getrieben wird”… Abschließend verurteilte die Präsidentin des Weltfriedensrates die von den Vereinigten Staaten gegen Kuba verhängte ungerechte Wirtschafts-, Finanz-und Handelsblockade, sowie die Inhaftierung der Fünf Kubanischen Antiterrorismuskämpfer in Gefängnissen dieses Landes und forderte die unverzügliche Rückgabe der Luftwaffen- und Marinebasis, die Washington in einem Teil von Guantánamo gegen den Willen des kubanischen Volkes unterhält. Der Abschluss des Seminars erfolgte in den Nachmittagsstunden in Form eines bewegenden Festaktes, der nach einem ausgedehnten Rundgang durch den Gemeindebezirk Caimanera, in dem sich die Marinebasis der USA befindet, im Haus der Freundschaft von Guantánamo abgehalten wurde. Bei diesem Festakt wurde unter Anwesenheit des Ersten Provinzsekretärs der PCC Luis Alberto Torres Iribar und des Präsidenten der Provinzversammlung der Poder Popular das Schlussdokument der Veranstaltung (s. Anhang) verlesen wobei ein paar Künstler der örtlichen Trovabewegung einige Stücke vortrugen und im Anschluss auf einem neben der Casa de la Amistad liegenden Gelände der Park der Freundschaft eingeweiht wurde. Die örtliche und landesweite Presse, Fernsehen, Radio und Internet gaben dem Ereignis breiten Raum, was zu 31 Meldungen mit Auswirkungen auf 25 weitere Medien führte.

“SCHLUSSERKLÄRUNG”
Die Delegiertinnen und Delegierten aus 23 Ländern, die an diesem Prestigeträchtigen ERSTEN SEMINAR FÜR FRIEDEN UND DIE ABSCHAFFUNG DER AUSLÄNDISCHENMILITÄRBASEN vom 4. und 5. Mai 2010 teilgenommen haben, geben in Mitten der schweren internationalen Systemkrise, die die Welt erschüttert, und angesichts der steigenden Aufrüstung und der Anwesenheit ausländischer Militärbasen, vor allem der Vereinigten Staaten, in verschiedenen Teilen des Planeten unter dem Vorwand die terroristische Bedrohung zu stoppen und angeblich den Weltfrieden zu bewahren, folgende Erklärung ab: Wir sind uns der Gefahren bewusst, unter denen die heutige Welt und besonders die Region von Lateinamerika lebt, wo eine bedeutende Gruppe von Ländern einen Prozess der Veränderungen und der sozialen Transformationen aufgenommen hat, die den Interessen des mächtigen Nachbarn im Norden zuwiderlaufen. Wir sehen mit Besorgnis, wie die Regierung in Washington in Komplizenschaft mit ihren Marionettenregimes durch die Schaffung von sieben Basen auf kolumbianischem Territorium und der Unterzeichnung von Verträgen mit Panama über die Einrichtung von 11 Militärstützpunkten in diesem Land an der Vermehrung und Modernisierung der Militärbasen auf dem amerikanischen Kontinent arbeitet. Dass die vorgeblich humanitäre Hilfe an das Brudervolk von Haiti nach dem verheerenden Erdbeben vom Februar sich in eine erneute Militärintervention der Vereinigten Staaten von Amerika in diesem Land verwandelt hat. Dass die Reaktivierung der IV. Flotte der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten, die in einer Weise umgestaltet worden ist, um sowohl auf hoher See als auch auf den Flüssen Südamerikas und der Karibik navigieren zu können, neben anderen Zielen die Absicht verfolgt, die Kontrolle über die natürlichen Ressourcen des Kontinents auszuüben, wie auch volksfeindlichen Regimes Unterstützung zu gewähren wie beim kürzlich in Honduras mit logistischer Hilfe der US-Militärbasis in Palmerola durchgeführten Staatsstreich, sowie Pläne zur Destabilisierung von Ländern wie Paraguay, Bolivien, Venezuela und anderen zu unterstützen. Daher erheben wir zusammen mit allen friedliebenden Kräften des amerikanischen Kontinents und der Welt die Klage, dass die Ausweitung der militärischen Präsenz der USA und ihrer Verbündeten in Lateinamerika und anderen Teilen der Welt darüber hinaus darauf abzielt, die Entwicklung nationaler und integrativer politischer Prozess zu verhindern, ihre militärische Macht in strategischen Zonen großer natürlicher Reichtümer oder geostrategischer Bedeutung zu positionieren. Dies betrifft die Amazonasregion, sowie die Zonen mit Erdölvorkommen im Südatlantik, und hierbesonders durch die illegale Besetzung der Malvineninseln durch Großbritannien und ihre gemeinsame Nutzung mit den USA als militärisches Ausbildungsgebiet für die Soldaten, die nach Afghanistan geschickt werden, wodurch diese militärische Präsenz einen Affront für den Frieden, die Sicherheit und die Souveränität aller Länder der Region darstellt. Der Militarismus, der kein der lateinamerikanischen Region eigenes Phänomen ist, betrifft den gesamten Planeten mit seinen Ausgaben, die nie gekannte Ausmaße erreichen und die das Gesamtkapital, das die so genannte “Dritte Welt” zur Beseitigung von Übeln wie Analphabetismus, Hunger, Elend und heilbarer Krankheiten benötigt, um ein Vielfaches übertreffen. Fast tausend Militärbasen der Vereinigten Staaten und ihrer westlichen Ministranten befinden sich heute über die Welt verstreut und sind Teil der Strategie des Imperialismus, sein Wirtschaftsmodell abzusichern und als hegemonistisches Vorbild bestehen zu bleiben, das sich, wenn notwendig, der Anwendung von Gewalt bedient, um derartige Zielsetzungen zu garantieren. Daher rufen wir, Delegiertinnen und Delegierte, die wir bei diesem “ERSTEN SEMINAR FÜR FRIEDEN UND DIE ABSCHAFFUNG DER AUSLÄNDISCHEN MILITÄRBASEN” versammelt sind, zur Aktionseinheit aller friedliebenden Kräfte - mit der Jugend an vorderster Front - beim Kampf gegen das Phänomen des Militarismus auf und fordern:

1. Die Respektierung der Souveränität der Völker Amerikas und der Welt.
2. Schluss mit den Medienkampagnen, die versuchen unsere Völker auf kulturelle, politische und ideologische Weise zu desorientieren und zu manipulieren.
3. Das Ende der Wirtschafts- und Handelsblockade, die von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen das Volk von Kuba verhängt worden ist und die Beendigung der Deskreditierungskampagnen, die darauf abzielen, das Bild der kubanischen Revolution zu zerstören.
4. Dass die Regierung der USA die Fünf Kubanischen Antiterrorismuskämpfer, die ungerechterweise in Gefängnissen des Imperiums einsitzen, bedingungslos freilässt.
5. Dass die heutigen militärischen Geldmittel dazu bereitgestellt werden, die Übel zu beseitigen, von denen unsere Völker nach Jahrhundertender Kolonisierung und Ausbeutung betroffen sind.
6. Das Ende der ausländischen Militärbasen und die Anerkennung des Rechtes unserer Völker, in einer entmilitarisierten Welt zu leben.
7. Dass die anwesenden Delegiertinnen und Delegierten die Ergebnisse dieses Zusammentreffens in ihren jeweiligen Ländern bekannt machen und Aktionspläne auf der Basis der Beschlüsse dieses Seminars ausarbeiten sollen die den Bedingungen eines jeden Landes angepasst sind.
8. Das Ende der militärischen Yankeepräsenz auf dem Gebiet von Guantánamo, das gegen den Willen eines ganzen Volkes besetzt ist und die Verbreitung der wahren Geschichte dieser kubanischen Provinz. Schluss mit den ausländischen Militärbasen in Lateinamerika und der übrigen Welt!
Für die Respektierung des Rechtes unserer Völker in Frieden zu leben!
Eine bessere Welt ist möglich und nötig!

--------------------------------------------------------------------------------
Bildquelle: Martin Österlin, Göteburg/Schweden
"Dieser Text ist im Original auf dem Nachrichtenportal amerika21.de erschienen"

Gerardo Alfonso:
Keinen Makel an Kuba zu finden, ist erschreckend
Von Vicente Poveda (dpa), Übersetzung: Klaus Lehmann
http://www.amerika21.de/hintergrund/2010/alfonso_203948_cuba/?searchterm=Alfonso

Der kubanische Liedermacher Gerardo Alfonso vertritt die Meinung, dass sowohl Anhänger wie auch Gegner die Wirklichkeit der Insel "überzeichnen" und ihr "weder aus dem einen noch aus dem anderen Blickwinkel gerecht werden", wobei er es gleichzeitig "naiv" findet, die bestehenden Probleme zu verheimlichen und gleichzeitig den Sozialismus für fähig hält, Lösungen zu entwickeln

"In einigen Freundeskreisen gilt die kubanische Wirklichkeit als Paradies. Sie können keinen Makel erkennen und das erschreckt mich. Ich befürchte, dass sie nach Kuba kommen und dann erst über die Probleme stolpern, die dort vorhanden sind. Bei anderen hat man den Eindruck, dass sie nicht die leiseste Vorstellung davon haben, wie Kuba überhaupt ist. Es gibt Leute, die denken, dass alles voller Wald und gleichsam ein wilder Dschungel sei und es kein städtisches Leben gäbe", stellte der Trovamusiker im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA am 13. April in Havanna fest

Der 52 jährige Alfonso, einer der wichtigsten Vertreter der von Silvio Rodríguez und Pablo Milanés begründeten Bewegung des neuen kubanischen Liedes (Nueva Trova), sagte, dass es auf der Insel Probleme gebe, die gelöst werden müssten und die von den Feinden der Regierung des Präsidenten Raúl Castro dazu benutzt würden, das Land als eine gescheitertes Gesellschaftsmodell darzustellen. Gleichwohl brachte er zum Ausdruck, dass auch diejenigen "in naive Vorstellungen verfallen", die im Zeitalter des Internet und der technologischen Unvermitteltheit versuchten, diese Schwierigkeiten zu verbergen.

"Warum sollte man leugnen, dass es in unserer Gesellschaft Situationen von furchtbarer Armut gibt? Es gibt sie und man muss – wenn die Revolution Realität sein soll – versuchen, eine Lösung dafür zu finden und darf diese Tatsache nicht verstecken. Ich brauche keine Revolution, die mir vormacht, dass sie wahrhaftig sei. Nein, ich brauche eine wirkliche Revolution, in der meine Kinder aufwachsen und der ich gedenke noch die Jahre zu widmen, die mir zu Leben bleiben".

Er kritisierte auch, dass in Kuba häufig das wirtschaftliche, finanzielle und handelsmäßige Embargo von Seiten der Vereinigten Staaten als einziger Grund für die Probleme heraus gestellt werde: "Angeblich ist die Blockade für alles verantwortlich und das stimmt nicht. Es gibt Dinge, die eine Folge der Blockade sind und es gibt andere, die schon immer auf uns selbst zurückzuführen waren"

Gerardo Alfonso, der am vergangenen Samstag beim Konzert "Concierto por la Patria" (Konzert für die Heimat) auftrat, zu dem von Künstlern und Intellektuellen aufgerufen worden war, um die Welle internationaler Kritik nach dem Tod des oppositionellen Häftlings Orlando Zapata zurückzuweisen, bezeichnete es als "bedauerlich" und "sehr traurig", dass "ein Mensch – ob er nun Recht hat oder nicht – beschließt, sich einem Hungerstreik zu unterwerfen und dabei bis zum Äußersten geht: zu sterben".

"Ich glaube, das wäre zu vermeiden gewesen. Ich glaube, dies hätte nicht passieren müssen", versicherte der Autor vieler bekannter Lieder. "Es erscheint mir als nicht richtig – und hier gerate ich in Widerspruch zu den geltenden Gesetzen – dass man die Entscheidung von jemandem, in einem Hungerstreik zu sterben, zwingend respektieren muss, weil damit ein Recht respektiert werde" (1), sagte er und bezeichnete es zugleich als "opportunistisch", dass Feinde der kubanischen Regierung den Tod von Zapata dazu benutzen, "eine politische Kampagne gegen ein System und eine Gesellschaft bzw. eine Revolution zu führen, mit der sie nicht einverstanden sind"

"Ich glaube nicht, dass dieser Weg zu irgendetwas führt. Mir scheint dies eine Position der Gewalt zu sein, die versucht, einen revolutionären Prozess wie diesen zu zerstören. Was aber Damit wird großer Schaden angerichtet, man schadet der Gesellschaft und zwar deswegen, weil sich das Land daraufhin verschanzt und sehr hermetische Schutzmaßnahmen trifft, die erstickend wirken", fügte er hinzu.

"Man könnte auf konstruktivere Weise vorgehen, nicht auf diesem Niveau, als ob es sich um irgendeinen Tratsch aus einer Telenovela oder einer Klatschillustrierten handeln würde", sagte er und legte dabei nahe, den Fall mittels eines Dialogs mit Kuba "auf ernsthaftere Weise" und "ohne jegliche anklagende Attitüde" zu behandeln. "Man muss im Sinne der Gerechtigkeit vorgehen, indem man davon ausgeht, dass niemand schuldig ist, bis man ihm das Gegenteil beweist und nicht einfach gleich ein ganzes Land angreifen", meinte er weiter.

Zapata, ein Maurer von 42 Jahren, war am 23. Februar nach 83 Tagen Hungerstreik verstorben. Laut Darstellung von Dissidenten protestierte er damit gegen Misshandlungen im Gefängnis und forderte als "Gewissensgefangener" behandelt zu werden. Dagegen stellt die Castro-Regierung fest, dass es sich bei ihm um einen "gewöhnlichen Häftling" gehandelt habe, bestreitet die Behauptung, dass er gefoltert worden sei und versichert, dass er Telefon, Fernsehen und eine Kochgelegenheit in seiner Zelle gefordert habe.

Alfonso, der am Donnerstag im Gefängniskomplex Combinado del Este in Havanna eine Konzertreihe in Haftanstalten beendet, die er in unregelmäßigen Abständen seit einem Jahr durchgeführt hat, sagte, dass er sich gezwungen sehe, keiner der verschiedenen Versionen Glauben zu schenken, weshalb Zapata sein Fasten begonnen habe, zog aber in Zweifel, dass er gefoltert worden sei. "Ich glaube auf gar keinen Fall, dass es Folter oder Misshandlungen gibt. Das ist gar nicht möglich, weil die Leute zwar in Haft, aber alle zusammen sind. Du kannst da keinen absondern, foltern und misshandeln, ohne dass die anderen darauf reagieren", sagte er und versicherte außerdem, dass der Umgang, den er in den Gefängnissen habe feststellen können "zwischen Häftlingen und Wärtern praktisch eine freundschaftliche Beziehung darstellt".

An anderer Stelle führte Alfonso an, dass Kuba trotz aller Probleme "immer noch eine Gesellschaft ist, die dazu in der Lage ist, zu bestehen, zu wachsen und sich zu verbessern". Er vertritt die Meinung, das gültige sozialistische System sei kein "Schema", das keine Veränderungen zulasse, sondern ganz im Gegenteil eine "größere Freiheit besitzt sich zu verändern als der Kapitalismus".

Gerardo Alfonso betont, dass "eines der schrecklichsten Dinge, die es zu bekämpfen gilt, die Bürokratie ist", die aus seiner Sichtweise "entsteht, wenn alles nach ein und dem selben Modell zentralisiert wird". Außerdem plädierte er dafür, "das Konzept von staatlichem Eigentum und privatem Eigentum" zu verändern, jedoch "ohne dass der Privateigentümer den Staat verschlingt". Als Beispiel führte er an, dass es keinen Grund dafür gibt, dass sich der Staat um alle Restaurants kümmert, von denen einige auch in Privathand übergehen könnten.

"Bei einem sozialistischen Staat erwartet man, dass der Mensch Eigentümer aller Dinge ist und deshalb sorgsam mit ihnen umgeht, weil es ihm gehört. In diesen ganzen 50 Jahren ist aber irgendetwas geschehen, was dazu geführt hat, dass die Leute nicht so empfinden, dass die Sachen ihnen gehören. Die Leute haben das Gefühl, dass die staatlichen Dinge dem Staat gehören und also irgendwo da oben angesiedelt sind, wohingegen ich hier unten bin und nichts habe. Was ich tun kann, ist aufzusteigen, wenn ich es schaffe und wenn ich mir etwas vom Staat zu meinen Gunsten nehmen kann, dann nehme ich es", fügte er hinzu.
**************************************************
1.Die kubanische Gesetzgebung verbietet Zwangsernährung.

"Dieser Text ist im Original auf dem Nachrichtenportal amerika21.de erschienen"


Was Sie dringend über die Reporter ohne Grenzen wissen sollten:
Eine NGO im Dienste Washingtons – Reporter ohne Grenzen (RSF)
Im Juni 2003 waren die Straßen von Paris voll von roten Plakaten. Darauf war das von den Mai Unruhen 1968 bekannte Foto eines schlagstockschwingenden französischen Polizisten der Sonder- einheit zu sehen, dessen Gesicht durch Kordas berühmtes Che-Bild ersetzt war. Die Plakataktion war der vorläufige Höhepunkt einer Kampagne, die „Reporter ohne Grenzen“ unter dem Titel „Cuba,das größte Gefängnis der Welt – für Journalisten“ gestartet hatte und deren Ziel es war, französische Cuba-Touristen zu vergraulen. Aus diesem Grunde ließ die Organisation auch Handzettel mit dem gleichen Motiv auf den Flughäfen verteilen.
http://fgbrdkuba-berlin.de/infos/info/rsf.html
 

Abstimmung über "Poder Popular"
Hohe Beteiligung bei den Wahlen der lokalen Volksräte in Kuba. Basisvertretung seit 1976 in der Verfassung verankert. Von Harald Neuber Havanna.
Mit großer Beteiligung ist am Sonntag der erste Teil der Wahl der lokalen Volksräte in Kuba zu Ende gegangen. Nach Angaben der Nationalen Wahlkommission CNE erreichte die Wahlbeteiligung 93,4 Prozent. Von den gut 8,6 Millionen Wahlberechtigten gaben nach Auskunft der CNE-Präsidentin Ana Maria Mari Machado gut 8,09 Millionen Kubanerinnen und Kubaner ihre Stimme ab. Wer von den insgesamt rund 15 000 Kandidaten am Sonntag keine einfache Mehrheit erreichte, muss sich am 2. Mai der Nachwahl stellen. Die Volksräte, in Kuba als "Poder Popular" bekannt, sind nach der letzten Verfassungsreform als Instrument der Basisdemokratie in dem sozialistischen Karibikstaat etabliert worden. Ihre Aufgabe ist es, die lokalen Belange in den 169 Bezirken zu vertreten. Die Nominierungen fanden von Ende Februar über vier Wochen hinweg statt Ab Ende März wurden die in Basisversammlungen im Stadtteil bestimmten Kandidaten den Wählern mit Aushängen vorgestellt. Der gesamte Prozess findet in enger Abstimmung mit Basisorganisationen wie den Nachbarschaftsräten statt, das Wahlrecht gilt ab Erreichen des 16. Lebensjahres. Politische Vertreter in Kuba führen dies als einen Grund für die hohe Beteiligung an. Im Gegensatz zu westlichen Staaten gebe es in Kuba keine vorab innerhalb politischer Parteien paktierten Kandidaturen, so CNE-Chefin Mari Machado gegenüber der Nachrichtenagentur Prensa Latina. In Kuba schlage die Bevölkerung ihre Vertreter direkt vor, nominiere und wähle sie in direkter und geheimer Wahl. Die hohe Beteiligung sei daher auch ein Votum für das politische System. Ähnlich äußerte sich Parlamentspräsident Ricardo Alarcón. In Kuba sei die Beteiligung am demokratischen Prozess weit höher als in den Staaten, "die sich als Besitzer der Demokratie präsentieren". Dies sei, so Alarcón mit Blick auf die internationale Kampagne gegen die sozialistische Führung, die beste Antwort auf die Kritik. amerika21.de – 27. April 2010

EU-Offensive gegen Kuba
Europäisches Parlament fordert erstmals offen eine aktive Unterstützung regierungs- feindlicher Gruppen in dem Inselstaat.............mehr:
amerika21

Kritik an EU-Resolution gegen Kuba
Organisationen in Deutschland bemängeln doppelten Standard bei Menschenrechtspolitik des Europäischen Parlaments........mehr von H. Neuber:
amerika21

EU-Resulution 2010 pdf: HIER
EU-Resulution 2007 pdf: HIER
Emfehlung für eine EU-Resulution gegen Menschenrechtsverletzungen der USA, an den EU-Rat 2007 (Autor ali)  pdf: HIER


Freiheit & Menschenrechte von den USA für alle Menschen auf Erden?
Mit Riesenaufwand, unter Einbeziehung aller Schaltstellen der Macht soll das besonders in  Lateinamerika gestiegene Ansehen Kubas geschädigt werden. Allein der Propagandaapparat der USA ist, zu erstaunlichen weltweit in der sogenannten “Freien- Presse der Freien Welt” gleichgeschalteten Horror- Berichten über Kuba in der Lage. Am Tag des Erscheinens solcher Be- richte, greift dann das gegenseitige abschreiben und zitieren der Freiwilligen Satrapen* des Imperiums (sog. Atlanter) in Wirtschaft; Politik und Presse ein - frei nach J. Goebbels**: “Wenn eine Lüge oft genug wiederholt wird wird Sie für die Massen zur Wahrheit”.
 
Was eint das Imperium mit seinen Satrapen und sonstigen Erfüllungsgehilfen auf der Welt?
 

Da ist vor allem die Wirtschaftsform, die von ihnen als NonPlusUltra propagiert wird, Kapitalismus - beschönigt auch als Freie Marktwirtschaft gepriesen. Das Ergebnis dieser schönen Wirtschaft sind Global, pro Tag 25.000 Hungertote und keiner davon verhungert auf der Insel Kuba!

above text describes:

hi fellows this is freedom without human rights, made in USA for the rest of the world

*Schützer der Herrschaft
**Josef Goebbels Propagandaminister der Nazis,- seine Propagandamethoden wurden später von der freien Wirtschaft zum propagieren ihrer Waren benutzt.

Zensierte Google kubanischen Blogger?
amerika21, meldete am 29. März 2010 -
Cuba: Google Inc. sperrt Blog aus Kuba.


Die Seite "La Isla desconocida" - eine Art politisches Internettagebuch des kubanischen Publizisten Enrique Ubieta wurde wegzensiert.  Anfragen des Betroffenen blieben ohne Antwort. Die internationale Bloggerszene protestierte nachhaltig.

4 Tage später schaltet Google  den Kuba-Blog wieder frei
Nach Protesten wurde der Zugang für kubanischen Journalisten wieder freigegeben.
Ein Konzernvertreter zur DPA: "...es war keine politische Entscheidung..". Angeblich hat ein Automatisches Spamfilter die Seite gesperrt.
Der Publizist hatte auf seiner Seite "La Isla desconocida", zuletzt die international negative Berichterstattung über Kuba kritisch kommentiert.


Erklärung der Nationalversammlung der Volksmacht der Republik Kuba:

Republik Kuba
Nach einer abgestimmten Kampagne mächtiger Medien- unternehmen vor allem aus Europa, die Kuba scharf angegriffen haben, hat das Europäische Parlament nach einer schmutzigen Debatte eine Resolution verabschiedet, die unser Land verurteilt und Gefühle manipuliert, Tatsachen verzerrt, Lügen schwingt und Realitäten verheimlicht.
Der benutzte Vorwand war der Tod eines Gefangenen, der zunächst für ein gewöhnliches Vergehen bestraft und später von nord- amerikanischen Interessen und der inneren Konterrevolution manipuliert worden war, und der aus eigenem Willen, trotz der Warnungen und des Eingreifens kubanischer Fachärzte, die Einnahme von Lebensmitteln verweigerte.

Dieses beklagenswerte Ereignis kann nicht dazu benutzt werden, um Kuba zu verurteilen, weil es den Tod habe verhindern können. Wenn sich unser Land in einem Bereich nicht mit Worten verteidigen muß, weil die Realität unwiderlegbar ist, dann ist dies der Kampf für das Leben der Menschen, seien sie in Kuba oder in anderen Ländern geboren worden. Ein einziges Beispiel ist die Anwesenheit der kubanischen Ärzte in Haiti seit elf Jahren vor dem Erdbeben vom ver- gangenen Januar, die von der Hegemonialpresse verschwiegen wird.

Hinter dieser Verurteilung steht ein tiefer Zynismus. Wie viele Kinderleben gingen in den armen Nationen durch die Entscheidung der im Europäischen Parlament vertretenen reichen Länder verloren, ihre Entwicklungshilfeverpflichtungen nicht einzuhalten. Alle wußten, daß dies ein massenhaften Todesurteil bedeutete, aber sie entschieden sich, die Verschwendung und den prunkvollen Konsum fortzusetzen, die langfristig selbstmörderisch sind.

Die Kubaner beleidigt auch der Versuch, uns in einem Augenblick Lehren zu erteilen, in dem in Europa Immigranten und Arbeitslose unterdrückt werden, während hier ein freies Volk in Nachbarschaftsversammlungen frei und ohne Zwischenstufen seine Kandidaten für die Kommunalwahlen bestimmt.

Denjenigen fehlt die Moral, ein angegriffenes und brutal blockiertes Volk zu bewerten, die an dem Luftschmuggel von Verhafteten, der Errichtung illegaler Gefängnisse und der Folterpraxis beteiligt waren oder sie erlaubt haben.

Eine so diskriminierende und selektive Verurteilung kann nur aus dem Scheitern einer Politik erklärt werden, die sich als unfähig erwiesen hat, ein heldenhaftes Volk in die Knie zu zwingen. Weder das Helms-Burton-Gesetz noch der europäische Gemeinsame Standpunkt, die beide im selben Jahr, unter gleichen Umständen und mit dem selben Ziel entstanden sind und beide unsere Souveränität und nationale Würde verletzen, haben auch nur die geringste Zukunft, denn wir Kubaner weisen Strafen, Intoleranz und Druck als Norm in den internationalen Beziehungen zurück.

Nationalversammlung der Volksmacht der Republik Kuba
11.März 2010

Das kubanische Hungerstreik-Problem
Ralf Streck 02.03.2010
Nach dem Hungertod von Orlando Zapata versucht die Opposition in Kuba die Lage zuzuspitzen......Zu Recht verweist die kubanische Regierung auch auf das Lager, das die USA in Guantanamo auf der Insel Kuba unterhält. Denn dort wird bzw. wurde systematisch gefoltert und es kommt immer wieder zu merkwürdigen Todesfällen, die als Selbstmorde getarnt werden. Dort sind auch unter Obama noch immer Menschen gegen alle Rechtsgrundsätze der USA und ohne Urteile inhaftiert.
auf Telepolis weiterlesen

Ein neuer Hungerstreiker in  Kuba, das Land will sich jedoch:

Nicht erpressen lassen
Kuba warnt vor den Konsequenzen des Hunger- streiks von Guillermo Fariñas.......Der 48 Jahre alte Fariñas war erstmals 1995 zu drei Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er auf eine Frau eingeprügelt hatte, die in derselben Einrichtung tätig war, in der er als Psychologe gearbeitet hatte. Diese Haft nutzte er, um sich als politisches Opfer der »Castro-Diktatur« zu präsentieren, und verbündete sich mit konterrevolutionären Gruppen. Nach Verbüßung seiner Haft schlug er 2002 in Santa Clara auf einen alten Mann ein der dabei schwere Verletzungen erlitt. Für diese Tat wurde Fariñas zu knapp sechs Jahren Haft verurteilt. Mehrfach trat er in dieser Zeit in Hungerstreiks, die seine Gesundheit ruinierten. Am 5. Dezember 2003 wurde er deshalb als haftunfähig auf freien Fuß gesetzt. Sein schlechter Gesundheitszustand hinderte ihn jedoch nicht daran, eifrig Berichte für den von den USA betriebenen antikubanischen Rundfunksender »Radio Martí« zu verfassen und 2006 sogar erneut in einen Hungerstreik zu treten, um die Installation eines Internetzugangs in seiner Privatwohnung zu erzwingen.....bei der jw:
 weiterlesen


Haiti Spendenaufruf:
Hilfe für die Opfer des Erdbebens in Haiti  Solidarische Hilfe aus dem Nachbarland medico international unterstützt die Nothilfe der dominikanischen Gesundheitsorganisation Institución Social Colectivo de Salud Popular (COSALUP) für die Erdbebenopfer in Haiti.
Die dominikanische Zivilgesellschaft hat sich in Koordination mit anderen Institutionen und Organisationen umgehend mit den Be- troffenen im Nachbarland solidarisiert und Hilfe organisiert.
Zu diesem Zweck wurden am 14. Januar verschiedene thematische Kommissionen (Logistik, Gesundheit, Finanzen, Infrastruktur und bi-nationale Koordination) gebildet um besser auf die konkreten Bedürfnisse eingehen zu können. Das Netzwerk „Ayuda Haití“ umfasst gleichermaßen dominikanische wie internationale NGOs sowie soziale Organisationen und koordiniert seine Bemühungen mit dem Roten Kreuz und UN-Organisationen, um unnötige Verdopplungen zu vermeiden und die Hilfe möglichst effektiv zu gestalten. medico-HausblogHaiti: medico-Unterstützung - Informationen unserer Kollegen vor Ort Geplant ist die Einrichtung von medizinischen Versorgungseinheiten in Haiti, im ersten Schritt in Port-Au-Prince, in denen multidisziplinäre Teams tätig werden sollen. Je nach Bedarf wird die Arbeit auf andere Regionen ausgeweitet und/oder verlegt. Das medizinische Personal wird alle 4 Tage rotieren. Zusätzlich wird die Klinik in Jimani, unmittelbar an der haitianisch- dominikanischen Grenze unterstützt. Dort werden bereits hunderte Haitianer medizinisch versorgt.
COSALUP wird mit den medico-Spenden Medikamente und medizinisches Bedarfs- material kaufen, entsprechend den im Netz- werk abgestimmten Bedarfslisten.
Dieses Material wird anschließend in den gemeinsamen Sachmittelfonds eingespeist. COSALUP ist eine 1983 gegründete Nichtregierungsorganisation. Gemeinsam mit medico ist sie Mitglied im mittel- amerikanischen Basisgesundheitsnetzwerk Comité Regional de Salud Comunitario"(CRPSC) und im internationalen Peoples Health Movement (PHM). Die medico-Partner CRPSC und das mittelamerikanische PHM setzen sich mit Hilfs- und Menschenrechtsprojekten für den gleichen Zugang aller zu Gesundheit ein. Derzeit unterstützt medico auch ein Mittelamerika-weites Projekt, das sich in einer mobilisierenden Befragung in den ärmsten Regionen mit den Auswirkungen der Freihandelsabkommen auf die Gesundheitssituation beschäftigt. Kollegen aus CRPSC und PHM haben sich bereit erklärt – sobald dies sinnvoll und nützlich ist – zivil- gesellschaftliche Organisationen in Haiti im Bereich von Gesundheit und Menschenrechten auch personell zu unterstützen.
Zur Unterstützung der Nothilfe unserer Partner sowie für langfristige Rehabilitations- und Wiederaufbaumaßnahmen bittet medico um Spenden:
Spendenkonto: medico international
Konto-Nr. 1800 Frankfurter Sparkasse
BLZ 500 502 01 Stichwort:
HaitiOnline-Spenden:
www.medico.de/spenden/
medico international ist außerdem Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft. Das Bündnis wird bei Katastrophen und in Krisengebieten aktiv, um vor Ort akute und langfristige Hilfe zu leisten.
Das Bündnis ist ein Zusammenschluss der fünf Hilfswerke "Brot für die Welt", medico international, MISEREOR, terredes hommes und Welthungerhilfe.
<http://www.medico.de/spenden/>

Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba Regionalgruppe  Berlin Brandenburg:
DIE   BLOGGERIN  Y. SANCHEZ

Nachdem der Name Yoani Sánchez derart häufig in unseren Medien erscheint, eine deutsche Tageszeitung sie Kolumnen schreiben lässt und sogar der US-Präsident persönlich ihre Fragen beantwortet, hat die FG-brd-Kuba diesen neuen Stern im cubanischen Dissidentenhimmel etwas genauer beleuchtet. Sie veröffentlichten deshalb die Analyse des Franzosen Salim Lamrani. Lamrani ist Professor an der Sorbonne Universität in Paris und beschäftigt sich besonders mit den Beziehungen zwischen den USA und Cuba. Als World-Datei mit Kasten und Kommentar von A. Mente eurem Webmaster (12 Seiten): HIER

Insel im Schatten der Migration
von Knut Henkel
....An einem geheimen Ort in Havanna fanden am letzten Donnerstag und Freitag die Ver- handlungen über neue Migrationsbestimmungen zwischen Havanna und Washington statt. Havanna, so ist in einer Note des Außen- ministeriums vom Samstag zu lesen, drängt auf Modifikation der US-Bestimmung, wonach jeder Kubaner und jede Kubanerin, die trockenen Fusses in den USA ankommen, automatisch ein Bleiberecht erhalten. In Kuba wird schon seit Jahren gegen diese Regel demonstriert, unter anderem weil sie die Migration in Richtung USA anheizt...... Durchschnittlich 35.000 Kubaner wandern derzeit pro Jahr aus und es ist sind oftmals die jungen Hochqualifizierten, die gehen. Für die Insel und ihre Zukunft heißt das nichts Gutes, wie Silvio Rodríguez, einer der populärsten Sänger der Insel, am Freitag in einem Interview auf der Homepage des in Havannas Altstadt gelegenen Kulturzentrum Torriente Brau betonte. “Wir müssen reflektieren, analysieren (warum viele kubanische Jugendliche) als einziges danach Trachten zu emigrieren”, mahnte der 63jährige Sänger.....Auswanderungswellen wie die Balsero- krise von 1994, als mehr als 35.000 Kubaner in wenigen Wochen auf allem was schwamm rüber in die USA machten, sind nicht erwünscht und genau deshalb treffen sich in schöner Regel- mäßigkeit Delegationen aus den USA mit Counterparts von der Insel.... Bei der Visite der US-Delegation in Havanna ging es jedoch auch um Alan Gross. Der US-Amerikaner war am 4. Dezember in Kuba festgenommen worden, weil er in Havanna Laptops, Mobiltelefone und andere elektronisches Geräte an Dissidenten verteilt habe, so kubanische Quellen. Die behaupten, dass Gross für den US-Geheimdienst gearbeitet hatte. US-Quellen zufolge ist er für einen Ver- tragspartner von US-Aid tätig gewesen, habe eine zivile Organisation unterstützt. Dabei ist Gross mit einem Touristenvisum eingereist. Das ver- stösst genauso gegen kubanische Gesetze wie die “Verteilung von finanziellen Mitteln und anderen Ressourcen von der US-Regierung, …”. in Havanna hat man nicht nur verschnupft darauf reagiert, dass Kuba im Januar erneut auf die Liste der Terrorstaaten gesetzt wurde sondern auch darauf, dass sich die US-Delegation mit Oppositonellen in Kuba getroffen hat......
Parlamentspräsident Ricardo Alarcón kritisierte, dass sich zwischen alter und neuer Administration in Washington nichts geändert habe.....Artikel komplett lesen:
blogs.taz.de



“Energie ist ein Instrument der Macht.
Wer Energie hat, kontrolliert die Welt”
Kuba hat seine Energiegewinnung durch Atomkraftwerke fallengelassen, nicht auf Druck von Ländern wie den Vereinigten Staaten, sondern weil Kuba feststellen mussste, dass die Sonne “die Energie des Sozialismus ist” meinte Bérriz, der Leiter der kubanischen Gesellschaft zur Förderung der erneuerbaren Energieträger und Respekt für die Umwelt (CUBASOLAR) ist.

Diese grossartige Bezeichnung der Gesellschaft ist fast einmalig, verpflichtet und verdient Würdigung: Respekt für die Umwelt – eine Kultur der ökologisch nachhaltigen Energiepolitik.

“Harte Energie, konzentriert in Kohle, Öl und Kernkraft ist imperialistisch und kapitalistisch. Im Gegensatz dazu scheint die Sonne für alle, auch die Reichen. Sie gehört niemandem, also ist die Sonnenenergie die Energie des Sozialismus, der Energieproduzent der Völker, die Energie der Zukunft.”

Kuba müsste riesige Summen in ein voll ausgebautes Energieversorgungssystem mit einigen wenigen modernen Kraftwerken inklusive der Überlandleitungen für Anschlüsse in alle Gemeinden investieren und setzt daher auf Solarenergie. Diese Investition ist besser für den Umweltschutz und den Weltfrieden angelegt, denkt man an die Kriege, die wegen der fossilen Rohstoffe und auch der Kernenergie vom Zaun gebrochen werden.

“Um eine neue Form der “Kontrolle” durch den Einsatz von NCRE (nichtkonventionelle erneuer- bare Energiequellen) zu verhindern, müssen die Länder ihr eigenes Know-how entwickeln um zu vermeiden, von technologischen Import-Aus- rüstungen der reichen Länder abhängig zu sein.”

Kuba hat gerade den Bau einer Fabrik zur Herstellung von Sonnenkollektoren fertiggestellt und baut ein anderes Werk, dass Solarmodule herstellt.

“Wenn wir uns auf die Entwicklung von NCRE konzentrieren, wäre eine Konferenz wie diese (COP 15) völlig unsinnig. Wir würden uns keine Sorgen um die globale Erwärmung machen müssen.”

Die dezentrale Erzeugung von Sonnenenergie hat den Vorteil, dass bei einem Hurrican nicht das ganze Stromnetz ausfällt und grosse Teile der Bevölkerung von eine Blackout betroffen sind oder bei einem Krieg, wenn grosse Kraftwerke gezielt mit Bomben ausgeschaltet werden könnten, meinte Bérriz und dass auch einige kleine lokale Wasserkraftwerke diese Vorzüge aufweisen.

“Ein weiterer Vorteil liegt in einer Kriegssituation. Früher konnten nicht mehr als sechs oder sieben Bomben der Vereinigten Staaten das ganze nationale elektrische System treffen. Das kann jetzt nicht mehr der Fall sein: Wir haben Tausende von Anlagen. Es wären nun dafür Tausende von Bomben zu schicken.”

Kuba will einen Beitrag für die Welt zu leisten und vor allem sich mit den Ländern der Region in Bezug auf die Weitergabe von wissenschaftlichen Erkenntnissen austauschen. Die Schwierigkeiten, sagte er, sind die begrenzten Ressourcen des Landes, verschärft durch fast ein halbes Jahrhundert US-Embargo, der Weltwirtschaftskrise und der saisonalen Hurrikan-Schäden.

Kubanischen Experten wurden von der chilenischen Regierung aufgefordert, den Bürgern die Errichtung von Biogasanlagen zu lehren und Peru bestellte Trockner auf Solarbasis für die holzverarbeitende Industrie. In Ecuador haben sie beim Bau kleiner Wasserkraftwerke geholfen und auch dazu beigetragen, die Elektrifizierung in Bolivien und Venezuela zu verbessern.

Die Not, der Geldmangel und die Abhängigkeit der ärmeren Länder von den reichen Industrienationen führt im Falle der eigenen Entwicklung und dem Einsatz der Solartechnik zu vielen Vorteilen auf diesem Planeten – die Diskussionen um das CO2 verblassen dagegen zur Bedeutungslosigkeit.

Lokale Versorgung mit Energie durch Solartechnik verhindert die Zerstörung der Wälder zum Zweck der Heizmaterialgewinnung oder Gewinnung für Felder zum Biokraftstoffanbau, Zerstörung der Landschaft durch Förderung von Kohle, Erdöl und -gas, “strahlenden” Uranbergbau, Atomkraftwerke und ungelöste Probleme der Endlagerung, verpestet nicht mit Emissionen die Umwelt, kann lokal und transportabel (ohne schädliche Inhalte der sonst benötigten Batterien zu enthalten) eingesetzt werden, usw.

Vor allem aber verhindert sie die kriegerischen Auseinandersetzungen um die fossilen Rohstoffe.

Riesenprojekte der Sonnenenergietechnik wie die Gewinnung von Solarenergie in Afrika und deren Transport nach Europa durch Grossaktionäre und die daraus resultierende neue Abhängigkeit für die Verbraucher verbieten sich selbstredend.
Desertec ist für diese Firmen eine neue Geld- druckmaschine. Schon fordert man afrikanische Abnahmegarantie für Desertec-Strom.

*This story appears in the IPS TerraViva online daily published for the U.N. Conference on Climate Change in Copenhagen.
Quelle: Daniela Estrada, Inter Press Service / Terraviva! AUS RADIO UTOPIA: HIER


URUGUAY

José Mujica gewann die Stichwahl um die Präsidentschaft, José »Pepe« Mujica ist der neue Präsident von Uruguay. Der Kandidat der regierenden Linkskoalition Frente Amplio (FA/Breite Front) hat am Sonntagabend dem 29 Nov.  die Stichwahlen gewonnen. Anfang März wird er die Nachfolge des amtierenden Präsidenten Tabaré Vázquez (FA) antreten. Von 93 Prozent der Stimmen erhielt Mujica gut 53 Prozent, sein Konkurrent Luis Alberto Lacalle von der Partido Nacional kam auf 43 Prozent.


UNO-Abstimmungen für die Aufhebung der Blockade der USA gegen Kuba
1992 bis 2009

>

JA

NEIN

Abwesend

Enthaltung

1992

59

3

46

71

1993

88

4

35

57

1994

101

2

33

48

1995

117

3

27

38

1996

137

3

20

25

1997

143

3

22

17

1998

157

2

14

12

1999

155

2

23

8

2000

167

3

15

4

2001

167

3

16

3

2002

173

3

11

4

2003

179

3

7

2

2004

179

4

6

1

2005

182

4

4

1

2006

183

4

4

1

2007

185

4

2

1

2008

185

3

2

2

2009

187

3

?

2


NEW YORK -  Oktober 2007
UNO verurteilt USA

Zum 16. Mal die 192 UNO-Mitgliedsländer verurteilen das Kuba-Embargo der USA. Das erste Teilembargo wurde bereits 1958 verhängt.
Mit 182 Ja- und nur vier Nein-Stimmen hat die Uno- Generalversammlung das seit vier Jahr- zehnten bestehende US-Embargo gegen Kuba verurteilt. Es war bereits die 16. Verurteilung des 1961 verschärften US-Embargos gegen Kuba durch die Uno-Generalversammlung.
Die Befürworter des Embargos: USA, Israel, Palau, Marshallinseln -


                 Pfui Deibel Bush!

NEW YORK -  Oktober 2009
UNO verurteilt USA

Es reicht, das ist jetzt die 18. Verurteilung der USA in dem fast einem halben Jahrhundert andauernden Embargo der USA gegen Kuba. Nur das am Tropf der USA hängende Israel und Palau stimmten noch mit nein -

                 Pfui Deibel Obama!


Kuba ersetzt Wasserkühl - Systeme der Kraftwerke, die mit Meerwasser gekühlt werden
Havanna, 18. August
Kuba ersetzt gegenwärtig 100 Wasserkühlungs- systeme in Thermoelektrischen Stationen durch mit Fiberglas verstärkte Polyesterröhren, die eine größere Haltbarkeit gegenüber den bis jetzt benutzten Systemen aufweisen.
Das Wasser, dass man aus dem Meer entnimmt, um es dann zum Verdampfen zu bringen, wird
durch 1,2 Meter Durchmesser grosse Rohre geleitet. Diese Leitungsrohre garantieren die Produktion von gegenwärtig 17 Millionen Gigawatt Strom im Jahr. Eine Firma in der Zentralkubanischen Provinz Ciego de Avila, über 249 Meilen östlich von Havanna gelegen, arbeitet an dem Austausch der bisherigen Leitungs- systeme, die noch aus Gusseisen und Stahl hergestellt wurden. Diese werden durch das aggressive Meerwasser stärker in Mitleidenschaft gezogen, als die jetzt verlegten Polyester-Röhren.
Weitere Vorteile des neuen Leitungssystems sind die leichtere Reparaturmöglichkeit im Falle eines Rohrbruches, eine größere Widerstandsfähigkeit und über 50 Jahre Haltbarkeit.

50 Jahre kubanische Revolution versus 62 Jahre Mont Pelerin Society
Ziel der MPS besteht nach Hayek darin, die Durchsetzung des Liberalismus als dominantes Prinzip sozialer Organisation zu befördern. Die Neoliberalen haben das Prinzip der Profitmaximierung voll übernommen!

Profitmaximierung ----> endet in der Leibeigenschaft

Eine Anfrage bei Google am 12.11.2004 zum Begriff „Profitminimierung wurde mit der Gegenfrage beantwortet: „Meinten sie: Profitmaximierung:“ und es wurden ganze drei jedoch unmassgebliche Hinweise angezeigt, während zum Leitbegriff unseres Wirtschaftssystems „ Profitmaximierung“
18.300 Seiten angeboten wurden. Am 25. Jan. 2009 Profitminimierung: 8 Ergebnisse – na also immerhin!

Die gegenwärtige ökonomische Situation
Nach Petschow sind die Kapitalerträge in Deutschland von 1970 bis 2002 von 7,1% auf 26,6% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) gestiegen. Löhne und Gehälter mussten deshalb entsprechend von 66,1% auf 55,9% des BIP sinken. Die Nettosozialquote ist um mehr als 2% von 17,6% auf 15,2% des BIP gesunken, obwohl von ihr doppelt soviele Menschen leben müssen.

Der Staat verfügte 1970 noch über 9,2% des BIP, 2002 aber nur noch über 2,3%. Er verabschiedet sich sozusagen mehr oder weniger unauffällig von uns. Nominal betrugen die Kapitalerträge im Jahr 1970 „nur“ 25 Mrd. Euro. 2002 bereits unvorstellbare 560 Mrd. Euro [Petschow 2004].
Mit der von 1970 bis 2002 von 66,1 auf 55,9% Nettolohnquote bzw. der von 17,6 auf 15,2% gesunkenen Nettosozialquote mussten sich die Erwerbstätigen und Arbeitslosen abfinden.

Die kommenden 12 Jahre
Petschows verdienstvolle Analyse der letzten 30 Jahre warf die Frage auf, wie sich die Kapitalerträge in den nächsten 30 Jahren entwickeln.

Überraschenderweise findet die Sache jedoch bereits in zwölf Jahren ein Ende:
Wenn wir annehmen, dass das Wirtschaftswachstum wie in den letzten 10 Jahren
im Mittel weiterhin 1,2% beträgt und die Kapitalerträge mit 10% weiter wachsen,
landet bereits in 12 Jahren (im Jahr 2017) das gesamte Bruttoinlandsprodukt
bei den Kapitaleignern.

Das heißt: Löhne, Gehälter, Renten, Pensionen und Sozialleistungen
kann es nicht mehr geben

.
Es ist der hypothetische Zustand erreicht, bei dem es nur noch Kapitalerträge, aber keine Arbeitserträge mehr gibt. Alle Bürger des Landes befänden sich in der Leibeigenschaft der Kapitaleigner und müssten bei diesen um Wohnraum und Alimentierung betteln.

Mit Hartz IV erleben wir bereits eine Ausprägung dieses Zustands: Die Bürger haben nach Sozialgesetzbuch II kein Recht mehr auf eine menschenwürdige Wohnung sondern nur noch ein „Recht auf Unterkunft“ und werden über ein schrumpfendes Wohngeld in die Gesinderäume (bestenfalls „ in die Platte“ ) verwiesen und notdürftig alimentiert (345 bzw. 331 Euro pro Monat), Arbeit wird nicht mehr bezahlt, nur eine Mehraufwandsentschädigung, will sagen 1Euro wird noch gewährt. Mit den elektronischen Fußfesseln des Hessischen Justizministers und der schleswigholsteinischen CDU ist die modernste Form der Leibeigenschaft in perfekter Weise komplett. Der Traum der Neoliberalen, die richtiger wohl die Neofeudalen genannt werden, hätte sich nach 48 Jahren Mont Pelerin Society endlich erfüllt....
Nun googelt mal schön - es gibt interessante pdf’s: Profitminimierung


NORMAL?
An die Wurzeln gehende Gesellschaftskritik sieht sich wegen ihrer extremen Minderheits- position heute schnell in der Situation eines Menschen, der in eine Irrenanstalt geraten ist, deren Insassen erkennbar alle dem gleichen Wahn verfallen sind. Jeder Versuch, die Lage zu klären, führt unweigerlich dazu, selbst für verrückt gehalten zu werden.
Normal ist schließlich immer die Mehrheit.”    
- Zitat - Claus Peter Ortlieb –

7. ALBA-Gipfel  beschliesst
Sucre als Alternativwährung

Bei einem zweitägigen Sondertreffen in Cochabamba beschlossen die ALBA-Mitglieder am Freitag dem 16.10.09. weitgehende Wirtschafts- und Handelssanktionen gegen das Putschregime in Honduras. Die ALBA- Mitglieder legten fest, dass sie weder den Aufenthalt noch die Einreise von Ver- antwortlichen des Putsches erlauben werden. Sie werden weder den Wahlgang in Honduras noch dessen Ergebnis anerkennen.
Die Präsidenten der Alba-Staaten unter- zeichneten am Sonntag dem 19.10.09. einen  Vertrag über den Sucre, die neue Währung innerhalb ihres Wirtschaftsgebietes.
Ab 2010 soll der Sucre (Sistema Unitario de Compensación Regional de Pago) als Tausch- währung die Abhängigkeit vom US-Dollar verringern. Der Handel zwischen den ALBA- Ländern wird dann über den Sucre abgewickelt.  Hugo Chávez bezeichnete diesen Erfolg  als revolutionären Ansatz gemeinsamer Geld- politik und Schritt zu mehr Selbstständigkeit und Souveränität der Mitgliedsländer.
"Der SUCRE ist ein Schritt zur währungs- politischen Souveränität, um uns von der Diktatur des Dollar zu befreien, den das Imperium der Welt aufgezwungen hat." erklärte Chávez. Mit der einstimmigen Verabschiedung der "Abschlußerklärung von Cochabamba" und einer Großkundgebung ist in Bolivien das siebte Gipfeltreffen der Bolivarischen Allianz für die Völker unseres Amerikas (ALBA) zu Ende gegangen.
“Das Dokument ist angenommen«, freute sich Gastgeber Evo Morales am Sonnabend im zentralbolivianischen Cochabamba.
Über 35.000 Menschen, Vertreter sozialer Bewegungen aus Lateinamerika, Asien, Afrika und Nordamerika, waren zum Festakt ins Félix-Capriles-Stadion geströmt. ”Jallala Evo, jallalla ALBA!” schallte es den angereisten Staatschefs aus Venezuela (Hugo Chávez), Ecuador (RafaelCorrea), Nicaragua (Daniel Ortega) sowie der Karibikstaaten Dominica, Antigua und Barbados sowie St. Vincent und Grenadinen entgegen – ”Es lebe Evo, es lebe ALBA!”


Internetzugang für alle Bürger Kubas über die Postämter

Die ganze Welt surft im Internet.
Die ganze Welt? J/Nein.

In Deutschland lebten  2008 wie   eine Zählung ergab  82.117.000 Bundesbürger,
43 Millionen davon sind Internetnutzer. 
4 % der Bevölkerung in Brasilien, haben Zugang zum Internet.

Aus einem Ländervergleich-->
Von je 1000 Bewohner haben Internet:
Myanmar, Asien 1,81 Tadschikistan  1,50; Panama  112,80;  Bolivien  50,06;  Uganda  9,58; 
Zentralafrikanische Republik  5,34 und in Deutschland 678,71 (1)
"Wenn ein Mann mit einem Fuß auf einem heißen Ofen und mit dem anderen in einer Kühltruhe steht, würde ein Statistiker sagen, daß der Mann sich durchschnittlich in angenehmer Temperatur befindet." (2) Für die 11,5 Millionen Kubaner war das Internet bisher so etwas wie eine  Inselangelegenheit. Die Bürger Kubas konnten  in den Postämtern Computer nutzen, die sie dann mit dem kubanischen Intranet verbanden, damit hatten sie Zugriff auf kubanische Websites.
Jetzt wurde ein Gesetz verabschiedet, das allen Bürgern Zugang zum World Wide Web ermöglicht. Die Postgesellschaft Empresa Correos de Cuba wird gegen Gebühren, "allen Personen einen öffentlichen Internetzugang gewährleisten".
Bisher sind etwa 100.000 Internetaschlüsse an Wissenschaftern, Intellektuelle und Unter- nehmen sowie Bildungseinrichtungen vergeben. Seit 2008 erlaubt Staatschef Raùl Castro den privaten Kauf von Computern und Mobiltelefonen. Etwa 700.000 PCs bzw. Notebooks und etwa 1,5 Millionen Telefon- anschlüsse und Handys gibt es inzwischen. Für Touristen sind drahtlose Netze in den Hotels vorhanden, eine Stunde kostet etwa viereinhalb Euro. Telekommunikation ist in Kuba ein Staatsmonopol, das einige Bürger mit dem Aufbau einer Satellitenantenne umgehen, darüber verfügen sie mit gecrackter Software dann über einen "illegalen" Downloadanschluss ans Internet (Upload ist damit nicht möglich). Zukünftig wird in Kuba pro Gemeinde ein Postamt für die Internetbereitstellung verantwortlich sein. Das Anwählen von Webseiten der Anti-Kuba- Exilanten, sowie die Antikuba-Online-Ausgabe der spanischsprachigen Tageszeitung El Nuevo Herald aus dem benachbarten Miami soll mit ähnlichen Methoden wie bei uns ‘Kinderpornoseiten’ gesperrt werden. Bedingt durch das US-Embargo gegen Kuba mangelt es an leistungsstarken Leitungen, die Daten müssen zur Zeit noch über teure Satellitenverbindungen gesendet werden. Derzeit wird eine unterseeische Glasfaser- kabelverbindung zwischen Venezuela und Kuba verlegt, mit deren Fertigstellung 2010 zu rechnen ist.
(1)http://www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml?indicator=118
(2)Walter Heller


KAMPAGNEN:
Die Kampagnen gegen die Linke in LateinAmerika werden  weiter zunehmen, Weltonline läßt Chavez als Problem, gegen das vorgegangen werden muss identifizieren und findet sich damit an der Seite der Rechten in Honduras, die aber auch Nicaragua und Cuba im Visier haben...mehr


 "Kuba - ein Land wird abgeschaltet" in der Berliner Zeitung vom 17. Juli 2009:
Beim Autor dieses Artikels handelt es sich um den Journalisten Niels Walter, früherer Mit- arbeiter des Zürcher "Tages Anzeiger", der vor anderthalb Jahren würdevoll, als Kollege mit besonders ausgeprägter Berufsethik offiziell verabschiedet und in eine neue Aufgabe entlassen wurde... Daraufhin berichtete er ein Jahr lang unter dem Pseudonym "Oscar Alba" (tönt so schön kubanisch...) aus und über Kuba:www.tagesanzeiger.ch . Und das alles ohne im Besitz eines Journalistenvisums gewesen zu sein. Im Februar dieses Jahres wurde seine Serie "Adíos Fidel" offiziell als beendet erklärt (wohl aus Enttäuschung, dass der immer noch lebt...)
Neuerdings erscheinen seine antikubanischen Ergüsse auch beim Tages Anzeiger wieder; natürlich mit dem Pseudonym "Oscar Alba".
Tages Anzeiger: ” Dossier


Fortschritte bei Integration Lateinamerikas, 
Ecuador kündigt Beitritt zu Staatenbündnis ALBA an, Uruguay ratifiziert Teilnahme an Fernseh- sender Telesur


Estimados, pienso que algo debe ser organizado por Pensamiento Latino und Stube dondese divulgue la política genocida y lo que está pasando con nuestrosindígenas en Perú. Fotos y videos de Genocidio en Perú:
Un abrazo, oscar.

hallo freunde hier sende ich euch links zu Fotos & Videos von den Massakern der Regierung Perus an den Indigenen..oscar.

Fotostrecke: HIER
Zu den Videos: HIER

Sobre el Sr. Steineier
¡No, no se ha visto nada de todas esas barbaridades! y en vez de que el Sr.Steinmeier vaya a citar al embajador del Perú para protestar contra todoesto, lo hace con el representante del Irán porque no le gustaron losresultados de las elecciones en aquel país...  Nein, natürlich hat man NICHTS davon gesehen und statt, dass Herr Steinmeier den peruanischen Botschafter einbe- stellt, um gegen all diese Grausamkeiten zu protestieren, tut er dies mit dem Vertreter des Iran, weil ihm die dortigen Wahlergebnisse nicht gefallen haben!


Monsanto’s Roundup tötet alle Fressfeinde der Mücke Aedes aegypti, die Mücke selbst überlebt!

In Südamerika breitet sich eine
Dengue - Fieber - Epidemie aus
Wissenschaftler decken jetzt die Ursache auf. Der Norden von Argentinien, Paraguay, Bolivien und Brasilien werden von der schlimmsten Dengue-Fieber-Epidemie seit fünf Jahren heimgesucht.
Es gibt bisher 7700 bestätigte Fälle, bei einer hoch anzunehmenden Dunkelziffer. Über 10 Menschen starben allein in Argentinien, seit Ende März, an der Infektionskrankheit. Die Infektion wird von der Stechmücke Aedes aegypti über- tragen. Der Ausbruch der Seuche kommt nicht von ungefähr: Der argentinische Agronom Alberto Lapolla erklärt in seiner Studie die Dengue- Epidemie mit der Ausbreitung der Sojaan- pflanzungen in der Region.
Seit Jahren beobachtet er eine Zunahme der gefährlichen Mückenart in unüblichen Zonen und zu untypischen Jahreszeiten. Lapolla verglich in seiner Studie den geographischen Vormarsch der Dengue-Mücke mit der Ausbreitung der Sojabe- pflanzung: Die Gebiete überschneiden sich in etwa metergenau. Die Sojasprossen, die in Argentinien seit 1996 angepflanzt werden, sind genmanipuliert und werden vom US-Bio-Tech- Konzern Monsanto zusammen mit dem dazu gehörenden Pestizid «Roundup» verkauft. Monsanto versprach damals den Landwirten, die genmanipulierte Pflanze sei immun gegen das Pestizid, das hauptsächlich aus Glyphosat besteht. Damit seien ihre Ernten vor Ungeziefer sicher. Denn Glyphosat ist ein derart starkes Gift, dass es alle anderen Pflanzen vernichtet und mehrere tierische ’Schädlingsarten’ ebenfalls vernichtet. So nebenher tötet das Glyphosat Fische, Frösche und Kröten, das sind alle natürlichen Fressfeinde der Moskitos, schreibt Lapolla abschließend in seinem Bericht. In den Flüssen und Seen rund um die Sojaplantagen sind die Amphibien so gut wie ausgerottet – die Dengue-Mücke kann sich dort ungestört vermehren.
 
Monsanto’s Gen-Soja+Roundup ist dank Menem zugelassen
Wie die argentinische Tageszeitung «Página 12»  herausfand, wurde das Produkt des US-Konzerns Monsanto mit Hilfe von Unregelmäßigkeiten während der zweiten Regierung von Carlos Menem zugelassen: Der damalige Landwirt- schaftsminister Felipe Solá unterschrieb am 25. März 1996 eine Verordnung, die den Import der genmanipulierten Sojapflanzen von Monsanto ermöglichte – drei Tage bevor sich die juristische Abteilung des Ministeriums zu der Entscheidung äußerte, und ohne jegliche Berücksichtigung von Wissenschaftlern, die vor einem «unbekannten Weg» warnten, «der äusserste Vorsicht erfordert». Das Denguefieber ist eine Infektionskrankheit, die durch den Stich von der Aedes aegypty, auch Ägyptische Tigermücke oder Denguemücke ge- nannt, übertragen wird. Die Symptome sind einer schweren Grippe ähnlich, können aber auch innere Blutungen umfassen. Deshalb zählt man das Denguefieber zu den hämorrhagischen Fiebern. Hohes Fieber, Schüttelfrost, Erschöpfungs- zustände, Kopf-, Glieder-, Gelenk- und Muskelschmerzen, auffällig niedriger Puls und metallisch bitterer Mundgeschmack sind Merkmale dieses viralen Infekts. Nach dem Fieberabfall kommt es nach vier bis fünf Tagen zu einem erneuten Fieberschub; danach entwickelt sich ein masernähnlicher Hautausschlag mit Lymphknoten-anschwellungen. Bislang gibt es gegen die Erkrankung weder eine Impfung noch eine spezifische antivirale Behandlung.
Die Aedes aegypty gedeiht in stehenden Gewässern, Pfützen, Wasserlachen in Schwimm- becken, Regenwassertonnen, offenen Wasser- behältern und besonders gut auf Müllhalden.


Die internationale Gemeinschaft der Aufrechten fordert Reisefreiheit für US-Bürger:
USA- EIN MERKWÜRDIGES LAND DER "FREIEN WESTLICHEN WELT"
Ähnlich wie in der verblichenen DDR, existiert für US-Bürger keine Reisefreiheit! US-Bürger dürfen nicht nach Kuba reisen! Einziger Ausweg über Mexico oder Kanada hinfliegen und bei der Rückkehr nach Mexico oder Kananda, den Paß verbrennen und in der US-Botschaft einen Ersatz beantragen. Nur Exilkubaner durften bisher alle 3 Jahre einmal nach Kuba Reisen um Verwandte zu besuchen. Dank dem "Neuen Honecker sprich Obama", dürfen sie jetzt einmal im Jahr auf Besuchsreise gehen. Jedoch das sind von den über 250 Millionen US-Bürgern nur etwa 1,5 Millionen. Diese 1,5 Millionen Exilanten geniessen also immerhin eine eingeschränkte Reisefreiheit. Die US- Administration hat mit der in der sogenannten freiheitlichen Hemisphäre  so oft beschworenen  Reisefreiheit eigentlich nie viel am Hut gehabt. Das wusste sogar Breschnew oder war es  Gorbatschow, als er mit einem damaligen US-Präsidenten am Brandenburger Tor stand und der US Präsi forderte: "Machen Sie das Tor auf", worauf der Russe antwortete und Sie sorgen Sie dafür das ausser Regierungsvertreter aus kommunistischen Ländern, auch ganz normale Kommunisten aus aller Welt, in die USA reisen dürfen.

"Machen Sie das Tor auf", wurde in der "freien westlichen Welt-Welt berühmt, die Antwort des Russen jedoch nicht.


Kuba ist ein sozialistischer Rechtsstaat

Havanna braucht sich in Sachen Menschenrechte vor keinem anderen Land zu verstecken.
Noch sind aber nicht alle Ungleichheiten aus jahrhundertelanger Kolonialzeit beseitigt.

Ein Gespräch mit Gerardo Peñalver Portal
Interview: Peter Wolter
Gerardo Peñalver Portal ist Botschafter der sozialistischen Republik Kuba in Berlin

Westliche Politiker und Medienkonzerne nehmen den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember gerne zum Anlaß, mit spitzem Finger auf Staaten zu zeigen, die diese Rechte angeblich mit Füßen treten. Zu den verdächtigten Ländern gehört regelmäßig auch Kuba. Ein »Komitee zum Schutz von Journalisten« hat Ihre Regierung jetzt beschuldigt, 21 Medienvertreter inhaftiert zu haben. Stimmt das?

Die kubanische Revolution ist 50 Jahre alt, und wir sind stolz darauf, gerade bei den Menschen- rechten Enormes geleistet zu haben. Wir sind ein sozialistischer Rechtsstaat: In meinem Land wird niemand verhaftet oder drangsaliert, weil er eine andere Meinung als die der Regierung äußert. Es gibt nicht viele Kubanerinnen und Kubaner, die gegen die Revolution sind –aber auch die dürfen unbehelligt ihre Meinung äußern. Wie es auch in Europa üblich ist, wird bei uns nur derjenige bestraft, der gegen Gesetze verstößt. Was wird diesen inhaftierten Journalisten denn vorgeworfen? Die Zahl 21 stimmt mit Sicherheit nicht – richtig ist allerdings, dass zumindest einige angebliche oder tatsächliche Journalisten verhaftet und verurteilt wurden, weil sie die von den USA ausgehenden Terroraktivitäten oder die Blockade- politik der US-Regierung unterstützt haben. Sie wurden dafür von der Interessen- vertretung der USA in Havanna sogar bezahlt. Auch die deutsche Justiz würde nicht anders handeln, wenn sich ein Bundesbürger von einer fremden Macht dafür bezahlen ließe, Terror und ähnliches zu unterstützen. Wir behaupten gar nicht, daß in der Frage der Menschenrechte bei uns schon alles perfekt sei, darüber wird auch offen geredet. Wir kooperieren in dieser Hinsicht eng mit den Vereinten Nationen – im Februar zum Beispiel werden wir dem UN-Menschenrechtsrat einen Rechenschaftsbericht zu diesem Thema vorlegen. Wir haben auch einige Sonderberichterstatter der UN eingeladen, um sich an Ort und Stelle ein Bild zu machen. Von 26 internationalen Menschen- rechtsabkommen haben wir schon 15 ratifiziert – mehr als die USA! Völkerrechtlich verbindliche Abkommen sind das eine – das andere ist, ob sie eingehalten werden.
 
Sie sprachen davon, daß noch nicht alles perfekt ist. Welche Defizite sehen Sie?

Auch nach 50 Jahren Revolution ist es unmöglich, alle Ungleichheiten zu beseitigen, die in jahrhundertelanger Kolonialzeit und in über 50 Jahren neokolonialistischer Drangsalierung durch die USA entstanden sind. Kuba ist immer noch ein unterentwickeltes Land, das seit einem halben Jahrhundert durch die US-Regierung wirtschaftlich blockiert und militärisch bedroht wird. Trotz aller Anstrengungen haben wir zum Beispiel immer noch einiges im Bereich der Gleichberechtigung von Mann und Frau zu tun. Frauen haben theoretisch bei uns dieselben Möglichkeiten wie Männer – im häuslichen Bereich ist es aber vielfach immer noch so, daß alle Arbeit an ihnen hängenbleibt. Darunter können natürlich Ausbildung und berufliche Weiter- entwicklung leiden. Auch bei der Gleichbe- rechtigung der schwarzen Bevölkerung gibt es immer noch Defizite – 50 Jahre Revolution können nicht die Folgen von 500 Jahren Unterdrückung restlos beseitigen. Gesetze ändern leider nicht automatisch auch die Mentalität der Menschen.

Gibt es immer noch Beispiele für Diskriminierungen von Schwarzen?

Schwarze sind in den intellektuellen Eliten des Landes immer noch unterrepräsentiert. Die Schwarzen kamen bis zur Revolution in der Regel aus sehr bescheidenen Einkommensverhältnissen, hatten daher auch weniger Zugang zur Bildung. Bis heute haben wir daran sehr viel geändert – aber mit den Ergebnissen sind wir immer noch nicht zufrieden. Wir müssen uns weitergehende Ziele setzen, wir sind schließlich ein sozialistisches Land.

Und wie steht es mit der Pressefreiheit?

Auch damit sind wir nicht zufrieden. Vor einigen Monaten gab es einen Schriftsteller- und Künstlerkongreß, auf dem darüber diskutiert wurde, dass unsere Medien stärker auf gesellschaftliche Probleme eingehen müssen. Etwa auf die mangelnde Effizienz mancher Betriebe und Einrichtungen. Die Medien müssen offener werden. Es wird bei uns auch darüber debattiert, wie wir unsere Demokratie verbessern können. Es gibt einige gute Ansätze dazu – etwa, indem eine Diskussion in der gesamten Gesellschaft über Defizite in der Sozialgesetzgebung stattfand.
Daran waren Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen, Parteigruppen und andere Gremien beteiligt. Bei weiteren landesweiten Konsultationen geht es um die Verbesserung unserer Landwirtschaft oder um das Rentenalter. Alles in allem sind wir stolz darauf, was wir erreicht haben. Kuba gehört zu den 47 Staaten, die den Menschenrechtsrat der UN bilden – das ist auch ein Zeichen der Anerkennung dafür, in welchem Maße wir bei uns die Menschenrechte respektieren. Westliche Medienkonzerne sehen das anders – sie picken sich immer gerne Einzelbeispiele heraus, um sie zu verallgemeinern. Pünktlich zum 60. Jahrestag hat jetzt die Organisation »Reporter ohne Grenzen« den angeblich seit einigen Jahren inhaftierten Kubaner Ricardo Gonzáles Alfonso zum »Journalisten des Jahres« ernannt ...Kampagnen zu Gunsten »unabhängiger« Journalisten, die im Gefängnis sitzen, gab es immer wieder. Vielleicht haben sie mal Beiträge für die antikubanische Exilpresse in Miami geschrieben oder westlichen Nachrichtenagenturen gegen Geld die gewünschten Informationen geliefert –und schon sind sie Journalisten. Ich wiederhole: Niemand kommt bei uns nur deswegen ins Gefängnis, weil er kritische Artikel schreibt. Die sogenannten Dissidenten können sich frei äußern und sich auch mit ausländischen Korrespondenten und Diplomaten treffen. Wer allerdings mit den USA kooperiert und damit deren Blockadepolitik unterstützt, bekommt es mit der Justiz zu tun. Es gibt ein berühmtes Beispiel. Wir hatten in den 60er Jahren einen angeblichen Schriftsteller, der allerdings in Terrorakte verwickelt war, Armando Valladares hieß er. Nachdem er ins Gefängnis kam, wurde er von den USA als Regimeopfer aufgebaut. Valladares setzte noch eins drauf, indem er behauptete, er sei gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen – worauf westliche Regierungen vehement aus humanitären Gründen seine Freilassung forderten. Das Dumme für ihn war, daß er in seiner Zelle heimlich bei seiner täglichen Gymnastik gefilmt worden war. Er war keineswegs gelähmt, sondern topfit. Er wurde schließlich unter der Bedingung freigelassen, daß er die letzten Meter zum Flugzeug, das ihn in die USA bringen sollte, zu Fuß geht. Und siehe da: Er konnte plötzlich laufen wie jeder andere. Die Menschenrechte müssen also herhalten, um die Existenz einer Opposition zu suggerieren? Andere Mittel haben die USA nicht mehr. Sie können ja beispielsweise nicht behaupten, daß Kuba die internationale Sicherheit gefährdet – kein einziger unserer Soldaten ist in einem fremden Land. Auf der anderen Seite aber sind 50000 Kubanerinnen und Kubaner in mehr als 100 Staaten als Ärzte, Pflegepersonal, Lehrer, Sporttrainer oder Ingenieure eingesetzt – was sich allerdings schlecht dafür eignet, uns als Gefahr für die Menschheit abzustempeln.

Was wissen Sie über die »Reporter ohne Grenzen«?

Es ist nachgewiesen, daß diese Organisation von der CIA gegründet wurde und weiterhin von ihr finanziert wird. Ihr Chef Robert Ménard ist CIA- Agent. Diese Organisation ist nur eines der vielen Instrumente, mit denen die USA nicht nur Kuba, sondern auch Vietnam, China oder Venezuela diskriminieren. Diese Kampagnen verlieren allerdings an Wirkung, Kuba ist heute nicht nur in Lateinamerika, sondern in der ganzen Welt weniger isoliert denn je. Auch die EU mußte ihre Sanktionen aufheben. Zu den Menschenrechten gehört schließlich an erster Stelle das Recht auf Leben. Wir haben bei Neugeborenen eine Sterblichkeitsrate von 5,3 proTausend – das ist ein Wert, von dem viele kapitalistische Länder weit entfernt sind. Unsere Einschulungsrate beträgt
99,2 Prozent, auch das sollen uns andere Länder erst einmal nachmachen. Wir haben ein Niveau an sozialer Gerechtigkeit, das kein anderes Entwicklungsland erreicht. Die USA versuchen nicht nur, die öffentliche Meinung in der BRD und anderen Ländern Kuba-feindlich zu beeinflussen. Sie mischen sich mit ihren Medien auch direkt in Kuba selbst ein…Wir sind nur 90 Meilen von den USA entfernt, wo 1,5 Millionen Exilkubaner leben. Es werden jährlich Dutzende Millionen Dollar für Propaganda ausgegeben – pro Woche werden damit etwa 1200 Stunden Rundfunk- und Fernsehpropaganda direkt gegen unser Land produziert. Die USA finanzieren auch internationale Kongresse gegen Kuba. Im April 2007 gab es einen solchen in Berlin, gemeinsam mit der Konrad- Adenauer-Stiftung der CDU.

Welche Rolle spielt das Internet?

Uns wird immer wieder vorgeworfen, wir würden den Internetzugang beschränken und zensieren. Es wird aber verschwiegen, daß wir im Gegensatz zu anderen Ländern der Karibik und Mittel- amerikas keinen Zugang zu den acht Glasfaserkabeln haben, die in unserer Region verlegt sind. Und das, weil die USA uns diesen Zugang zur Breitbandtechnologie verweigern. Bis heute haben wir nur einen sehr beschränkten Zugang über Satellitenkanäle, was aber sehr teuer und langsam ist. Es ist also technisch und finanziell gar nicht möglich, daß jeder Kubaner zu Hause einen Internetanschluß hat. Was aber niemanden, der über konvertierbare Pesos verfügt, daran hindert, in eines unserer Internetcafés zu gehen. Das können auch die sogenannten Dissidenten, die von dort aus Artikel gegen Kuba schreiben und sich dann im Ausland als verfolgte Journalisten feiern lassen. Wir haben außerdem im ganzen Land 600 Computerklubs, die ebenfalls Internetzugang haben. In etwa anderthalb Jahren wird sich die Situation allerdings deutlich bessern, dann wird nämlich ein Glasfaserkabel in Betrieb genommen, das wir gemeinsam mit Venezuela verlegen.


Die Völker der Welt müssen erkennen, daß das kapitalistische System der Hauptfeind der Menschheit ist,  so Boliviens Präsident Evo Morales.


Ein höchst spannendes Interview mit dem Präsidenten von Ecuador Correa.
Die staunenden LeserInnen von Springers "Welt" wurden mit Sätzen konfrontiert, die ihre Lesegewohnheiten irritiert haben dürften: "Wir glauben nicht an den Kapitalismus, an den Wettbewerb oder - im philosophischen Sinne - an den Individualismus als Motor der Gesellschaft. Das ist doch pure Barbarei!".
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!


Umbruch in ganz Amerika?

Der renommierte US-Linguist, Aktivist und Buchautor Noam Chomsky hat erklärt, dass der bolivarische Prozess, der sich seit zehn Jahren in Venezuela entwickelt,  grossen Einfluss auf andere Staaten des amerikanischen Kontinents hat. Die Wirkung sei in einzelnen Ländern ebenso zu spüren wie regionalpolitisch.
Venezuela, so erklärte der US-Aktivist, stehe im Zentrum einer progressiven Entwicklung, die das Ende der kapitalistischen Ära in Lateinamerika einleiten könnte.

Ende der langen  Nacht der Neokons
Leider vorerst nur in Lateinamerika wo vor allem drei Länder Schritte zum Sozialismus des 21. Jahrhunderts unternehmen. Von den Ländern Venezuela, Bolivien und Ecuador hat sich das letztere die modernste Verfassung aller Zeiten gegeben. Zwei Drittel der 9,7 Millionen wahlberechtigten Ecuadorianer haben am Sonntag dem 28. Februar 2008 mit Ja gestimmt und damit die 444 Artikel um- fassende neue Verfassung angenommen. Sie beinhaltet unter anderem:
Ein kostenloses Gesundheitssystem, kosten- lose Bildung, direkte Demokratie durch mehr Bürgerbeteiligung, gleichzeitig mehr Kontrolle des Präsidenten über das Parlament, die Wirtschaft, die Währungspolitik, bei der Ernennung von Richtern.
Der Umweltschutz bekommt Verfassungsrang, es gibt die Möglichkeit, den Präsidenten im Amt zu bestätigen (was zuvor nicht möglich war). Die Stellung des Präsidenten wird zwar gestärkt, zugleich aber wird ein »Rat für Bürgerbeteiligung und soziale Kontrolle« als vierte Gewalt, verankert. Der jüngste Staats- und Regierungschef des Kontinents steht damit am Beginn einer neuen Ära:
Rafael Correa spricht von drei Formen des produzierenden Eigentums: “privatem, sozial- solidarischem und staatlichem“. Der Zugang zu Agrarland wird in Ecuador künftig staatlich reglementiert – eine klare Position gegen Grossgrundbesitz. Der US-Dollar im Jahr 2000 als einziges offizielles Zahlungsmittel einge- führt wird wohl in Ecuador wieder abgeschafft werden, denn die Währungspolitik untersteht jetzt dem Präsidenten und nicht mehr der Zentralbank- Ecuadors. Zuerst Venezuela dann Bolivien und jetzt spricht sich auch Ecuador für das Primat der Politik über die ungezügelte Macht der Wirtschaft aus. Mit der Union Südamerikanischer Staaten (Unasur) ist in kurzer Zeit ein Instrument der regionalen Integration entstanden. Die Bewährungsprobe hat Unasur durch Einberufung eines Sonder- gipfels nach Santiago de Chile unter Beweis gestellt. Beim Treffen am 15. September 2008 hatten die Mitgliedsstaaten der sozialistischen Regierung in Bolivien angesichts gewalttätiger Ausschreitungen von oppositionellen Gruppen (von den USA unterstützte Separatisten) ihre Solidarität ausgesprochen.

Staatschef Hugo Chávez sagte während eines Kurzbesuchs in Lissabon: „Wenn ich an der Stelle der US-Regierung wäre, würde ich das gleiche wie in Ecuador machen – ich würde eine Verfassungsreform und ein neues demokratisches Modell durchsetzen.“

Dem kann Mann/Frau sich nur anschließen, wieso geben wir uns in der Bundesrepublik keine solche Verfassung? Was sollen wir von den Undemokratischen Verfahren unserer Regierung, die in Tateinheit mit der EU- Bürokratie uns in eine Neoliberale EU-Diktatur zwingen will halten? (ali)

Die Neue Verfassung in Ecuador ist ein Erfolg der sozialen Bewegungen 
Unsere Bundesregierung muss demokratische Prozesse in Lateinamerika unterstützen!
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat den Ausgang des Referendums über eine neue Verfassung in Ecuador begrüßt. "Das Ergebnis der Abstimmung ist ein Erfolg der sozialen globalisierungskritischen Bewegungen, die eine Abkehr von der neoliberalen Politik fordern", sagte Kerstin Sack, Lateinamerika- Expertin im bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Attac forderte die Bundesregierung auf, die demokratischen Prozesse in Lateinamerika zu unterstützen. "Bisher zeichnet sich die Lateinamerika-Politik der Bundesregierung dadurch aus, den Dialog mit den neuen Regierungen zu verweigern und stattdessen vorzugsweise die alten Eliten zu unterstützen", kritisierte Kerstin Sack. Ecuador ist das dritte Land in Lateinamerika, das durch eine neue Verfassung neue Formen der Bürgerbeteiligung einführen, den staatlichen Sektor stärken, die Rechte der Indigenas ausweiten und eine Politik für die Mehrheit der Bevölkerung umsetzen will. Weltweit einmalig ist die Festlegung des Schutzes der Natur mit Verfassungsrang. Die Verfassung garantiert auch den kostenlosen Zugang zum Bildungs- und Gesundheitswesen.

Unter dem Motto "Continente Rebelde - Rebellischer Kontinent" organisiert Attac vom 31. Oktober bis 2. November in Mannheim einen bundesweiten Lateinamerika-Kongress, bei dem auch die Verfassungsprozesse in Lateinamerika diskutiert werden. Eingeladen sind dazu unter anderem Silvia Lazarate, die Präsidentin der verfassungsgebenden Ver- sammlung in Bolivien, und der Botschafter Ecuadors in der Bundesrepublik, Horacio Sevilla Borja. Weitere Schwerpunkte des Kongresses werden die Themenkomplexe Süd-Süd- Kooperation, Soziales Eigentum, Klimakrise und Energie sowie Alternative Medien sein. Kerstin Sack: "Wir sehen in Lateinamerika Ansätze für einen Weg aus dem Neoliberalimus, die zeigen, dass die Politik sehr wohl Spielräume für die dringend notwendige Umverteilung von oben nach unten hat." Die hohe Wahlbeteiligung und die hohe Zustimmung zu der neuen Verfassung Ecuadors zeigen nach Ansicht von Attac, dass Politik, wenn sie im Interesse der Bevölkerung gemacht wird, auf großes Interesse stößt. "Während in Deutschland die Wahlbeteiligung immer weiter sinkt, ist Ecuador ein Beispiel für die Wiederbelebung der Politik", sagte Kerstin Sack. Die hohe Zustimmung von fast 70 Prozent für die ecuadorianische Verfassung sei insofern erstaunlich, als die dominierenden privaten Medien und die Opposition vehement gegen sie polemisiert hätten. Auch die europäischen Medien würden vor allem betonen, dass die Verfassung dem Machterhalt des ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correas diene, indem sie seine Wiederwahl ermögliche. "Die Europäer dürfen nicht einmal über den EU-Reformvertrag abstimmen. Da ist es schon erstaunlich, wenn die Möglichkeit der Wiederwahl eines Präsidenten als undemokratisch kritisiert wird, ohne dabei die in der neuen Verfassung festgelegten Elemente direkter Demokratie zu erwähnen, zu denen auch gehört, dass der Präsident durch ein Referendum abgewählt werden kann", kritisierte Kerstin Sack.


Impfstoff gegen Lungenkrebs
Kubanische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben den weltweit ersten therapeutischen Impfstoff gegen Lungenkrebs entwickelt. Gisela González, der Leiterin des Forschungsteams am Zentrum für molekulare Immunologie in Havanna, zufolge hat die Forschung an dem Präparat 1992 begonnen.  Erste klinische Tests fanden schon im Jahr 1995 statt. Das aus zwei Proteinen be- stehende Serum löst eine Immunreaktion des menschlichen Organismus gegen die Krankheit aus und ist mit keinen Nebenwirkungen verbunden.  In der dritten Testphase wird der Impfstoff an 579 Lungenkrebspatienten in 18 kubanischen Krankenhäusern erprobt. Tests erfolgten auch  in Kanada und Großbritannien.  Das Präparat Cimavax EGF ermöglicht zunächst eine Verlängerung der Lebenszeit um bis zu fünf Monate. 


Glasfaserverbindung zwischen Venezuela und Kuba wird hergestellt meldet die Nachrichtenagentur Prensa Latina
Jetzt wurde unter den Meldungen der lokalen Presse die Verlegung eines unterseeischen Glasfaserkabels zwischen Venezuela und Kuba als Meilenstein für die internationalen Tele- kommunikationsverbindungen der Insel hervorgehoben.
Das Projekt, wird die kubanischen Verbindungskapazitäten mit dem Ausland auf das Dreitausendfache erhöhen. Das Kabel wird die venezolanische Camurí-Region mit der süd- östlichen kubanischen Küstengegend von Siboney mit einer Länge von 1.550 Kilometern und dem Durchmesser eines menschlichen Haares verbinden. Laut Ingenieur Wilfredo Morales, dem Direktor der gemischten Firma Telecomunicaciones Gran Caribe, wird dieses strategische Projekt die Abhängigkeit Kubas von den teueren Satellitenverbindungen beenden, die durch die Wirtschaftsblockade der USA benötigt wurden. Morales vertrat die Einschätzung, dass die Auswahl der be- treffenden Fachfirma im kommenden August abgeschlossen sein wird und die Verlegung des Kabels Ende 2009 bzw. zu Beginn des Jahres 2010 durchgeführt wird, um dann praktisch unverzüglich in Betrieb zu gehen. Die Verbindung, die eine Gesamtkapazität von 640 Gigabyte aufweist und der momentanen Weltspitzentechnologie entspricht, wird ent- lang des Antillenbogens und des Battle- Grabens verlaufen, der eine Tiefe von etwa
5.400 m erreicht. Das Projekt wird Kosten vermindern und zugleich die Übermittlungskapazität von Daten, Ton- und Bildübertragungen erhöhen und in naher Zukunft auch Ländern wie Nicaragua und Haiti zugute kommen, wie Granma vermeldete. Die von Washington vor einem halben Jahrhundert verhängte antikubanische Blockade hatte bisher andere Firmen daran gehindert, die Insel an bestehende Kabelverbindungen anzuschließen, wie z.B. die zwischen Miami und dem mexikanischen Cancún, die in nur 32 Kilometern Entfernung von der kubanischen Hauptstadt verläuft.
Übersetzung: K. E. Lehmann

FARC & REGIERUNG
Ein Gespräch mit dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei Kolumbiens in der Region Santander, Alfredo Valdivieso, und dem regionalen Menschenrechtsbeauftragten der Partei, Braiber Martínez. von Thorsten Mense:
in jungle world



AGROENERGIE IN LATEINAMERIKA
Fallstudie anhand vier ausgewählter Länder: Brasilien, Argentinien, Paraguay und Kolumbien Autor: Thomas Fritz Herausgegeben von: *Brot für die Welt* (Stuttgart)*FDCL - Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika* (Berlin) Stuttgart/Berlin, Mai 2008 Weitere Informationen und Download der Studie. HIER

Krieg nach innen
Die Gewalt in Kolumbien ist kein neues Phänomen. Sie ist historisch gewachsen, geht von der Oligarchie aus und wird durch die USA befördert
Von Juan Leonel und Luís Pedro Lizcano
Der 9. April 1948 sollte Kolumbien für immer verändern. Am frühen Morgen jenes Freitag wurde Jorge Eliécer Gaitán auf offener Straße erschossen. Gaitán war der aussichtsreichste Kandidat bei der kurz bevorstehenden Präsidentschaftswahl, ein Hoffnungsträger vor allem für die ärmeren Bevölkerungsschichten. Sein Sieg stand fest – und das besiegelte sein Todesurteil. In Übereinkunft zwischen der kolumbianischen Oligarchie und der CIA wurde der gedungene Mörder engagiert. Als sich die Nachricht vom Tod Gaitáns verbreitete, brach der »Bogotazo« aus, ein politischer und sozialer Aufstand, der große Teile der Haupt- stadt verwüstete. Der Gegenschlag der Herr- schenden war grausam. Bis 1958 forderte der Krieg der Oligarchie nach innen bis zu 300.000 Tote. Auch die Kommunistische Partei wurde verboten.

Am 9. April 1948 wurde in Kolumbien ein Staatsterrorismus geboren, der binnen zehn Jahren jede Opposition ermordete oder in den Untergrund trieb. Dieser Staatsterrorismus gab sich über die Jahre hinweg unterschiedliche Namen. In den achtziger Jahren taufte er sich »Doktrin der Nationalen Sicherheit«. Heute nennt ihn der aktuelle Staatschef Alvaro Uribe »Demokratische Sicherheit«. Schnell erreichte die Gewaltherrschaft auch die ländlichen Regionen. Unter der Regierung von León Valencia wurden 1964 vier Regionen – Marquetalia, Río Chiquito, Pato und Guayabero – im Süden des Landes bombardiert, um Bauern den Garaus zu machen, die sich gegen die soziale Ungerechtigkeit auflehnten. Nach den Luftangriffen fielen 16.000 Soldaten ein, um Tausende zu vertreiben. Die Armee folgte damit dem Plan »Laso«, der in den USA gegen die »kommunistische Gefahr« entworfen worden war. Damit nicht genug: Im Senat beschuldigten Vertreter der reaktionärsten Kräfte die Regionen, »unabhängige Repu- bliken« geworden zu sein, die man »auslöschen« müsse. Die Bauern setzten zunächst alles daran, einen militärischen Konflikt zu vermeiden: Schon Monate zuvor hatten Gesandte aus den vier betroffenen Regionen mit der Regierung Kontakt aufgenommen. Sie baten darum, eine Eskalation zu vermeiden und die Gemeinden im Süden statt dessen mit nötigen Entwicklungsgeldern zu unterstützen. Die Unnachgiebigkeit des Staates ist einer der Gründe, wegen derer es zum bewaffneten Aufstand der Bauern kam. Im gleichen Jahr noch entstanden die »Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens« (FARC). Mit der Gründung der Rebellenbewegung wurde auch den Forderungen nach einer agrarpolitischen Reform Nachdruck verliehen. Damals lebten 70 Prozent der Kolumbianer auf dem Land. Der Kampf um Grund und Boden war eines der wichtigsten Anliegen der Kleinbauern und deswegen auch das am stärksten verfolgte Ziel der FARC-Guerilla. Die politisch- militärische Rebellion in Kolumbien wird nur sehr selten unter diesem Gesichtpunkt betrachtet: Als Ausdruck des Rechtes des kolumbianischen Volkes, gegen einen Staat Widerstand zu leisten, der seinem Ver- fassungsauftrag nicht gerecht wird. Statt das Leben seiner Bürger zu garantieren, ist er zu ihrem Henker geworden. Zu Beginn der 80er Jahre wurde in den Medien auf einmal verbreitet, die Guerilla hätte ihren politischen Kampf aufgegeben und widme sich nur noch dem Drogenhandel. Der US-Botschafter in Kolumbien, Lewis Tambs (1983–1985), der wenige Jahre später an der Seite von US- General Oliver North in der Iran-Contra-Affäre selbst als Drogenhändler entlarvt wurde, setzte den Begriff der »Narcoguerilla« in die Welt. Heutzutage ist »Terrorist« das Modewortum Aufständische zu diffamieren. Auch die in diesen Tagen viel debattierten politischen und militärischen Gefangenen der Guerilla sind eine Folge des Konflikts. Die FARC hat in den vergangenen Jahren alles in ihrer Macht stehende getan, um einen Aus- tausch der Gefangenen zu erreichen. Der Wille auf Regierungsebene aber fehlte. Schon 1998 war eine Initiative für einen Gefangenen- austausch diskutiert worden. In Gefangen- schaft geratene Soldaten sollten von der Guerilla an unabhängige Dritte – das Rote Kreuz, die Kirche oder andere Institutionen – übergeben werden. Ebenso sollte mit inhaftierten Guerilleros verfahren werden. Dieser Vorschlag wurde von den Regierungen von Ernesto Samper (1994–1998), Andrés Pastrana (1998–2002) und Álvaro Uribe (ab 2002) verworfen. Sechzig Jahre nach Beginn des Konfliktes ist klar, daß die FARC weiter für ein humanitäres Abkommen kämpfen werden. Daß die Beteiligung der internationalen Gemeinschaft dabei ausschlaggebend ist, hat der venezolanische Präsident Hugo Chávez in den vergangenen Wochen und Monaten bewiesen. Dank seiner Hilfe und dank der Initiative der kolumbianischen Senatorin Piedad Córdoba konnten erstmals Gefangene der Guerilla freigelassen werden. In solchen Initiativen und nicht im Krieg der Uribe- Regierung liegt der Beginn der Lösung der kolumbianischen Krise.
Juan Leonel und Luís Pedro Lizcano sind kolumbianische Journalisten. Ihr Artikel erschien zuerst auf der Internetseite Rebelion.org

Peking/Caracas
Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat den USA Förderung von Gewalt in Tibet vorgeworfen. Damit wolle Washington die Olympischen Spiele in Peking sabotieren, sagte Chávez in einer Rede am Montag abend (Ortszeit) in Caracas. Es gehe den Vereinigten Staaten darum, China mit allen Mitteln zu spalten.


DIE TÖTUNGSMASCHINE
Der Sonntag ist ein guter Tag, um das zu lesen, was Sciencefiction zu sein scheint.
Es wurde angekündigt, dass der CIA den Geheimhaltungsvermerk für hunderte, über illegale Aktionen handelnde Seiten aufheben würde, Aktionen, die Pläne zur Beseitigung von ausländischen Regierungschefs bein- halteten.
Plötzlich wird die Veröffentlichung angehalten und um einen Tag verschoben.
Es wurde keine kohärente Erklärung hierzu abgegeben. Jemand - vielleicht ein Vertreter aus dem Weißen Haus - hat einen Blick auf das Material geworfen. Das erste Dokumentpaket, dessen Geheimhaltungs- vermerk aufgehoben wurde, ist als „Family Jewels“ bekannt und besteht aus 702 Seiten über illegale Aktionen des CIA zwischen 1959 und 1973. Von diesem Teil wurden ungefähr
100 Seiten gestrichen. Es geht hierbei um Aktionen, die von keinem Gesetz ermächtigt werden, Mordkomplotts gegen andere Führungskräfte; Experimente mit Drogen an Menschen mit dem Ziel, ihren Verstand zu kontrollieren; Spionage an Bürgerrechts- kämpfern und Journalisten; unter anderen Aktivitäten dieser Art, die ausdrücklich verboten sind.

CIA - Die Tötungsmaschine pdf: HIER

CIA Castro Akte : HIER

Gespräch mit dem Autor von Fidel Castros politischem Testament Ignacio Ramonet :
„Biographie der zwei Stimmen“
Von Martin Schwander
Ende Januar ist in Paris die französische Übersetzung eines Buches erschienen, das auf Spanisch bereits 2006 Furore gemacht hatte und auf Kuba in einer von Fidel Castro praktisch noch auf dem Operationstisch überarbeiteten Version Ende 2006 in einer Massenauflage verbreitet worden ist: Fidel Castros „Biographie der zwei Stimmen“
Es ist das Resultat eines über hundert Stunden dauernden Gesprächs des kubanischen Revolutionsführers mit Ignacio Ramonet, dem spanisch-französischen Buch- autor und Direktor des «Monde diplomatique».
Martin Schwander hat mit ihm über Castros „politisches Testament“ gesprochen. – Die Redaktion
 Copyright : 2007 - NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung bzw. gekennzeichnete AutorInnen / Institutionen
pdf: HIER

taz 03.07.2007 Kuba
Die glücklichen Kinder der Revolution
Es gibt eine Insel, deren Bewohner ohne Leistungsangst leben - und auf derdie Zeitung wichtiger ist als das Fernsehen: Auf Kuba hat das Gute gesiegt.
VON JOACHIM LOTTMANN : MEHR

-freie Übersetzung-
von Teresa Viloria Gazzotti
LÜGEN UND MEDIEN über RCTV pdf: HIER

Die EU-Verfassung und die Verfassung der Bolivarischen Republik Venezuela
Zwei unterschiedliche
Einstellungen zum Menschen

Von Elke Zwinge-Makamizile *

Einleitung
Den EU-Verfassungsvertrag mit der bolivarischen Verfassung Venezuelas in Beziehung zu setzen, mag manchem so seltsam erscheinen, als wolle man Äpfel mit Birnen vergleichen. Schon die äußere Gestalt beider Dokumente könnte nicht unterschiedlicher sein: hier ein Konvolut von mehreren hundert Seiten mit umfangreichen Anhängen und protokollarischen Notizen, die sich nur Fachleuten erschließen - dort ein handliches Büchlein, das die wesentlichen Grundsätze und Regeln für das gesellschaftliche Leben des Landes enthält; hier ein bislang gescheitertes Unternehmen, nachdem die EU- Verfassung in Referenden Frankreichs und der Niederlande 2005 abgelehnt worden waren – dort ein Verfassungstext, der nicht nur formal verabschiedet wurde, sondern offenbar auch den Willen einer großen Bevölkerungs- mehrheit zum Ausdruck bringt.

Wenn auch der EU-Verfassungsvertrag EU-VV nach seiner Niederlage 2005 in Frankreich und den Niederlanden nicht realisiert werden dürfte, lohnt es sich doch, ihn zu beleuchten, um deutlich zu machen, welche Interessen er verfolgt und welche politischen Realitäten ihm längst zu Grunde liegen. In den herrschenden Medien wird der EU-VV weitgehend positiv bewertet. Dagegen erfährt der neue Weg Venezuelas negative Beurteilungen. Die Medien haben sich auf Hugo Chavez als
Ex- Putschisten, Populisten und Autokraten eingeschossen.
Da kann es nicht ausbleiben, wenn die Verfassung, „seine“ Verfassung, ähnlich negativ bewertet wird. Ich möchte im Folgenden fragen, ob diese Betrachtungen gerechtfertigt sind oder ob die venezolanische Verfassung nicht adäquater Ausdruck der gesellschaftlichen Realitäten und der kon- sensualen gesellschaftspolitischen Werte und Zielsetzungen des Volkssouveräns ist.

Fragestellungen
Verfassungen und andere Rechtsgrundlagen widerspiegeln bei ihrer Entstehung die macht- politischen Verhältnisse sowie die im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft aufgehobene Erfahrung der eigenen Geschichte.

Dies wird im Einzelnen deutlich bei der Behandlung folgender Fragen:

Welche gesellschaftlichen Kräfte waren bei der Entstehung beteiligt?
Wie ist eine Verfassung in der Bevölkerung verankert? (Bekanntheits- und Zustimmungsgrad)
Welche Zielvorgaben leisten sie für eine Umsetzung in die Realität?
Welche bestehenden rechtlichen Grundlagen werden übernommen, welche sind neu?
Wem nutzt sie?

Unter  den o.g. Fragestellungen vergleiche ich kursorisch und in thematischer Auswahl – sozusagen  als Diskussionsanstoß- die beiden Verfassungen in Hinblick auf  ihre demokratische „Potenz“, die sozialen und wirtschaftlichen Grundaussagen sowie Sicherheitspolitik in Anbindung an das Völkerrecht.
 
Historische Einbettung des EU-VV
Der Gedanke eines vereinten Europas ist nicht neu, im Manifest von Ventotene wurde 1941 das Programm eines sozialistischen Europas formuliert. Das Potsdamer Abkommen von 1945 speiste sich noch aus den Erfahrungen des Faschismus und des Krieges. Mit dem Abwurf der Atombombe jedoch begann der Kalte Krieg.
 
Die römischen Verträge von 1957 legten den Grundstein für ein Markt orientiertes Europa in Konkurrenz zum sozialistischen Lager. Die Verabschiedung des Euratom-Vertrages, die Remilitarisierung Deutschlands und der Beitritt in die NATO, das damit einhergehende KPD-Verbot, die im Jahr 1999 verabschiedete neue NATO-Doktrin, welche völkerrechtswidrige weltweite Interventionen und den Einsatz von Atomwaffen auch gegen Nichtatom-Staaten legalisierte, wie auch der völkerrechtswidrige Jugoslawien-Krieg mit seiner vermeintlich integrativen Wirkung für ein gemeinsames europäisches Handeln, aber auch die Verträge von Maastricht (1993), Amsterdam (1999) und Nizza (2000) bereiteten den Humus für diese Europäische Verfassung. Auch der 11. September 2001 wurde genutzt, um im Fahrwasser der US- amerikanischen Politik den Terrorismus zur Begründung von Interventionen in die EU-Verfassung mit hinein zu nehmen (Art.III-309).

Entstehung des EU-VV
105 Politiker der EU, vornehmlich aus dem bürgerlichen Spektrum und fast aus- schliesslich Männer, entwarfen, einen 500 Seiten um- fassenden Text von 5 Teilen, wobei Teil 3 mit konkreten Politikanweisungen im Verfassungskonvent nicht einmal diskutiert wurde. Die Öffentlichkeit, sprich Zivilgesellschaft, durfte sich in einem unverbindlichen Internet-Forum zu Wort melden, die Gewerkschaften als solche waren im Konvent ebenso wenig vertreten wie die sozialen Bewegungen oder gar die Friedensbewegung. Das Resultat der Arbeit des Konvents zeichnet sich aus durch juristische und für die Allgemeinheit schwer verständliche Formulierungen, durch angehängte Erläuterungen, welche die vorausgegangenen Rechte der ersten Teile negieren oder relativieren, so z.B. Aussagen zum europaweiten Streikrecht, zur Todesstrafe und zur sozialen Verantwortung des Staates.

Die mangelnde Transparenz während der Entstehungsphase setzte sich fort in der fehlenden substanziellen oder falsch dargestellten Bekanntmachung in den Medien. Bei Podiumsdiskussionen und Anhörungen im Bundestag konnte ich feststellen, dass die Politiker der bürgerlichen Parteien zwar von großer Unkenntnis getrübt waren, die Verfassung aber teilweise inbrünstig bejahten – wohl in ihrem grenzenlosen Vertrauen in Konventsmitglieder, die alle bis auf zwei Frauen sich dem herrschenden Wirtschaftssystem als bestem aller Möglichkeiten verpflichtet fühlten. In Deutschland war die Zustimmung durch das Parlament beschlossene Sache.

Einige Parlamentarier scherten trotzdem aus und fragten u. a. nach der Verträglichkeit des EU- VVs mit dem Grundgesetz. Das Bundesverfassungsgericht hat diese brisante Frage nie geklärt und damit auch die Ratifizierung des EU-VVs durch das Parlament juristisch nicht blockiert

Die Bevölkerung durfte in einigen Ländern über ein Referendum abstimmen.
In Spanien wussten laut Umfragen 90% der Bevölkerung nicht über die Inhalte der Verfassung Bescheid. Die Zeitungen, auch eher linksgerichtete wie „El Pais“, betonten die Vorzüge eines vereinten, starken Europas mit friedenspolitischem Impetus. Die Bevölkerung stimmte mehr- heitlich mit Ja, allerdings bei einer lausigen Wahlbeteiligung von nur 42 Prozent. Nachdem in Frankreich eine intensive Aufklärung und Diskussion über die Verfassung seitens der Zivil- gesellschaften erfolgte, stimmte die Bevölkerung mehrheitlich mit Non.
Es war ein sehr repräsentatives Ergebnis: Die Wahlbeteiligung betrug 69 Prozent. Wenige Tage nach Frankreich stimmten auch die Niederlande mit Nee, obwohl die herrschenden Medien massiv für den EU-VV die Werbetrommel gerührt hatte.

Entstehung der Verfassung
der Bolivarischen Republik Venezuela (VV)

In Venezuela hatte Hugo Chavez vor seinem Wahlsieg 1998 eine neue Verfassung versprochen, um dem Transformationsprozess von der alten durch Oligarchien bestimmte Gesellschaft in eine neue, bolivarische Republik – so genannt nach dem anti- kolonialen Freiheitskämpfer Simon Bolivar- eine unverrückbare Grundlage zu geben. Unter der neuen Regierung wurde die verfassungs- gebende Versammlung gewählt. Im Dezember 1999 wurde die Verfassung über ein Referendum mit 72% angenommen. Die Bevölkerung hat einmal durch ihre gewählten Repräsentanten aus der Bauernschaft, der indigenen Bevölkerung, der Studenten, der Wissenschaft, der Kultur- schaffenden, der Gewerkschaften, der Frauenverbände, der Unternehmer und der Kirche in der verfassungsgebenden Versammlung wie auch mittels intensiver Diskussionen in Organisationen und auf der Straße, die Verfassung zur Abstimmung gebracht, die sie nun allen Grund hat als die ihrige zu empfinden. Im missglückten, vom CIA unterstützten Putsch von 2002 zeigte sich das Bewusstsein der Bevölkerung von ihren verfassungsmäßigen Rechten, die sie mit allem Mut gegen die Putschisten einforderten und diese auch zum Sturz brachten.

Was ist das Besondere an der Verfassung, dass sie so verteidigt und mehr noch, dass die in ihr enthaltenen Handlungsaufforderungen in einem voranschreitenden Prozess in gesellschaftliche Realität umgesetzt werden sollen und wollen?
Bei diesen Überlegungen darf die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung an Hand der Verfassung nicht gering geschätzt werden. Viele Menschen entwickelten durch sie einen emanzipativen Standpunkt, der ihnen in der Vergangenheit vorenthalten wurde, so dass man heute von einer hoch politisierten Bevölkerung sprechen kann.

Die demokratischen Rechte im Vergleich
In der Verfassung Venezuelas (VV) ist die Teilhabe des Volkes bei der Gestaltung der Gesellschaft in Form einer partizipativen und nicht allein repräsentativen Demokratie ein zentrales Recht und zugleich eine Aufforderung. Dem Volk wird eine aktive Rolle bei der Entstehung und Ausübung von gesellschaftlichen Funktionen, wie bei der Kontrolle und Abwählbarkeit von Amtsinhabern zugewiesen (Art.62, 70).Ein noch nie da gewesenes Recht besteht darin, dass Amtsinhaber jeder Ebene nach der Hälfte ihrer Amtszeit über ein Referendum abgewählt werden können.
Die Wahlberechtigten haben das Recht, dass ihre Repräsentanten öffentlich und nach- vollziehbar Rechenschaft über ihre Amtsführung gemäß dem vorgestellten Wahlprogramm ablegen(Art.66). Neben den klassischen drei Gewalten - Legislative, Exekutive und Judikative- werden als verfassungsmäßiges Novum und demokratische Erweiterung die Bürgergewalt und die Wahlgewalt hinein genommen.

Der EU-VV verengt die Mitbestimmung mit Hilfe der Zuständigkeit der Institutionen. Die Gesetzesinitiative liegt ausschließlich bei der Kommission. Sie muss sich keiner öffentlichen Wahl stellen. Sie erhält Befugnisse, die es den Kommissaren ermöglicht, eigenständig multilaterale Handelsverträge (GATS) zu verhandeln. Der Ministerrat und nicht das weiter gefasste EU- Parlament treffen Entscheidungen zur Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), unter die Auslands- einsätze, sprich Entscheidungen über Krieg und Frieden, fallen.

Mit den turbomäßig voranschreitenden Privatisierungen und dem Sozialabbau - interessanterweise verstärkt seit dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers - geht ein rapider Abbau von gesellschaftlicher Mitgestaltung und Mitbestimmung seitens der Arbeitnehmer einher. Industrie und Wirtschaft begrüßten verständlicherweise den EU-VV, haben sie doch auch über den Einfluss der neo-liberalen think tanks wie der Mont-Pèlerin-Gesellschaft und des ERT daran mitgewirkt.

Soziale und
wirtschaftliche Rechte im Vergleich

Viele Artikel der VV formulieren Zielvorgaben und Prinzipien. Sie benennen, wohin, mit wem und zu welchem Nutzen der Prozess der Transformation hin orientiert.
Das aktive Volk ist das entscheidende Subjekt der Erneuerung (Art.5, 62, 63, 66, 70- 74 ). Der Staat gewährleistet umfassende bürgerliche, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte. Die VV orientiert auf Ziele hin, wie diese in
Art.3 genannt sind, "...der Schutz und die individuelle Entwicklung des Menschen, die demokratische Ausübung des Volkswillens, der Aufbau einer gerechten und friedliebenden Gesellschaft, die Förderung des Wohlstandes des Volkes….“ Dieser Wortlaut scheint vergleichbar mit Art. 1-3 des EU-VVs: „Ziel der Union ist es, den Frieden, ihre Werte und das Wohlergehen der Völker zu fördern“ Im gleichen Artikel heißt es jedoch weiter: Die Union bietet ihren BürgerInnen „einen Binnenmarkt mit freiem und unverfälschten Wettbewerb“. In der Grundrechtecharta wird noch ergänzend das Grundrecht der unternehmerischen Freiheit hinzugefügt (Art.II-76).

Im Gesamttext der Europäischen Verfassung wird die Unterordnung der sozialen Rechte unter die Rechte des freien Marktes deutlich. Erhärtet wird dies u.a. an den verabschiedeten und geplanten Gesetzen wie die zur Dienstleistungsrichtlinie und der Standortfreiheit für Unternehmen mit allen für sie vorteilhaften Bedingungen.

Es ist in der EU-VV keine Rede mehr von der Sozialpflichtigkeit des Eigentums wie es unser Grundgesetz formuliert. Diese und andere progressive Artikel, entstanden unter dem Einfluss der Erfahrungen des Faschismus und des 2. Weltkrieges, wären juristisch hinfällig bei Zustandekommen des EU-VV.

Die Europäische Zentralbank (sie und die "Bank" werden in der EU-VV 176 mal genannt) ist den Regierungen nicht einmal rechenschaftspflichtig. Sie ist Hüterin der Preisstabilität (Art.I-30), die auf Kosten sozialer Sicherheit eingehalten wird. Die EZB handelt allein im Interesse der Kapitalakkumulation.

Die Zentralbank Venezuelas dagegen unter- liegt dem Grundsatz der öffentlichen Verant- wortlichkeit. Sie legt vor der Nationalversammlung Rechenschaft ab und ist den sozialen Zielen der Verfassung verpflichtet (Art.319). Die Vergabe von Kleinkrediten mit niedrigen Zinsen ist eine ihrer Aufgaben. Eine Bank des Südens (Banco de Sur) ist anvisiert, die die Integration Lateinamerikas im Sinne einer sozialen Gerechtigkeit fördert und unterstützt.

=Venezuela ist nicht mehr abhängig von der Weltbank und vom IWF=
Weitere wirtschaftliche Charakteristika, die den Weg in einen Sozialismus des  21. Jahr- hunderts ebnen helfen, sind das Verbot von Monopolbildung (Art.113), die Förderung von alternativen Wirtschaftsformen, Genossenschaften, Kollektiven und Sparkassen (Art.118). Die Hausarbeit ist anerkannt als eine Wirtschaftstätigkeit und deshalb sozial versichert (Art.88).Die Feststellung, dass der Großgrundbesitz gegen das gesellschaftliche Interesse verstößt (Art.307), war Grundlage für das 2002 erlassene Bodengesetz. (Im selben Jahr erfolgte der Putschversuch).
Die Einnahmen aus der Ausbeutung der Bodenschätze (vor allen Dingen Öl) werden zu Investitionen im Bildungs- und Gesundheitswesen genutzt (Art.311). Ausländische Unternehmen dürfen keine günstigeren Bedingungen erhalten (Art.301). Wasser ist öffentliches Gut (Art.304). Die Registrierung von Patenten ist verboten (Art.124).

Zu den Zielen der sozialen Rechte in Venezuela zählen: Schaffen von Arbeitsplätzen, Arbeitszeit- verkürzung, Gewährleistung eines sicheren und hygienischen Wohnraums, Auf- und Ausbau des staatlichen Gesundheits- und Bildungssystems.(Art.83, 84,102).

Die bisher gemachten Erfolge zeigen, dass es sich in Venezuela nicht um eine so genannte populistische Politik handelt, die die VV als totes Papier betrachtet, sondern es wurden und werden über zum Teil selbst organisierte "Missionen" handfeste Resultate erzielt wie der Aufbau von Schulen und Universitäten, die kostenlose Gesundheitsversorgung bis in die „barrios“ hinein, Beseitigung des Analphabetismus (letztere beiden mit personeller Unterstützung kubanischer Fachkräfte), die Realisierung der speziellen Rechte der indigenen Bevölkerung (Art.119-124), Minderung der Armutsrate um 32 Prozent, Minderung der Arbeitslosenrate u.v.a.m.

Sicherheitspolitik und
internationales Recht im Vergleich

In der VV sind Souveränität, Nichtein- mischung und Selbstbestimmung der Völker eine dem Völkerrecht entsprechende heraus- ragende Maxime. Das Militär dient allein der Landesverteidigung. Deshalb braucht es in der VV auch keiner Formulierungsschlichen wie Interventionen zu begründen wären. Aus- ländische Militärstützpunkte sind verboten (Art.13). (Zum Vergleich: In der BRD sind 73 US-amerikanische Militärstützpunkte. Einige werden für völkerrechtswidrige Kriegsflüge in den Irak und für CIA-Flüge mit Ver- schleppungen genutzt. Auf deutschem Territorium lagern 150 US-amerikanische Atomwaffen).

Der Staat Venezuela verhindert die Herstellung und Gebrauch von ABC-Waffen (Art.129), er unterstützt die nukleare Abrüstung (Präambel). Die Einbettung der Verfassung Venezuelas in das internationale Recht wird bekräftigt. „Die von Venezuela unterzeichneten und ratifizierten Abkommen, Verträge und Konventionen zu den Menschenrechten genießen Verfassungs- rang…“(Art.23).

Das europäische Militärbündnis kann laut EU-VV außerhalb seines Territoriums agieren, ein Mandat der UN wird nicht vorausgesetzt. „Präventive“ „Verteidigung“ im Sinne der US- amerikanischen Nationalen Sicherheitsdoktrin sind mit Art. III-309 möglich. Vorbereitet wurde dies durch die Neue NATO- Doktrin.

Ein militärisches Sonderbündnis (Kerneuropa) kann ungehindert durch andere europäische Staaten in einer „Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit“ agieren (Art. III-312). Die Mitgliedstaaten werden zur Verbesserung der militärischen Fähigkeiten verpflichtet und eine Verteidigungsagentur ist eingerichtet
(Art. I-41).

Diese Aufrüstungsverpflichtung ist ein absolutes Novum in einer Verfassung und muss als verfassungsunwürdig bezeichnet werden.

Der Verfassungs-Konvent nahm nicht das Urteil des Internationalen Gerichtshofs von Den Haag von 1996 zum Verbot der Herstellung und Weiterverbreitung atomarer Waffen - wie dies von der Zivilgesellschaft (IPPNM; IALANA u.va.) gefordert wurde - in den EU-VV auf, genauso wenig wie den Ausstieg aus dem Euratom- Vertrag.

Der Frieden bleibt ein auf Europa bezogenes, aber nicht globales Projekt wie durch die UNO- Charta festgelegt. Die direkte Anbindung an die UNO-Charta wird gemieden, wie sie noch eindeutig im Grundgesetz der BRD und der Pariser Charta von 1990 vorgenommen wurde.

Fazit
Der EU-VV manifestiert den sozialen und demokratischen Rückschritt, fördert Privatisierungen durch die Maxime des unverfälschten Wettbewerbs, gibt dem Kapital Vorrecht vor den Interessen der breiten Bevölkerung und schreibt die verfassungskonforme Möglichkeit aggressiver Außenpolitik, d.h. Möglichkeiten militärischer Interventionen außerhalb des EU-Territoriums ohne UNO-Mandat fest.

In der Verfassung der bolivarischen Republik Venezuela ist das Volk das handelnde Subjekt. Der Staat schützt und fördert Aktivitäten, die der VV entsprechen. Dazu gehören kollektive, solidarische Wirtschaftsformen, die Nutzung des staatlichen und privaten Eigentums (anhand einer sozialen Steuerpolitik) zum sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Aufbau des Landes, ein friedliches Zusammenleben innerhalb des Landes und gegenüber anderen Nationen entsprechend dem Völkerrecht. Die VV befindet sich in Übereinstimmung mit den sozialen und bürgerlichen Menschenrechten
3-er Generationen.

Wenn die im Geiste der VV Handelnden ihre Geschicke, ungestört durch aggressive Störmanöver der nationalen und internationalen Ewiggestrigen, fortführen können, kann die Morgendämmerung (span. ALBA, wie die bolivarische Alternative in Lateinamerika heißt) nun aus dem Süden kommend, immer mehr an Leuchtkraft gewinnen. Die Bevölkerung Venezuelas kennt die Gefahr und wappnet sich. Sie ist gestärkt durch die Solidarität anderer Länder wie der einer breiten anti- imperialistischen, antineoliberalen Bewegung. Venezuela wiederum stärkt ideell und finanziell Unterpriviligierte (auch in den USA) und baut zusammen mit anderen Staaten an der Vision Simon Bolivars "unser Amerika".....so wie wir an einem "Europa von unten".

Literatur:
Dario Azzellini: Venezuela Bolivariana
„EU global-fatal!?“ Textsammlung zur Europakonferenz März 2005, Stuttgart
Elke Zwinge-Makamizile: „Europa in schlechter Verfassung“, Dokumentarfilm, 2005
Elke Zwinge-Makamizile: „Venezuela in guter Verfassung“, Dokumentarfilm, 2006 (Bestellung über attac).

* Elke Zwinge-Makamizile ist Dipl. Pädagogin und lebt in Berlin; aktives Mitglied bei attac, „Achse des Friedens“ Berlin, Internationale Liga für Menschenrechte und Bundesausschuss Friedens- ratschlag. Obige Arbeit als Pdf: HIER

Über die Gewerkschaften in Venezuela: HIER

Wege zur Unabhängigkeit vom US-Imperium
banco del sur
Lateinamerika, das Volk wählt links, die gewählten Regierungen werden immer selbstbewusster. Brasilien, hat sich jetzt endgültig entschieden die "Bank des Südens" mitzutragen. Die Linksregierungen Südamerikas haben jetzt eine ganze Reihe von Maßnahmen gegen die traditionelle Bevormundung der Region durch die USA beschlossen. Brasilien wird sich an der "Bank des Südens" beteiligen und schließt weitere Patentbrüche bei teuren Medikamenten nicht aus. Auf einem Gipfel der "Bolivarischen Amerika-Alternative" (ALBA) in Venezuela verkündete Boliviens Präsident Evo Morales den Rückzug seines Landes vom Weltbank- Schiedsgericht für Investitionsfragen. In dieser Institution werden Differenzen zwischen westlichen Multis und Ländern des Südens zu Ungunsten Letzterer entschieden. Boliviens Präsidentenberater Pablo Solón: "Für diese Fragen brauchen wir unparteiische, transparente und öffentliche Gerichte." Die ALBA, welche Hugo Chávez als soziales Gegenprojekt zur 2005 gescheiterten ALCA, der USA (Freihandelszone von Alaska bis Feuerland) lanciert hatte, gehören mittler- weile Venezuela, Kuba, Bolivien und Nicaragua an. Chávez hat die Mitgliedschaft Venezuelas bei IWF und Weltbank gekündigt und die Erdölmultis im Orinoco-Becken unter staatliche Kontrolle gestellt. Ecuador sagte die Teilnahme an gemeinsamen Manövern mit den US-Streitkräften im Pazifik ab und ist Kandidat zur Aufnahme in die ALBA .

Ecuador
Schon vor den Wahlen, aus denen Rafael Correa als Sieger hervorging antwortete dieser Mann auf die Frage, was er mit der großen US-Manta-Airbase in Ecuador machen wolle:
„Wir werden sie weiter dulden, falls die USA bereit sind, eine ecuadorianische Luftbasis in Miami zu dulden.“

 

[index] [AKTUELLES] [Gegen-Krieg] [DEMOKRATIE] [FINANZ & KRISEN] [BL-OKKUPY] [REVOLUTION?] [INTERNATIONAL] [SOLIDARITÄT] [ATOM- INFO] [NEUSTAAT] [USA EU DE] [US-KARIKIERT] [US-EXPORT] [Rezepte] [Notrufe] [Unsere Welt] [LATEINAMERIKA] [KUBA] [KinoTheater Museum] [VERANSTALTUNGEN] [EMPFEHLUNG] [MUSIK & KUNST] [NGO-INFO'S] [ZUKUNFT] [HUMOR] [FREIMUS] [10 x Trödelei] [LINKS] [Impressum] [REICHTUMSUHR] [Baden in Berlin] [Technik & so] [Downloads] [STRITTIG]